„Gewalt“ Jolanda Spirig, Schriftstellerin _ Give Peace A Chance _ Marbach/CHE 6.2.2022

GIVE PEACE A CHANCE

Gewalt

Ist dem Krieg immanent.

Verbrechen

Es gelten keine Regeln.



Panzer überrollen Menschen.

Es werden Frauen gejagt.

Angst treibt Menschen in die Keller.

Christentum wird instrumentalisiert.

Elektrizität und Wasserversorgung fallen aus. Essen wird knapp.



Auch Krankenhäuser und Schulen sind zerstört.



C-Waffen und Minen – Vergewaltigungen – Bombardements –

Held sein – als Held sterben. 

Als Ehemann, Sohn, Enkel.

Nichts lässt sich regulieren. Gar nichts. Gräuel sind Gräuel – auch auf dem

Champ d’honneur.

Es muss ein Ende haben. Jetzt. 

Jolanda Spirig, 25.4.2022

Jolanda Spirig, Schriftstellerin

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Jolanda Spirig, Schriftstellerin

http://www.jolandaspirig.ch

Foto_privat.

Walter Pobaschnig _ 25.4.2022.

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„Kunst hat für mich die Aufgabe eines Spiegels“ Katharina Mirk, Regisseurin _ Wien 6.2.2023

Liebe Katharina, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Momentan sehr gut gefüllt mit Studien, Arbeit und viel Musik und Literatur.

Katharina Mirk, Regisseurin 

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Ich denke es ist wichtig sehr bewusst mit den eigenen Empfindungen umzugehen und sich nicht von Negativität hinreißen zu lassen. Und ein bisschen mehr Gelassenheit im Umgang miteinander würde nicht schaden. Einander als Menschen sehen.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei dem Theater/Film, der Kunst an sich zu?

Vermutlich hilfreich ist, den schwerwiegenden Veränderungen mit einer gewissen Sachlichkeit zu begegnen und sich selbst weniger wichtig zu nehmen. Es funktioniert nur miteinander.

Kunst hat für mich die Aufgabe eines Spiegels, eine Möglichkeit sich mit der Welt und den Menschen auseinanderzusetzen, vor allem auch in humorvoller Weise. Und Kunst ist politisch, eine wunderbare Art des Austauschs.

Was liest Du derzeit?

Ich lese gerne parallel, momentan „Die Gerechten“ (Albert Camus), „Erzählungen aus Kolyma“ (Warlam Schalamow) und „Die Scham“ (Annie Ernaux).

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

„Der Kopf ist Rund damit das Denken die Richtung ändern kann.“ (Francis Picabia)

Vielen Dank für das Interview liebe Katharina, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Theater-, Kunstprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen:

Katharina Mirk, Regisseurin 

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27.11.2022_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

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„Geduldig warten“ Katarina Hartmann, Schauspielerin _ Give Peace A Chance _ Klagenfurt 5.2.2023

GIVE PEACE A CHANCE


Geduldig warten,

Im Strome der

Vertrauten

Einsamkeit.


Packende Stille

Ergießt sich – dann

Auftakt,

Claude Debussy

Erklingt.


Augenblick der Schönheit.


Clair de Lune

Hörst du es?

Atemberaubend!

Nachklang – wie der Wind

Claude, du Maler der Musik –

Einsamkeit, sie schwindet und klingt hinfort.


Katarina Hartmann, 13.2.2023

Katarina Hartmann, Schauspielerin, Sängerin

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Katarina Hartmann, Schauspielerin, Sängerin

Aktuelles

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Walter Pobaschnig _ 17.1.2023

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„Unangenehmes zu denunzieren und zu alarmieren ist weder der Kunst noch einer Gesellschaft zuträglich“ Maja Peter, Schriftstellerin _ Zürich 5.2.2023

Liebe Maja, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Mein Tagesablauf hängt davon ab, welchem meiner Berufe ich nachgehen muss oder darf. An Tagen, an denen ich an der Berufsschule für Baufachleute Allgemeinbildung unterrichte, stehe ich um sechs Uhr auf, lese Zeitung und fahre dann mit dem Velo zur Schule. Dort bin ich eine Performerin mit Wort- und Körpereinsatz und habe keine stille Minute.

An meinen Schreibtagen stehe ich später auf, wachse in den Tag. Ab zehn Uhr sitze ich am Schreibtisch und lese, was ich schon geschrieben habe. Danach folge ich der Sprache in die Erde oder auf Astenden. Begleitet werde ich meist von Vögeln und Eichhörnchen.

Die Abende sind Geschichten gewidmet oder lieben Menschen. Und dem Schlaf.

Maja Peter, Schriftstellerin

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Für uns alle wäre jetzt wichtig, mehr von dem zu tun, was uns nährt und vertieft. Sogar meine Schüler, allesamt Berufseinsteiger, wünschen sich nichts mehr, als weniger Zeit mit Nützlichsein zu verbringen.

Vor einem Aufbruch werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?

Um der Spaltung der Gesellschaft entgegenzuwirken, müssen wir zuhören, beobachten und zulassen, dass sich ALLE äußern können. Mit Sorge beobachte ich, dass starke Trends Publikationen verhindern, die gerade nicht en vogue sind oder sogar gegen die Trends wie z.B. Wokeness, Genderfluidness etc. antreten. Denn um uns gegenseitig zu verstehen, brauchen wir auch die Bücher, Filme und Kunstwerke, die uns quer vorkommen, uns stören. Ich finde es falsch, jede kritische Stimme unter Extremismus-Verdacht zu stellen. Als Schweizerin weiß ich: Gesellschaften halten offen ausgetragene Differenzen aus. Unangenehmes abzuwürgen, zu denunzieren und zu alarmieren ist weder der Kunst noch einer Gesellschaft zuträglich.

Was liest Du derzeit?

Ich lese «Wider die Kunst» von Tomas Espedal und mit einer Klasse «Der Fremde» von Albert Camus. Beides auf Deutsch.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Ein Zitat, mit dem ich mich immer wieder ankere, stammt aus dem Gedicht «Im Gewimmel» von Wislawa Szymborska:

„Ich hätte ich selbst sein können – doch ohne Erstaunen,

und das würde bedeuten,

jemand ganz anderer.“

Vielen Dank für das Interview liebe Maja, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literaturprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen:

Maja Peter, Schriftstellerin

www.majapeter.com

Foto_Dominic Büttner

Walter Pobaschnig _ 29.1.2023

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Fotonovel Maria Callas_ „Mit dem Ruhm ist die Angst gekommen“ 100.Geburtstag Maria Callas _ acting Betka Fislova, Tänzerin _Wien 5.2.2023

100. Geburtstag Maria Callas _ Betka Fislová, Tänzerin _ Wien _acting Maria Callas, Sängerin (* 2.12.1923 New York ´16.9.1977 Paris)

„Der Ruhm ist gefährlich, denn ich weiß genau, ich werde nicht immer jene Höchstleistungen erbringen können, die von mir erwartet werden. Ich mache meine Arbeit so gut wie möglich, aber ich bin auch nur ein Mensch. Mit dem Ruhm ist die Angst gekommen: Angst vor mir selbst. Angst vor den anderen.“

Maria Callas (alle weiteren Zitate)


„Ich habe eine poetische Seite, die ich sehr sorgfältig verberge. Nach vierzig Jahren macht man sich nicht mehr viele Illusionen.“

„Die Liebe ist um vieles schöner, wenn man nicht verheiratet ist.“



„Das Publikum klatscht nicht für das, was einmal war.“



„Wenn Musik aufhört, dem Ohr, dem Herzen und dem Sinn zu schmeicheln, dann hat sie ihren Zweck nicht erfüllt.“


It’s a very terrible thing to be Maria Callas, because it’s a question of trying to understand something you can never really understand.

I don’t know what happens to me on stage. Something else seems to take over.


„Ehen werden im Himmel geschlossen und in der Hölle gelebt.“



When you interpret a role, you have to have a thousand colors to portray happiness, joy, sorrow, fear….It is a necessity of expression. You have to do it, even if people will not understand. But in the long run they will, because you must persuade them of what you’re doing.“

Maria Callas

100. Geburtstag Maria Callas _ Betka Fislová, Tänzerin _ Wien _acting Maria Callas, Sängerin (* 2.12.1923 New York ´16.9.1977 Paris)

Fotonovel_

100. Geburtstag Maria Callas _ 2023

Betka Fislová, Tänzerin _ Wien _acting Maria Callas, Sängerin (* 2.12.1923 New York ´16.9.1977 Paris).

Idee _ Walter Pobaschnig

Inszenierung/Regie _Betka Fislová, Walter Pobaschnig

Darstellung_Betka Fislová

Kostüm/Style_Betka Fislová

Alle Fotos _ Walter Pobaschnig

Alle Zitate_Maria Callas

Herzlichen Dank an das Magdas Hotel Wien für die freundliche Kooperation!

Walter Pobaschnig 1_23

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„Geh mit mir zu John Lennon und Yoko Ono“ Ina Riegler, Malerin _ Give Peace A Chance _ 4.2.2023

GIVE PEACE A CHANCE

John Lennon/Yoko Ono _ bed-in, Amsterdam_
1969 fotocredit_Eric Koch

G eh mit mir zu John Lennon und Yoko Ono,

I  dealize it, Baby! Hochgradig naiv!

V ermittle uns das

E nde vom Krieg. Ich



P artizipier mich und bette mich in

E ntscheidungsprozesse ein. Dreaming softly.

A ll we are saying is give peace a Chance!

C hauffier mich direkt zu Bob Dylan. Ich

E rsehne the answer my Friend, blowing.


A ttitude + Behaviour + Contradiction =


C onflict, löse diesen !

H andle nach dem kategorischen Imperativ

A nd how many times must the cannonballs fly?

N ickend zu All u need is Love

C ancel all your hate and pain und fahr

E mpor ins Reich der Edelmenschen!


Ina Riegler, 31.1.2023

Ina Riegler, Malerin

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Ina Riegler, Malerin

https://www.inariegler.com/

Fotos_Ina Riegler, privat

Walter Pobaschnig _ 31.1.2023

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„To keep pushing forward“ Sharon Booth, dancer _ Wien 4.2.2023

Dear Sharon, what does your daily routine look like now?

Early morning rise, get the kids to school, return to my studio InDancity and started teaching! Pilates, ballet, modern. Usually 3-4 hours before I go back to pick up the kids, then another 2-3 hours in the evening, kids dance, jazz, cheeky barre. Often my little ones join the evening dance classes.

Return home, help the kids with schoolwork, make dinner, get them bathed and into bed. Then some administrative work for InDancity or Tanz Bozen the workshop festival I direct, or a bit of a chill out before I shower and go to bed!

At least once a day I FaceTime with my parents in Canada.

Sharon Booth, dancer, teacher, director  

What is particularly important for all of us now?

To keep pushing forward. There seems to be a passivity, a blasé attitude towards change, self-betterment, ambition. A spark needs to be lit under us to get us moving again! Covid sucks, no argument. But letting our hunger for more be dampened is certainly a drawn out and unnecessary side effect.

We are all facing a new beginning, socially and personally. What will be essential and which role will dance/theatre and art play in this?

Connection. Actual, tangible connection. Making eye contact, moving in space with others, sharing laughter, building up was has been broken down in the past few years. Shining light upon our isolation created by depending on screens and texts that attempt to replace faces and voices. Faces and voices, bodies and breath are irreplaceable. Sharing experiences in person, live, in the moment keep us striving to towards our best selves.

What are you reading at the moment?

“Good Inside” by Dr. Becky Kennedy

What quote, what text impulse would you like to give us?

There’s nothing to fear but fear itself.

Thank you very much!

Sharon Booth, dancer, teacher, director   

Vielen Dank für das Interview liebe Sharon, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Tanz-, Schauspielprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen:

Sharon Booth, dancer, teacher, director 

Zur Person_Sharon Booth,

die in Montreal, Kanada, geborene Sharon Booth begann schon in sehr jungem Alter zu tanzen. Nach dem Besuch der Schule des National Ballet of Canada’s und des Banff Centre schloss Sharon Booth 1999 die Juilliard School mit einem Bachelor of Fine Arts ab. Sie trat mit dem Smuin Ballet und Les Ballets Jazz de Montreal auf, bevor sie sich eine Verletzung zuzog, die ihre Karriere auf der Bühne effektiv beendete.

Nach ihrem Umzug nach Europa wurde Sharon eine zertifizierte Pilates-Trainerin, nachdem sie über 1800 Stunden praktisches Training absolviert hatte. Sie trat der Fakultät der Ballettakademie der Wiener Staatsoper bei und gastierte an der Musik und Kunst Privat Universität Wien.

Seit 2010 unterrichtet sie Workshops für zeitgenössischen und modernen Tanz bei Tanz Bozen und hat ihre Zertifizierung in ganzheitlicher Tanztherapie abgeschlossen. Ab 2017 begann Sharon für Produktionen in Quebec zu choreografieren und aufzutreten und genießt ihre Rückkehr auf die Bühne sehr!

Seit 2016 ist Sharon künstlerische Leiterin des Kursprogramms von Tanz Bozen-Bolzano Danza.

Im Jahr 2020 wagte Sharon den Sprung ins nächste Kapitel ihres Lebens – sie gründete InDancity, einen Tanz- und Körperarbeitsraum in Wien, um all ihre Leidenschaft und Erfahrung unter einem Dach zu teilen.

Homepage

Fotos_privat


30.1.2023_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

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„Gesamtkunstwerk Weltrettung“ Ditha Brickwell, Schriftstellerin _ Wien/Berlin 3.2.2023

Liebe Ditha, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Ich bin sehr zurückgezogen – an meinem Schreibtisch mit Blick in meinen schönen Garten. Denn ich arbeite am zweiten Buch meiner Romantrilogie – das erste ist gerade erschienen und steht vor meiner Nase. Das zweite soll jetzt im gleichen kreativen Spannungsbogen bald fertig werden.

Ditha Brickwell, Schriftstellerin

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

… Dass wir die laufenden Krisen bewältigen. Dazu muss sich aber das gemeinschaftliche Bewusstsein noch schärfen: es wird zu viel über Krieg geredet und zu wenig über die Pfade und die differenzierten Mittel zum Frieden, es wird viel über Klimakrise spekuliert, aber nur einzelne politische Fragen spießt man dazu auf – anstatt dass wir uns das Gesamtkunstwerk Weltrettung anschauen. Und begreifen.

Vor einem Aufbruch werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?

Das von mir vorhin skizzierte Weltbewusstsein – also der Begriff jeder einzelnen von uns, wie wir diesem Wunderwerk Welt gegenüberstehen – ist nicht einfach zu fassen. Aber notwendig. Die Literatur kann durch nacherlebbare Szenen, durch Worte mit reichen, semantischen Räumen, durch das Erfassen vom Wesen einzelner Biografien… sozusagen gedankliche Festpunkte schaffen, zwischen denen die Leserinnen und Leser ihre Gedanken spannen können.

Was liest Du derzeit?

Die Biographie von Arthur Köstler

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Literatur ist durch die Sensibilisierung der Herzen ein Instrument zum Denken.

Vielen Dank für das Interview liebe Ditha, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literaturprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen:

Ditha Brickwell, Schriftstellerin

www.ditha-brickwell.eu

Auf YouTube: Politik und Poesie

Literaturtangente Wien-Berlin

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ENGELTREIBER – aktueller Roman

ab 31.1.23 Drava Verlag.

Ditha Brickwell lockt mit burlesk erzählten Lebensgeschichten das Welttheater des 20. Jahrhunderts auf die Bühne. Geführt von ihrer bildreichen Sprache fühlen wir Empathie für die handelnden Personen und begreifen die komischen Momente auf dem düsteren Urgrund
der Zeit. Die Perlenfädlerin Genoveva und der heranwachsende Leo erzählen einander von ihrer Not und tapferem Überleben in zwei Epochen; und wir ahnen den Ursprung unserer heutigen Krisen – wie die apokalyptischen Reiter brechen sie hervor: Pandemie,
Hunger, Krieg … und der Sieg der bösen Clowns …

Engeltreiber ist der erste Band der Trilogie Dunkelreise – eine Familiengeschichte über hundert Jahre und deren Zeitbrüche. Wir begegnen starken Frauen und fantasievollen Jugendlichen, die – von der Gesellschaft an den Rand gedrängt – sich aus ihren Zwängen befreien. Sie entkommen Hunger und Entbehrung im Krieg, der Verfolgung in der
Zeit des Nationalsozialismus und den Härten der Nachkriegsgesellschaft. Die essayistisch-ironischen Kommentare der Erzählfigur Leo lassen uns Kälte und Einsamkeit in der Kindheit und Jugend von damals spüren, die über Generationen weitergegeben wurde.

Ditha Brickwell, Engeltreiber.
Im Hohlspiegel zweier Biografien erscheint das Schicksal zweier Epochen.
Roman, Drava Verlag. ca. 140 Seiten, gebunden, Lesebändchen
EUR 21,00 • ISBN 978-3-99138-006-1

Zur Person_Bibliographie

Ditha Brickwell ist 1941 in Wien geboren und dort aufgewachsen; nach Studien der Architektur, der Regionalplanung und der Bildungsökonomie in Wien, Berlin und New York, arbeitete Ditha Brickwell in Paris, Tel-Aviv und Helsinki und ab 1970 in Berlin. Die große Stadt war ihr Thema: Mit dem Ziel wirtschaftliche Dynamik in verarmte Stadtviertel zu bringen, wirkte sie auch in internationalen Gremien und Arbeitsgruppen mit und ist als Beraterin der EU Kommission in Europa weit herumgekommen. Seit 1988 schreibt und publiziert sie literarisch, seit 2005 wirkt sie als freie Schriftstellerin.

Ditha Brickwell schreibt Romane, Erzählungen und Essays und publiziert in
österreichischen Verlagen, Zeitschriften und Anthologien. Bislang sind zwölf Bücher erschienen, vier Romane sowie Erzählungen und Essays, im Herbst 2020 „Wir, der Feind von uns – Nachdenken über Grundfiguren unserer Angst“, eine Essay-Sammlung im Passagen Verlag Wien.

2019 erschien im Drava Verlag die Novellensammlung „Die Welt unter meinen
Zehen – Geschichten aus 100 Jahren“ sowie 2018 der Roman „Fedjas Flucht“, eine
Geschichte aus dem slowenischen Bürgerkrieg mit bestürzender Aktualität heute. Im
Februar 2009 erschien die Novelle „Verletzte Paradiese“ (Mandelbaumverlag, Wien),
ein schwarzes Märchen über den kulturellen Zusammenstoß eines Deutschen und
einer alten Wienerin in den Weinbergen des Kahlenberges. Im Essay-Roman „Die
Akte Europa – eine Utopie geht verloren“ (Wieser Verlag, Klagenfurt 2007) entblößt
Ditha Brickwell die verderblichen Züge unserer Wirtschaftsgesellschaft im Gegensatz
zur Utopie einer Menschengesellschaft. In dem Novellenband „7 Leben“ (Freimut &
Selbst, Berlin 2005, Zweite Auflage 2010) findet Ditha Brickwell für alltägliche
Menschenleben die je besondere Melodie. 2003 zeigt das Essay „Vollendete
Sicherheit“ (Mandelbaum Verlag) den Umschlag in die Katastrophe. Der Roman
„Der Kinderdieb“ (Deuticke 2001) spielt im düsteren Wien der fünfziger Jahre;
sorgfältig erkundete Ereignisse werden in eine erdichtete Erzählung verwoben. Der
Ditha Brickwell/+43 650 6641114/+49 1715582178/Email @ditha-brickwell.eu/www.ditha-brickwell.eu/Seite 2
Roman Angstsommer (Mandelbaum, 1999) erzählt von der Verzweiflung eines
Widerstandskämpfers und von den Schrecken und Burlesken im Vakuum der Macht
nach dem großen Krieg im Jahr 1945 in Ober-Österreich. Drei Künstlerbücher mit
Texten von Ditha Brickwell – Jede Stunde Stille Nacht, Zahlen!, Vollendete
Sicherheit – erschienen in der Mariannenpresse, Berlin und in der Quetsche, Verlag
für Buchkunst, Witzwort. Zahlreiche Essays und Erzählungen veröffentlichte Ditha
Brickwell in Zeitschriften und Anthologien.


In literarischen Werkstattgesprächen (gefördert unter anderem durch Bund,
Magistrat Wien, Wiener Gemeindebezirke, GAV und den Senat von Berlin) lädt
Ditha Brickwell seit 2010 Schriftstellerkollegen und -kolleginnen ein, anhand ihrer
Texte über das Schreiben im politischen Kontext zu reden, zunächst unter dem
Motto „Geschichte in Geschichten“ und dann unter dem weitergreifenden
Themenkomplex „Politik & Poesie“. Die Veranstaltungen stehen auch im Kontext
der Literaturtangente Wien-Berlin (kofinanziert durch Berliner Stiftungen,
Bezirksämter, bzw. durch das Österreichisches Kulturforum). Um diese Ereignisse
einem breiteren Publikum zu erschließen, fanden diese Gespräche mehrmals an
besonderen Orten (Off-Theater, Kulturzentrum für Migranten etc.) statt – ergänzt
durch musikalische Interpretationen. Themen der letzten Jahre waren „Aus der
Fremde“, „In der Not, die Frauen!“, „Die Spur der Kinder“. In 2020 lautete es:
Bodenlos.


Ditha Brickwell hat von 2000-2009 überdies die Literaturredaktion der Berliner
Straßenzeitung „Die Stütze“ betreut – unter dem Titel „Denkzone“.
Ditha Brickwell ist Mitglied in der Grazer Autorinnen Autoren Versammlung
(GAV), der Literar Mechana, der IG Autoren Wien und des Internationalen PEN
Zentrums Deutschland.

24.1.2023_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

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„Gerade seh ich aus dem Fenster“ Eva Mühlbacher, Schriftstellerin_Give Peace A Chance_ Wien 3.2.2023

GIVE PEACE A CHANCE


Gerade seh ich aus dem Fenster

Irgendwie in eine Zukunft.

Vor mir seh ich nur Gespenster

Einzig einig in der Ankunft.

Polizei, Skandale, Tod und Krieg

Erschaffen wir noch unsre Welt?

Am Ende gibt es keinen Sieg.

Chimären, denen es gefällt,

Einigkeiten zu zerstören.

Achtung!

Chronos hört uns nicht

Heute, morgen oder gestern – gleich.

Am Ende ist es unsre Pflicht

Nicht stillzustehen, blass und bleich.

Chancen führ’n uns in die Zukunft weit

Ein Flüstern rettet uns: bist nicht allein. Wir sind zu zweit.


Eva Mühlbacher, 10.1.2023

Eva Mühlbacher, Schriftstellerin, Pädagogin

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Eva Mühlbacher, Schriftstellerin, Pädagogin

Foto_privat

Walter Pobaschnig _ 10.1.2023

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„Jeder Tag ist ein Aufbruch“ Katia Tangian, Schriftstellerin, Malerin _ Hannover 2.2.2023

Liebe Katia, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Wecker, Dusche, Kaffee – und raus, raus aus der Tür, rauf auf die Autobahn, fünfunddreißig Minuten im Dunkeln rasen, rein in die überbelichtete Schule, überhitzt, überrannt, übervoll, übelriechend – und in Dauerschleife reden, trösten, fragen und antworten, zur Rechten, zur Linken Papier, Kreide, Tafel, dazu das iPad: Akku leer, Speicher voll, im Lehrerzimmer ist es genauso, nur dass dort deeskalierend Kaffee gekocht wird, doch die Zeit ist knapp, also raus aus der Schule, ab auf die Autobahn, trotz Regen, Hitze, Schnee, Tornado kommt das Mittagessen pünktlich auf den Tisch, solange du deine Füße darunter stellst, du Kind, Mann, Hund, Familie, Haus, Garten, See, die ganze Welt, und das war erst der Vormittag, was kommt bloß als nächstes?

Katia Tangian, Schriftstellerin, Malerin

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Schulterblick.

Vor einem Aufbruch werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?

Jeder Tag ist ein Aufbruch, und jeden Tag stellen sich dieselben Fragen. Dass die Antworten darauf immer wieder anders ausfallen, verdanken wir Kunst und Literatur.

Was liest Du derzeit?

Neben dem Bett stapeln sich kluge, wortreiche Bücher, aber auf der Couch liegt aufgeschlagen der 8. Band meiner neuerworbenen Peanuts-Gesamtausgabe.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

 „Das Schiff sinkt normal,“ antwortet mein Freund Peter, wenn man ihn nach seinem Wohlbefinden fragt. Bleibt also auf Kurs!

Katia Tangian, Schriftstellerin, Malerin

Vielen Dank für das Interview liebe Katia, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literatur-, Kunstprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen:

Katia Tangian, Schriftstellerin, Malerin

www.katiatangian.de

Zur Person_

Biografie _ Katia Tangian

1975 in Moskau geboren

1991 Umzug nach Deutschland
1992-1994 Aufenthalt in Grenoble, Frankreich

1996 Abitur

1996-2002 Studium der Kunstgeschichte und der Literaturwissenschaften an der Ruhr-Universität-Bochum (M. A.)

2000-2004 Studium der freien Malerei an der Kunstakademie Düsseldorf; Akademiebrief

2000-2009 Kunstvermittlerin und Dozentin am Museum Bochum, Kunstsammlung NRW (Düsseldorf), Sprengel Museum (Hannover), Leibniz Universität Hannover u. a.

2008 Promotion am ZKM Karlsruhe (Dr. Phil.)

seit 2007 bis heute Kunst- und Theater-Lehrerin am Ratsgymnasium Stadthagen; Mitglied in der Zentralabiturkommission Niedersachsen (Kunst)

seit 2006 verheiratet; lebt mit Mann, Tochter und Hund bei Hannover

Publikation einzelner Kurzexte Bilder in verschiedenen Literaturzeitschriften

(alphabetisch)

außer.dem, München, Nr. 11, April 2004

Die Brücke, Forum für antirassistische Politik und Kultur, Saarbrücken, Nr. 132, 2004

Decision, Zeitschift für deutsche und französische Literatur, Bielefeld, Nr. 59, Nr. 60, 2003

Das Dosierte Leben, Mannheim, 2002

Dichtungsring, Zeitschrift für Literatur, Bonn 2004

Der Dreischneuß, Zeitschrift für Literatur, Marien-Blatt Verlag, Lübeck, Nr. 16, 2004

Entwürfe, Zeitschrift für Literatur, Zürich (Schweiz), 2003

Federwelt, Zeitschrift für Autorinnen und Autoren, Söhlde, Nr. 46, 2004

Freie Zeit Art, Wien (Österreich), Nr. 47, 2004

Gegner, Unabhängige Monatsschrift, Berlin, Nr. 12, Nr. 13, 2003

Klivuskante, Zeitschrift für Literatur, München, Nr. 22, 2004

Konzepte, Literatur zur Zeit, Karlsruhe, Nr. 23, 2003

Krautgarten, Forum für junge Literatur, St. Vith (Belgien), Nr. 44, 2004

laufschrift, Magazin für Literatur, Fürth, Nr. 15, 2004

Macondo, Die Lust am Lesen, Bochum, Nr. 7, 2002; Nr. 8, 2003; Nr. 9, und Nr. 12, 2004

Titel Spezial, Online-Magazin für Literatur und mehr, Berlin, 2003

Wiecker Bote, Literarische Hefte zur Zeit, Greifswald, Nr. 15, 2004

Wissenschaftliche Publikationen

Tangian, Katia: ‚Kunst ist eine Suche´: Kunststudium als Selbstverwirklichung? In: o. T., Publikation der Klasse von Professor Helmut Federle, Kunstakademie Düsseldorf, 2004

Müller, Maria; Tangian, Katia: Bernd und Hilla Becher. Typologien industrieller Bauten, K21 Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf 2004 (2. Auflage: Haus der Kunst, München 2004)

Stein, Fabian; Tangian, Katia; Wenzel, Angela: William Kentridge, K20 Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf 2004

Tangian, Katia: Skaten populärwissenschaftlich. In: Gialouris, Alexander (Hrg.): Unpopulär: Skaten, Düsseldorf 2004

Tangian, Katia: Bewegte Bilder im Museum – Das Schulprojekt Schnelle Schnitte. In: Stiller, Jürgen (Hrg.): Bildräume – Bildungsräume. Kunstvermittlung und Kommunikation im Museum, Dortmunder Schriften zur Kunst, 2007, S. 33-37

Tangian, Katia: Spielwiese Akademie: Habitus, Selbstbild, Diskurs, Olms Verlag, Hildesheim 2010

Tangian, Katia: Der schöne Schein: Banknotendesign, Fachzeitschrift des BDK Fachverband für Kunstpädagogik, 03/2022, S. 22-28

Lesungen und Vorträge

1.2001 2. Preis beim Literaturwettbewerb von No-Budget-Art, Bochum

11.5.2001 MAIS II-Ausstellung im Bunker am Gesundbrunnen, Berlin

28.7.2001 Galerie Künstlerhof Buch, Berlin

20.1.2002 Kulturmagazin Lothringen, Bochum

22.3.2002 Haus am Lützowplatz, Berlin

5.10.2002 Museum Bochum

2002 Performance-Abend in Museum Bochum

4.10.2003 MAIS-Ausstellung im Bunker am Alexanderplatz, Berlin

2003 Museum Bochum

7.10.2003 Kurzgeschichten, Paradies-Projekt, Malkasten, Düsseldorf

Theaterprojekte

1992, Grenoble: ‚Hochzeit´ von Gogol (Regie, Schauspiel)

1993, Herdecke: ‚Eingebildete Kranke´ von Molière (Regie)

1994, Herdecke: ‚Kahle Sängerin´ von Ionesco (Regie)

2002, Düsseldorf: ‚Theater der Welt´, Präsentation von Petljura im Schauspielhaus Düsseldorf (Schauspiel)

2018 ‚Das Licht der Welt‘: Fotoprojekt in Zusammenarbeit mit dem Schauspielhaus Hannover

Fotos_privat, Wien, Sommer 2022.

20.1.2023_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

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