„Cliquendreck“ Kirstin Breitenfellner_Schriftstellerin_Give Peace A Chance_ Wien 27.3.2022

GIVE PEACE A CHANCE

(Frieden ist das Gegenteil von Krieg

Frieden ist die Macht der Unmacht.)

Gefühle hinterfragen

Interventionen misstrauen

Vorlieben anklagen

Erzählungen abbauen

Personenzentriert

Ereignisbetroffen

Ausstiegsorientiert

Chaosversiert

Ergebnisoffen

Achtung auf die

C

H

A

N

C

E

(Krieg ist das Gegenteil von Chance.

Krieg ist die Macht der Emotionen.)

Emotionskoloss

Cliquendreck

Neidparadies

Angstgschoss

Hungerverlies

Chamäleoneffekt

(Freunde dich damit an,

wenig Macht zu haben, außer über dich selbst.)

Kirstin Breitenfellner_17.3.2022

Kirstin Breitenfellner_Schriftstellerin

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Kirstin Breitenfellner_Schriftstellerin_ Wien

https://www.kirstinbreitenfellner.at/

Foto_Mats Bergen.

Walter Pobaschnig _ 17.3.2022.

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„Infanterie / Für das Kind steht I für Immergrün und Igel“ Eva-Lena Loerzer_Schriftstellerin_Give Peace A Chance_ Berlin 27.3.2022

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Graben nach Wörtern. Stattdessen Staub. Verschüttet, alles, seit Wochen. Nachrichten unerträglich.

Infanterie lese ich, Informationskrieg. Das Kind weint. Für das Kind steht I für Immergrün und Igel.

Vorrückende Truppen, lese ich. Das Kind weint. Für das Kind steht V für Vergissmeinicht.

Einmarsch, lese ich. Das Kind weint. Für das Kind steht E für Emu, Elefant und Ehrlichkeit.

Panzerfaust, lese ich. Das Kind weint. Für das Kind steht P für Papagei und Pelikan.

Explosion, lese ich. Das Kind weint. Für das Kind steht E für Esche, Efeu, Eleganz.

Angriffskrieg, lese ich. Das Kind weint. Für das Kind steht A für Apfel, Ananas und Affe.

Chemische Waffen, lese ich. Das Kind weint. Für das Kind steht C für Chance und Charme.

Explosion, lese ich. Das Kind weint. Für das Kind steht E für Erde, Essen, Euphorie.

Angriffsziel, lese ich. Das Kind weint. Für das Kind steht A für Ahornbaum und Anfangszauber.

Cherson besetzt, lese ich. Das Kind weint. Für das Kind steht C für Charakter.

Handgranaten eingesetzt, lese ich. Das Kind weint. Für das Kind steht H für Heiterkeit und Humor.

Aufrüstung beschlossen, lese ich. Das Kind weint. Für das Kind steht A für Abenteuer, Abendsonne.

Nuklearwaffenbedrohung, lese ich. Das Kind weint. Für das Kind steht N für Nilpferd und Nabel.

Charkiw zerbombt, lese ich. Das Kind weint. Für das Kind steht C für Carpe diem und Cat content.

Essensrationen aus, lese ich. Das Kind weint. Für das Kind steht E für Einigkeit und Entspannung.

Eva-Lena Loerzer, 17.3.2022

Friedens-Demo_Berlin 3_2022
Eva-Lena Loerzer_Schriftstellerin

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Eva-Lena Loerzer_Schriftstellerin_Berlin

Lörzer, Freie Journalistin, Journalismus (evalenaloerzer.de)

Fotos_privat.

Walter Pobaschnig _ 17.3.2022.

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„Emma Andijewskas Verse zitieren wollen“ Monika Vasik, Schriftstellerin _ Give Peace A Chance _ Wien 26.3.2022

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Ratlose

G egengesten statt lauthals zu schreien

I wan Dratschs Texten begegnen wollen den

V ersen von Taras Schwetschenko doch zu

E rst Tanja Maljartschuk zuhören und den

P … ut … ins Aufmerksamkeitsaus schicken

E ndlich Oksana Sabuschko lesen auch Jurij

A ndruchowytsch und wider das Kriegs

C haos zu Serhij Zhadans Worten greifen

E benso Taras Prochasko begreifen der

A ngst Texte von Lina Kostenko dem

C hauvinismus Wassyl Stus entgegenhalten

H offnung suchen bei Iwan Switlytschnyi

A ndrij Ljubkas Gedichte entdecken jene von

N atalka Bilozerkiwez anstelle der Bestialitäts

C hroniken jetzt Zeilen von Oleh Lysheha und

E mma Andijewskas Verse zitieren wollen

Monika Vasik, 19.3.2022

Monika Vasik, Schriftstellerin

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Monika Vasik, Schriftstellerin_Wien

Home – Homepage von Monika Vasik

Foto_Hermann Vasik.

Walter Pobaschnig _ 20.3.2022.

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„Die Kunst war mein Lebensretter“ Tanja Scheichl-Ebenhoch, Musikerin_ Götzis/A 26.3.2022

Liebe Tanja, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Er unterscheidet sich heute von dem vor drei Jahren tatsächlich um annähernd 100 Prozent. Meine Krebserkrankung und die damit verbundende Polychemo bedeuteten für mich nämlich einen Full Cut in meinem Leben. Von heute auf morgen war es mir als Geigerin physisch und psychisch nicht mehr möglich, Orchester- und Kammermusikprojekte zu planen und zu spielen. Mir fehlte dadurch das Kreativsein, das Musizieren und das Künstlerisch-Tätig-Sein im Allgemeinen, in jener Phase der Bettlägrigkeit in einem Ausmaß, das ich selber nie für möglich gehalten hätte.

Vor allem durch das Schreiben an meinem Buch „Als ich aufhörte zu funktionieren“ gelang es mir dann, langsam wieder in die Spur zu finden. Und meine Ängste zu überwinden.

Tanja Scheichl-Ebenhoch, Schriftstellerin, Musikerin und Pädagogin

Heute führt deshalb mein erster Weg nach zwei Tassen starkem Kaffee am Morgen zum Laptop, wo ich erst mal an meinen neuesten Buchprojekten arbeite. Unterbrochen wird diese Tätigkeit immer wieder durch Songs, die mir über Nacht in den Sinn kommen. Das können Rock- und Popsongs ebenso wie klassische Werke sein, z.B. Sätze aus Symphonien oder Violinkonzerten. Die höre ich dann den ganzen Tag rauf und runter.

Die Musik ist also nach wie vor essentiell für mich. Ja, ich würde sagen, überlebenswichtig. Sie erlaubt mir, meine Emotionen entsprechend auszuleben.

In naher Zukunft steht auch erstmals wieder ein Theaterprojekt an, bei dem ich als Violinistin begleitend agieren werde. Eine besondere Herausforderung für mich, der ich mich aber unbedingt stellen möchte.

Das Leben ist so spannend und vielfältig, wenn wir es zulassen…      

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Ich muss gestehen, dass mir, ebenso wie vielen anderen Menschen, die weltpolitischen Entwicklungen im Moment sehr zu schaffen machen. Es ist wirklich schwer zu verstehen, wie ohnmächtig wir nach wie vor alle sind im Kampf gegen das Machtstreben. Auch in Zeiten von mass media und social media. Das tut unter Umständen richtiggehend körperlich weh.

Dennoch sollten wir auch in diesem Moment die positiven Signale nicht übersehen: die Einigkeit Europas, die große Solidarität mit den betroffenen Menschen, Empathie und Humanität an sich.

Ich denke also, es gibt Hoffnung. Das zu wissen kann allein schon sehr befreiend sein…   

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Musik, Literatur, der Kunst an sich zu?

Bis vor ein paar Jahren hätte ich darauf geantwortet, dass Kunst wahrscheinlich keine besondere Funktion hat. Sie mag uns zwar emotional berühren, allerdings hätte ich einen psychotherapeutischen Effekt vehement bestritten.

Ich habe meine Meinung geändert. Und zwar aufgrund meiner eigenen Erfahrung. Für mich war die Kunst mein Lebensretter, das, was mich auch in der schlimmsten Zeit aufrechterhalten hat. Genau das möchte ich auch meinen Geigenschüler: innen und Student: innen vermitteln. 

Was liest Du derzeit?

Auf meinem Nachttisch liegen momentan einige Bücher weiblicher Autorinnen meiner Region, sprich, aus Vorarlberg: „Löwenherz“, Monika Helfers dritter Teil ihrer persönlichen Familien-Saga, außerdem „Dönz“ von Sabine Grohs und „Hey was solls es ist mein Leben“ von Kriemhild Bickel.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Alles ist möglich:

Feet, what do I need you forwhen I have wings to fly? Frida Kahlo

Vielen Dank für das Interview liebe Tanja, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Musik-, Buch-, Pädagogikprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

Tanja Scheichl-Ebenhoch, Schriftstellerin, Musikerin und Pädagogin

5 Fragen an Künstler*innen:

Tanja Scheichl-Ebenhoch, Schriftstellerin, Musikerin und Pädagogin

Fotos_Tanja Scheichl-Ebenhoch.

7.3.2022_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

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„Ich war vier Jahre, erzählt Vithiya“ Marion Gay, Schriftstellerin _ Give Peace A Chance_Hamm 26.3.2022

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Gespräch, DRK-Treffpunkt Hamm, Sommer 2021

Ich war vier Jahre, erzählt Vithiya. Meine kleinE Schwester war dabei. Mama. Papa. Wir sEhen unser ZuhAuse wieder, eine WoChe spätEr. Das HAus ist verbrannt. ICh sehe, nur ein Baum steHt, und da ist ein Kopf. In der Mitte vom HAus, da war einKopf. Nur ein Kopf von einem MensChen, da auf dEm Baum.

Anm: Vithiya ist vor 30 Jahren vor dem Bürgerkrieg in Sri Lanka geflohen.

Marion Gay, 21.3.2022

Marion Gay, Schriftstellerin

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Marion Gay, Schriftstellerin, Grafikerin _ Hamm

Foto_privat.

Walter Pobaschnig _ 21.3.2022.

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„Cornflakes zum Frühstück“ Petra Kislinger, Schriftstellerin_Give Peace A Chance_Wien 26.3.2022

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Gesichter wie Zombies

In diesen Momenten

Verbrechen ohne Strafe

Explosionsgrollen

Paranoia

Eine zerbrochene Brille

Außer geplatzten Träumen       nichts

Chimären der Nacht

Erinnerst du dich an Zuckerwatte

Abend essen und Sommerbilder anschauen

Cornflakes zum Frühstück

Himmel den wir zurückgelassen haben

Antworten lausige ach

Nur der Gedanke dass ich schreibe fliegt

Contenance con con con tenance

Ein Leid das ich nicht kenne

Petra Kislinger, 23.3.2022

Petra Kislinger, Schriftstellerin

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Petra Kislinger, Schriftstellerin_Wien

Foto_privat.

Walter Pobaschnig _ 23.3.2022.

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„glaubst du mit mir gemeinsam an / das irgendwann“ Renate Aichinger, Schriftstellerin _ Give Peace A Chance_Wien 26.3.2022

#licht:meer

glaubst du mit mir gemeinsam an
das irgendwann
wenn dunkelnacht vergangen
& erste sonnenstrahlen unsre sorgen überziehen


wenn pauken statt sirenen
endlich dann
an unsere ohren die so lang auf durchzug
cello geige & trompete pack sie alle ein
evakuierte zukunft ohne ängste mit dazu

alpträume in scherben

charismatische kinderseelen irrlichtern strahlend
haben weder gut noch ein zuhause
ausgezogen ganze familien getrennt
nackte seelen im nebel an grenzen
glaub mit mir an das licht unsre chance
wenn tränentau der nacht endlich weg

renate aichinger, 2022

Renate Aichinger_ Schriftstellerin, Theaterregisseurin

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Renate Aichinger_ Schriftstellerin, Theaterregisseurin_Wien

https://www.uibk.ac.at/editionlaurin/buecher/flirren-renate-aichinger.html

Foto_privat

Walter Pobaschnig _ 25.3.2022.

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„Inwendiges Zittern auswendig gelernt“ Elke Engelhardt, Schriftstellerin_Give Peace A Chance_Bielefeld 26.3.2022

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Gebet um bleibende Befriedung

Inwendiges Zittern auswendig gelernt

Viel braucht es nicht um sich ohnmächtig zu fühlen

Ein Aufbegehren das einknickt vor der Schönheit der Friedfertigen

Perfektes Vergessen pauschale Antworten und Urteile

Einstürzende Gebäude

Alle Menschen werden eingenommen von der Angst

Cherubin bewachen das verriegelte Paradies sagt man

Ein letzter Versuch

Aufstehen für den Frieden

Chöre vom Frieden singen lassen

Hellhörige Haltungen annehmen

Atmen    die Angst ausatmen

Niemand

Capituliert

Es bleibt beim Gebet

Elke Engelhardt, 21.3.2022

Elke Engelhardt, Schriftstellerin

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Elke Engelhardt, Schriftstellerin_Bielefeld

Foto_privat.

Walter Pobaschnig _ 21.3.2022.

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„Enigmen, Ruinen von Häusern“ Andreas Hutt _ Schriftsteller_Give Peace A Chance _ Marburg 26.3.2022

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Golfkriegserinnerungen: Das Gefühl, mehr als dreißig Jahre zurückgeworfen zu sein, in die letzte große Phase der Angst.

Intensität: Geschichte geschieht. Jetzt.   

Vielleicht werden wir uns unserer Emotionen lange nicht mehr so bewusst sein wie im Augenblick.

Eine Hilflosigkeit legt sich über die Tage.

Panzer, ausgebombt wie alte Gewissheiten.

Enigmen, Ruinen von Häusern.

Annahmen, Irrtümer: Vernunft ist eine Doktrin, die keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit hat.

Chaos, Ankommen, z.B. in Berlin, Polen, Ungarn.

Erschöpfung.

Ansätze: Ist überhaupt ein Friede gewollt?

Chimären, Alpträume.

Haptisch: wie Gegenstände des Alltags.

Allegorien: die Gerechtigkeit, der Tod?

Notlagen und andere Folgen

Christliche Leere.

Eine innere Unruhe. In allem.

Andreas Hutt, 20.3.2022

Andreas Hutt, Schriftsteller

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Andreas Hutt _ Schriftsteller_Marburg

Andreas Hutt – Wikipedia

Foto_Magdalena Kaim.

Walter Pobaschnig _ 20.3.2022.

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„Gehirnmanipulation vom Feinsten“ Elizabeta Kostadinovska, Schriftstellerin_ Give Peace A Chance _ Berlin 26.3.2022

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Gehirnmanipulation vom Feinsten

Ist an der Tagesordnung

Vor dem Krieg ist nach dem Krieg

Ewige Wiederholung

Persönlich war gestern heute ist

Eine Solidarität für alle da

Arbeit für die Welt

Computergesteuert in

Ewiger Schleife

Aber

Computer versagen

Hat der Mensch vielleicht

Auch eine Chance

Nein zu sagen und sein

Changieren herbeizuschaffen den

Ewigen Untergang abzuschaffen?

Elizabeta Kostadinovska, 16.3.2022

Elizabeta Kostadinovska_Schriftstellerin_Künstlerin

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Elizabeta Kostadinovska_Künstlerin _Schriftstellerin_ Berlin

Foto_privat.

Walter Pobaschnig _ 16.3.2022.

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