„Gedanken treiben wie Blätter“ Hunor von Horváth, Regisseur _ Give Peace A Chance _ Passau/D 11.3.2025

GIVE PEACE A CHANCE

Gedanken treiben wie Blätter.

Irgendwo fällt ein Schatten, keiner sieht ihn.

Vielleicht war da eine Stimme.

Es bleibt das Rauschen.


Pfade verlieren sich im Nebel.

Eine Hand tastet ins Leere.

Alles beginnt mit Stille.

Chaos vergeht im Warten.

Ein Schritt zurück, ein Blick nach vorn.


Atemholen. Lauschen.


Chancen leuchten im Dunkeln.

Hoffnung wächst, wenn niemand hinsieht.

Alles heilt in der Zeit.

Nichts bleibt, wenn wir nicht bleiben.

Change beginnt, wo Gewalt endet.

Ein Funke genügt.



Hunor von Horváth, 6.3.2025

Hunor von Horváth, Regisseur

GIVE PEACE A CHANCE

Hunor von Horváth, Regisseur

Zur Person/über mich: Hunor Horváth

Projektmanagement und Multimedia

Der gebürtige Rumäne Hunor Horváth absolvierte nach dem Abitur zunächst eine Ausbildung zum Regisseur an der Athanor Akademie in Burghausen. Nach seinem Diplom im Jahr 2011, zog es ihn nach Bern, wo er an der Hochschule der Künste einen Aufbaustudiengang (Scenic Arts Practice – Vertiefung Regie und mediale Künste) belegte. Parallel dazu belegte er an der Universität Basel ein Master-studium im Fach Kulturmanagement. Hovath besuchte zahlreiche Fortbildungen im Bereich Theater, Film und Projektmanagement.

Als Regisseur bzw. Lichtdesigner wirkte er u.a. bei folgeneden Projekten mit.
Inszenierungen – Theater u.a.
2010 „Seiltanz“ – Abschlussinszenierung, ein Experiment zum Thema Tod
2011 „Was ihr Wollt“ – Koproduktion mit der Need Company – Belgium
2011 Regieassistent und Visueller Konzept der Inszenierung von Vivane de Muynck
2012 “Ora Pro Nobis” – Inszenierung und Forschungsprojekt zur Interpassivität
2013 „Is there a Happening happening?“ – Side Specific Perfomrance, Rumänien
2014 „Kamaloka“ – Theaterperformance zu Thema Tod. Schweiz & Rumänien
2015 „Keep Calm and Wait for Godot“ – Performance, Rumänien, Schweiz und DE.

Filme und Visual Arts u.a.
2008 „SuDoKu“ – Dokumentarische Übung – MiniDv
2009 „Autodestruktion“ – Kurzfilm, Regie, Idee, Schnitt und Ton – Hdv
2009 „Authentizität“ – Trailer, Realisierung und Idee – Hdv
2010 „das Athanor Experiment“ – Dokumentarfilm, Realisierung – Hdv
2010 Filmische und Multimediale Arbeiten in der Inszenierung „Müder Vater“ – HD
2011 „ARTiFictional“ – filmischer Essay über das Leben und seinem Tod – HD Video
2012 “Singing in the Sun” – Kurzfilm in HD -Schnitt und Konzept
2013 “Is there a Happening Happening?” – Dokumentarfilm – Realisierung in HD Video

https://athanor.de/dozierende/hunor-horvath/

Foto _ privat

Walter Pobaschnig 6.3.2025

https:literaturoutdoors.com

„Literatur nennt Bedrohungen beim Namen“ Catrin George Ponciano, Schriftstellerin _ Portugal 10.3.2025

Liebe Catrin George Ponciano, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Anders. Andersartig, anderszeitig, anders geordnet. Die global sich rasante verändernde politische Temperatur beschäftigt mich. Sie fasst mich an. Mein Alltag verschiebt sich. Durch das Tagesgeschehen weilen meine Gedanken länger fort vom Schreibtisch. Meine Produktivität ist zwar weiterhin stark, worüber ich sehr froh bin, aber auch sie verschiebt sich. Nachrichten habe ich sonst am Ende des Tages gelesen. Seit Jahresbeginn verhält es sich umgekehrt. Produktive Phasen fallen in die nachmittags und Abendstunden, weil mein Kopf vorher nicht friedlich genug reagieren kann. Erst nachdem ich der verspürten Fassungslosigkeit mit absurdem Beigeschmack freien Lauf gelassen habe, gelingt es mir, meinen inneren ethischen Kompass auf Schaffensprozesse zu justieren. Dann ist auch der Bauch wieder weich. Und ich greife symbolisch zum Stift.

Catrin George Ponciano, Schriftstellerin

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Distanz. Das hört sich angesichts der Gesamtlage – in der Ukraine, in den Staaten, im Nahen Osten und an etlichen weiteren globalen Brennpunkten – sonderbar an. Distanz hilft, meines Erachtens klarzusehen, klarzudenken, und weder auf Propagandatricks noch auf Fakenews hereinzufallen, gar auf abstruse Täter-Opfer-Verdrehung zu reagieren oder sie zu polemisieren.

Denn denen die Stimme gerade durch Oppression aberkannt wird, helfen wir nicht mit emotional verbalen Eruptionen, sondern mit Klarsicht. Durch konsequent kommunizierte Bestärkung humanistischer Werte. Wir, Demokratie und Menschenrechtskonvention vertretend, sind Viele – und das schafft Stärke. Nutzen wir sie in Wort und Tat.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?

Während der Avantgarde vor etwa 100 Jahren rebellierten Literaten und Künstler gegen sich erhebende totalitäre System schon einmal und plädierten in Schriften und Farben für Frieden, Gleichstellung, Zusammenhalt und freiheitliche Selbstbestimmung. Es mag der Zeitpunkt für eine neue andersartig vorausdenkende Bewegung gekommen sein.

Denn jede Person und jede politische Gesinnung, die demokratische Muster versuchen zu demontieren, bedrohen die Menschenrechte. Die Literatur und die sie verfassen, nennen diese Bedrohung beim Namen. Kunst zeigt uns die Gefahr darstellend. Gemeinsam machen Künste emotional bewusst, was tatsächlich auf dem Spiel steht. Nämlich eine Veränderung der Weltenordnung einhergehend mit dem mögliche Totalverlust freiheitlich und ethischer Werte.

Nun sind wir dran. Wir. Schriftsteller. Poeten. Künstler. Musiker. Nehmen wir das Wort, den Ausdruck, die Melodie, als pazifistische Waffe in die Hand, verteidigen wir die Bastion der Freiheit – und die Zukunft unserer Kinder.

Was liest Du derzeit?

Politische Essays, Politphilosophische Thesen in diversen Sprachen, die mir diverse Perspektiven anbieten. Ja, und manchmal auch ein Buch. Um der eigenen Melancholie zu entfliehen. Meistens lese ich mehrere Bücher gleichzeitig. Hang Kang „Menschenwerk“, Francesca Melandri „Eva schläft“, Serhi Zhadan „Hymne der demokratischen Jugend“, Kant neu interpretiert. Manchmal verreise ich im Kopf in Gaughins Bretagne, oder ich folge Annie Ernaux’ Lebensspuren, lese Poesie querbeet und wünsche mir noch unzählbar viele solch winziger Momente aufgeschobene Endlichkeit.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Der Menschheitstraum von Freiheit ist unsterblich. Daran glaube ich ganz fest, denn wer ein Herz besitzt, kämpft für seine Träume – und dafür, dass andere träumen dürfen.

(Kein Zitat, sondern ein Textimpuls von mir)

Vielen Dank für das Interview, liebe Catrin, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literatur- und so vielfältigen Buchprojekte und persönlich alles Gute! 

 Ich danke Dir, lieber Walter.

Catrin George Ponciano, Schriftstellerin

5 Fragen an Künstler*innen: Catrin George Ponciano, Schriftstellerin

Zur Person/über mich: Catrin George Ponciano lebt seit 26 Jahren in Portugal und publiziert journalistische Beiträge, Reiseliteratur, polithistorische Kriminalromane und literarische Essays. Ab Mitte März ist ihr aktueller im AvivA Verlag publizierter Titel „Alles-bloß nicht vage!“ über die portugiesische Dichterin Florbela Espanca im Buchhandel erhältlich. Die Portugal-Kennerin organisiert regelmäßig Literatur-Touren und vermittelt ihr Wissen als Seminarleiterin auf Bildungs- und Lesereisen.

www.catringeorge.com

Aktueller Kriminalroman von Catrin George Ponciano:

„Liebe und Mord an Portugals Traumküste. Der Sommer im portugiesischen Küstenort Carrasqueira ist perfekt, bis eines Nachts ein Toter in der einsamen Korkeiche hängt – dreißig Jahre nachdem dort ein Fischer angeblich Selbstmord beging. Dessen Sohn glaubte jedoch nie an Suizid. Als ihm nun unterstellt wird, seinen Vater gerächt zu haben, bittet er seine Jugendfreundin Dora Monteiro um Hilfe. Die ehemalige Inspetora zögert nicht und stürzt sich in verdeckte Ermittlungen. Doch auf dem Dorf lastet eine alte Schuld, und Dora muss alles daransetzen, das Schweigen der Bewohner endlich zu brechen.“

Catrin Ponciano, Rache im Alentejo. Emons Verlag.
Broschur
13.5 x 20.5 cm
256 Seiten
ISBN 978-3-7408-1574-5
13,00 € [DE] 13,40 € [AT]

https://emons-verlag.de/p/rache-im-alentejo-6504

Fotos Portrait _ Marion Louca; Cover _ Verlag.

Walter Pobaschnig 7.3.2025

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„Zuhören. Aushalten. Offen bleiben“ Hunor von Horvath, Regisseur _ Passau/D 9.3.2025

Lieber Hunor von Horváth, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Aufstehen. Kaffee. Licht. Wieder Dunkelheit. Proben. Stimmen in vielen Sprachen. Schweigen. Später Musik. Noch später eine Stille, die anders ist als am Morgen.

Hunor von Horváth, Regisseur

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Nicht zu tun, als wüssten wir, was wichtig ist. Zuhören. Aushalten. Offen bleiben.

Welche Rolle spielt die Kunst in einem gesellschaftlichen Neubeginn?

Vielleicht eine große. Vielleicht gar keine. Wahrscheinlich beides. Theater ist der Versuch, anders zu sehen. Manchmal gelingt es auch nicht wirklich ganz richtig…

Was liest Du derzeit?

Eine Gebrauchsanleitung für eine Lampe. Ich suche nach einer anderen Art, Licht zu verstehen. Vielleicht wie eine Erinnerung. Vielleicht wie eine Inszenierung, die erst existiert, wenn niemand mehr hinsieht.

Welches Zitat möchtest Du mitgeben?

Das Gegenteil von Kunst ist noch nicht gefunden. Vielleicht, weil es immer dazwischen liegt.

Vielen Dank für das Interview, lieber Hunor, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Theater-, Kunstprojekte und persönlich alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen: Hunor von Horváth, Regisseur

Zur Person/über mich: Hunor Horváth

Projektmanagement und Multimedia

Der gebürtige Rumäne Hunor Horváth absolvierte nach dem Abitur zunächst eine Ausbildung zum Regisseur an der Athanor Akademie in Burghausen. Nach seinem Diplom im Jahr 2011, zog es ihn nach Bern, wo er an der Hochschule der Künste einen Aufbaustudiengang (Scenic Arts Practice – Vertiefung Regie und mediale Künste) belegte. Parallel dazu belegte er an der Universität Basel ein Master-studium im Fach Kulturmanagement. Hovath besuchte zahlreiche Fortbildungen im Bereich Theater, Film und Projektmanagement.

Als Regisseur bzw. Lichtdesigner wirkte er u.a. bei folgeneden Projekten mit.
Inszenierungen – Theater u.a.
2010 „Seiltanz“ – Abschlussinszenierung, ein Experiment zum Thema Tod
2011 „Was ihr Wollt“ – Koproduktion mit der Need Company – Belgium
2011 Regieassistent und Visueller Konzept der Inszenierung von Vivane de Muynck
2012 “Ora Pro Nobis” – Inszenierung und Forschungsprojekt zur Interpassivität
2013 „Is there a Happening happening?“ – Side Specific Perfomrance, Rumänien
2014 „Kamaloka“ – Theaterperformance zu Thema Tod. Schweiz & Rumänien
2015 „Keep Calm and Wait for Godot“ – Performance, Rumänien, Schweiz und DE.

Filme und Visual Arts u.a.
2008 „SuDoKu“ – Dokumentarische Übung – MiniDv
2009 „Autodestruktion“ – Kurzfilm, Regie, Idee, Schnitt und Ton – Hdv
2009 „Authentizität“ – Trailer, Realisierung und Idee – Hdv
2010 „das Athanor Experiment“ – Dokumentarfilm, Realisierung – Hdv
2010 Filmische und Multimediale Arbeiten in der Inszenierung „Müder Vater“ – HD
2011 „ARTiFictional“ – filmischer Essay über das Leben und seinem Tod – HD Video
2012 “Singing in the Sun” – Kurzfilm in HD -Schnitt und Konzept
2013 “Is there a Happening Happening?” – Dokumentarfilm – Realisierung in HD Video

https://athanor.de/dozierende/hunor-horvath/

Foto _ privat

Walter Pobaschnig 6.3.2025

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„Gott“ Martin Horváth, Schriftsteller _ Give Peace A Chance _ Wien 8.3.2025

GIVE PEACE A CHANCE

G         ott

I           ist

V         ielleicht

E          insam                        


P         essimistisch

E          igenbrötlerisch

A         lt

C         haotisch

E          nigmatisch


A         ber


C         haos

H         ilft

A         uch

N         eue

C         hancen

E          röffnen



Martin Horváth, 6.3.2025

Martin Horváth, Schriftsteller, Musiker

GIVE PEACE A CHANCE

Martin Horváth, Schriftsteller, Musiker

Zur Person/über mich: Martin Horváth wurde 1967 in Wien geboren, studierte an der dortigen Universität für Musik und darstellende Kunst und arbeitet seit 1988 als freischaffender Musiker. Konzerte und Aufnahmen mit verschiedenen Orchestern (Wiener Staatsoper, Wiener Volksoper, Radiosymphonieorchester Wien, Wiener Akademie u.a.) und Kammermusikensembles (Ensemble Continuum Wien, Merlin Ensemble, Ensemble Teatro Barocco, Ensemble 1756) führten ihn in zahlreiche Länder und zu renommierten Festivals (Salzburger und Bregenzer Festspiele, Schubertiade Feldkirch u.a.)

Während eines fünfjährigen New-York-Aufenthalts arbeitete er an einem Forschungsprojekt zur Geschichte der österreichisch-jüdischen Emigration in die USA. Für seine seit 1989 in Zeitschriften und Anthologien publizierten Erzählungen, Essays und andere Texte erhielt er mehrere Preise und Stipendien. 2012 erschien sein Romandebüt, Mohr im Hemd oder Wie ich auszog, die Welt zu retten (DVA), das auch ins Niederländische und Ungarische übersetzt wurde. 2019 wurde sein zweiter Roman Mein Name ist Judith vom deutschen Penguin Verlag veröffentlicht. Derzeit arbeitet er an mehreren Texten für Theater und Oper; sein dritter Roman Baroco erscheint im März 2025 bei Kremayr & Scheriau.

Aktuelle Buchneuerscheinung von Martin Horváth:

Baroco

San Lorenzo Settefrati, ein verlassenes, idyllisch gelegenes Dorf im Süden Italiens. Eine Stiftung will den Ort wiederbeleben und lockt mit einem Versprechen: einem nachhaltigen Leben im Sinne des Gemeinwohls. Einer der neuen Bewohner ist der ehemalige Unternehmensberater Jakob Metzger.

Im örtlichen Kloster wurde ein auf Künstliche Intelligenz gestützter Thinktank für Zukunftsfragen eingerichtet. Doch niemand im Dorf kann sagen, woran dort wirklich gearbeitet wird. Wer sind die skurrilen Charaktere um Norman Sherwood, die mit spektakulären Aktionen die Machenschaften der internationalen Finanzelite entlarven? Wer finanziert das Projekt? Und wer ist der ominöse Erzähler, der damit droht, die Menschheit auszulöschen? Als Jakob ein Job im Kloster angeboten wird, ist er vom kreativen Arbeitsumfeld angetan. Und wird bald nichtsahnend Teil eines groß angelegten Eingriffs in das Räderwerk der Weltwirtschaft.     

 Baroco – Kremayr & Scheriau

Baroco, Roman. Martin Horváth.

Hardcover mit Schutzumschlag, gebunden

440 Seiten, Format 12,0 x 20,0

1 Auflage, Kremayr & Scheriau 2025

27,00 € inkl. MwSt.

ISBN: 978-3-218-01450-2

Fotos _ Thomas Lehmann/Verlag.

Walter Pobaschnig 6.3.2025

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„Kunst ist ein Raum der Offenheit“ Carmen Cornelia Zechner, Künstlerin _ Klagenfurt 8.3.2025

Liebe Carmen Cornelia Zechner, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

In der Früh erst mal kalt duschen. Wichtig ist danach ein vollwertiges Frühstück. Leichtes Stretching oder Pilates, um den Körper zu aktivieren. Notizen machen zu Ideen oder Konzepten. Konzentriertes Malen an aktuellen Projekten. Musik hören, um in den Flow zu kommen.

Caco _ Carmen Cornelia Zechner, Künstlerin

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Respekt und Wertschätzung spielen eine zentrale Rolle für ein friedliches und harmonisches Miteinander. In einer Zeit, die von unterschiedlichen Meinungen, Lebensweisen und Kulturen geprägt ist, wird es immer wichtiger, einander mit Offenheit und Akzeptanz zu begegnen.

Respekt bedeutet, andere in ihrer Einzigartigkeit zu erkennen und ihre Würde zu achten, unabhängig von Herkunft, Religion, Überzeugungen oder Lebensweisen. Gemeinsam können Respekt und Wertschätzung Barrieren abbauen, Missverständnisse verhindern und ein Gefühl der Verbundenheit schaffen.

Fehlender Respekt ist oft der Anfang vom Ende wertvolle Beziehungen. Respektvoller Umgang stärkt Beziehungen – sei es im persönlichen, beruflichen oder gesellschaftlichen Bereich – und tragen dazu bei, ein Umfeld zu schaffen, in dem jeder Mensch sein Potenzial entfalten kann. Wie wir andere behandeln, zeigt wer wir selbst sind. Mangel an Respekt zeigt nicht die Schwächen anderer, sondern die eigenen. Mit Abstand und Respekt sollten nicht nur wir Menschen uns begegnen sondern uns so auch der Tierwelt und Umwelt gegenüber und in ihr verhalten. Angesichts der globalen ökologischen Krisen sollten wir verantwortungsvoller mit unseren Ressourcen umgehen und Schritte unternehmen, um die Natur zu schützen und den Planeten für zukünftige Generationen zu sichern.

Caco _ Carmen Zechner _ „Wasserweg oder Wasserstraße
Acrylfarben – Mischtechnik, Glas eingearbeitet.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Kunst an sich zu?

Ich denke ein Neubeginn, sei er gesellschaftlicher oder persönlicher Natur, ist immer ein Moment des Umbruchs und der Neuorientierung. In solchen Zeiten werden wir oft mit der Frage konfrontiert, was wir beibehalten, was wir hinter uns lassen und wie wir uns in die Zukunft bewegen.

Die Kunst wird in diesem Prozess eine zentrale Rolle spielen, weil sie die Fähigkeit besitzt, Veränderungen zu reflektieren und zu hinterfragen. Sie kann als Motivation wirken, die uns sowohl als Einzelne als auch als Gesellschaft dazu anregt, neue Perspektiven einzunehmen, alte Denkmuster zu durchbrechen und unsere Werte neu zu definieren. Kunst kann die kollektive Stimmung einfangen, auf Missstände hinweisen und die Möglichkeit zur Transformation bieten, indem sie uns erlaubt, uns mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen und gleichzeitig die Zukunft zu imaginieren.

Gesellschaftlich gesehen, ist Kunst als Medium für den Dialog und die Reflexion wichtig, insbesondere in Zeiten von Krisen oder Veränderungen. Sie hilft, Identität und Zugehörigkeit zu hinterfragen und neu zu formulieren, und eine Plattform für Stimmen zu schaffen, die oft überhört werden. Persönlich wird die Kunst eine Rolle dabei spielen, uns zu helfen, unsere eigene Reise zu verstehen, uns von alten Begrenzungen zu befreien und unser kreatives Potenzial zu entfalten. Der „Neubeginn“ erfordert eine Offenheit gegenüber dem Unbekannten – und Kunst ist der Raum, in dem diese Offenheit sowohl ausgedrückt als auch genährt werden kann.

Die Kunst hat die Kraft, verborgene Wahrheiten ans Licht zu bringen und unausgesprochene Aspekte menschlicher Erfahrung zu reflektieren. Sie kann Fehler aufzeigen, ohne zu urteilen, und verschleierte Geheimnisse durch subtile oder direkte Ausdrucksformen offenbaren.

Caco _ Carmen Zechner _Innere Klarheit
Mischung aus Collage und digitaler
 Illustration. 

Was liest Du derzeit?

ichigo-ichie Die japanische Kunst, den perfekten Moment zu nutzen.

Francesc Miralles und Hector Garcia

Jetzt oder nie – jeder Moment ist besonders.

Die japanische Lebenskunst des *ichigo-ichie* hilft uns, einmalige Chancen zu ergreifen, indem wir die Einsamkeit jedes noch so unscheinbaren Augenblicks und jeder noch so flüchtigen Begegnung schätzen lernen. Es ist die  Kunst des Zuhören, des Schauens, des Berühren, des Schmeckens, des Riechens, der Feste, einer kollektiven Achtsamkeit.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

„Nichts ist so beständig wie der Wandel.“ – Heraklit

„Man kann niemanden dazu bringen, sich zu ändern. Man kann nur Raum schaffen, in dem Veränderungen möglich sind.“ –

Vielen Dank für das Interview, liebe Carmen, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Kunstprojekte und persönlich alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen: Caco _ Carmen Cornelia Zechner, Künstlerin

Zur Person/über mich:  Schon in jungen Jahren entwickelte ich eine tiefe Faszination für Kunst, insbesondere für die menschliche Form und deren Ausdrucksmöglichkeiten. Mein künstlerischer Weg begann als Autodidaktin im Jahre 2003 mit klassischen Zeichen- und Maltechniken in Aquarellfarben, doch bald erkannte ich die unendlichen kreativen Möglichkeiten, die mir die Mischtechnik bot.

Ich experimentierte mit verschiedenen Materialien und Techniken. Diese Suche nach neuen Ausdrucksformen führte mich zu einer einzigartigen Mischtechnik, in der ich Pigmente, Collagen, Acryl, Öl und andere Materialien kombinierte, um Texturen und Tiefen zu schaffen.

Caco ist mein Künstlername, abgeleitet aus den Anfangsbuchstaben meines Vor- und zweiten Vornamens.

Caco – ein Name, geboren aus Bruchstücken, doch unteilbar in meiner Kunst.

@carmen_caco.art

Fotos _ privat

Walter Pobaschnig 6.3.2025

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„den Raum von den Rattenfängern zurückerobern“ Martin Horváth, Schriftsteller _ Wien 7.3.2025

Lieber Martin Horváth, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Sehr unterschiedlich, je nachdem, welches meiner beiden Leben gerade im Vordergrund steht: das literarische oder das musikalische.

Wenn ich schreibe, werde ich immer auch ein Teil der Welt, die ich zu erschaffen versuche. Das funktioniert am besten bei Schreibaufenthalten in der Abgeschiedenheit, die nur durch ausgedehnte Spaziergänge unterbrochen werden.

Wenn die nächsten musikalischen Projekte anstehen, dann ist natürlich Üben und Vorbereiten angesagt. Die Proben, bei denen man etwas gemeinsam erarbeitet, und die Konzerte, bei denen die Früchte dieser Arbeit erklingen, bilden für mich einen schönen Kontrast zum einsamen Schreibprozess.

Martin Horváth, Schriftsteller, Musiker

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Ich kann und will nicht für alle sprechen. Mir persönlich ist es wichtig, Stellung zu beziehen, als „alternativlos“ geltende Narrative zu hinterfragen, Kritik zu üben und Ungerechtigkeiten anzusprechen. Dabei darf man aber den lauten Rattenfängern und Zerstörern nicht zu viel Raum geben, auch wenn sie allerorten wie die sprichwörtlichen Pilze aus dem Boden schießen. Man muss sich im Gegenteil diesen Raum zurückerobern und versuchen, ihn mit schönen, positiven Dingen zu füllen.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?

Manch Autor mag zwar davon träumen, mit seinen Büchern die Welt zu verändern, die Träume werden jedoch nur in den seltensten Fällen wahr. Trotzdem ist der Nachdenk- und Nachfühlprozess nicht zu unterschätzen, den ein gutes Buch bei Menschen auslösen kann. Um den von mir sehr geschätzten Salman Rushdie zu zitieren: A poem cannot stop a bullet, a novel can’t defuse a bomb. But we are not helpless. We can sing the truth and name the liars.

Auch ich sehe meine Aufgabe darin, mich als Schriftsteller zu den brennendsten Themen zu äußern und dabei den Finger auf so manche Wunde zu legen. Das reine Abbilden der Wirklichkeit ist mir meist zu wenig: Manchmal liegt im Surrealen, aber auch in der Übertreibung und Zuspitzung die tiefere Wahrheit. Oder um es mit Picasso zu sagen: Kunst ist eine Lüge, die uns die Wahrheit begreifen lehrt.

Auch als Musiker erschafft man im Augenblick des Konzerts andere Wirklichkeiten. Im besten Fall gelingt es einem dabei, das Publikum in eine wundersame Welt jenseits von Zeit und Ort zu entführen.

Was liest Du derzeit?

Wenn ich an einem neuen Roman arbeite, lese ich nur wenig Belletristik, weil sie mich zu sehr vom eigenen Schreiben ablenkt. Ein paar großartige Bücher, die ich in den letzten Monaten trotzdem (erneut) gelesen habe:

Christoph Ransmayr, Morbus Kitahara

Helena Adler, Die Infantin trägt den Scheitel links

Dörte Hansen, Zur See

Elfriede Jelinek, Oh Wildnis, oh Schutz vor ihr

Han Kang, Menschenwerk

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Die Macht, und zwar jede Macht, fürchtet nichts mehr als das Lachen, das Lächeln und den Spott.

Dario Fo anlässlich der Verleihung des Nobelpreises für Literatur 1997

Martin Horváth, Schriftsteller, Musiker

Vielen Dank für das Interview, lieber Martin, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literatur-, Musikprojekte und persönlich alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen: Martin Horváth, Schriftsteller, Musiker

Zur Person/über mich: Martin Horváth wurde 1967 in Wien geboren, studierte an der dortigen Universität für Musik und darstellende Kunst und arbeitet seit 1988 als freischaffender Musiker. Konzerte und Aufnahmen mit verschiedenen Orchestern (Wiener Staatsoper, Wiener Volksoper, Radiosymphonieorchester Wien, Wiener Akademie u.a.) und Kammermusikensembles (Ensemble Continuum Wien, Merlin Ensemble, Ensemble Teatro Barocco, Ensemble 1756) führten ihn in zahlreiche Länder und zu renommierten Festivals (Salzburger und Bregenzer Festspiele, Schubertiade Feldkirch u.a.)

Während eines fünfjährigen New-York-Aufenthalts arbeitete er an einem Forschungsprojekt zur Geschichte der österreichisch-jüdischen Emigration in die USA. Für seine seit 1989 in Zeitschriften und Anthologien publizierten Erzählungen, Essays und andere Texte erhielt er mehrere Preise und Stipendien. 2012 erschien sein Romandebüt, Mohr im Hemd oder Wie ich auszog, die Welt zu retten (DVA), das auch ins Niederländische und Ungarische übersetzt wurde. 2019 wurde sein zweiter Roman Mein Name ist Judith vom deutschen Penguin Verlag veröffentlicht. Derzeit arbeitet er an mehreren Texten für Theater und Oper; sein dritter Roman Baroco erscheint im März 2025 bei Kremayr & Scheriau.

Aktuelle Buchneuerscheinung von Martin Horváth:

Baroco

San Lorenzo Settefrati, ein verlassenes, idyllisch gelegenes Dorf im Süden Italiens. Eine Stiftung will den Ort wiederbeleben und lockt mit einem Versprechen: einem nachhaltigen Leben im Sinne des Gemeinwohls. Einer der neuen Bewohner ist der ehemalige Unternehmensberater Jakob Metzger.

Im örtlichen Kloster wurde ein auf Künstliche Intelligenz gestützter Thinktank für Zukunftsfragen eingerichtet. Doch niemand im Dorf kann sagen, woran dort wirklich gearbeitet wird. Wer sind die skurrilen Charaktere um Norman Sherwood, die mit spektakulären Aktionen die Machenschaften der internationalen Finanzelite entlarven? Wer finanziert das Projekt? Und wer ist der ominöse Erzähler, der damit droht, die Menschheit auszulöschen? Als Jakob ein Job im Kloster angeboten wird, ist er vom kreativen Arbeitsumfeld angetan. Und wird bald nichtsahnend Teil eines groß angelegten Eingriffs in das Räderwerk der Weltwirtschaft.     

 Baroco – Kremayr & Scheriau

Baroco, Roman. Martin Horváth.

Hardcover mit Schutzumschlag, gebunden

440 Seiten, Format 12,0 x 20,0

1 Auflage, Kremayr & Scheriau 2025

27,00 € inkl. MwSt.

ISBN: 978-3-218-01450-2

Fotos _ Thomas Lehmann/Verlag.

Walter Pobaschnig 5.3.2025

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„Zu achten auf das, was ist“ Benedikt Wallner, Bühnenautor _ Wien 6.3.2025

Benedikt Wallner, Bühnenautor, Philosoph, Rechtsanwalt
Szenenfoto f. _ Aktuelle Produktion von Benedikt Wallner – „Gefährliche Gedanken“ _
Regie: Jacky Surowitz _
Aera Wien 1.,Gonzagagasse 11 _ 6.4.2025 20.30h

Lieber Benedikt Wallner, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Wie immer – ich arbeite.

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Zu achten auf das, was ist, anstatt süß zu träumen von dem, was sein könnte (Materialismus vs. Idealismus).

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Kunst an sich zu?

Ich hoffe doch nicht, das klingt ja apokalyptisch! Kunst an sich oder an und für sich? Spaß beiseite, Kunst ist die einzig tolerable Daseinsform des Idealismus. Sie ist das Periskop um aus der Deckung in künftige Seinsformen zu blicken.

Was liest Du derzeit?

Also nach Ian McEwans grandiosem Werk „Abbitte“, das ich zu Weihnachten geschenkt bekommen habe.

Szenenfoto f. _ Aktuelle Produktion von Benedikt Wallner – „Gefährliche Gedanken“ _
Regie: Jacky Surowitz _
Aera Wien 1.,Gonzagagasse 11 _ 6.4.2025 20.30h

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Si vis pacem, para pacem !

Vielen Dank für das Interview, lieber Benedikt, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Theaterprojekte und persönlich alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen: Benedikt Wallner, Bühnenautor, Philosoph, Rechtsanwalt

Zur Person/über mich: Benedikt Wallner, geb in Hamburg, aufgewachsen in Goisern („Wir haben in Goisern einen Drachen im Wappen. Wenn man heute in freier Wildbahn keine mehr antrifft, kann das nur heißen: Das tapfere Volk hat sie schließlich besiegt! Und darum geht es doch im Leben: Drachen besiegen.“) Rechtsanwalt, Philosoph und Bühnenautor, wohnt in Wien und Goisern.

Aktuelle Produktion von Benedikt Wallner – „Gefährliche Gedanken“ _
Regie: Jacky Surowitz _ Aera Wien 1.,Gonzagagasse 11 _ 6.4.2025 20.30h

Fotos _ privat

Walter Pobaschnig 5.3.2025

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„Gauner, Gangster und Banditen“ Benedikt Wallner, Bühnenautor _ Give Peace A Chance _ Wien 6.3.2025

Benedikt Wallner, Bühnenautor, Philosoph, Rechtsanwalt
Szenenfoto f. _ Aktuelle Produktion von Benedikt Wallner – „Gefährliche Gedanken“ _
Regie: Jacky Surowitz _
Aera Wien 1.,Gonzagagasse 11 _ 6.4.2025 20.30h

GIVE PEACE A CHANCE

Gauner, Gangster und Banditen,

Irre, Wirre auch im Boot,

Verunstalten den Planeten.

Einzuhegen sie tät’ Not!


Power to the People, ach:

Ein schönes Wort nur

Auf Papier.

Chancen darauf, dass es klappt, hat

Es nur hier:


Achtung vor des Volkes Regeln, statt


Cäsarenwahn zu frönen! Ach:

Haben wir uns selbst so satt?

Aber wer Ordnung misstraut,

Nörgelt, flucht und unverdrossen

Chaos stiftet, wild und laut,

Ernten wird, was er versaut!



Benedikt Wallner, 5.3.2025

Benedikt Wallner, Bühnenautor, Philosoph, Rechtsanwalt

Zur Person/über mich: Benedikt Wallner, geb in Hamburg, aufgewachsen in Goisern („Wir haben in Goisern einen Drachen im Wappen. Wenn man heute in freier Wildbahn keine mehr antrifft, kann das nur heißen: Das tapfere Volk hat sie schließlich besiegt! Und darum geht es doch im Leben: Drachen besiegen.“) Rechtsanwalt, Philosoph und Bühnenautor, wohnt in Wien und Goisern.

Aktuelle Produktion von Benedikt Wallner – „Gefährliche Gedanken“ _
Regie: Jacky Surowitz _ Aera Wien 1.,Gonzagagasse 11 _ 6.4.2025 20.30h

Fotos _ privat

Walter Pobaschnig 5.3.2025

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Nächte der Füchsin, Cornelia Becker. Roman. PalmArtPress.

„Nie habe ich herausgefunden, was für ein Mensch mein Vater war…“

Der erste Satz des Romans öffnet die Welt einer Familie und eine große Leerstelle, die sich jetzt hier im Wohnzimmer der Tante unter Tränen offenbart…

„Ächzend sackt Rosalia auf das Sofa, versinkt in Kissenbergen und Vergangenheit. Die Toten nehmen neben ihr Platz…“

Clara hört ihrer Tante gespannt zu wie sie die Zusammenhänge der Ereignisse der Kindheit anhand des Fotos des Vaters erklärt. Seine geschlossen Augen am Hafen sind Sinnbild für Glück und Unglück der Liebe. Eine Schwester, die plötzlich verschwand…und dann das Schweigen, das (verleugnete) Leben danach…geschlossene Augen in Familie und Geschichte eines Landes…

Und jetzt macht sich Clara auf den Weg in diese Vergangenheit. Hinein in das Schweigen eines Lebens, eines Landes. Hin zur Sprache, zum Brechen der Stille, zur Wahrheit verschütteten Lebens…

Cornelia Becker, in Berlin lebende vielseitige Schriftstellerin, legt mit ihrem zweiten Roman „Nächte der Füchsin“ eine spannend mitreißende biographische Spurensuche im Kontext der politischen Machtverhältnisse und deren weitreichenden erschütterten Folgen der Zeit Francos in Spanien vor.

Das Romankonzept ist ein wunderbar Dialogisches, welches Vergangenheit und Gegenwart, ganz fein literarisch webt, verbindet und in formaler Variation wie Leichtigkeit in einem mitreißenden Erzählkosmos einlädt, der außergewöhnliche Raffinesse besitzt. Es ist ein einmalig dramatisches, kritisches wie auch hoffnungsvolles Erleben und Vertrauen in die Kraft und Zuversicht der Welt in aller Dunkelheit und Schmerz.

„Cornelia Becker ist eine ganz außergewöhnliche Schriftstellerin, die sich Leben, Geschichte in einzigartiger literarischer Raffinesse zu stellen weiß.“

Nächte der Füchsin, Cornelia Becker. Roman. PalmArtPress.

Seiten: ca. 350 Seiten

Einband: Hardcover

Maße: 14 x 21 cm

Sprache: Deutsch

Erschienen: November 2024

25,00 €

inkl. MwSt., zzgl. Versand

ISBN: 978-3-96258-184-8

PalmArtPress Verlag

Walter Pobaschnig 3/25

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„Die Augen zu öffnen“ Serena Ciechi, Schriftstellerin _ Südtirol, Italien 4.3.2025

Liebe Serena Ciechi, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Ich schwanke zwischen Realität und Traumaura. Lange, produktive Arbeitstage im Hotel schenken mir täglich Kraft und neue Erinnerungen, Eindrücke. Das Schreiben und Lesen hingegen ermöglichen mir den Sprung in eine ferne, meine Welt, in welcher ich alle Gedanken von der Seele schreiben und so loslassen kann. Das Fühlen der Emotionen hat in dieser hellblauen, grauen, weißen Kugel eine enorme Stärke und Wirkung. Alle Farben mischen sich. Ich spüre Nuancen und siehe Töne, höre meine Seele.

An einigen Tagen würde ich trotzdem mit „überleben“ antworten, da die Gedanken und Tränen schwarz bleiben. An anderen Tagen hingegen spüre ich weiß, alles fühlt sich so leicht an.

Serena Ciechi, Schriftstellerin

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Vor allem das zu tun, was einem gut tut!

Die Augen zu öffnen. Dem Rudel, Strom entgegenzuwirken, das Konsumieren von Zeit und Person muss ein Ende haben. Sich selbst treu zu bleiben und wieder die eigene Persönlichkeit anzunehmen, so viele haben sich selbst auf ihrem Weg verloren, aufgegeben. Perdersi per ritrovarsi. 

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?

Dieser große Aufbruch ist innerlich spürbar. Jene, welche geblendet und blind durch das Leben irren, werden nichts davon mitbekommen, weilen weiter wie leere Hüllen. Und die Zeit vergeht, pantha rhei.

Literatur und Kunst haben die Aufgabe uns dabei zu begleiten, unsere Hand zu halten. Das Gefühlte schriftlich und malerisch abzubilden, um nicht zu vergessen. Zurück zum Ursprung, Werte neu zu ordnen, uns von den Statussymbolen zu trennen. Aufräumen, die Wegwerfgesellschaft muss beendet werden. 

Ob alles endet oder ob es einen Neubeginn gibt, ist noch unklar.

Was liest Du derzeit?

„Carrying my father’s torch – from Holocaust Trauma to Transformation.”

Gail Weiss Gaspar

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Feel what you need to feel and then let it go. Do not let it consume you.

Vielen Dank für das Interview, liebe Serena, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literaturprojekte und persönlich alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen: Serena Ciechi, Schriftstellerin

Zur Person/über mich: Serena Ciechi, Schriftstellerin, geboren 2000, Diplomstudien an der Autorenschule «Textmanufaktur» in Losberg und globalen Hotelmanagement – Hochschule «Les Roches» in der Schweiz. Nach dem Vorbild der Großmutter, thematisiert sie in ihren Texten die heutige „Maskengesellschaft“ und vereint so zwei Welten – Literatur und Malerei.

Aktuelle Buchneuerscheinung von Serena Ciechi: „Piccola Nuvola“

„PiccolaNuvola“ -Kleine Wolke lässt den Leser in eine Welt eintauchen, in der die Grenzen zwischen Traum und Wirklichkeit verschmelzen. In einer entseelten Gesellschaft, in welcher Grautöne überwiegen, und sich eine spürbare Leere ausbreitet, versucht die Protagonistin unerschütterlich, ihre Erinnerungen an die gemeinsamen farbenfrohen Momente und Emotionen festzuhalten. Die Sehnsucht nach der verlorenen Liebe enthüllt auch den tiefen
Schmerz, der die Widersprüchlichkeit der komplexen Beziehung aufzeigt, welche von Liebe, Hass und unaufhörlichem Leid geprägt ist. Durch ihre malerische Bildsprache lässt die Autorin die Leser innehalten in einer Welt des Verlangens, der Liebe, des Loslassens,
und dem verzweifelten Wunsch nach innerer Heilung. „Piccola Nuvola“ ist ein fesselndes Werk, welches die Leser dazu inspiriert, sich mit der Komplexität menschlicher Emotionen zu konfrontieren. Eine Hommage an die menschliche Seele, die trotz aller Erschöpfungsmomente die Hoffnung nie aufgibt“

Pressemitteilung/Europabuch _ Dr. Paolo Finistrella

„Piccola Nuvola“

Preis: € 9,90
Genre: Belletristik und Gedichte
Reihe: Universum
Seiten: 59
Sprache: Deutsch
ISBN: 9791220150064

https://www.europaedizioni.com/prodotti/piccola-nuvola-serena-ciechi/

Fotos _ privat/Verlag.

Walter Pobaschnig 3.3.2025

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