„Abendsmorgensimmerniemalsnie“ Gerhard Altmann, Schriftsteller _ Give Peace A Chance _ Pöttsching/Bgld. 3.11.2022

GIVE PEACE A CHANCE

Großmutter denkt schon morgens an das rote Maul des Menschenfressers Krieg

Ich täglich durch ihren schmalen Küchengraben

Vom Laufen Stolpern Fallen Kindermundzuhalten an der grünen Grenze

Erzählt sie immer noch in der Erinnerung

Panzer fehlten Deiner dünnen Herzhaut

Ein Klagen über den vermissten Bruder

Auf Deinen Lippen

Cantabile

Eine gehauchte Totenmesse ohne Luftschutz

Abendsmorgensimmerniemalsnie

Charkiw 2022 bedeckt mit Bombenschnee Kiew & andere Städte auch

Heute überziehen wieder TrauerTränen alles wie ein Film auch unsere Herzen

Nachtlos und machtlos im Feuerschein

Cantabile

Eine gehauchte Totenmesse ohne Friedenslicht am Ende des Tunnels

Gerhard Altmann, 12.10.2022

Gerhard Altmann, Schriftsteller  

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Gerhard Altmann, Schriftsteller  

https://www.gerhardaltmann.at/

Foto_Maria Hollunder

Walter Pobaschnig _ 12.10.2022.

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„Das Theater kann Veränderungen „vorspielen““ Kristina Bangert, Schauspielerin _ Wien 3.11.2022

Liebe Kristina, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Sehr geordnet, für meine Verhältnisse. Das heißt 5 mal die Woche mehr oder weniger gleich und das schon seit Anfang September…

Kristina Bangert, Schauspielerin _
Wien

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Das Jetzt. Vorausplanung ist seit 2020 schwer bis unmöglich. Zu akzeptieren, wenn es anders kommt als gedacht, umzudenken. Beweglich zu bleiben.

Vor einem Aufbruch werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei dem Theater/Schauspiel, der Kunst an sich zu?

Anpassung an die Gegebenheiten. Den Vorteil in der Veränderung zu finden. Das Theater kann für die Zukunft erahnte Veränderungen „vorspielen“, bevor sie Realität werden. Vielleicht im besten Falle ein Wenig darauf vorbereiten. Oder einfach ablenken und für eine kurze Zeit aus der Realität entführen.

Was liest Du derzeit?

Jedermann…“Naokos Lächeln“ von Murakami.und „Was wir Frauen wollen“ von I. Allende liegen schon am Nachtkastl für nach den Proben

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Er hat auch Gutes getan! Er hat zum Beispiel…Er hat…Es fällt mir gleich ein…

Vielen Dank für das Interview lieber Kristina, und viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Theaterprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!

Viel Freude und Erfolg für die kommende Premiere!

5 Fragen an KünstlerInnen:

Kristina Bangert, Schauspielerin _ Wien

Foto_Marlene Fröhlich

Aktuell ist Kristina Bangert zu sehen in:

JEDE(R).NOW

Mashup _ nach Hugo von Hofmannsthals “Jedermann“ und Francis Ford Coppolas “Apocalypse Now”

das.bernhard.ensemble / DAS OFF THEATER _Koproduktion

das.bernhard.ensemble

Termine::

Premiere: 4. November, 19:30 Uhr

Nov: 5.|8.|11.|12.|15.|18.|19.*|22.|25.|26.|29.

Dez: 2.|3.|6.|9.|10.

Beginnzeit: immer 19:30 Uhr

WHITE.BOX

https://www.off-theater.at/index.html

31.10.2022_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

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„Was liebe ich?“ Sophie Resch, Schauspielerin _ Wien 2.11.2022

Liebe Sophie, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Durch meinen Sohn früh geweckt werden- Proben fürs neue Stück – meinen Sohn vom Kindergarten abholen und spielen spielen spielen – auf Me-Time warten, wenig davon haben – schlafen gehen und wieder von vorn:)

Sophie Resch, Schauspielerin _
Wien

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Zu sich kommen- ohne Ablenkung von Netflix, Smartphone/ Social Media, Shopping, Arbeitsalltag und Co. Und damit meine ich nicht Selbstoptimierung, sondern ein ehrliches Hinschauen, Runterkommen, Hineinspüren und Erkennen: Was ist mir wichtig? Was sind die Dinge in die ich investieren möchte? Was liebe ich? Was will ich leben? Wie will ich leben? Welche Änderungen sind dafür notwendig für mich/ für die Gesellschaft? …Und dann raus gehen in die Welt- Anderen mit Liebe, Mut zur respektvollen Auseinandersetzung, Wertschätzung, Solidarität, Humor und Begeisterung begegnen. Und dann könnten wir beginnen gemeinsam die Welt zu verändern.

Haha, das ist naiv? Yess, aber wichtig wäre es trotzdem!

Vor einem Aufbruch werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei dem Theater/Schauspiel, der Kunst an sich zu?

Kunst machen fühlt sich gerade etwas absurd an und nichtig, im Vergleich zu dem, was gerade in der Welt passiert vielleicht sogar überflüssig?! Ja und gleichzeitig ist sie wie immer eine Chance die Welt zu spiegeln, ihre Absurdität offen zu legen, Gesetzmäßigkeiten außer Kraft zu setzen und so Gedankenkonzepte zu schaffen, die Neues bringen können oder zumindest einen Dialog starten…

Was liest Du derzeit?

So viele tolle Bücher die ich alle lesen werde, wenn die Zeiten weniger stressig und überboardend sind:

Z.B. „Radikale Zärtlichkeit“ von Set da Kurt; „Das Unwohlsein der modernen Mutter“ von Mareike Kaiser, „Warum Liebe weh tut“ von Eva Illouz, und und und 

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

My all time favourite:

„Und ich möchte sie, so gut ich es kann, bitten Geduld zu haben, gegen alles Ungelöste in ihrem Herzen und zu versuchen, die Fragen selbst liebzuhaben wie verschlossene Stuben und wie Bücher, die in einer fremden Sprache geschrieben sind. Forschen sie jetzt nicht nach den Antworten, die ihnen nicht gegeben werden können, weil Sie sie nicht leben könnten. Und es handelt sich darum alles zu leben. Leben sie jetzt die Fragen. Vielleicht leben sie dann allmählich, ohne es zu merken eines fernen Tages in die Antwort hinein.“

Sophie Resch, Schauspielerin _
Wien

Vielen Dank für das Interview lieber Sophie, und viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Theaterprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!

Viel Freude und Erfolg für die kommende Premiere!

5 Fragen an KünstlerInnen:

Sophie Resch, Schauspielerin

https://www.sophieresch.com/

Fotos_David Payr

Aktuell ist Sophie Resch zu sehen in:

JEDE(R).NOW

Mashup _ nach Hugo von Hofmannsthals “Jedermann“ und Francis Ford Coppolas “Apocalypse Now”

das.bernhard.ensemble / DAS OFF THEATER _Koproduktion

das.bernhard.ensemble

Termine::

Premiere: 4. November, 19:30 Uhr

Nov: 5.|8.|11.|12.|15.|18.|19.*|22.|25.|26.|29.

Dez: 2.|3.|6.|9.|10.

Beginnzeit: immer 19:30 Uhr

WHITE.BOX

https://www.off-theater.at/index.html

31.10.2022_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

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„Krieg in mir“ Fiona Franka Terler, Sängerin _ Give Peace A Chance _ Wien 2.11.2022

GIVE PEACE A CHANCE

Krieg in mir

Der Terror im Herzen

Der Krawall im Kopf

Du machst die Augen zu

doch es ist noch da-

geht nicht weg

Fiona Franka Terler, Sängerin, Musicaldarstellerin



Der Kampf mit sich selbst

ist oft der schwierigste

denn der Feind sitzt in dir

um jemals zu siegen

müsstest du dich töten

Das ist keine Lösung

nur das zu frühe Ende



Frieden ist die Lösung

Integration, Akzeptanz

und Anerkennung

Augen auf und durch


Wenn das Licht angeht

siehst du die Wahrheit

Es war nur ein Schatten

Kein Krieg, kein Terror



Es war nur große Angst

Fantasie und Glaube

„Der Friede in mir ist ein wertvoller Beitrag zum Frieden in der Welt.“

„Wenn man jemals wahren Frieden gespürt hat, ist man zu besonnen um das Kriegsbeil zu schwingen.“


Warum Krieg?

Vielleicht ist es das

das Menschen anstiftet

um Krieg zu wollen

der reine pure Glaube

an etwas Übermächtiges

sei es die eigene Macht

oder eine äußere Macht

die Überzeugung gewinnen

zu müssen und zu wollen

angegriffen zu werden

Diese Macht existiert nicht

Wenn wir erkennen. dass

wir alle nur  Menschen sind

auf derselben Stufe stehen

genug für alle vorhanden ist

müssen wir nicht kämpfen

Es ist Dummheit die uns

dies nicht erkennen lässt

Krankheit und zu viel

schlechte Phantasie.

„Die Fähigkeit etwas zu tun

gibt einem noch lange nicht das Recht dazu..“

Es ist die Verletzung

Die Wut, die Trauer

die Sinnlosigkeit

die Dummheit

die Krankheit

Aus Besonnenheit hat noch nie jemand einen Krieg begonnen..

„Krieg führt nur wer in sich selbst den Frieden verloren hat. „

„Das wahre Ziel einer jeden Seele ist der Friede, auch wenn der Mensch dahinter dieses Bedürfnis nicht mehr spürt, weil er so kaputt ist.“


Fiona Franka Terler, 13.10.2022

Fiona Franka Terler, Sängerin, Musicaldarstellerin

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Fiona Franka Terler, Sängerin, Musicaldarstellerin

Fotos_ 1,2 Robert Krenker; 3 Andy Bartosh; 4 Lukas Beck;

Walter Pobaschnig _ 13.10.2022.

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„Das Notwendige erzählen zu lassen“ Birgit Radeschnig, Musikerin_Liederabend „Mariana“ _ Wien 1.11.2022

Birgit Radeschnig_Sängerin, Musikerin, Komponistin, Kabarettistin, Autorin _
Liederabend „Mariana“ _Text, Komposition _ Birgit Radeschnig _
OFF Theater Wien 27.10.2022

Liebe Birgit, ich durfte am 27.10. Deinen Liederabend „Mariana – Ein Liederzyklus wegen Maria“ im Off Theater Wien besuchen und bin noch unter dem starken Eindruck dieses so mitreißend poetischen, sprachdynamischen wie rhythmischen modernen Requiems. Wie kam es zu dieser Produktion und Konzeption von Dir in Text, Komposition und Formation?

Der Liederzyklus als künstlerische Erzählform hat mich schon lange gereizt und eine erste Realisierung war lediglich eine Frage der Zeit und des würdigen Themas. Außerdem wollte ich schon lange mit dem Kontrabassisten Mathias Krispin Bucher zusammenarbeiten und als dann noch Florian Steinringer am Schlagzeug mit dabei war, war die Kargheit der Instrumentierung der ideale Boden für die musikalische Arbeit an meinen Textfragmenten zum Thema „Traumata in der Großelterngeneration“. 

Wie Du mit Sprache und Stimme ein Thema, einen Text formst und performst, erinnert an literarische Traditionen der „Konkreten Poesie“ wie auch der „Wiener Gruppe“ experimenteller Poesie. Welchem Sprachkonzept siehst Du Dich verbunden?

Es ist eine unglaublich spannende Arbeit, textliche Information so weit zu reduzieren, dass sie in eine Liedform passt und trotzdem noch genügend inhaltliche Anhaltspunkte für das Publikum bietet. Alles Unnötige weg und das Notwendige erzählen zu lassen ist nicht nur rhythmisch, sondern auch sprachmelodisch extrem herausfordernd. Gefühlt gehe ich für einen solchen Schreibprozess eher ins Labor, als zum Laptop.

Du bist Sängerin, Kabarettistin, Musikerin, Autorin. Wie formte, formt sich Dein Musikstil?

Der Musikstil formt sich aus der Not heraus – ich war und bin äußerst übungsfaul und hab es deshalb nie zu musikalischer Virtuosität gebracht. Meine Kompositionen würde ich daher eher als „einfach“ beschreiben – oder „reduziert“, wenn es weniger stümperhaft klingen soll. 

Wie gestaltet sich für Dich der Prozess der Verbindung von Text und Musik? Was ist zuerst da?

Der Text –  sonst wüsste ich nicht, wo musikalisch anfangen.

Bei „Mariana“ trittst Du in einem kongenialen Trio mit dem Kontrabassisten, Sänger, Mathias Krispin Bucher, und dem Schlagzeuger, Sänger, Florian Steinringer, auf. Wie kam es zu dieser Zusammenarbeit und wie gestaltete sich die gemeinsame musikalische Erarbeitung des Themas?

Bei sämtlichen künstlerischen Kollaborationen steht für mich gegenseitige Sympathie im Vordergrund und vor allem bei der Aufarbeitung eines so persönlichen Themas war zwischenmenschliche Verbundenheit eine äußerst wichtige Komponente, aus der sich auch meistens automatisch ein gegenseitiges Verständnis auf musikalischer Ebene ergibt. Da im Fall von „Mariana“ sämtliche Musikstücke vor Probenbeginn von mir fertig komponiert und arrangiert wurden, war die gemeinsame Erarbeitung allerdings eher ein diktatorischer Prozess.

In Deinem Liedzyklus geht es um das Sterben einer Frau und schmerzhafte Erinnerungen an die Enge von Tradition und weiblicher Identität im Leben. Wie siehst Du dies bei „Maria“ und heute?

Bei „Mariana“ wird die Geschichte einer Frau erzählt, die in den Nachkriegsjahren ein traumatisches Erlebnis erfahren hat und an ihrem Lebensende davon eingeholt wird, weil es bis dahin nicht aufgearbeitet wurde. Zur Zeit meiner Großeltern war es noch kein Thema, nach traumatischen Erlebnissen psychotherapeutische Hilfe in Anspruch zu nehmen und dadurch kam es oft zu Verhaltensmustern, die wiederum die nächste Generation geprägt und beeinflusst haben. Heute gibt es für den Wunsch nach Aufarbeitung Möglichkeiten. Leistbarer müssten sie halt noch sein.

Deine musikalische Erzählweise ist eine sehr aufmerksame, dynamisch-eindringliche, die Reflexion, Kritik und Empathie verbindet. Das Zuhören ist gleichsam ein Miterleben und begeistert das Publikum. Wie entwickelst Du Deine Performance und wie gelingt Dir dieser Funkensprung zum Publikum?

Die Performance passiert und je weniger Vorsatz dahintersteckt, desto freier kann sie sich auch entwickeln. Ich wüsste auch gar nicht, wie man einen „Funkensprung“ zum Publikum plant.

Welche weiteren Auftrittsstationen gibt es für „Mariana“ und welche Projekte planst Du derzeit noch?

Am 02.11. gibt es „Mariana“ im Kleinen Theater in Salzburg und am 05.11. in den Kammerlichtspielen Klagenfurt zu sehen. Derzeit arbeite ich gemeinsam mit meiner Zwillingsschwester als Kabarettduo „RaDeschnig“ an unserem 6. Programm, das im März 2023 im Kabarett Niedermair Premiere feiern wird.

Wie sieht für Dich persönlich ein „Mariana“ Abend in Vorbereitung wie dem Danach aus?

Schlagzeug und Equipment ins Auto räumen, zum Auftrittsort fahren, Schlagzeug und Equipment aus dem Auto räumen. Soundcheck und Spannung. Sich vor der Vorstellung Fragen nach dem Verlauf der Vorstellung stellen. Nach der Vorstellung Fragen, wie die von Walter Pobaschnig, beantworten.

Herzlichen Dank für Das Interview und Deinen wunderbaren Liederabend, liebe Birgit, viel Freude und Erfolg weiterhin!

Mathias Krispin Bucher, Kontrabassist, Sänger_ Birgit Radeschnig, Sängerin, Musikerin _ Florian Steinringer, Schlagzeuger, Sänger


„Mariana – Ein Liederzyklus wegen Maria“ Birgit RadeschnigMathias Krispin BucherFlorian Steinringer (2022)

Text, Komposition, GesangBirgit Radeschnig

Kontrabass, GesangMathias Krispin Bucher

Schlagzeug, GesangFlorian Steinringer

Kommende Termine:

  • Mi.02.11. Salzburg _ Mariana – Ein Liederzyklus wegen Maria mit Mathias Krispin-Bucher, Florian Steinringer, Birgit Radeschnig _ Salzburg Kleines Theater
  • Sa.05.11.Klagenfurt _ Mariana – Ein Liederzyklus wegen Maria mit Mathias Krispin-Bucher, Florian Steinringer, Birgit Radeschnig Klagenfurt Jazzclub Kammerlichtspiele
  • https://www.radeschnig.net/

Interview und alle Fotos_Walter Pobaschnig 10/22

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„Gemeinschaftlich“ Natalie Krainer, Sängerin _ Give Peace A Chance _ St.Veit/Glan 1.11.2022

GIVE PEACE A CHANCE


Gemeinschaftlich

In der

Völligen Ohnmacht

Einkehren…

Panzer

Eliminieren

Alles.

Chaos!

Eine

Art

Chance?

Hat Mensch

Alles oder

Nichts?

Container.

Ende


Natalie Krainer, 4.9.2022

Natalie Krainer, Sängerin

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Natalie Krainer, Sängerin

https://www.nmmk.net/home

Foto_Rob Bargad

Walter Pobaschnig _ 4.9.2022.

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„Wir sind jetzt im Theater in einer besonders schwierigen Übergangsphase!“ Ernst Kurt Weigel, Regisseur _ Wien 1.11.2022

Lieber Ernst, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Ich bin Frühaufsteher und frühstücke etwa um 3 Uhr bevor ich noch im Bett wichtige Tages-Mail-Korrespondenz erledige, Ideen, Texte, Konzepte entwerfen und in den Mac klopfe. Ab 8 bin ich im Haus, um kleinere Bürosachen zu erledigen, dann gibt’s eine kurze Bürobesprechung für den Tag. Ab 9 Aufwärmen, 9.30 Probenstart mit Kritik vom Vortag, dann künstlerische Probe bis 14.30. Dann weitere Büro- und Technikbesprechungen, bzw. Termine mit Gastkünstler:innen, bzw. Geschäftspartnern, Politik, etc. Um etwa 17 Uhr fahr ich heim und beginne das Material vom Tag zu sichten. (Da ich oftmals selber mitspiele muss ich das Videomaterial vom Tag auswerten!) Ab 19 Uhr lese oder schaue ich Nachrichten. Ab 21 Uhr geht’s Richtung Bett!

Bei Abendvorstellungen verschiebt sich dieser Rhythmus nur geringfügig, dadurch schlafe ich dann Nachmittags 2 Stunden vor den Vorstellungen!

Ernst Kurt Weigel_Regisseur, Schauspieler, Theaterdirektor _
Wien

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Nerven behalten! Wir sind jetzt im Theater in einer besonders schwierigen Übergangsphase! Das Publikum kommt zaghaft zurück, die Gruppen trauen sich noch nicht recht neu zu produzieren. Warum: Fällt dir jemand aus dem engsten Team, oder zentrale Performer:innen vom künstlerischen Ensemble aus, dann war´s das oft mit der gesamten Produktion und das ganze Geld für Proben, Werbung, Bühne ist dahin. Es gibt keinerlei Schutzschirme mehr, Quarantäne wurde zu Krankenstand und dadurch wird einem nichts mehr ersetzt und Mitarbeiter:innen, die ausfallen führen bei kleineren Häusern zu drastischen Problemen, weil sie nicht kurzfristig ersetzt werden können!

Und ehrlich: Maske am Arbeitsplatz bei symptomlosen Verlauf ist ja wohl im darstellenden Bereich ein Witz!

Vor einem Aufbruch werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei dem Theater/Schauspiel, der Kunst an sich zu?

Ich gebe zu: Es ist für mich verdammt hart gerade jetzt Theater zu machen oder zu schauen. Alles kommt mir so lächerlich vor im Vergleich dazu, was sich alles vor unserer Haustür und über unseren Köpfen abspielt! Und das degradiert uns im Moment zu Ablenkern und Entertainern! Man muss gerade jetzt sehr vorsichtig und respektvoll mit den Menschen umgehen, auch abseits der Bühne, denn alle scheinen mir sehr angegriffen und sensibel! Nicht die schlechteste Lektion, die uns im Moment zu Teil wird, trotzdem entbehrlich! Theater kann im besten Falle visionär arbeiten, und Vieles posaunen wir schon seit Jahren warnend von der Bühne, was nun schreckliche Realität geworden ist. Die Menschen als Gesellschaft begreifen viele Dinge leider erst, wenn sie auf der Nase liegen oder der Hut bereits abgebrannt ist.

Was liest Du derzeit?

„Endspiel des Kapitalismus“ von Norbert Häring

Harter Tobak!

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

„Glauben heißt: Nichts wissen müssen…“

Ernst Kurt Weigel_Regisseur, Schauspieler, Theaterdirektor _
Wien

Vielen Dank für das Interview lieber Ernst, und viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Theaterprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

Viel Freude und Erfolg für die kommende Premiere!

5 Fragen an Künstler*innen:

Ernst Kurt Weigel_Regisseur, Schauspieler, Theaterdirektor

Zur Person:

ERNST KURT WEIGEL

spielt, schreibt und inszeniert. Geboren 1970 in Wien. Ausbildung: Schauspielschule Krauss. Leitet das.bernhard.ensemble und DAS OFF THEATER.

Schauspieler: 1991-96 Theater in der Josefstadt, 1996 freie Wiener Performanceszene, 1997/1998 Serapionstheater im Odeon, 1997 Gründung das.bernhard.ensemble, 2006 Gründung DAS OFF THEATER, 2016 Gründung *sterne*reißen*

Regisseur und Schauspieler: Inszenierte die meisten, der über 30 Produktionen des bernhard.ensemble an vielen Wiener Spielorten (WUK, dietheater, Stadtintiative, Theater des Augenblicks, MQ, projekttheater studio, ab 2006 im OFF THEATER)

Autor vieler Stücke, zuletzt: „Kein Groschen, BRECHT!“, „701“

Auszeichnungen: 2001 Nestroy Beste OFF Produktion, 2014 Nestroy-Nominierung WIENER.WALD.FICTION, Beste OFF Produktion, 2019 Nestroy-Nominierung LILIOM.CLUB, Beste OFF Produktion

letzte Arbeiten:  2020 „THE.HELDENPLATZ.THING“, „Die grauenvolle Entdeckung des Jakob Levy Moreno“, 2021 „THE.HELDENPLATZ.THING.MOVIE“, „Reenacting Jakob Levy Moreno”, “BLADE.UNWICHTIG“, 2022 „DER.SEMMELWEIS.REFLEX“

Aktuelle Produktion von und mit Ernst Kurt Weigel:

JEDE(R).NOW

Mashup _ nach Hugo von Hofmannsthals “Jedermann“ und Francis Ford Coppolas “Apocalypse Now”

das.bernhard.ensemble / DAS OFF THEATER _Koproduktion

das.bernhard.ensemble

Termine::

Premiere: 4. November, 19:30 Uhr

Nov: 5.|8.|11.|12.|15.|18.|19.*|22.|25.|26.|29.

Dez: 2.|3.|6.|9.|10.

Beginnzeit: immer 19:30 Uhr

WHITE.BOX

https://www.off-theater.at/index.html

Fotos_Walter Mussil

31.10.2022_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

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