Station bei Malina _ „Manchmal warte ich auf dich vor der Tür“ Mark Klenk, Schriftsteller _ Wien 3.9.2023

Station bei Malina_
Mark Klenk, Schriftsteller _Wienacting Malina _
Romanschauplatz „Malina“ Ingeborg Bachmann (1971) Wien  
50.Todesjahr_Ingeborg Bachmann_ Schriftstellerin (25.Juni 1926 Klagenfurt – 17.Oktober 1973 Rom)
Station bei Malina_
Mark Klenk, Schriftsteller _Wienacting Malina _
Romanschauplatz „Malina“ Ingeborg Bachmann (1971) Wien  
50.Todesjahr_Ingeborg Bachmann_ Schriftstellerin (25.Juni 1926 Klagenfurt – 17.Oktober 1973 Rom)

Zum Projekt: Das Bachmann Projekt „Station bei Bachmann“ ist ein interdisziplinäres Kunstprojekt an den Schnittstellen von Literatur, Theater/Performance und Bildender Kunst.

Dabei kommt den topographischen und biographischen Bezügen eine besondere Bedeutung zu, indem Dokumentation, Rezeption und Gegenwartstransfer, Diskussion ineinandergreifen.

Künstler:innen werden eingeladen an diesem Projekt teilzunehmen und in ihren Zugängen Perspektiven zu Werk und Person beizutragen.

Den Schwerpunkt bildet dabei Werk und Leben Ingeborg Bachmanns. Ebenso weitere Künstler:Innen.

Lieber Mark Klenk, wir sind hier an literarischen Bezugsorten des Romans „Malina“ (1971) von Ingeborg Bachmann in Wien. Sind Dir die Orte hier vertraut?

Als ich “Malina” gelesen habe, erkannte ich sofort die Straßen und Ecken, weil ich auch dort wohne. Es war interessant zu sehen, was sich in den 50 Jahren geändert hat beziehungsweise was gleichgeblieben ist.

Welche Eindrücke hast Du von den Schauplätzen in der Ungargasse, die wir besucht haben?

Die Gebäude sind, wie ich mir Wien in den 70er vorgestellt habe:  breite offene Gänge, schwere Holztüren, enge Aufzüge, kalte Marmorfliesen, Kalkfarbe an den Wänden. Wenn ich die tatsächlichen Schauplätze sehe, die Ingeborg Bachmann verwendete, wird das Buch lebendiger. Sehr spannend!

Was sind für Dich zentrale Themen und Aussagen des Romans?

Bachmann hatte im Leben viel durchgemacht. Praktisch als Teenager den Zweiten Weltkrieg zu erleben, ist sehr prägend (Sorry! Understatement des Jahres…). Ihre Auswahl an Liebesbeziehungen führte zu weiteren Enttäuschungen im Leben. Ich finde, sie äußerte ihre gesammelte Lebensqual durch dieses Buch.

Welches Frauen- und Männerbild spricht Ingeborg Bachmann in Malina an und wie aktuell ist dies heute?

Meine erste Überlegung war, ob Ingeborg Bachmann eine Beziehung zwischen “Dominant und Submissiv” (Ivan und der Ich-Erzählerin) beschreiben wollte. Die Parallelen sind vorhanden. Allerdings, je mehr man liest, desto mehr versteht man, dass Bachmann eher ihre Beobachtung der ungesunden Unausgeglichenheit der männlichen-weiblichen Rollen zum Ausdruck bringen wollte. Ein modernerer Ausdruck dafür wäre: “Es ist kompliziert”.  Wie weit liegt die Schuld dieser Aussage an der Passivität und der Krankheit der Ich-Erzählerin? Wie weit ist es Schuld der Patriarchie?

“Ja, es ist kompliziert…” heute wie damals.

Gab es in Deinen Musik-, Kunstprojekten Berührungspunkte zu Ingeborg Bachmann?

Nicht direkt, aber ich mag, wenn jemand mich fotografiert oder ich eine Rolle spiele, spiele ich gerne eine strenge Rolle wie Ivans.

Du bist wie Ingeborg Bachmann als Künstler nach Wien gezogen. Von wo und wann war das und welche Erfahrungen hast Du hier als Künstler gemacht?

Stimmt! Ich vergesse oft, dass ich kein “echter” Wiener bin. Hahaha. Ende 1996 kam ich nach Wien. In meinem Buch “Oh, das bin ja ich” (Löcker Verlag) erzähle ich, wie ich langsam alles in Colorado hinterlassen habe. Nicht vom Fernweh getrieben, sondern vom Heimweh, weil Wien mir Heimatgefühle schenkte.

Die ersten Erfahrungen waren hart. Als Schriftsteller, der seine neue Sprache noch nicht konnte… darum arbeite ich gern mit Migranten, weil ich sie ermutigen kann! Ich verstehe die Österreicher und die Mitbürger sozusagen.

Was sind Deine derzeitigen Projektpläne?

Oh, sehrrrrr viel! Zum Beispiel, für unsere Vernissage am 11.11.2023 im Amerlinghaus (Wien) schrieb ich eine Geschichte, die zusammen mit Harfe vorgeführt wird. Dazu präsentieren wir ein neues Buch, bei dem ich Malereien mit Lyrik begleite. Die talentierten Malerinnen werden ihre Kunstwerke zwei Wochen lang aushängen und meine Texte (und das Buch) kommen dazu!

Durch meinen Kulturverein Worte und Taten haben wir neue Bücher und Projekte, wo wir Kunst mit “Mental-Health-Awareness” fusionieren. Spannend wird die Reihe für Künstler “ART:FLOW”. Hier haben wir die Schwerpunkte: Vertiefung der eigenen Kunstprojekte, mentaler und Art-Work-Flow, Art-Life-Balance, konfliktfreier zu leben, usw.

Danke Walter nochmals für diese Möglichkeit und die großartigen Fotos!

Darf ich Dich abschließend zu einem Malina Akrostichon bitten?

Manchmal warte ich auf dich vor der Tür.

Auch vorm Telefon… griffbereit.

Lass es klingeln, Ivan.

In deiner Stimme finde ich mein Leben.

Niemand kann mich sonst erwecken.

Aber am Ende war es Mord.

Velen Dank, lieber Mark, für Deine Zeit in Wort und Bild im „Ungargassenland“, alles Gute für alle Projekte!

Station bei Malina_
Mark Klenk, Schriftsteller _Wienacting Malina _
Romanschauplatz „Malina“ Ingeborg Bachmann (1971) Wien  
50.Todesjahr_Ingeborg Bachmann_ Schriftstellerin (25.Juni 1926 Klagenfurt – 17.Oktober 1973 Rom)

Station bei Malina_Roman Ingeborg Bachmann_Wien_1971

im Interview und szenischem Fotoportrait_acting Malina:

Mark Klenk, Schriftsteller _Wien_
Romanschauplatz „Malina“ Ingeborg Bachmann (1971) Wien  

2023 _ 50.Todesjahr_Ingeborg Bachmann_ Schriftstellerin (25.Juni 1926 Klagenfurt – 17.Oktober 1973 Rom)

Interview und alle Fotos_Romanschauplatz _ Malina_Wien _ Walter Pobaschnig

Walter Pobaschnig

https://literaturoutdoors.com 9/23

„Ingeborg Bachmann, meine Schwester“, Heinz Bachmann. Erinnerungen und Bilder. Mit 40 Fotos aus dem Privatarchiv. Piper Verlag.

„Aus meiner Sicht als Kind, war da eine gewisse Ehrfurcht, die sich für meine Schwester entwickelte…Sie machte aus der Sicht ihres kleinen Bruders in so jungen Jahren eine erstaunliche Karriere…Ingeborgs Erzählungen über ihr Leben waren immer spannend. Aber ihr zunehmender Ruhm warf auch für mich allmählich die Frage auf, was ich denn in meinem Leben leisten würde…“

(„Ingeborg Bachmann, meine Schwester“, Heinz Bachmann)

Heinz Bachmann (Geologe, London, geb.1939 in Klagenfurt, jüngerer Bruder der Schriftstellerin Ingeborg Bachmann *1926 Klagenfurt +1973 Rom) legt zum 50.Todesjahr seiner Schwester Ingeborg einen vielfältig berührenden, spannenden wie inspirierenden Erinnerungsband in Wort und Bild vor, der den Fokus des künstlerischen, literarischen Werdegangs seiner Schwester Ingeborg mit den biographischen, familiären wie zeithistorischen Kontext in einen Dialog setzt, der einerseits neue Erkenntnisse über eine der bedeutendsten Persönlichkeiten moderner Literatur vermittelt wie auch die Frage nach dem Einfluss auf das Leben als Bruder wie dem Umgang mit dem Ruhm in einer Familie stellt.

Der Erinnerungsband, der in seiner biographischen, zeit- wie literaturhistorischen Komposition in Wort und Bild sehr gelungen ist, überrascht auch mit dem Erzähler Heinz Bachmann, der einen ganz feinen Spürsinn für Erinnerungen mit spannender Erzählgabe besonderer Begebenheiten verbindet.

Der Anfang des Bandes ist den Tagen des Brandunfalles von Ingeborg Bachmann Ende September 1973 in ihrer Wohnung in Rom gewidmet, an deren Folgen, die vielfach ausgezeichnete Schriftstellerin am 17.Oktober verstarb. Heinz Bachmann schildert aus erster Hand die Ereignisse und stellt dabei auch verschiedene Versionen und Mutmaßungen klar.

Es folgen Schilderungen über das Aufwachsen in Klagenfurt im familiären, gesellschaftlichen Kontext und der weitere künstlerische Werdegang wie private Lebensweg Ingeborg Bachmanns mit Stationen wie Wien, Zürich, Rom und Begegnungen mit ihrem Bruder.

Vieles bisher Unbekanntes aus dem literarischen wie privaten Leben Ingeborg Bachmanns, besonders auch begeistern die berührenden Familienfotos über Jahrzehnte, gelangt hier ans Licht und öffnet auch neue Zugänge zu Leben und Werk.

Grundsätzlich stellt dieses sehr bemerkenswerte Buch die Frage nach dem, was Leben trägt, stärkt, verbindet und inspiriert, was bleibt. Und stellt damit den Menschen Heinz Bachmann in seinem Leben-, Familien- und Weltverständnis vor. Ganz wie es seine Schwester in ihrem literarischen Werk tat.

„Ein Erinnerungsband von Heinz Bachmann, Bruder von Ingeborg Bachmann, der in Wort und Bild einem und damit dem eigenen Leben folgt und in sensibler wie spannender Erzählgabe Leben und Werk, Bruder und Schwester, vorstellt. Ein ganz besonderes Lese-, Bild und Lebensereignis!“

„Das Fröhliche, Heitere an ihr wird mir bleiben und die Unterstützung, die ich immer von meiner großen Schwester erfahren habe…

Fünfzig Jahre sind seit diesem Verlust vergangen, aber Ingeborg ist jeden Tag bei uns.“

(„Ingeborg Bachmann, meine Schwester“, Heinz Bachmann)

Heinz Bachmann _ Elternhaus Klagenfurt, Sept.2021 _
Foto: Walter Pobaschnig

Zur Person _ Heinz Bachmann, geboren 10. Juni 1939, Kindheit und Jugend verbrachte er in Klagenfurt und Obervellach bei Hermagor. Er besuchte die Mittelschule in Klagenfurt, maturierte 1957, studierte Geologie in Graz und spezialisierte sich  beruflich auf Geophysik und arbeitete weltweit in der Öl- und Gasaufschließung vorwiegend in Afrika, dem Mittleren Osten und Europa. Heirat mit Sheila in London 1971. Nach dem Tod seiner Schwester Ingeborg  1973 war er zusammen mit seiner Schwester Isolde für ihren Nachlass verantwortlich. Viele Jahre verbrachte er mit seiner Familie in Spanien. Nach dem Ende der beruflichen Laufbahn 2006 widmete er sich intensiver dem Werk seiner Schwester Ingeborg mit Buchvorstellungen und Vorträgen in Deutschland, Österreich, und vereinzelt auch in den USA, London und Paris. Seit 1995 ist er mit Unterbrechungen in der Nähe von Oxford wohnhaft.

https://www.piper.de/autoren/heinz-bachmann-1717

„Ingeborg Bachmann, meine Schwester“, Heinz Bachmann. Erinnerungen und Bilder. Mit 40 Fotos aus dem Privatarchiv. Piper Verlag.

€ 24,00 [D], € 24,70 [A]

Erschienen am 31.08.2023

128 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag

EAN 978-3-492-07250-2

Walter Pobaschnig 9/23

https://literaturoutdoors.com

„Ich zähle zu den Geringverdienern und ich glaube vielen KünstlerInnen geht es da gleich“ David Mase, Künstler _ Wien 3.9.2023

Lieber David Mase, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Ich wache auf, trinke Kaffee und frühstücke, lese entweder online Zeitung oder ein wenig in einem Buch, dann mache ich mich fertig und fahre mit dem Fahrrad in mein Atelier. Nach einem zweiten Kaffee in der Gemeinschaftsküche suche ich mein Atelier auf und betrachte erstmal die Leinwände, an denen ich aktuell arbeite.

Je nach Tagesverfassung entschließe ich mich dann an den Arbeiten vom Vortag weiterzumachen oder über etwas Neues nachzudenken.

Ich bin meistens bis abends im Atelier, dann fahre ich nach Hause und lasse den Tag ausklingen.

David Mase, bildender Künstler

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Für „uns“ wäre es gerade wichtig, vereint aufzutreten und sich für gewisse Themen stark zu machen, die Grundbedürfnisse betreffen. Ich zähle zu den Geringverdienern für die, die momentanen Preiserhöhungen in allen Lebensbereichen nicht mehr tragbar sind und ich glaube vielen KünstlerInnen geht es da gleich.

Natürlich ist da auch das große Thema, das wir Klimaschutzmaßnahmen konsequent durchsetzen müssen und jeder seinen Teil dazu beiträgt.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Kunst an sich zu?

Aufbruch und Neubeginn, ich weiß nicht. Es ändert sich viel aber ich sehe da gerade keinen Neubeginn. Das Altbewährte schleppt sich in neuer Form weiter, Corona hat da nicht viel verändert, obwohl wir das zu hoffen wagten und ich bezweifl`, dass die Klimathematik wirklich ein großes Umdenken bringt. In dieser Hinsicht bin ich nicht besonders optimistisch. Aber die neuen Umstände werden die Welt verändern und neue Themen bringen, KI entwickelt sich rasant und ist schon wie ein selbstverständlicher dritter Arm für uns, die Gesellschaft wird auf der einen Seite immer offener und auf der anderen Seite immer konservativer..

Die Kunst wird weiter das tun was sie am besten kann, beobachten und reflektieren – und daraus etwas Neues schaffen –  ein Membran sein für das was noch kommt.

Und uns vielleicht ein bisschen Sinn stiften und Unterhalten.

Was liest Du derzeit?

Das Klingsor-Paradox von Jorge Volpi

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Mein Opa sagte immer „Wenn du es eilig hast, geh langsam“

Ein einfacher Spruch, der aber einfach gut ist, und an den ich oft denken muss, wenn ich gerade 3 Projekte gleichzeitig mache und dabei ins Schleudern komme.

Vielen Dank für das Interview lieber David, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Kunstprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen:

David Mase, bildender Künstler

Zur Person _ David Mase, geb. 1986, Klagenfurt
freischaffender Künstler.

David Mase`s Arbeiten sind im weitesten Sinn, Bildräume, die je nach Thema und Ort in den unterschiedlichsten Techniken entstehen. Er kombiniert darin unterschiedlicher Ebenen, Textur und Material, zu mehrdeutig lesbaren Kompositionen an der Grenze
zwischen Abstraktion und Figuration. Es geht ihm dabei ebenso um Fragen der Malerei, Perspektive und Raum, wie persönliche und gesellschaftliche Themen

http://www.davidmase.com/

Ausstellungen und Stipendien
(Auswahl)
2023

  • „The Group Show“, Lothringerstraße 4, Wien
  • „Traum“, kuratiert von Dessous, Gruppenausstellung, 1140 Wien

  • 2022
  • „The Group Show“, Lothringerstraße 4, Wien
  • „Young Vienna Artists“, Galerie Graf, 1010 Wien
  • Einzelausstellung „maybe it´s a duck“, GALERIE3, Velden
  • „Pretend it´s a painting“, FLUX23, Klagenfurt
  • Gruppenausstellung „last night on mars“, Wien

  • 2021
  • Gruppenausstellung „GOTO“, Westbahnstraße, Wien
  • Vienna Art Week „Wie geht´s?“, Hütteldorfer Straße 59, Wien

  • 2020
  • Einzelausstellung “Innen-Innen=Außen”,
    Q21, Museumsquartier Wien, Jan Arnold Gallery
  • „Creating Space“, Galerie Jonathan Seiffert, Wien
  • „Abstrakt – Geometrie und Konzept“, Sammlungsausstellung
    im MMKK, Museum Moderner Kunst Kärnten

  • 2019
  • “Living Studio”, Q21, Museumsquartier Wien, Jan Arnold Gallery
  • „Wolken und andere Wahrheiten“ Vienna Art Week, T/abor
  • Gruppenausstellung “Törn”, Velden with GALERIE3 | FLUX23
  • Gruppenausstellung „Playground Zero”, Raum8, Klagenfurt

  • 2018
  • Parallel Vienna – mit Creative Cluster Traktorfabrik
  • „GOTO World Tour“ – Tobačna Ljubljana (Slovenia)
  • Gruppenausstellung – Traktorfabrik, Wien
    2017
  • ART AUSTRIA (Wien) mit GALERIE3 | FLUX23
  • Parallel Vienna mit GALERIE3 | FLUX23
  • Gruppenausstellung im Stift Millstatt „GOTO bleibt“

  • 2016
  • Einzelausstellung „Habitat“, Galerie3, Klagenfurt
  • Gruppenausstellung „1000 Jahre GOTO“, ARTLANE Klagenfurt

  • 2015
  • Installation „walk of fame“ in Doha, Katar
  • „NEVER | LAND“ – Einzelausstellung Schau-Kraftwerk Forst-
    see, Velden
  • Ausstellung „Kunst im Werk“, Traibacher Industrie AG, Altho
    fen

  • 2014
  • 1. Preis, BA-Kunstpreis, Galerie 3, Klagenfurt
  • Ausstellung BA-CA Kunstpreis, Galerie Freihausgasse, Villach

  • 2013
  • “This too shall pass” – Einzelausstellung, Stadtgalerie Klagenfurt,
    Living Studio
  • “20+20” – Galerie Freihausgasse Villach

  • 2012
  • Aufenthalt in der Cite des Arts Paris / Werkserie „Human Disposables“
  • Stadtstipendium Klagenfurt – Aufenthalt im Atelier Smartno, Slowenien

Foto_Daniel Sostaric

Walter Pobaschnig _ 26.8.2023

https://literaturoutdoors.com

„Kunst kann uns stärken in Imagination, Empathie und der Anerkennung von Unterschiedlichkeit.“ Sandra Hubinger, Schriftstellerin _ Wien 2.9.2023

Liebe Sandra Hubinger, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

In den heißen Sommermonaten pendle ich oft zwischen Wien und Oberösterreich, auf der Suche nach ruhigen Schreibplätzen und kühlenden Gewässern, mitten in der heißen Überarbeitungsphase meines aktuellen Lyrikmanuskriptes.

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Sich zu fragen, wie dieses „uns“ und „wir“ eigentlich ausschaut und welche Wege sich finden lassen zu einem gelingenden Miteinander, zu mehr Verantwortung füreinander.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?

Ich glaube, mehr als sonst wurde uns in den letzten Jahren bewusst oder haben wir erfahren, dass wir verletzbar sind, das Leben fragil ist und die Welt voller Ambivalenzen und Unzulänglichkeiten. Und das ist etwas, so denke ich, womit Kunst sich schon immer auseinandergesetzt hat. Vielleicht kann Kunst, indem sie uns Räume öffnet, wo wir entdecken und erfahren können, uns Impulse geben und stärken in Imagination, Empathie und der Anerkennung von Unterschiedlichkeit.

Was liest Du derzeit?

Das Theatermanuskript eines Freundes

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

(…) But I’m not after demeaning or dreams born of fatique. And even my

tardy mind has come to suspect that meaning is a vertical pain over the

bridge of the nose. Or, like everything metaphysical, inhabits grammar.

Then it’s not a matter of finding meaning, but pausing to enjoy its

possibility. That is, language, and the more tangible meaning of words.

Their use, the way they mesh with our life.

To place them on a page. So that air circulates between them. And

thoughts become more than anxiety.

aus: Rosmarie Waldrop: Rehearsing the Symptoms

Sandra Hubinger, Schriftstellerin

Vielen Dank für das Interview liebe Sandra, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literaturprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen:

Sandra Hubinger, Schriftstellerin

Zur Person_Sandra Hubinger, Autorin, geb. in Oberösterreich, lebt in Wien. Studierte Germanistik und Geschichte in Salzburg und Sprachkunst in Wien. Zahlreiche Veröffentlichungen in Literaturzeitschriften und Anthologien. 2013 dritter Preis beim Feldkircher Lyrikpreis. 2018 H. C. Artmann-Stipendium Salzburg. Zuletzt erschienen: Von Krähen und Nüssen, Kurzprosa, keiper 2022.

Aktuelles Buch:

Von Krähen und Nüssen, Sandra Hubinger. Kurzprosa. edition keiper.

Sandra Hubinger legt in ihren poetischen Prosa-Miniaturen Nüsse aus, und es ist ein Vergnügen, den Spuren in den Texten zu folgen und die Nüsse zu knacken. Manche Geschichten sind traumartig und bewegen sich im Surrealen, manche Geschichten sind düster und unheilvoll, andere wieder ironisch-knapp oder melancholisch. Die Freude am Spielen und Experimentieren mit Inhalten und Sprache steht im Vordergrund. Oft ist ein Ich Hauptfigur, dann wieder spielen die Tiere einer Großstadt eine wichtige Rolle. Die Struktur der Miniaturen ist so gebaut, dass sich einzelne Motive oder auch Textelemente in den Geschichten wiederholen. Die Sprache, die Satzstruktur ist bewusst einfach gehalten, manchmal lakonisch, aber immer poetisch. Kurze, sprachlich einfach perfekte Prosa!

Preis: AT € 20,00 / DE € 19,45

ISBN13: 978-3-903322-68-4

Erscheinungsdatum: 19. Oktober 2022

Seiten: ca. 140

Sprache: Deutsch

Format: 12 x 20 cm; Pappband.

https://www.editionkeiper.at/shop/produkt/von-kraehen-und-nuessen/

Foto_Gabriela Hecher

Walter Pobaschnig _ 30.8.2023

https://literaturoutdoors.com

„Ca va beaucoup mieux maintentant!“ Christa Prameshuber, Schriftstellerin _ Give Peace A Chance _ Zürich 2.9.2023

GIVE PEACE A CHANCE

Grossmutter posaunte ihren

Innigsten Wunsch der Jungfrau Maria

Verzweifelt ins Ohr

Es solle endlich was werden aus mir


Pathologin traute sie mir nicht zu

Eine Lehrerin vielleicht, fragte sie

Ausserdem gäb’s dann viel Ferien

Christa, jetzt hör‘ mir

Endlich zu


Ach, Lumpazivagabundus!


Chronisch gewillt das Gegenteil zu tun

Herzhaft lache ich

Alsdann nahm ich Reissaus

Nach Paris und Genf, weg von eingemotteten Ideen

Ca va beaucoup mieux maintentant!

Es wurde doch was aus mir


Christa Prameshuber, 31.8.2023

Christa Prameshuber, Schriftstellerin

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Christa Prameshuber, Schriftstellerin

Zur Person _ Christa Prameshuber, geboren 1961 in Linz, Studium der Geografie, danach berufliche Laufbahn bei internationalen Organisationen in Genf und Paris. Meine Lebensmittelpunkte liegen in der Schweiz und Frankreich. Seit 2015 widme ich mich dem Schreiben. Beim Trauner Verlag sind bisher drei Frauen-Biografien erschienen: „Die Meisterin“ (2018) , „Das mit der Liebe ist alles ein Schwindel“ (2020), und dieses Jahr „Die Liebesdeserteurin“ (2023). Zudem wurden Kurzgeschichtenbeiträge in der Sammlung „Textland Oberösterreich“ und „Briefe an Angelika Kauffmann“ veröffentlicht. Ich liebe Musik, Malerei, Museen und Menschen.

Meine Website:

www.christaprameshuber.ch

Aktuelles Buch von Christa Prameshuber: Die Liebesdesserteurin. Das Leben der willensstarken Fürsorgerin Amalia Berger

Christa Prameshuber, Die Liebesdesserteurin. Das Leben der willensstarken Fürsorgerin Amalia BergerTrauner Verlag 2023.

Als lediges Kind mit vier Jahren Waise zu werden ist ein hartes Schicksal. Amalia Berger muss kurz nach dem 1. Weltkrieg den Selbstmord ihrer Mutter überwinden, für eine Berufsausbildung kämpfen und weitere traumatische Schicksalsschläge bewältigen. Das prägt spürbar. Die willensstarke Frau kämpft Zeit ihres Lebens für Selbstbestimmung und bringt große Opfer, um für andere da sein zu können.

Mali arbeitet als Gouvernante in Budapest und Rom, bis der 2. Weltkrieg sie zwingt, nach Linz zurückzukehren. Aufopfernd kümmert sie sich hier als Fürsorgerin um arme Kinder, misshandelte Frauen und Prostituierte. Nicht immer macht sie sich mit ihren unkonventionellen Methoden Freunde, sogar Ordnungsstrafen muss sie zahlen, wenn sie ihrem Herzen folgt und nicht den Dienstanordnungen.

Zahlreiche Bewunderer loben ihre Schönheit, Berge von Liebesbriefen bezeugen ihre Beliebtheit und doch bleibt sie immer allein. Irgendwie entzieht sie sich jeder tiefergehenden Beziehung – als eine Liebesdeserteurin, gegen ihren eigenen Willen?

Anhand Hunderter Briefe, Fotos und Gespräche rekonstruiert ihre Nichte das Leben einer couragierten Linzerin im 20. Jahrhundert.

https://www.trauner.at/shop/die-liebesdeserteurin

ISBN 978-3-99062-977-2

€ 17,90

Foto_privat

31.8.2023_Interview_Walter Pobaschnig.

https://literaturoutdoors.com

„Gast zu sein“ Stefan Schweers, Schriftsteller _ Give Peace A Chance _ Berlin 1.9.2023

GIVE PEACE A CHANCE

Gast zu sein

Ist nicht das Schlechteste.

Vergiss einfach, besser als andere sein zu wollen.

Ein Gast weiß, sich zu benehmen.


Pornos

Erklären dir die Welt:

Alle lügen.

Christ zu sein heißt, keiner zu sein.

Ein Keiner zu sein heißt, verloren zu sein.


Am Anfang steht irgendwas. Dann beginnt es.


Chancentod sagt man im Fußball.

Hier ist einer: Mensch.

Aber das macht nichts. Da die Regeln keiner kennt.

Noch zwei Zeilen:

C

E

Stefan Schweers, 26.8.2023

Stefan Schweers, Schriftsteller

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Stefan Schweers, Schriftsteller, Fotograf

Zur Person _ Stefan Schweers lebt und arbeitet in Berlin. Auf seiner Website zweifelkunstundglaube.blog kombiniert er Fotografie mit poetischen Texten, die auch, aber nicht nur den Zweifel und den Glauben behandeln und die Kunst als Mittler zwischen und Darsteller von beiden.

https://zweifelkunstundglaube.blog/

Foto_privat

19.8.2023_Interview_Walter Pobaschnig.

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„Früh morgens einen Kaffee und eine Zigarette, den Tag und Ideen kommen lassen.“ Anja von Wins, Künstlerin _ Schlossgut Erching/München 1.9.2023

Liebe Anja von Wins, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Früh morgens einen Kaffee und eine Zigarette, den Tag und Ideen kommen lassen.

Mit dem Hund gehen.

Arbeiten: drei Tage in der Nicolaidis Young Wings Stiftung als Psychologin und den Rest der Woche in meinem Atelier.

Zusätzlich bin ich mit der Pflege meiner dementen Mutter beschäftigt, was mich jeden Tag sehr herausfordert.

Abends feststellen, dass der Tag zu kurz ist für alles, was ich vorhabe – das leichte Panikgefühl beruhigen, indem ich in Ruhe koche

Mich auf den nächsten Tag freuen, bevor ich ins Bett gehe.

Anja von Wins, Künstlerin

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Wir haben die eigene Verwundbarkeit und Verletzlichkeit erlebt, im privaten wie im gesellschaftlichen Bereich. Vielen hat es sehr weh getan und tut es noch. Da kann es nur eines geben: Uns gegenseitig zu stärken, viel mehr das Miteinander in den Vordergrund stellen, um der Falle von ‘immer mehr‘ und ‘immer ich‘ auf allen Ebenen zu entgehen.

Wir haben nicht nur die Aufgabe, sondern auch die Chance, Dinge und Situationen zu verändern und anders zu gestalten, neu zu erfinden. Wir können alles Erdenkliche tun, außer einfach weitermachen wie vorher. Das würde ja bedeuten, dass wir dumpf die Augen zu machen, unsere Kreativität und unser soziales Wesen negieren und letztlich -entmenschlicht- die Plastizität unseres Gehirns nicht nutzen.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Kunst an sich zu?

Das was in den letzten Jahren passiert ist: Klimawandel, Epidemie und Lockdown, der Krieg mit seinen Auswirkungen beeinflussen nicht nur mein Leben, sondern auch mein künstlerisches Tun. Zwangsläufig sind komplett neue Werksgruppen entstanden. Ebenso eine intensive spartenübergreifende Zusammenarbeit mit anderen Künstler*innen. Mein Atelier wurde auch zur Mini-Galerie für Kolleg*innen, die ihre Kunst sonst nicht zeigen können. Soweit mein persönlicher Anteil.

Ich denke: Kunst braucht keine neue Rolle, sie ist und war immer ein Begleiter der Menschheit. Sie ist ein Widerspiegel der Zeit, in der sie entstanden ist, egal ob sie kritisch ist oder Ästhetik in den Vordergrund stellt. Menschen drücken sich in Kunst aus, egal welches Genre, und konfrontieren oder berühren andere damit.

Die Frage ist vielmehr, wieviel Raum wir bereit sind, ihr zu geben und welche Bedeutung sie bekommt. Hier gibt es aus meiner Sicht sehr viel Handlungsbedarf: Natürlich geht es da um Gelder, um Versorgung von Künstler*innen, um Möglichkeiten, seine Kunst zeigen zu können, das wirkt ja immer noch nach. Aber auch um fragwürdige Aktionen, wie z.B. auf der diesjährigen Documenta.

Was liest Du derzeit?

„IM GRUNDE GUT“ von Rutger Bregman

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

„Und wir beginnen im gegenwärtigen Moment, denn das ist der einzige Ort, wo wir beginnen können“ (Shapiro und Carlson)

Vielen Dank für das Interview liebe Anja, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Kunstprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

Anja von Wins, Künstlerin

5 Fragen an Künstler*innen:

Zur Person_Anja von Wins ist 1966 in München geboren. Zwei Jahre lang widmete sie sich dem Studium der Kunstgeschichte und Theaterwissenschaft. 1987 begann sie Psychologie zu studieren und beendete dies 1994 erfolgreich. Seitdem arbeitet sie als psychologische Trainerin und Beraterin.

Parallel dazu hat sich Anja von Wins intensiv mit Acrylmalerei beschäftigt, von 2006 bis 2014 mit professioneller Unterstützung: An der Kunstakademie Bad Reichenhall holte sie sich Impulse von renommierten Künstlern. In Stefan Geisler fand sie schließlich einen wichtigen Lehrer und Mentor für ihre künstlerische Weiterentwicklung.

2005-2013 leitete sie die „Schule der Phantasie“ und die Museumspädagogik im Kallmann Museum, Ismaning.

Neben der Malerei beschäftigt sie sich mit Synästhesie und inszeniert in gemeinsamer Arbeit mit Musiker*innen unterschiedliche Art-Performances.

Teilnahme an Einzel- und Gemeinschaftsausstellungen, auch international.

Das eXperimenta- Magazin für Literatur, Kunst und Gesellschaft stellt mehrfach ihre Arbeiten vor: Ausgabe November 2017 mit Titelbild, getitelt „Die Farbe Rot“; Oktober 2018 mit Titelbild, getitelt mit „Bach in Blau“; Mai 2020 mit Titelbild, getitelt „Bis ins Blau – Poesie der Heilung“, jeweils mit einem Interview und einer ausführlichen Berichterstattung. Ebenfalls in der eXperimenta erscheint im Dezember 2018 ein Künstlerportrait über sie, verfasst von Jens Philipp Gründler.

In der Reihe „KÜNSTLERFRAGEN“ des Paul-Klinger-Künstler-Sozialwerks wird sie und ihre Arbeit im Dezember 2022 in einem ausführlichen Gespräch vorgestellt

In ihrer Atelier-Werkstatt auf dem Schloßgut Erching bei München veranstaltet sie neben Ausstellungen auch Konzerte, spartenübergreifende Kunst-Events, Kurse und Begegnungen für Künstler*innen und Kunstinteressierte.

Foto_Miroslaw Sadecki-Trampler

Walter Pobaschnig _ 22.8.2023

https://literaturoutdoors.com

„Grabe“ Uschi Hammes, Schriftstellerin _ Give Peace A Chance _ Mecklenburg/D 31.8.2023

GIVE PEACE A CHANCE

Grabe

Im

Verlies

Ehre


Psychose

Entdecke

Andere

Chaotische

Eigenarten


Anachronismen


Cerberus

Hat

Alle

Nihilisten

Chronologisch

Eingefangen



Uschi Hammes, 23.8.23

Uschi Hammes, Schriftstellerin

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Uschi Hammes, Schriftstellerin

Zur Person _ Uschi Hammes, 1962 in Trier geboren; 1981 Abitur. Basketball Bundesliga in Köln gespielt;

Studium der Ethnologie, viele Reisen mit Fahrrad und Zelt durch Europa ( Paris – Lissabon; Spanien, Italien u.a.). Reisen finanziert durch: Nachtwache im Krankenhaus, Fließbandarbeit, Verkäuferin, Fensterputzer, uva.

Bis zu ihrem Tod (17Jahre lang) sich um ihre Eltern gekümmert und sie gepflegt.

Als Gartengestalterin selbstständig gemacht, später Tagesmutter.

Heute lebt Uschi Hammes mit ihrer Familie, Hunden, Schafen, Katzen und Hühnern in Mecklenburg in einem kleinen Dorf in der Nähe der Ostsee.

Literarische Veröffentlichungen

Romane:

                DIE PAZIFISTIN    (2000, Frankfurt)

                DER SPATZ           (2014, Schweinfurt)

                HERBSTREGEN –Aufzeichnungen einer Nicht-Sesshaften (2015, Bremen)

Uschi Hammes, Herbstregen, Aufzeichnungen einer Nicht-Sesshaften, Roman. Franzius Verlag.

Zwei Frauen begegnen sich zufällig auf dem Friedhof. Dies ist der Anfang einer ungewöhnlichen Freundschaft. Es entwickeln sich spannende Gespräche über das Leben,

Sein und Vergehen und das, was wirklich wichtig ist. Eines Abends verschwindet eine der Frauen ohne eine Nachricht zu hinterlassen.

Was von ihr übrigbleibt, ist eine Plastiktüte voll mit beschriebenen Blättern voller Weisheiten und interessanten Zetteln. Werden sie sich wiedersehen?

Taschenbuch, 164 Seiten

ISBN: 978-3-945509-84-5

https://www.franzius-buchshop.de/Herbstregen-von-Uschi-Hammes

Lyrik:              

            EINGEFROREN IM DÄMMERLICHT (2019, Gill Verlag)

            WENN ERSTE WÖLFE HEULEN (2020  Gill Verlag)

            LANDSCHAFT IM GEDICHT : 86 Bilder G.Ludwig / 86 meiner lyrischen          

            Texte (2021 Gill Verlag)

            SCHWARZER SAND (Oktober 2022 Gill Verlag) 

Uschi Hammes, SCHWARZER SAND. Gedichte. Gill-Lyrik, Band Nr. 29

Titelbild von Peter Steves

Taschenbuch, 76 Seiten, Euro 10.00

ISBN 978-3-926800-34-3 

Von Engeln, das Leben auf dem Lande, Meditation, Mutterfreuden und Träumen von Frieden: „Schwarzer Sand“ ist der vierte Gedichtband der Wortschöpferin Uschi Hammes im Gill-Verlag.

http://gill-verlag.de/gill-lyrik-taschenb%C3%BCcher/

Weitere Veröffentlichungen:

Mitwirkung an über 60 Anthologien.

Veröffentlichungen in Literaturzeitschriften (eXperiementa, Risse, Drecksack u.a.)

Mitarbeit in Katalogen: COMMUNICARE (Manfred Brueckner) 2022

‚Semantische Solarisationen‘ (G. Ludwig, 2020)

Preise:

2015: Preisträgerin des Jean-Jacques Rousseau Literaturpreises des CEPAL (Europäisches Zentrum für die Förderung von Kunst und Literatur)

2017: Preisträgerin des Nietzsche Literaturpreises des CEPAL

Die Bücher sind auch direkt bei Uschi Hammes bestellbar:

https://uschi-hammes.jimdofree.com/publikationen-ausz%C3%BCge/?fbclid=IwAR3TuYQTgYIv6Gm6AMerJKx9z4XVt8p3NeWPXOrs-3FKfSzdhmzFcrzIn8U

Foto_privat

23.8.2023_Interview_Walter Pobaschnig.

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„Thomas Bernhards Wien“ Martin Huber, Wolfgang Straub. Korrektur Verlag.

Wo nimmt Literatur ihren Anfang? Welche Bedeutung haben Lebensorte, Lebensräume für das Schreiben?

Was hätte wohl Thomas Bernhard darauf geantwortet?

Vielleicht: lesen sie, gehen sie, sehen sie nach, sehen sie sich um. Auf der Bank am Graben, im Cafè, im Cottage, am Bahnhof…Gehen sie einfach los! In die Stadt. Mit Buch. Am besten in diese Stadt. Meine Stadt – Wien.

Thomas Bernhard können wir nun diese Fragen nicht mehr stellen. Aber sein umfangreiches Werk eröffnet topographische Wege, in denen sich wunderbar auf den Spuren von Literatur mit dem Buch in der Hand wandeln und diesen oder anderen Fragen nachgehen lässt.

Wien ist bei Thomas Bernhard ein zentraler literarischer „Verkehrsmittelpunkt“ seiner Romane, Erzählungen, Theaterstücke.

Der Idee eines „Wiener Thomas Bernhard Stadtplanes“ haben sich nun mit unglaublicher literarisch-topographischer Sachkenntnis die Literaturwissenschaftler Martin Huber und Wolfgang Straub angenommen und dies in äußerst beeindruckender Weise umgesetzt. Das Ergebnis ist ein Reiseführer, der einen wunderbaren Dialog mit Text und Stadtgeschichte führt (mit 3 Übersichtskarten der Stadt Wien sowie einem umfangreichen Personen- und Ortsregister), der auch über das Werk Thomas Bernhards hinaus bedeutsam und inspirierend ist.

Zahlreiche Fotografien, Verweise und weitere spannende literarische, historische Informationen formen ein ganz besonders Stück literarischer Werk-, Stadtgeschichte, das vielfältig zu begeistern und zu inspirieren weiß.

„Ein genialer literarischer Reiseführer mit und zu Thomas Bernhards Wien!

Thomas Bernhards Wien, Martin Huber, Wolfgang Straub. Korrektur Verlag.

325 Seiten, Hardcover, mit Lesebändchen

Text, Fotografien

29,00 € inkl. MwSt.

inkl. 10 % MwSt. zzgl. Versandkosten

Die Autoren:

Huber, Martin

Geb. 1963 in Neunkirchen/NÖ, Studium der Germanistik, 2001–2013 Leiter des Thomas-Bernhard-Archivs in Gmunden, Ausstellungen und zahlreiche Veröffentlichungen zu Thomas Bernhard (u.a. Herausgeber der Werkausgabe)

Straub, Wolfgang

Geb. 1968 in Salzburg, Studium der Germanistik, Leiter der Abteilung Handschriften, Musikalien und Nachlässe der Wienbibliothek im Rathaus, Projektleiter am Klagenfurter Robert-Musil-Institut für Literaturforschung.

Walter Pobaschnig 8_23

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„Wir können es besser machen!“ Jan-Niklas Mürmann, Schriftsteller _ Oldenburg/Niedersachsen 31.8.2023

Lieber Jan-Niklas Mürmann, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Ich habe noch einen Job als Bereiter, zwei eigene Pferde, einen Hund und muss mich um all die Dinge kümmern, die das Leben sonst so von einem verlangt. Nebenbei versuche ich natürlich auch noch Zeit zum Schreiben zu finden.

Jan-Niklas Mürmann, Schriftsteller

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Positiv zu bleiben. Wir werden das schon schaffen. Jede Krise geht irgendwann vorüber und es gibt so viel Wundervolles auf der Welt, für das es sich zu kämpfen lohnt.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?

Wir sollten aus den Fehlern und den Erfahrungen lernen, die wir gemacht haben, aber in jedem Neuanfang steckt auch eine Chance. Wir können es besser machen! Ich finde, das sollte uns motivieren.

Ob Kunst an der Situation etwas verändern kann? Ich weiß nicht. Vielmehr spiegelt sie all das wider, was wir erleben. Egal, ob das Glück, Trauer oder Angst ist. Sie kann uns helfen, diese Dinge zu verarbeiten.

Was liest Du derzeit?

Ich lese zurzeit ‚Drachenelfen‘ von Bernhard Hennen; bereits zum zweiten Mal. Ich bin stets ein bisschen skeptisch, wenn ich ein neues Buch auswähle und so lese ich gerne Bücher mehrfach, wenn sie mir gefallen.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Im Leben geht es nicht darum, möglichst wenige Fehler zu machen. Vielmehr kommt es darauf an, viele richtige Dinge zu tun. Dinge, die einen glücklich machen.

Vielen Dank für das Interview lieber Jan-Niklas, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literaturprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen:

Jan-Niklas Mürmann, Schriftsteller

Zur Person_Jan-Niklas Mürmann, Schriftsteller

-Geboren am 18.06.1993 in Papenburg

-Abitur 2011

-Studium Betriebswirtschaftslehre, Abschluss 2015

-Ausbildung Pferdewirt klassische Reitausbildung, Abschluss 2017

-Seitdem Tätigkeit als Bereiter in verschiedenen Ställen

-Erste Romanveröffentlichung 2023

-Wohnhaft in Oldenburg (Niedersachsen)

Aktueller Roman_

Eine Wirklich Schräge, Abgedrehte Und Definitiv Auch Verrückte Familie – Jan-Niklas Mürmann. Roman. Europabuch.

Laura gibt die kleine Lea an Marie weiter. Sie
schaukelt sie leicht im Arm mit einem verträumten
Gesichtsausdruck. Dann sieht sie mich an und das ist der
Moment, der alles verändert!

Marie wünscht sich ein eigenes Kind, nur findet sie dafür einfach nicht den passenden Partner. Auch in ihrem besten Freund Jakob erwacht plötzlich derselbe Wunsch. Der Haken bei ihm: Er steht grundsätzlich nicht auf Frauen.
Doch dann kommen die beiden auf eine geniale Idee: Warum bekommen sie kein Kind zusammen? Per Samenspende – versteht sich. Dass die meisten Menschen wenig von ihrer Familiengestaltung halten, schreckt sie nicht ab.
Tatsächlich wird Marie schwanger und bekommt sogar Zwillinge.
Nur in der Liebe warten sie weiterhin auf ihr Happy-End.
Ein wahres Chaos an Gefühlen, Wünschen, Träumen, Vorurteilen und natürlich Liebe sorgt dafür, dass alles irgendwie doch komplizierter wird, als eigentlich geplant war…

Roman, Seiten: 419
Sprache: Deutsch
ISBN 9791220134996

18,90€

Eine wirklich schräge, abgedrehte und definitiv auch verrückte Familie – Jan-Niklas Mürmann

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3.8.2023_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

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