„Allmacht der Väter“ _ 100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _ Text&Performance _  Anne Mai/Xiting Shan _ Saarland/Wien 2.8.2026

 Xiting Shan, Schauspielerin_Wien _ acting Malina & Undine geht _
Roman Ingeborg Bachmann _

Walter Pobaschnig 5/21_ 7/26 folgende

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Text & Performance Originalschauplatz „Malina“ & „Undine geht“ Wien.

MALINA_ Akrostichon

Text  Anne Mai, Schriftstellerin _ Saarland

Performance _ Xiting Shan, Schauspielerin_Wien

Idee/Regie/Fotos _ Walter Pobaschnig

 Xiting Shan, Schauspielerin_Wien _ acting Malina _
Roman Ingeborg Bachmann _

Walter Pobaschnig 5/21 folgende

MALINA

M
alina ist leidenschaftliche

Anrufung der großen

Liebe

Ist Klage über die

Not der Töchter und die

Allmacht der Väter.

Anne Mai, 14.4.26

Xiting Shan, Schauspielerin_Wien _ acting Malina & Undine geht
Roman Ingeborg Bachmann _

Walter Pobaschnig 5/21_ 7/26 folgende

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Text & Performance Originalschauplatz „Malina“ & „Undine geht“ Wien.

MALINA_ Akrostichon

Text  Anne Mai, Schriftstellerin _ Saarland

Performance _ Xiting Shan, Schauspielerin_Wien

Idee/Regie/Fotos _ Walter Pobaschnig

Ingeborg Bachmann, Rom 1962

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Ingeborg Bachmann, Schriftstellerin *25.6.1926 Klagenfurt +17.10.1973 Rom.Malina, Roman, Ingeborg Bachmann, 1971.

Malina ist der große, einzige Roman, der von 1946-53 in Wien lebenden Ingeborg Bachmann, in dessen Mittelpunkt eine namenlose Schriftstellerin in ihren Wegen, Spannungen und Zerstörungen zwischen Vergangenheit und patriarchaler Gegenwart steht. Der Romanschauplatz ist Wien und hier wesentlich das „Ungargassenland“, darin auch der Wohnsitz der 1973 in Rom verstorbenen Schriftstellerin lag. In ihren letzten Lebensjahren dachte die vielfach ausgezeichnete wie vielseitige Autorin eine Rückkehr nach Wien an. Dazu kam es aber nicht mehr.

Anne Mai, Schriftstellerin
 Xiting Shan, Schauspielerin _ Wien

Foto: Ingeborg Bachmann: Heinz Bachmann

Foto: Anne Mai _ privat.

Fotos:  Xiting Shan, Schauspielerin_Wien _ acting Malina & Undine geht _
Roman/Erzählung Ingeborg Bachmann _

Walter Pobaschnig 5/21 & 7/26.

Walter Pobaschnig, 11.4.26 / 2.8.26

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„Ihr unverzagter Blick steht ihr ins Gesicht geschrieben“ _ 100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _ Zsuzsanna Gahse, Schriftstellerin _ Müllheim/CH 2.8.2026

2026 _ 100.Geburtstag Ingeborg Bachmann

Ingeborg Bachmann, Schriftstellerin *25.6.1926 Klagenfurt +17.10.1973 Rom.

Ingeborg Bachmann, Rom 1962

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Im Interview _ Zsuzsanna Gahse, Schriftstellerin _ Müllheim/CH

Liebe Zsuzsanna, welche Zugänge gibt es von Dir zum Werk Ingeborg Bachmanns? 

Im Mittelpunkt steht für mich der Roman „Malina“.  Eindrucksvoll ist Ingeborg Bachmanns intensiver, geduldiger Blick auf jede einzelne Person in diesem Buch, vor allem die ruhige, nachvollziehbare Darstellung von Malina.

Was macht das Besondere ihres Schreibens aus?  

Ihre aufmerksamen Beobachtungen. Ihr unverzagter Blick steht ihr ins Gesicht geschrieben, und ich mag ihre Fotos, die das zurückhaltende und zugleich prüfende Gesicht zeigen. Ihr Schreiben steht ihr ins Gesicht geschrieben.

Wie siehst Du Ingeborg Bachmanns Gesellschaftskritik der zerstörenden und zerstörerischen patriarchalen Welt heute?

Ingeborg Bachmann hatte einen anderen Lebenshintergrund als ich. In erster Linie hatte ich einen wunderbaren Vater, der mich weiterhin stützt und stützen wird, bis ich 150 Jahre alt werde. Außerdem kenne ich neben besonders guten Begegnungen mit Frauen auch das Gegenteil, weibliche Personen mit Machtgebaren, die gerne Hiebe austeilen. Es wäre zu einfach, die Welt nach Männern und Frauen in zwei Teile zu zerlegen. Darüber würde ich mit Ingeborg Bachmann gerne reden, und ich kann mir vorstellen, dass wir mitunter beide lachen würden.

Die Liebe in allen Facetten von Glück und Verhängnis ist ein wesentliches Thema in Gedichten wie Prosa Ingeborg Bachmanns_ „die Männer sind unheilbar krank…“ (Interview, 1971) _ wie lieben wir nach/mit Bachmann?

Vor einem Vierteljahrhundert skizzierte ich in einem Stillleben einen Himbeermann, denn Malina bedeutet Himbeere. Hier ein kleiner Ausschnitt:

„Im Urwald der wunderbar nackte Himbeermann. Und

weite Strecken des Waldes auch ohne Mann, mit Mann,

ohne Mann, drei Wochen lang.“

Welche Aspekte in Bachmanns Schreiben möchtest Du neben den existenz- wie gesellschaftskritischen Grundpositionen noch hervorheben?

Natürlich ist „Malina“ zum Teil ein trauriger, traumhaft trostloser Roman, aber immer wieder blitzt Bachmanns Selbstironie auf und erst recht ihr Humor. Ich glaube, ihr Humor wird zu wenig beachtet. Hier ein Dialog-Beispiel aus dem dritten Kapitel des Romans:

„Malina: Warum bringst du immer solche Korrekturen an?

Ich: Ich darf sie doch anbringen, weil ich zu einer Karikatur geworden bin, im Geist und im Fleisch. Sind wir nun zufrieden?“

Darf ich abschließend zu einem Bachmann Zitat/Text bitten?

Aus „Malina“, Zweites Kapitel, „Der dritte Mann“

 „Die Zeit ist nicht heute. Die Zeit ist überhaupt nicht mehr, denn es könnte gestern gewesen sein, lange her gewesen sein, es kann wieder sein, immerzu sein, es wird einiges nie gewesen sein.“

Herzlichen Dank für das Interview!

Zsuzsanna Gahse, Schriftstellerin

Zur Person: ZSUZSANNA GAHSE ist eine österreichisch deutsch schweizerische Schriftstellerin, geb. 1946 in Budapest. Nach ihrer Gymnasialzeit in Wien und Kassel lebte sie mehr als ein Vierteljahrhundert in Stuttgart, seit Ende 1998 in Müllheim, TG, Schweiz.

ZSUZSANNA GAHSE – Autorin, Schriftstellerin

Foto: Zsuzsanna Gahse _ Ch.Rütimann

Foto: Ingeborg Bachmann _ Heinz Bachmann

Walter Pobaschnig, 15.6.26

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„Richtungen“ _ 100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _ Text & Performance _   Roman Seeliger, Kabarettist Wien 1.8.2026

Roman Seeliger, Pianist, Kabarettist _ performing Ivan in „Malina“ _
Romanschauplatz Malina Wien _
Walter Pobaschnig 1/26, folgende _
Malina, Roman, Ingeborg Bachmann, 1971

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Text & Performance am Originalschauplatz

INGEBORG _ Akrostichon

Text & Performance _  Roman Seeliger, Pianist, Kabarettist

Idee/Regie/Fotos _ Walter Pobaschnig

Roman Seeliger, Pianist, Kabarettist _ performing Ivan in „Malina“ _
Romanschauplatz Malina Wien _
Walter Pobaschnig 1/26, folgende _
Malina, Roman, Ingeborg Bachmann, 1971

INGEBORG

ihren

noblen,

großherzigen

Essays

besonders

originelle

Richtungen

gegeben.

Roman Seeliger,  27.1.2026

Roman Seeliger, Pianist, Kabarettist _ performing Ivan in „Malina“ _
Romanschauplatz Malina Wien _
Walter Pobaschnig 1/26, folgende _
Malina, Roman, Ingeborg Bachmann, 1971

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Text & Performance am Originalschauplatz

INGEBORG _ Akrostichon

Text & Performance _  Roman Seeliger, Pianist, Kabarettist

Idee/Regie/Fotos _ Walter Pobaschnig

Ingeborg Bachmann, Rom 1962

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Ingeborg Bachmann, Schriftstellerin *25.6.1926 Klagenfurt +17.10.1973 Rom.

Ingeborg Bachmann ist 1946 in Wien angekommen und lebte hier bis 1953. In dieser Lebensphase kommt es zu wesentlichen Begegnungen, Inspirationen ihrer Texte. Ebenso ist es die Zeit erster Anerkennung als Schriftstellerin. Mit Wien bleibt die später in Rom lebende Schriftstellerin zeitlebens verbunden. Ihr einziger Roman Malina, den sie in Rom abschließt, spielt in Wien. Das „Ungargassenland“ im III.Wiener Gemeindebezirk ist dabei topographischer Bezugs- und Mittelpunkt. Ebenso nehmen viele Gedichte auf Wien Bezug.

Roman Seeliger, Pianist, Kabarettist _ performing Ivan in „Malina“ _
Romanschauplatz Malina Wien _
Walter Pobaschnig 1/26

Foto: Ingeborg Bachmann: Heinz Bachmann.

Fotos: Roman Seeliger, Pianist, Kabarettist _ performing Ivan in „Malina“ _
Romanschauplatz Malina Wien _
Walter Pobaschnig 1/26_
Malina, Roman, Ingeborg Bachmann, 1971

Vielen Dank für die freundliche Kooperation an „Teppiche Tarani“ und „Timmy`s cut“ _ Ungargasse, Wien 1030.

Walter Pobaschnig, 27.1.2026

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„highly strung“ _ 100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _  Norma Norvald, Schriftstellerin _ Waldviertel/AT 1.8.2026

2026 _ 100.Geburtstag Ingeborg Bachmann

Ingeborg Bachmann, Schriftstellerin *25.6.1926 Klagenfurt +17.10.1973 Rom.

Ingeborg Bachmann _ Norma Norvald

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

im Interview _  Norma Norvald, Schriftstellerin _ Waldviertel/AT

Liebe Norma, welche Zugänge gibt es von Dir zum Werk Ingeborg Bachmanns? 

Meine erste Begegnung mit Bachmanns Schreiben, war als Germanistikstudentin in Norwegen. Erst hier in Österreich habe ich aber ihre Werke wirklich kennengelernt und erleben dürfen, welche fesselnde Wirkung ihre lyrischen Bilder und ausdruckstarke Sprache jenseits `der Wortlosigkeit` auf mich haben.

Was macht das Besondere Ihres Schreibens aus?

Aufrufe, Ellipsen, Appellen, an einen DU /ihr gerichteten Fragen, konkrete Bilder usw., schaffen eine Unmittelbarkeit und Dringlichkeit, als würde kein Abstand zwischen dem Zeitpunkt und der Räumlichkeit der Niederschrift und der Lesererfahrung bestehen. Ich finde, manche Schriftstellen tragen den Charakter apokalyptischer Vorboten aus einer ungeahnten Tiefe unseres Inneren; Aus jener existenziellen Tiefe, wo Phrasen und Floskeln ohnmächtig sind, kreiert Ingeborg Bachmann neue Wortkonstellationen für Schmerzerfahrungen in Begegnung mit dem Unfassbaren und in der Konfrontation mit der Gesellschaft als `Täter`.

Möchtest Du bestimmte Werke hervorheben?

Beim Lesen von Bachmanns Texten wirkt stets ihre Stimme als Resonanzboden in mir. Daher möchte ich lieber betonen, wie Bachmann ihre Texte vorgelesen hat:

highly strung: In der Musik charakterisiert dieser Term eine intensive, emotional aufgeladene Spielweise, – ich denke hier unmittelbar an die Interpretation der jungen Cellistin Jaqueline du Pré von Elgars Cellokonzert, die Töne sind in jedem winzigen Nerv in mir bebend spürbar. Als literarisches Pendant zu Jacqueline du Pré gilt für mich Bachmanns Stimme, die ihre sonderbare Kraft in dem Melancholischen, Fragilen, Verletzbaren hat. 

„die Männer sind unheilbar krank…sie sind es, wussten sie das nicht? Alle…“ Ingeborg Bachmann in einem Interview, 1971.  Wie siehst Du Ingeborg Bachmanns Gesellschaftskritik der zerstörerischen wie selbst zerstörerischen patriarchalen Welt heute?

Die Kategorien `Mann` und `Frau` werden nicht mehr überall als absolute Größen gesehen, es gibt öffentliche und private Initiative, die für genderfluide Toleranz und Respekt kämpfen. Auf der anderen Seite werden in gewissen politischen Lagern sowohl eine verschärfte Intoleranz gegenüber diese Offenheit als auch eine Favorisierung der patriarchalischen Machtstruktur immer stärker spürbar. In Bezug auf solche Haltungen finde ich die Äußerung von Bachmann durchaus immer noch und immer wieder aktuell. Weiter ist es auch zu unserer Zeit de facto, dass Werbung, Mode und Trend immer noch starre Klischeebilder von Männlichkeit und Weiblichkeit präsentieren.

Was eine Gendersprache betrifft, finde ich das weiblich indizierende Suffix – in in einer Gesellschaft die Toleranz gegen Genderfluid zeigen will problematisch. Die – in Form unterstreicht eine kulturelle Sichtweise, in der das grammatikalische Geschlecht weitgehend mit den sexuellen Kategorien Mann / Frau gleichgesetzt wird, und die Vorstellung bei fehlendem Suffix männlich ist. Fehlt das Suffix – in, ist die kulturelle Logik, dass der Arzt, Autor, Hörer, Zuschauer weiblich sein könnte, auszuschließen. In meiner ursprünglichen Sprachkultur wurde die weiblich angehängte -in u.a. vor mehr als 40 Jahren aufgegeben, und daher ist der Vergleich vom grammatikalischen Geschlecht und biologischem Sexus weniger relevant, was auch nicht immer unproblematisch ist…

„Es ist eine seltsame, absonderliche Art zu existieren, asozial, einsam, verdammt, es ist etwas verdammt daran“, so charakterisierte Ingeborg Bachmann Schreiben und Existenz in ihrer Rede zur Verleihung des Anton Wildgans Preises 1971. Ist das Schreiben, die Kunst immer (auch) eine Form des persönlichen „Martyriums“?

Natürlich nicht, es ist wohl vor allem eine Frage an die Natur und die Weltsicht des schreibenden Menschen und wie er (der Mensch) worüber was schreibt. Aber ich neige dazu zu denken: gute Literatur kann Mensch nicht nur lediglich schreiben, die muss er (der Mensch) leben. Wie ein Teil des Lebens und des Lebendigen Leid ist, muss notwendigerweise auch ein Teil seines literarischen Ausdrucks Leid sein, oder?

Was hättest Du Ingeborg Bachmann gerne gesagt, gefragt?

Ganz oben auf meiner Wunschliste wäre, dass sie mir ihre Texte persönlich vorlesen würde.

Was sind Deine aktuellen Projektpläne?

Da ist schon einiges… Jetzt freue ich mich aber zuerst auf ein halbes Jahr als Stadtschreiberin für Waidhofen an der Ybbs, wo ich vor allem lyrisch wirken werden.

Herzlichen Dank für das Interview!

Norma Norvald, Schriftstellerin

Zur Person: Norma Norvald

*1978/ Norwegen. Seit 2015 sesshaft in Österreich. Lebt und arbeitet im Waldviertel. Beruflich: Autorin (GAV, Podium, IG Autorinnen und Autoren), Dozentin (BÖS) Kursleiterin für Deutsch und Basisbildung, Skandinavische Sprachen und Literatur Studium: Deutsche Philologie und Nordistik an der Uni. Bergen / Norwegen. Schreibt Lyrik und Prosa. Sonstiges: Vorliebe für alte Schreibmaschinen, schwarzen Kaffee, Waldlaufen und Katzen. Norma Norvald 17.6.26

Foto: Norma Norvald _ Station bei Undine _ Donau/Wien _ Walter Pobaschnig 10/25

Foto: Ingeborg Bachmann _ Garibaldi Schwarze

Walter Pobaschnig, 10.6.2026

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