Ich öffne das Fenster und atme die frische Tagesluft ein, bevor ich mich leise in die Küche begebe, um meine Kinder nicht vor meinem ersten Schluck Kaffe zu wecken. Meist gelingt mir das nicht und sie stürzen mir mit tausend Wünschen entgegen. Also mache ich ihre Palatschinken vor meinem Kaffeegenuss. Wenn es mir gelingt, genieße ich es, die Stimmung des neuen Tages und das was die Nacht herangespült und offen gelassen hat, mit dem neuen Tag sich vermischen zu lassen.
Der restliche Tag verläuft dann sehr unterschiedlich. Er setzt sich vor allem aus den Elementen Yoga, Shiatsu, Lebensmittelrettung, Kochen, Essen und Trotzanfallseindämmung zusammen.
Nora Krehan, Schauspielerin
Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?
Erkennen des eigenen und Akzeptanz des anderen.
Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei dem Schauspiel, Theater, der Kunst an sich zu?
Es wird viel um Versöhnung und Wiedergutmachung gehen. So schnell und tief wie die Risse entstanden sind, werden sie sich wahrscheinlich nicht schließen lassen, aber Kunst hat immer eine Sonderstellung und kann als Joker beim Vermitteln zwischen den Lagern eingesetzt werden. Kunst kann sich immer viel mehr leisten als eine Einzelperson, da sie ja frei von persönlichen Befindlichkeiten, Machtansprüchen und Ängsten ist und anderen Gesetzen unterliegt.
Was liest Du derzeit?
„Matou“ von Michael Köhlmeir und daneben Bücher mit Shiatsuinspirationen wie „Den Geist verwurzeln“ oder „Das Tao der Frau“
Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?
„Im Gegenüber bist Du auch selbst“
Nora Krehan, Schauspielerin
Vielen Dank für das Interview liebe Nora, viel Freude und Erfolg für alle großartigen Schauspielprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!
5 Fragen an Künstler*innen:
Nora Krehan, Schauspielerin
Alle Fotos_Walter Pobaschnig _ Stadtpark Wien 8_22
1.9.2022_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.
Schon die erste Seite des dritten Romans der Züricher Schriftstellerin Corinna T.Sievers trifft in aller Kraft von Sprache wie die „Axt“ Kafkas in das „gefrorene Eis“ von Leben, Welt, Zeit.
Da ist Bernard Rohr, Chefchirurg, 65 Jahre. In seinem Beruf geht es täglich um alles. Jetzt steht eine Operation bevor. Die Trennung „siamesischer Zwillinge“. Eine Herausforderung, ein Druck, dem er täglich mehr und mehr ausgesetzt ist. Er versucht im Narkosemittel „Propofol“ wie in der Suche nach Lust abzutauchen unter dieses „gefrorene Meer“ täglicher Anspannung und Überforderung. Und jetzt steht die Operation bevor, in der er alles entscheiden muss…
Corinna T.Sievers, Bachmannpreisteilnehmerin 2018, gelingt es mit Ihrem neuesten Roman brilliant eine literarische Phänomenologie von Mensch und Zeit direkt, schonungslos und hintergründig zu verfassen. Es ist eine Analyse von Rationalität, Emotion, Lust und Sozietät, in Ebbe und Flut zwischen Beruf und persönlicher Glückssuche.
In der Perspektive des Ich-Erzählers wird ein einmaliges literarisches Drama wie Referenzspiel zwischen Sinn, Sehnsucht nach Anerkennung, Liebe und der Angst vor dem Tod, dem Alleinsein entwickelt, in dem alles drin ist – Parabel, Novelle, Komödie, Anekdote – episch, dramatisch, lyrisch in einem.
Es ist Literatur, die Zeit und Gesellschaft packt und ganz nah am Menschen in Grund und Abgrund von Existenz und Sehnsucht ist. Von der ersten Seite an ist es wie ein Sog. Jeder Satz holt mehr hinein in die Lebensgeschichte Bernards und diese Spannung lässt bis zur letzten Seite nicht nach. Ein einmaliges Literatur- und Lesegeschenk!
„Ein moderner schonungsloser Faust Roman, der erschüttert wie begeistert!“
Liebe Mischa, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?
Situationsabhängig immer anders.
Generell mache ich fast jeden Tag mein Training (Ballett), Gesang und Atemübungen damit ich fit bleibe. Sonst liebe ich es, im Garten zu arbeiten, da ich von der Natur viel Kraft und Energie schöpfe. Ein Fixpunkt, den ich jeden Tage habe, ist, meine Katzenlady Maureen zu füttern und zu bemuttern.
Die Ruhe bewahren. Sich die Frage zu stellen, ob ich mit meinem Tun zufrieden bin, und was ich verändern sollte. Auch mal nichts tun, und es einfach kommen lassen. Was gut für einen ist, annehmen.
Jetzt ist eine Zeit, in der wir uns auf uns selbst besinnen sollten, um Altes loszulassen, damit Neues kommen kann.
Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei dem Theater, der Literatur, der Kunst an sich zu?
Aufbruch und Neubeginn hat immer einen Zauber des Neuen in sich. Wenn man sich die Geschichte anschaut, 1960er, 70er, 80er und so weiter, waren diese Jahrzehnte nur so geprägt von Umbrüchen, sei es gesellschaftlich, Musik, Mode, nur um einige aufzuzählen.
Die Zeit steht nicht still, und wir auch nicht. Jetzt stehen wir wieder vor großen Veränderungen, das muss nicht schlecht sein. Es ist das Ungewisse, was vielen Angst und Panik macht. Aber sind wir nicht auch in gewissen Maße selbst dafür verantwortlich? Haben wir Dinge nicht eine Zeit laufen lassen, ohne uns Gedanken darüber zu machen? Jetzt müssen wir uns dafür verantworten. Klingt hart, aber eine Veränderung heißt Abschied von festgefahrenen Gewohnheiten nehmen und offen sein für Neues.
Wir haben die Möglichkeit uns weiter zu entwickeln, und wir werden gezwungen sein, an uns selbst zu arbeiten, jede/r auf seine Art und Weise. Und da kann Theater, Literatur und Kunst eine große Rolle spielen. War nicht schon immer Kunst in jeder Form eine Art Sprachrohr der Gesellschaft?
Künstler:innen öffnen uns neue Zugänge und zeigen Perspektiven auf, geben Gedankenanstöße. Wir sind in einer Zeit, in der nicht mehr das Streben nach Oberflächlichkeit angesagt ist. Es geht um Wahrhaftigkeit, um Ehrlichkeit. Wir sollten Veränderungen annehmen lernen.
Mischa Vogl, Bühnenfoto _San Francisco USA, City Hall
Was liest Du derzeit?
Guillaume Musso, Nacht im Central Park
Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?
Die Zeit verwandelt uns nicht, sie entfaltet uns nur.
Vielen Dank für das Interview liebe Mischa, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Schauspielprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!
5 Fragen an Künstler*innen:
Mischa Vogl _Schauspielerin, Musical-Darstellerin,staatlich diplomierte Ballett- Tänzerin für Bühnentanz
Fotos_1 Oliver Petermann; 2 privat.
10.8.2022_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.
Elfie Semotan, in Österreich geborene und international tätige wie in New York und Wien lebende Fotografin beeindruckt über Jahrzehnte in der Originalität, Kreativität und Variation ihrer Fotokunstarbeiten in Mode, Portrait, Reportage und weiteren Stilrichtungen. Ihr so selbstbewusst verfolgter persönlicher wie künstlerischer Weg ist vielseitiger Impulsgeber moderner Fotografie und Kunst.
Ferdinand Schmatz, vielfach ausgezeichneterSchriftsteller, unter anderem mit dem Christine Lavant Preis (1999),Georg Trakl Preis (2004), Literaturwissenschaftler, ehemaliger Juror beim Ingeborg Bachmann Preis, Universitätsprofessor (2012 – 2020 Leiter des Instituts für Sprachkunst an der Universität für Angewandte Kunst Wien) führt mit Elfi Semotan ein Gespräch über die Faszination und weite Welt des Kamerablickes und dessen ästhetischen Möglichkeiten, Herausforderungen und Überraschungen.
Das Gespräch dieser außergewöhnlichen Kunstpersönlichkeiten, welches von Fotos Elfie Semotans spannend begleitet ist (Kameramodelle, Fotobeispiele), beeindruckt von Beginn im spielerischen Dialog interessanter ästhetischer wie persönlicher Zugänge, Entwicklungen und Positionen. Es ist ein Genuss da gleichsam zuhören zu dürfen und über Form, Inhalt künstlerischer Fotografie im Kontext von individuellem Verständnis wie Anwendung und Perspektive einzigartiges zu erfahren.
„Ein wunderbarer Dialog wie vielseitiger Impuls zur Kunst der Fotografie!“
In der selben Erde, wo Gemüse und Blumen Wurzeln schlugen
Vater und Sohn ruhen jetzt. Aber haben sie Frieden?
Einsam, verloren schaut sie sich um
Pechschwarz ihr Kopftuch
Eine Frau erhebt ihre Stimme, erzählt von ihrem Schicksal – in der
Abendreportage
Circa 2 Minuten lang, damit wir hier
Einen Eindruck bekommen
Augenblicklich sperrt ein Kloß meinen Hals
Chaos von Emotionen, Schmerz, Zorn, eigenen Sorgen
Himmel, wer stoppt diesen Wahnsinn? Hört endlich auf
Atem anhalten; Aushalten; Ausdauer …
Noch lange kreisen Worte wie Drohnen im Hirn
Courage, Courage im Halbschlaf weiter. Vielleicht machen sich die Worte auf den Weg und finden das ferne Land, das auf dem ewigen Vulkan steht? Mit ihren unbeirrbaren, stabilen Buchstaben, biegsamen Silben, mit ihren Geistern aus Geduld
Eines Tages vielleicht … In der Nacht surft die Freiheit auf der brennenden Luft und fällt in die Lava hinein
Lieber Edgar, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?
Chaotisch. Der Morgen beginnt mit einer Tasse Kaffee und zwei Zigaretten. Danach meditiere ich und spreche ein Gebet. Einigermaßen angekommen in der Gegenwart, versuche ich, die unterschiedlichen Aufgaben miteinander abzugleichen: Meinen Job im sozialen Bereich, Theaterproben, Text lernen und schreiben, dazu Sport.
Edgar Bangert_Schauspieler, Theaterregisseur, Schriftsteller
Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?
Es fällt mir schwer, für andere zu sprechen. Ich kann nur wieder geben, was ich in meiner Umgebung wahrnehme, und das ist eine gefährliche Mischung aus Orientierungslosigkeit und Angst. Darum ist Orientierung das Erste, was mir zu dieser Frage einfallen würde. Ich vertrete die Überzeugung, dass Orientierung nur möglich ist durch nüchterne Dialektik und Selbstfürsorge. Und ich behaupte nicht, dass mir das immer gelingt. Viele Debatten werden derzeit extrem emotionalisiert geführt, angefeuert durch soziale Netzwerke und Medien. Einer Frage auf den Grund zu gehen, braucht aber Zeit. Das haben wir vergessen.
Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei dem Theater, der Literatur, der Kunst an sich zu?
Wesentlich wird sein, dass wir Farbe bekennen und klar formulieren, zu welchen Werten wir stehen. Die banale Frage, wie wir leben wollen, haben wir – aus welchen Gründen auch immer – einfach nicht gestellt. Die Multikrisen wären niemals ohne Prokrastination entstanden. In Deutschland bin ich ein Kind der Ära Helmut Kohl. Rückblickend betrachtet war das eine Zeit des bequemen Nihilismus, weil wir finanziell abgesichert waren. Unabhängig davon, dass es selbstverständlich sehr engagierte NGO‘ s gegeben hat: Die Sorgen, die wir hatten, waren zum Großteil privater Natur. Das hat sich radikal geändert. Darum hat meine Generation, die der Post 68er gegenüber der nachfolgenden Generation eine besondere Bringschuld. Die Klimakatastrophe hätte verhindert werden können. Wahrscheinlich war meine Generation zu sehr mit sich selbst beschäftigt. Aber das soll keine Ausrede sein. Der Geist, der damals herrschte, war apokalyptisch. Ich bin ein Post-Punk-Kind. Bis sich das änderte, musste ich das 30. Lebensjahr erreichen.
Zum zweiten Teil der Frage:
Ich glaube, dass Theater, Literatur und Kunst überhaupt keine Aufgabe haben. Das wird manche jetzt verwundern, besonders deshalb, weil ich ein glühender Anhänger des Epischen Theaters bin. Gemeinhin erwarten wir von Kunst, dass sie uns Antworten liefert. Antworten liefert lediglich die Philosophie, und selbst in dieser Disziplin ist es so, dass eine Antwort eine neue Frage voraus wirft (abgesehen von materialistischen Strömungen). Die Kunst gehört erst einmal sich selbst. Jemand schreibt ein Gedicht, weil diese Person ein Gedicht schreiben muss, sie kann rein organisch nicht anders. Etwas in uns will freigelegt werden, abgeschält. Wenn wir uns durch die Pandemie an etwas erinnert haben, dann daran, dass wir Menschen sind, die nach Begegnung lechzen. Diesbezüglich ist das Internet lediglich ein Surrogat.
Um die Frage abzurunden, kann ich aber durchaus sagen, was ich mir von der Kunst erhoffe:
Das ist vor allem mehr Wagemut. Viele Künstlerinnen und Künstler leben knapp über dem Existenzminimum und werden dafür von der Gesellschaft geächtet. Gewiss, niemand in unserem Kulturkreis, der oder die Theater macht, muss heute noch um sein Leben fürchten. Aber eine gewisse Form der Ächtung ist geblieben, wenn jemand von seiner Kunst nicht leben kann, was nicht das Allergeringste über den Wert eines Werkes aussagt. Überhaupt ist Theater wohl die undankbarste Gattung , weil sie endlich ist. Ein Text bleibt, ein Gemälde bleibt, das gleiche gilt für den Film. Darum haben es Theatermacher, erst recht in der Zeit der digitalen Revolution, ganz besonders schwer. Es spielt keine Rolle für mich, dass Inszenierungen aufgezeichnet werden können. Das spiegelt nicht im Entferntesten wider, was auf der Bühne geschieht, zum Beispiel die Atmosphäre einer Aufführung. Was also tun? Pädagogisch lösen wir das Problem jedenfalls nicht. Pädagogik in der Kunst halte ich für einen absoluten Irrglauben. Dafür darf man mich gern kritisieren. Allerdings glaube ich an glückliche Zufälle. Und ein glücklicher Zufall wäre, dass das Theater (ich würde lieber im Plural sprechen, denn es gibt unzählige Formen außerhalb unserer Stadttheaterkultur, welche nicht nur nicht gewürdigt, sondern nicht einmal beachtet werden, mittlerweile haben geschätzte 90 Prozent der Schauspieler und Schauspielerinnen in der freien Szene eine Ausbildung!) einen Weg finden kann, der es dieser Kunst möglich macht, gleichberechtigt existieren zu können neben der Filmkunst und den Angeboten aus dem Internet. Zudem wünsche ich mir eine radikale Entschleunigung in nahezu allen Lebensbereichen. Dafür müssen wir kein Meditationsseminar besuchen. Der Romanautor Karl Ove Knausgard hat dies radikal umgesetzt. Jede Sekunde ist von Bedeutung, obwohl rein gar nichts passiert.
Was liest Du derzeit?
Wundervolle Werke, und zwar:
Lyrik: „In den Pfützen der Stadt wächst ein Stück Himmel“ von Fabian Lenthe.
Prosa: „Tagebücher 1910 – 1923“ von Franz Kafka und „Ahasver“ von Stefan Heym.
Philosophie: „Die Seele des Menschen – Ihre Fähigkeit zum Guten und zum Bösen“ von Erich Fromm.
Ein großartiges Lehrbuch, mit welchem ich dreißig Jahre verbringen könnte: „Die Kunst des Schauspielers“ von Michael Tschechow.
Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?
„Für ihre Nahrung und Kleidung arbeiteten sie nur wenig und leicht. Sie kannten weder Streit, noch Eifersucht und wussten nicht einmal, was das bedeutet… Eine ruhige, tiefe, beschauliche Ekstase.“
F.M. Dostojewski
Edgar Bangert_Schauspieler, Theaterregisseur, Schriftsteller
Vielen Dank für das Interview lieber Edgar, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Theater-, Literatur-, Kunstprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!
5 Fragen an Künstler*innen:
Edgar Bangert_Schauspieler, Theaterregisseur, Schriftsteller
Liebe Martina, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?
Danke sagen, Tee kochen und meditieren.
Yoga, frühstücken und Ordnung machen. Lesen für mich oder fürs Theater oder proben im Theater. Essen. Im Garten arbeiten, Freunde oder Verwandte treffen oder ruhen. Essen. Abendvorstellung oder Probe oder Kino oder Garten. Ein guter Wein. Gute Gespräche.
Danke sagen und bewusst entspannen.
Martina Stilp Schauspielerin
Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?
Sich üben im VERTRAUEN. Ein Grundvertrauen schaffen, das Entspannung und Angstlosigkeit ermöglicht. Was sind meine ganz persönlichen LEBENSFREUDEN? Bei was beginnt mein Herz vor Freude zu hüpfen? Selig, wer das für sich findet und praktiziert.
Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei dem Theater/Schauspiel, der Kunst an sich zu?
„Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft zu leben.“ (Rilke)
Empathie! Miteinander! Konzentration auf das was funktioniert im Leben!
Es ist ja nicht ALLES total bescheuert. Dankbar sein für das, was man hat! Gesundheit, Kinder, warmes Wasser beim Duschen…das ist für jede und jeden verschieden.
Die Rolle, die jetzt das Theater, die Oper, die Kunst überhaupt einnimmt, ist eine ganz wunderbare! Sie wird zu einem wunderbaren „Fluchtort“. Oder einem Ort, der auch ohne dass man gleich zu ihm flüchten muss, mir Regeneration, Ablenkung, Vertiefung, Bereicherung, Lachen, Weinen, Entführung, Unterhaltung, Heilung & Begegnung schenkt. Das ist seeeehr fein.
Ich könnte ohne die vielen wunderbaren Kunstsparten nicht glücklich leben.
Was liest Du derzeit?
Das LOLA-Prinzip
von René Egli
Sommergäste
von Maxim Gorki
Die Alm – Ein Ort für die Seele
von Martina Fischer
und ein Buch über Hildegard von Bingen
Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?
„Die Liebe ist der einfachste und wirkungsvollste Prozess zur Vermehrung der Erkenntnis im Universum.“
(René Egli)
„Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst.“
(Jesus)
„Liebt das Böse gut“
(Christian Morgenstern)
Martina Stilp Schauspielerin
Vielen Dank für das Interview liebe Martina, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Schauspielprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!