„Es liegt an uns allen den „Populären, starken Mann“ zu verhindern.“ Thomas Himmelbauer, Schriftsteller _ Güttenbach/Burgenland 20.3.2023

Lieber Thomas, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Mein Tagesablauf ist ganz stark durch meinen Beruf als Lehrer bestimmt.

Aufstehen um 5 Uhr 30. Nach einem veganen Frühstück, für das ich mir viel Zeit nehme, studiere ich ausführlich die Wetterkarten im Internet. Die Versuche der Computer, das Chaos der Vorgänge in der Atmosphäre zu bändigen, faszinieren mich. In allen meinen Romanen spielen Beschreibungen von Wetterlagen eine große Rolle.

Thomas Himmelbauer, Schriftsteller

Dann Fahrt in die Schule und Unterricht ab 8 Uhr. An den Nachmittagen folgen Vorbereitungen und Verbesserungen und so fällt meine schriftstellerische Tätigkeit in den Abend und in die Nacht hinein, falls der Tag meine schöpferische Kraft nicht verbraucht hat.

Anders natürlich in den Ferien und am Wochenende. In den Morgenstunden fahre ich da sehr gerne mit dem Fahrrad durch das Südburgenland. Von den Eindrücken, die ich auf diesen Touren sammle, kann man in meinen Kriminalromanen lesen. Danach arbeite ich meist sehr intensiv.

Mein Lieblingsplatz zum Schreiben ist unser Glashaus im Garten. Hier ist es auch an sonnigen Wintertagen angenehm warm und in den Sommernächten leuchten die Sterne über mir am Himmel oder die Blitze ferner Gewitter erleuchten die Finsternis, wenn ich am Ende des Tages ein Buch lese.

Thomas Himmelbauer, Schriftsteller

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Die Stürme um die Insel der Seligen werden heftiger. Noch sind die meisten nur am Bildschirm zu sehen, doch die einsamen, dünnen Schneebänder in grüner Landschaft lassen sich nicht einfach wegwischen.

Demokratie, Rechtsstaat und Menschenrechte sind mit vollen Bäuchen, vom Urlaub gebräunten Körpern und vollgetankten SUVs leicht aufrecht zu erhalten. In Krisen, wenn die Mauer des Wohlstand bröckelt,  liegt es an uns allen den „Populären, starken Mann“ zu verhindern. Zu große Unterschiede zwischen Arm und Reich müssen mit aller Macht verhindert werden.

Es kann der Frömmste nicht in Frieden bleiben. Wenn es dem bösen Nachbar nicht gefällt. Schiller ist leider wieder mehr als aktuell. Aufrüstung darf nicht die einzige Antwort sein.

Vor einem Aufbruch werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?

Noch können wir die Tore unserer Burgen schließen und reiten nur zum Vergnügen hinaus und durch die ärmlichen Siedlungen der Umgebung, um uns zu unterhalten. Der Adel des 21. Jahrhunderts sind wir. Wir müssen rasch lernen zu verzichten, sonst ist weder die Klimaerwärmung noch die nächste Revolution der Armen zu verhindern. Persönlich werden wir uns die unangenehme Frage stellen müssen, ob wir uns nicht zu gern hinter dem Satz: „Was kann da ein einzelner schon machen?“ verstecken.

Literatur ist besonders gut geeignet, der Gesellschaft einen Spiegel vor Augen zu halten. Sie darf übertreiben, um deutlich sichtbar zu machen, was im Trubel des Alltages gerne übersehen wird, denn Künstler fürchten keine nächste Wahl und auch den Verlust von Followern und Likes nicht. Ein Kunstwerk muss sich auch nicht die Frage stellen: Wozu ist es gut? Wer hat was davon? Kunst folgt keinen Aktienkursen. Oft können sich die Mächtigen nur helfen, indem sie Kunst vernichten, Bücher verbrennen, so wirkungsvoll ist Kunst. Ich bin sicher, dass Kunst einen ganz wichtigen Betrag leisten wird, die kommenden Veränderungen bewältigen zu können.

Was liest Du derzeit?

Graham Greene   Das Ende einer Affäre

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Das Problem dieser Welt ist, dass die intelligenten Menschen so voller Selbstzweifel und die Dummen so voller Selbstvertrauen sind.“

Bertrand Russell nach William Butler Yeats

Vielen Dank für das Interview lieber Thomas, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literaturprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen:

Thomas Himmelbauer, Schriftsteller

Zur Person_  Thomas Josef Himmelbauer geboren am 2.10.1960 in Wien. 1979-1984 Lehramtsstudium für Mathematik und Physik an der Universität Wien. Ab 1984 Lehrer am Gymnasium Wien 2, Zirkusgasse 1984-1987 Doktoratsstudium Mathematik bei Univ. Prof. Harald Rindler Dissertation über „Lineare Gleichverteilung“.

In den Jahren 1979-1984 entstand der Roman „Mosaik“ über das Leben von Jugendlichen im Wien der 70-Jahre, der unveröffentlicht blieb.

Ab 1988 bis 2023 Lehrer am katholischen Privatgymnasium Neulandschule in Wien Grinzing. Seit 1989 verheiratet. Zwei Kinder.

Im Frühjahr 2007 entstand der Kriminalroman „Tod in Pannonien“, der im Südburgenland in der Umgebung von Güttenbach spielt. Im April 2009 erscheint der Kriminalroman im Verlag Federfrei und befindet sich momentan in der 2. Auflage.

Es folgen die Kriminalromane: „Tod im Gymnasium“ 2010; „Tod am Güttenbach“ 2011; „Tod auf der Weißwandhütte“ 2013; „Tod bei Güssing“ 2015; „Tod im Zickenwald“ 2019

Aktueller Roman „Tod an der Pinka“ 2022

http://www.federfrei.at/todanderpinka.html

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26.2.2023_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

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„Giving peace a chance“ Thorsten Nesch, Schriftsteller_ Give Peace A Chance _ Lethbridge, CAN 20.3.2023

GIVE PEACE A CHANCE


Giving peace a chance

Implies it generally has none

Very much like a toddler

Eager to win a board game


Past wars taught us

Endless suffering lying

Ahead for innocent women

Children and men

Except you are rich



Aristocrats are exempt



Can it be that those

Horrendous times of war

Are only there to protect

Nobody else but the rich

Class otherwise risking to be

Eradicated?


Thorsten Nesch, 27.2.2023

Thorsten Nesch , Schriftsteller, singer&songwriter

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Thorsten Nesch , Schriftsteller, singer&songwriter

Zur Person_ Thorsten Nesch lebt in Lethbridge, Kanada. Traditionell veroeffentlichte Romane auf Englisch und Deutsch. Seit Januar 2022 veroeffentlicht er 1 EP pro Monat als Songwriter (Bandcamp, Spotify etc.).

Mehr Infos http://www.thorstennesch.com

Foto_privat

Walter Pobaschnig _ 27.2.2023

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80.Geburtstag Janis Joplin _ „Janis Joplin hätte der Welt sicher noch mehr zu sagen gehabt“ Isabella Gozzo, Schauspielerin, Sängerin _ Wien 19.3.2023

Liebe Isabella Gozzo, welche Bezüge gibt es von Dir zu Janis Joplin und der Zeit der 1960er Jahre?

Die 1960er Jahre verkörpern für mich das Moment starker Rebellion und Janis war eine Rebellin in jeder Faser ihres Daseins.

Isabella Gozzo, Schauspielerin, Sängerin _ acting Janis Joplin _
2023 _ 80.Geburtstag Janis Joplin (* 19. Januar 1943 Port Arthur, Texas † 4. Oktober 1970 in Los Angeles, Kalifornien)

Wie siehst Du die Epoche der 1960er Jahre?

Eine ist eine Epoche voller Erneuerungen und den großen Ausbruch aus der konservativen Gesellschaft.

Gibt es einen Lieblingssong von Janis Joplin?

Cry Baby mag ich sehr gerne und ihre Version von summertime geht mir jedes Mal erneut unter die Haut.


Singst Du selbst auch? Welche Projekte gibt es da aktuell?

Ich singe leidenschaftlich gerne und arbeite gerade intensiv an meinen eigenen Songs. Also es gibt bald Neues von mir zu hören !

Liegen die Musik und das Schauspiel in Deiner Familie?

Musik auf jeden Fall, da mein Vater auch Musiker ist. Die Leidenschaft für das Schauspiel, hab ich ehrlich gesagt etwas später entdeckt.

Wie siehst Du als Schauspielerin, Sängerin die Künstlerin und die Bühnenperformance von Janis Joplin?

Sie war eindeutig keine stille Maus sondern hat ihre Meinungen frei geäußert und eben weil sie so ein kreativer Freigeist war, ist sie eine unvergessliche Künstlerin geblieben. So etwas finde ich bewundernswert.

Das Leben von Janis Joplin ist von großartigen Erfolgen wie persönlicher Tragik geprägt. Wie siehst Du die Umstände Ihres Künstlerinlebens und frühen Todes?

Sie hatte keine leichte Kindheit und Jugend, ich denke, dass wird auch dazu geführt haben, dass sie in der Kunst einen Weg gefunden hat, ihren Emotionen freien Lauf zu lassen. Sie hätte der Welt sicher noch mehr zu sagen gehabt, wenn sie nicht so früh gestorben wäre.

Was können wir von Janis Joplin in unsere so herausfordernden Zeiten mitnehmen?

Definitiv ihre Kreativität.

Kreativität in eine Kunstform zu verwandeln, ist zeitlos.

Welche Pläne, Projekte hast Du derzeit im Schauspiel?

Meine erste Buchverfilmung steht an. Ich freu mich schon so darauf!

Darf ich Dich abschließend um eine Songzeile von Janis Joplin bitten?

“Some say love, it is a hunger

And endless aching need.

I say love, it is a flower

And you, it’s only seed.”

Janis Joplin – The Rose

Isabella Gozzo, Schauspielerin, Sängerin _ acting Janis Joplin _
2023 _ 80.Geburtstag Janis Joplin (* 19. Januar 1943 Port Arthur, Texas † 4. Oktober 1970 in Los Angeles, Kalifornien)

Liebe Isabella, herzlichen Dank für das wunderbare Fotoshooting und Interview, viel Freude, Glück und Erfolg 2023!

80.Geburtstag _ Janis Lyn JoplinSängerin (*19.1.1943 Port Arthur/Texas +4.10.1970 Los Angeles, Kalifornien)  _

Fotoshooting_acting Janis Joplin

Isabella Gozzo, Schauspielerin, Sängerin _ Wien

Alle Fotos _ Walter Pobaschnig 2_23

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„mehr zusammenstehen, als wir das gewöhnlich tun“ Michael Kleinherne, Schriftsteller _ Eichstätt/Bayern 19.3.2023

Lieber Michael, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Den Tag über gehe ich meinen Brotjobs nach (Kurse Kreatives Schreiben, Schreibberatung und Englischunterricht), zwischendurch gehe ich mit dem Hund raus und am Abend schreibe ich.

Michael Kleinherne,Schriftsteller

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

In diesen Zeiten sollten wir mehr zusammenstehen, als wir das gewöhnlich tun.

Vor einem Aufbruch werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei dem Theater/Schauspiel, der Kunst an sich zu?

Die Kunst oder in meinem Fall die Schreibkunst könnte durchaus dazu beitragen, das Bewusstsein für die Probleme und Lösungen zu schärfen, vor denen wir alle stehen.

Was liest Du derzeit?

John Burnsides „Über Liebe und Magie“, ein etwas unkonventioneller Liebesroman.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Mein Lieblingszitat, welches ich auch auf mein eigenes Schreiben beziehe, stammt von Ernest Hemingway und lautet:

Die Würde, die in der Bewegung eines Eisberges liegt, beruht darauf, dass nur ein Achtel von ihm über dem Wasser ist.

Vielen Dank für das Interview lieber Michael, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literaturprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen:

Michael Kleinherne, Schriftsteller

Zur Person: Michael Kleinherne, 1964 in Westfalen geboren, lebt in Bayern. Er arbeitet dort als freier Autor, Journalist und Dozent für Kreatives Schreiben, Schreibberatung und Englisch. An der Universität Eichstätt leitet er das jährliche Festival LiteraPur. 2002 erhielt er den Reportagepreis der Akademie der Bayerischen Presse. 2012 erschien sein Kurzgeschichtenband Drehpause, 2014 die Novelle Daniel, 2016 der Roman Die Aktion, 2020 der Roman  Der Mann auf dem Foto ist 2020. Sein aktueller Roman „Absinth“ ist im September 2022 im Kulturmaschinenverlag erschienen.

Homepage von Michael Kleinherne _ michaelkleinherne.wordpress.com.

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3.12.2022_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

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„gib der erde tau und tropfen“ Diana Jahr, Schriftstellerin _ Give Peace A Chance _ Puderbach/D 19.3.2023

give peace a chance

gib der erde tau und tropfen
in weiten welten sind wir
verwirrt oder halten 
ein versprechen für verhängnis

pfirsichworte sagst du
ehrliche früchte einer haut
abgegolten
changierende blüten
einer vergesslichkeit

aber wer vermag schon verse zu wagen

chimären wechseln ihr kleid
hellblau zu dunkelrot zu schwarz
aber sie sind müde müder
noch als der mensch am abend
come on, sagst du, schweige nicht
erzähle

diana jahr,  2.3.2023

Diana Jahr, Schriftstellerin

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Diana Jahr, Schriftstellerin

Zur Person_mein Name ist Diana Jahr, ich wurde 1970 in Dortmund geboren, und lebe inzwischen im Westerwald. Ich schreibe hauptsächlich Lyrik und Kurzprosa, und blogge seit zehn Jahren, in literarischer Manier: https://versspruenge.wordpress.com/
Bisher habe ich schon etliche Texte sowohl in literarischen Zeitschriften (zB Wortschau, Dichtungsring) als auch in Anthologien veröffentlicht. Im Jahr 2019 gewann ich zu meiner Freude den ersten Preis beim Kempener Literaturwettbewerb in der Kategorie Songtexte/ Lyrik.

Mein erster eigener Gedichtband und nachts wandern die fledermäuse aus erschien im gleichen Jahr (2019) beim Schillo-Verlag, München; dort dann auch im letzten Jahr (2022) ein volvo voller orangen, lyrische skizzen.

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Walter Pobaschnig _ 2.3.2023

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„Jeden Morgen ein Gedicht, manchmal mehrmals, lesen“ Uli Rothfuss, Schriftsteller _ Stein/D 18.3.2022

Lieber Uli, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Eigentlich ist kein Tag wie der andere. Ich leite eine kleine Hochschuleinrichtung für kreative Berufsfelder – Kunst, Design, Literatur – und unterrichte auch selbst Sprache, Kommunikation, Literatur; da kommen auch Budget- und Personalfragen genauso wie Entwicklungsanforderungen von Studiengängen.

Eine Konstante ist:, dass ich täglich versuche, mir Freiräume zu nehmen für mein eigenes Schreiben, für die Recherche an Projekten, über die ich schreibe. Und sei es frühmorgens oder bis spät in die Nacht.

Uli Rothfuss, Schriftsteller, Professor für Kulturwissenschaft

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Wichtig ist, in einer Zeit der Krisen, auch der Verunsicherung, die Hoffnung, den Glauben an das Gute nicht zu verlieren. Und das zu leben durch persönliche Bescheidenheit, durch Zugehen auf andere, durch das ständige Bereitsein, zu helfen; aber auch indem man sich umfassend informiert.

Vor einem Aufbruch werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei dem Theater/Schauspiel, der Kunst an sich zu?

Wichtig ist, die eigene Orientierung nicht zu verlieren, sich an den durch das Leben erworbenen Werten auszurichten; ich persönlich, aber auch die Kunst allgemein, Theater und Literatur im Besonderen. Kunst soll dokumentieren, soll immer wieder alternative Lösungen bieten, soll immer wieder Möglichkeiten austarieren, wie Leben weiterhin möglich ist.

Was liest Du derzeit?

Seit vielen Jahren habe ich ein persönliches Konzept: J-eden Morgen ein Gedicht, manchmal mehrmals, lesen. Es prägt sich ein Begriff, eine Zeile, ein, die mich durch den Tag begleitet – zum Nachdenken anregt, zum Abgleichen mit dem Alltag.

Ich lese meist zwei Bücher parallel – zumeist und gerne ein belletristisches, dazu eines mit eher Sachbuchcharakter. Zur Zeit: die Biografie von Thomas Knubben über den zu seiner Zeit berühmten, umstrittenen Arzt Franz Anton Mesmer (Thomas Knubben: Franz Anton Mesmer oder die Erkundung der dunklen Seite des Mondes, Hirzel 2022), und das neue Buch von Peter Neumann über übriggebliebene Utopien (Peter Neumann: Feuerland. Eine Reise ins lange Jahrhundert der Utopien 1883-2020, Siedler 2022).

Außerdem mit viel Vergnügen Essensmagazine und kreative Kochbücher.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Das Schwerste: immer wieder entdecken, was man ohnehin weiß. Elias Canetti.

Vielen Dank für das Interview lieber Uli, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literaturprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen:

Uli Rothfuss, Schriftsteller, Professor für Kulturwissenschaft

Zur Person: Präsident der Europäischen Autorenvereinigung Die KOGGE und Präsidiumsmitglied und writers-for-peace Beauftragter Deutsches PEN-Zentrum. 

http://www.uli-rothfuss.de.

Foto_privat

16.12.2022_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

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„Ideen“ Fredrik Jan Hofmann, Schauspieler _Give Peace A Chance _ Graz 18.3.2023

GIVE PEACE A CHANCE


G laube

I deen

V ertrauen

E mpathie


P ower

E insicht

A ufbruch

C horales Singen

E nergie


A tmen


C hillen

H eimat ein Gefühl

A nvertrauen

N atur

C hance

E rlernen


Fredrik Jan Hofmann, 26.2.2023

Fredrik Jan Hofmann, Schauspieler, Sprecher & Coach

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Fredrik Jan Hofmann, Schauspieler, Sprecher & Coach

Zur Person_Fredrik Jan Hofmann ist seit 2002 Schauspieler. Nach seiner Ausbildung am Max Reinhardt Seminar war er an verschiedenen deutschsprachigen Theater engagiert,
und gastierte als Gast am Theatre National du Luxembourg, bei den Ruhrfestpielen
Recklinghausen und seit 2015 gehört er zum Ensemble des Schauspielhaus Graz.
Vor der Kamera arbeitet er seit gut 10 Jahren. Er wirkte in Kinofilmen, Fernsehfilmen
mit. Es stand u.a. für die Serie “Das Boot” vor der Kamera und im letzten
Frühsommer war er für die Amazon Serie “Therapy” am Set stehen.

Seit 2008 coacht und unterrichtet er rund um das Thema “Rhetorik &
Körpersprache”. Er veranstaltet Workshops in eigener Regie und arbeitete als
Dozent u.a. der FH Aachen/Architektur, int. Bühnenwerkstatt Graz, Kunstuniversität
Graz sowie zuletzt im Rahmen der Green Actors Lounge. Seine Ausbildung zum
Tanztherapeuten(*IGE) wird er im Jänner 2023 abschließen.

Foto_Volker Schmidt


Walter Pobaschnig _ 26.2.2023

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„kein‘ Frieden des Friedhofs, das ist nicht genug“ Markus Witte, Autor _ Give Peace A Chance_ Nauen/D 17.3.2023

GIVE PEACE A CHANCE


Gebär‘ mir die Hoffnung gefrorener Träume,

inmitten des Wahnsinns

voll Passivität. Ach schenk‘ uns die Kraft uns‘re Augen zu öffnen,

ein Sofa (geblümt) vs. Realität

Pandora, reichst du uns

ein Kästchen der Weisheit?

Am Ufer Sirenen,

Chimärenpaket. Ich zeig‘ dir die

endlosen Bilder der Kinder – von Kiew, die

Alten, noch ist’s nicht zu spät.

Charakter, so heißt nicht der Stoff deines Sofas. Tanz‘ mir die

Hoffnung, die Hitze der Glut. Tanz‘ mir die

Augen der Mütter von Bachmut und tanze mir hier das Sirren der

Nacht, tanz‘ mir den Qualm der Ruinen von

Charkiw…

ein Lachen der Kinder – das sollst du mir tanzen, kein‘ Frieden des Friedhofs, das ist nicht genug

Markus Witte, 1.3.2023

Markus Witte, Autor

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Markus Witte, Autor

Zur Person_

Markus Witte, geboren 1975 in Parchim (Mecklenburg-Vorpommern). Autor und Jurist. Wohnt in Nauen (Brandenburg) und Hannover. Lyrik und Kurzgeschichten, deutsch und englisch. Zuletzt zwei Gedichte in der Lyrik-Anthologie „Der Amelia Earhart Pfannkuchen“ (Moloko Print 2022).

Zudem Fotografie und Fotoausstellungen. Die Grafik von Markus Witte „L VE“ als Teil des Originale-Drucks „More Money“ (42 Künstler, Herausgeberin Jo-Anne Echevarria-Myers, Auflage 100 nummerierte Originale) ist in der Sammlung der Harvard University Fine Arts Library und des Museum of Modern Art in New York (MOMA). „

Webseite www.the-moment.com

Foto_Kristina Verzbilovska

Walter Pobaschnig _1.3.2023

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„trotz Höhen und Tiefen den eigenen Weg weiterzugehen“ Kieda Budini, Sängerin_ Wien 17.3.2023

Liebe Kieda, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Ich bin gerade aufgewacht und fühle mich motiviert, zum Training zu gehen, damit ich mich später hinsetzen und an meinen neuen Musikprojekten arbeiten kann.

Kieda Budini, Sängerin, Schauspielerin, Make up artist

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Es ist wichtig, trotz Höhen und Tiefen den eigenen Weg weiterzugehen.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei dem Theater/Schauspiel, der Musik, der Kunst an sich zu?

Die letzten Jahre haben Angst und Ungewissheit geweckt, die beide zu Isolation und einer Neuordnung unserer sozialen und persönlichen Prioritäten geführt haben, wobei Überleben und Bewahrung an der Spitze standen. 

Jetzt, da die dunkle Wolke vorbeigezogen ist, werden wir uns alle wieder darauf konzentrieren, was uns Spaß macht, was uns Frieden bringt, was uns zusammenbringt, was unsere Meinungen und Emotionen wieder zum Vorschein bringt und was unsere Intensität im Leben wieder zum Vorschein bringt.  Es gibt nichts, was all dies mehr motiviert als die kreative Welt in all ihren Formen.

Was liest Du derzeit?

Derzeit lese ich „All you need to know about music business“ von Donald S.Passman  und „Tribe of Mentors“  von Timothy Ferriss

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

„Action may not always bring happiness, but there is no happiness without action„

Benjamin Disraeli

Vielen Dank für das Interview liebe Kieda, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Schauspiel-, Musikprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen:

Kieda Budini, Sängerin, Schauspielerin, Make up artist

Foto_Michaela Krauss -Boneau

12.6.2022_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

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„dass wir Verständnis für unsere Mitmenschen zulassen“ Marcel Miska, Schriftsteller _ London 16.3.2023

Lieber Marcel, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Ich arbeite gern in der Nacht und liebe es, den Tagesanbruch zu sehen. Dann einen guten Kaffee, Musik und auf jeden Fall noch einen Kaffee.

Prinzipiell folge ich keinem statischen Tagesablauf. Ich bevorzuge es, Prioritäten zu setzen, und diese bestimmen meinen Tag.

Marcel MiskaSchriftsteller,
Schauspieler, Musiker, Synchronsprecher

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Es gibt viel, das für uns alle besonders wichtig sein sollte. Aber ich denke, uns in Verständnis zu üben ist eines der höchsten Gebote. Es ist bedeutsam, dass wir Verständnis für unsere Mitmenschen zulassen, und zwar im gleichen Maß wie wir Verständnis für unser eigenes Selbst haben sollten. Mit Verständnis werden Vorurteile und Bewertungen verschwinden und der Weg zu Vertrauen und innerer Freiheit wird sich ebnen. Das ist doch einen Versuch wert!

Vor einem Aufbruch werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei dem Theater/Schauspiel, der Kunst an sich zu?

Aufbrüche gab es schon immer. Was dabei wesentlich sein wird, ist das die Menschen als Gesamtheit vor eine Probe gestellt werden, um zu sehen, ob wir aus der Vergangenheit gelernt haben, oder nicht. So geschah es bereits vor 1000 Jahren und so wird es immer sein. Das ist Teil der Weltevolution. Das entscheidende ist, dass wir hierbei als Individuum und als Gesellschaft Schritte nach vorn machen und nicht in die Fallen der Vergangenheit treten.

Die Kunst wird dabei – wie zu jedem Zeitpunkt in der Geschichte – als Ausdrucksmittel fungieren. Ein Ventil, das Emotionen, Ansichten, tatsächliche Ereignisse und tiefes Verlangen und Wünsche vereint. Gleichzeitig wird sie ein Spiegel sein, der uns reflektiert und nicht zuletzt ein Zeitzeuge, der das Geschehen festhält. Sei es auf der Bühne, oder in Filmen, in Liedern, Büchern oder Gemälden. Und das ist von unabdingbarer Wichtigkeit für das nächste Mal, wenn wir von „Aufbruch“ sprechen.

Was liest Du derzeit?

„A Christmas Carol“. So wie jeden Dezember.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Mein Lebensmotto: „Genug Momente und du hast ein Leben“.

Vielen Dank für das Interview lieber Marcel, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literatur-, Schauspiel-, Musikprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

Von Herzen gern!

5 Fragen an Künstler*innen:

Marcel MiskaSchriftsteller,
Schauspieler, Musiker, Synchronsprecher

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Walter Pobaschnig _ 14.12.2022.

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