„Iwan und Mia“ Jana Franke  _Schriftstellerin _Give Peace A Chance_Potsdam 16.3.2022

GIVE PEACE A CHANCE

Geburtsklinik in Mariupol gezielt zerstört.

Iwan und Mia im Bunker der Kiewer Metro in die erste Kriegsnacht geboren.

Vierjähriger weinend allein ins sichere Polen gelaufen. Jetzt warten

Elena 12 und ihrer Schwester 14 mit ihm auf das Kriegsende und die Eltern.

Pasha Li aus Irpin im Fluchtkorridor beschossen. Gestorben mit dem

Einundzwanzigjährigem Rekrut Pavel aus Irkutsk, der Beschuss verweigert.

Alice aus Okhtyrka 8, durch den schützenden Leib des Großvaters erschossen.

Cyril aus Mariupol 18 Monate im Krankenhaus unter Beschuss.

Elfjähriger aus Saporischschja allein in die sichere Slowakei geflohen. Der

Apokalyptischer Angriff demaskiert des Zaren Lügennest, enthüllt, dass in

Cherkasy, Rivne, Lwiw, Kinder nicht unversehrt bleiben dürfen. Den Sieg

Halten um jeden Preis, wispert der uralte Schneider, glorreich für dein Land.

Alice 9, Mykyta 18, Tetiana, Helfer, Hund in Irpins Fluchtkorridor erschossen.

New York Time zeigt die gräuliche Szenerie, Sehriy erkennt seine Familie. Die

Chronisten notieren: Chronos inhaftiert ++ Wahrheit jetzt Lüge nennen ++  

Erste Phosphorbombe ++ Russisches Volk in Geiselhaft ++ Zarewitsch fällt +++

Jana Franke  _14.3.2022

Jana Franke  _Schriftstellerin

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Jana Franke  _Schriftstellerin _Potsdam  

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Walter Pobaschnig _ 14.3.2022.

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„Eimer überm Kopf“ Kindheitserinnerungen, Irina Magritz. Kunstblatt Verlag Dresden.

Und da kam der Tod. Wie ein Schlag. Riss den Sohn fort. Den einzigen. Alles fällt. Zerfällt…Jetzt. Zurückgehen. Erinnern. Rückwärts leben, um da zu sein. Noch.

Wo anfangen? Die Bilder annehmen, die kommen. Der Kindheit.

Der Fußboden. Der Sonnenstrahl. Und das Fassen der Kinderhände danach…

„Papa ist von der Front zurück!“ Der Lastwagen und dann das Dunkel.

Jetzt spricht die Kindheit. Zuhören, sehen, aufschreiben, leben…

Irina Magritz, Schriftstellerin, wurde 1942 in der Ukraine geboren. Nach dem Studium der Filmtechnik in Leningrad folgte sie 1966 ihren Ehemann nach Ostberlin und arbeitete am Forschungsinstitut für Nachrichtentechnik und Mikroelektronik. Die vielseitige Schriftstellerin ist Mitglied der Gesellschaft für neuere Literatur in Berlin.

Die hier vorgelegten Lebenserinnerungen sind ein außergewöhnliches biografisches, zeitgeschichtliches wie literarisches Dokument. Irina Magritz erzeugt in einem sehr ausdrucksstarken wie eindringlichen Dialog von Stil und Inhalt eine ganz besondere Stille und Aufmerksamkeit, die ergriffen Seite um Seite folgen lässt. Der poetische Stil lädt wie in einem Gespräch zum Zuhören ein. Mit Betroffenheit, Staunen und Spannung. Ein besonderes Leseerlebnis, das auch zeitübergreifend nahe an der Gegenwart ist.

„Lebenserinnerungen als eindringliche poetische Reise und Mahnung über Zeiten hinweg“

Walter Pobaschnig 3_22

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„Viel Nachrichten schauen und zwischendurch die Lesungen für 2022 planen“ Jörn Birkholz, Schriftsteller _ Bremen 15.3.2022

Lieber Jörn, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Derzeit tatsächlich viel Nachrichten schauen und zwischendurch mühevoll (dank Corona) die Lesungen für 2022 planen. Passt klasse zusammen.

Jörn Birkholz, Schriftsteller, Historiker, Musiker

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Das was vorher auch schon wichtig war; den Blödsinn um uns herum versuchen zu erkennen und zu benennen. Und nach Möglichkeit dabei nicht zu zynisch zu werden.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?

Ich kann da nur für die Literatur sprechen und viele werden jetzt sofort entrüstet aufschreien, aber wie man es ja bereits während der Pandemie erleben musste; keine besonders große Rolle (von politischer Seite gar als Freizeitaktivität eingestuft).

Und so wichtig und unentbehrlich die Freiheit des Wortes ist; da, wo man (fast) alles sagen kann, interessiert sich kaum einer dafür, oder es entfaltet kaum Wirkung, und wo man es nicht darf, wird man eh mundtot (oder schlimmeres) gemacht.

Was liest Du derzeit?

„Crossroads“ von Franzen

„Vernichten“ von Houllebecq

Danach „Die Dämonen“ von Dostojewski (die Neuübersetzung von Swetlana Geier)

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

„Ich erhoffe nichts. Ich fürchte nichts. Ich bin frei.“ Nikos Kazantzakis

Jörn Birkholz, Schriftsteller, Historiker, Musiker

Vielen Dank für das Interview lieber Jörn, viel Freude und Erfolg für Deine großartigen Literaturprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!

5 Fragen an Künstler*innen:

Jörn Birkholz, Schriftsteller, Historiker, Musiker

Fotos_privat.

2.3.2022_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

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„Cäsaren-Clownerie / Ende nie?“ Harald Darer_Schriftsteller _Give Peace A Chance_ Wien 15.3.2022

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Generation

Innerlich

Vernichtet:

Eskalation

Propaganda

Euphorie

Aggression

Chaos

Empathie

Annexion:

Charmante

Humanitäre Intervention

Angriffsfrieden

Neutralisation

Cäsaren-Clownerie

Ende nie?

Harald Darer, 14.3.2022

Harald Darer_Schriftsteller

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Harald Darer_Schriftsteller _ Wien

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Walter Pobaschnig _ 14.3.2022.

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„Augen Creme Erinnerung Augen“ Clemens Schittko, Schriftsteller _ Give Peace A Chance _ Berlin 15.3.2022

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Gras

Inseln

Vögel

Erinnerung

Pflanzen

Erinnerung

Augen

Creme

Erinnerung

Augen

Creme

Hände

Augen

Nacht

Creme

Erinnerung

Clemens Schittko, 13.3.2022

Clemens Schittko_Schriftsteller

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Clemens Schittko_Schriftsteller _ Berlin

Foto_Juliane Wünsche.

Walter Pobaschnig _ 13.3.2022.

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„auch chancenlose engel atmen chancen“ Petrus Akkordeon_Schriftsteller_Give Peace A Chance _ Berlin 15.3.2022

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geht

im

vielleicht

ein

paradies

ein

auch

chancenlose

engel

atmen

chancen

hoffen

apfelbäume

noch

chancenlos

einander

p.akkordeon

13032022

Petrus Akkordeon_Schriftsteller, Künstler

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Petrus Akkordeon_Schriftsteller, Künstler _ Berlin

Foto_privat.

Walter Pobaschnig _ 13.3.2022.

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„Geschoss – Gewissen“ Michael Hedwig_ Künstler_Give Peace A Chance _Wien 14.3.2022

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Geschoss

Inspektorenmarke

Vorderlader

Expansivgeschoss

Pistole

Elektrozündung

Anschlag

Colt

Einheitspatrone

Abzug

Cook off

Handfeuerwaffe

Ausreißer

Nitroglyzerin

Center fire

Entladehammer

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Gewissen

Individuelle Freiheit

Verantwortung

Ethik

Prinzip der Freiheit

Entwicklung

Anspruch

Charakter

Empathie

Anderssein

Charakterbildung

Hilfsbereitschaft

Allgemeine Wertvorstellung

Norm

Charakterstärke

Eigenverantwortung

Michael Hedwig_ 13.3.2022

Michael Hedwig_ Künstler

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Michael Hedwig_ Künstler_Wien

https://www.hedwig.at/

Foto_Simina Badea.

Walter Pobaschnig _ 13.3.2022.

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„Aufruhr der Meerestiere“ Marie Gamillscheg. Roman. Luchterhand Verlag

Da ist das Leben. Das Jetzt. Der Beruf als Meeresbiologin. Der Hörsaal. Fern der Herkunft. Hier im Institut ist es eine „Insel“ – „Luise wollte jemand sein, an dem man sich erinnerte. Luise war eine Insel…“.

Mensch und Tier steht im Mittelpunkt ihres Forscherlebens. Die Metamorphosen, die Angst. Lebensräume, die sich teilen, verteidigen, bekämpfen…alltäglich und über Zeitepochen…

Und wo ist Luise darin? Fragen. Wo komme ich hier? Bin ich geworden? Was sind meine Verwandlungen…Noch verborgen.

„Man wächst auf. Eine Mutter, ein Vater, zwei Kinder. Ein Bub, ein Mädchen.“

Eine Reise beginnt…an den Meeresboden der eigenen Herkunft…ein Aufruhr in Erinnerung und Gegenwart…

Wo wird es hinführen? Wo wird es enden?…Was bleibt von der Insel?

Marie Gamillscheg, in Berlin lebende österreichische Schriftstellerin, 2018 mit dem österreichischen Buchpreis Debüt ausgezeichnet, legt mit „Aufruhr der Meerestiere“ einen beeindruckenden Entwicklungs-Roman vor, der in der spannenden wie poetischen Verschlungenheit metaphorisch-assoziativen Erzählens begeistert und gängige Literatur Genres sprengt.

Es ist ein einzigartiger Stil, der Möglichkeiten modernen Schreibens auslotet und gleichsam ein neues Genre kreiert. Gamillscheg setzt hier im einzigartigen Kunstgriff das Stilmittel Sprache, um Fragen von Identität und Lebenswegen zu thematisieren. Das gekonnte wie überraschende Spiel literarischer Möglichkeiten erzeugt ein vielseitiges, ganz besonders Lese- und Literaturerlebnis.

„Marie Gamillscheg erschafft die Welt der Sprache neu. Ein Ereignis.“

Walter Pobaschnig 3_22

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„Es gibt kein Licht in Tschornjanka“ Günter Vallaster_Give Peace A Chance_Schriftsteller_Wien 14.3.2022

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Grodek / Horodok

Ist wieder

Voller „düstrer Sonne“

Ein letzter Vers von Georg Trakl

Panzerspuren im Schlamm der RasputiNza

Eine Marschrutka

Aus Tschornjanka zwischen

Cherson und Melitopol wartet mit zerbrochnen Scheiben

Es gibt kein Licht in Tschornjanka

An der Wiege der Moderne

Chor „dyr bul shchyl“ auf der Flucht nach

Hyläa, dem Biosphären- und Kunstblätterwald

Alexej Krutschonych, David und Wladimir Burliuk, Wladimir Majakowskij

Nicht zu vergessenBenedikt Liwschiz, Wassilij Kamenskij, Velimir Chlebnikov

Chor der Kunst, verfolgt, vertrieben, vereinnahmt vom völkischen Wahn, auch

Elena Guro, die in Piter nur „zwei Wörter“ in die Kamera hielt

Günter Vallaster  _ 13.3.2022

Günter Vallaster  _Schriftsteller

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Günter Vallaster  _Schriftsteller_Wien

https://guenter-vallaster.net/

Foto_privat.

Walter Pobaschnig _ 13.3.2022.

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„bei Ebbe der Hoffnung zu lauschen“ Jacqueline Forster-Zigerli, Autorin_Give Peace A Chance _Lausanne/Schweiz 14.3.2022

Give peace a chance

Geh und sprich ein Gebet für den Frieden.

Immer ist Blumenzeit die Einladung zur

Vergebung.

Erinnern wir, wie

Persönlich in uns Friede geschieht, wie die

Erde leuchtet, wenn wir einen

Apfelbaum pflanzen oder eine

Christrose, die das Versprechen

Einlösen vom

Anfang, der immer möglich ist in

Cadiz oder China. Mitten in Dir ist es

Himmel und Zeit die

Ahnen zu ehren, bei

Null anzufangen in jedem Moment, beim Hören der Klänge von

Chopin, bei

Ebbe der Hoffnung zu lauschen.

Jacqueline Forster-Zigerli, 13.3.2022

Jacqueline Forster-Zigerli, Autorin

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Jacqueline Forster-Zigerli, Autorin_Lausanne/Schweiz

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Walter Pobaschnig _ 12.3.2022.

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