„Genug / Ist / Vergriffen“ Britta Avalon Kagels_Schriftstellerin_Give Peace A Chance_Berlin 23.3.2022

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Genug

Ist

Vergriffen

Ein leeres Regal

Paletten sind

Einmal wieder

Ausverkauft

Collagen von Genug in

Einmachgläsern

Ausverkauft

Connaisseur

Hungert

Am

Notstand dieser

Collagen in

Einmachgläsern

Britta Avalon Kagels_17.3.2022

Britta Avalon Kagels_Schriftstellerin

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Britta Avalon Kagels_Schriftstellerin_Berlin

Foto_Ron Gerlach.

Walter Pobaschnig _ 17.3.2022.

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„Candlelight-Dinner in Charkiw“ Patrick Wilden, Schriftsteller_Give Peace A Chance_Dresden 23.3.2022

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Gedichte für den Frieden zu schreiben

Ist ein ziemlich sinnloses Unterfangen

Versuchen Sie mal mit Versen

Einen Krieg zu beenden

Poeten probierens natürlich trotzdem

Eigensinnig wie sie nun mal sind

Auch wenn die Realität sie oftmals

Chancenlos erscheinen läßt

Eine Devise gilt quasi universal:

Ausdenken kann man sich alles!

Candlelight-Dinner in Charkiw

Händchenhalten in Hostomel

Austernangeln am Asowschen Meer

Naivität siegt mit

Czernowitz und Humor

Einspruch zwecklos

Patrick Wilden _16.3.2022

Patrick Wilden, Schriftsteller

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Patrick Wilden, Schriftsteller_Dresden

Foto_Dirk Skiba.

Walter Pobaschnig _ 13.3.2022.

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„Aber Grozny hatte ich vergessen“ Frederic Wianka_Schriftsteller_Give Peace A Chance_Berlin 22.3.2022

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Guernica. Ich war nicht dort.

Ich sah ein Bild.

Es erinnert mich.

Rotterdam. Ich kenne es nicht.

Ich hörte seine Geschichte.

Sie erinnert mich.

Coventry. Ich sah es nie,

nie wie es war.

Was folgte, erinnert mich.

Dresden. Ich stand in der neuen Stadt,

wo einst Leichen zwischen Schutt in Bergen lagen.

Ich erinnere mich.

Ich erinnere mich an Hamburg,

was erzählt wurde von einem Feuersturm.

Und Berlin, woher alles kam …

Jeder neue Tag mit den Narben einer Stadt.

Aber Grozny hatte ich vergessen,

ebenso Aleppo.

Ich hatte zu tun.

Charkiw

Mariupol

Sumy

Cherson

Odessa

Kiew

erinnern mich.

Frederic Wianka, 19.3.2022

Frederic Wianka_Schriftsteller


Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Frederic Wianka_Schriftsteller_Berlin

www.frederic-wianka.de

Kurzbiographie_Frederic Wianka

Frederic Wianka lebt seit 1989 in Berlin. Hier studierte er Geschichte, Politikwissenschaften und Soziologie. Wochentags arbeitet er bürgerlich und frei von jedem Kunstanspruch, an den Wochenenden schreibt er Prosa. Seine ersten öffentlichen Lesungen fanden 2009 statt. Im Frühjahr 2020 erschien bei PalmArtPress sein Romandebüt „DIE WENDE im Leben des jungen W.“

Foto_Catharine J. Nicely.

Walter Pobaschnig _ 17.3.2022.

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„Gitler kaput, schrieb mir ein Russe“ Oedipa Fraser, Schriftstellerin_Give Peace A Chance_München 22.3.2022

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Gitler kaput, schrieb mir ein Russe, als er mich

Im Online-Schach bezwungen hatte.

Verdammt lang her, schrieb ich, und überhaupt bin ich

Engländerin, du kleine, miese Ratte.

Peinlich war’s, als ich nach langem Warten

Einmal in China im Hotel laut schrie und die

Angestellten mit gesenktem Kopf erstarrten.

Chinesen, lernte ich, sind klug und schreien nie.

Einst lümmelten die Ritter, las ich bei Runciman,

Auf ihrem Kreuzzug auf dem Thron des Kaisers von

Constantinopel. Er ließ sie machen, denn

Hilfe brauchte er und sie mehr Zivilisation.

Andenken, heißt ein Gedicht von Hölderlin. Geh aber

Nun und grüße… die schöne Stadt des Sklavenhandel.

Chancenlos ging er wie sie den Bach hinunter. Hab er

Ein Bleibendes – noch schöner wäre Wandel.

Oedipa Fraser_16.3.2022

Oedipa Fraser_Schriftstellerin_Philologin_16.3.2022

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Oedipa Fraser, Schriftstellerin, Philologin_München

Foto_Oedipa Fraser.

Walter Pobaschnig _ 16.3.2022.

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„Peace ist hier, War woanders“ Laura Nußbaumer_ Schriftsteller:in_Give Peace A Chance_Wien 22.3.2022

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Ganz plötzlich-

Ich bereue es: das

Verdecken von Augen, die

Einbildung

Peace ist hier, War woanders

Es kann mich nicht berühren, bis-

ALLE FLÜGE SIND GE-

CANCELLED

Es kann doch nicht so weit ausarten…

ALLE FLÜGE SIND GE-

CANCELLED

Haben wir uns

Auch weit genug distanziert?

Noch immer sind ALLE FLÜGE GE-

CANCELLED

Es betrifft uns alle.

Laura Nußbaumer, 18.3.2022

Laura Nußbaumer _ Schriftsteller:in

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Laura Nußbaumer_ Schriftsteller:in_Wien

https://www.lauranussbaumerundlouis-a.com/#

Fotos_Martin Jordan.

Walter Pobaschnig _ 18.3.2022.

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„Medienkompetenz“ Barbara Kaudelka, Schauspielerin _ Wien 22.3.2022

Liebe Barbara, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Meine Tage gestalten sich sehr unterschiedlich; je nachdem ob ich Tonstudiotermine habe, Theaterproben oder ein Drehtag am Programm stehen oder ob ich einen Schreibtag für meine Kolumnen einlege. Ich bin Frühaufsteherin, in der ersten Tageshälfte bin ich am produktivsten, habe die meiste Energie. Neben meiner Arbeit als Schauspielerin und Sprecherin studiere ich berufsbegleitend Publizistik- und Kommunikationswissenschaft an der Uni Wien, Organisation ist quasi mein zweiter Vorname 😉 Den Tag lasse ich daheim mit meinem Lebensmenschen ausklingen; freie Zeit verbringe ich mit meiner Familie, engen Freunden oder draußen in der Natur. Diese Menschen, die so nah an meinem Herzen sind, sind mir das Wichtigste im Leben.

Barbara Kaudelka_Schauspielerin, Sprecherin und Kolumnistin

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Gesellschaftlicher Zusammenhalt, Besonnenheit, zwischenmenschliche Wärme, kritische (Selbst-)Reflexion, Medienkompetenz und ein respektvolles aufeinander-Zugehen auf allen Ebenen. Das gemeinsame Arbeiten an Lösungen. Das beginnt in der kleinsten Zelle. Es sind verstörende Zeiten, durch die wir gerade taumeln. Globale Pandemie, Terroranschläge, Femizide, Klimakrise, sexuelle Diskriminierung, Gewalt und aktuell eine kaum begreifbare Kriegsgefahr, die mit Gefühlen und Ängsten konfrontiert, denen sich viele von uns in ihrem Leben noch nie stellen mussten. Von den Menschen, die direkt von humanitären Katastrophen betroffen sind, ganz zu schweigen. Das sind zutiefst emotionale Zeiten.

Es benötigt meiner Ansicht nach den Balanceakt aus Innehalten und entschlossen Vorwärtsgehen – Innehalten, um ganz archaischen Grundbedürfnissen des Menschseins Aufmerksamkeit zu schenken: Geborgenheit, Sicherheit, auch Anerkennung und Fairness, wirtschaftlicher wie sozialer Natur. Entschlossen vorwärts gehen im Hinblick auf die unbequeme Wahrheit, dass wir aus der Trägheit, auch einer gewissen Naivität, der letzten Jahrzehnte aufwachen müssen: ökologische Ressourcen sind nicht unbegrenzt, der Friede ist nicht selbstverständlich und das Alltags-Bewusstseins für die globale Schere zwischen arm und reich ist gelinde gesagt ausbaufähig. Ich nehme mich da gar nicht aus. Ich glaube, die Zeit, in der dieses fragile Konstrukt, das uns als Menschheit und Gesellschaft per se umgibt, noch irgendwie gehalten hat, ist vorbei.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei dem Theater/Schauspiel, der Kunst an sich zu?

Was wir als Gesellschaft vom Theater lernen können ist die Wichtigkeit des team work. Letztlich ist das Gelingen immer Ensembleleistung. Davon bin ich zutiefst überzeugt. Egal ob am Filmset, auf der Bühne oder im Tonstudio: meiner Erfahrung nach braucht es alle, um das optimale Ergebnis auf die Beine zu stellen. Und wie die Welt sein kann, wenn alle an einem Strang ziehen, erleben wir immer wieder, denken wir an die Anfangszeit der Pandemie oder die Welle der Hilfsbereitschaft, die gegenwärtig durch Europa rollt. Auch das sind wir Menschen.

Was liest Du derzeit?

  • „Die Evolution der Sprache“ von Guy Deutscher
  • Risikokommunikation und die Risiken der Kommunikation wissenschaftlichen Wissens: Zum gesellschaftlichen Umgang mit Nichtwissen.“  von Bechmann & Stehr
  • und als Hörbuch für unterwegs läuft bei mir gerade „Das Ende von allem* astrophysikalisch betrachtet“ von der großartigen Katie Mack. (hört sich schlimmer an, als es ist J )

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Zwischen Reiz und Reaktion liegt ein Raum. In diesem Raum liegt die Macht unserer Wahl. In unserer Reaktion liegen unsere Entwicklung und unsere Freiheit. – Viktor Frankl –

Barbara Kaudelka_Schauspielerin, Sprecherin und Kolumnistin

Vielen Dank für das Interview liebe Barbara, viel Freude und Erfolg für Deine großartigen Schauspiel-, Kunst-, Medienprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!

5 Fragen an Künstler*innen:

Barbara Kaudelka_Schauspielerin, Sprecherin und Kolumnistin

https://www.barbarakaudelka.com/

Fotos_1 Michael Taborsky; 2 Carina Antl; 3 Eva Würdinger.

4.3.2022_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

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„Vegetarianer“ Felix Kucher. Picus Verlag

Ein Jahrhundert geht zu Ende und jetzt steht er auf der Bühne. Seine Botschaft sind Imperative und Rufzeichen. Eine neue Zeit braucht neue Wege. Überall. In allem. Die Natur weist den Weg. Allein. Und das Licht wartet auf die, die ihm folgen und neue Menschen werden. Ihm, im weißen Gewand und den Worten wie Schwertern…

Jetzt stapft er durch den Schnee. Kalt und schwer. Wie in der Jahreszeit seiner Geburt. Als er 1851 das Licht der Welt erblickt, ist er schwach und die Familie bangt um sein Leben. Das zarte brüchige Leben erholt sich und setzt Schritte ins Leben, zur Bildung. Dann der Tod der Eltern. Die Erde ist weit und leer. Sein Weg führt zur Kunst. Zur Malerei. Und ins brüchige Leben mit schwerem Schnee überall. Auf Sehnsucht und Liebe. Scheitern und – Hoffnung. Doch wo ist diese zu finden?

Er liest, hört und geht nun radikal seinen Weg. Licht, Luft, Liebe…es beginnt – oder endet – jetzt?

„Die Idee des neuen Lebens wird von hier ausgehen und die ganze Welt umfassen…“

Felix Kucher, österreichischer Schriftsteller und Philosoph, Philologe und Theologe nimmt mit seinem vierten Roman „Vegtarianer“ Leserin und Leserzu einer fulminanten gesellschaftlichen Zeitreise mit, in der spannend wie genial konstruiert die Ebenen von Vergangenheit und Gegenwart ineinandergreifen und begeistert staunen lassen ob dieses literarischen Kunstgriffes.

Begeisternd ist auch der erzählende Stil, der gleichsam ein historisch-biographisches Mosaik zum zeitübergreifenden fliegenden Teppich von Sinn und Abgrund des Lebens werden lässt.

Der Autor ist ein Zauberer der Sprache und der dringlichen wie subtilen Frage nach Sinn und Leben in Gegenwart und Zukunft.

„Mit so viel literarischer Raffinesse über Mensch und Zeit zu schreiben, ist einmalig!“

Walter Pobaschnig 3_22

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„Gestern / Ist / Vorgestern in alle /Ewigkeit?“ Gunther Neumann _Schriftsteller  _ Give Peace A Chance_Wien 22.3.2022

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Gestern

Ist

Vorgestern in alle

Ewigkeit?


Präsident P.

Ein

Anachronistischer und erschreckend aktueller, der

Chaos sät und wohl

Erntet.


Auch


Comödianten dürfen Rollen tauschen, wir

Haben

Aber

Nie

Cäsaren bestellt, um für

Ewigkeiten zu herrschen

Gunther Neumann, 20.3.2022

Gunther Neumann, Schriftsteller

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Gunther Neumann _Schriftsteller  _ Wien

http://www.gunther-neumann.com/?p=1843

http://www.gunther-neumann.com

Foto_privat.

Walter Pobaschnig _ 20.3.2022.

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„Geburtsstadt : eine Besatzerstadt“ Alexander Graeff, Schriftsteller_Give Peace A Chance_Berlin 21.3.2022

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Geburtsstadt : eine Besatzerstadt

Ich umgeben von Ideen der Freiheit & Befreier

Verengungsideologie meines Aufwachsens Lügen

Erzählen die Mär der männlichen

Panzer & mutigen Raketenwerfer. Mein

Entkommen war lebensnotwendig mein Antrieb

Abinär verschaltet mit dem Myzelwachstum

Chthonischer Schwestern (Inanna / Ishtar)

Eine Energiewende meiner

Andersartigkeit. Eine

Chronik der Achtziger & Neunziger

Hauptsache Frieden sagten sie immer

Aber dafür müsst ihr kämpfen : wofür?

Nennen wir es Liebe

Chthonische Schwestern (Inanna / Ishtar) oder

Ekstase.

Alexander Graeff, 16.3.2022

Alexander Graeff _ Schriftsteller

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Alexander Graeff, Schriftsteller_Berlin

https://alexander-graeff.blogspot.com/

Foto_Sarah Berger.

Walter Pobaschnig _ 16.3.2022.

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„Herz und Menschlichkeit kommen von Kunst und Kultur und Theater“ Sven Stäcker, Puppenspieler _ Wien 21.3.2022

Lieber Sven, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Mein Tag beginnt mit dem Aufwachen und schauen ob ich schon wach bin.

Sven Stäcker, Puppenspieler, (Hochschule für Schauspielkunst Ostberlin) , Schauspieler, Clown, Puppenbauer, Autor

Aller zwei Tage ein Frühstück, jeden Morgen Zähne putzen, auch die die nicht mehr da sind.

Jetzt beginnt das manchmal fröhliche und manchmal schmerzende Nachdenken, mit den Gedanken, was mach ich heute?

Puppen und Kulisse weiterbasteln? Stücke weiterschreiben? Proben?

Wer probt kann nichts. 😉

Spazieren gehen? In Simmering auf dem wunderbaren kuschligen Friedhof und dann im jüdischen Bereich, Rehe beobachten?

Ein gar köstlich Mittagessen für die Familie kochen?

An einem Bild weitermalen?

Versuchen ein Buch weiterzulesen?

Wenn die Familie zusammen ist, fröhlich sein, Spaß haben, Problemchen besprechen?

Das unbedingte Gefühl haben, mit den persönlichen lieben Menschen, kann einem, kann UNS, nichts geschehen. Und wenn doch was sein sollte, dann schafft man es gemeinsam!

Das liest sich fad? Mitnichten und Neffen! Es ist das schönste Beste was es gibt!

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Ich weiß nicht, was für UNS ALLE das Wichtigste ist. Die Menschen sind doch da arg sehr verschieden. Sie besitzen die verschiedensten Anschauungen zu den Dingen. Anschauungen die nicht jede und jeder versteht. Es müssen ja auch nicht die gleichen Anschauungen existieren.

Es muss eine große Portion Respekt zu den anderen Menschen vorhanden sein. Man muss nicht alle Menschen verstehen und begreifen. Es muss aber unbedingt der Respekt vorhanden sein, dass man andere Menschen, trotzdem als Menschen behandelt, auch wenn sie anderer Meinung sind. Das sieht gegenwärtig aber schlimm aus. Gewalt und dumme Worte wechseln ab und verbauen uns fast den Weg zurück.

Das sollte wichtig sein.

Vor einem Aufbruch werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei dem Theater, der Kunst an sich zu?

Theater und Kunst besitzt die wichtige Aufgabe Theater und Kunst zu sein. Das hatten Theater und Kunst schon immer.

Ich möchte nicht in die unsinnige Diskussion, sind Theater und Kunst wichtig? Ja, klar. Unbedingt. Sie waren schon immer wichtig und werden auch wichtig bleiben, egal ob man die Orte für Theater und Kunst erst einmal zusperrt.

Ohne Kunst und Kultur sind wir dumme kriegerische Batzen.

Herz und Menschlichkeit kommen von Kunst und Kultur und Theater.

Was liest Du derzeit?

Rocko Schamoni „Der Jaeger und sein Meister“

Heino Jaeger hat unter Künstlern viele Verehrer. Man nennt ihn den „Mozart der Komik“ und „Heino Jaeger war ein großer Wortkünstler und unglaublicher Parodist der deutschen Gesellschaft seiner Zeit und ein mindestens genauso bedeutender Maler und Zeichner. Aber Deutschland ist an ihm vorbeigegangen. Das ist an Tragik kaum zu überbieten.“ Nun setzt der Musiker, Entertainer und Schriftsteller Rocko Schamoni („Dorfpunks“) dem „Humorrevolutionär“ Heino Jaeger (1938-1997) ein Denkmal in Form eines Romans.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

„Wovon man nicht sprechen kann, darüber muss man schweigen.“Ludwig Wittgenstein, Buch Tractatus Logico-Philosophicus, Satz 7

Sven Stäcker, Puppenspieler, (Hochschule für Schauspielkunst Ostberlin) , Schauspieler, Clown, Puppenbauer, Autor

Vielen Dank für das Interview lieber Sven viel Freude weiterhin für Deine großartigen Theater-, Kunstprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen:

Sven Stäcker, Puppenspieler, (Hochschule für Schauspielkunst Ostberlin) , Schauspieler, Clown, Puppenbauer, Autor

www.trauminsel.org

Alle Fotos_Sven Stäcker

8.1.2022_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

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