Da ist der Wald. Die Dunkelheit. Die Stille. Wie ein Leben.
Und dann das Licht. Da und dort. Wenige Worte und dieselben.
Dann unter die Oberfläche gehen. Unter das Zugedeckte. Was war da? Was ist da? Wo war ich? Und was ist geschehen? Wurde mir angetan?
In meiner Kindheit. Und dann am Weg als Mädchen, Frau.
Und es geht weiter..
Die Uraufführung „Federn lassen“ nach der Novelle von Regina Düring in der Inszenierung von Anna Laner und Blanka Rádóczy, Bühne und Kostüm von Andrea Simeon, Sound&Video von Moritz Wallmüller, Assistenz von Elena Höbarth, gespielt von Birgit Stöger, Tamara Semzov und Thomas Kolle im Kosmos Theater Wien begeistert in einem genialen dramaturgischen Rhythmus von Schilderung, Aktion und Stille, der den literarischen Stoff einer weiblichen Biographie im Ausgeliefertsein an die dominierende patriarchale Welt von Männern, Räumen und Dingen großartig auf die Bühne schmettert und im Publikum in Dramatik und Betroffenheit mitreißend ankommt.
Die Spielpräsenz der hervorragenden Schauspieler*innen Birgit Stöger, Tamara Semzov und Thomas Kolle ist von Präzession in Sprache wie Körperausdruck geprägt und nimmt Bühnenbild und Requisiten in gleichsam unerträglicher Leichtigkeit des Seins mit ins dramatische dialogische Spiel und so wird im Swimming Pool die Ente, der Melonenschwimmreifen und die Seifenblasenmaschine zum Ausdruck der Ohnmacht im stockenden Erinnerungsimpuls. Diese patriarchale Macht der Dinge in das Spiel aufzunehmen und gleichsam in aller Dissonanz eines ohnmächtigen Lebens vielstimmig dramatisch klingen zu lassen, ist höchste Schauspielkunst.
Ebenso ist das Bühnen- und Kostümbild in Setting und Raumausdruck, Farbe und Struktur als Spiegel innerer Ambivalenz wunderbar gesetzt. Der Spielraum wechselt gleichsam immer wieder im Erzählen vom Leben zum (inneren) Tod. Das ist ein ganz besonderer Kunstgriff, der bestens gelingt.
„Ein Theaterabend, der in höchster Inszenierungs-, Spiel-, und Bühnenkunst dramatisch erschüttert wie begeistert“
FEDERN LASSEN _ Uraufführung Kosmos Theater Wien
nach der Novelle von Regina Dürig
In einer Bühnenfassung von Anna Laner & Blanka Rádóczy
Regie & Bühne: Blanka Rádóczy | Bühne & Kostüm: Andrea Simeon | Sound & Video: Moritz Wallmüller | Assistenz: Elena Höbarth | Dramaturgie: Anna Laner
Mit: Thomas Kolle, Tamara Semzov & Birgit Stöger
Premiere: Mi, 04. Mai. 2022 | 20:00
Uraufführung | Eigenproduktion
Dauer: ca. 75min
Weitere Spieltermine: Fr, 06. Mai., Sa, 07. Mai., Mi, 11. Mai., Do, 12.Mai, Fr, 13.Mai, Sa, 14.Mai, Mi 18.Mai, Do 19.Mai, Fr. 20.Mai, Sa. 21.Mai 2022
Kosmos Theater Siebensterngasse 42 1070 Wien/Vienna Austria
Zur täglichen Routine gehören in erster Linie Gesang und Gesangsübungen, Körperliche Ertüchtigung, mentale Training, Spiritualität. Zurzeit arbeite ich an meiner neuen CD, die im Frühling 2022 erscheinen wird. Ich bin Dozentin für Gesang an der Jam Music Lab Universität in Wien und bilde dort sehr viele junge Studenten im Bereich Jazz und Popularmusik weiter. Und nicht zu vergessen, sehr wichtig; mit Katzen rumhängen und kuscheln!
Maja Jaku, Sängerin
Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?
Empathie, fühlen und spüren von Kräften, die man nicht sehen und tasten kann, Echtheit und Ehrlichkeit, im Jetzt zu leben und handeln, Komfortzone und sichere und vorgeschriebene Wege zu verlassen.
Vor einem Aufbruch werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Musik, der Kunst an sich zu?
Die Musik hat für mich immer heilende und sogar weltverändernde Kräfte gehabt. So eine Seelennahrung brauchen wir gewiss fortwährend und zur jetzigen Zeit umso mehr.
Wir Künstler brauchen, besonders im Bereich Jazz, ein aktives Publikum für Live Auftritte da eine Symbiose die geben und nehmen heißt, nur auf diesem Wege entstehen kann.
Was liest Du derzeit?
Zurzeit lese ich wieder die „Bhagavad Gita“.
Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?
„Wer sich nicht getraut hat, hat nicht wirklich gelebt“
Vielen Dank für das Interview liebe Maja viel Freude weiterhin für Deine großartigen Musikprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!
Liebe Claudia, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?
Mein Tagesablauf sieht ganz unterschiedlich aus. Morgens nach dem Aufstehen gönne ich mir meistens einen Kaffe, nehme mir ein paar Minuten für mich selbst, meditiere oder bewege mich und erledige dann Schritt für Schritt meine To Do’s, die ich mir für den jeweiligen Tag vorgenommen habe.
Mehrmals die Woche bin ich im Studio und arbeite an neuen Songs bzw. meinem Album. Ich würde lügen zu sagen, dass momentan jeder einzelne Tag höchstproduktiv ist, aber prinzipiell ist jeder meiner Tage so gefüllt, dass ich an meinen persönlichen Zielen arbeite und mit meinen Projekten vorankomme. Dazwischen koche ich mir gerne ein gutes Essen, gehe spazieren und abends schaue ich mir gerne eine Serie zum Abschalten an, oder lese ein Buch.
Syannah, Singer/Songwriterin
Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?
Meiner Meinung nach ist eines der wichtigsten Dinge momentan innere Ruhe zu bewahren und gut für sich selbst zu sorgen. Wir befinden uns in einem Ausnahmezustand und da ist alles leicht einmal überfordernd. Dabei ist es meiner Meinung nach essentiell sich in Selbstfürsorge zu üben, immer wieder mal 2 Schritte zurück zu gehen, anstatt 5 nach vorne und sich immer wieder einmal bewusst zu machen „Wie geht es mir gerade? Was brauche ich gerade? Was kann ich mir gerade Gutes tun?“. Ich glaube, dass innere Ruhe und ein guter Zugang zu sich selbst, vor allem in Krisenzeiten, extrem wichtig sind, um auch mit äußeren Umständen besser umgehen zu können.
Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Musik, der Kunst an sich zu?
Ich bin der Ansicht, dass ein gesunder Umgang mit sich selbst, aber auch klare Kommunikation nach Außen, Wertschätzung und ein respektvoller Umgang miteinander besonders wichtig sind. Gerade in Krisenzeiten führen Hass, Konflikt, und Spaltung zu keiner Lösung. Nicht alles ist immer nur schwarz oder weiß. Ich denke es geht um Verständnis sich selbst und anderen gegenüber, Offenheit für andere Meinungen, (innere) Balance, bewusste und klare Kommunikation, aber auch um gesunde Grenzen-Setzung —> man muss nicht alles emotional an sich heranlassen. Diese Punkte sind meiner Meinung nach eine wertvolle Basis für ein gesundes Miteinander, vor allem in Krisenzeiten.
Die Rolle der Musik ist dabei denke ich auch nicht zu unterschätzen – Musik verbindet. Durch Musik können Dinge ausgedrückt werden, die durch Sprache alleine oft nicht möglich sind. Und Musik kann auch, vor allem in schweren Zeiten ein enormer Halt für Menschen sein.
Was liest Du derzeit?
„Die 5 Sprachen der Liebe“ von Gary Chapman „Du bist das Placebo“ von Joe Dispenza
Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?
“Our heads are round so our thoughts can change direction” – Francis Picabia „Energie folgt der Aufmerksamkeit“ – Hawaiianische Weisheit „Let’s get back to the moment.“ – Syannah „We were Born to inspire!“ – Syannah
Vielen Dank für das Interview liebe Syannah, viel Freude weiterhin für Deine großartigen Musikprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!