„Geben ist schöner als nehmen“ Aiko Kazuko Kurosaki, Tänzerin _ Give Peace A Chance _ Wien 2.1.2022

GIVE PEACE A CHANCE


G EBEN IST SCHÖNER ALS NEHMEN –

I ST IN DIESEM FALL LEICHTER GESAGT, ALS GETAN.

V IEL HÄTTE ICH SOWIESO NICHT ZU GEBEN, ALS

E MPATHIE UND EHRLICHKEIT…

P ROKASTINATION,

E INE FÜRCHTERLICHE

A NGEWOHNHEIT, WELCHE DIE LAGE NUR VERSCHLIMMERT.

C HIPPT MIR BITTE MEHR DISZIPLIN UNTER DIE HAUT!

E S IST DOCH HEUTZUTAGE SCHON SO VIELES MÖGLICH,

A UCH EIN

C HIP FÜR GEWALTLOSIGKEIT DEN MENSCHEN EINZUSETZEN WÄRE AN DER

H ÖCHSTEN ZEIT.

A LLES

N OCH MÖGLICHE UNTERNEHMEN, BEVOR

C HAOS ÜBERHAND NIMMT –

E CHT JETZT!?!


Aiko Kazuko Kurosaki, 29.11.2022

Performance RED Silence _ Aiko Kazuko Kurosaki, Tänzerin, Choreografin,
Performance Künstlerin

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Aiko Kazuko Kurosaki, Tänzerin, Choreografin, Performance Künstlerin

Fotos_RED Silence ©Petra Paul


Walter Pobaschnig _ 29.11.2022.

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„bei der Groteske handelt es sich um eine Art Liebeserklärung ans megalomane „Spielen““ Isabella Breier, „Grapefruits oder vom großen Ganzen“ Edition.fabrik.transit _ Buchneuerscheinung_Wien 2.1.2023

Liebe Isabella, Dein Buch „Grapefruits oder Vom großen Ganzen“ erschien am 30.12.2022. Worum geht es darin?

Vor sechseinhalb Jahren spaltete sich Eos, die Protagonistin, auf der griechischen Insel Naxos in zwei Personen auf. Diese führten daraufhin ihr je eigenes Leben und entwickelten sich dementsprechend unterschiedlich. Die eine Eos blieb damals länger vor Ort, lernte Ionys und Ria kennen und feierte auf deren Anwesen ein dreitägiges ekstatisches Fest. Hernach lebte sie (gemeinsam mit ihrer ursprünglich aus Argentinien stammenden Partnerin Valentina) als freischaffende Künstlerin weiter. Die andere Eos verließ die Insel vorzeitig, kehrte nach Österreich zurück, beendete ihre künstlerische Tätigkeit abrupt. Statt dessen begann sie, in einer Galerie zu jobben. Als spätere Angestellte des dortigen Management-Teams begegnete sie Rudolf alias Chucho, einem prominenten „Ausnahmemeister“. Im Rahmen ihrer (für eine Vernissage seiner „Caminos Precarios“) unternommenen Untersuchungen zu Wirken und Werk des allseits beliebten Stars entdeckt sie nun, dass die Bildnisse der Artefakte seiner geplanten Ausstellung bereits existieren: als Arte Urbano im öffentlichen Raum …

„Grapefruits oder vom großen Ganzen“ Isabella Breier. Edition.fabrik.transit Wien 2022

„Grapefruits“ ist der Name eines von (an der Menschenwelt interessierten, aber deren Logiken nicht gutheißenden) schrulligen Göttern initiierten, radikal eigenwilligen, angeblich aufs „große Ganze“ bezogenen Kunst-Kollektivs, das in jedem Kapitel mitmischt und andauernde Verwirrung stiftet.

Wie kam es zu Idee und Entstehung?

Es war einmal eine Ansammlung von Interessensgebieten mit unterschiedlichsten Vegetationstypen. Auf den durchwachsenen Riesengründen flanierten Fragen herum und einige Ideen. Über Umwege fanden sie Gefallen an Bildern und Motiven. Und es tauchten Gestalten auf, wie aus dem Nichts und doch nicht fremd. Sie schulterten alles, die zappligen Fragen und edlen Ideen. (Und vice versa.) Gemeinsam trieb man sich jedenfalls durch allerlei Dickicht. Jene Figuren, die sich weder verirrten noch mit der Grobkonzeption zerstritten, schlugen sich beharrlich durch die Handlungsstränge. Sie streunten ein paar Jahre durch sämtliche Szenen und zogen mich hinter sich her. (Oder umgekehrt.)

Was ist Dir im Schreiben wichtig?

Je nach Text, Sujet und Stimmung gibt es unterschiedliche Prioritäten. Und je nach Genre oder Genreüberlappungsmethodik eröffnen sich spezifische Möglichkeitsräume. Langstreckenprosa eignet sich unter anderem dazu, ein umfangreiches Themenfeld zu beackern. Simplifizierend könnte ich sagen, dass ich mich beim Schreiben einerseits mit der Welt befassen beziehungsweise mit gewissen Aspekten der sozialen Realität oder damit in Verbindung stehenden Lebensformen und Empfindungshaushalten, andererseits mit Hinter- und Neben- und Vordergründen der Genese von Wahrnehmungsmustern auseinandersetzen will. Entscheide ich mich für einen nicht-fiktiven Stoff beziehungsweise einen faktische Verhältnisse oder Zusammenhänge oder politische Ereignisse streifenden Plot, halte ich es für notwendig, mich mit der Materie ausgiebig vertraut zu machen. Wenn – wie zum Beispiel in „Grapefruits“ – die Freundin der Protagonistin ihre frühe Kindheit im Argentinien der Militärdiktatur verbrachte, was sowohl bezüglich der Figurenzeichnung als auch des Handlungsgeflechts ins Gewicht fällt, muss ich mir (jenseits der konkreten Belange der erfundenen Rollenbiografie) einen entsprechenden Überblick verschaffen und quasi einverleiben, d.h. wenigstens so viel an Historischem wissen, dass ich es verantworten kann, das zu erzählen oder anzudeuten oder zu bebildern, was ich erzähle oder andeute oder bebildere. Also möchte ich jede Menge (auch oder vor allem Nicht-Literarisches) darüber gelesen und/oder mit diesbezüglich kompetenten Individuen kommuniziert haben – und zwar unabhängig davon, ob im Buch überhaupt etwas von den signifikanten Inhalten oder erworbenen Kenntnissen zur Geltung respektive der gewonnene Ein- zum expliziten Ausdruck kommt. Denn beim Verfassen eines ausufernden Romans überschlagen sich x Wellen, und ich tauche in einen komplizierten Kosmos ein. (Mit ein bisschen Glück sitzt man während des Strukturierens der Story der reizvollen Illusion auf, als ginge von ihr oder den Charakteren eine starke Sogwirkung aus. Das damit korrespondierende Mich-Versenken in Sachbereiche liebe ich ebenso, wobei ich bei manchen Einfällen oder konzeptionellen Überlegungen vorsichtig sein beziehungsweise ein zeitliches Limit setzen muss, weil ich sonst dazu tendiere, auf ewig unterzugehen. Mehrmals schon vergaß ich vor lauter Begeisterung für die Recherche beinahe auf den Roman, dessentwegen ich mit ihr angefangen hatte.)

Im Allgemeinen vermittelt mir das literarische Arbeiten beziehungsweise ein aufmerksames, behutsam dahintastendes oder verwildert assoziations- und konnotationsgetriebenes, oft zeitvergessenes Hantieren mit Sprache, den Akten und Potenzen und Grenzen  – dieses (von mir immerhin temporär genossene) Privileg (über das grundsätzlich alle Menschen verfügen können sollten), sich jeweils stundenlang Fragen der Rhythmik, Konstruktion, Figurengestaltung oder einzelnen Formulierungsdetails zu widmen – das erhebende Gefühl, etwas lebendig werden zu lassen. Und der eigene Horizont erweitert sich sowohl im Prozess des zögerlichen Ausprobierens als auch des enthusiastischen Tippens oder Kritzelns in bisweilen überraschenden Hinsichten. Man kann sich sogar in einen intensiven Rausch hineinschreiben und in Folge – mit ein wenig Abstand und wieder nüchterner Reflexion dessen, was da jetzt steht – zu einem dichteren Verständnis diverser Relationen gelangen. 

Wo wirst Du Dein Buch präsentieren?

Weil ich demnächst nach Mexiko fliegen, bis mindestens Ende März bleiben und vor Ort auf andere Projekte konzentriert bzw. anderweitig beschäftigt sein werde, ist vorerst keine Buchpräsentation geplant. (Es eilt ja nicht. Vielleicht im Spätsommer oder Herbst?) Wahrscheinlich stelle ich in den nächsten Monaten ein Lesevideo oder eine weitere Audiodatei online.

Mit welchen Worten möchtest Du Dein Buch empfehlen?

„Grapefruits oder Vom großen Ganzen“ werkelt mit verschiedensten Textsorten und narrativen Techniken. Die skurril verwickelte Geschichte bewegt sich auf differierenden Zeit- und Wirklichkeitsebenen. Einerseits gibt’s surreale und von mythologischen und magischen Motiven wie Akteurinnen und Akteuren durchdrungene Sphären und etliche (auf Geschehnisse im Text verweisende) „Texte im Text“, andererseits „bodenständige“ Rahmenhandlungsgerüste. Letztlich handelt es sich bei der Groteske auch um eine Art Liebeserklärung ans megalomane „Spielen“.

Buchlink (Edition fabrik.transit):

Grapefruits (fabriktransit.net)

Isabella Breier, Schriftstellerin

Vielen Dank für die Buchvorstellung, liebe Isabella, viel Freude und Erfolg! 

Buchvorstellung_ „Grapefruits oder vom großen Ganzen“ Isabella Breier. Edition.fabrik.transit Wien 2022

Zur Person_Isabella Breier

*1976 in Gmünd/NÖ; aufgewachsen in Wels; Studium der Philosophie und Germanistik in Wien; 2000: Geburt ihrer Tochter Hannah Medea; 2005: Dissertation zu Cassirers „Philosophie der symbolischen Formen“ und Wittgensteins „Sprachspielbetrachtungen“; seit damals u.a. Lehrkraft für Deutsch als Fremd- und Zweitsprache; regelmäßige Aufenthalte in Südmexiko; zahlreiche Veröffentlichungen (Lyrik, Prosa) in Literaturzeitschriften und Anthologien

http://www.literaturport.de/Isabella.Breier/

literarische Publikationen:

  • 101 Käfer in der Schachtel. Ihr Verschwinden in Bildern. Klagenfurt: Kitab Verlag 2007
  • Interferenzen. Erzählungen, Kurz- und Kürzestgeschichten. Klagenfurt: Kitab Verlag 2008
  • Prokne & Co. Eine Groteske. Klagenfurt: Kitab Verlag 2013
  • Allerseelenauftrieb. Ein Klartraumprotokoll. Wels: Mitter Verl. 2013
  • Anfang von etwas (Reihe: Neue Lyrik aus Österreich; Hg.: Jensen, Treudl, Vyoral; Band 8). Horn: Verlag Berger 2014
  • DesertLotusNest. Anmerkungen zur „Poetik des Phönix“. Weitra: Bibliothek der Provinz. 2017
  • mir kommt die Hand der Stunde auf meiner Brust so ungelegen, dass ich im Lauf der Dinge beinah mein Herz verwechsle (Lyrikband in zwölf Kapiteln). Wien: fabrik.transit 2019
  • Grapefruits oder Vom großen Ganzen (Groteske). Wien: fabrik.transit 2022/2023

Foto Portrait_privat.

28.12.2022_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

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„dass wieder Ruhe in uns einkehrt“ Sabine Foraboschi, Schriftstellerin _ Kurtatsch/Südtirol 2.1.2023

Liebe Sabine, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Ab halb neun bis ca zwölf Uhr widme ich mich dem Schreiben, Recherchieren für ein neues Buchprojekt und Sammeln von Ideen. Nachmittags gehe ich private Verpflichtungen nach. Zwei bis drei Mal wöchentlich begebe ich mich abends zur Arbeit, wo ich als Krankenschwester im Nachtdienst tätig bin.

Sabine Foraboschi, Schriftstellerin 

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Ich finde, es ist wichtig, dass wieder Ruhe in uns einkehrt. Wir sollten uns jetzt auf die positiven Dinge konzentrieren, die – auch wenn wir sie nicht auf Anhieb erkennen- vorhanden sind.

Vor einem Aufbruch werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?

Literatur und Kunst beeinflussen den Menschen. Filme, Bücher, Bilder, in denen – wenn auch indirekt – Stimmungen, Botschaften weitergegeben werden. Das verleiht dem Künstler Macht, aber auch eine große Verantwortung.

Was liest Du derzeit?

„Südtirol zwischen Almen und Palmen“: Eine Sammlung von 16 Kurzgeschichten verschiedener Autoren und Autorinnen

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Ein Versuch ist der erste Schritt, deinem Ziel näher zu kommen.

Vielen Dank für das Interview liebe Sabine, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literatur-, Buchprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen:

Sabine Foraboschi, Schriftstellerin 

Zur Person: Sabine Foraboschi, Schriftstellerin, geboren in Bruneck, wohnhaft in Kurtatsch. Veröffentlichungen von Büchern sowie Texten in verschiedenen Zeitschriften.

Foto_privat.

19.12.2022_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

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„Grabesstille“ Sylvia Sabrowski, Schriftstellerin _ Give Peace A Chance _ Ruhrgebiet/D 1.1.2022

GIVE PEACE A CHANCE


Grabesstille

In

Verabscheuter

Enge

Perfide

Eines

Anderen

Chronik

Erfüllen

Auflehnung

Courage

Hellt

Auf

Neue

Chancen

Ermutigen

Sylvia Sabrowski, 13.12.2022

Sylvia Sabrowski, Schriftstellerin 

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Sylvia Sabrowski, Schriftstellerin 

Zur Person_ Sylvia Sabrowski, in Bottrop aufgewachsen und nach dem Studium der Psychologie und Pädagogik als Freiberuflerin tätig, lebt mit Mann, Kindern und anderthalb Katzen im Ruhrgebiet. Im Jahr 2003 hat sie den Wettbewerb „Talking of Angels“ mit dem lyrischen Text „Innerwelt“ gewonnen, der im Gasometer Oberhausen zu Bill Violas Videoinstallation „Five Angels for the Millennium“ vorgetragen und vertont wurde. Einige ihrer Kurzgeschichten und Gedichte wurden in Anthologien veröffentlicht. Bisherige Kriminalromane im Gmeiner-Verlag: Zechentod (2019), Zechenkiller (2020). Autorenhomepage: www.sylviasabrowski.de

Foto_privat

Walter Pobaschnig _ 15.12.2022.

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„die Menschen wieder von den Vorzügen eines Theaterbesuchs zu überzeugen“ Peter Uhl, Theatermacher _ Wien 1.1.2023

Lieber Peter, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Die Fragestellung trifft das generelle Paradoxon unsere Zeit erschreckend genau: Jetzt und Tagesablauf gleichzeitig beantworten zu wollen, widerspricht einander. Klar, im Vergleich zu 2020/21 habe ich wieder mehr Termine, kann wieder Projekte vor Publikum realisieren, „live” unterrichten etc., und ich versuche die gewohnte Normalität wieder herzustellen, obgleich ich daran an jedem Tag – manchmal glücklich, ein anderes Mal produktiv und dann auch wieder deprimiert – scheitere.

Mein Tagesablauf wird zunehmend zu einem Tagesgeschehen und mein Bemühen ist, das Jetzt auszufüllen und weniger zu planen. Und mit allem aufzubringenden Optimismus ist das die Quintessenz, die ich durch die aktuellen und nicht mehr ganz aktuellen Krisen (und den daraus resultierenden Folgeschäden) gelernt habe: nicht im Extrapolieren von Möglichkeiten und Planen anhand von Wahrscheinlichkeiten, sondern im Tun anhand meiner Fähigkeiten (und dieses zu optimieren) liegt die Kraft des Fortschreitens.

Also, um die Frage irgendwie zu beantworten: mein Tagesablauf ist das, was ich in Abfolgen von vielen „Jetzt-Zuständen” im Rahmen einer gewissen Routine und akzeptierten und auch geliebten Strukturen erfüllen kann, muss und will 😉.

Peter Uhl_
Theatermacher, Schauspieltrainer und Autor

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig? 

Ach herrje, wo soll ich anfangen?! Strukturell gesehen Politiker*innen, die diese Bezeichnung verdienen, ohne, dass die alten Griechen im Grab rotieren. In gesellschaftlichem Hinblick ein Besinnen darauf, dass es nicht genügt, der Spezies Mensch anzugehören, sondern dass man zusätzlich auch menschlich sein sollte; in wirtschaftlichen Sphären vielleicht doch noch einmal das Dogma „Geht es der Wirtschaft gut, geht es dem Menschen gut” zu überdenken;  in medizinischen-pflegerischen Belangen die Einsicht, dass dies kein profitorientierter Sektor sein kann und darf; generell, dass Arbeit wertschätzend beglichen wird; … dass Bildung keine Anhäufung von Wissen, sondern ein Erfahrungsprozess und ein Verständnis von Zusammenhängen ist; und im privaten Bereich, dass Verachtung, Neid oder das Festhalten an überholten Strukturen, Geschlechterrollen und -bildern keine funktionale Gesellschaft hervorbringt. Für mich persönlich, dass Selbstverantwortung, Verantwortung gegenüber anderen und sich einen kritischen Geist zu bewahren etwas ist, das stets hochgelebt, aber auch ständig hinterfragt und gegebenenfalls angepasst/korrigiert werden muss.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei dem Theater/Schauspiel, der Kunst an sich zu? 

Generell sollte Kunst und Kultur stets über den Tellerrand blicken, Missstände veranschaulichen und/oder Visionen sowie Illusionen bieten – unabhängig von Krisenzeiten, vermeintlichem Wohlstand, gesellschaftlichem Aufschwung oder allgemeiner Stagnation.

Was meines Erachtens an der aktuellen Lage ein Novum ist, sind die unterschiedlichsten Konfliktherde, die sich gleichzeitig aufgetan haben. War in der Vergangenheit der Fokus auf die Dekadenz des Adels, den Aufbruch der Arbeiter*innen, die Tragik eines Krieges und dessen Folgen, die sexuelle Revolution, die Rechte von Frauen etc. gerichtet, so ist es heute nicht mehr wirklich möglich, für das globale und lokale Geschehen einen einzigen „Hauptschuldigen” dingfest zu machen. Dadurch ist die Pluralität von Kunst und Kultur wichtiger denn je, um diese Komplexität zu verdeutlichen und im weiteren Sinne zu bedienen. Unabhängig davon, ob sie visionär, progressiv, provokativ oder im besten Sinne konservativ ist – oder einfach nur der Unterhaltung oder Ablenkung dient. Gerade die verabscheuungswürdige Polarisierung im Zuge der Corona-Jahre hat mir verdeutlich, wie wichtig es ist, wieder zu erlernen, eine gesunde Diskussion oder eine produktive Kontroverse zu führen – beziehungsweise einfach auch zuzuhören, ohne gleich allergisch auf gewisse Reizworte zu reagieren. Und darin liegt meines Erachtens auch ein Teil der unendlichen Kraft der Kunst: sie kann Fragen aufwerfen, mögliche Antworten anbieten, aber auch einfach nur „Dampf ablassen” … das Zu- und/oder Anhören/-schauen ist dabei stets Voraussetzung. Gerade in Wien haben wir diesbezüglich ein mannigfaltiges und großartiges Angebot – die Herausforderung besteht darin, die Menschen wieder besonders von den Vorzügen eines Theaterbesuchs zu überzeugen, um den Mehrwert, den sie gegenüber einer Lockdown-bedingten Bequemlichkeit in Hinblick auf Netflix & Co (ohne dadurch die dort mitunter angebotene hohe Qualität mindern zu wollen) klar zu machen. Denn es liegt in der Natur der Sache, dass etwas hautnah zu erleben oder zu konsumieren intensiver ist, als es über einen Bildschirm flimmern zu sehen.

Aber ich denke, dass wir im optimalsten Fall gerade dabei sind, einen Aufbruch vorzubereiten und die Grundsteine für einen Neubeginn setzen. Es genügt nicht mehr, die Gesellschaft und Politik durch revolutionäre Impulse, Provokation oder Aktivismus wach zu rütteln, sondern wir brauchen (zusätzlich) eine grundlegende evolutionäre Veränderung – ein generelles Umdenken, das bis in die Tiefen unseres Reptiliengehirns vordringen muss und somit zur Selbstverständlichkeit wird. Das ist inzwischen durchaus ein tragisches Rennen gegen die Zeit geworden, dessen tatsächlicher Ausgang ich wahrscheinlich nicht mehr erleben werden darf oder muss.

Was liest Du derzeit?

 „Ach, Marilyn” von Christina Jonke, immer und immer wieder – im Hinblick auf meine nächste Produktion (bin gerade in der Vorbereitungsphase und da gibt es in meinem Hirn keinen Platz für literarische Abwechslung 😜)

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

„Lerne die Regeln, damit du sie richtig brechen kannst.” (aus den Empfehlungen des Dalai Lama für das Leben im neuen Jahrtausend)

Vielen Dank für das Interview lieber Peter, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Theater-, Literatur-, Kunstprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen:

Peter Uhl_Theatermacher, Schauspieltrainer und Autor

Foto_privat.

18.12.2022_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

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„Menschheit“ Brigitte Struzyk, Autorin _ Give Peace A Chance _ Berlin 31.12.2022

GIVE PEACE A CHANCE

Menschheit

Gut könnte es sein

Im Leben im Sterben

Von Mensch und von Tier

Etwas

Peuble people

Ein einmaliges Leben

Am Anfang am Ende

Cirka geträumtes Fliegen

Ein einmaliger Flug

Am Anfang am Ende

Cirka ein Zirkus

Hält alles zusammen

Am Anfang am Ende

Nur Dasein nur Leben

Chaos vielleicht

Einmaliges Leben


Brigitte Struzyk, 23.11.22

Brigitte Struzyk, Autorin _
die Autorin (links) im Gespräch mit Marlen Pelny

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Brigitte Struzyk, Autorin

Foto: Gezett


Walter Pobaschnig _ 23.11.2022.

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„literature will make us more human“ Mohamed Khalfouf, poet _ Morrocco 31.12.2022

Dear Mohamed what’s  is your routine at the Moment?

I am currently working on my master’s thesis on radical feminism in the Moroccan women’s story. It’s a long and exhausting topic… and it needs a deep analysis… so I’m working hard.

Besides that there is writing stories. I try to maintain a yearly routine in writing stories. I try to be as different as possible in writing. All I do is follow the passion that gives my life meaning.

Mohamed Khalfoufpoet

what’s not particularly important for all of us?

I think stopping wars, in Syria, Ukraine, Yemen, woo… war is terrible. Then deal seriously with real world problems such as climate deterioration, nutrition, international politics… We have to deal seriously. Sometimes I feel the world’s population is living behind phones: on Facebook, Instagram, and TikTok… forgetting the real world problems.

new start, new beginning, what will be essential and wish riles will literature, art play?

The role of literature is important and effective, but I do not believe that literature can change the world. These are exaggerated utopian ideas… But literature will make us more humane, more accepting of each other.. especially in Arab countries, or a country like Morocco, where the influence of literature is almost non-existent. … We in Morocco live in cultural corruption… Literature, or art, must change its owner before thinking of changing the world.

what do you currently reading ?

I am a chaotic reader, I switch from one text to another.. but I read  now “ The Norwegian Wood“ by Haruki Murakami, I love this genius. I’m also thinking of re-reading „The Bell jar“ by Sylvia plath.

wish quote, text will you propose to us?

“ I write in order not to forget, to keep things alive in the heart and in the mind“.

Mohamed  Khalfouf/ Morocco.

Thank you very much for the Interview, dear Mohamed, much success for your wonderful literature projects, all the best in these days!

Five questions on artists:

Mohamed Khalfoufpoet

Foto_private

29.12.2020_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

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„Umklammere deine Lebensfreude und gehe auf dein Risiko zu“ Sabine Aussenac, Schriftstellerin _ Toulouse/FRA 30.12.2022

Liebe Sabine, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Irgendwie eingekapselt, da ich wegen meiner (Un)gesundheit und Corona immer noch von zu Hause aus arbeite. Aber vor einigen Monaten bin ich in eine Wohnung umgezogen, die in einem riesigen Park liegt, es gibt sogar einen kleinen Wald… Eichhörnchen und Rotkelche passen sehr gut zum Schreiben… Und es vergeht kaum ein Tag ohne einen Anruf an die Eltern, kaum eine Woche ohne Kontakt zu den weitlebenden Kindern.

Sabine Aussenac, Schriftstellerin

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Wir müssen zusammenhalten. Und einander vertrauen. Innerhalb des intimen Kreises der Familie und Freunde, aber auch weiter: Alles ist heilig, vom Menschenleben bis zum Stein und Baum…

Vor einem Aufbruch werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?

Kunst ist das Zentrum. Trotz der abscheulichen Situation in der Ukraine freue ich mich zum Beispiel jeden Tag, wenn ich über Instagram die dynamische Seite des Paul-Celan-Literaturzentrums in Czernowitz lesen kann: Dichter und Künstler, trotz Krieg und Verzweiflung, immer aktiv und hoffnungsvoll, genauso wie „meine“ Rose, Rose Ausländer, als sie wie Celan oder Selma Meerbaum-Eisinger im Czernowitzer Ghetto Gedichte verfasste…

Zwar sind Brot und Strom wichtig, und Medikamente, und Forschung, und und und… Aber Kreativität hilft der Menschheit, das Licht und die Kraft zu finden…

Last but not least: Als Frau fühle ich mich besonders dazu berufen, mich in diesem Sinne zu engagieren, sei es, um zu beweisen, dass Künstlerinnen aus den vergangenen Jahrhunderten eine wichtige Rolle spielten, oder um meine eigene Stimme zu bearbeiten…

Was liest Du derzeit?

Viel Fachliteratur über Worpswede und über die drei Künstlerinnen, die im Zentrum meiner Doktorarbeit stehen, da ich gerade über Paula Modersohn-Becker, Clara Westhoff-Rilke und Martha Vogeler promoviere. Gestern habe ich mich in Marthas Biografie vertieft, und ich musste mal wieder über die unglaubliche Kraft dieser Frau staunen.

Aber irgendwo in der Wohnung liegt immer ein Krimi, diese Woche wieder eine spannende Geschichte von Camilla Läckberg! Und dazu gibt es bei mir immer viel Presse, besonders aus Deutschland, da ich meine zweite Heimat so sehr vermisse. Die Zeit und Der Standard lese ich per Abo digital, und oft kaufe ich mir Spiegel oder Stern, gar Brigitte Woman -bin ja eben eine Frau und nicht mehr die jüngste…- oder Landlust (immer diese Land-und Naturtalgie…)

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

« Impose ta chance, serre ton bonheur et va vers ton risque. À te regarder, ils s’habitueront. »

„Erzwinge dein Glück, umklammere deine Lebensfreude und gehe auf dein Risiko zu. Wenn sie dich ansehen, werden sie sich schon daran gewöhnen.“

Ganz schön schwierig, diesen Aphorismus des französischen Dichters René Char zu übersetzen, da es auf Deutsch ein einziges Wort für Chance und Bonheur gibt, und zwar Glück! Darum spreche ich von „Lebensfreude“… Auf jeden Fall ist dieser Satz seit Jahren mein Motto! Mein Leben gehört mir, und niemand darf mir sagen, was ich zu tun habe…

Vielen Dank für das Interview liebe Sabine, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literaturprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen:

Sabine Aussenac, Schriftstellerin

Zur Person:

Sabine Aussenac wuchs zwischen Mittelmeerlichtern und Tannenwäldern auf, pendelte oft zwischen Rhein und Garonne. Sie arbeitet als Deutschlehrerin in der „rosa Stadt“ Toulouse und schreibt Gedichte, Romane, Kurzgeschichten… Ihre Richtlinien: Frauenrechte, Lyrik, Shoah und Engagement gegen Antisemitismus, deutsch-französische Beziehungen… Meistens schreibt sie auf Französisch, aber manchmal auch auf Deutsch. Ihr letztes Buch ist ein Essay über Rose Ausländer, die sie auch übersetzt. Sie promoviert gerade über drei Worpsweder Künstlerinnen. Wien gehört zu ihren Lieblingsstädten!

https://sabine-aussenac-dichtung.blogspot.com/

https://sabineaussenac.blog/

Foto_privat

27.12.2022_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

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„Gone are the brothers“ Rhea Krcmarova, Schriftstellerin _ Give Peace A Chance_ Wien 30.12.2022

GIVE PEACE A CHANCE

Gone are the brothers who fathered the missiles  /  In their cathedrals the sisters will  rise / Victory tends to her garden once more and / Eris-ová yawns and cuts open her eyes

Pain picks it’s seeds from the blood of the missing / Enemy fire lies shallow and rare / All souls and hallows are orthodox icons / Cold graves hoard secrets they may never share

Earth will lay bare on the belly of Dola  / All that is left is what Mokosh will cry / Czernobog turns into open horizons /  His brother Belobog threatens the sky

Add one more skull on the fence of the Baba / Night rides and Yaga will straddle her broom / Cauldrons will fill and then empty their visions / Everyone´s  daughter will bury her doom

Rhea Krcmarova, 5.12.2022

Rhea Krcmarova, Schriftstellerin und transmediale Textkünstlerin_ Selbstporträt

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Rhea Krcmarova, Schriftstellerin und transmediale Textkünstlerin_ Selbstporträt

Rhea Krcmárová | Texte. Mehr. (rhea-krcmarova.com)

Fotos_Rhea Krcmarova

Walter Pobaschnig _ 5.12.2022.

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„Mein Tag ist seit Jahren eine einzige schlaflose Nacht“ Barbara Plagg, Autorin _ Bozen 29.12.2022

Liebe Barbara, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Mein Tag ist seit Jahren eine einzige schlaflose Nacht: Es beginnt, ohne wirklich aufgehört zu haben, mit freudigem Frühstück mit Mann und Kindern. Ein Kind in den Kindergarten und das Baby dreimal die Woche bei der Tagesmutter abliefern macht meistens mein Mann, ich sitze dann an meinen Forschungsprojekten, zwischendrin Vorlesungen und Meetings, alles eng getaktet von Kindergarten- und Tagesmutter-Abholzeiten.

Am Nachmittag mal so, mal so: Entweder Zeit mit den Kindern oder Arbeit. Wenn die Kinder endlich schlafen nochmal Wissenschaft bis circa Mitternacht, dann mit der ersten Stillpause ins Bett bis circa 4 Uhr, nächste Stillpause und dann Prosa in Kolumnen bis 5 oder 6 Uhr, in der Dämmerung nochmal ins warme Bett kriechen und eine Mütze Schlaf bis halb 8 holen.

Dann beginnt’s wieder freudig, ohne wirklich aufgehört zu haben: Tagsüber Wissenschaft, nachts Prosa.

Barbara Plagg, Autorin, Wissenschaftlerin

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Frei nach einem bekannten Spruch: Dass wir gelassen genug sind, das hinzunehmen, was wir nicht ändern können, dass wir mutig genug sind, das zu verändern, was wir dringend verändern müssen und dass wir Grips genug haben, das eine vom anderen zu unterscheiden.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Wissenschaft, der Kunst an sich zu?

Gesellschaftlicher Aufbruch geht nur ganz — also über alle Bereiche hinweg —oder gar nicht. Wir können z.B. kein kapitalistisches Wirtschaftssystem, aber eine sozial-ökologische Kunst haben, das ist innerhalb desselben Gesellschaftssystems unmöglich. Ist die Wirtschaft kapitalistisch, ist es die Kunst auch, da kann man sich nicht fein rausnehmen und sagen nö, damit hab ich nix zu tun.

Wesentlich empfinde ich deswegen das Verständnis, dass soziale und ökologische Veränderung eine Entscheidung ist, die wir als Zivilgesellschaft kollektiv und graduell fällen und dass wir alle, ob Künstler:in, Kindergärtner:in, Wissenschaftler:in oder Bauarbeiter:in eben die Macht und damit auch die Verantwortung für beiderlei tragen: transformative Prozesse einzuleiten — oder eben in einer vermeintlichen Komfortzone verharren. Die Komfortzone hat aber leider nicht genug Zukunft für alle, deswegen muss da, wo Wissenschaft evidenzbasiert Lösungen aufzeigt, Kunst und Kultur zum kreativen Motivator und Katalysator werden, Menschen zu erreichen und den Prozess der Umsetzung zu begleiten und befördern.

Was liest Du derzeit?

Das ist das Schöne am Stillen: Man ist zum Nichtstun gezwungen und hat endlich Zeit zum Lesen. Momentan habe ich zwei unterschiedlich gepolte Still-Lektüren, die ich abwechselnd lese: Die poetisch tröstlichen Ereignislosigkeit in „Dagegen die Elefanten“ von Dagmar Leupold, im Wechsel mit der tröstlichen Aufbruchstimmung in „Das Ende des Kapitalismus“ von Ulrike Herrmann.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Wo aber Gefahr ist, wächst das Rettende auch. (Hölderlin)

Barbara Plagg, Autorin, Wissenschaftlerin

Vielen Dank für das Interview liebe Barbara, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literatur-, Wissenschaftsprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen:

Barbara Plagg, Autorin, Wissenschaftlerin

Zur Person: Barbara Plagg (Wissenschafterin und Autorin) arbeitet als Wissenschaftlerin am Institut für Allgemeinmedizin und Public Health in Bozen und schreibt als Autorin vordergründig sozialkritische Beiträge im Südtiroler online Magazin barfuss. Ihr Theaterstück „72 Stunden – Eine Anklage“, das zum Thema Femizid sensibilisiert, wurde diesen Herbst als Ko-Produktion der Städtetheater Bruneck, Bozen und Meran aufgeführt. Barbara lebt mit ihrer Familie in Südtirol.

Fotos_1 Mati Photography, 2 privat.

27.12.2022_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

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