„Allmen und die Erotik“ Martin Suter. Neuerscheinung Diogenes Verlag.

 

„Allmen und die Erotik“ Martin Suter. Neuerscheinung Diogenes Verlag.

Allmen ist zum Empfangsabend der literarischen Gesellschaft Sternwald geladen. Es ist ein entspanntes Zusammenkommen und Allmen unterhält sich gut, wenn er auch nicht ohne Intention hier ist. Seine Finanzen stehen seit langem nicht zum Besten und Carlos sein Angestellter ist längst ein guter Hausgeist und auch so etwas wie ein Geschäftspartner geworden, der die Geld Engpässe diskret mit zu handhaben sucht. Doch Allmen will da jetzt mehr Freiraum haben und dazu hatte er heute Abend etwas vor. Der literarischen Gesellschaft geht es finanziell ja sehr gut und da könnte es ja eine Möglichkeit geben…

Doch dann steht plötzlich dieser wie ein Bodyguard gekleidete Mann mit einem spöttischen Lächeln vor ihm und zeigt ihm sein Smartphone mit einem laufenden Video. Allmen erkennt darauf sich selbst wie er mit dem Taschenmesser eine Vitrine öffnet und ein Mini Faberge Ei herausnimmt, schnell in die Tasche steckt und die Flügelfenster wieder schließt. Er erschrickt und versucht mit einem Lächeln zu erklären, doch jetzt nimmt plötzlich eine ganz andere Geschichte ihren Lauf, die Allmen, Carlos und den Bodyguard in ein verhängnisvolles Geflecht von Erpressung und Betrug im Zusammenhang einer sehr speziellen Porzellansammlung bringt…

Der Schweizer Bestsellerautor Martin Suter legt einen weiteren Roman der Allmen Krimi-Reihe vor, der in seiner augenzwinkernden und amüsanten Erzählmitte spannend wie treffend aufmerksam das Allzumenschliche von Persönlichkeit und Lebenswelt in Verführung und Obsession öffnet. Der Autor schafft eine besondere Krimiatmosphäre, in der es nicht um spektakuläre grausame Fälle geht, sondern um menschliche Schwächen und deren Verwirrungen und skurrilen Folgewirkungen.

„Ein Krimi, der menschliche Schwächen und Verführbarkeiten in eine rasante Geschichte von (Nicht)Haben und Sein verpackt.“

Walter Pobaschnig, Wien 11_2018

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Der Kalte Krieg_Das spielerische Leben GEO Magazine_Neuausgaben.

„Der Kalte Krieg – 1947-1991“ GEO Epoche Nr.91.                                                      

„Das spielerische Leben“ GEO Magazin 11_2018.

 

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„Der Kalte Krieg – 1947-1991“ GEO Epoche Nr.91.                                                      

Es sind Jahrzehnte eines politischen Misstrauens, Drohens und der steten Unsicherheit eines möglichen neuen Krieges, der alles bisher Dagewesene an Vernichtungsmacht in den Schatten stellen würde. Die „Supermächte“ USA und UDSSR stehen sich in Bündnissystemen gegenüber, in denen Aufrüstung und Waffentests bestimmend sind. Es sind die Jahre zwischen 1947-1991, die als Epoche des Kalten Krieges bezeichnet und die eine Vielzahl an politischer, gesellschaftlicher und welthistorischer Bewegung in sich birgt, die bis in die Gegenwart wesentlich bestimmt ist. Wege zu Demokratie und Autonomie in all dem hohen persönlichen Einsatz von Existenz und Leben prägen diesen einschneidenden Zeitabschnitt, der uns in der Rückschau in großem Respekt und Staunen begegnet. Und es sind viele Facetten, die dabei zu beachten und im Licht der kritischen Forschung zu betrachten sind.

Die GEO Epoche Ausgabe Nr.91 „Der kalte Krieg“ 1947-1991 bietet nun auf knapp 180 Seiten in Wort und Bild einen eindrucksvollen Überblick dazu, der erklärt, erläutert und wesentliche politische Stationen mitverfolgen lässt. Die inhaltlichen Schwerpunktsetzungen bieten Zugänge zu den militärischen Etappen, Plänen und Geschehnissen (Rüstung, Stellvertreterkriege, Spionage) wie auch Demokratiebewegungen, Wirtschaftsaspekten der Zeit und auch den gesellschaftlichen Bezugspunkten (etwa Sport/Schachweltmeisteschaften oder Wissenschaft/Raumfahrt_Mondlandung). Die bewährte wie gelungene Verbindung von Illustration und Bericht/Reportage/Essay lässt so eine entscheidende Epoche moderner Geschichte lebendig, anschaulich, spannend und auch nachdenklich miterleben. Überblickskapitel in kompakter Daten/Ereignis Darstellung lassen auch ein schnelles Nachschlagen zu. Die beigefügte DVD bietet einen ganz besonderen erstmaligen Zugang zu den Atomversuchen der USA und UDSSR in der Zeit des Kalten Krieges in beeindruckender Reportage und Spurensuche an den Stätten der Atomtests.

„Eine beeindruckende Darstellung eines Kapitels der Weltgeschichte, das in Brisanz und Spannung einzigartig ist“

Walter Pobaschnig, Wien 11_2018

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„Das spielerische Leben“ GEO Magazin 11_2018.

 

 „Das spielerische Leben“  ist das Schwerpunktthema der GEO Ausgabe 11_2018. Das beginnende 21.Jahrhundert ist wohl auch als Jahrhundert des digitalen Spiels zu bezeichnen, welches ein wesentlicher Teil der Freizeitgestaltung der Jugendkultur wie auch generationenübergreifend zunehmend ist. In persönlichen Stellungnahmen, Berichten und Analysen werden nun wesentliche psychologische wie gesellschaftliche Aspekte des Spiels an sich (etwa Brettspiele, Rollenspiele) vorgestellt und perspektivenreich diskutiert. Weitere Themenreiche der aktuellen GEO Ausgabe führen spannend in Bereiche der Ökologie (Früchte und Samen in ihrer wunderbaren Wirkmächtigkeit; der Aralsee_neues Leben), Neuropsychologie (Leben mit einer Gehirninfektion – Aspekte von Wahrnehmung und Identität), Zoologie (Beeindruckende Fotoreportage-etwa Luchse) und Gesellschaft (Internet_Leben, Wissenschaftler, Berufe) sowie weitere Kurzberichte und Reportagen in Wort und Bild.

„Aktuellste wissenschaftliche Erkenntnisse und Fragestellungen in kompakter Weise informativ und wortwörtlich vielseitig spannend dargestellt“

 

Walter Pobaschnig, Wien 11_2018

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„Fünf plus drei“ Arne Dahl. Kriminalroman. Neuerscheinung Piper Verlag.

 

„Fünf plus drei“ Arne Dahl. Kriminalroman. Neuerscheinung Piper Verlag.

Jetzt liegt alles im Dunklen. Hier. Am Korridor vor der verschlossenen Wohnung. Und überhaupt. Nichts ist wie es scheint und sein sollte. Kommissar Berger, der jetzt selbst vor der Tür steht, ist nicht mehr der Einsatzleiter. Er wird wegen Mordverdacht gesucht. Doch er wird auch von der Sicherheitspolizei gebraucht. Gesucht wird ein Ex-Geheimdienstagent, „Carsten“, der die siebzehnjährige Aisha gefangen hält. Die Hintergründe sind unklar. Es dürfte terroristische Verbindungen von „Carsten“ geben. Hintergründe, die jetzt zunächst einmal vor die Türe hierher führen, die im nächsten Moment im Sturm der Spezialeinheit geöffnet wird. Doch als sie in das Zimmer gelangt sind, bleibt es dunkel. Niemand ist hier. Nur ein offenes Buch, Hamlet. Und ja, da sind Bienen. Die plötzlich selbst zur töfdlichen Waffe werden. Und eine Jagd gegen die Zeit auf Leben und Tod beginnt…

Der schwedische Literaturwissenschaftler und –kritiker Jan Arnald legt unter seinem Pseudonym Arne Dahl seinen dritten Berger&Blom Ermittler Krimi vor, der an die Hintergründigkeit und Spannung der beiden Vorgängerromane erfolgreich anschließt. Es ist eine Krimi Spannung, die sich durch ein hohes Erzähltempo auszeichnet, die Leserin und Leser gleichsam einen Fall im unmittelbaren Ermittlungsgeschehen  miterleben lassen. Der Autor erschafft eine atmosphärische Dichte der Ereignisfolge, die von Überraschungsmomenten und Wendungen getragen wird und gepackt Ermittler Berger folgen lässt. Zugleich ist es aber auch ein Schreiben, das auf Gegenwartsbezüge bedacht ist und Problemstellungen der Gesellschaft in Zeit und Leben miteinbezieht.

 

„Ein Krimi, der gebannt in hohem Spannungstempo den Ab- und Hintergründen von Mensch und Gesellschaft folgen lässt“

 

Walter Pobaschnig, Wien 11_2018

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„Die Büglerin“ Heinrich Steinfest. Roman. Neuerscheinung Piper Verlag.

 

„Die Büglerin“ Heinrich Steinfest. Roman. Neuerscheinung Piper Verlag.

Jetzt ist sie hier. Und sie bügelt. Im herrschaftlichen Haus des Professors im südlichen Odenwald. Es ist eine beschauliche Weite, die sie umgibt. Sanft und still. Sie braucht das wohl jetzt. Für ihre unruhige Seele. Ihr Hiersein ist eine auferlegte Strafe. Ein unsichtbares Gepäck, das sie mit sich trägt. Das Bügeln ist für sie eine besondere persönliche Form der Buße und Selbstbeobachtung in der Präzession und Monotonie der Wiederholung. Socken, Krawatten, Hemden, Handtücher, Hemden, Kostüme, Blusen, Unterwäsche. Seit zwei Jahren bügelt sie jetzt für die Familie. An zwei Wochentagen. Dienstag und Donnerstag. Stets zur gleichen Nachmittagszeit und immer zwischen Büchern, stillen Worten, in der Bibliothek. Ihr Name ist Tonia und sie trägt ein Geheimnis mit sich…

Dieses beginnt in Österreich. Als Tochter eines Berliners und einer Salzburgerin. Das Studium führt ihre Eltern nach Wien und schließlich zusammen. Als eine Katze vom Fenster fällt und Max diese auffängt, werden er und Philippa zu Millionären. Vom Geld werden eine Villa und ein Schiff gekauft. Und es geht auf Weltreise. Tonia wird am Schiff geboren. Nach dem Tod der Eltern kehrt sie nach Wien zurück. Das große Haus, die Stadt in den Neunziger Jahren und eine Welt fester wie bebender Erde, die sich nun für sie auftut und die voller Geheimnisse und Abgründe sein wird…

Der aus Wien gebürtige und in Stuttgart lebende Autor Heinrich Steinfest, der 2009 mit dem Stuttgarter Krimipreis ausgezeichnet und schon zweimal für den Deutschen Buchpreis nominiert wurde, legt mit seinem aktuellen Roman „Die Büglerin“ , einen fulminanten Motivbogen existentieller, psychologischer und gesellschaftskritischer Bezüge in unverwechselbarer Sprachkraft, -ironie und –reflexion vor. Das Lesen wird zu einer Hochschaubahn von Lebenswendungen und –abgründen, die vom Autor in einzigartiger Weise staunend, humorvoll und spannend geöffnet werden.

„Ein Buch und ein Autor, die einzigartig das Leben in Herz, Überraschung und Abgrund in Humor, Spannung wie Nachdenklichkeit packen und bis zur letzten Seite nicht loslassen.“

 

Walter Pobaschnig, Wien 12_2018

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„Klagenfurt – Eine bemerkenswerte Stadt in alten Ansichten“ Johannes Lebitsch. Neuerscheinung Heyn Verlag.

 

„Klagenfurt – Eine bemerkenswerte Stadt in alten Ansichten“ Johannes Lebitsch. Neuerscheinung Heyn Verlag.

Eine Stadt blickt in ihrem Jubiläumsjahr 2018 zurück (1518 Schenkung Klagenfurts von Kaiser Maximilian I an die Kärntner Landstände). Der vorliegende Jubiläumsband ist ein historisch bemerkenswerter wie abwechslungsreicher Bildband, der Fotografien und Postkartenmotive in einer Retroperspektive von rund 100 Jahren in thematischen Übersichtskapiteln anschaulich aufbereitet. Entwicklungsprozesse einer Stadt und gegenwärtige  Besonderheiten werden im Rückblick verstehbar. Marktgeschehen, Mobilität, Schifffahrt, Freizeit, kulturelles und soziales, gesellschaftliches Leben werden spannend in raren Bilddokumenten lebendig. Ebenso bauliche Charakteristika in Vergangenheit und Gegenwart.

Das Buchprojekt selbst geht auf eine Facebook-Gruppe zurück, in der seit 2014 historische Aufnahmen Klagenfurts gesammelt werden. Aus diesen rund 9000 Bilddokumenten wurde nun für das vorliegende Buch von Johannes Lebitsch eine Auswahl getroffen.

Einleitend stellt Landesarchivar Dr.Deuer die wesentlichen historischen Stationen der Stadtwerdung und der weiteren geschichtlichen Prozesse in kompakter Form vor.

 

„Eine ganz besondere Zeitreise, die ein vielseitiges Vergnügen ist, aber auch zu Nachdenklichkeit in Vergangenheit und Zukunft kritisch anregt “.

 

 

Walter Pobaschnig, Wien 11_2018

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„Bananama“ Simone Hirth. Roman. Kremayr&Scheriau Verlag.

 

„Bananama“ Simone Hirth. Roman. Kremayr&Scheriau Verlag.

Beim Aussteigen an der Busstation wird es klar. Die Gruppen von Schulkindern verteilen sich auf die Dorfwege. Doch ein Kind bleibt über. Jenes der „Aussteiger“, der Familie, die im alternativen Lebensstil eine Flucht aus der Gesellschaft antreten wollen. Das Kind muss da mit und weiß viel vom „Beerdigen“, dem Verzicht in diesem Leben und das Erklärungen des Vaters meist zu „toten Wörtern“ führen, die dann ganz tief in der schwarzen Erde eingraben bleiben, weil es kein Kennenlernen und Erfahren mehr gibt. Es ist ein weiter Raum der Natur, doch es sind auch feste Mauern und enge Räume, wie jene des neuen Hauses, mit denen umzugehen ist. Es sind viele Beobachtungen und Lebensbegegnen mit Mensch und Tier, die Tag und Nacht spannend werden lassen. Aber die großen Wörter und großen Belehrungen sind schwer zu tragen. Der innere Lebensraum ist so oft die Phantasie, in der sich das Kind einen Zauberstab wünscht, der verwandelt und ermöglicht. Je länger sie hier ist, umso dringender. Denn Dunkles bricht jetzt in „Bananama“ ein. Und jetzt wird es viele Erklärungen brauchen und tote Wörter werden lebendig…

Simone Hirth, mehrfach ausgezeichnete Literatur Preisträgerin, ist eine Wortzauberin, die Leserin und Leser faszinierend unmittelbar in die Lebenswelt ihrer Erzählcharaktere und deren Motive, Wege, Sprünge und Abgründe blicken lässt. Die Sprache der Autorin ist immer eine existentiell sehr direkt gesetzte, welche die persönliche Begreifbarkeit und Ferne von Welt in Kritik wie Empathie reflektiert. Der Roman lässt bei aller augenzwinkernden Melancholie und Tragik von zerbröckelnder Utopie und Lebensrealität die Suche nach Lebenskonzepten positiv offen. Das Scheitern gehört mit zum Weg. Und am Weg sein braucht immer auch Distanz und Humor. Die Autorin lädt in spannender Erzählung und mit viel Sprachfinesse dazu ein.

 

Walter Pobaschnig, Wien 10_2018

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„Der Untergang des österreichischen Imperiums oder die gereizte Republik“ Ed.Hauswirth und Ensemble. Umjubelte Uraufführung TAG Theater Wien. 17.11.2018.

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„Der Untergang des österreichischen Imperiums oder die gereizte Republik“ Ed.Hauswirth und Ensemble. Umjubelte Uraufführung TAG Theater Wien. 17.11.2018.

Jetzt wird getanzt. Hemmungslos. Die Urhorde findet sich gleichsam wieder im Hotel am Semmering. Das Totem, das sind sie jetzt selbst. Ihre Ängste, die Geist und Körper wieder zerreißen und wild toben lassen. Das Unbehagen der Kultur im Anspruch von Humanität und Bildung zerreibt sich in der Ambivalenz prekärer Arbeitsverhältnisse, die dazu verführen Ideale für Lohnzettel zu tauschen. In Zeitungsredaktionen und überall. Ein Angestelltenverhältnis oder was? Niemand entgeht diesen Fragen jetzt. Unten am Fuß des Berges. In den Städten und überall. Daher bleibt jetzt nur noch die Macht des Körpers. Nackt, expressiv, schonungslos… Doch es ist noch nicht so weit. Der letzte Tanz bleibt zunächst eine Dystopie. Eine dunkle Vision vom Untergang der Kultur im Naturtriumph von Instinkt und Macht.

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Noch treffen sie sich wie immer hier am Berg. Die Journalistin und Autorin, der Publizist, der junge Chefredakteur, die Philosophin und weitere. Es gibt Rituale. Gespräche und Tun. Wandern, kochen. Wort und Natur. Lachen und Nachdenken. Doch so war es einmal. Jetzt spitzt sich alles zu. Dunkle Wolken der kränkenden aktuellen Berufserfahrungen, persönliche Enttäuschungen im Lebensweg und die gesellschaftspolitischen Veränderungen ziehen schwer übers Land und hüllen jetzt auch den Berg ein. Überall Verlust und wenig Hoffnung. Es donnert und blitzt. Schwer. Im Tal und jetzt zwischen den Anwesenden. Und es ist nur eine Frage der Zeit bis die narzisstische Magie des Imperiums im letzten Röhren der Hirsche alles verschlingt. Ein dunkler Reigen, dessen Sog hier am Berg kränkt, demütigt und eine scheinbar verlorene Welt endgültig sprengt…

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Das TAG Theater Wien setzt sich mit der umjubelten Uraufführung „Der Untergang des österreichischen Imperiums oder die gereizte Republik“ von Ed.Hauswirth und dem Ensemble fulminant an das Jubiläumsbankett des Landes. Es ist ein komödiantisch wie intellektuell kritisch mitreißender Blick auf die moderne Gesellschaftsgeschichte in allen Herausforderungen und Enttäuschungen. Die Inszenierung in der grandiosen Darstellung und Sichtbarmachung individueller Lebenswege öffnet die großen Einsamkeiten und stillen Tragödien unserer Zeit, in denen Fragen und Klagen persönlich bleiben (müssen) und so innerlich erstarren lassen. Das Ensemble interagiert im großen Thema individueller und gesellschaftspolitischer Lebensspannung von Ideal und Realitätanspruch in hervorragender persönlicher Aufmerksamkeit und schafft es die Brüche zwischen sozialer Rollenfassade und unterdrücktem persönlichen Angstschrei in Gänsehaut offenzulegen. Präsenz, Expressivität, Überraschungsmoment und Tragik reißen das Publikum mit.

Ein Bühnenereignis, das unterhält wie nachdenklich macht und zeigt welch Kraft, Aufmerksamkeit und Spielfreude modernes Theater auszeichnen kann.“

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Regie: Ed. Hauswirth

Text: Ed. Hauswirth und Ensemble

Es spielen: Beatrix Brunschko, Jens Claßen, Juliette Eröd, Lorenz Kabas, Monika Klengel, Raphael Nicholas, Georg Schubert, Lisa Schrammel

Bühne: Johanna Hierzegger

Kostüm: Christina Romirer

Dramaturgie: Tina Clausen, Isabelle Uhl

Regieassistenz: Renate Vavera

Kamera: Gregor Graschitz

Regiehospitanz: Alexander Schlögl

 

Uraufführung: Sa 17. November 2018, 20.00

Weitere Vorstellungen

Di 20., Mi 21., Fr 23., Sa 24., Di 27. und Mi 28.* November 2018, 20.00

Di 18., Mi 19. und Do 20. Dezember 2018, 20.00

 

*Im Anschluss an die Vorstellung findet ein Publikumsgespräch statt.

 

 

Walter Pobaschnig, Wien 11_2018

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Fotos_Walter Pobaschnig