„Endlos wütend“ Ute Cohen, Schriftstellerin_Give Peace A Chance_Berlin 26.3.2022

GIVE PEACE A CHANCE

Galle sezerniert von Hepatozyten

ICH gepumpt durch Canal Plus

Vogelfrei und abschussreif

Einzelgang durch Finsternis

Paternosters Himmelfahrt

Exit Ausflucht Jammertal

Albdruck Elend in der Brust

Cholerisch brütend

Endlos wütend

Ah!

Chaos

Hindert ES am Frieden

Abstand                Aufstand

Naht er schon?

Carte blanche – ein Pyrrhussieg?

Ewig ewig ewig WIR

Ute Cohen, 23.3.2022

Ute Cohen, Schriftstellerin

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Ute Cohen, Schriftstellerin_Berlin  

Ute Cohen, Satans Spielfeld. Roman. 2017

Ute Cohen, Poor Dogs. Roman. 2020.

http://www.septime-verlag.at/Buecher/buch_satans_spielfeld.html

„Chaos? Hinhören, singen“ Ute Cohen im Gespräch mit Ingrid Caven

https://kampaverlag.ch/ingrid-caven-chaos-hinhoeren-singen/

Foto_Sonja Shenouda

Walter Pobaschnig _ 23.3.2022.

https://literaturoutdoors.com

„Wer sonst nichts kann, nimmt“ Isabella Krainer, Schriftstellerin_ Give Peace A Chance_Neumarkt 25.3.2022

GIVE PEACE A CHANCE

G         eben  

I           st

V         ielleichtvielleichtauchnicht

E          inseitig

vielleichtauchnur

P

E          inen

A

C

E          inwurfdavonentfernt

A         usvielleichtvielleichteinlebenzumachen

vielleichtauchnureine 

C

H

A

N

C

E

Isabella Krainer, 24.3.2022

Isabella Krainer _Schriftstellerin

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Isabella Krainer, Schriftstellerin_ Neumarkt

ISABELLA KRAINER

Foto_privat.

Walter Pobaschnig _ 24.3.2022.

https://literaturoutdoors.com

„Gefangen“ Andrea Wecke _Schriftstellerin _ Give Peace A Chance_München 25.3.2022

GIVE PEACE A CHANCE

G efangen

I n der

V erderbnis

E rlebter

P rojektionen

E iner

Anderen

C ouragierten Gesellschaft

E ntfesselt in ihr

A llein im

C horgesang

H eiliger

A hnen

N euer

C ollagen

E ntsprungen

Andrea Wecke, 19.3.2022

Andrea Wecke _Schriftstellerin

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Andrea Wecke _Schriftstellerin _ München

www.andrea-wecke.de 

Foto_Petra Rühle.

Walter Pobaschnig _ 20.3.2022.

https://literaturoutdoors.com

„angst astreine angst“ Jan Kuhlbrodt, Schriftsteller_Give Peace A Chance _Leipzig 25.3.2022

GIVE PEACE A CHANCE

graben an graben

interne grabungen morgens

von fünf bis gegen

elf oder zwölf uhr am abend

pioniere nannten wir sie

einen spaten in der einen in der

anderen hand die mpi. am

checkpoint im mantel

erstarrt zum gruß die hand an der schläfe

aber

chronisch verängstigt

hinter der hand dieses zittern

angst astreine angst

noch am morgen nach dem

cholerischen weckruf

eines idioten

Jan Kuhlbrodt, 16.3.2022

Jan Kuhlbrodt, Schriftsteller

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Jan Kuhlbrodt, Schriftsteller_Leipzig

Foto_Nelly Tragousti

Walter Pobaschnig _ 16.3.2022.

https://literaturoutdoors.com

„Erregiert Frieden, nicht Hass“ Georg Rauber, Schriftsteller_Give Peace A Chance_ Wien 25.3.2022

GIVE PEACE A CHANCE

Genozid dieser Art

Ist

Vermutlich

Eher

Penisneid.

Ein

Aus

Chronischer

Errektionsstörung enstandener Wahnsinn,

Arbeitet der Wicht nun egogeblendet gegen die Menschheit.

Cäsar Julius ist er nicht, auch wenn sein Ende gleich sein wird.

Humor beiseite

Alle anderen

Nichtneider, Nichthasser, NichtARSCHLÖCHER. Vereint euch.

Cooler heads will prevail.

Erregiert Frieden, nicht Hass.

Georg Rauber, 23.3.2022

Georg Rauber  _Schriftsteller, Schauspieler

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Georg Rauber  _Schriftsteller, Schauspieler_ Wien

Georg Rauber — Georg Rauber

Foto_Walter Pobaschnig_2_2021.

Walter Pobaschnig _ 23.3.2022.

https://literaturoutdoors.com

„Mariupol“ Maria Lehner, Schriftstellerin_Give Peace A Chance_Wien 25.3.2022

Gegenüber sieht Nadeshda das Treppenhaus des Hauses Nr. 105 in diesem Hof in Mariupol brennen

In einem der Zimmer, sagt sie, brennt das Feuer sauber wie im Kamin.

Vergleicht man Häuser, so meint sie – weil sie sich an einen Strohhalm klammert – sähe ihres noch wie ein Glückspilz aus.

Erkaltet das Feuer, so sieht man, berichtet sie uns, aus den verkohlten Fensteröffnungen Vorhänge wie Zungen heraushängen.

Pausen zwischen Bombardierungen sind für vieles gut; auch den Hund – er zittert – kann sie ausführen.

Er beginnt zu heulen und das könnte ein Zeichen sein, dass es bald wieder losgeht.

Alle Menschen, die an der Hausmauer aufgereiht liegen, sind mit Tüchern bedeckt, die man nicht lüften darf, denn es besteht die Gefahr, dass man sie erkennt.

Chöre stummer Verzweiflung tönen in den Kellern, in denen die Menschen seit Tagen kein Wasser, kein Licht und kein Essen haben.

Erschrecken trifft Nadeshda über das Ungewöhnliche, als sie draußen unter all den Toten unerwartet das Gesicht eines lebenden Menschen sieht

Auch das verschweigt nicht, fleht Nadeshda, dass die Polizisten empfohlen haben, die Toten auf den Balkonen zu lagern, da sie derzeit nicht bestattet werden.

Chaos empfindet Nadeshda auf dem Kinderspielplatz, jetzt ein gefährlicher Ort, an dem die Rakete liegt.

Höfe in denen einst Menschen auf Bänken saßen, versinken im Konglomerat aus Glas, Plastik und Metallscherben.

Asche sind die ersten fünf Stockwerke geworden – und nun kaut das Feuer am sechsten.

Nur nicht „sehr schrecklich“ solle der Tod sein, den sie ohnehin erwartet, wünscht sich Nadeshda.

Charakter müssen wir haben, die wir eine Stimme haben, und „Give peace a chance“ in die Welt hinausschreien:

Erzählt es der ganzen Welt, bittet uns Nadeshda, dass hier friedliche Bürger getötet werden!

Maria Lehner, 23.3.2022

Anm: „Give peace a chance“_ Eine Textcollage nach dem Beitrag „#Mariopul“ von Nadeshda Suchorukova (in der Übersetzung von  Priska Olha Sydor) in der Osnabrücker Rundschau vom 21.3.2022

Maria Lehner, Schriftstellerin

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Maria Lehner, Schriftstellerin_Wien

https://www.marialehnergemischtersatz.at/

Foto_privat.

Walter Pobaschnig _ 23.3.2022.

https://literaturoutdoors.com

„die Sprache des Kriegs“ Sascha Wittmann  _ Schriftstellerin_ Give Peace A Chance_Wien 25.3.2022

GIVE PEACE A CHANCE

Gewehre, Bomben – die Sprache des Kriegs

Invasion übermächtiger Truppen

Verteidigung von Leben und Ehre

Eingekesselte Städte und Dörfer

Panzer rollen über Landstraßen

Einschläge jede Nacht

Angriffe werden – noch – abgewehrt

Chaos vorläufig hintan gehalten

Ereignisse neutral interpretieren?

Abwehr des Unvermeidlichen?

Charakterstärke oder Realitätsverweigerung?

Handeln statt verhandeln?

Ankunft in einer neuen Realität

Nationen müssen sich deklarieren

Chance auf Frieden gibt es nur durch Verstehen

Einlassen auf ein Miteinander

Sascha Wittmann, 17.3.2022

Sascha Wittmann  _ Schriftstellerin

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Sascha Wittmann  _ Schriftstellerin_ Wien

Septime | Sascha Wittmann: Alles Alltag (septime-verlag.at)

Foto_privat.

Walter Pobaschnig _ 17.3.2022.

https://literaturoutdoors.com

„gedankenverloren  lieben wir uns“ Cornelia Becker, Schriftstellerin _ Give Peace A Chance _Berlin 25.3.2022

GIVE PEACE A CHANCE

gedankenverloren  lieben wir uns

ich und du, außerhalb von grenzen und gesetzen

vereinen wir  sprachen und körper / deep dark bodytalk

erkläre mir deine welt ohne worte / einer des anderen  

passion und pilgerschaft, die wir miteinander gehen

explain your world without words/ look at me

aus tausend spiegeln schau mich an: nackt stehe ich, zitternd und zaghaft

call my name: cinnamon, denn ich will nicht

everybody´ s lover sein

abend, dämmerung,  next to you / love is a

challenge, bigger than me

here we stand together, weltentrückt werden wir nicht weichen

am müden abend, grim and gloomy, halten wir uns fest, you and me

call my name zimtcinnamon,  damit wir in diesen dunklen stunden

einander nicht verloren gehen.

cornelia becker, 18.3.2022

Cornelia Becker, Schriftstellerin

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Cornelia Becker, Schriftstellerin _ Berlin

Foto_privat

Walter Pobaschnig _ 18.3.2022.

https://literaturoutdoors.com

„Die nächsten Jahre werden in vielerlei Hinsicht ganz entscheidend sein“ Martin Achrainer, Bariton _ Wien 25.3.2022

Lieber Martin, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Das Frühstück ist ein Ritual, welchem ich täglich fröne. Danach gibt es drei bis vier Mal die Woche Sport und ein stimmliches Warm Up. Je nach Probensituation studiere ich meine zukünftigen Partien oder gehe zu szenischen Proben ins Theater. Die Abende gehören den Vorstellungen. Bzw. wenn ich einen freien Abend habe, meinem Mann und unserem Sohn.

Martin Achrainer, Opern-, Konzertsänger

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Die letzten beiden Jahre haben eine Tendenz in unserer Gesellschaft verstärkt, welche ich mit großer Sorge beobachtet habe! Es herrscht eine gereizte Stimmung vor, welche sehr leicht zu Beschimpfungen, Aggressionen und Stigmatisierung führt. Besonders heftig empfinde ich dies in den sozialen Medien. Für viele entfällt jegliche Hemmung. Beleidigung, ja sogar Drohungen liegen an der Tagesordnung.

Wir müssen wieder zu einem freundlichen Miteinander zurückkehren. Eine wertschätzende Diskussion ist viel fruchtbarer als eine Beleidigung, auch wenn es oft nicht einfach zu sein scheint.

Vor einem Aufbruch werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Musik, dem Theater, der Kunst an sich zu?

Die nächsten Jahre werden in vielerlei Hinsicht ganz entscheidend sein. Sei es in Fragen der Umwelt und Klimaproblematik, aber auch in politischen Fragen. Die Kunst kann hier nur ein Richtungsweiser sein. Sie war zu allen Zeiten eine Mahnerin und hat immer vor negativen Tendenzen gewarnt.

Was liest Du derzeit?

Ian Bostridge: Schuberts Winterreise

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

 Die höchste Krone des Helden ist die Besonnenheit mitten in Stürmen der Gegenwart.

Jean Paul

Vielen Dank für das Interview lieber Martin, viel Freude weiterhin für Deine großartigen Musikprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen:

Martin Achrainer, Bariton _ Opern-, Konzertsänger

Home

Foto_Reinhard Winkler

8.11.2021_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

https://literaturoutdoors.com

„Gelebtes geliebtes Leben“ Mona May, Künstlerin _ Give Peace A Chance_Wien 24.3.2022

GIVE PEACE A CHANCE

G elebtes geliebtes Leben
I m Augenblick deiner Zeugung
V ollzog sich das Wunder deiner Geburt
E s erwachte in dir zu einem blühenden Wesen
P aradiese entstehen dort, wo Menschen im
E inklang mit sich und ihrer Natur leben
A bsichtslos und friedvoll einander begegnen
C haos ordnende Kräfte ebnen den Weg
E rhellen den Geist und das Herz
A lles ist im Sein und Werden
C herubinen singen ihre heiligen Lieder
H elle und wundersame Klänge erklingen
A bend für Abend
N ähren und laben sie uns diese
C höre der Liebe, die das Ewige des Ewigen
E rschaffen

Mona May, 21.3.2022

Mona May, Künstlerin

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Mona May, Künstlerin _ Wien

Foto_privat.

Walter Pobaschnig _ 21.3.2022.

https://literaturoutdoors.com