„Es ist Urlaubszeit. Diese Zeit genieße ich sehr in Heidelberg.“ Manfred Metzner, Schriftsteller, Verleger  _ Heidelberg 30.8.2023

Lieber Manfred Metzner, wie sieht jetzt dein Tagesablauf aus?

Es ist Urlaubszeit und daher im Verlag etwas ruhiger. Ich kann mir meine Arbeit anders einteilen. Diese Zeit genieße ich sehr in Heidelberg, das fast wie ausgestorben wirkt, keine Studierenden mehr da, TouristInnen schon. In meinem Stadtteil sind so gut wie keine Familien-Lastenfahrräder unterwegs, die durch den verkehrsberuhigten Stadtteil rasen. Was bisher die Autos erledigt haben, erledigen jetzt die Lastenfahrräder: Geschwindigkeitsrausch. Die hier gebliebenen Menschen lassen es lockerer angehen, daher kommt es zu ausführlichen Gesprächen z.B. bei meiner Zeitungsfrau. Ich kaufe dort seit Jahren meine Tageszeitungen. Ja, ich lese immer noch Print.

Manfred Metzner, Schriftsteller, Verleger 

Was ist jetzt für uns alle wichtig?

Die politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen der letzten Jahre zwingen uns dazu, unsere Stimmen noch lauter für Demokratie und Freiheit zu erheben, uns für das Fremde einzusetzen, die Kreolisierung der Gesellschaften ernst zu nehmen, gemeinsam gegen die menschenverachtenden Politiken weltweit vorzugehen. Uns ging es allen sehr lange sehr gut. Pandemie und Krieg haben unser Leben radikal verändert. Jetzt müssen wir handeln.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?

Schon als Jugendlicher (ich bin in Friedrichshafen am Bodensee aufgewachsen und dann 1967 zum Studium nach Heidelberg ) war ich vollkommen davon überzeugt, dass nur Kunst, Theater, Film, Poesie und Literatur für eine gerechte und freie Gesellschaft sorgen können, und wir alles daran setzen müssen, das Wissen darum so weit wie möglich zu verbreiten, den Diskurs in alle Gesellschaftsschichten hineinzutragen, um für eine gebildete Gesellschaft zu sorgen, deren Individuen selbstbestimmt entscheiden können und keinen Ideologien, Führerkulten, Monotheismen und Rassisten verfallen. Die erschreckende Erkenntnis aber ist, dass gerade die Politik uns im Stich läßt, den Kulturen nicht den Stellenwert gibt, der ihnen gesellschaftlich zusteht. Wer die Kulturen der Welt ignoriert, missachtet, schwächt, greift dadurch demokratische Strukturen an.

Was liest du derzeit?

Ich lese Günter Eichs Prosa-Text „Katharina“. Es gibt ja keine Zufälle: Mein am 23.12.2022 verstorbener Freund Michael Braun veröffentlichte kurz vor seinem Tod aus Anlass des 50. Todestages von Günter Eich den Essay-Band „Was ich weiß, geht mich nichts an“. Eich hatte mich schon 1968 mit seinen „Maulwürfen“ voll in seinen Bann gezogen. Als ich Anfang August in Wasserburg (Inn) war, sah ich im Schaufenster eines Antiquars Eichs Buch „Katharina“, von dem ich noch nie etwas gehört hatte. Das mußte ich haben. Ich rief den Antiquar an, und wir verabredeten uns am 3. August. Am 3. wäre meine Mutter, die Katharina hieß, 102 Jahre alt geworden, sie starb 2021 mit 99 Jahren. Günter Eichs Text erschien 1936 im Paul List Verlag Leipzig.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest du uns mitgeben?

„Die Kreolisierung ist keine beliebige (uniforme) Vermischung, wo jedes Einzelne verloren geht, sondern eine Reihe überraschender Lösungen, deren fluide Maxime so lauten könnte: Ich verändere mich im Austausch mit dem Anderen, ohne mich zu verlieren oder zu verfälschen.“

(Edouard Glissant, Philosophie der Weltbeziehung. Poesie der Weite. A. d. Frz. ü. v. Beate Thill, 2021)

Vielen Dank für das Interview lieber Manfred, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literatur-, Kunstprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

Manfred Metzner, Schriftsteller, Verleger 

5 Fragen an Künstler*innen:

Zur Person_Manfred Metzner lebt als Wunderhorn-Verleger in Heidelberg. Von 2000 – 2010 war er Vorsitzender der Kurt-Wolff-Stiftung, 2006 – 2014 Lehrbeauftragter für Kulturvermittlung und Verlagswesen an den Universitäten Heidelberg und Mannheim. Von 1994 – 2016 war er Leiter der Heidelberger Literaturtage, 2010 – 2017 Sprecher der Kulturregion Rhein-Neckar.

Er ist Herausgeber und Nachlassverwalter des Werks der Bauhaus-Schülerin Ré Soupault. Sein Verlag wurde 2019, 2020, 2022, 2023 mit dem Deutschen Verlagspreis ausgezeichnet.

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Walter Pobaschnig _ 22.8.2023

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Malus, Simone Hirth. Roman. Kremayr & Scheriau.

Eva und der Apfel. Vom Paradies direkt nach Wien/Meidling. Dort trifft sie gleich auf Magdalena

„Ich wollte da raus, sagt Eva, weil…

Das musst du mir nicht erklären, sagt Magdalena. Oder was glaubst du, warum ich Bibliothekarin geworden bin, anstatt zu bleiben, wer ich war und den Legenden zufolge sein sollte…“

Und wie wird es jetzt weitergehen in Lösung, Selbstbehauptung, Solidarität nach der Vertreibung aus dem Paradies…

Wie wollen wir nun leben als Frauen? …

Simone Hirth, vielfach ausgezeichnete Schriftstellerin, legt mit „Malus“ einen sensationell kulturgeschichtlich raffinierten wie erzählerisch begeisternden Roman vor, der Ursprünge wie Wirkmächtigkeit des Patriarchats im Gegenwartstransfer unglaublich pointiert in Witz und Kritik offenlegt. Männliche Rollenzuschreibungen, – erwartungen werden dabei im Prozess weiblicher Identitätsfindung wie der schwierigen Loslösung von männlich dominierter Welt, Weltbeziehung, Welterschaffung…offenlegt.

Ein literarischer Kunstgriff in faszinierender Sprachvirtuosität.

„So pointiert, mit Kritik und Witz, Raffinesse und Abgründigkeit, kann, muss Literatur sein – ein Leseereignis!“

Malus, Simone Hirth. Roman. Kremayr & Scheriau.

Hardcover mit Schutzumschlag

Gebunden, 176 Seiten, Format 12,0 x 20,0

Kremayr & Scheriau

24,00 € inkl. MwSt.

ISBN: 978-3-218-01410-6

Walter Pobaschnig 8_23

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„Groß ist die Schönheit, denn“ Margret Schopka, Künstlerin _ Give Peace A Chance _ Stiflisdalsvatn, Island 30.8.2023

GIVE PEACE A CHANCE

Margret Schopka _ Landart

Groß ist die Schönheit,  denn

Ich reise durch eine frühlingshafte Welt

Verweile in  endlosen Weiten, durch

Eine Landschaft von Vulkanasche geformt


Pausenlos im ständigen Wandel

Ein  Brachvogel ruft mich

Auch begleitet er mich  auf meinen Wegen

Cremeblauweiter Himmel leitet mich

Einsame weichgezeichnete Berge fliegen an mir vorüber


Aber siehst du denn nicht die Unermesslichkeit der Schönheit?




Chöre von Vögeln singen mir zu,  mein

Herz singt mit

Auch mein Körper

Nachtlos und frühlingshaft ist meine Welt

Celloklänge wehen durch sie und

Einsamkeit umgibt mich


Margret Schopka, 18.8.2023

Margret Schopka, Künstlerin

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Margret Schopka, Künstlerin

Zur Person _ Margret Schopka, ich habe Malerei in Hamburg studiert , der Schwerpunkt meiner Kunst ist die Landart

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19.8.2023_Interview_Walter Pobaschnig.

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„Gratitude“ Isabella Forciniti, sound artist _ Give Peace A Chance _ Wien 29.8.2023

GIVE PEACE A CHANCE

Gratitude

Invisibility

Virulence

Embodiment


Peaceful

Eagerly

Abandonment

Cage

Effortless


Altruistic


Care

Hacatomb

Absurd

Nonsense

Cure

Empowering


Isabella-Forciniti, 18.8.23

Isabella Forciniti, sound artist

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Isabella Forciniti, sound artist

Zur Person _ Isabella Forciniti is a Vienna based sound artist from Italy. Her work maneuvers within tensions evoked by the substantial aspects of sound and improvised music. Her intention is to explore deliberate states of sounds through examining
relationships among interwoven sound surroundings, informal practice as well as
their intrinsic abilities. Her work thrives to release streams of thoughts at the
margins of the unknown.

She has created works for Austria’s radio station Ö1, such as for the art program
Kunstradio and Radiokolleg. Isabella Forciniti has also gained experience with
movies during her work with Kubelka’s „Arnulf Rainer“ film strips and scoring
gender-critical silent movies from the early 20th century.

Isabella Forciniti cooperated with Patrick Pulsinger, Burkhard Stangl, Katharina
Klement, Antye Greie-Ripatti, Joni Void, Ryoko Akama as well as other artists.
Forciniti was invited to different music festivals such as Wien Modern (AT), Simultan
Festival (RO), Ars Electronica (AT), Elevate Festival (AT), NEXT Advanced Music
Festival (SK) and Darmstädter Ferienkurse (GER).

She holds a degree in communication sciences focused on sociology and
multimedia. In 2019 she finished the university program Computer Music and
Electronic Media (ELAK) at the University of Music and Performing Arts Vienna.
Currently she studies computer music and composition at the Anton Bruckner
Private University and Postdigital Lutherie at the University of Art and Design Linz
(AT) focussing on digital music performance, improvised music and tangible
interaction design.

Music:
https://isabellaforciniti.bandcamp.com/album/music-for-churches-and-bicycles
https://soundcloud.com/isabellaforciniti
https://soundcloud.com/elevate-festival/lockdown-grooves-by-isabella-forciniti
https://viennaundergroundtraxx.bandcamp.com/album/rabelasian-irony


Webseite: https://isabella.klingt.org


Social Network: https://www.instagram.com/isab_for

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18.8.2023_Interview_Walter Pobaschnig.

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Geschichte der Sintflut. Auf den Spuren der frühen Zivilisation. Haarmann, Harald. Beck Verlag.   

Die Sintflut. Es ist eine der eindrücklichsten Erzählungen der Bibel, welche kulturgeschichtlich in verschiedensten Formen der Darstellung, Rezeption und Transfer bis heute überliefert und neu belebt wird. In Literatur, Film, Kunst, Theater motiviert dieser Stoff schier unerschöpfliche Faszination und Phantasie und bietet überraschende wie spannende Zugänge.

Doch was kann nun abseits der religionsgeschichtlichen wie kulturellen Überlieferung über das tatsächliche Ereignis der „Sintflut“ gesagt, berichtet werden? Was können neueste wissenschaftliche Ergebnisse über Flutkatastrophen in der Menschheitsgeschichte berichten?

Und da gibt es erstaunliche Erkenntnisse, die in diesem gleichsam Standardwerk (es erscheint hier in neu überarbeiteter 4.Auflage) beeindruckend wie spannend dargestellt werden.

Dem renommierten Sprach- und Kulturwissenschaftler wie mehrfach ausgezeichneten Autor Harald Haarmann gelingt eine umfassende Darstellung der Erd- wie Zivilisationsgeschichte im Zusammenhang von Naturkatastrophen und damit einhergehender gesellschaftlicher Veränderungen wie kultureller Auswirkungen und Überlieferung.

Die Stärke des Buches ist zweifellos der Versuch einer kompakten Zusammenschau von kulturellen Überlieferungsfragmenten wie geologischen und sprachlichen Zugängen. Ebenso ist eine Form der Darstellung gewählt, die einen schnellen Einstieg ermöglicht, ohne umfassende Fachkenntnisse vorauszusetzen. Ebenso sind aktuelle Herausforderungen im weltweiten Klimaschutz im Lichte dieses kulturgeschichtlichen Überblicks auch spannend zu lesen.

„Eine spannende kulturgeschichtliche Darstellung, die zu überraschen wie zu begeistern weiß!“

Geschichte der Sintflut. Auf den Spuren der frühen Zivilisation. Haarmann, Harald. Beck Verlag.   

978-3-406-80619-3

Erscheint am 24. August 2023

4., vollständig überarbeitete Auflage, 2023

222 S., mit 19 Abbildungen und Karten

Hardcover

Walter Pobaschnig 8/23

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„mein Tag beginnt mit dem Gefühl: ist das schön!“ Margret Schopka, Künstlerin _ Stiflisdalsvatn, Island 29.8.2023

Liebe Margret Schopka, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Margret Schopka, Künstlerin

Wenn ich in den Sommermonaten in Island bin, beginnt mein Tag mit  dem Gefühl: ist das schön!

Denn wir haben ein kleines Sommerhaus und das Toilettenhaus ist außerhalb, also sehe ich zuerst dies, wenn ich die Tür öffne:

das stärkt mich für den ganzen Tag und für das ganze Jahr. Und sonst viel Draußensein mit Vulkanasche und Schablonen, die Welt verschönern.

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Öfter mal das Worte DANKE sagen, das wärmt und zaubert ein Lächeln aufs Gesicht

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Kunst an sich zu?

Ich bin immer wieder beglückt über die Kraft der Kunst, wie sie uns für eine Weile in andere Welten trägt, wir brauchen es nur zu wollen,

Was liest Du derzeit?

Die Einsamkeit des modernen Menschen von Martin Hecht

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Allein in sicherer Obhut, meinem Traum

(Matthias Johannessen)

Vielen Dank für das Interview liebe Margret, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Kunstprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen:

Margret Schopka, Künstlerin

Zur Person  _ Ich habe Malerei in Hamburg studiert , der Schwerpunkt meiner Kunst ist die Landart

http://www.margretschopka.de

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Walter Pobaschnig _ 18.8.2023

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„Ehrlichkeit“ Alexander Absenger, Schauspieler _ Give Peace A Chance _ Wien 28.8.2023

GIVE PEACE A CHANCE

Geduld

Ideale

Vielfalt

Empathie


Phantasie

Erwartungen

Achtsamkeit

Chancen

Erde


Angstfrei


Chemie

Heiterkeit

Aufatmen

Nachsicht

Courage

Ehrlichkeit


Alexander Absenger, 8.8.2023

Alexander Absenger, Schauspieler

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Alexander Absenger, Schauspieler

Zur Person _ Zur Person _ Alexander Absenger wurde 1985 geboren und wuchs in Graz auf. Nach seinem abgeschlossenen Schauspielstudium am Konservatorium der Stadt Wien | MUK folgten zahlreiche Produktionen am Theater der Jugend, Schauspielhaus Magdeburg, Theater Osnabrück sowie Gastspiele am Thalia Theater Hamburg, am HKD Teatar Rijeka und in Bozen. Regelmäßige Arbeiten u.a. mit Claudia Bauer, Mateja Koležnik, Nina Mattenklotz, Amélie Niermeyer, Elmar Goerden, Jan Jochymski, Marc Lunghuß und Sascha Hawemann.

Derzeit Ensemblemitglied am Theater in der Josefstadt. Im Jahr 2015  und 2017 wurde Alexander Absenger für den österreichischen Theaterpreis Nestroy nominiert. 2020 folgte dann der Gewinn des Nestroy Theaterpreises. Er arbeitet auch vermehrt vor der Kamera (Vienna Blood, Tatort, Schnell ermittelt, Soko Kitzbühel, Tage die es nicht gab,… etc.) sowie als Sprecher für Film, Funk und Fernsehen.

Foto_privat

8.8.2023_Interview_Walter Pobaschnig.

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„das Miteinander, das Füreinander, das trotz Allem nicht Verzweifeln“ Monika Pallua, Schauspielerin _ Wien 28.8.2023

Liebe Monika Pallua, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Da ich zur Zeit mit dem Theaterwagen Porcia unterwegs bin und wir ganz Kärnten mit einem Stück für Kinder: Wer findet die Glücks‘chen?  und dann im Anschluss mit „Der Bauer als Millionär“ bespielen, wohne ich im Sommer in Spittal an der Drau und wir starten zwischen 14 Uhr und 16 Uhr, um zum Spielort zu fahren, vorher bin ich spazieren oder am Millstätter See, lese oder unternehme etwas mit Kolleg*innen. 

Monika Pallua, Schauspielerin _
Szenenfoto: „Wer findet die Glüchs`chen“

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Was jetzt, aber eigentlich immer wichtig ist, ist das Miteinander, das Füreinander, das trotz Allem nicht Verzweifeln. Es ist wichtig daran zu glauben, dass etwas oder vielleicht alles wieder gut wird und dass man im Kleinen dazu beitragen kann. Wichtig ist auch auf sich selbst zu achten, denn mit sich selbst zufriedene Menschen schaffen mehr.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei dem Theater/Schauspiel, der Kunst an sich zu?

Ist es ein Aufbruch in bessere Zeiten oder sollen wir einen Schritt zurück gehen? Ich glaube wir sollten uns mehr auf die wirklichen Dinge besinnen und dafür ist das Theater gut geeignet, Geschichten zu erzählen in denen man sich wiederfindet, die einen inspirieren , vielleicht vom Alltag ablenken oder uns auch damit konfrontieren, die politisch aufrütteln oder auch nur ein Märchen sind, in das man gerne eintaucht. Auf jeden Fall ist es ein gemeinsames Erlebnis mit vielen unterschiedlichen Menschen, manche Bekannte, Freundinnen, aber viele Unbekannte mit denen man dann etwas teilt. Und das ist auf jeden Fall : schön und wichtig.

Was liest Du derzeit?

Zur Zeit lese ich : Eine Frage der Chemie von Bonnie Garmus

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Jeder Mensch sollte dem anderen helfen, nur so verbessern wir die Welt. Wir sollten am Glück des andern teilhaben und nicht einander verabscheuen. Hass und Verachtung bringen uns niemals näher. Auf dieser Welt ist Patz genug für jeden, und Mutter Erde ist reich genug, um jeden von uns satt zu machen.

Das Leben kann ja so erfreulich und wunderbar sein. Wir müssen es nur wieder zu leben lernen.

Mehr als alle Maschinen brauchen wir Menschlichkeit. Mehr als Klugheit brauchen wir Freundlichkeit und Güte. Ohne diese Fähigkeiten wird das Leben grausam und alles verloren sein.

Charly Chaplin aus: Der große Diktator 

Monika Pallua, Schauspielerin

Vielen Dank für das Interview liebe Monika, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Theater-, Filmprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen:

Monika Pallua, Schauspielerin

Zur Person _ Monika Pallua ist in Bruneck/Südtirol/Italien geboren und aufgewachsen und lebt in Wien. Ihre Schauspielausbildung absolvierte sie in Mailand an der scuola d´arte drammatica Kuniaki Ida und an der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien (Abschluss ´98).Im Anschluss war sie für zwei Spielzeiten am Stadtheater Bremerhaven engagiert und seitdem ist sie freischaffend tätig unter anderem am Landestheater Coburg, Theater Factory Kiel, Neue Bühne Villach, Theaternyx Linz, Thalhof Reichenau, Theater im Container Telfs, Theaterinitiative Burgenland, Stadttheater Mödling, Meraner Festspiele, Theater PUR Marchegg, Stadttheater Bruneck, Tiroler Volksschauspiele Telfs und Waldviertler Hoftheater.

In Wien am Theater der Jugend, Theater m.b.H., Ensembletheater, Theater Scala, Theater Gruppe80, Kosmos Theater, Theater Drachengasse, Dschungel Wien u.a. 
Immer wieder arbeitet sie auch für Film und Fernsehen, zuletzt in den Serien “Brennero“ und “Altes Geld“ und im Kinofilm “Manaslu-Berg der Seelen“

In den Sommern ´21 und ´22 war sie beim Ensemble Porcia engagiert und diese Spielzeit ist sie Teil des Wagenensembles und freut sich auf die neue Herausforderung.

Fotos_ Portraitfoto: Anna Stöcher. Szenenfoto: Marco Riebler aus „Wer findet die Glüchs‘chen“

Walter Pobaschnig _ 25.8.2023

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Jones, Dan, Mächte und Throne, Eine neue Geschichte des Mittelalters. C.H.Beck Verlag.

Das Mittelalter. Eine der faszinierendsten Epoche der Menschheitsgeschichte wurde zunächst in historischer Klassifizierung als Übergangsepoche „Mittelalter“ zwischen Altertum und Renaissance/Neuzeit bezeichnet. Es wurde auch als „dunkles Mittelalter“ bezeichnet, welches mit den Epochen davor bzw. danach in politischer, gesellschaftlicher und kultureller Bedeutung nicht „mithalten“ könnte. Diese Sicht hat sich in den letzten Jahrzehnten aufgrund umfangreicher Forschungen und neuen Erkenntnissen bedeutend geändert. Die Vielfalt, Faszination und die entscheidenden Weichenstellungen in dieser Epoche und Auswirkungen bis in die Gegenwart wurden und werden immer mehr erkannt und sichtbar gemacht.

Das vorliegende Werk, ein opus magnus zum Mittelalter,zur Zeitspanne der Weltgeschichte zwischen dem 5. und 16.Jahrhundert, geht nun einen spannenden Weg der Gesamtschau in exemplarischer Darstellung wie der Offenlegung der großen politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Entwicklungslinien.

Dan Jones, Historiker und Journalist, wagt sich in vier großen Abschnitten und 16.Kapitel an das Mittelalter heran und überrascht dabei in Information, Wissensdarstellung wie spannender Erzählung. Es gelingt dem Autor beeindruckend Leserin und Leser auf eine Reise zu Mächten und Thronen, Königreichen und Kriegen, Leben und Gesellschaft, Kunst und Kultur mitzunehmen. Eine Reise, in der es viel zu entdecken, bestaunen gibt, bis zur letzten Seite.

„Ein beeindruckendes Leseereignis, das Zeit und Menschen begeisternd lebendig vor den Vorhang der Jahrhunderte treten lässt“

Jones, Dan, Mächte und Throne, Eine neue Geschichte des Mittelalters. C.H.Beck Verlag.

978-3-406-80625-4

Erscheint am 24. August 2023

793 S., mit 44 Abbildungen und 8 Karten

Hardcover

Walter Pobaschnig 8/23

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„Giant Intensity“ Christian Tschinkel, Komponist _ Give Peace A Chance _ Wien 27.8.2023

GIVE PEACE A CHANCE

Giant Intensity

Vibrant Energy

Peak Experience

Alien Composition

Ephemeral Acousmonautique

Cosmological High Amplitudes

Nautical Collective Eternity


Christian Tschinkel,19.8.2023

Christian Tschinkel, Komponist,
Sounddesigner, Produzent und Klangregisseur

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Christian Tschinkel, Komponist,
Sounddesigner, Produzent und Klangregisseur

Zur Person _ Christian Tschinkel

• Studium der Psychologie und Musikwissenschaft an der Karl-Franzens-Universität, Graz

• Lehrgang für Computermusik und elektronische Medien an der Universität für Musik und darstellende Kunst, Wien

• Kurs- und Seminarbelegungen in Tontechnik, Musiktherapie, Kulturmanagement, Kapellmeisterausbildung, Filmmusik und Klangregie

• erste musikalische Erfahrungen in verschiedenen Bläserensembles, Blaskapellen und einer Rockband (mit 8-Spurbandmaschine)

• nach Produktionen als Fusion-Trompeter von der Vorstellung geleitet, originäre Musikwerke im Sinne eines Kinos für die Ohren zu schaffen

• seit Mitte der 2000er Jahre Beschäftigung mit akusmatischer Musik

• aufbauend auf Theorien zu Pop(Musik), Entwicklung des Konzepts einer Popakusmatik, das sich auf psychologischer und philosophischer Ebene mit der Wahrnehmung des (alltäglichen und monumentalen) Lautsprecherklanges zwischen Kunst, Musik, Sound und Design befasst

• „Akusmonautik“ als weitergedachte Form der Musikauffassung hinsichtlich Trans-Art, die u. a. die Metapher des Abhörens eines Flugschreibers (in bevorzugter Weise der Black Box eines UFOs) gebraucht.

• Solo-CD-Produktionen

• Musik- und Klanginstallationen

• Publikationen von theoretischen Schriften über Pop-Produktion und Musique acousmatique (World Scientific, Transcript, Athena, Edition FZA u. a.)

• Aufführungen im ZKM Karlsruhe, Vortex London, Loft Köln, TU Wien, Kunsthalle Wien, Hellerfabrik Wien, Ankerbrotfabrik Wien, Traktorfabrik Wien, Wotrubakirche Wien, Kunstgalerie Klasan Wien, Palais Kabelwerk Wien, Echoraum Wien, Alte Schmiede Wien, IEM Cube Graz, ESC Medien Kunst Labor Graz, Volkshaus Graz, Stockwerk Graz, Club Niesenberger Graz, Kunstgarten Graz, Postgarage Graz, Mariahilferplatz Graz, Kasematten Graz, Sonic Lab Linz, Hauptplatz Leoben, \zentrum Judenburg, Museum Eisenerz, Alte Heumühle Neustift/Rappottenstein, Temple of Sound/Rappottenstein, Schmiede Hallein, Schloss Wolkersdorf, Nitschmuseum Mistelbach, u. a.

• Lehrauftrag für Repertoire und Theorie der elektroakustischen und experimentellen Musik an der Universität für Musik und darstellende Kunst, Wien (Future Art Lab)

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