„Generously holding space for the unimaginable“ Kristin Bjork Kristjansdottir _composer, musician_ Give Peace A Chance _ Stocksseyri/Iceland 2.5.2023

GIVE PEACE A CHANCE

Generously holding space for the unimaginable
In awe of high frequency spirits united in gentle faith
Vocation as devotion
Earthly grace in good natures

Promising beginning, an
Ending serves as an opening, sometimes
Alchemy for the heart
Cares be soothed in playful stillness
Elegant floor killer shaking all woes away

At home together is a place

Confidently leave a light on for love
Holy enthusiasm bless
Apathetic gremlin holiday turns into bliss
Nocturnal creature courage walks at night
Chameleon softie forgiver pioneer of love
Empathy and kindness in action is our radiopia


Kristin Bjork Kristjansdottir, 22.4.2023

Thank you for inviting me to write this. I got a little playful and meditated for 40 minutes before writing and then I did my best to write fast, more or less the first thing that came to mind. But I made myself the rule that each line would include a title of one of my songs. And then proceeded to make a playlist with these 16 songs which you are welcome to share if you like or just enjoy.

Kristin Bjork Kristjansdottir _composer, musician, regisseurin, visual artist.

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Kristin Bjork Kristjansdottir _composer, musician, regisseurin, visual artist.

www.kirakira.is

Foto _ Hakon Palsson

Walter Pobaschnig _ 22.4.2023

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„Mütter, Väter und Täter“ Siri Hustvedt. Essays. Rowohlt Verlag

Siri Hustvedt, 1955 in den USA geborene Bestsellerautorin, die in ihren Romanen und Erzählungen Meilensteine moderner Erzählkunst setzt, ist auch eine großartige Essayistin, welche diese Literaturform in Sprachkraft, Spannung wie Tiefgründigkeit und Geheimnis impulsgebend neu definiert.

Es ist Autobiographie, Gesellschaftsgeschichte und -kritik, die in feinster Psychologie punktgenau menschliche Mitte in Eigenartigkeit, Verletzlichkeit wie Einmaligkeit zeigt und damit zum Spiegel, zu Sinn und Impuls wird. Das ist literarisch einmalig wie sprachlich einzigartig schön!

Das neueste Essaywerk von Siri Hustvedt kann als literarisches wie autobiographisches Opus Magnum bezeichnet werden, das den Bogen über Kindheit, Familie, Leben, Liebe, Religion und Literatur spannt und zu einem faszinierenden Seiltanz über die Schönheit und Tragik von Leben und Welt einlädt. Vorsicht – und genießen Sie es!

„Mütter, Väter und Täter“ Siri Hustvedt. Essays. Rowohlt Verlag

Erscheinungstermin: 14.02.2023

Gebundene Ausgabe, 448 Seiten

ISBN: 978-3-498-00274-9

Walter Pobaschnig 4_23

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„Für die Zukunft“ Michael Maicher, Bildender Künstler, Lyriker _ Give Peace A Chance _ Krumpendorf/Wörthersee 1.5.2023

GIVE PEACE A CHANCE



Für die Zukunft

Genug der Grausamkeiten

In Zukunft soll Liebe

Vorrangig aller Bedürfnisse

Ein Fundament bilden


Panzer werden zu Relikten

Einer vergangenen Zeit

Abartige Totbringer

Chancenlos jemals wieder zu morden

Ein elementarer Schritt


Alle Aggressionen lösen sich auf

Charaktere voll der Empathie

Herrlichkeit statt Herrschen

Aufbruch ins Leben

Neubeginn

Chancengleichheit

Eine menschlich gewordene Welt


Michael Maicher, 22.4.2023

Michael Maicher, Bildender Künstler, Lyriker

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Michael Maicher, Bildender Künstler, Lyriker

Foto_ privat

Walter Pobaschnig _ 22.4.2023

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„Liebe ist Bühne, Leidenschaft, Feuer, Drama, Stille“ Dagmar Strobl, Model _ 100.Geburtstag Maria Callas _ Wien 1.5.2023

Dagmar Strobl, Model, Performerin, Visagistin _ Wien _
acting Maria Callas, Sängerin (* 2.12.1923 New York ´16.9.1977 Paris) _
2023 _100. Geburtstag Maria Callas
Dagmar Strobl, Model, Performerin, Visagistin _ Wien _
acting Maria Callas, Sängerin (* 2.12.1923 New York ´16.9.1977 Paris) _
2023 _100. Geburtstag Maria Callas

Liebe Dagmar Strobl, welche Bezüge gibt es von Dir zu Maria Callas?

Klassische Musik, Oper interessieren und begeistern mich sehr. Dies nimmt bereits in meiner Kindheit aufgrund der Wertschätzung von Musik meiner Eltern und Großeltern seinen inspirierenden Anfang und ich lernte schon in der Schulzeit die Faszination Oper kennen und lieben. Einen speziellen Bezug zu Maria Callas gibt es nicht.

Was macht für Dich die Aura der „Callas“ aus?

Ihre Stimme ist einzigartig. Ebenso ihre Präsenz auf der Bühne. Diese Wirkung, Ausstrahlung ist schwer zu erklären. Das haben nur sehr wenige. Das ist da oder nicht.

Gibt es ein bestimmtes Musikstück, das Du hervorheben möchtest und warum?

Musik ist ein Gesamtkunstwerk, das immer neu fasziniert, immer neu entdecken lässt. Als Musikliebhaberin ist es eine Entdeckungsreise in vielen Stationen. Callas ist eine ganz wunderbare davon. Ein Musikstück von ihr möchte ich nicht vorheben.

Wie siehst Du Maria Callas in ihrem künstlerischen Weg, ihrer Entwicklung?

Ich bewundere ihren Ehrgeiz, ihren Fleiß, ihre Akribie wie sie mit ihrem Talent auch ihre Bühnenpräsenz wie auch die Anforderungen abseits der Bühne bewältigte und entwickelte und in Authentizität begeisterte und auch durchsetzte. Callas war ganz Callas. Immer. Und sie wusste, was sie wollte.

Maria Callas und die Liebe. Kunst und Leben. Wie sieht da die Wechselwirkung aus?

Das Scheitern von Leben, Liebe ist ein Teil unseres Menschseins und nimmt Künstler:innen natürlich nicht aus. Der Vorhang fällt, aber er hebt sich auch wieder. Ich denke Callas war dies, wie wohl uns allen, schmerzlich bewusst.

Ich sehe Callas nicht als romantisch verklärte Künstlerin, die an der Ambivalenz von Bühne und Leben scheitert. Bühne, Leben, Liebe waren hart. Es gab Scheinwerfer und Schatten. Callas wusste das, lebte das.

Was lässt Liebe gelingen?

Gelingt Liebe? Muss Liebe gelingen? (lacht). Liebe ist kein Kuchen, der gelingt. Liebe ist nicht so banal.

Liebe ist Bühne, Leidenschaft, Feuer, Drama, Stille. Liebe ist. Da muss nichts gelingen.

Was macht für Dich die Mitte von Musik, Kunst aus?

Kunst muss berühren. Sich selbst und andere. Das ist es.

Wie bereitest Du Dich auf ein thematisches Fotoshooting vor? Was ist Dir dabei wichtig?

Das Thema muss mich berühren, im besten Fall begeistern. Damit beginnt es. Im Shooting selbst bin ich sehr akribisch, da müssen Details – Mode, Style, Acessoires –  passen.

Was kannst Du von Maria Callas auf Deinen künstlerischen Weg mitnehmen?

Ein Ziel zu haben und dann – Disziplin, Ehrgeiz, Akribie, Ausdauer.  

Was sind Deine kommenden Projektpläne?

Ich bewege mich zwischen Projekten von Fotoshootings als Model, Performerin und der Tätigkeit als Visagistin. Das stimme ich mit privaten Plänen ab. Ich arbeite derzeit auch an einem Kalender mit Porträts.

Der Frühling inspiriert mich auch sehr und ich arbeite gerne mit Natur in meinen Projekten. Ebenso interessiert mich ein Styling mit Recycling Materialien. 

Darf ich Dich abschließend zu einem Akrostichon bitten?

ama

A rbeit

R eaktion

I rrtum

A ntipathie

C harisma

A lles

L iebe

L eidenschaft

A narchie

S ympathie

Dagmar Strobl, Model, Performerin, Visagistin _ Wien _
acting Maria Callas, Sängerin (* 2.12.1923 New York ´16.9.1977 Paris) _
2023 _100. Geburtstag Maria Callas

Vielen Dank, liebe Dagmar, für das wunderbare gemeinsame Projekt in Bild&Wort und viel Freude und Erfolg weiterhin!

100. Geburtstag Maria Callas _ 2023

Dagmar Strobl, Model, Performerin, Visagistin_ Wien __acting Maria Callas, Sängerin (* 2.12.1923 New York ´16.9.1977 Paris)

Interview und alle Fotos _ Walter Pobaschnig

Walter Pobaschnig 4_23

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„Künstler:innen – selbst am Zenit ihrer kreativen Kraft – können nicht mehr davon leben“ Thorsten Nesch, Schriftsteller, singer&songwriter _ Lethbridge/Can 1.5.2023

Lieber Thorsten, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

(Mo-Fr): Ich schlafe bis 8 Uhr, dann sind meine Lieben zur Arbeit, Schule, Uni. Während ich frühstücke, lese ich Gedichte – diese Woche Leonard Cohen. Dann arbeite ich an meiner Kunst, zur Zeit hauptsächlich Lieder, Songlyrics und Musik. Das mache ich bis etwa 1 Uhr inklusive Mittagessen, danach Supermarkt, Wäschewaschen, Reparaturen, etc., diese ganzen Erwachsenensachen bis 3 Uhr, weil dann unser Juengster, Clive (13), nach Hause kommt (Kanada). Wir erzählen etwas und gucken entweder eine Episode Bob’s Burgers oder machen Musik zusammen (Ukulele, Gitarre, Looper, Gesang) bis irgendwas nach 4 Uhr, dann koche ich Abendessen für die Familie und wir essen zusammen kurz nach 5. Um 5.40 Uhr muss ich los, ab 6 Uhr arbeite ich als Hausmeister bis 10 Uhr. Von 10.30 bis 11.30 mache ich etwas Stilles zuhause bei Kerze und Leselampe: schreiben (Gedichte, Lyrics oder beantworte diese wundervollen Fragen gerade) oder arbeite an Fotos oder Videos – ohne Sound. Meistens in Ruhe, manchmal zu der Musik von BOHREN, BRIAN ENO oder MAX WUERDEN. Um 11.30h starte ich einen Independent oder Classic Film (auf MUBI oder CRITERION) bis c.a. 1.30 Uhr – gefolgt von Schlafen & Träumen (hoffentlich!).

Am Wochenende arbeite noch eine Schicht von 4 Stunden und habe sonst nur Zeit für meine Lieben.

Thorsten Nesch , Schriftstellersinger&songwriter

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Wow, was für eine Frage. Eigentlich, was immer wichtig ist: Ehrlich bleiben, lieben, Freunde treffen und/oder Familie, lachen, sich selbst hinterfragen, neugierig sein, lernen, ein Teil der Guten zu bleiben, was aber auch beinhaltet, die Bösen in Schach zu halten.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?

Sehr schwierig. Der Geist wird gerade sturmreif getiktokt (und alle anderen SocialMedia-chisten folgen). Ein sinnvoller Diskurs wird bald kaum mehr möglich sein. Fuer einen Gemeinsamen Nenner, von dem man aus diskutieren kann, braucht man ein allgemeinverständliches Zahlensystem, eine gemeinsame Wissensbasis. Gerade diese wird poroes gebildschirmt und fragmentiert. Zu organisierten Religionen und Sportclubs und anderen Fassaden kommen nun mediale Echokammern, wo der Confirmation Bias des Einzelnen nur zementiert wird. Da hilft nicht, dass die durchschnittliche Aufmerksamkeitsspanne von einer Stunde auf 22 Minuten (TV show), auf 15 Minuten (TED talk), auf 1 Minute (Stories), und nun bis auf 6 bis 7 Sekunden kastriert wurde.

Künstler und Intellektuelle wurden durch das Internet (gecrackte Ebooks, Musik etc.), die Playstationifizierung, und nun A.I. als Ersatz für visuelle KünstlerInnen nach und nach ihrer finanziellen Existenz beraubt. Die letzten Jahre haben die Zersplitterung der Gesellschaft (in 1992 gebrauchte ich den Begriff “Parallelgenerationen”) vollendet. Künstler – selbst im Zenit ihrer kreativen Wucht – können nicht mehr davon leben.

Wirkliche KünstlerInnen (sorry, wenn ich das ein paar mal nicht so geschrieben habe, aber ich lebe in der Englischen Sprache) arbeiten Jobs – und verschwenden so mehr und mehr ihrer wertvollen Zeit – die sie der Gesellschaftals Kunst zurückgeben könnten. Leider ist dies das Symptom des Niedergangs jeder alten Zivilisation gewesen: wenn Brot und Spiele (oder Apps und Chips) die Oberhand gewannen.

PS: letztes Jahr habe ich einen Chinesischen Film gesehen, LONG DAY’S JOURNEY INTO THE NIGHT – technisch und finanziell leicht machbar in der sogenannten 1. oder westlichen Welt, aber er wurde eben nicht hier gemacht, und ich staune darüber, dass ich aktiver Zeitzeuge beim Untergang eines Imperiums, der westlichen Welt, sein darf, denn nichts anderes signalisiert die Impotenz der westlichen (Finanz)Kultur so sehr für mich wie dieser Film aus China.

Für die wirklichen KünstlerInnen kann nur der Nicht-Ausverkauf das Ziel sein, das sich nicht-einfügen samt Selbstaufgabe für ein karges Arbeitsentgelt, sondern ein bewusstes Dagegenlehnen, selbst wenn die Nische noch so klein ist.

Was liest Du derzeit?

Leonard Cohen’s “Book of Longing”, die letzten Seiten von Lorca’s Gesamtwerk, “The Broadview Anthology of Poetry” eine kanadische Lyrik-Anthologie, “The Spoken Word Work Book” edited by Sheri-D Wilson, und den Rest von “Solipsist” by Henry Rollins.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Im Mai (ich veröffentliche 1 EP pro Monat und ab Mai immer mit 1 deutschen Song, indie Songwriter) auf allen Streamern wie Spotify und so, und der Titelsong heisst GIVE ME THE CRAZIES, und davon würde ich den Refrain nehmen: “If these are the good people, give me the crazies, the dreamers and the drunks, the screamers and the lazies, and the ones that see hope, where no hope is – and love”.

Neugierig? Bitte lausche hinein, mit Liedtexten und Canvases (Mini video loops gemacht in der Gegend hier, Lethbridge, Alberta)

https://open.spotify.com/artist/76WbmQPGgHTY2vFnHAttFY

Vielen Dank für das Interview lieber Thorsten, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Musik-, Literaturprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

Dank Dir, dank Euch!

-Thor

(mein Spitzname hier – nein, nicht aufgrund meiner Statur… nur wegen der ersten Haelfte meines Namens)

5 Fragen an Künstler*innen:

Thorsten Nesch, Schriftstellersinger&songwriter

Zur Person_ Thorsten Nesch lebt in Lethbridge, Kanada. Traditionell veroeffentlichte Romane auf Englisch und Deutsch. Seit Januar 2022 veroeffentlicht er 1 EP pro Monat als Songwriter (Bandcamp, Spotify etc.).

Mehr Infos http://www.thorstennesch.com

Foto_privat

24.3.2023_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

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