„Wer Brücken baut, lässt Schluchten hinter sich“ Michael Maicher, Bildender Künstler, Lyriker _ Krumpendorf/Ktn. 11.3.2023

Lieber Michael, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Um 6.00 Uhr beginnt für mich die Wachzeit.

Die Tagesabläufe richten sich nach den Terminen und Aufgaben die ich mir stelle. Da gibt es keine strenge Regelmäßigkeit.

Immer wieder überraschen mich kurzfristige Änderungen.

Michael Maicher, Bildender Künstler, Lyriker

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Ein Wechsel der Wertigkeiten.

Bescheidenheit wird notwendig sein, um das Leben auf der Erde für zukünftige Generationen noch möglich zu machen.

Vor einem Aufbruch werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Kunst an sich zu?

Frieden unter den unterschiedlichen Kulturen. Ein respektvolles Miteinander.

Die Kunst hat dabei eine wichtige Aufgabe. Sie kann mit ihren Stilmitteln sensibilisieren für eine neue Menschlichkeit.

Was liest Du derzeit?

Richard David Precht, Freiheit für alle

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Ein Gedankensplitter aus meiner Feder:

Wer Brücken baut, lässt Schluchten hinter sich.

Vielen Dank für das Interview lieber Michael, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Schauspiel-, Kunstprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen:

Michael Maicher, Bildender Künstler, Lyriker

Fotos_privat

9.7.2022_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

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„Ich bestehe auf die Hoffnung“ Sabina Naber, Schriftstellerin _ Give Peace A Chance _ Wien 11.3.2023

GIVE PEACE A CHANCE

Ich hatte die Hoffnung …

… dass sich das Wunder von damals wiederholt; von dem die Menschen glauben, es habe nie stattgefunden; es wäre nur Propaganda von uns Idealisten; das Weihnachtswunder von 1914, als die Feinde miteinander zu singen begannen, aus ihren Gräben krochen, einander die Hand schüttelten und Geschenke überreichten, Fotos ihrer Familien tauschten, einander für „danach“ Besuche versprachen, in die Luft schossen, als Generäle ihnen die Fortsetzung des gegenseitigen Abschlachtens befahlen.

Ich hatte die Hoffnung …

… dass dieser Friede dann nicht nur zwei Tage dauert, sondern Bestand hat, weil die Soldaten beschließen, bei den Machtspielchen eines Einzelnen oder einiger Weniger nicht mehr mitzumachen.

Ich habe gelernt …

… dass Maschinen in diesem Krieg momentan noch das Sagen haben, die Lieder nicht hören und nicht singen; Maschinen im Netz, Maschinen in der Luft, Maschinen in Menschenkörpern – ja, Wesen, denen jede Menschlichkeit aus dem Kopf und dem Herzen gedroht/geschossen/geprügelt worden ist.

Ich bestehe auf die Hoffnung …

… dass die Rüstungen Risse bekommen.

Es fällt mir nicht leicht, da ich die Menschen zu gut kenne.


Sabina Naber, 26.2.2023

Sabina Naber, Schriftstellerin und Fotokünstlerin

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Sabina Naber, Schriftstellerin und Fotokünstlerin

Zur Person_Sabina Naber arbeitete nach ihrem Studium als Journalistin, Regisseurin (Theater, Film) und Drehbuchautorin. 2002 erschien ihr erster Roman, seitdem wurden dreizehn weitere sowie rund 40 Kurzgeschichten veröffentlicht. 2007 erhielt sie den Friedrich-Glauser-Preis für die beste Kurzgeschichte, 2011 sowie 2021 jeweils eine Nominierung für den Leo-Perutz-Preis (bester Roman). Seit 2016 ist sie zudem sehr erfolgreich als Fotokünstlerin tätig. 

www.sabinanaber.at

Foto_Michael Haberle


Walter Pobaschnig _ 26.2.2023

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„Bildung, Bildung und noch mal Bildung“ Regina Rawlinson, Übersetzerin _ München 10.3.2023

Liebe Regina, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Seit ich erfahren habe, dass ich die „Rebekka“ gewonnen habe, einen Preis für gestandene Übersetzerinnen und Übersetzer “ (REBEKKA – Freundeskreis zur Förderung literarischer und wissenschaftlicher Übersetzungen e.V. (freundeskreis-literaturuebersetzer.de)), feiere ich viel. Ich freue mich sehr über diese Auszeichnung und verstehe sie nicht nur als Anerkennung meiner eigenen Arbeit, sondern auch der Arbeit aller der sonst eher im Schatten vor sich hin werkelnden Übersetzer:innen von Unterhaltungsliteratur.

Regina Rawlinson, Übersetzerin

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Dass jede und jeder von uns ihre/seine Prioritäten im eigenen Leben erkennt und danach handelt, seien sie künstlerischer, beruflicher, sozialer, (gesellschafts-)politischer oder umweltschützerischer Natur.

Vor einem Aufbruch werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?

Was die Gesellschaft am dringendsten braucht, ist Bildung, Bildung und noch mal Bildung. Ohne eine Bildungsoffensive werden wir in einer Sackgasse landen.

Was liest Du derzeit?

“The Bullet That Missed” von Richard Osman und das Manuskript meines nächsten Übersetzungsprojekts, „The Housekeepers“ von Alex Hay – sehr spannend!

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Weil ich ein paar Tropfen Salzwasser im Blut habe und unsere Meere jede Hilfe brauchen können, habe ich ein wunderbares Zitat von Rio Reiser ausgesucht:

Sing ein Lied für den Ozean,

Sing ein Lied für das Meer …

Vielen Dank für das Interview liebe Regina, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literaturprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen:

Regina Rawlinson, Übersetzerin _ Rebekka Übersetzungspreisträgerin 2023

Foto_Ebba D. Drolshagen

19.1.2023_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

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„Glanz in deinen Augen“ Romina Achatz, Intermediale Künstlerin _ Give Peace A Chance _ Wien 10.3.2023

GIVE PEACE A CHANCE


G lanz in deinen Augen

I dylle der Nachtstille

V erheißung

E ndlicher Entgrenzungen


P erlen, in Dunkelheit geboren

E in tiefer Schnitt

A m Grunde des Meeres

C elestiale Kreaturen

E ntwachsen aus Schmerz


A tmenlose


C aravelle suchen einen

H afen, tauchen ein in das

A bendrot

N ebelhörner flüstern

C hiffren einer Ankunft:

E ndliches Eins.

Romina Achatz, 23.2.2023

Romina Achatz, Intermediale KünstlerinJournalistin und Wissenschafterin

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Romina Achatz, Intermediale KünstlerinJournalistin und Wissenschafterin

Zur Person_Romina Achatz studierte Theater-, Film und Medienwissenschaft- mit Vertiefung in Philosophie und Germanistik, sowie analogen und digitalen Film. Sie promovierte in angewandter Kulturwissenschaft und forschte über mehrere Jahre in Tokio über Ko Murobushi. Seit mehr als einem Jahrzehnt befasst sie sich wissenschaftlich und künstlerisch mit Butoh und der Japanischen Avantgarde und arbeitet u.a. als Lektorin, Tänzerin, Fotografin und Filmemacherin. Seit 2017 produziert sie die Radiosendung und den Podcast Fem Poem.

Foto_privat

Walter Pobaschnig _ 23.2.2023

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„dass wir alle schon bald wieder „supersuper“ sagen können“ Thomas Hofer, Schriftsteller _ Mattersburg/A 9.3.2023

Lieber Thomas, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Ich halte es da mit dem Black Rebel Motorcycle Club: „Open up your eyelids and let your demons run.“

Thomas Hofer, Schriftsteller

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Ich würde sagen das Herdfeuer und alle, die sich darum scharen. Nicht, dass einem alle anderen egal sein könnten, aber fürs eigene Seelenwohl braucht es das Herdfeuer und bekannte Gesichter. Und hie und da vielleicht einen herzhaften Schluck Schnaps…

Vor einem Aufbruch werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?

Jedem Aufbruch wie auch jeder Veränderung wohnt etwas Labiles inne, eine latente Unsicherheit. Wie man es sich auch in solchen Zuständen „bequem“ machen kann, dafür gibt es zahlreiche literarische Vorbilder. Besonders eindrucksvoll etwa die Hauptfigur in Victor Hugos „Arbeiter des Meeres“, Gilliatt, der auf einem Felsen den heranstürmenden Elementen trotzt, weil er von etwas beseelt ist. Ich glaube, das Ziel wird sein, beseelt zu bleiben, und zwar in jeder denkbaren Hinsicht.

Was liest Du derzeit?

Xaver Bayer, „Geheimnisvolles Knistern aus dem Zauberreich“

Bernhard Strobel, „Nach den Gespenstern“

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Ich meiner Gastro-Zeit hat es einen Stammgast gegeben, den Luis, der immer „supersuper“ gesagt hat, wenn alles gepasst hat. Ich wünsche mir, dass wir alle schon bald wieder „supersuper“ sagen können, wenn wir über unser Leben nachdenken.

Thomas Hofer, Schriftsteller

Vielen Dank für das Interview lieber Thomas, viel Freude und Erfolg für Deine großartigen Literaturprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!

5 Fragen an Künstler*innen:

Thomas Hofer, Schriftsteller

Zur Person_Thomas Hofer, 1978 in Eisenstadt geboren, aufgewachsen in Mattersburg und Walbersdorf. Studium Germanistik, Geschichte und Keltologie in Wien, zahlreiche Studienaufenthalte in der irischen Gaeltacht. Im Frühjahr 2023 erscheint der Kurzgeschichtenband „Shit, Oida! Erlebtes und Erlittenes aus den 80ern“ bei edition lex listz 12.

Fotos_Monika Löff


18.1.2023_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

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„Gemeinsamkeit“ Michelle Haydn, Schauspielerin _ Give Peace A Chance _ Göttweig 9.3.2023

GIVE PEACE A CHANCE



G emeinsamkeit

I ndividualität

V ertrauen

E mpathie


P ositivität

E hrlichkeit

A usgewogenheit

C hance

E ngagement


A kzeptanz


C harisma

H offnung

A uthentizität

N ähe

C ourage

E inigkeit


Michelle Haydn, 22.2.2023

Michelle Haydn, Schauspielerin

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Michelle Haydn, Schauspielerin

Zur Person_Michelle Haydn:

• geboren 1992 in St. Pölten
• BAFEP St. Pölten (Matura 2011)
• Schauspielakademie Elfriede Ott (Diplom 2019)

Zuletzt zu sehen als:
• Louka in ,,Helden Reloaded“ im Theater Forum Schwechat
• Leocadia in ,,Nur Ruhe“ bei den Nestroyspielen in Schwechat
• Toni Gilz in ,,Hochzeit“ im Stadttheater Mödling und in der SCALA in Wien
• Kathi in ,,Charivari“ bei den Nestroyspielen in Schwechat
• Birgit in ,,Magic Afternoon“ im Theater Experiment
• weibl. Hauptrolle in ,,Der reizende Reigen“ im Theater Spielraum
• Victoria Reynolds in ,,Keine Leiche ohne Lily“ im Theater Center Forum
• Joyce/die tolle Grete in ,,Top Girls“ im Theater Spielraum
uvm.

Foto_privat

Walter Pobaschnig _ 22.2.2023

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„Venus im Pelz“ Umjubelte Premiere _ Atelier Theater Wien 8.3.2023

Valerie Anna Gruber und Stefan Ofner – Schauspiel, Produktionsleitung


Da ist der Schriftsteller. Und da sein erstes Bühnenstück „Venus im Pelz“. Doch die Bühne bleibt leer, das Vorsprechen erfolglos…


Dann betritt Wanda die Bühne und nimmt es in die Hand. Das nackte Wort. Die nackte Seele. Die nackte Haut. Die nackte Angst…


Und es beginnt ein Spiel, in dem der Text zum Leben, zur verstecktem Lust, Angst wird und die Bühne zur Arena, in der es um alles geht…

Bis der Vorhang fällt…

„Venus im Pelz“, ein Theaterstück von David Ives (2010), ausgehend von der gleichnamigen Novelle (1870) von Leopold Sacher-Masoch (Schriftsteller *1836 Lemberg +Lindheim 1895), in der sich Severin als „Sklave“ der „Herrin“ Wanda unterwirft und dabei an seine persönlichen Grenzen kommt, feiert im Atelier Theater Wien eine mit langanhaltendem Applaus umjubelte Premiere!

Valerie Anna Gruber und Stefan Ofner, beide Schauspiel und Produktionsleitung, begeistern in einem wunderbar gesetzten Wechselspiel von Komödie und Tragödie, in der jede Szene, Pointe treffsicher zum Publikum überspringt. Es entfaltet sich ein abgründiger Psychothriller von Lust, Angst, Identität, Moral und Abgrund, in dem ebenso in einmaliger Inszenierung auch das Theaterleben immer wieder köstlich dazu in Beziehung gesetzt wird. Dies erfordert Rafffinesse, Mut und großes Können und dies stellen Valerie Anna Gruber und Stefan Ofner im mitreißenden Spiel in der hervorragenden Regie von Daniel Pascal eindrucksvoll unter Beweis.

Ein begeisternder Theaterabend, der Lust und Leben, Körper und Geist, Bühne und Leidenschaft mit gekonnten Peitschenhieben auf die Bühne knallt!

Venus im Pelz, Theater Artis 

von David Ives, Deutsch von Michael Raab

Atelier Theater Wien _ weitere Spieltermine 10.,12.März 2023, jeweils 19.30h

https://www.ateliertheater.wien/events/venus-im-pelz/

Von und mit:

Valerie Anna Gruber und Stefan Ofner – Schauspiel, Produktionsleitung

Valerie Anna Gruber – Schauspiel, Produktionsleitung
Geboren in Wien, aufgewachsen in Niederösterreich; professionelle Theaterengagements bereits seit ihrem 15. Lebensjahr, u.a. bei: Sommerspiele Melk, fungke*kunstkollektiv, Theater Rakete, Theater Arche, Theatersommer Schloss Wolfpassing, Waldviertler Kammerbühne;
Schauspielausbildung am Stella Adler Studio of Acting in New York City, Bühnenreifeprüfung 2018 in Wien.

Stefan Ofner – Schauspiel, Produktionsleitung
Geboren und aufgewachsen in Kärnten; Schauspielausbildung am KONSE Klagenfurt, Bühnenreifeprüfung 2019 in Wien. Engagements u.a. am Stadttheater Klagenfurt, bei Theater Rakete, theater a.c.m.e Villach, Theaterleben St. Andrä, Sommerspiele Eberndorf.
Ist zudem als Kabarettist, Autor, Regisseur und Sprecher tätig und gründete 2012 den Verein Theater Artis.

Valerie Anna Gruber und Stefan Ofner – Schauspiel, Produktionsleitung

Daniel Pascal – Regie
Geboren in Genf, aufgewachsen im Aargau / Schweiz. Studium der Theaterwissenschaft und Schauspielausbildung in Wien. Engagements u.a. am Stadttheater Baden, Alten Schauspielhaus Stuttgart, Theater Phönix, Wald4tler Hoftheater. Langjähriges Ensemblemitglied am Landestheater Linz. Regiearbeiten u.a. am Stadttheater Baden, Landestheater NÖ, beim Theatersommer Schloss Wolfpassing und in der Waldviertler Kammerbühne. Ca. 30 eigene Theaterproduktionen seit 2003 mit dem Theater im Schloss Traun. Ist außerdem als Autor und Chansonnier tätig.

https://www.ateliertheater.wien/events/venus-im-pelz/

Walter Pobaschnig 8.3.2023

Alle Fotos_Walter Pobaschnig

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„gratitude“ Katja Cruz, Singersongwriterin _ Give Peace A Chance _ Graz 8.3.2023

Katja Cruz, Singersongwriterin, Pianistin, Gesangslehrerin

GIVE PEACE A CHANCE


gratitude

integrity

variety

eligibility



peace

essential

appreciation

communication

enhanced



alive


come

hold

a

natural

commitment

embraced


Katja Cruz  _ 7.3.23

Katja Cruz, Singersongwriterin, Pianistin, Gesangslehrerin

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Katja Cruz, Singersongwriterin, Pianistin, Gesangslehrerin

Aktuelles Projekt _ „Liberty_C. ist das aktuelle Soul-Projekt der österreichischen Sängerin und Songwriterin Katja Cruz. Ihre Songs bewegen sich zwischen sanfter Sinnlichkeit und wilder Kraft. Sie spricht von der Freiheit und Lust zu sein wer man ist, von innerem Reichtum, starkem Willen und weiblicher Würde.“

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Walter Pobaschnig _ 7.3.2023

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„Weniger „ich“, mehr „wir“, im Sinne von Rücksicht nehmen“ Mina Albich, Schriftstellerin und Malerin _ Wien 8.3.2023

Liebe Mina, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Die einzige Konstante meines Tages ist, mir einen lockeren Plan für den Tag aufzustellen. Den ich nicht erst einmal kreativ über den Haufen geworfen habe! – Auch an meine Kriminalromane und meine Bilder gehe in dieser Form heran. Das Leben als Spiegel der Kunst – die Kunst als Spiegel des Lebens?

 Mina Albich, Schriftstellerin und Malerin

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Weniger „ich“, mehr „wir“, im Sinne von Rücksicht nehmen. Zusammen zu halten. Die Umwelt zu schützen. Also, nicht falsch verstehen: Selbstverwirklichung, die eigenen Bedürfnisse wahrzunehmen und danach zu handeln, sich nicht zu verbiegen etc., all das ist essentiell. Aber die Freiheit des einen hört dort auf, wo die des anderen anfängt. Für mich ist der Konflikt der diversen Verkehrsteilnehmer:innen symptomatisch, wie wir miteinander umgehen.

Und zum Thema Umwelt: Wir zerstören aller Wahrscheinlichkeit nicht den Planeten an sich. Nein, viel fataler (für uns): wir vernichten unseren Lebensraum (und leider den der anderen Lebewesen). Das heißt, wir vernichten UNS. (Der Planet wird sich ziemlich sicher erholen, wenn’s uns nicht mehr gibt …)

Bild _ Mina Albich

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?

Weg von der Wegwerf- und Konsumgesellschaft – nicht alles, was bloß einen Kratzer hat, muss erneuert oder ersetzt werden. Sich mehr Zeit nehmen (damit meine ich nicht für soziale Medien etc …). Nicht alles als selbstverständlich nehmen. Nicht alles sofort haben müssen. Ich will nicht die „gute alte Zeit“ verherrlichen. Aber gerade, was Musik betrifft, denke ich wehmütig zurück, wie ich z.B. der Veröffentlichung einer CD entgegengefiebert habe. (Für die die Künstler:innen wenigstens ein paar Prozente Beteiligung erhalten haben …) Heute? Überlässt ein erstaunlich großer Anteil in der Bevölkerung den diversen Streaming-Diensten die Entscheidung, was gehört oder gesehen wird.

Vielleicht gelingt es der Literatur, der Kunst, die Aufmerksamkeitsspanne der Menschen wieder zu erhöhen. Ein ganzes Buch zu lesen, ein komplettes Konzert zu genießen (ohne dazwischen fünfmal Handymessages zu checken), ein Bild in real (also in einem Museum) länger als zwei Sekunden zu betrachten. Vielleicht gelingt es der Kunst dadurch, die Menschen zum Nach- oder gar Umdenken zu bringen?

Bild _ Mina Albich

Was liest Du derzeit?

Thomas Bugnyar: Raben – Das Geheimnis ihrer erstaunlichen Intelligenz und sozialen Fähigkeiten

(Raben und Eulen sind für mich ganz besonders faszinierende Kreaturen)

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

„Wenn wir nicht neidig sind, haben wir alle genug.“ (Lebensweisheit einer meiner ehemaligen Chefinnen)

„Meditiere täglich zwanzig Minuten. Es sei denn, du hast keine Zeit. Dann meditiere eine Stunde.“ (Alte Zen-Weisheit)

Mina Albich, Schriftstellerin und Malerin

Vielen Dank für das Interview liebe Mina, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literatur-, Kunstprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen:

Mina Albich, Schriftstellerin und Malerin

www.cre-art-rix.com

Alle Fotos_ Michael Publig


7.1.2023_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

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„Allein gegen Hitler“ Leben und Tat des Johann Georg Elser. Wolfgang Benz. C.H.Beck Verlag

„Allein gegen Hitler“ Leben und Tat des Johann Georg Elser. Wolfgang Benz. C.H.Beck Verlag

8.November 1938. Die Sprengladung, die in genauen aufwendigen Planungen im Münchner Bürgerbräukeller vorbereitet und programmiert worden war, und dem Führer der NSDAP Adolf Hitler galt, explodierte zu jenem Zeitpunkt, der aufgrund der Redeabfolge und Abwesenheit kalkuliert wurde – 21:20h. Doch schon um 21:07h verlässt Hitler den Saal. Das Attentat scheitert, doch der Attentäter wird auf der Flucht gefasst, verhört, gefoltert, inhaftiert und am 5.April im KZ Dachau ermordet. Sein Name:  Johann Georg Elser (* 4. Januar 1903 in Hermaringen, Württemberg † ermordet am 9. April 1945 im KZ Dachau/D).

Johann Georg Elser ist einer der mutigsten Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus, der seinen Weg in allem Mut, Entschlossenheit und Konsequenz ging. Sein Beispiel an Freiheits- und Widerstandshandeln ist bis heute beindruckendes wie wesentliches Zeugnis und Fundament von Gesellschaft und Demokratie.

Wolfgang Benz, bis 2011 Leiter des Zentrums für Antisemitismusforschung an der Technischen Universität Berlin, ist einer der renommiertesten Zeithistoriker wie Autoren zur Geschichte des Nationalsozialismus, der Shoa wie des Widerstandes.

In der vorliegenden beeindruckenden Biographie Johann Georg Elsers, die in 16.Kapitel gegliedert ist, werden das Attentat vom November 1938, das Heranwachsen wie die Prägungen von Leben, Familie, Religion, die Vorbereitung des Attentats und dessen persönliche wie familiäre Folgen wie die wechselvolle Wirkungsgeschichte fundiert analysiert und dargelegt. Viele besondere Fotos ergänzen den Text und runden so das Gesamtbild sehr gelungen ab. Ein umfangreicher Anhang mit Quellenangaben und Personenregister schließt diese hervorragende Biographie informativ vertiefend bzw. weiterführend ab.

„Eine hervorragende Biographie über eine beeindruckende Persönlichkeit in Widerstandskraft, Mut und Konsequenz.“

„Allein gegen Hitler“ Leben und Tat des Johann Georg Elser. Wolfgang Benz. C.H.Beck Verlag

Walter Pobaschnig 2_23

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