„Gestern noch glaubtest du an nichts, außer an die Ungerechtigkeit“ Marco Iezzi, Schriftsteller _ GIve Peace A Chance _ Zürich 19.5.2023

GIVE PEACE A CHANCE

Gestern noch glaubtest du an nichts, außer an die Ungerechtigkeit

Immer ich, sagtest du, und auch, immer die anderen

Vielleicht irrst du dich, sagte ich, aber deine

Eingeweide standen in Flammen


Porentiefes Flüstern aus dem Nichts

Eroberte dich eines Nachts

Auf dem Rücken liegend fand dich das

Chaos

Einer neuen Welt


Alle Teile von dir lagen verstreut


Chancenlos im Nirgendwo

Hörst du

Alles auf Anfang jetzt, gehe, wo du nie gingst

Narben als Erinnerung

Chöre aus der Dunkelheit, und doch –

Es geht, aber gehen musst du


Marco Iezzi, 2.5.2023

Marco Iezzi, Autor und Texter

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Marco Iezzi, Autor und Texter

Zur Person_Marco Iezzi gestaltet autodidaktisch verschiedene Medien wie Bild, Foto und Film. Zentral ist immer der Text, von der Miniatur bis zur Reportage. Wohnt in Zürich, wurzelt nach Italien und Österreich.

Website: iezzi.tv.

Foto _ privat

Walter Pobaschnig _ 2.5.2023

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„Kunst sollte tapfer gegen den Strom schwimmen.“ Sonja Crone, Schriftstellerin _ Basel 19.5.2023

Liebe Sonja Crone, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Das soll ein ewiges, ungelüftetes Geheimnis bleiben; auf jeden Fall sehr abwechslungsreich und kreativ.

Sonja Crone,
Lyrikerin, bildende Künstlerin, Lektorin

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Menschlichkeit leben und innere Inseln der Ruhe und Sicherheit bewahren, ohne die Augen zu verschließen.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Kunst an sich zu?

Kunst sollte die gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen sowie Diskurse mutig hinterfragen. Kunst sollte tapfer gegen den Strom schwimmen. Boote gegen die Strömung bauen.

Was liest Du derzeit?

Philosophische Aphorismen sowie Lyrikmanuskripte, die ich gerade lektoriere.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Im Garten des Gleichmuts
Dort wachsen keine Blumen
Dabei sprießen den Kindern
Die Kirschblüten
Direkt aus den Ohren

Vielen Dank für das Interview liebe Sonja, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Lyrik-, Kunstprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen:

Sonja Crone, Lyrikerin, bildende Künstlerin, Lektorin

Zur Person_Sonja Crone *1982 in Speyer am Rhein lebt in Oberwil bei Basel

Walter Pobaschnig _ 15.4.2023

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„Der Verdrüssliche“ Eva Holzmair. Roman. Gmeiner Verlag

1781. Pressburg. Ein heißer Frühsommertag. Xaver Messerschmidt ist allein. Allein mit den Gesichtern um ihn. Anspannung. Überdruss. Stumm. Um ihn und in ihm. Der Blick in den Spiegel und dann Blatt und Stift. Der Weg zur Skulptur…

Gegenwart. Carola ist am Weg ins Museum. Auch da Gesichter um sie. Der Vergangenheit. Wilfried. Chaos der Liebe. Und dazu der Messerschmidt Kopf hier. Skulptur und Leben. Dicht beieinander.

Dicht beieinander auch im Hiersein und Verschwinden. Deswegen ist Carola hier. Es geht um den Verkauf der Skulptur „Der Verdrüssliche“ von Xaver Messerschmidt.

Und Carola geht den Wegen der Kunst, des Lebens, des Liebens, des Erinnerns in Freude, Wirrungen, Dunkelheiten, Inspirationen und des Weitersehens nach…unerschütterlich…

Eva Holzmair, legt mit Ihrem neuen Roman „Der Verdrüssliche“ eine wunderbare Reise zu Kunst und Leben in allen Faszinationen, Überraschungen, Freuden, Geheimnissen, Verhängnissen vor, die im variantenreichen augenzwinkernden Sprachspiel begeistert!

Es sind Persönlichkeits- und Lebensportraits, die ihrer täglichen unerträglichen Leichtigkeit des Seins aufeinandertreffen und in allen Eigen- und Besonderheiten strahlen und interessieren. Meisterhaft literarisch dargestellt und in einmaliger Erzählspannung agierend und interagierend. Eingewoben in Geschichte, Kunst und Gesellschaft. Einst und jetzt. Brillant!

„Ein brillanter Roman über Kunst und Leben in wunderbaren Portraits und mitreißender Erzählspannung!“

Walter Pobaschnig 5_23

„Der Verdrüssliche“ Eva Holzmair. Roman. Gmeiner Verlag

507 Seiten, 13,5 x 21 cm, Klappenbroschur Premium

Buch 18,– € / E-Book 13,99 €

*ISBN 978-3-8392-2811-1

Zur Person_Eva Holzmair wurde in Korneuburg geboren und ist in Wien aufgewachsen. Die Autorin lebt und arbeitet in Wien. Seit Jahren ist die studierte Dolmetscherin zudem literarisch tätig. Sie veröffentlicht Prosa und Theaterstücke.

Mehr Informationen unter: www.evaholzmair.at

Der Verdrüssliche – Gmeiner Verlag (gmeiner-verlag.de)

Eva Holzmair, Schriftstellerin _ privat

Walter Pobaschnig  5/23

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„Geduld“ Kristina Krenn, Schauspielerin _ Give Peace A Chance _ Wien 18.5.2023

GIVE PEACE A CHANCE

Geduld

Individualität

Vertrauen

Energie


Potentialentfaltung

Empathie

Amore

Clown

Ehrlichkeit


Afrika


Chaos

Harmonie

Authentizität

Neugier

Chamäleon

Erdbeeren


Kristina Krenn 1.5.2023

Kristina Krenn, Schauspielerin

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Kristina Krenn, Schauspielerin

Zur Person_Kristina Krenn _ ich bin als Schauspielerin zur Zeit mit meinen Mitmachtheaterstücken in ganz Wien im Einsatz und habe für das Gloria Theater, Kellergassen Compagnie, Sommerfestspiele Weitra, Stadttheater Berndorf, Stadttheater Wiener Neustadt und für Film und Werbung und in vielen freien Produktionen gespielt und lebe in Wien.

Foto _ Stefan Peters

Walter Pobaschnig _ 1.5.2023

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„Sag Alex, er soll nicht auf mich warten“ Irene Diwiak. Roman. C.Bertelsmann Verlag. 2023.

Februar 1943. Der Krieg tobt. Doch es gibt Widerstand. Die „Weiße Rose“, Münchner Studenten:innen drucken, versenden und verschicken Flugblätter, in dem sie den verbrecherischen Krieg des nationalsozialistischen Deutschland anklagen und zum entschlossenen Kampf dagegen aufrufen.

Am 18.Februar verteilen Hans Scholl und seine Schwester Sophie Flugblätter in der Münchner Universität. Die letzten Blätter lässt Sophie in den Lichthof der Universität flattern. Der Hausmeister sieht sie und hält sie fest, bis die Gestapo eintrifft.

In den Verhören geben sie schließlich nach der Entdeckung von Materialien in ihrer Wohnung das Verfassen und Verteilen der Flugblätter zu. Es kommt zu einem raschen Gerichtstermin. Roland Freisler spricht ein Todesurteil, das am 22.Februar vollstreckt wird und Geschwister, Freunde in den Tod reißt. Doch der Widerstand lebt weiter, in allem Schmerz von Familie, Freunden, Kollegen:innen.

Doch wie war der Weg der Freundschaft zwischen Hans und Alex? Was bewegte die jungen Studenten in diesen Kriegstagen? Und wie gingen sie einen gemeinsamen Weg inmitten von Tod und Krieg…

Irene Diwiak, mehrfach ausgezeichnete Schriftstellerin, legt mit ihrem dritten Roman einen literarisch wie historisch spannenden Zugang zu Leben und Widerstand der Gruppe der „Weißen Rose“ vor.

Es gelingt in Konzeption und Erzählfolge beeindruckend Leserin und Leser in Zeit, Situation im Kontext unmittelbaren Lebens, Heranwachsens in allen Träumen, Herausforderungen, Verzweiflung und Hoffnung mitzunehmen und einer Freundschaft zu folgen, die Mut, Vertrauen und Entschlossenheit auszeichnet.

Ein Roman, der historisches wie biographisches Wagnis und Experiment ist, das in höchster psychologischer Sensibilität und Präzession zur literarischen Ausnahmerscheinung wird, die erschüttert wie begeistert.

„Ein Roman, der erschüttert und begeistert, bis zur letzten Seite nicht loslässt!“

Walter Pobaschnig 5/23

Irene Diwiak, Schriftstellerin

Irene Diwiak_

Zur Person_ Irene Diwiak, geboren am 10. Dezember 1991 in Graz, aufgewachsen in Deutschlandsberg, Studium der Judaistik, Slawistik und Komparatistik in Wien. Nebenher viel Theater, auf und hinter der Bühne. Zahlreiche Literaturpreise, u.a. bei der Jugendliteraturwerkstatt Graz (2005, 2008), FM4-Wortlaut (2013), Theodor-Körner-Förderpreis (2015), Jurypreis beim Autorenwettbewerb der Nibelungen-Festspiele Worms (2015), Förderpreis der Stadt Graz (2018), Stipendiatin am Literarischen Colloquium Berlin (2019), Literaturstipendium der Stadt Graz (2020), Stipendium für Dramatik der Stadt Wien (2021). Ihr Theaterstück „Die Isländerin“ wurde 2016 in Worms uraufgeführt. Ihr Debütroman „Liebwies“ erschien 2017 bei Deuticke (Taschenbuchausgabe 2019 bei Diogenes) und stand auf der Shortlist für den Debütpreis des Österreichischen Buchpreises. Ihr zweiter Roman „Malvita“ ist 2020 bei Zsolnay erscheinen. Ihr dritter Roman erschien 2023 bei C. Bertelsmann, München.

Eine vollständige Liste aller Preise und Auszeichnungen findest du auch hier.

Sag Alex, er soll nicht auf mich warten, Irene Diwiak. Roman. C.Bertelsmann Verlag. 2023.

ORIGINALAUSGABE

Hardcover mit Schutzumschlag, 368 Seiten, 13,5 x 21,5 cm

ISBN: 978-3-570-10468-2

Erschienen am  22. Februar 2023

https://www.penguinrandomhouse.de/Buch/Sag-Alex-er-soll-nicht-auf-mich-warten/Irene-Diwiak/C-Bertelsmann/e598239.rhd

Foto_Walter Pobaschnig

Walter Pobaschnig 5/23

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Station bei Malina _ „Einerseits diese unheimliche Kraft und andererseits diese schonungslose Zerbrechlichkeit“ Mara Christine Koppitsch, Schauspielerin _ Wien 28.5.2023

Mara Christine Koppitsch_Schauspielerin _ Wien _
Romanschauplatz „Malina“ Ingeborg Bachmann (1971) 50.Todesjahr_Ingeborg Bachmann_ Schriftstellerin (25.Juni 1926 Klagenfurt – 17.Oktober 1973 Rom)

Liebe Mara Christine Koppitsch, herzlich willkommen im „Ungargassenland“! Wir sind hier an literarischen Bezugsorten des Romans „Malina“ (1971) von Ingeborg Bachmann in Wien. Sind Dir die Orte hier vertraut?

Das Ungargassenland, wie es in Malina so schön genannt wird, und die umliegenden Orte hier im 3. Bezirk sind mir nicht vertraut. Der Stadtpark, welcher auch im Roman erwähnt wird, ist mir schon vielmehr Begriff. Ab und an drehe ich dort eine Runde, sehe den Enten im und am Teich zu oder setze mich ins Gras.

Fasziniert hat mich der Durchgang >Sünnhof<, also die kleine Gasse welche am Mercure Grand Hotel Biedermeier vorbeiführt und die Landstraßer Hauptstraße mit der Ungargasse verbindet. Ich fühle mich dort wie in einer anderen, einer kleineren Stadt und als wäre ich in eine frühere Zeit versetzt worden. Versetzt. Verreist. Ich hätte absolut nichts dagegen in diesem Biedermeier-Hotel ein paar Tage zu nächtigen um Ivan, Malina und der Erzählerin auf die Spur zu kommen.

Welche Bezüge und Zugänge gibt es von Dir zu Ingeborg Bachmann und dem Roman Malina?

Ehrlich gestanden, habe ich erst im Laufe des letzten Jahres begonnen mich vermehrt mit Ingeborg Bachmann zu beschäftigen. Davor waren mir nur einige ihrer Gedichte bekannt. Außerdem hatte ich gehört, dass der Briefwechsel zwischen Bachmann und Celan etwas Besonderes wäre.


In unserer Performance „Vollempfänger“ (Champagnerperlen, 2019) hatten wir ein Gedicht Bachmanns thematisiert:

Auf der obersten Terrasse

Von der obersten Terrasse

habe ich springen wollen,

zu Fuß bin ich Hintertreppe

hinaufgegangen, für die

Dienstboten und habe an der Tür

gehorcht, auf das Lachen in

meinen Zimmern, das hat mich ent-

mutigt, Einen Leichnam, gleich

nach dem Frühstück, hättest du

schlecht ertragen

Spannenderweise hatten wir in derselben Produktion einen Auszug aus Schönbergs Pierrot Lunaire Op. 21 dabei. Dieses Werk ist nun auch in Malina Thema.

Malina stand schon auf meiner ‚imaginären Leseliste‘ und ich hatte es bereits mehrmals begonnen zu lesen, aber mir erst die letzten Wochen aufgrund dieses Fotoprojekts wirklich die Zeit dafür eingeräumt. Das Werk hat mich in mehreren Bereichen und Ebenen angesprochen. Einerseits die unheimliche Kraft und andererseits die Zerbrechlichkeit der Erzählerin machen den Roman so fein und dicht. Alles präzise verwoben. Doch auch Platz für Löcher. Die dürfen sein, sie sind gesetzt. Gegensätze. Der innere Kampf mit sich selbst, mit der Umgebung, der Welt. Die vielen Stimmen außen und im Innern, die flüstern oder dröhnen. Sich selbst befragen ob man ‚richtig‘ ist. Der Zugang zu sich selbst und zu den Mitmenschen, der oftmals ‚entwischt‘… Durch viele Fragen. Durch Ängste. Durch Träume. Die so plötzlich kommen und starr machen können.

Welche Eindrücke hast Du von den Schauplätzen in der Ungargasse, die wir besucht haben?

„Noch nie hat jemand behauptet die Ungargasse sei schön, oder die Kreuzung Invalidenstraße-Ungargasse habe ihn bezaubert oder sprachlos gemacht.“ (S.12*) *Dieses und alle weiteren Zitate mit Seitenangabe stammen aus dem Roman Malina von I. Bachmann, Suhrkamp Verlag Frankfurt am Main, 1971

Die Ungargasse ist im Grunde keine Gasse, sondern eine breite Straße mit immerhin wenig Verkehr. Wie schon in Malina beschrieben kann man hier auf den ersten Blick wenig ‚Aufregendes‘ entdecken.

„Ich gehe am besten nach Hause, ich stehe um drei Uhr früh an der Ungargasse 9 gelehnt, mit den Löwenköpfen zu beiden Seiten“ (S. 178)

Hinter dem Tor mit den Löwenköpfen der Ungargasse 9 verbirgt sich jedoch ein schöner Innenhof mit einem Brunnen und dahinter erreicht man über ein Treppchen eine kleine Grünfläche mit einem Meer aus Efeu. Dieser Ort spiegelt   Bachmanns Roman wider – Schönheit, Stille, Romantik, auch Tristesse, Einsamkeit und Wildheit. Ein auffälliger Spalt in der Mauer „lockt an“ um durch ihn zu verschwinden.


Im Hof kann man sich Ivans Kinder Béla und András beim Spielen vorstellen… Der Brunnen – Wasserspiele sind vorprogrammiert. Ein lauer Sommerabend, Geräusche spielender Kinder, ein angenehmes Lüftchen weht, ein Fenster im obersten Stock ist geöffnet, man vernimmt das Klingeln eines Telefons…
 „Hallo. Hallo? Wie es mir? Und dir?“  (S. 36)

Über die Stiege im obersten Stock des Hauses angekommen, steht man vermutlich vor Ivans Tür. Man kann den Zigarettenrauch riechen der durch die Ritzen der Türe zieht. Da – eine höhere und eine tiefere Stimme, die sich angeregt über die besten Schachzüge unterhalten (– nur im Spiel oder auch im echten Leben?).

Wie siehst Du den Aufbau und das Konzept des Romans?

Da ich weder Literaturwissenschafterin noch Germanistin noch Schriftstellerin (…) bin, kann ich keine tiefgreifende Analyse dazu geben. Außerdem sind bereits zahlreiche Abhandlungen und Kommentare zu diesem Roman verfasst worden. Deswegen werde ich mich höflich zurückziehen und nur wenige kurze eigene Gedanken schreiben: Die kurze Personenbeschreibung zu Beginn verleiht dem Werk eine theatrale Note. Schon ist man Vorort und die Bühne wird bespielt. Mittendrin statt nur dabei.
Kapitel eins, die Erzählerin stellt Ivan in den Mittelpunkt. Es schwingt der Frühling mit, zumindest Anfangs.
Das Kapitel zwei rückt vom Leben außerhalb der Vierwände ab und zieht sich in die Welt der Alpträume zurück. Mit einer Vaterfigur, die diverse Arten von Gewalt ausübt. Das lesen der meisten Passagen (zumindest für mich) eine Qual.
Kapitel drei mit Schwerpunkt auf Malina lässt die Erzählerin nach und nach verschwinden. Der Spalt.
„Es war Mord.“ (S. 355)

Was sind für Dich zentrale Themen und Aussagen des Romans?

Zwei der vielen Passagen die mich berühren und schon einiges über die Erzählerin aussagen:

„Es sollte dir immer gutgehen.
Aber doch nicht mir, warum denn mir!“ (S.45)
—–
„Ich bin die erste vollkommene Vergeudung, ekstatisch und unfähig, einen Gebrauch von der Welt zu machen, und auf dem Maskenball der Gesellschaft kann ich auftauchen, aber ich kann auch wegbleiben, wie jemand, der verhindert ist oder vergessen hat, sich eine Maske zu machen, aus Nachlässigkeit sein Kostüm nicht mehr finden kann und darum eines Tags nicht mehr aufgefordert wird.“ (S.264)

Die Themen die in diesem Roman behandelt werden, erstrecken sich vom Frausein und dem Frauenbild der Nachkriegszeit (z.B. das Definieren einer Frau über den Mann/die Männer) über die Figur des gewalttätigen Vaters der seine Familie beherrscht, die Dynamiken einer Gesellschaft, Kategorien die so schnell eingeführt sind und schwer wieder aufgelöst werden bis hin zur Sprachlosigkeit. Sprachlosigkeit der eigenen Person aber auch Sprachlosigkeit in der Gesellschaft. Gewalt – psychisch und physisch – wird stark thematisiert.
Gewalt wird doch oftmals durch gewisse Sprachlosigkeit hervor g e r u f e n. Alpträume und Traumata gesellen sich dazu.

Außerdem: Angst und Unsicherheit. Zweifel an sich selbst. Sich fremd fühlen… Abhängig von der eigenen (psychischen) Verfassung mal mehr mal weniger – alles schwankt.

Trotz alledem -die Erzählerin besitzt eine irrsinnige Kraft und einen starken Willen (der gern belächelt wird). Sie hat das Verlangen gehört und angehört zu werden. Man kann oftmals ein Augenzwinkern herauslesen. Der Sarkasmus kommt nicht zu kurz.
Die Erzählerin versprüht Hingabe, Leidenschaft, Mut.

Welchen Einfluss hatte und hat der Roman auf die Entwicklung von Literatur, Kunst und Emanzipation und Gesellschaft?

Einen großen denke ich. Gerade auch von Personen aus der Generation meiner Mutter habe ich über den wichtigen Einfluss dieses Romans bezüglich Emanzipation und Frauenbild gehört.
Ich bin wirklich froh, dass viele mutige und wunderbare Frauen, wie Ingeborg Bachmann, uns Nachgekommenen – sei es im Privaten, in der Gesellschaft oder in der Kunst- schon so viel erleichtert und ermöglicht haben.

Was sind Deine derzeitigen Projektpläne?

Das nächste eigene Projekt ist eine Performance – Schauspiel, Musik, Visuals, Choreo mit einem Freund und Kollegen der MDW außerdem einer tollen Kostümbildnerin. „Ecce Homo“. Angelehnt an Nietzsche. Ingeborg Bachmann erwähnt diesen Titel auch in ihrem Roman, da musste ich beim Lesen schmunzeln.

Hättest Du mit Ingeborg Bachmann gerne einen Tag in Wien verbracht und wenn ja, wie würde dieser aussehen?

Natürlich hätte ich sie gerne getroffen. Wäre anfangs bestimmt nervös gewesen und mir ein bisschen dumm vorgekommen. Aber nachdem wir uns hoffentlich gut ‚eingegrooved‘ hätten, hätte ich sie gebeten mit ihren Lieblingsort in Wien zu zeigen – ob drinnen oder draußen egal. Dann vielleicht in ein Museum, nach Absprache. Zum Abschluss ins Café um über Gott und die Welt zu reden und einen Buch-/Lesetipp zu bekommen.

Darf ich Dich abschließend zu einem Malina Akrostichon bitten?

M ut                                                                                                                                

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Mara Christine Koppitsch_Schauspielerin _ Wien _
Romanschauplatz „Malina“ Ingeborg Bachmann (1971) 50.Todesjahr_Ingeborg Bachmann_ Schriftstellerin (25.Juni 1926 Klagenfurt – 17.Oktober 1973 Rom)

Station bei Malina_Roman Ingeborg Bachmann_Wien_1971

im Interview und szenischem Fotoportrait_

Mara Christine Koppitsch_Schauspielerin _ Wien _

2023 _ 50.Todesjahr_Ingeborg Bachmann_ Schriftstellerin (25.Juni 1926 Klagenfurt – 17.Oktober 1973 Rom)

Interview und alle Fotos_Romanschauplatz _ Malina_Wien _ Walter Pobaschnig

Walter Pobaschnig, 5_23

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„Trotz allem (gut) zu unterhalten“ Tom Liehr, Schriftsteller _ Berlin 18.5.2023

Lieber Tom Liehr, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Ich stehe auf und versuche anschließend, einen guten Tag zu haben und den Menschen um mich herum dabei nicht allzu sehr auf den Sack zu gehen. Oder ihnen sogar dabei zu helfen, möglichst auch einen guten Tag zu haben.
Wenn ich eine Schreibphase habe, klotze ich von morgens bis nachts ran und mache sonst fast nichts anderes. Abends trinke ich beim Schreiben manchmal Bier und hole am Kneipentresen Nebenfiguren ab.

Tom Liehr, Schriftsteller

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Das gleiche wie immer: Augen auf und durch.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?

Ich bin in Sorge, dass die Rolle von Kunst und Literatur überschätzt wird, und dass viele bei all dieser (Selbst-)Überschätzerei dann vergessen, gute Kunst und Literatur zu machen. Wir sind in erster Linie Unterhalter. Und das ist dann auch die Aufgabe, die besondere Rolle: Trotz allem (gut) zu unterhalten.

Was liest Du derzeit?

Die letzten Seiten von „The Shards“ von Bret Easton Ellis, danach dann Anselm Nefts “Die bessere Geschichte“, darauf freue ich mich schon sehr

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Freiheit bedeutet nicht, alles tun zu können, was man sich leisten könnte. (Das sagt die männliche Hauptfigur meines kommenden Romans, aber es kann sein, dass das ein unbeabsichtiges Plagiat ist. Ich forsche noch.)

Vielen Dank für das Interview lieber Tom, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literaturprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen:

Tom Liehr, Schriftsteller

Zur Person_Tom Liehr wurde in Berlin geboren, wo er heute noch mit seiner Familie und zwei Katzen lebt. 1990 wurde er Erst- und Drittplatzierter beim »Playboy-Literaturwettbewerb«, dem späteren »Gratwanderpreis«. Seither hat Tom Liehr unzählige Kurzgeschichten in diversen Publikationen und zwölf Romane bei Aufbau und Rowohlt veröffentlicht, zuletzt »Freitags bei Paolo« (Aufbau, 2022). Sein Bestseller »Leichtmatrosen« wurde für die ARD verfilmt. Er hat den »Putlitzer Preis« erfunden, ist Gründungsmitglied des »42erAutoren e.V.« und des PEN Berlin.

Mehr Informationen: www.tomliehr.de

Foto_privat


8.3.2023_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

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„Vielheit in der Einheit“ Katerina Teresidi, Künstlerin _ Give Peace A Chance _Wien 17.5.2023

GIVE PEACE A CHANCE

White_Moon_Goddess_2022
Mag.art Katerina Teresidi,folgende
Marchfeldgrün_75x48cm_Öl_auf_Leinwand_2020_
white_moon_Goddess_face_Teresidi_2022
Gletscher
Eisberg_95x135_Acryl_auf_Leinwand_2018_Teresidi
Brahmin2_80x100cm_acrylic_on_canvas_2014
Eisschollen_80x100cm_Acryl_auf_Leinwand_2017
Wasserspiegel_40x40cm_Mischtechnik_auf_Leinwand_2018_Teresidi
Gebirgskette
Mag.art Katerina Teresidi,, Künstlerin

Vielheit in der Einheit.

Buddhistische Mandalas, islamische Ornamente, das Mandelbrotprinzip
erinnern an Welten in Welten.
Ich beobachte viele Welten in einer Einzigen.



Welten in jedem Haus, in jedem Selbst –
zahlreiche offene und geschlossene Türen.
Jedes Lebewesen ist eine Tür,
jede Tür führt zum Selben.



Wir alle sind Ausprägungen einer Lebenskraft,
die uns zusammenhält und uns belebt.
Illusion der Trennung ermöglicht Entwicklung,
Bewusstsein und Leid.



Stufenweise Entwicklung, Wachsein
bedeuten Aufmerksamkeit gegenüber sich Selbst und Anderen
gegenüber jedem Gedanken, jedem Wort!
Unbegrenzte Schöpferkraft bedarf Verantwortung.



Selbstliebe ohne Egoismus, Selbstbefreiung.
Spielen erlernen mit Energie, Sensibilität
ermöglichen Liebe gegenüber der Einheit.


Mag.art Katerina Teresidi, Mai 2023

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Mag.art Katerina Teresidi, Künstlerin

Fotos _ Katerina Teresidi Fotos Portrait_Helmut Sagmeister

Walter Pobaschnig _ 4.5.2023

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„Wir müssen Kunst und Literatur vor der Instrumentalisierung für kriegerische Zwecke bewahren“ Gisbert Amm, Dichter _ Joachimsthal/D 17.5.2023

Lieber Gisbert Amm, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Montag bis Donnerstag arbeite ich von neun bis fünf in meinem Brotberuf als Softwareentwickler; seit der Pandemie ausschließlich im Home Office, was mir drei Stunden Pendelei am Tag erspart. Vorher musste ich nach Berlin ins Büro fahren. Insofern bin ich ein Pandemie-Gewinnler.

Abends wird gelesen, und geschrieben oder ich gehe raus in die wunderbare Eiszeitlandschaft der Schorfheide mit ihren Hügeln und Seen. Oder ich fahre dann doch nach Berlin, meist zu Lesungen.

Freitags arbeite ich nicht, so dass der Tag theoretisch ganz dem Schreiben vorbehalten ist. Aktuell bin ich aber immer noch mit der Abwicklung des Lyrikhauses beschäftigt, so dass nur wenig Kraft und Zeit für das eigene Schreiben bleibt. Aber das wird sich im Laufe der nächsten Monate ändern. Solange bleibt es beim ungesunden Schlafmangel, weil ich oft unter der Woche doch bis ein oder zwei Uhr nachts mit Schreiben und Lesen beschäftigt bin. Eine typische Eule eben.

Gisbert Amm, Dichter

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

2023 ist das Jahr der künstlichen Intelligenz. Diese wird unser Leben auf ähnliche Weise umkrempeln wie es die Smartphones und die fortschreitende Digitalisierung getan haben und noch immer täglich tun. Wenn man unser heutiges Leben mit dem vor 15 Jahren vergleicht, als das Smartphone noch als Spielzeug von ein paar wirren Displaystreichlern belächelt wurde, kann man erahnen, welche Umwälzungen in den nächsten 15 Jahren auf uns zukommen. Nur dass diesmal auch der Aspekt der künstlerischen Produktion unmittelbar betroffen ist. Ich gehöre allerdings nicht zu jenen, die das prinzipiell ablehnen. KI wird ein neues Werkzeug für den Menschen werden und neue Dinge ermöglichen, die wir uns noch wenig vorstellen können. Ähnlich wie das Anagrammieren sich durch den Computer verändert hat. Ich habe ja noch Pappkärtchen herum geschoben.

Der Mensch wird stark auf die Frage zurückgeworfen, was ihn eigentlich zum Menschen macht. Und dabei spielt die Körperlichkeit eine zentrale Rolle. Wie es Andreas Gryphius formuliert hat: „Was sind wir Menschen doch! Ein Wohnhaus grimmer Schmerzen“. Der körperliche Schmerz, den die Maschine nicht empfinden kann, macht uns zum Menschen. Aber natürlich auch die schönen Gefühle.

Gleichzeitig mit dem enormen technologischen Umbruch feiern archaische Gewalt- und Zerstörungsmuster in Politik und Gesellschaft fröhliche Urständ. Das ergibt eine explosive Kombination, die mir große Sorge bereitet.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?

Das zentrale Problem in einer Welt der intelligenten Maschinen ist es, die richtigen und wichtigen Fragen zu stellen; die Stellen im Wissen und Denken zu finden, die nicht durch endlose Permutationen des Vorhandenen ausgefüllt werden können. Das, was immer schon der Kern der kreativen Arbeit war: den Horizont aufzuhebeln. Das ist nicht leicht, aber auf der gesellschaftlichen Ebene ist es ungleich schwieriger: Zum einen müssen wir hier einen Weg finden, der Vereinnahmung von Protest durch die Verwertung zu entgehen. Ich warte ja schon auf die erste Werbung für Klimaklebstoff. Zum anderen müssen wir einen Weg finden, die abgestumpften Menschen einschließlich uns selbst wieder zu erreichen, zu sensibilisieren, was zum Beispiel den skandalösen Umgang mit Menschen auf der Flucht angeht. Oder eben die rasante Zerstörung und Vergiftung unserer Natur, auch des eigenen Körpers, etwa durch Feinstaub und Mikroplastik. Mit Betroffenheitsästhetik und moralischem Pathos kommt man in einer Welt der Fakes, Trollfarmen und Shitstorms nicht weit. Das perlt am Gorillaglas ab. Und zum Dritten müssen wir Kunst und Literatur vor der Instrumentalisierung für kriegerische Zwecke bewahren und ihren pazifistischen Kern erhalten. Irgendwo müssen die Utopien überwintern und ich glaube Literatur und Kunst sind der geeignete Nichtort dafür.

Was liest Du derzeit?

„Lob der Melancholie“ von Lázló F. Földényi

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Ich habe hier ein Minibuch vom Verlag Volk und Welt aus dem Jahr 1987, in hellblaues Leder gebunden: Max Frisch, Fragebögen 1966-1971. Das beginnt so:

„1. Sind Sie sicher, dass Sie die Erhaltung des Menschengeschlechts, wenn Sie und alle Ihre Bekannten nicht mehr sind, wirklich interessiert?

2. Warum? Stichworte genügen.“

Vielen Dank für das Interview lieber Gisbert, viel Freude und Erfolg für Deine großartigen Literaturprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!

5 Fragen an Künstler*innen:

Zur Person_Gisbert Amm, Dichter, geboren 1965 im Sperrgebiet an der innerdeutschen Grenze. Aufgewachsen im Thüringer Wald. 1989-94 Teilnahme an der friedlichen Revolution und Studium der Theaterwissenschaft in Leipzig. Nach dem Studium 1995 Umzug nach Baden-Württemberg. Verschiedene Tätigkeiten. Seit 1998 Softwareentwickler. 2009 Umzug nach Brandenburg. 2016-22 Betreiber des Lyrikhauses Joachimsthal.

Aktuelle Gedichtbände:

Das Fingerzeighaus, Bübül Verlag Berlin 2022;

Gisbert Amm, Semper. Gedichte. fabrik.transit Wien, Juni 2023

Gisbert Amm, Semper. Gedichte

Illustriert von Marlen Melzow

€ 18,00

12,4 x 18,3 cm Hardcover

120 Seiten, Ill sw.

ISBN 978-3-903267-56-5

Erscheint im Juni 2023

https://www.fabriktransit.net/de/buecher/neuheiten/324-gisbert-amm-semper-2023.html

Foto_Mechthild Rieffel.

25.4.2023_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

https://literaturoutdoors.com/

„Gnadenort und Gerstenmus“ Kristian Kühn, Schriftsteller _ Give Peace A Chance _ München 16.5.2023

GIVE PEACE A CHANCE

G Gnadenort und Gerstenmus. Gieß Salbe drauf! Denn, stürz‘ ich ab,

I In Räuberhände fallend, ess‘ ich Gerste nur!

Ihr beide, helft auch mitzuzieh’n!

Ich zieh ja schon und häng mich an,

V Vom Kot die Nas‘ abwendend, verzehrt und ausgezischt.

E Ein Knecht, der überlaufen will, nicht ziehen hilft;


P Preis und Dank der Göttin hier! Pfui vor des eklen Söldlings Kriegsgepäck!

E Eirene hat am Schlachten keine Lust; steigen wir zu ihrem Herd hinab,

(pochen an die Tür.)

A Aber, hoben wir die Göttin, dann, so freuet euch,

CHOR: Auf, Göttin! Hebe dich kühn von der Erde unten hinweg.

Auf! Schicke nun die Landbesteller wieder heim!

Aber, wo die lange Zeit durch unsre Göttin, Frieden fern von uns,

Alle, die ohne Harm
Alles, was keimt und sprießt,
Also den Feiergesang
Anstimmen, sobald mit dem jungen Lenz die Schwalbe –
Ach, tue du nicht mehr solches uns an!

Auch halte von uns die Verdächtigungen fern,
Anfülle mit Gut, mit Knoblauch, groß,
Auch die Feigenbäume, dich ich selbst gepflanzt, ein Knabe noch,
Auf denn, eingedenk, auch des Veilchenbeets am Brunnen,

E Eben alles dessen


A Aller Orten walte hier bald Friede, wie zur alten Zeit!


CHOR: Hat man uns matt gequält,

H Heil also ruf‘ ich, rufe nichts als: Heil, o Heil!

Ho heia nun! Ho heia rings!!

Heil, o Heil dir, Teuerste, du Frieden!
Heißersehnte, stets für uns
Hochheilige, ja, nimm gnädig unsre Spende an,

A Also aber jetzt nicht mehr gejubelt: könnt ihr doch nicht sicher sein!

N Noch erbarmungslosen Sinnes finden, wie wohl ehedem;

Nein, du sollst jetzt freundlich und –
Nein, daß ich friedlich spinnen mag den Rest der Tage,

Nicht nachgelassen jetzt, nein, nun sieh dir die Gesichter an im Publikum:

CHOR: Granaten, Frühgurken und Äpfel, zugleich als Opfer Gerste

E Ehe wir sie gießen was. Daran erkennst du das Gewerbe.

Kristian Kühn, 3.5.2023

Akrostichon zum Song „Give Peace a Chance“ und zugleich Cento aus „Der Friede“ (Eirene) von Aristophanes  

Kristian Kühn, Schriftsteller

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Kristian Kühn, Schriftsteller

Zur Person: Kristian Kühn, Drehbücher, Prosa, Lyrik. Essays. Seit 2010 Mitorganisator des Lyrikpreises München. Seit 2013 Herausgeber des Online-Magazins Signaturen. https://signaturen-magazin.de/ Wohnt in München.

Foto _ Ulrich Schäfer-Newiger

Walter Pobaschnig _ 22.4.2023

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