„All die Nacht über uns“ Gerhard Jäger. Roman. Neuerscheinung Picus Verlag.

 

„All die Nacht über uns“ Gerhard Jäger. Roman. Neuerscheinung Picus Verlag.

Er sitzt im Turm an der Grenze. Ein Soldat. Hunderte Türme wurden jetzt hier aufgestellt. Es soll kein Durchkommen geben. Die Türme sind aus Metall und mobil. Schnell wieder zerleg- und aufbaubar. Grenzen gibt es überall. Alte und neue. Und daher auch Türme. Er trägt sein Gewehr, seinen Rucksack, ein Fernglas bei sich. Ein Scheinwerfer ist an der Metallverstrebung montiert.

Die viele Zeit, die er hier verbringt, lässt ihn nachdenken. Bilder kommen zu ihm. Es sind Erinnerungen, die seine Großmutter mit ihm teilte. Immer wieder wollte, musste sie darüber sprechen. Er hörte zu, auch wenn es große schmerzhafte Erzählungen waren. Zu groß für ihn, damals. Jetzt kehren diese immer wieder zurück. Im Alleinsein. In der Dunkelheit. Im Turm.

„Bei uns türmte sich auf dem großen Esstisch erst einmal die Bekleidung der Familie, Strümpfe und Pullover für groß und klein, warme Wintersachen. Planvoll kam es uns nicht vor, als wir von der Dorfstraße kamen, und planvoll ist es auch nicht gewesen…Das allerdings war für Flüchtlinge im Sommer 1945 der Normalzustand…“.

Das Wort „Normalzustand“ bleibt in seinem Kopf hängen. Da schreckt ihn ein Vogelgeräusch. Er sieht einen Schatten. Nimmt sein Gewehr. Steigt vom Turm und geht auf diesen zu – „Aber wir mussten weiter. Alle mussten weiter in dieser rabenschwarzen Nacht…“ hat der Soldat die Worte der Großmutter im Ohr. „Stop!“, schreit er nun laut. Der Schatten hielt inne…

Der Vorarlberger Schriftsteller Gerhard Jäger legt mit seinem Roman „All die Nacht über uns“  einen facettenreichen Erzählbogen vor, der in seinem Konzept existentieller, historischer und zeitgeschichtlicher Bezugs- wie Kristallisationspunkte, eine besondere formale wie inhaltliche Dichte erreicht, die bis zur letzten Seite die Vorstellungskraft zu inspirieren und in Spannung zu tragen vermag.

„Ein Roman, der viel von den Möglichkeiten der Sprache und der Kraft der Imagination in kritischer Selbst- und Gesellschaftsreflexion weiß.“

 

Walter Pobaschnig 10_18

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Lexikon der Symbole und Attribute in der Kunst, Hildegard Kretschmer. Rom – Architektur und Kunst. Reclams Städteführer. Christoph Höcker. Neuerscheinungen Reclam Verlag.

 

 

 

Lexikon der Symbole und Attribute in der Kunst, Hildegard Kretschmer.

Rom – Architektur und Kunst. Reclams Städteführer. Christoph Höcker.

Neuerscheinungen Reclam Verlag.

Die moderne digitale Kommunikation ist geprägt von Zeichen und Symbolen, die hinweisen und darüber hinaus Bedeutungsebenen öffnen, die traditionelle Sprachebenen wesentlich führen bzw ersetzten. Ein Piktogramm (emoji) wird zum persönlichen Gefühlscode, der direkte verständige Ansprache ist. Dies trifft insbesondere für die Generation der digital natives, also jener unmittelbar mit digitaler Kommunikation Aufgewachsenen, zu. Die Bildsprache ist dabei eine vertraute Lesart, die keiner zusätzlichen sprachlichen Erklärung bedarf.

Blicken wir vom 21.Jahrhundert in die Epochen der Antike, des Mittelalters und der Neuzeit zurück, so begegnen uns auch hier schon in der Kunst eine Reihe von codierten Attributen und Symbolen, die in ihrer je eigenen Ausdrucksform ästhetische Bildsprache und Ansprache tragen wie prägen. Der gegenwärtigen digitalen Form der Kommunikation entspricht also formal auch jene der Kunst über Jahrhunderte hinweg. Die renommierte Kunsthistorikerin Hildegard Kretschmer legt nun einen umfangreichen Übersichtsband über die Attribute und Symbole der Kunstepochen vor, der in alphabetischer Stichwortfolge ein schnelles Nachschlagen erlaubt und kompakte Information vermittelt. Von Aaronstab bis Zypresse reicht dabei die mythologische, religiöse und politische Bandbreite der Bedeutungsebenen und Sinnkonnotationen. Ein Register der Heiligen und mythologischen Gestalten rundet diese Neuerscheinung zum gut erklärenden wie handlichen Reisebegleiter und Nachschlagwerk ab.

Reclam_Rom

Der Reclam Städteführer Rom von Christoph Höcker, nun in dritter aktualisierter Auflage erschienen, bietet einen verlässlichen Reisebegleiter zu Architektur und Kunst, der die wesentlichen Sehenswürdigkeiten und Kunststätten erläutert und über Standort und Besonderheiten informiert. Abbildungen, Grundrisse und Stadtkarten bieten zusätzliche unmittelbare Orientierung. Ein Gewinn für Kunst- und Romexperten wie Neugierige am Weg in die Ewige Stadt.

 

Walter Pobaschnig 9_18

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Fotos: Cover_Reclam;

Hl.Sebastian_St.Egyd Kirche Klagenfurt. Spolien_Tschahitsch Kärnten – Fotos: Walter Pobaschnig

„Karl Barth – Ein Leben in Widerspruch“ Christiane Tietz. Biographie. Neuerscheinung Beck Verlag.

„Karl Barth – Ein Leben in Widerspruch“ Christiane Tietz. Biographie. Neuerscheinung Beck Verlag.

  1. Ein kalter Februartag im noch tief verschneiten Bern. Alle Honorationen der Universität und der Stadt waren gekommen, um dem verstorbenen Theologieprofessor Fritz Barth die letzte Ehre zu erweisen. In den Reden wird auf sein wissenschaftliches Selbstverständnis zurückgeblickt „…Theologie nicht auf Zeitmeinungen zu gründen, welche kommen und gehen, sondern auf den Ewigkeitsgrund der Offenbarung Gottes in Christus…“. Aufmerksam hört sein Sohn Karl, seit wenigen Monaten Pfarrer in Safenwil, einer ländlichen Schweizer Streusiedlung, zu. Karl erinnert sich an die Konsequenz und den Willen, mit dem der Vater seinen Beruf aber auch sein Familienleben gestaltete und formte. Karl nimmt diesen Lebensanspruch in sein berufliches Werden und auch privates Sein mit. Er wird in beiden sehr gefordert sein und immer wieder an die prägende Gestalt des Vaters in allen Widersprüchen zurückdenken…

Der Schweizer Theologe Karl Barth (1886-1968) ist einer der einflussreichsten  theologischen Denker des 20.Jahrhunderts. Geprägt von pietistischen und liberal theologischen Zugängen zu Wissenschaft und Glaube formt sich bei Barth in Auseinandersetzung mit den unmittelbaren Herausforderungen sozialer Lebenswelt und den politisch autoritären wie nationalistischen Gesellschaftsdoktrinen der Zeit eine theologische Haltung, die in den 1930/40 Jahren entschiedene Position gegen Faschismus und Rassismus bezieht. Dieses „dialektische“ Gottesbild Barths, welches keine „Vergöttlichung“ politischer Führer und Institution zulässt, wird zur entscheidenden Grundlage kirchlichen Widerstandes wie aber auch in weiterer zeitlicher Folge zum problematischen starren Gegensatz eines „fernen Gottes“ zur Lebenswelt an sich.

Christiane Tietz, Theologie Professorin an der Universität Zürich und renommierte internationale Fachautorin und Dozentin, legt mit ihrer Karl Barth Biografie facettenreiche Zugänge zu Zeit, Werk und Leben vor, welche die theologische, politische und private Persönlichkeit erstmals in umfassender Form öffnen und darstellen. In 14 Kapiteln fokussiert die Autorin berufliche und familiäre Etappen mit vielen Werk- und persönlichen Quellentexten (Briefe).

„Eine Biographie, die Grundlagen theologischen Denkens und Ringens des 20.Jahrhunderts im gesellschaftlichen wie sehr persönlichen Spannungsfeld beeindruckend erzählt und reflektiert“.

Walter Pobaschnig 9_18

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Liliom.Club _ Bernhard Ensemble- Off Theater Wien. 19.10.2018

 

Liliom.Club _ Bernhard Ensemble- Off Theater Wien. 19.10.2018

Wenn die Lichter im Vergnügungsviertel des Wiener Prater aus sind, gibt es nur Dunkelheit. Menschen sind reglos am Boden. In Stop-Motion beginnen sie sich morgens stumm zu bewegen. Finden ihren Weg in die U-Bahn, ihren Platz im Tageslicht. Wie jeden Tag. Mittendrin im Ringlspiel der Schlaflosen – Andreas Zavoczki, Schausteller. Sein Leben abseits von Achterbahn, Zuckerwatte und Langos ist alles andere als ein Vergnügen. Er sitzt einsam am Bahnsteig. Sein Kopf ist eine Geisterbahn zerfetzter Träume. Schlafen kann er schon lange nicht mehr. Menschen um ihn am Morgen gibt es nicht. Keine Nähe, keine Freunde, keine Liebe. In einem regelmäßigen Gruppentreffen spricht er über seine Ängste kein Wort. Er sitzt da und hört zu. Dann trifft er Fiscur und alles ändert sich. Fiscur kennt nur die Sprache der Gewalt. Direkt, unmittelbar. Zunächst fällt es schwer, doch dann fällt Zavoczki in das grelle Licht des Faustkampfes, das keine Worte mehr braucht. Und seine Sitzungsgruppe mit ihm. Auch Julie, die sich in ihn verliebt, wird ein Teil dieses dunklen Reigens. Und jetzt soll es um Geld gehen. Einen Überfall aber auch gleich um das Finanzamt. Fiscur hat da Ideen. Zavoczki zögert. Julie ist schwanger. Ihre Freundin Marie will das ungleiche Liebespaar verzweifelt an das sichere Ufer einer Existenz in der Seestadt bringen. Doch Zavoczki geht den Weg weiter. Ringt mit allen blutigen Dämonen bis zum Ende und der überraschenden stillen Rückkehr zur verlassenen Liebe….

Regisseur Ernst Kurt Weigel verbindet in seinem neuesten Mash-up, einem innovativen Theatergenre, welches Film- und Literatur/Theaterplots in kritischem Gegenwartsbezug setzt, den Thriller Fight Club (1999, David Fincher) und das Bühnendrama Liliom (1934, Molnar) zu einer furiosen Hochschaubahn moderner menschlicher und gesellschaftlicher Abgründe. Weigel gelingt das außergewöhnliche Kunststück den Film- und Theaterklassiker in ihrer gemeinsamen Mitte von subjektiver Tragik und objektiver Kritik an Lebenswelt und –enge in expressiver Bühnendarstellung in die Gegenwart zu katapultieren. Die Thematisierung von Sprachlosigkeit und Gewalt sind dabei die zentralen Säulen der Inszenierung, die in ihrer Vielfalt der dichten Bewegungs- und Ausdruckformen in großem schauspielerischen Anspruch beeindruckt. Ob in der Einsamkeit täglicher wie düsterer Stadttreffpunkte, im satirischen Monolog des Sitzungszimmers der Selbsthilfegruppe, im impulsiven Tanz am Bahnsteig, im blutigen Slow-Motion Faustkampf oder in stillen Momenten der Sehnsucht und Trauer, das großartige Bernhard Ensemble beherrscht alle Facetten und Ansprüche emotionalen und körperlichen Spiels. Großartige Bühnenpräsenz ist da im Kollektiv und in Gänsehaut erzeugender Weise zu bewundern. Hervorzuheben ist auch das aufwendig gestaltete Bühnenbild in beeindruckender Graffiti-Galerie.

„Modernes mutiges Theater, das keine Scheu vor Experimenten hat und in Regie und Ensemble zweifellos zu den talentiertesten und innovativsten der Gegenwart zählt.“

 

Walter Pobaschnig, Wien 19.10.2018

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Alle Fotos_Walter Pobaschnig

 

 

 

Liliom Club

Regie/Konzept: Ernst Kurt Weigel

Performance: Isabella Jeschke, Leonie Wahl, Kajetan Dick, Gerald Walsberger, Michael Welz, Ernst Kurt Weigel

Komposition: b.fleischmann

Bühne und Kostüme: Devi Saha

Choreografie: Leonie Wahl

Kostümassistenz: Florine Stuefer

Regieassistenz: Jennifer Skriwan

Technik: Jennifer Skriwan, Christian Lieb

Produktionsleitung: Monika Bangert

Presse: Simon Hajós

 

Weitere Termine:

20., 23., 25., 30. Oktober

3., 4., 6., 9., 10., 11., 13 November, jeweils um 19:30 Uhr

 

DAS OFF THEATER, Eingang: Kirchengasse 41, 1070 Wien

Karten:

karten@off-theater.at, +43 676 360 62 06

 

 

„Bruder und Schwester Lenobel“ Michael Köhlmeier. Neuerscheinung Hanser Verlag.

„Bruder und Schwester Lenobel“ Michael Köhlmeier. Neuerscheinung Hanser Verlag.

Der König will regieren. Immer und ewig. Er braucht keinen Nachfolger, keinen Mann für seine Tochter. Seine List endet mit Mord und einem Fluch. Niemand wird hier jemals wieder irgendwem trauen. Die Sprache, die Liebe und das Leben ist eine Falle. Es geht weiter, aber eigentlich ist es vorbei – „Nun wussten alle anderen was ihnen blühte“.

Robert weiß viel von Märchen und ihren tiefenpsychologischen Wahrheiten. Robert ist Psychoanalytiker und seit Tagen nicht mehr in seine Wohnung in der Wieder Garnisongasse zurückgekehrt. Jetti, seine Schwester, ist jetzt aus Dublin angereist. Hanna hat eine Vermisstenanzeige wegen ihrem Mann Robert aufgegeben.  Jetti versucht bei Hanna etwas über ihre Partnerschaft, ihre Lebenssichten zu erfahren. Sie weiß selbst wie schwierig es mit Lust und Liebe ist und wie sich etwa eine menage a trois leicht und schwer anfühlen kann. Auch sie hat viel Liebes- und Lebensgepäck. Wie auch die jüdische Familiengeschichte in Tod, Flucht und Trauma. Ist Robert nun dem inneren Getriebensein gefolgt  – einer Sehnsucht nach unendlich erfüllender Liebe und dem Anspruch des Erschließens von schwerer Vergangenheit in der Familie? Eine lange Reise beginnt nun für alle mit großen und alltäglichen Fragen zu Sinn und Dauer der Liebe, des Lebens und des Leidens – „…und die Kinder liefen, bis niemand, niemand, niemand sie hat gesehn.“.

Michael Köhlmeier ist einer der großen Erzähler unserer Zeit, der Leben und Liebe, Himmel und Erde, Gegenwart und Zukunft in weiter lustvoller Sprachrafinesse zur Rede stellt. Die Welt ist, was wir daraus formen. Ein Wachsein, ein Denken und ein Sehnen nach Glück und Veränderung. Wie im Märchen. In Anspruch, Gelingen und Scheitern. Der Roman verbindet in seiner sehr gelungenen sprachlichen Dialogform (Märchen/Lebensereignis) Handlung wie Existenz- und Sinnfragen und lässt Leserin und Leser spannend wie überraschend den Lebensgeschichten der Geschwister Lenobel folgen.

„Ein Roman, der in faszinierender Sprachlust von der Welt und dem Ringen der Menschen in Liebe und Leiden darin erzählt.“

 

Walter Pobaschnig 9_18

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„Neujahr“ Juli Zeh. Roman. Neuerscheinung Luchterhand Verlag.

 

„Neujahr“ Juli Zeh. Roman. Neuerscheinung Luchterhand Verlag.

Lanzarote. Der ersehnte Urlaub. Henning sitzt auf dem Rad. Allein. Es ist Freiheit für ihn in durchgescheuerten Turnschuhen und billiger Radlerhose. Das Wasser fehlt. Doch so sieht auch sein Leben aus. Schnell, ohne ausreichende Pausen und Labung. Auf der Fahrt jetzt zum Atalaya-Vulkan hat er jetzt Zeit über alles nachzudenken. Seine Frau, die Kinder Jonas und Bibi, die gemeinsamen Weihnachtsfeiern, Urlaube – eine gute Zeit, die er aus der eigenen Kindheit nicht kannte. Der Vater verließ früh die Familie. Seine Schwester Luna und Henning wuchsen ohne all das täglich bemühte und besorgte Da-Sein, wie er es jetzt in seiner Familie leistet und erlebt, auf. Es ist viel, sehr viel zu tun und oft zu viel für ihn. Und da ist auch dieses drückende „ES“ bei Henning, das Gewitter in Körper und Kopf, Blitz und Donner, die so plötzlich kommen und so lange bleiben wie sie wollen.

Jetzt ist er am Pass angekommen. Erschöpft, ein weiter Weg. Er blickt zurück. Dann fällt sein Blick auf Straße und Landschaft um ihn. Es passiert ganz plötzlich in seinem Kopf. Allein auf dem Berg. Bilder kommen aus der Tiefe. Henning hat überlebt. Aber was ist an diesem Ort geschehen –  ja, es ist eine Rückkehr. Ein Schrecken, der hier auf ihn gewartet hat und ihn jetzt umfasst. Henning muss nun mit diesem ringen, mit dem dunklen verschlossen Raum in ihm, der Ereignisse, die nicht ruhen wollen…

Die vielfach ausgezeichnete Bestsellerautorin, Literaturpreisträgerin und engagierte gesellschaftliche Stimme, Juli Zeh, legt mit Neujahr einen Roman vor, der einmal mehr einen rasanten mitreißenden Spannungsaufbau mit tiefgehenden thematischen Fragestellungen verbindet. Trauma und Familiengeschichte sind dabei die zentralen Topoi, welche die Autorin in einen facettenreichen Erzählrahmen setzt, der Fragen persönlicher Ambivalenz in Aufarbeitung von erlebter Vergangenheit und überfordernden Ansprüchen familiärer und beruflicher Rollen öffnet und diesen packend nachgeht.

„Ein Roman, der gegenwärtige Lebenswelt in fordernden und überfordernden Ansprüchen und Lasten der Familiengeschichte und des persönlichen Gewordenseins in spannender Erzählung mitreißend öffnet.“

 

Walter Pobaschnig 9_18

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Ursel Bühring, Alles über Heilpflanzen. Ulmer Verlag

„Ein Buch, das in beeindruckend umfassendem Kräuterwissen neue Zugänge zu Natur in Achtsamkeit, Hilfe und in Freude am Entdecken, Genießen und Heilen öffnet“

Ursel Bühring, Alles über Heilpflanzen. Ulmer Verlag

Ursel Bühring, Heilpraktikerin, Krankenschwester und Naturpädagogin ist Gründerin der ersten Heilpflanzenschule Deutschlands und als Dozentin für Heilpflanzenthemen im In- und Ausland tätig. Das vorliegende Buch im Ulmer Verlag kann als ihr grundlegendes Standardwerk auf dem Gebiet der Heilpflanzenkunde in Kenntnis und praktischer Information, Anwendung angesehen werden. Die Autorin legt dabei inhaltlich sehr klar aufbereitet und auch in der graphischen Überblicksform anschaulich dargestellt für interessierte Laien wie für Fachleute eine „Fundgrube“ zum weiten botanischen Kosmos der natürlichen Kräuter-Heilanwendung vor, die immer wieder neue Entdeckungen zulässt und auch neugierig auf Wege in der Natur und das Entdecken der abgebildeten Pflanzen macht.

Das Buch bietet einerseits eine grundlegende Einführung zu persönlicher Achtsamkeit in Gesundheit/Krankheit und den Anwendungsmöglichkeiten von Kräuterwirkstoffen wie auch eine fundierte Vorstellung und Erklärung von über 70 Heilpflanzen. Die einzelnen Kapitel weisen eine klare Gliederung auf und erlauben so eine gute persönliche Schwerpunktsetzung der Vertiefung. Etwa werden die Möglichkeiten der Verwendung bestimmter Kräuter den verschiedenen Beschwerden- und Krankheitsbildern gegenübergestellt und so ein schneller Zugang ermöglicht. Ebenso bietet ein Überblicksteil gut dargestellte Rezepttipps und –anleitungen, welche eine eigenständige Anwendung gut ermöglichen. Ein Kalenderüberblick stellt die jeweiligen Blüh- und Sammelzeiten vor und gibt auch Anleitungen und Tipps zur Konservierung über das Jahr.

 

 

Walter Pobaschnig, Wien 9_2018

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