„einladung zur vernunft und / psychiatrien öffnen ihre tore“ Tamara Labas, Schriftstellerin _ Give Peace A Chance _ Fankfurt/Main 23.3.2022

GIVE PEACE A CHANCE

granatapfelsplitter steigen

irrsinnig weich zu boden

vereinen sich mit helmen im morgentau

einladung zur vernunft und

psychiatrien öffnen ihre tore

eigentlich beißen sich dort die falschen fest

andere verweigern sich und plötzlich

caesaren räumen ihre posten

einladungen folgen zu

akrosticha des friedens

caesaren öffnen korridore

habt ihr heute schon gelächelt?

ach, ihr marginalisierten

nun, lächelt, lächelt den

caesaren den weg frei

es wird frühling. lächelt

Tamara Labas, 19.3.2022

Tamara Labas, Schriftstellerin

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Tamara Labas, Schriftstellerin _ Fankfurt/Main

Tamara Labas

Foto_Marko Cerovac.

Walter Pobaschnig _ 20.3.2022.

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„Geschichten als Hoffnungsgeber und Mutmacher“ Jochen Weeber, Schriftsteller _ Reutlingen/D 23.3.2022

Lieber Jochen, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Morgens vier, fünf Mal auf den Wecker schlagen. Auf der Matratze in alle Himmelsrichtungen dehnen und dabei versuchen, zu mir kommen. Beobachten, wie nach und nach die Sonne durch die Rollladenritzen ins Zimmer scheint. Dabei allerhand Gedanken sortieren, und die älter werdenden Knochen eben gleich mit.

Zeitung lesen, Müsli essen, dem Schreibtisch ‚Hallo‘ sagen. Mails beantworten, und dabei ins kreative Schreiben reinkommen.

Zwischen 13 und 14 Uhr mit Knoblauch, Auberginen, Olivenöl, Kurkuma, Koriander & Co das ganze aufgestaute Fernweh stillen. Und zugleich den Hunger meiner Töchter. Anschließend Siesta in der Sonne oder in der Waagrechten. Zwischen 16 und 18 Uhr: Schreiben!

Abends (wechselweise) Bandprobe, schwimmen, spazieren, Bäume bestaunen und möglichst viel Wind in die Taschen stecken.

Jochen Weeber, Schriftsteller, Musiker

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Nicht vergessen, ein Lächeln aufzusetzen. Auch und vor allem in der Begegnung mit anderen. Beim Tragen von Masken versuchen, das irgendwie mit den Augen hinzukriegen (Vorsicht, nicht wie ein Idiot zwinkern!). Fragen, wie es anderen geht. Hilfe anbieten. Wenn man selbst genug hat: Geld an Menschen spenden, die bedürftig sind. Und vor allem: Lesen! Die eigene Mama anrufen! Oder die Mama von jemand anderem anrufen! Oder die Telefonseelsorge! Oder alle drei! Und so oft es geht: Spaghetti aglio e oglio essen.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?

Als Autor gilt es für mich immer auszuloten, wo es eine Schnittmenge gibt von aktuell wichtigen Ereignissen oder Diskursen und meinem eigenen emotionalen Kompass. Spüre ich, dass ein Thema unbedingt raus will, gibt es dazu früher oder später einen Text. Für mich ändert sich an dieser Vorgehensweise in punkto kreativem Schreibprozess durch die Pandemie erstmals nicht.

Die andere Seite sind die Veranstaltungen und was aus den Geschichten letzten Endes gemacht wird. Im Moment steht vieles unter dem Aspekt des Krieges in der Ukraine. Literatur hat dabei viele Funktionen – Geschichten, als Hoffnungsgeber und Mutmacher, zum Ablenken und Krafttanken. Zusammen mit anderen Kinderbuch-Autorinnen und Autoren lassen wir gerade in Eigenregie Kindergeschichten ins Ukrainische übersetzen und bringen diese mit Illustrationen kombiniert so in Umlauf, dass Mütter, die in der Ukraine mit ihren Kindern flüchten müssen, diesen Geschichten-Fundus auf ihrem Smartphone haben. Denn meist kann bei der Flucht nur das Nötigste mitgenommen werden – vor allem keine Bücher.

Ich denke, es gibt keine Richtung, in die die Kultur nicht denken darf! Alle Hebel in Bewegung setzen, um mit Veranstaltungsformaten bei den Menschen „anzukommen“ und etwas in Gang zu setzen. Auch Benefiz-Veranstaltungen, die anderen Menschen in ihrer Not helfen, und dabei ein Thema in die Öffentlichkeit rücken, halte ich für sinnvoll. Das darf auch nicht beim Krieg in der Ukraine aufhören, sondern muss unbedingt auch viele andere Missstände, unter denen Menschen leiden, im Blick behalten. Als Autor ist man es gewohnt, sich in andere Menschen einzufühlen, ist auf eine Art sensibel, bei vielen Schriftstellern ist das vermutlich einfach ein wichtiger Teil des eigenen Naturells, ohne den gute Texte erst gar nicht möglich wären. Ich für meinen Teil kann nicht anders, als meine künstlerische Arbeit letzten Endes immer als Ganzes zu sehen, das helfen soll, dass es Menschen gut geht bzw. die Welt hier oder da einen Zipfel besser wird.

Was liest Du derzeit?

„Kleines Land“, Gael Faye

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

„Man soll auch die anderen Mannschaften nicht unter dem Teppich kehren lassen.“  (Fußballspieler Olaf Thon)

Jochen Weeber, Schriftsteller, Musiker

Vielen Dank für das Interview lieber Jochen, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literaturprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen:

Jochen Weeber, Schriftsteller, Musiker

www.jochenweeber.de

Alle Fotos_Gordon Kölmel.

14.3.2022_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

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„Genug / Ist / Vergriffen“ Britta Avalon Kagels_Schriftstellerin_Give Peace A Chance_Berlin 23.3.2022

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Genug

Ist

Vergriffen

Ein leeres Regal

Paletten sind

Einmal wieder

Ausverkauft

Collagen von Genug in

Einmachgläsern

Ausverkauft

Connaisseur

Hungert

Am

Notstand dieser

Collagen in

Einmachgläsern

Britta Avalon Kagels_17.3.2022

Britta Avalon Kagels_Schriftstellerin

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Britta Avalon Kagels_Schriftstellerin_Berlin

Foto_Ron Gerlach.

Walter Pobaschnig _ 17.3.2022.

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„Candlelight-Dinner in Charkiw“ Patrick Wilden, Schriftsteller_Give Peace A Chance_Dresden 23.3.2022

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Gedichte für den Frieden zu schreiben

Ist ein ziemlich sinnloses Unterfangen

Versuchen Sie mal mit Versen

Einen Krieg zu beenden

Poeten probierens natürlich trotzdem

Eigensinnig wie sie nun mal sind

Auch wenn die Realität sie oftmals

Chancenlos erscheinen läßt

Eine Devise gilt quasi universal:

Ausdenken kann man sich alles!

Candlelight-Dinner in Charkiw

Händchenhalten in Hostomel

Austernangeln am Asowschen Meer

Naivität siegt mit

Czernowitz und Humor

Einspruch zwecklos

Patrick Wilden _16.3.2022

Patrick Wilden, Schriftsteller

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Patrick Wilden, Schriftsteller_Dresden

Foto_Dirk Skiba.

Walter Pobaschnig _ 13.3.2022.

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„Aber Grozny hatte ich vergessen“ Frederic Wianka_Schriftsteller_Give Peace A Chance_Berlin 22.3.2022

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Guernica. Ich war nicht dort.

Ich sah ein Bild.

Es erinnert mich.

Rotterdam. Ich kenne es nicht.

Ich hörte seine Geschichte.

Sie erinnert mich.

Coventry. Ich sah es nie,

nie wie es war.

Was folgte, erinnert mich.

Dresden. Ich stand in der neuen Stadt,

wo einst Leichen zwischen Schutt in Bergen lagen.

Ich erinnere mich.

Ich erinnere mich an Hamburg,

was erzählt wurde von einem Feuersturm.

Und Berlin, woher alles kam …

Jeder neue Tag mit den Narben einer Stadt.

Aber Grozny hatte ich vergessen,

ebenso Aleppo.

Ich hatte zu tun.

Charkiw

Mariupol

Sumy

Cherson

Odessa

Kiew

erinnern mich.

Frederic Wianka, 19.3.2022

Frederic Wianka_Schriftsteller


Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Frederic Wianka_Schriftsteller_Berlin

www.frederic-wianka.de

Kurzbiographie_Frederic Wianka

Frederic Wianka lebt seit 1989 in Berlin. Hier studierte er Geschichte, Politikwissenschaften und Soziologie. Wochentags arbeitet er bürgerlich und frei von jedem Kunstanspruch, an den Wochenenden schreibt er Prosa. Seine ersten öffentlichen Lesungen fanden 2009 statt. Im Frühjahr 2020 erschien bei PalmArtPress sein Romandebüt „DIE WENDE im Leben des jungen W.“

Foto_Catharine J. Nicely.

Walter Pobaschnig _ 17.3.2022.

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„Gitler kaput, schrieb mir ein Russe“ Oedipa Fraser, Schriftstellerin_Give Peace A Chance_München 22.3.2022

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Gitler kaput, schrieb mir ein Russe, als er mich

Im Online-Schach bezwungen hatte.

Verdammt lang her, schrieb ich, und überhaupt bin ich

Engländerin, du kleine, miese Ratte.

Peinlich war’s, als ich nach langem Warten

Einmal in China im Hotel laut schrie und die

Angestellten mit gesenktem Kopf erstarrten.

Chinesen, lernte ich, sind klug und schreien nie.

Einst lümmelten die Ritter, las ich bei Runciman,

Auf ihrem Kreuzzug auf dem Thron des Kaisers von

Constantinopel. Er ließ sie machen, denn

Hilfe brauchte er und sie mehr Zivilisation.

Andenken, heißt ein Gedicht von Hölderlin. Geh aber

Nun und grüße… die schöne Stadt des Sklavenhandel.

Chancenlos ging er wie sie den Bach hinunter. Hab er

Ein Bleibendes – noch schöner wäre Wandel.

Oedipa Fraser_16.3.2022

Oedipa Fraser_Schriftstellerin_Philologin_16.3.2022

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Oedipa Fraser, Schriftstellerin, Philologin_München

Foto_Oedipa Fraser.

Walter Pobaschnig _ 16.3.2022.

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„Peace ist hier, War woanders“ Laura Nußbaumer_ Schriftsteller:in_Give Peace A Chance_Wien 22.3.2022

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Ganz plötzlich-

Ich bereue es: das

Verdecken von Augen, die

Einbildung

Peace ist hier, War woanders

Es kann mich nicht berühren, bis-

ALLE FLÜGE SIND GE-

CANCELLED

Es kann doch nicht so weit ausarten…

ALLE FLÜGE SIND GE-

CANCELLED

Haben wir uns

Auch weit genug distanziert?

Noch immer sind ALLE FLÜGE GE-

CANCELLED

Es betrifft uns alle.

Laura Nußbaumer, 18.3.2022

Laura Nußbaumer _ Schriftsteller:in

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Laura Nußbaumer_ Schriftsteller:in_Wien

https://www.lauranussbaumerundlouis-a.com/#

Fotos_Martin Jordan.

Walter Pobaschnig _ 18.3.2022.

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„Medienkompetenz“ Barbara Kaudelka, Schauspielerin _ Wien 22.3.2022

Liebe Barbara, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Meine Tage gestalten sich sehr unterschiedlich; je nachdem ob ich Tonstudiotermine habe, Theaterproben oder ein Drehtag am Programm stehen oder ob ich einen Schreibtag für meine Kolumnen einlege. Ich bin Frühaufsteherin, in der ersten Tageshälfte bin ich am produktivsten, habe die meiste Energie. Neben meiner Arbeit als Schauspielerin und Sprecherin studiere ich berufsbegleitend Publizistik- und Kommunikationswissenschaft an der Uni Wien, Organisation ist quasi mein zweiter Vorname 😉 Den Tag lasse ich daheim mit meinem Lebensmenschen ausklingen; freie Zeit verbringe ich mit meiner Familie, engen Freunden oder draußen in der Natur. Diese Menschen, die so nah an meinem Herzen sind, sind mir das Wichtigste im Leben.

Barbara Kaudelka_Schauspielerin, Sprecherin und Kolumnistin

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Gesellschaftlicher Zusammenhalt, Besonnenheit, zwischenmenschliche Wärme, kritische (Selbst-)Reflexion, Medienkompetenz und ein respektvolles aufeinander-Zugehen auf allen Ebenen. Das gemeinsame Arbeiten an Lösungen. Das beginnt in der kleinsten Zelle. Es sind verstörende Zeiten, durch die wir gerade taumeln. Globale Pandemie, Terroranschläge, Femizide, Klimakrise, sexuelle Diskriminierung, Gewalt und aktuell eine kaum begreifbare Kriegsgefahr, die mit Gefühlen und Ängsten konfrontiert, denen sich viele von uns in ihrem Leben noch nie stellen mussten. Von den Menschen, die direkt von humanitären Katastrophen betroffen sind, ganz zu schweigen. Das sind zutiefst emotionale Zeiten.

Es benötigt meiner Ansicht nach den Balanceakt aus Innehalten und entschlossen Vorwärtsgehen – Innehalten, um ganz archaischen Grundbedürfnissen des Menschseins Aufmerksamkeit zu schenken: Geborgenheit, Sicherheit, auch Anerkennung und Fairness, wirtschaftlicher wie sozialer Natur. Entschlossen vorwärts gehen im Hinblick auf die unbequeme Wahrheit, dass wir aus der Trägheit, auch einer gewissen Naivität, der letzten Jahrzehnte aufwachen müssen: ökologische Ressourcen sind nicht unbegrenzt, der Friede ist nicht selbstverständlich und das Alltags-Bewusstseins für die globale Schere zwischen arm und reich ist gelinde gesagt ausbaufähig. Ich nehme mich da gar nicht aus. Ich glaube, die Zeit, in der dieses fragile Konstrukt, das uns als Menschheit und Gesellschaft per se umgibt, noch irgendwie gehalten hat, ist vorbei.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei dem Theater/Schauspiel, der Kunst an sich zu?

Was wir als Gesellschaft vom Theater lernen können ist die Wichtigkeit des team work. Letztlich ist das Gelingen immer Ensembleleistung. Davon bin ich zutiefst überzeugt. Egal ob am Filmset, auf der Bühne oder im Tonstudio: meiner Erfahrung nach braucht es alle, um das optimale Ergebnis auf die Beine zu stellen. Und wie die Welt sein kann, wenn alle an einem Strang ziehen, erleben wir immer wieder, denken wir an die Anfangszeit der Pandemie oder die Welle der Hilfsbereitschaft, die gegenwärtig durch Europa rollt. Auch das sind wir Menschen.

Was liest Du derzeit?

  • „Die Evolution der Sprache“ von Guy Deutscher
  • Risikokommunikation und die Risiken der Kommunikation wissenschaftlichen Wissens: Zum gesellschaftlichen Umgang mit Nichtwissen.“  von Bechmann & Stehr
  • und als Hörbuch für unterwegs läuft bei mir gerade „Das Ende von allem* astrophysikalisch betrachtet“ von der großartigen Katie Mack. (hört sich schlimmer an, als es ist J )

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Zwischen Reiz und Reaktion liegt ein Raum. In diesem Raum liegt die Macht unserer Wahl. In unserer Reaktion liegen unsere Entwicklung und unsere Freiheit. – Viktor Frankl –

Barbara Kaudelka_Schauspielerin, Sprecherin und Kolumnistin

Vielen Dank für das Interview liebe Barbara, viel Freude und Erfolg für Deine großartigen Schauspiel-, Kunst-, Medienprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!

5 Fragen an Künstler*innen:

Barbara Kaudelka_Schauspielerin, Sprecherin und Kolumnistin

https://www.barbarakaudelka.com/

Fotos_1 Michael Taborsky; 2 Carina Antl; 3 Eva Würdinger.

4.3.2022_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

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„Vegetarianer“ Felix Kucher. Picus Verlag

Ein Jahrhundert geht zu Ende und jetzt steht er auf der Bühne. Seine Botschaft sind Imperative und Rufzeichen. Eine neue Zeit braucht neue Wege. Überall. In allem. Die Natur weist den Weg. Allein. Und das Licht wartet auf die, die ihm folgen und neue Menschen werden. Ihm, im weißen Gewand und den Worten wie Schwertern…

Jetzt stapft er durch den Schnee. Kalt und schwer. Wie in der Jahreszeit seiner Geburt. Als er 1851 das Licht der Welt erblickt, ist er schwach und die Familie bangt um sein Leben. Das zarte brüchige Leben erholt sich und setzt Schritte ins Leben, zur Bildung. Dann der Tod der Eltern. Die Erde ist weit und leer. Sein Weg führt zur Kunst. Zur Malerei. Und ins brüchige Leben mit schwerem Schnee überall. Auf Sehnsucht und Liebe. Scheitern und – Hoffnung. Doch wo ist diese zu finden?

Er liest, hört und geht nun radikal seinen Weg. Licht, Luft, Liebe…es beginnt – oder endet – jetzt?

„Die Idee des neuen Lebens wird von hier ausgehen und die ganze Welt umfassen…“

Felix Kucher, österreichischer Schriftsteller und Philosoph, Philologe und Theologe nimmt mit seinem vierten Roman „Vegtarianer“ Leserin und Leserzu einer fulminanten gesellschaftlichen Zeitreise mit, in der spannend wie genial konstruiert die Ebenen von Vergangenheit und Gegenwart ineinandergreifen und begeistert staunen lassen ob dieses literarischen Kunstgriffes.

Begeisternd ist auch der erzählende Stil, der gleichsam ein historisch-biographisches Mosaik zum zeitübergreifenden fliegenden Teppich von Sinn und Abgrund des Lebens werden lässt.

Der Autor ist ein Zauberer der Sprache und der dringlichen wie subtilen Frage nach Sinn und Leben in Gegenwart und Zukunft.

„Mit so viel literarischer Raffinesse über Mensch und Zeit zu schreiben, ist einmalig!“

Walter Pobaschnig 3_22

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„Gestern / Ist / Vorgestern in alle /Ewigkeit?“ Gunther Neumann _Schriftsteller  _ Give Peace A Chance_Wien 22.3.2022

GIVE PEACE A CHANCE

Gestern

Ist

Vorgestern in alle

Ewigkeit?


Präsident P.

Ein

Anachronistischer und erschreckend aktueller, der

Chaos sät und wohl

Erntet.


Auch


Comödianten dürfen Rollen tauschen, wir

Haben

Aber

Nie

Cäsaren bestellt, um für

Ewigkeiten zu herrschen

Gunther Neumann, 20.3.2022

Gunther Neumann, Schriftsteller

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Gunther Neumann _Schriftsteller  _ Wien

http://www.gunther-neumann.com/?p=1843

http://www.gunther-neumann.com

Foto_privat.

Walter Pobaschnig _ 20.3.2022.

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