Malina ist der große, einzige Roman, der von 1946-53 in Wien lebenden Ingeborg Bachmann, in dessen Mittelpunkt eine namenlose Schriftstellerin in ihren Wegen, Spannungen und Zerstörungen zwischen Vergangenheit und patriarchaler Gegenwart steht. Der Romanschauplatz ist Wien und hier wesentlich das „Ungargassenland“, darin auch der Wohnsitz der 1973 in Rom verstorbenen Schriftstellerin lag. In ihren letzten Lebensjahren dachte die vielfach ausgezeichnete wie vielseitige Autorin eine Rückkehr nach Wien an. Dazu kam es aber nicht mehr.
Martin Meyer, Schriftsteller _ Scheinfeld/DIna Solea, Schauspielerin, Model _ Wien
Lisa-Marie Bachlechner, Schauspielerin_ Wien _ acting Malina am Originalschauplatz Wien _ Malina, Roman, Ingeborg Bachmann, 1971 _ Walter Pobaschnig 7/21
100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _
Text & Performance Originalschauplatz „Malina“ Wien.
Performance _Lisa-Marie Bachlechner, Schauspielerin_ Wien
Idee/Regie/Fotos _ Walter Pobaschnig
Lisa-Marie Bachlechner, Schauspielerin_ Wien _ acting Malina am Originalschauplatz Wien _ Malina, Roman, Ingeborg Bachmann, 1971 _ Walter Pobaschnig 7/21
MALINA
M E T A L L E
A B G R U N D
L U F T
I H R
N I R G E N D W O
A L S
Hannah Dübgen, 23.4.2026
Lisa-Marie Bachlechner, Schauspielerin_ Wien _ acting Malina am Originalschauplatz Wien _ Malina, Roman, Ingeborg Bachmann, 1971 _ Walter Pobaschnig 7/21
Lisa-Marie Bachlechner, Schauspielerin_ Wien _ acting Malina am Originalschauplatz Wien _ Malina, Roman, Ingeborg Bachmann, 1971 _ Walter Pobaschnig 7/21
Originalschauplatz Malina _ Wien
100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _
Text & Performance Originalschauplatz „Malina“ Wien.
Malina ist der große, einzige Roman, der von 1946-53 in Wien lebenden Ingeborg Bachmann, in dessen Mittelpunkt eine namenlose Schriftstellerin in ihren Wegen, Spannungen und Zerstörungen zwischen Vergangenheit und patriarchaler Gegenwart steht. Der Romanschauplatz ist Wien und hier wesentlich das „Ungargassenland“, darin auch der Wohnsitz der 1973 in Rom verstorbenen Schriftstellerin lag. In ihren letzten Lebensjahren dachte die vielfach ausgezeichnete wie vielseitige Autorin eine Rückkehr nach Wien an. Dazu kam es aber nicht mehr.
Hannah Dübgen, Schriftstellerin, Dramaturgin _ Berlin
Lisa-Marie Bachlechner, Schauspielerin_ Wien _ Romanschauplatz Malina _ Wien
Es ist eines der ganz großen, nicht nur literarischen, Jubiläen in diesem Jahr – der 100.Geburtstag von Ingeborg Bachmann, Schriftstellerin, geboren am 25.6.1926 in Klagenfurt, gestorben an einem tragischen Brandunfall am 17.Oktober in Rom, beigesetzt im Familiengrab im Friedhof Annabichl/Klagenfurt.
Ingeborg Bachmann ist zu einer Chiffre von Freiheit und Mut in allen Lebens-, Liebes-, Gesellschaftsbereichen geworden. Es ist ein Name, ein Werk, ein Leben, das weit über das Wort ausstrahlt und wesentliche Parameter moderner Existenz-, Gesellschaftskritik und -analyse, in sich birgt und in Diskussion weiterträgt. Eine Stimme, die Wahrheit in Denken und Sein einfordert und dies in jeder Generation neu inspiriert. Ein Frauenleben das Beziehungsschalen, -gitter zertrümmert und diesen eine Vision von Liebe als Utopie entgegenstellt „ein Tag wird kommen“. Eine Sprachvirtuosin, die das Aufbrechen in neue Worte als wesentliche Mitte jeder Gesellschaft in Emanzipation und Freiheit postuliert.
Andrea Stoll legt nun eine umfassende Biographie Ingeborg Bachmanns vor, die in der Familie, Kindheitstagen ansetzt und über die weiteren Stationen von Leben und Werk einen beeindruckenden Bogen an Information zu Existenz-, Familien-, Gesellschafts- und Kulturgeschichte spannt, der vor allem in seiner narrativen Zusammenschau einzigartig ist. Es entsteht einem Gemälde gleich eine Zusammenfügung unterschiedlichster Farbtöne eines Lebens und die sehr versierte Autorin setzt dazu einen Rahmen, der sich in großer Sensibilität und Zuwendung auszeichnet. Es geht hier nicht um die Sensation, um neue Schlussfolgerungen und Interpretationen, Spekulationen zu biographischen Leerstellen, vielmehr ist es gleichsam ein zur Ruhe kommen eines literarischen und persönlichen Lebens im Sturm, auch des Nachlebens, das hier zum großen Gedenkjahr gerundet wird.
Zahlreiche Fotos begleiten die in 22.Kapitel gut strukturierte Biographie und ein ausführlicher Anhang bietet Erklärungen, Erläuterungen wie weiterführende Infos.
„Andrea Stolls Bachmann Biographie beeindruckt in Wissen und Sensibilität in außerordentlicher Erzählkraft!“
„Zwei Menschen sind in mir“ Ingeborg Bachmann. Die Biografie | Zum 100. Geburtstag der Dichterin. Andrea Stoll. Piper Verlag.
im Interview _ Michael Augustin, Schriftsteller _ Bremen.
Lieber Michael, welche Zugänge gibt es von Dir zum Werk Ingeborg Bachmanns?
Ich habe ihre Gedichte ja schon als Schüler gelesen, Ende der Sechzigerjahre in Lübeck, wo sie übrigens im März 1966 mal für den Norddeutschen Rundfunk öffentlich aus dem Manuskript ihrer Todesarten vorgetragen hat. Die Aufnahme gibt es noch im Deutschen Rundfunkarchiv und im Archiv des NDR. Aber da war ich als fast 13jähriger noch nicht wirklich fit für Veranstaltungen solcher Art, obwohl mir unvergessen ist, wie just in jener Zeit Bachmanns Kollege Hans Erich Nossack bei uns in der Schule gelesen hat aus seinem ungeheuerlichen Buch Der Untergang. Darin ging es zwar um den verheerenden Feuersturm nach der Bombardierung der Stadt Hamburg 1943, wovon ich natürlich aus den Erzählungen meiner Hamburger Großtante Grete wusste, aber was der Bombenkrieg in meiner Heimatstadt Lübeck angerichtet hat, das habe ich first hand aus den Erzählungen meiner Mutter erfahren, die ja dabei gewesen ist als Kind. Auch in den Sechzigerjahren waren die Kriegsspuren für jeden lesbar im Stadtbild. Aus dem Fenster meines Klassenzimmers in der Schule, in der Nossack uns damals vorlas, konnten wir auf die Trümmer einiger Backsteinmauern blicken, die zu noch längst nicht wiederaufgebauten Teilen des Lübecker Doms gehörten. Und obendrauf, das seh ich noch vor mir, waren seit Kriegsende ein paar Bäumchen gewachsen. Warum erzähle ich das? Weil diese eigenen Beobachtungen damals, die verbliebenen Trümmer, die noch frischen Erinnerungen meiner Mutter und meiner Großeltern, das Holzbein eines Nachbarn, die für Kriegsversehrte reservierten Plätze in den Stadtbussen und die spärlichen, nur widerstrebend abgegebenen Kriegsberichte meines (wie Ingeborg Bachmann 1926 geborenen) Vaters, der als 18jähriger noch Soldat werden musste und seine ostpreußische Heimatstadt Tilsit nie wiedergesehen hat – weil all das mein Bewusstsein als Nachkriegskind, als Nachgeborener geprägt hat und mir damit Tür und Tor geöffnet hat zu den Gedichten Ingeborg Bachmanns. Was mir aber möglicherweise erst viel später in dieser Deutlichkeit bewusst geworden ist. Wohl noch nicht in Lübeck damals. Aber doch schon in Kiel, wo ich 1972 mein Abitur gemacht habe und wo mir klar wurde, dass für mich ein Leben ohne Gedichte nicht infrage kommt.
Was macht das Besondere Ihres Schreibens aus?
Der Sound, ja, es ist der Sound, der Ton, der Klang, auch der Rhythmus. Ich weiß gar nicht mehr, wie ich ihre Gedichte wohl gelesen haben mag, bevor ich sie zum ersten Mal im O-Ton hören konnte. Gedichte habe ich immer laut gelesen zu Hause, wenn ich mir einen Lyrikband aus der Bibliothek geholt oder vom Taschengeld zusammengespart hatte. Angefangen mit Brecht, Günter Eich, Johannes Bobrowski, Ilse Aichinger, Johannes Schenk, Enzensberger, auch Günter Grass, Marie Luise Kaschnitz, Günter Kunert, Sylvia Plath, Reiner Kunze, Rolf Dieter Brinkmann, Richard Brautigan, Ferlinghetti und eben Ingeborg Bachmann. Für die Jüngeren heute kaum vorstellbar, dass man damals nicht einfach Youtube oder Lyrikline konsultieren konnte, wenn einem der Sinn nach einer O-Ton-Autorenlesung stand. Der helle Wahnsinn, als ich im Kieler Amerikahaus zum ersten Mal auf nicht ausleihbarer Schallplatte gehört habe, wie T.S.Eliot sein Gedicht The Waste Land liest! Und Dylan Thomas erst! Was für ein akustischer Vulkanausbruch! Wir hatten Glück in Kiel, denn der Buchhändler Cordes war berühmt für die von ihm in schöner Regelmäßigkeit veranstalteten Autorenlesungen. Erich Fried, Peter Handke, Günter Grass, Elias Canetti, Peter Bichsel, Uwe Johnson, sogar Haldor Laxness durften wir mit roten Ohren lauschen. Viel Prosa, aber eben auch viel Lyrik, Gedichte vom Allerbesten. Ingeborg Bachmann war nicht darunter. Vielleicht habe ich sie verpasst? Jedenfalls habe ich sie niemals live erlebt, auch Celan nicht oder Jandl. Ich muss also noch ziemlich lange meinen eigenen, meinen selbstgemachten Bachmann-Sound in Kopf und Mund gehabt haben, wenn ich ihre Gedichte vom Blatt las. Ich weiß nicht mehr, wann ich dann zum ersten Mal ihre Stimme gehört habe. Aber ich weiß, dass ich diese Stimme niemals wieder aus dem Kopf bekommen werde. Egal, welche Seite ihrer wohlfeilen Werkausgabe ich auch aufschlage: es ertönt, eindringlich und klar ihre Stimme, die alles verrät über sie, über ihre Prosa und über ihre Gedichte, die ich so nicht missen möchte aus meinem Leben. Für viele Jahre, für mehrere Jahrzehnte, habe ich bei Radio Bremen Lyriksendungen produziert, Lesungen aufgenommen, Poeten moderiert und gelegentlich befragt in ungezählten Sendungen und mit ihnen gemeinsam gelesen. Und ich weiß, dass nicht jede Autorin, jeder Autor ein Performancekünstler sein muss, um das Geschriebene vom Papier an das Ohr der Lauschenden zu befördern. Ich glaube auch nicht, dass Ingeborg Bachmann eine Performancekünstlerin war oder dass es sich bei ihrer Art zu lesen um eine auf Effekt spekulierende Selbstinszenierung handelte. Um also vielleicht die Frage nach dem Besonderen ihres Schreibens zu beantworten: es ist diese Stimme – die aus den Gedichten durch sie spricht.
Möchtest Du bestimmte Werke hervorheben und warum?
Ja, für mich ist es Die gestundete Zeit, erschienen als Band 12 der Reihe studio frankfurt, herausgegeben von Alfred Andersch, mit dessen Lebensgeschichte und dessen unfassbarer Wirkung im Radio der Nachkriegszeit ich mich vor einigen Jahren intensiv beschäftigt habe in einem Projekt für Radio Bremen. Was mich an diesem schmalen Bachmann-Bändchen so reizt, ist die Tatsache, dass es 1953 herausgekommen ist, 8 Jahre nach Kriegsende, genau im Jahr meiner Geburt. So wie es ja Schlüsselromane gibt, ist es für mich in diesem Fall gewissermaßen ein Schlüsselgedichtband, den ich jedesmal neu lese, wenn ich ihn lese, und ich habe ihn oft gelesen.
Was hättest Du Ingeborg Bachmann gerne gesagt, gefragt?
Ich hätte wahnsinnig gern von ihr, aus ihrem Munde erfahren, wie sie 1964 in Rom Anna Achmatova erlebt hat. En detail!
Und ich wüsste gern, wie der Tag im März 1966 in Lübeck für sie verlaufen ist, als sie in meiner Heimatstadt aus den Todesarten vorgelesen hat.
Ihr sagen würde ich gern, dass es mir ziemlich auf den Keks geht, wie jeder Editoren-Hans-und-Franz sich mit Sabber vor dem Schnabel an ihrem Liebesleben zu schaffen macht.
Was sind Deine aktuellen Projektpläne?
Mit dem vor Fantasie strotzenden Illustrator Andreas Röckener arbeite ich gerade an einem neuen Kinderbuch, das höchst merkwürdig kurze Prosagedichte enthalten wird. Und ich harre der Publikation meines irrwitzigen Collagepostkartenwechsels mit meinem Freund, dem 2019 verstorbenen Dichter Günter Kunert.
Darf ich abschließend zu einem Bachmann Zitat/Text bitten?
Ja, gern, aber sorry, es werden zwei Zitate aus Die gestundete Zeit:
Das erste aus dem Gedicht Alle Tage, in dem sie ja mitteilt, für was in den finsteren Zeiten als Auszeichnung der armselige Stern der Hoffnung verliehen wird. Nämlich dafür:
Für die Flucht von den Fahnen,
für die Tapferkeit vor dem Freund,
für den Verrat unwürdiger Geheimnisse
und die Nichtachtung
jeglichen Befehls.
Und das zweite Zitat stammt aus dem Gedicht Holz und Späne
Zuerst abgedruckt in Die Neue Zeitung, München, am 11.Juni 1953.
Malina ist der große, einzige Roman, der von 1946-53 in Wien lebenden Ingeborg Bachmann, in dessen Mittelpunkt eine namenlose Schriftstellerin in ihren Wegen, Spannungen und Zerstörungen zwischen Vergangenheit und patriarchaler Gegenwart steht. Der Romanschauplatz ist Wien und hier wesentlich das „Ungargassenland“, darin auch der Wohnsitz der 1973 in Rom verstorbenen Schriftstellerin lag. In ihren letzten Lebensjahren dachte die vielfach ausgezeichnete wie vielseitige Autorin eine Rückkehr nach Wien an. Dazu kam es aber nicht mehr.
Michael Augustin, Schriftsteller _ Bremen
Xiting Shan, Schauspielerin_Wien
Foto: Ingeborg Bachmann: Heinz Bachmann
Foto: Michael Augustin _ privat.
Fotos: Xiting Shan, Schauspielerin_Wien _ acting Malina _ Roman Ingeborg Bachmann _ Walter Pobaschnig 5/21
Malina ist der große, einzige Roman, der von 1946-53 in Wien lebenden Ingeborg Bachmann, in dessen Mittelpunkt eine namenlose Schriftstellerin in ihren Wegen, Spannungen und Zerstörungen zwischen Vergangenheit und patriarchaler Gegenwart steht. Der Romanschauplatz ist Wien und hier wesentlich das „Ungargassenland“, darin auch der Wohnsitz der 1973 in Rom verstorbenen Schriftstellerin lag. In ihren letzten Lebensjahren dachte die vielfach ausgezeichnete wie vielseitige Autorin eine Rückkehr nach Wien an. Dazu kam es aber nicht mehr.
Hartwig Mauritz, Schriftsteller
Yvonne Schneider, Tanzpädagogin, Model
Foto: Ingeborg Bachmann _ Heinz Bachmann
Foto: Hartwig Mauritz _ privat.
Fotos: Yvonne Schneider, Tanzpädagogin, Model _Wien _ acting Malina _ Romanschauplatz _ Malina _ Wien _ Malina, Roman, Ingeborg Bachmann, 1971 _ Walter Pobaschnig, 2/22
Ingeborg Bachmann bei der Pressekonferenz zur Premiere von _ Der Prinz von Homburg _ am 22. Mai 1960 in der Hamburgischen Staatsoper _ Fritz Peyer
100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _
Im Interview _ Hartwig Mauritz, Schriftsteller _ Vaals/NL
Lieber Hartwig, welche Zugänge gibt es von Dir zum Werk Ingeborg Bachmanns?
Was macht das Besondere Ihres Schreibens aus?
Ingeborg Bachmanns Schreiben ist durch eine dichte Bildsprache geprägt. Ihre Werke, insbesondere Lyrik und Prosa wie „Malina“, thematisieren die Gewalt in zwischenmenschlichen Beziehungen, das Erbe des Faschismus und die Auflösung des weiblichen Ichs in einer männerdominierten Welt
Möchtest Du bestimmte Werke hervorheben und warum?
Die Erzählung „Undine geht“ hat mich schon als jungen Mann wegen ihrer poetischen Sprache sehr beeindruckt. Der Prosamonolog liest sich wie ein Gedicht. In der Erzählung wird das Patriarchat, das mit Hans angesprochen wird, aus der Perspektive der Undine kritisch hinterfragt.
Was hättest Du Ingeborg Bachmann gerne gesagt, gefragt?
Natürlich interessiert einen Autor immer die Vorgehensweise der Kolleginnen und Kollegen beim Schreiben. Gern hätte ich von ihr erfahren, wie ihre Schreibideen entstanden, welche die auslösenden Momente für ihre Romane und Gedichte waren und wie sie ihren Tag strukturierte, um dieses Werk schreiben zu können.
Was sind Deine aktuellen Projektpläne?
Ich schreibe z.Zt. an meinem nächsten Gedichtband, der im weitesten Sinne mit dem Thema Transformation und Epochenbrüche zu tun hat. Darin geht es u.a. um die Folgen der modernen digitalen Technologien und des Rohstoffabbaus in den Ländern des Globalen Südens.
Darf ich abschließend zu einem Bachmann Zitat/Text bitten?
Frühling. Das Erwachen der Natur in Grün und Blüte. Das Erwachen von Leib&Seele in allen Sinnen, die sich an der Jahreszeit erfreuen dürfen und mit Sonnenkraft erfüllt werden.
Erwachen auch der Heilkraft, die in der Natur ganz offen zu Tage und ins Licht beim Spaziergang in Wald&Wiese oder im Garten tritt. Heilendes umgibt rundum.
Doch nun ist Sachkenntnis geboten. Denn die Vielfalt der Pflanzenwelt bietet so viel Unterstützendes, Kräftigendes – aber auch zwar für das Auge Erfreuendes aber nicht zu Pflückendes, denn es gibt auch Schädigendes, Gefährliches in der Pflanzenwelt. Ein kompetentes Anleitungsbuch zu Pflanzen in Wirkung und Anwendung ist daher genau das Richtige, um hier keine bösen Überraschungen erleben zu müssen.
Michaela Girsch, eine erfahrene Heilpraktikerin, sie betreibt auch seit 1996 eine eigene Praxis – Schwerpunkt ihres Therapieangebotes ist die moderne Pflanzenheilkunde (Phytotherapie) – legt nun ein wunderbares Heilpflanzenbuch vor, das keine Wünsche offenlässt. In wunderbar aufbereiteten Wort&Bild Kurzbeschreibungen, ein Register ermöglicht auch hervorragend eine Schnellsuche, wird die Pflanzenwelt zum vertrauten Ort, der rundum sicher genießen lässt.
„Ein sehr gelungenes Buch zu Heilpflanzen und Teezubereitung, das informiert und in Wort und Kanne rundum genießen lässt!“
„Undine geht“ ist einer der zentralen Texte in Ingeborg Bachmanns Werk. Dieser erschien im ersten Prosaband „Das dreißigste Jahr“ und nimmt das Motiv des Undine Mythos _ Liebe, weibliche Menschwerdung, Verrat und Rache – auf und transformiert dies in die Struktur gegenwärtiger patriarchal geprägter Gesellschaftsverhältnisse. „Undine geht“ ist einer der meist rezipierten Texte Bachmanns und erfährt zahlreiche künstlerische Zugänge und Dialoge.
Anne Mai, Schriftstellerin
Rebecca Celine Richter, Schauspielerin, Sängerin
Foto: Ingeborg Bachmann: Heinz Bachmann
Foto: Anne Mai _ privat.
Fotos:Rebecca Celine Richter, Schauspielerin, Sängerin _ Wien _ acting Undine geht_Roman Ingeborg Bachmann _ Walter Pobaschnig 5/21