„abermalshoffend!“ Barbara Ambrusch-Rapp, Multimediakünstlerin _ Give Peace A Chance _ Velden/Wörthersee 22.4.2023

GIVE PEACE A CHANCE

„abermalshoffend!“

Barbara Ambrusch-Rapp, Performance “Balkanroute” in Klagenfurt/Celovec
(fotografiert von Deborah Staubmann)

G         reifen

i           rre

V         ermaechtnisse

E          ingeweide.


P         acken

e          rbaermliche

A         hnengespinste

C         reaturen

e          in.


A         usweglos?


C         ollaboriert,

H         irngesponnene,

a         bermalshoffend!   

N         aivgeschumpfene

C         himären,

e          röffnet!


Barbara Ambrusch-Rapp, Velden am Wörthersee, 12. April 2023

Barbara Ambrusch-Rapp, Multimediakünstlerin,
Kuratorin, Kulturarbeiterin und Aktivistin

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Barbara Ambrusch-Rapp, Multimediakünstlerin,
Kuratorin, Kulturarbeiterin und Aktivistin

Zur Person_Barbara Ambrusch-Rapp, geb. 1972 in Klagenfurt am Wörthersee, lebt und arbeitet als freischaffende Multimediakünstlerin, Kuratorin, Kulturarbeiterin und Aktivistin mit ihrer Familie in Velden am Wörthersee.

Mitglied u.a. im Kunstverein Kärnten/Koroška und weiteren Kunst- und Kulturvereinen, bei ausgewählten auch im Vorstand maßgeblich aktiv. Kreativ-Workshops für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, für Menschen verschiedener Herkunft, an Bildungseinrichtungen, für Unternehmen und in Werkstätten für Menschen mit Behinderung. Künstlerische Beiträge zugunsten von Sozialprojekten und öffentlichen Aktionen im Zusammenhang mit gesellschaftspolitischen Belangen, Menschenrechten, Diskriminierung etc.

Freischaffend präsent in nationalen und internationalen Ausstellungen sowie in den Bereichen Performance, Theater, Fashion-Art und Kunst im öffentlichen Raum. Würdigung der Arbeit mittels Preisen, Ankäufen oder Projektförderungen; in Publikationen u.a. im Bereich der Literatur, Bildenden Kunst und Wissenschaft erwähnt, beteiligt oder herausgebend.

http://www.barbara-rapp.com

Foto Portrait_Marcel Ambrusch

Foto_Performance_Deborah Staubmann

Walter Pobaschnig _ 12.4.2023

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„Gestern noch waren wir“ Vinzenz Fengler, Schriftsteller _ Give Peace A Chance _ Berlin 21.4.2023

GIVE PEACE A CHANCE


Gestern noch waren wir

In eine Amour fou gefallen mit einem

Verhinderten Krieg und dachten

Es wird sich schon alles einpegeln.


Post Scriptum aber log das Sujet,

Erbrach sich an Verschlucktem &

Alles militarisierte sich.

Chimären in Kampfanzügen tanzten

Einen Reigen zum Gemetzel der Worte.


Aha, ach so, interessant, sagten einige.


Chaos verbindet die Teile, dachten wir,

Hofften auf die Vernunft zwischen

Auf- und Abschwellen der Wut,

Nicht erinnernd die besser wissenden

Chöre, die Stimmen, die sagten:

Ergebt euch, euch selbst & diesem Frieden.


Vinzenz Fengler, 10.4.2023

Vinzenz Fengler, Schriftsteller, bildender Künstler & Performer

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Vinzenz Fengler, Schriftsteller, bildender Künstler & Performer

Zur Person_Vinzenz Fengler wurde 1969 in Hoyerswerda geboren und lebt seit 2001 in Berlin. Seit Anfang der 90er Jahre beschäftigt er sich mit Photographie und Performance Art, später kommen noch Kunstinterventionen im öffentlichen Raum dazu.  Er schreibt Lyrik, Prosa und Stücke. Zahlreiche Veröffentlichungen in Literaturzeitschriften und Anthologien. Vinzenz Fengler ist Zweitplatzierter (zusammen mit Monika Littau) des Polly Preises für Politische Lyrik 2016. Im Juli 2020 erschien „Stimme.Stimme“, ein gemeinsam mit Isabella Lehmann geschriebenes Theaterstück bei Edition Maya, im April 2023 sein Lyrikband „Materialermüdung tragender Teile“ im ELIF Verlag.

www.vinzenz-fengler.de

Foto_privat

Walter Pobaschnig _ 10.4.2023

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„Wissens, da Hansi hods nimma ausghoitn“ Peter Nitsche, Schauspieler _ Station bei Falco _ Wien 21.4.2023

Peter Nitsche, Schauspieler _ Wien _ acting „Ganz Wien“ Falco (1981) _
25.Todesjahr Falco, Sänger, Musiker (* 19. Februar 1957 Wien † 6. Februar 1998 Dominikanische Republik)

„Ganz Wien“

Er geht auf der Straß’n
Sagt net wohin
Das Hirn voll Heavy Metal
Und seine Leber ist hin

Seine Venen san offen
Und er riecht nach Formalin
Des alles macht eam kan Kummer
Weil er ist in Wien.

Ganz Wien – ist heut auf Heroin
Ganz Wien – träumt mit Mozambin
Ganz Wien – Wien, Wien, greift auch zu Kokain überhaupt in der Ballsaison
Man sieht ganz Wien, Wien, Wien is so herrlich hin, hin, hin
Kokain und Kodein, Heroin und Mozambin
Machen uns hin, hin, hin, 1,2,3

Kokain und Kodein, Heroin und Mozambin
Machen uns hin, hin, hin

Einmal wird der Tag kumman
Die Donau außer Rand und Band
Im U4 geigen die Goldfisch‘
Der Bruno längst im sich’ren Land,
Der Hannes A

Dann lernen wir Schwimmen
Treib’n tan ma eh.
Alle Teuferl weisses Gewandl
Und weiss wie Schnee

Wien

Kokain und Kodein, Heroin und Mozambin
Machen uns hin, hin, hin, that you know
Kokain und Kodein, Heroin und Mozambin
Machen uns hin, hin, hin

Ganz Wien
da, da, da, da
Ganz Wien

„Ganz Wien“ 1981 / Text: Falco / Musik: Falco

Peter Nitsche, Schauspieler _ Wien _ acting „Ganz Wien“ Falco (1981) _
65.Geburtstag Falco, Sänger, Musiker (* 19. Februar 1957 Wien † 6. Februar 1998 Dominikanische Republik)


Lieber Peter Nitsche, Schauspieler, welche Bezugspunkte gibt es von Dir zu Falco, Sänger, Musiker (* 19. Februar 1957 Wien † 6. Februar 1998 Dominikanische Republik)?

Vor allem die Begegnung mit seiner Mutter, ca 8 Monate nach Falcos Heimgang. Sie meinte „ Wissens, da Hansi hods nimma ausghoitn. Er hod gwussd, dass ea nimma hecha auffe kumma kaun.“ Diese Worte seiner Mama haben mich zutiefst berührt. Hansi war ihr Bua, ihr Ein und Alles.


Wir haben als Falco Thema den Song „Ganz Wien“ 1981 gewählt. Was sagt der Song für Dich damals und 40 Jahre später aus?

Hoch aktuell. Falco scheute sich nie, den Menschen aufs Maul zu schauen, denn er war und blieb immer einer von ihnen/uns. Was er zu sagen hatte in seinen Songs, seinen Performances, ließ er tief in die Gedärme der Menschen eindringen. Fast prophetisch.

Was macht für Dich den Künstler Falco aus?

Für mich ist Falco der Mozart des 20. Jahrhundert. In Allem war er seiner Zeit weit voraus. Er ist Wege gegangen, die die Breite Masse nicht mal zu denken wagte. Ein unfassbar zart und doch unbändig starkes Wesen zeichnet diesen Menschen auch heute noch für mich aus


Du bist Schauspieler, Fotograf. Hättest Du Dir ein Projekt mit Falco vorstellen können und wenn ja, welches?

Unbedingt…. Mutter, der Mann mit dem Koks ist. Da wäre ich sehr gerne der Kohlen = Kokslieferant.


Es ist ein großartiger Style, den Du zum Fotoshooting hier gewählt und auf das Thema abgestimmt hast. Was bedeutet Dir Mode, Style?

Danke, lieber Walter. Ich stehe so drauf, Styles, Outfit, Visagist Styles,.. made by my self zu kreieren. Auf Flohmärkten, in Mülltonnen, im Second& Third-Handbereich finde ich seit vielen Jahren nahezu Alles, woraus ich Neues kreiere.

Mode ist ein aufgesetzter Moment. Für mich, Bedeutet mir Nichts. Oder kaum etwas.

Style/s, yeah, thats Life. Pura Vida. Das flasht mich und damit flashe ich.


Was sind Deine derzeitigen Projektpläne?

Theaterrollen in unterschiedlichen Bereichen. Und mit einer tollen Musikerin in Graz arbeite ich seit einigen Wochen auch sängerisch. Ein neues Feld, das mich, der bisher kaum eine Notenzeile, ect. wirklich erfassen konnte, in spannende neue Welten führt. In dieser Produktion, mit einer Harfinistin, einer Geigerin, einem Saxophonisten und einem Zieharmonikervirtuosen tauchen wir ein in die Aufarbeitung der letzten 3 harten Jahre. Mein Part, das Schauspielen und Singen.


Was kannst Du als Künstler von Falco mitnehmen?

Mut, Seligkeit, Nachdenklichkeit, Ver-rücktheit. Stay free. Stay wild. Stay alive until minimum 75.

Peter Nitsche, Schauspieler _ Wien _ acting „Ganz Wien“ Falco (1981) _
25.Todesjahr Falco, Sänger, Musiker (* 19. Februar 1957 Wien † 6. Februar 1998 Dominikanische Republik)

Station bei Falco_„Ganz Wien“

Peter Nitsche, Schauspieler _ Wien _ acting „Ganz Wien“ Falco (1981) _

25.Todesjahr Falco, Sänger, Musiker (* 19. Februar 1957 Wien † 6. Februar 1998 Dominikanische Republik)Wien

Alle Fotos_Walter Pobaschnig _ Wien 3_23

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Walter Pobaschnig 3_23

„In der Sprache verhandeln wir, wofür oder wozu wir leben wollen“ Martin A. Hainz, Autor _ Baden bei Wien 21.4.2023

Lieber Martin A. Hainz, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Mein Tagesablauf ist sehr regelmäßig und überaus unspektakulär – zwischen Schreibtisch und Ergometer und zuweilen Hörsaal.

Martin A. Hainz, Autor,
Literaturwissenschaftler & Philosoph

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Adolf Holl empfahl einmal das Weiterwursteln – statt der Patentlösung. Wir haben viele Probleme und brauchen viele Antworten vieler Menschen.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?

Sprache gestattet uns, mit anderen darüber zu verhandeln, wofür oder wozu wir leben wollen, aber auch die Diskussion darüber, inwiefern Aussagen, die wir treffen, gültig sein können – das sind auf den ersten Blick kleine Freiheiten, die als solche aber das ausmachen, was als „Freiheit“ direkt formuliert vielleicht keine ist.

Was liest Du derzeit?

Elfriede Jelinek, Angabe der Person.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

„Und obwohl wir darüber noch kein einziges Wort verloren haben, ahnen wir bereits, daß man für den Feind, zu dem man spricht, eine gewisse, ja zuweilen eine stärkere Freundschaft hegt als für den Freund, von dem man spricht.“ (Jacques Derrida)

Vielen Dank für das Interview lieber Martin, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Buchprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen:

Martin A. Hainz, Autor, Literaturwissenschaftler & Philosoph

Zur Person_Martin A. Hainz, geboren 1974 in Wien; Prof. Mag. Dr. phil., Literatur-, Sprach- und Kulturwissenschaftler, Philosoph und Bildungswissenschaftler; Leiter der Forschungsstabstelle der Privaten Pädagogischen Hochschule Burgenland (Eisenstadt, Österreich). Vorstandsmitglied der Rose Ausländer-Gesellschaft. Alumnus der Alexander von Humboldt-Stiftung. Bücher in Auswahl: Silbenzwang (Tübingen 2017), Lapsus (Würzburg 2014), Entgöttertes Leid (Tübingen 2007), Masken der Mehrdeutigkeit (Wien 2001, 22003); zahlreiche Aufsätze zur deutschen und österreichischen Literatur sowie zu philosophischen Fragestellungen.

http://www.martinhainz.at.

Foto_privat

20.3.2023_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

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Dysfunctional Woman, Julia Kulewatz. Roman. kul-ja! Publishing

Sie ist auf der Flucht. Im Wald.

„Gehetzt. Ein gejagtes, nummeriertes Wild war sie, orientierungslos rennend, blutend, stolpernd, zu Tode und in aller Endgültigkeit erschöpft…“

Sie und der Tod. Sie und ihr Kind. Doch sie war nur ein Code in dieser Welt. Nanobots, chips. Programmiert zu gebären.

„Meine Codierung ist QL172004-5-4. Ich bin 17 Jahre alt. Ich bin die 2004.fruchtbare Frau. Ich habe erfolgreich 5 Kinder geboren…“

Und die Flucht, der Weg geht weiter…

nicht allein…was ist ihre Bestimmung? Geheimnisse, Begegnungen öffnen sich im Dunklen der Welt…

Julia Kulewatz, Schriftstellerin, Verlegerin, legt mit „Dysfunctional Woman“ ihren ersten Roman vor, der in einer faszinierend-geheimnisvollen wie eindringlichen dystopischen Vision von Mensch, Welt, Zukunft begeistert. Die Autorin schafft es einmalig in Spannung, Neugierde und großartiger Fantasie-, Erzählkraft Leserin und Leser von Beginn an in die Flucht, das Ringen und die Lebenslust von „Q“ mithineinzunehmen und ihr zu folgen in aller Herausforderung, Hoffnung und Suche nach Freiheit.

Es ist ein Roman, der sicherlich zu den bemerkenswertesten Neuerscheinungen des Literaturjahres zählt.

„Ein Roman als faszinierende Hochschaubahn von Frau, Welt, Dystopie in großartiger Spannungs- und Erzählkraft!“

Dysfunctional Woman, Julia Kulewatz. Roman_2023

Softcover, 256 Seiten / 11,5 x 18 cm

Preis: 15,00 Euro zzgl. Versandkosten

ISBN: 978-3-949260-10-0

kul-ja! Publishing

Julia Kulewatz, Schriftstellerin, Verlegerin

Zur Person_Julia Kulewatz wurde in einer stürmischen Oktobernacht unter dem roten Jägermond des riesenhaften Orions als ewige Freundin der Plejaden geboren. Sie schreibt als eine Tochter der fahrenden Leute mit dem Kopf in den Sternen und dem Herzen in der Erde. Auf ihren Reisen fließen ihr vor allem Kurzgeschichten durch die Nacht ihrer Haare in den Tag ihrer Hände. Ihre Literatur ist „handgemacht“, weshalb sie jede Geschichte zunächst handschriftlich, zumeist unter einem Baum sitzend, aufschreibt. Es ist ihr wichtig, der Fantasie ihrer Leser (Welten-)Raum zu geben, um so gemeinsam das Höchste und das Tiefste zu berühren.

 Julia Kulewatz wurde mit dem Neu-Ulmer Stadtschreiberstipendium 2022 ausgezeichnet.

Bei kul-ja! publishing sind bisher erschienen:

counting magpies (Gedichte, August 2021)

Königin der Nacht (Essay, September 2022)

Orkaniden. Sturmgedichte (Gedichte, April 2021)

Bei kul-ja! publishing erscheint demnächst:

Ausgebuffte Luder (Gedichte, 2023)

Dysfunctional Woman (Roman, 2023)

Fast so traurig wie Linda (Gedichte, 2023)

https://www.kul-ja.com/

Foto Portrait: Selbstporträt, © Julia Kulewatz

Walter Pobaschnig 4_23

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„Musik kann das Leben beflügeln“ Sybil Amber, singer-songwriter _ Wien 20.4.2023

Liebe Sybil Amber, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Ich wache auf, trinke meinen Cafe. Dann beginnt mein Tag mit Musik, Lernen, Kontakte suchen, EMails schreiben, dazwischen einige Pausen.  Meine Arbeitstage sind eher regelmäßig und ruhig, weil ich stundenlang mit Kopfhören und Tastatur gemütlich schreibe, lerne, komponiere, Musik höre, oder Instrumente übe. Performances oder Film ansehen gehört ebenso dazu, wie Musikvideos ansehen. News lesen oder einen Imbiss, geschieht dazwischen. Netzwerken, Freunde besuchen, mit meinem Freund feiern.

Sybil Amber, singer-songwriter, Schriftstellerin

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Für uns alle wäre es wichtig sich zu vergegenwärtigen, dass wirkliche Probleme auf der Erde unser aller Leben sehr verändern werden. Deswegen ist gesunde, vegane Ernährung an erster Stelle, sowie Training.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Musik, der Kunst an sich zu?

Musik begleitet Menschen, kann heilen, Fröhlichkeit erwirken, grässliche U-Bahnfahrten erleichtern, generell das Leben beflügeln, oder aber auch zum Abtanzen bewegen. Viele Emotionen können mit Musik geordnet werden, dabei tritt Heilung ein. Auch Gehirnwellen können damit beeinflusst,  Bedürfnisse nach Ästhetik befriedigt werden. Entspannung, Atmung, Tonus, und weitere körperliche Prozesse verändern sich durch Musik positiv. Musik, Kunst, kann Botschaften übermitteln, die viele Menschen verstehen. Der Künstler, die Künstlerin, kann in der Erschaffung eines Werks sein oder ihr Publikum so ansprechen, dass Zustimmung und Freude, daher sinnvolle Reflexion, entstehen.

Der, die HörerIn, BetrachterIn, das Publikum sind letztlich die reflektierende Oberfläche, und können Werke der Kunst dadurch in ihrer Bedeutung verändern. Siehe dazu Marcel Duchamps Schrift zum Kunst-Koeffizienten und Joseph Beuys zum Begreifen von revolutionären Prozessen.

Was liest Du derzeit?

Thomas Bernhard, die Bibel. Artikel in Tageszeitungen. Lyrics von Nina Hagen, Yoko Ono, John Lennon. Fachbücher.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Fela Kuti: Beasts Of No Nation

How animal go know say dem no born me as slave?

How animal go know say slave trade don pass?

And, they wan dash us human rights

Animal must talk to human beings

Give dem human rights

I beg-I oh, make you hear me well-u well

I beg-I oh, make you hear me very well

Human rights na my property

So therefore, you can’t dash me my property

Human rights na my property

Dey wan dash us human rights

Vielen Dank für das Interview liebe Sybil, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Musikprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen:

Sybil Amber, singer-songwriter, Schriftstellerin

Zur Person_Sybil Amber, geboren in Wien 1964, Studium der Musik, Kultur,- und Sozialanthropologie, Schauspiel. Erste Gedichte und Poesie seit dem 13. Lebensjahr; Lesungen. Kurze Texte fuer messing Logbuch – Gruppe für kulturelle Produktpräsentation; Theaterarbeit bei daskunst und Cocon. Songs und Lyrics, Arrangement, Music Production.

Foto_privat

17.3.2023_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

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„Gehen auseinander“ Sebastian Grayer, Autor _ Give Peace A Chance _ Graz 20.4.2023

GIVE PEACE A CHANCE

Gehen auseinander

In verschiedene Richtungen: Unvereinbarkeit.

Vergessen

Einander niemals.


Pianisten hörten auf zu spielen.

Einstürzende Menschlichkeit und ihre Trümmer liegen frei.

Außer einer Stimme, die eindringlich appelliert.

Cellos verstummten unfreiwillig.

Eindringlich an Humanität.


Alles ist so grauenhaft still.


Chöre haben sich aufgelöst.

Haben sich verloren. Wie so viele im Land.

Alleinsein ist nicht Einsamkeit.

Nichts außer Wind und Regen.

Chorgesang und das Ersehnen danach.

Eigentlich nur Schmerz und Ruf nach weniger Tod.

Sebastian Grayer, 9.4.2023

Sebastian Grayer, Autor

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Zur Person_ Sebastian Grayer, Autor

*1999 in Klagenfurt (Kärnten) geboren

Beruf und Wohnort Autor, freier Kulturjournalist sowie Student der Soziologie und Germanistik. Lebt, arbeitet und studiert in Graz (Steiermark, Österreich) sowie in Völkermarkt (Kärnten, Österreich).

2006 – 2010: Franz Mettinger Volksschule Völkermarkt 2006 – 2009: Musikschule Völkermarkt (Waldhorn) 2010 – 2014: Neue Mittelschule Völkermarkt 2014 – 2018: Bundesoberstufenrealgymnasium Wolfsberg (Matura) 2018 – 2020: Rotes Kreuz Völkermarkt (Zivildienst und Ehrenamt) Seit 2019: Bachelorstudium Soziologie an der Karl-Franzens-Universität Graz

Seit 2022: Blog „Ein Hinterzimmer. Texte zu Literatur, Kultur und Gesellschaft“ 2022: Jurymitglied beim Literaturwettbewerb der HAK und HLW Wolfsberg Seit 2023: Mitglied bei den Völkermarkter Turmschreiber:innen

Seit 2023: Redaktioneller Mitarbeiter beim kärntenweiten Newsletter des Roten Kreuzes
Kärnten

Seit 2022: Referent für Medien- und Öffentlichkeitsarbeit beim Roten Kreuz Kärnten (Bezirk
Völkermarkt)

Seit 2022: Ehrenamtlicher Kulturjournalist beim Kärntner Bildungswerk
Seit 2022: Literaturjuror beim Kärntner Bildungswerk
Seit 2022: Bachelorstudium Germanistik an der Karl-Franzens-Universität Graz
Seit 2021: Freier Journalist bei KLiCK Kärnten
2020 – 2021: Tutor für Studienanfänger:innen des Soziologiestudiums an der Karl-FranzensUniversität Graz

Seit 2020: Korrektor für wissenschaftliche Texte (von Student:innen der Karl-FranzensUniversität Graz und Alpen-Adria-Universität Klagenfurt) und andere Textsorten von außeruniversitären Personen sowie auch außeruniversitären Themen

Soziale Medien
Ein Hinterzimmer: https://einhinterzimmer.blogspot.com
Facebook: https://www.facebook.com/sebastian.grayer Instagram: https://www.instagram.com/sebastian.grayer

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Walter Pobaschnig _ 9.4.2023

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Bachmannpreis – Rückblickinterview: „Ich habe mehr als ein Jahr, fast zwei, nicht mehr weitergeschrieben“ Gudrun Seidenauer Schriftstellerin, Bachmannpreisteilnehmerin 1999 _ Salzburg 20.4.2023

Liebe Gudrun Seidenauer, Du hast 1999 am Bachmannpreis in Klagenfurt teilgenommen. Wie kam es zu Deiner Teilnahme und wie gestaltete sich Deine Vorbereitung? Welche Erwartungen hattest Du?

Robert Schindel hat mich eingeladen, ich sah das Ganze als Chance und fühlte mich erstmal einfach geehrt und habe mich gefreut.

Gudrun Seidenauer, Schriftstellerin _ Bachmannpreisteilnehmerin 1999

Im Verlauf der Bachmannpreisgeschichte gibt es immer wieder Veränderungen im Setting und des Ablaufes. Wie war es damals bei Dir und wie hast Du das Ankommen, die organisatorische und kollegiale Begleitung erlebt?

Ich hab schon einiges vergessen, fand aber, dass das Kennenlernen unter den Kolleg*innen ein bisschen zu kurz gekommen ist. Manche waren sehr freundlich und offen, andere recht kühl und im Konkurrenzmodus – vielleicht einfach ehrlich, aber mich hat es eingeschüchtert. Es wurde ein kleiner Film zur Vorbereitung gedreht, die Leute waren nett, aber mir war es etwas zu viel. Ich wollte meine Texte sprechen lassen und habe erst damals richtig realisiert, dass es ganz stark auch um mich als Person bzw. um die inszenierte Person geht. Damit konnte ich nicht souverän umgehen, aber anderen ging es ähnlich und es war so weit ok. Ein Stück Entfremdung war es, ich hatte wenig Vorstellung davon und bin eher naiv herangegangen.

Alles andere Organisatorische, die Ankunft, die Begleitung etc. waren sehr professionell und freundlich.

Gab es im Vorfeld der Veranstaltung Kontakte zu den Mitlesenden und der Jury und wie war der Kontakt (Kontaktmöglichkeiten) vor Ort?

Nein, nur zu Robert Schindel. Mit anderen Juror*innen habe ich nicht gesprochenund es hat auch niemand Kontakt gesucht. Die Juror*innen und Teilnehmer*innen wurden einander vorgestellt, ich erinnere mich, besonders bei zwei Frauen beim kurzen Kontakt ein unbestimmtes, aber deutliches „ungutes Gefühl“ empfunden zu haben, was sich später zu bestätigen schien. Die Juroren haben fast nur mit den eigenen Kandidat*innen gesprochen. Es gab schon freundliche und vorsichtige Kontakte unter den Lesenden, ganz unterschiedlich und ungezwungen, vor allem VOR den Lesungen. Danach stieg die Spannung ziemlich, vor allem die, die schlecht abgeschnitten hatten, wurden eher gemieden, scheint mir.

In welchem Hotel und wie war die Unterbringung und an welche Begleitveranstaltungen erinnerst Du Dich?

Ich erinnere mich nicht ans Hotel, war alles unauffällig in Ordnung.

Wie gestaltete sich die Auswahl für die Lesungstermine und wann hast Du gelesen?

Ich weiß es nicht mehr. Irgendwann ziemlich in der Mitte der Veranstaltung.

Wie hast Du Dich unmittelbar auf Deine Lesung vorbereitet? Gab es da eine organisatorische Begleitung?

Ich habe meinen Text öfters laut gelesen, auch mit Robert Schindel. Organisatorisch gab es nur die Termine, wann ich wo sein sollte.

Welchen Text hast Du in Klagenfurt vorgestellt?

Einen Text aus meinem erst 6 Jahre später erschienen ersten Roman „Der Kunstmann“ Residenz Verlag, 2005.

Wie gestaltete sich die Jurydiskussion zu Deinem Text. Wie hast Du diese persönlich erlebt und wie beurteilst Du diese? Hast Du Dich auch in der Diskussion zu Wort gemeldet?

Ich war über die Heftigkeit in der Wortwahl bei drei Jurorinnen völlig überrascht. Die Ablehnung war massiv. Ich erinnere mich an Robert Schindels erschrockenen und perplexen Blick, er hat den Text ebenso wie Dieter Bachmann (der damalige Herausgeber der Zetischrift „DU“) ruhig, aber vehement verteidigt. Die Worte „Kitsch“ und „anmaßend“ waren wirklich kränkend. Es wirkte, als würde über mich als Person verhandelt werden. Ich bin mir sehr entwertet vorgekommen und habe gleich gemerkt, dass ich keine Distanz herstellen kann. Ehrlich gesagt habe ich mich auch für meine mangelnde „Coolness“ gegenüber dem Ganzen geschämt, was es noch schlimmer gemacht hat. Ich fand für diese Urteile aber keinerlei sachliche Begründung und nachvollziehbare Argumentation und hatte den Eindruck, in einem rhetorischen Schlagabtausch zum Spielball zu dienen.

Mit welchem Feedback und persönlichen Emotionen hast Du den Lesungsort danach verlassen?

Einige Leute haben mich bedauert, was es nicht besser gemacht hat. Ich war ziemlich verstummt und habe auch sehr an meine Schreiben gezweifelt. Ich merkte auch, dass man sofort uninteressant wurde für Medien und Leute aus dem Betrieb. Vielleicht projizierte ich aber auch dazu, ich war zu durcheinander und wollte am liebsten gleich weg.  Ich habe mehr als ein Jahr, fast zwei, nicht mehr weitergeschrieben, aber vieles andere gemacht. Und doch auch einiges über mich und meine Grenzen gelernt.

Wie hast Du die Zeit unmittelbar nach der Lesung verbracht und was war für Dich da wichtig? Gab es Gespräche danach mit Jury, Mitlesenden?

Mit Robert Schindel und Dieter Bachmann, die mich nach Kräften (aber damals vergeblich) aufrichten wollten. Ich konnte mir eigentlich keinen Zuspruch holen, da ich mich zu sehr mit dem negativen Urteil identifiziert hatte und teilweise glaubte, die negativen Stimmen hätten recht. Ich konnte nichts mehr relativieren und einschätzen. Die gefühlte Häme in gewissen Wortmeldungen hatte mich völlig überfordert und ich fragte mich, woher dieser geradezu geifernden Ton bei manchen kam.

Welche Reaktionen gab es nach Deiner Lesung und wie gestalteten sich für Dich die weiteren Lesungstage und die Preisverleihung?

Ich erinnere mich an eine sehr freundliche Reaktion von Gerd Scobel von 3sat, der sich auch über den Ton einer Jurorin ausließ. Einige Zuhörer kamen auf mich zu und drückten aus, dass ihnen der Text gefallen hätte, aber das „hörte“ ich sozusagen nicht mehr. Ich habe noch drei oder vier Lesungen gehört, bin aber vor der Preisverleihung abgereist.

Welche Erinnerung hast Du in Abstand und Resümee an den Bachmannpreis? Welche Erfahrungen hast Du da gemacht?

Ich habe viel über konstruktive und wohlwollende Kritik nachgedacht und handle diesbezüglich sehr bewusst im Umgang mit meinen Schüler*innen, aber auch bei Kritik unter Kolleg*innen. Ich habe auch viel über die medialen Inszenierungen und den theatralen Charakter des Ganzen gelernt und meine Naivität bzgl. deren Mechanismen abgelegt. Zudem war mir meine Vulnerabilität viel zu wenig bewusst, da habe ich viel gelernt, schütze mich besser und setze mich nicht jeder Situation aus.

Wie hat die Teilnahme am Bachmannpreis Deine weitere schriftstellerische Laufbahn beeinflusst?

Zunächst folgte eine lange Schreibpause, in der ich nicht wusste, ob ich das Projekt weiterverfolge, und auch recht deprimiert in Bezug auf das Schreiben war. Ich habe es dann doch zu einem guten Ende gebracht und für genau diesen Text plus Erweiterung das Staatsstipendium und eine Publikation bei Residenz bekommen. Es hat aber Jahre gedauert. Ich war beim Schreiben irgendwann wieder mutig, aber beim Veröffentlichen zögerlich.

Gibt es noch Kontakt zu Mitlesenden, Jury, Journalisten*innen oder Bezugspersonen in Klagenfurt?

Nein, sporadisch zu Robert Schindel.

Würdest Du noch einmal am Bachmannpreis teilnehmen?

Auf keinen Fall. Ich habe die Wirkung klar unterschätzt, besonders rate ich niemandem wie ich damals ohne Verlag hinzugehen.

Was wünscht Du Dir für den Bachmannpreis?

Die Texte sollten anonymisiert sein. Eventuell von Schauspieler*innen gelesen? Alle Faktoren, die nicht den Text selbst betreffen, sollten minimiert werden. Wird nicht klappen, weil dann die “Show“ leidet.

Was möchtest Du den aktuellen Teilnehmer*innen mitgeben?

Ich wünsche ihnen, dass sie sich ehrlich fragen, ob sie mit dieser Situation der öffentlichen Wahrnehmung und vor allem der Beurteilung umgehen können. Man sollte loyale Freunde dabeihaben.

Welche Erinnerung hast du an den Lesungsort Klagenfurt und welche Aktivitäten hast Du in der Stadt unternommen?

Kann mich nicht recht erinnern. Ländlich, ruhig, schön, Badewetter….

Welche aktuellen Projekte gibt es derzeit für Dich?

Gerade ist mein neuer Roman erschienen. Weiteres ist noch offen, aber ich freue mich wieder auf die Zeit, etwas sich annähern lassen zu können.

Vielen Dank für das Interview, liebe Gudrun Seidenauer, und alles Gute!

Bachmannpreis _ Rückblick _Interview:

Gudrun Seidenauer, Schriftstellerin _ Bachmannpreisteilnehmerin 1999

Zur Person_Gudrun Seidenauer

geboren 1965 in Salzburg, lebt in Adnet, Studium der Germanistik und Romanistik. Autorin und Lehrerin am Musischen Gymnasium Salzburg für Deutsch und Kreatives Schreiben. 1991-2018 Erwachsenenbildnerin, Leiterin von Schreibwerkstätten für Erwachsene und Jugendliche

Veröffentlichungen:

Aktueller Roman_ Gudrun Seidenauer, Libellen im Winter. Jung und Jung Verlag (2023)

432 Seiten, gebunden mit SU
auch als E-Book erhältlich

WG: 1112
ISBN: [978-3-99027-274-9]

Preis: € 24,-
erschienen am 23.2.2023

Libellen im Winter

„Libellen im Winter“ Gudrun Seidenauer. Roman. Jung und Jung Verlag.

Was wir einander nicht erzählten. Milena Verlag (2018)

Zuvor drei Romane im Residenz Verlag: Der Kunstmann (2005)

Aufgetrennte Tage (2009), Hausroman (2013)

Zahlreiche Veröffentlichungen in Literaturzeitschriften und Anthologien

Preise und Stipendien: u.a. österreichisches Staatsstipendium für Literatur, Rauriser Förderungspreis, Lyrikpreis des Landes Salzburg und Jahresstipendium des Landes Salzburg

Foto_Barbara Klein

Bachmannpreisrückblickinterview_

Walter Pobaschnig, Interview 28.3.2023

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„Es geht immer wieder um den Kreislauf des Lebens, um das Wachsen, Werden und Vergehen.“ Lotte Hubmann, bildende Künstlerin _ Graz 19.4.2023

Liebe Lotte, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Nach einem gemütlichen Frühstück, Zeitunglesen und mit dem Beantworten meiner E-Mails, Erledigen wichtiger Telefonate ist der Vormittag meist vorbei.

Danach geht es an die künstlerische Arbeit… In letzter Zeit sind das meist organisatorische Tätigkeiten für kommende Ausstellungen in Wien (Textilgalerie), Beteiligung in Zagreb u.a. Texte schreiben und wegschicken, im Atelier Bilder rahmen, Ausstellungskonzepte erarbeiten, Pläne zeichnen, …. Bilder zusammenstellen/in bestimmte Ordnungssysteme bringen, fotografieren und dokumentieren. Manches wird bereits verpackt und für den Ausstellungsbau bereitgestellt…. Meist überschneiden sich mehrere Projekte gleichzeitig, z.B. für das kommende Projekt „Recycling-Säulen der Welt“  sind auch meine Objekte zu bearbeiten, zu verkleben, zu streichen etc.

Irgendwann, am späteren Nachmittag, gibt es eine Pause mit Essenszubereitung und Stärkung.

Auch Facebook ist ein Thema, da ich meine Projekte ins Netz stelle und Ausstellungseinladungen verschicke. Mein Tagesablauf ist natürlich flexibel und hin und wieder sind Ausstellungs-, Theater- und Konzertbesuche am Programm.

Lotte Hubmann, bildende Künstlerin

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Mir ist meine kontinuierliche Arbeit sehr wichtig, eine positive Botschaft innerhalb des Transformationsprozesses, indem ich in unterschiedlichen Medien arbeite, zum Ausdruck zu bringen. Es geht immer wieder um den Kreislauf des Lebens, um das Wachsen, Werden und Vergehen. Dieser Kreislauf wird immer wieder sichtbar, ob ich Impulse aus der Natur bekomme oder das Hinterfragen unserer/meiner Existenz geht, wo das Innere und das Äußere zum Thema werden. Alles ist in Veränderung, mutiert, stirbt, wird neu…. Damit beschäftige ich mich seit vielen vielen Jahren und es ist ein Prozess, der nie enden wird…

ASCENSION-trans,form in red-earth.heaven&universe by Lotte Hubmann, June2019, P1160198
ASCENSION-trans.form by Lotte Hubmann, P1230106
ASCENSION – PLASTIC.EARTH – 12+1 by Lotte Hubmann, P1230082
WALKING-beWEGung by Lotte Hubmann, 20180814_164241

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Kunst an sich zu?

Die Kunst kann zumindest Impulse geben, zum Denken anregen, vielleicht manchmal sogar auch etwas bewirken, um mehr Leichtigkeit, Staunen, Farbe, Frieden und Freude ins Leben zu bringen. Für mich ist die positive Ausrichtung auf das Leben und mein Arbeiten total wichtig, um nicht mit dem Strom, wo nur Angst geschürt wird, mitzuschwimmen. 

Fragmented Identity by Lotte Hubmann, P1070829
KÖRPER-Fragmente des Seins-INNEN-AUSSEN
HAUT-SCHATTEN by Lotte Hubmann, P1040148

Was liest Du derzeit?

Joachim Meyerhoff, Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war

SKINning by Lotte Hubmann, P1070796

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

     Panta Rhei – alles fließt, alles ist Prozess…

          NAT UR

        KULT UR

          FIG UR

           SP UR

SIG NAT UR   sind mit dem ewigen Kreislauf des Lebens verbunden.

Freedom I, 2022 by Lotte Hubmann, P1220656

Vielen Dank für das Interview liebe Lotte, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Kunstprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen:

Lotte Hubmann, bildende Künstlerin

Zur Person _ Lotte Hubmann, bildende Künstlerin

1954 in Leutschach an der Südsteirischen Weinstraße geboren, lebt in Graz, Österreich

1977 – 2005 :   Kunsterzieherin in Graz/Austria

Seit      2005: – freischaffende Bildende Künstlerin

                     – Seminartätigkeit als Kreativ- und Meditationstrainerin

                     – spürMAL&schau-Workshops

                     – LOHUteXtiles  

Ausstellungen seit 1977 im In- und im Ausland; Einzelausstellungen kontinuierlich seit 1993

Lotte Hubmanns künstlerische Entwicklung wurde durch Studienreisen in den Orient, nach Irland, Großbritannien, Indien, Mexiko, in die USA, Nordafrika und die europäischen Mittelmeerländer,…  geprägt.

Immer waren es die Natur, speziell Gesteinsformen, Oberflächenstrukturen und Farbe, Materie an sich, „Landkarten der Seele“, die sie berührten und gestalterisch forderten.

Die Beobachtung und die Faszination der Natur bildeten die Essenz, um die Spuren der Zeit zu thematisieren – einer Zeit, die ephemer und un(be)greifbar vergeht und die nur an ihren Zeichen, die sie an den Dingen hinterlässt, erkennbar ist.

In ihren konzeptuellen Arbeiten in unterschiedlichen Medien, den seriellen Fotoarbeiten, Malereien, Objekten, Zeichnungen,… werden Äquivalenzen zu einem Grundzug des künstlerischen Schaffens, die auf ein PROZESSHAFTES, auf ein „IM FLUSS SEIN“ verweisen.

Es ist ein Ausloten von Materie, die einem ständigen Wandlungsprozess unterliegt, ein Spiel mit der Dualität, den Kontrasten von Farbe, Strukturen, Formen, Licht- und Schattenreflexionen – Oberflächen als Außenhaut zu sehen und der Versuch, über diese hinaus- und hineinzuschauen, dahinter und unter die Oberfläche zu blicken.

Statement:

PANTA RHEI: alles fließt, alles ist Prozess…

        NAT UR

      KULT UR

        FIG UR

          SP UR

SIG NAT UR sind mit dem ewigen Kreislauf des Lebens verbunden.

Lotte Hubmann

Ausstellungsbeteiligungen (Auswahl)

1977 Galerie Carneri, Graz (Kunstpreis/Plastik)

1977 Ganggalerie der Pädagogischen Akademie Graz-Eggenberg

1988 Fotogalerie Retzhof, Leibnitz

1991 Meditation 91 (Fotografie), Minoritengalerien, Graz

1992 Schloß Burgstall, Wies; (Malerei)

1994 Ganggalerie der PA Graz – Eggenberg; „UR-Spur“ (Fotografie)

1995 Fotogalerie Retzhof, Leibnitz, „Reaktiv“- digital-analog

1998 Kunsthalle Hall in Tirol: Fotoworkshop „Sehnsucht Heimat“

1998 30 Jahre PA Eggenberg  „a auf textil“ (Textil)

1999 Kulm Kulturstock K3  Pischelsdorf, “ FARBMAHL – a auf textil “ (Rauminstallation)

1999 Workshop für Radierung (Ferdinand Penker), Akademie Graz

2000 Galerie Carneri, Graz: Jubiläumsausstellung (Kunstpreisträger), „Oberflächen“ (Skulptur&Fotografie)

2005 Olmütz/Tschechien, „Transzendenz“ (Textilobjekt)

2007 Styrian Summer Art Festival, Pöllau, „Farbe:Bilder:Objekte“ (Rauminstallation/Malerei)

2008 ArtistBookGallery,College of Fine Arts, University Sharjah, Arabische Emirate; „12+1 Colours“ (Object)

2009 StyrianArtFoundation-5.KünstlerInnenklausur, Stift Rein, „Zeichen und Spuren”

2010 Internat. Künstlersymposium San Menaio, Vico del Gargano, Apulien, Italien; (2 x Malerei:8:8)

2011 Kunstprojekt-Jakominiviertel, Graz; „LOHUteXtiles: GUTERSTOFF“(RauminstallationFotoTextilSkriptural)

2013 FARBE&WANDEL: Lotte Hubmann:Textiles, Ernestine Faux:Malerei, Silvia Szabo:Taschen

2014 Schlossgalerie Kapfenstein: LOHUteXtiles (Fotobilder/Textiles)

2015 Steiermarkhof Graz: 10 Jahre StyrianArtFoundation, „LIGHT:SPACE“(Rauminstallation/Fotografie)

2015 Feuerwehrmuseum Groß St.Florian: „TRANS.FORM“ – Reminiszenzen an Rot-… (Foto-Installation)

2016 Kulm K3 Pischelsdorf „SKINning-inside/outside“ (Foto/Textil/Rauminstallation); ad Textilie.Faser.Stoff

2017 Art on Prescription/Kunst auf Rezept:“SKIN I-III“(Fotografie) precarium.at; ArtSpace Morokutti, Venedig

2017 „re-de-CONSTRUCTED FLORA“(Foto/Zeichnung/Malerei/Installation), Lagou RaxiArt Hotel, Lafkos/Greece

2018 „Blick.Punkt Kunst: Trans.Form III“ (Foto-Installation); DABOGA-Galerie, NMS Frohnleiten

2018 Kulm K3 Pischelsdorf „WELLcARTon“ (Malerei-Objekt-Installation) ad Papier.Karton.Pappe

2018 photo graz 018 (Foto-Biennale); „LIGHT.SPACE.LIGHT“; Minoriten Galerien, Graz

2019 Galerija Karas, Zagreb; On View: „VIROROV“ (Rauminstallation/Fotografie/Frottage/Zeichnung/Objekt)

2019 „Auf dem Holzweg“/Schloss St.Martin/Graz AUFSTIEG-ASCENSION-trans.form in red… Außeninstallation

2019 Schaumbad/Graz; ad „HEIMSPIEL 2019: TRIESTER.STADT.FRAGMENTE 4x4x4“ (Fotografie)

2019 Annenstraßen Kunst Allee 2019; „ANNEN.SPIEGEL“(Fotografie 2x3x4); JUKUS, Annenstraße. Graz

2020 Schaumbad/Graz; Projekt 10 m², 2. Welle: „FREIHEIT DER KUNST“ (Fotografie/Objekt/Skriptual)

2020 Kulm K3 Pischelsdorf; Das Tier in der Kunst:“HUNDE.LEBEN-HUNDELEBEN-…“ Rauminstallation; AiR

2021 photo graz 020 (Foto-Biennale); „EIN-DURCH-AUS-BLICK“; Altes Kino, Leibnitz

2021 HerzJesuAußenraum; WANDERUNGEN -„FEEL&GO WITH THE FLOW“ (begehbare Installation &…)

2021 Kulm K3 Pischelsdorf; Die Pflanze in der Kunst“ASCENSIONtrans.form“(InstallationFotoObjektZeichnung)

2021 Geoje 7th International Art Festival Korea:Peace Again; „LIGHT&PEACE“(Foto-Tableau ,3-tlg.)

2021 Galerie PLÜ23, Graz: „LIGHT.MOMENTS“ (Fotografie/Objekt/Zeichnung)

2922 Fotogalerie im Rathaus, Graz: „A Portrait of the Artist as a Young Man*Woman“ (Fotografie)

2022 Kulm K3 Pischelsdorf; „Organic Growth I+II“ (Zeichnung/Frottage/Objekt/Foto/Installation)

2022 Geoje 8th International Art Festival Korea: Relative & Absolute Truth:Axes of Peace“:

        „BALANCE-IMBALANCE“ (Triptychon; Malerei/Mixed Media auf Karton)

2022 Kunsthalle Graz, C.v.Hötzendorfstr.: „FOKUS KÖRPER“ (SKINning & Body Graphics)

2022 photo graz 022 (Steirische Foto-Biennale); „INSIDE“; Altes Kino, Leibnitz

2023 Teheran/AshzadGallery:ASCENSION-trans.form-life&peace under the blue sky;Fotografie/3tlg

2023 a.topos/VENICEArtFactorySPARC; NAVIGATING THE CITY–WALL FRAGMENTS; Fotogr. 12-tlg.

2023 BusanUniversity/Korea: “… into FREEDOM“ (Performance/Fotografie)

2023 Zagreb/HDLUGalerie/Kroatien:“LUNGO MARE-…beWEGung… 2x11x8“;photo-graphisch 2x3tlg.

2023 Graz/Galerie Sommer/Freiraum;“Recycling-Säulen der Welt:ASCENSION-12+1-never ending“

2023 Kulm K3 Pischelsdorf; “UTOPIA – … into FREEDOM“ (Performance/Fotografie 3×3)

Einzelausstellungen

1993 Tag der Wohnkultur:“Natur- & Webspuren“(MalereiFotografieTextilinstallation),Weberei Strunz/Bad Gams

1994 Galerie Carneri: „Bilder von unterwegs“ (Malerei), Graz

1994 Cafe Atelier: „Farbspuren“ (Malerei), Graz

1996 Pfarrheim Graz-St Veit: „AUSTAUSCHBAR“ (Bilder-Foto-Objekte)

1997 Theater im Kürbis, Wies: „UR-SPUR I“ (Foto-Objekte)

1997 Lafkos/Pilion, Griechenland, „BILD-KÄSTEN“ (Malerei/Grafik/Objekte)

1998 Schloß Trautenburg, Leutschach, „UR-SPUR I-V“ (Foto-bilder-objekt-installation)

1898 „konSTRUKT-URsprung“ (Foto-Raum-Sound-Installation), Stadl, Baustelle Schloß Lind/St.Marein

2000 „TECTONIX“ (Fotografie), Svoboda-Büromöbel, Graz

2002 „FARBE“ (Malerei/Objekte), MIA, GRAZ

2005 „LEBENSRÄUME“ (Fotografie), Jevnisek-Wohnfeelosophie, Graz

2006 „EIN-BLICK“: BILDER & TÜCHER (Rauminstallation), Arkadengalerie und Oberkirche Herz Jesu, Graz

2006 „SINNESFREUDEN : FARBE & WEIN“ (Malerei/Objekte), Weingut Peitler, Leutschach

2008 „FARB  K  REISE  I“ (Foto/Objekt/Rauminstallation), Serpentin-Gallery, Tsangarada/Pilion, Griechenland

2008 “FINDING  COLOURS  II“ (Foto/Objekt/Rauminstallation), Museum, Horton/Pilion, Griechenland

2008 “FINDING  OBJECTS & COLOURS” (Foto/Objekt/Rauminstallation), Paou/Pilion, Griechenland

2010 „Law meets Art”: Werküberblick 1995-2005 (Malerei/Objekt/Fotografie), StinglundDieter, Graz

2011 „ZEICHEN:SPUREN:8:8” (Zeichnung/Foto/Malerei/Rauminstallation), Cellarium, Stift Rein

2011 „REDUCED TO THE SUBSTANTIAL“ (Foto/Objekt/Installation), kunstGarten, Graz

2012 “ …beyond the skin…-…mehr als nur Haut…“ (Foto-Ausstellung); iks-Institut, Graz

2012 „GEWANDel dich…IN FARBE“ (Textil-Foto-Installation); Sporgasse 22/ddelago, Graz

2012 „FLEXIBLE-PERFORMANCE: LIVING SCULPTURES“, Schlossbergplatz, Graz

2013 „LICHT:ZEIT“ (Fotografie); KSG Steiermark, Galerie G69, Graz

2014 „FARBMAHL“ (FotoTextilObjektInstallation&Suppen-Mahl-Zeit);Haus der Frauen, St.Johann/Herberstein

2015 „HAUT:SCHATTEN“ (Textil-Foto-Objekt-Installation&Performance); KUNSTBAD, Steiermarkhof Graz

2016 „TRANS.FORM II“ (fotografisch-malerisch); prophy docs, Brunngasse, Graz

2017 „Ich ersehne die Alpen-…“: Bühneninstallation&Ausstellung „FRAGMENTE DES SEINS“; Kristallwerk, Graz

2018 „ASPEKT FARBE“ (Malerei/Skripturales/Objekt/Installation); HTBLA Kaindorf an der Sulm

2018 „WALKING-beWEGung“ (Foto/Frottage/Zeichnung/Skripturales/Installation); Lagou Raxi, Lafkos/Greece

2022 „HUNDE.LEBEN…DOG.LIVES.MATTER I+II“ (Foto/Zeichnung/Objekt/Installation); Pilion/Greece              

2023 “ORGANIC GROWTH“ (Installation/Zeichnung/Fotografie/Textil/Objekt);Textilgalerie, Wien

Fotos_Lotte Hubmann

16.4.2023_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

https://literaturoutdoors.com/

„Gerechtigkeit“ Sarah Hobl, Schauspielerin _ Give Peace A Chance _ Wien 19.4.2023

GIVE PEACE A CHANCE


Gerechtigkeit

Identität

Vielfältigkeit

Energie


Positiv

Elegant

Allzeit bereit

Charme

Endlos


Auffangen


Courgae

Harmonie

Achtsam

Niemals allein

Charakter

Einfühlsam


Sarah Hobl,  12.4.2023

Sarah Hobl, Musicaldarstellerin

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Sarah Hobl, Musicaldarstellerin

Zur Person_ Sarah Hobl, Musicaldarstellerin, in St. Pölten geboren, wohnhaft in Wien & St. Pölten, bereits gespielte Produktionen:

Into the Woods: Rolle Aschenputtel

Musicalkonzert mir Drew Sarich im Stadttheater Baden: Rolle Solistin/Ensemble

Werbespot für StarsFitness

Aktuell bei der Glöckner von Notre Dame im Wiener Ronacher

Derzeit Schauspielerin bei Mörderdinner

Foto_Aylin Martinović

Walter Pobaschnig _ 12.4.2023

https://literaturoutdoors.com