„Gräueltaten“ Klara Hurkova, Schriftstellerin _ Give Peace A Chance _ Aachen 24.4.2022

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Gräueltaten – was für ein Wort

In unseren Köpfen entstehen Bilder

Von dem, was wirklich geschieht

Erahnen wir nur wenig




Publik wird der Krieg gemacht

Er geistert in unserem Alltag herum

Aber wir begreifen ihn nicht:

Charkiw ist nur ein Punkt auf der Landkarte

Eine Vergewaltigung wie eine Szene aus Filmen




Anders als sonst wächst jedoch die Angst




Charascho, denkt sich der Diktator

Heute ist mir wenigstens das gelungen

Angst sollen sie haben, alle und überall

Nie werde ich aufhören, das zu genießen

Charakterfest stehe ich hinter meinen Entscheidungen

Egal wie viele Menschenleben das kostet


Klara Hurkova, 15.4.2022

Klara Hurkova, Schriftstellerin

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Klara Hurkova, Schriftstellerin

https://www.hurkovaklara.de/

Foto_privat.

Walter Pobaschnig _ 15.4.2022.

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„Gestern“ Larissa Schwarz, Schriftstellerin _ Give Peace A Chance _ Dinslaken/D 24.4.2022

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Gestern

Ist

Völlig weit weg.

Endlich.



Plötzlich war Frieden ausgebrochen.

Einfach so.

Am Abend, kurz vor der blauen Stunde.

Circa Viertel vor neun.

Es tönte Vogelsang durch die vordem bleischwangere Luft.




Am Morgen noch hätte niemand damit gerechnet.




Citrusblüten hängen satt in den Bäumen.

Hektisch beseitigen

Alle die Spuren an ihren Häusern, in ihren Gesichtern.

Nur in ihren Köpfen werden sie die

Chimäre nicht verwischen können.

Es geht weiter.


Larissa Schwarz, 19.4.2022

Larissa Schwarz _ Schriftstellerin

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Larissa Schwarz _ Schriftstellerin

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Fotos_Portrait_Kai Dauvermann; Typoskript/Schreibmaschine_Larissa Schwarz.

Walter Pobaschnig _ 19.4.2022.

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„Es braucht Diskussionen über die Zukunft der Literatur“ Martina Caluori, Schriftstellerin _ Chur/CHE 24.4.2022

Liebe Martina, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Ich versuche vor meinen zwei Kindern aufzustehen, um in Ruhe den ersten Kaffee zu trinken und Musik zu hören. Danach lese ich vor, spiele mit ihnen drinnen und draußen, vorzugsweise am Wasser oder im Wald. Tagsüber – und nachts, wenn ich aufwache – notiere ich mir Momente und Gedanken. So versuche ich die Momente und Gedanken einzufangen, die ich anschließend beim Schreiben verdichte, sodass ihre Flüchtigkeit für einen Moment stillsteht.

Martina Caluori, Schriftstellerin 

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Unsere Aufmerksamkeit und Ängste nicht nur auf einen Punkt, auf ein Ereignis, zu konzentrieren. Es ist wichtig, dass die anderen Menschheitskrisen nicht an den Rand unserer Wahrnehmung gedrängt werden. Und, dass wir – egal wie eingebunden und eingeschränkt wir sind – uns unserer Gedankenfreiheit bewusst sind; es geht darum, im Kopf neue Fenster zu öffnen, um etwas neu, anders oder frisch zu denken.

Vor einem Aufbruch werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?

Vielleicht ist es auch ein Umbruch, eine Transformation. Ich glaube, dass die Sehnsucht nach Kunst und Kultur gewachsen ist. Die Rolle, Wichtig- und Dringlichkeit von Literatur, der Kunst an sich wird bleiben. Denn in keiner anderen Kunstform wird Erinnerung über und durch Jahrhunderte hinweg so vermittelt wie in der Literatur. Es braucht aber Diskussionen über die Zukunft der Literatur, Kunst an sich, ihre Entwicklungsmöglichkeiten und ihr Selbstverständnis sowie auch über Werte.

Was liest Du derzeit?

Ich lese immer mehrere Bücher parallel, aktuell sind es „Im Zimmer ist Winter“ von Natascha Berlehner, „Null“ von Gine Cornelia Pedersen und „Taubenleben“ von Paulina Czienskowski.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Natürlich mein Prosadebüt “Weisswein zum Frühstück“ mit Zeichnungen von Simone Züger, erscheint am 25. April.

Und wer hier lieber ein Zitat lesen will: „Every moment happens twice: inside and outside, and they are two different histories.“ – Zadie Smith

Vielen Dank für das Interview liebe Martina, viel Freude und Erfolg für Deine großartigen Literaturprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!

5 Fragen an Künstler*innen:

Martina Caluori, Schriftstellerin 

Buchneuerscheinung: “Weisswein zum Frühstück“ Martina Caluori, mit Zeichnungen von Simone Züger. Verlag_lectorbooks

martinacaluori.com

Foto_Michel Gilgen.

18.4.2022_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

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„Cherubim / heilen / alle /Nebel“ GuGabriel, Musikerin _ Give Peace A Chance _ Wien 23.4.2022

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Göttliche

Inspiration

vieler,

ewig


pulsierend

erwacht.

Alleinend

Cäsars”

Europa



aufzubrechen.



Cherubim

heilen

alle

Nebel

Causa

Ewigkeit”



GuGabriel, 23.4.2022

GuGabriel_Musikerin

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

GuGabriel_Musikerin

https://www.gudrunliemberger.com/

Foto_Walter Pobaschnig_Palais Auersperg_Wien 2021

Walter Pobaschnig _ 23.4.2022.

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„Gibt es noch Wörter, die nicht töten“ Evgeniy Nikitin_Schriftsteller _Give Peace A Chance _ Rishon Lezion/Israel 23.4.2022

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Gibt es noch Wörter, die nicht töten

Ich liebe dich

Vielleicht wird es dich töten

Erkennst du die Erde, riechst du das Feuer,

siehst du: die Füchse haben ihre

Baue verlassen und streifen

fassungslos in ihren eigenen

Fußstapfen umher



Prickelnd, das Gefühl Jäger und Beute zu sein,

Lichtungen und Baumstümpfe,

Bachmündungen und leere Nester

gelassen zu kartieren

Es sind die letzten Zufluchten der Sprache

An den Tod gewöhnt man sich

Carte blanche zur Schuld

Eine Baumhöhle zum Schlafen



Aus den Städten der Erinnerung, moosbedeckt,

von Ratten und Kakerlaken

bewohnt, als ob längst

verlassen, ziehen wir in

die Wälder, bewaffnet mit

Apathie und Angst




COOPER COOPER COOPER

Hinter dieser Tür stehe ich, ein Versager

Auch du bist hier, doch wir sehen uns nicht

Narzissen mit toten Blütenblätter

Camoufliert als Menschen

Eine Geschichte zum Vergessen



Evgeniy Nikitin, 18.4.2022

Evgeniy Nikitin_Schriftsteller

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Evgeniy Nikitin_Schriftsteller

Biographie:

Evgeniy Nikitin wurde 1981 in Riscani, Moldawien, geboren. und dreifach emigriert: von Moldawien nach Deutschland, von Deutschland nach Russland und von Russland nach Israel. Lebt jetzt in Rishon Lezion, arbeitet im Bereich Alterspflege.

Tätig als Dichter, Prosaschriftsteller, Übersetzer, Kritiker. Veröffentlicht in meisten russischen Zeitschriften, unter anderem „Novy Mir“, „Vozdukh“ und Textonly.

Evgeniy Nikitin war einer der Koordinatoren des poetischen Projekts im Rahmen des 53. Venedig Kunstbiennale (2009).

Gedichtbände „Sketches in the Wind“ (M.: 2005), „Invisible Lens“ (M.: 2009), „Standup Lyrics“ (M.: 2015). Sammlungen von Kurzgeschichten: „Eastern Seventeen“ (M.: 2011, gemeinsam mit Alena Churbanova), „Über Papa“ (M.: 2019). Preisträger des „Furious Vissarion“-Preises in der Nominierung „For kritische Kühnheit“ (2021).

Während der russischen Invasion in der Ukraine initiierte er zusammen mit Dmitry Kuzmin zwei offene Briefe von Dichtern, die die russische Aggression verurteilten, und begann, Gedichte auf Deutsch zu schreiben.

Foto_privat.

Walter Pobaschnig _ 18.4.2022.

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„wolke“ Kathrin Niemela, Lyrikerin _ Give Peace A Chance _ Passau/D 23.4.2022

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wolke

die übermäßig oben war,
nun treibt sie da im amselsang,
gespalten von raketen,
sound für das ende –


das lied, das eben noch lief, geht auf pause
und irgendwann wieder auf play –
hörst du es anders jetzt?
hat es einschusslöcher oder
ist‘s noch dasselbe?

amsel – lied – raketen –

immer schon hat sich die geige
in den bunker geschlichen,
hat was hoffnung geflüstert wie der oktopus,
der sich aus dem einmachglas schält –
immer gab es was, das sich nicht spalten lässt,
gab es den satz, der sich brennt

Kathrin Niemela, 15.4.2022

Kathrin Niemela_Lyrikerin

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Kathrin Niemela_Lyrikerin

Kathrin Niemela

Fotos_Fritz Bielmeier

Walter Pobaschnig _ 15.4.2022.

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„Ich wünsche mir mehr Mittel, vor allem für kleinere Studios und Projekte“ Adam Lukas, Filmkomponist _ Los Angeles/USA 23.4.2022

Lieber Adam, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Lieber Walter, danke für das Interesse.

Ich versuche stets, obwohl das eigentlich gegen die Natur des Jobs spricht, einen normalen “9 to 5” Tag zu haben. Psychohygiene ist mir sehr wichtig, und ich möchte gegen Ende des Tages das Gefühl haben, die Arbeit ist getan und ich nehm nichts mit nach Hause.

Es ist für mich ein großes Privileg, in einem Studioraum zu arbeiten, der 10 Minuten von meiner Wohnung entfernt liegt. Dort komme ich gegen 8.30 an und erledige, während der Kaffee kocht, einige kleinere Dinge – ich antworte auf E-Mails, starte Downloads, plane den Tag, etc. Gegen 9 setze ich mich hin und fange wirklich an zu komponieren. Am Morgen bin am kreativsten, deshalb komponiere ich meistens den ganzen Cue in dieser Zeit. Am Nachmittag produziere und arrangiere ich dann, was ich morgens komponiert habe. Gegen 5/6 evaluiere ich den Fortschritt und meistens um diese Zeit, kommt auch mein Assistent ins Studio und ich gehe mit ihm ein paar Sachen durch, die er dann für den Rest des Abends erledigt, oder für mich vorbereitet für den nächsten Tag.

Zuhause angekommen, habe ich kein einziges musikalisches Instrument – das hilft mir ebenfalls mit der Trennung von Berufs- und Privatleben. Dann gehe ich meinen Hobbies nach, oder treffe mich mit Freunden, bis ich gegen 11/12 dann schlafen geh.

Adam Lukas, Filmkomponist

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Emotionen so gut wie möglich aus den Debatten rauszuhalten. Es braucht eine “Kühlung”, um eine Überhitzung zu vermeiden. Familien, die sich beispielsweise wegen politischen Ungereimtheiten nicht mehr sehen wollen – das stimmt mich richtig traurig. Wir müssen einander zuhören, sowohl dem Onkel, der nicht geimpft ist, als auch der Sophie, die sich während ihres Studiums auch in der Klimabewegung bewegt. Wir haben immer noch mehr gemeinsam, als was uns unterscheidet. Social Media macht das viel schlimmer und beschleunigt diesen Trend, weil man nicht mehr Face-to-Face diskutiert, sondern “pseudo”-anonymisiert mit Fremden auf Facebook streitet, mit Maus und Tastatur.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Musik, der Kunst an sich zu?  

Eine große Herausforderung wird die neue Form von Arbeit werden, und wie wir damit umgehen. Menschen brauchen einen Sinn, sie wollen sich gebraucht fühlen. Mit mehr und mehr Berufen, die durch Automatisierung obsolet werden, wird da ein großes Vakuum entstehen, und wir müssen zusehen, dass diese Entwicklung langsam und überschaubar vor sich geht. Als jemand, der Musik macht, befinde ich mich hier auf einem relativ sicheren Boot, obwohl es schon Artificial Intelligence gibt, die Musik wie die Beatles ausspucken kann.

Besonders während der Pandemie haben sich die Menschen in die Künste geflüchtet, und haben sich mit Musik und Filmen bei Laune gehalten. Doch gerade die Kunst- und Kulturbranche wurde von der Politik im Stich gelassen. Auf einmal war man “non-essential”. Ich wünsche mir mehr Mittel, vor allem für kleinere Studios und Projekte – ob Marvel jetzt 200, oder 250 Millionen für einen Film übrig hat, macht keinen Unterschied- Für einen Indie Film können 5000€ beispielsweise aber einen großen Impact haben.

Was liest Du derzeit?  

Ich lese kaum. Zeit meines Lebens habe ich bestimmt nicht mehr als 20 Bücher gelesen. Die einzige Ausnahme sind Haruki Murakami’s Bücher, die ich alle liebe und sehr gut kenne. “Killing Commendatore” hat mich zuletzt richtig in den Bann gezogen. Ich bin mehr ein audiovisueller Typ und schaue gerne, oder höre Podcast. “Lanz & Precht” höre ich zB jede Woche. Auf diversen Streaming Portalen sehen meine Freundin und ich abends gerne Dokumentationen. Letztens sind wir auf den Geschmack von Lauren Greenfield’s Dokumentation gestoßen. “Thin” und “Generation Wealth” haben uns beide weinend zu den Credit Rolls hinterlassen.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

“Comparison is the thief of Joy” – T. Roosevelt.

Hier dazu ein Musikvideo: h\ps://www.youtube.com/watch?v=JRUjtalz_1k

Vielen Dank für das Interview lieber Adam, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Musikprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!

5 Fragen an Künstler*innen:

Adam Lukas, Filmkomponist

https://www.adam-lukas.com/

Foto_privat.

18.4.2022_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

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„Ohne das Publikum ist man als Künstlerin*er nichts“ Corina Kuhs, Musikerin _ Frauenstein/Kärnten 22.4.2022

Liebe Corina, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

1.) Träume sondieren

2.) Strecken und dehnen

3.) Zähneputzen … hehe Spaßßßß 😉

Also die Arbeit nimmt generell einen sehr großen Platz in meinem Leben ein, da ich selbstständig bin und mein Beruf auch irgendwie meine Berufung ist. Daher ist die Musik maßgeblich bestimmend in meinem Leben. Täglich…

Derzeit arbeite ich neben meinem Soloprojekt auch an verschiedenen Projekten mit verschiedenen Musikern und  weiteres stehen Studioprojekte mit verschiedensten Leuten an. Also viel Probearbeit und nebenbei gebe ich viel Unterricht (Gitarre, Harfe, Flöte usw.).

Aber einen fixen Ablauf hab ich nie…. meinen Leben ist ziemlich unregelmäßig…..

Corina Kuhs, Musikerin

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Durchatmen, durchhalten, ruhig bleiben, Toleranz auf allen Ebenen, lernen, Weiterentwicklung, Altes loslassen, nochmal durchatmen, den Blick nach Innen richten…..nur da kann man wirklich etwas lernen…..

Vor einem Aufbruch werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Musik, der Kunst an sich zu?

Ich lerne erst jetzt immer mehr zu verstehen, was Kunst eigentlich wirklich ist…. erst durch die Abstinenz der Kunst im öffentlichen Raum in der letzten Zeit ist mir bewusst geworden, welche Lebensqualitiät dabei verloren geht….

Musik und Kunst ist so viel mehr als nur ein Lied, schönes Bild oder guter Text…..da offenbart jemand sein Innerstes und berührt dadurch andere Menschen und gibt Ihnen die Möglichkeit sich darin wieder zu finden….Man findet in der Kunst seine eigene Gefühle so ausgedrückt, wie man es selber nie hätte tun können….und es kann uns bis ins Mark treffen….wenn man seine Gefühle ein einem Lied, einem Bild oder einem Text wieder findet, nur so fantastisch schön oder beeindruckend, oder ästhetisch ausgedrückt, dass eine Flut von verschiedensten Gefühlen einem erfasst…..das ist wunderschön…..oft auch heilsam, weil man spürt, dass andere Menschen genauso fühlen….

Kunst ist aber auch gesellschaftliches Zusammentreffen und genussvoller Austausch….

Und ohne das Publikum ist man als Künstler nichts…..nichts….nichts…… denn ohne Resonanz….ist es spirituelle Musik und für das Universum oder meinetwegen für die Götter…..auch Kunstvoll…..aber ich finde es spannend, wenn Kunst emotional greifbar wird….persönlich ….ein Austausch…ich lasse mich gerne von ihr bewegen, erfassen, ergreifen…

Kunst muss ALLES sein dürfen: heilsam, ästhetisch, aber auch abscheckend, brutal, verwirrend, kritisch, provokant, lustig, hässlich, schmerzhaft, emotional, konzeptuell, impulsiv, still, laut, schrill, traurig, geordnet, chaotisch…..

Was liest Du derzeit?

„Omama“ von Lisa Eckhard 😉

und eine Biographie von Hans Holbein.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

„Ein Mensch kann niemals Tier werden, er stürzt am Tier vorbei in den Abgrund“

Marlen Haushofer

Corina Kuhs, Musikerin

Vielen Dank für das Interview liebe Corina, viel Freude und Erfolg für Deine großartigen Musikprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!

5 Fragen an Künstler*innen:

Corina Kuhs, Musikerin

https://www.corinakuhs.at/

Fotos_1 Mario Kuhs; 2-5 Eva Asaad.

14.11.2021_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

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„Govorim / rede zeit“ Dragica Rajcic Holzner, Schriftstellerin _Give Peace A Chance _ Zürich 22.4.2022

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Govorim

Ima

Vremena

Evo

A

Papier

Erodira

 Alfabet

Crni

Egzil

Amenuje

Crvenu

Hostiju

A,

Naći

Crveno znači

Ekzodus neće biti zadnja riječ

Dragica Rajčić Holzner, 31.3.2022 _Kroatisch

 rede

 zeit

gibt es

Papier

erodiert

 Alphabet

Schwarz

Exil

kreuzigt

rote

Hostie

rot

finden

bedeutet

Exodus wird nicht das letzte Wort sein

Dragica Rajčić Holzner, 31.3.2022 Deutsch

Dragica Rajčić Holzner _ Schriftstellerin

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Dragica Rajčić Holzner _ Schriftstellerin

HOME | dragica-rajcic (dragicarajcic.ch)

Foto_Florian Bachmann.

Walter Pobaschnig _ 31.3.2022.

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„Geben“ Tanja Paar, Schriftstellerin _ Give Peace A Chance _ Wien 22.4.2022

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Geben

Im

Vertrauen auf

Einen



Pakt, der länger hält als

Einen Tag, der sich neigt.

Aber wer wagte es zu widersprechen, sähen wir nicht

Chancen auf ein Einlenken,

Einen anderen Plan



Anderen Abschluss am Verhandlungstisch, an dem


Chimären hocken.

Hätten

Alle

Nicht die

Chuzpe

Ein Ende abzusehen.


Tanja Paar, 19.4.2022

Tanja Paar, Schriftstellerin

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Tanja Paar, Schriftstellerin

www.tanjapaar.at

Foto_Pamela Rußmann

Walter Pobaschnig _ 19.4.2022.

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