Rücksicht lernen. Die Aufmerksamkeit auf unsere Begegnungen lenken. Wir müssen mit dieser ständigen Ablenkung Smartphone/Smartwatch umzugehen lernen. Ich bemerke in letzter Zeit, dass bei vielen Gesprächspartnern, eine ungestörtere Konversation nicht mehr möglich ist. Lassen wir uns aufeinander ein – oder sollen wir doch alle zu Einzelkämpfer verkommen?
Die Gier und den Neid benennen und beherrschen lernen.
Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei dem Theater/Schauspiel, der Kunst an sich zu?
Ich bin mir nicht sicher. Viele Zuschauer*Innen entlarven rasch moralisierende Botschaften und einige gehen in eine Abwehrhaltung. Die Aufgabe der Kunst und insbesondere des Theaters ist meiner Meinung, dass ein Safer Space geschaffen wird, wo sich jede*r öffnen kann und will, und hier die Botschaften vorsichtig und mit viel Zärtlichkeit transportiert werden. Das ist eine echte Herausforderung.
Was liest Du derzeit?
Stefan Franzobel, Das Floß der Medusa
Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?
Epikur: Wem genug zu wenig ist, dem ist nichts genug
Vielen Dank für das Interview, lieber Christoph, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Theaterprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!
5 Fragen an Künstler:innen:
Christoph Sautter, Schauspieler
Fotos_Szenenfotos _“Spiel`s nochmal Sam“ theaterprivat Nov 23/Wien _ Walter Pobaschnig
Lieber Fritz Hendrick Melle, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?
Ich stehe um 6Uhr auf, meditiere 1h, mache mir Tee, mache Sport. Beim Frühstück verschaffe ich mir einen Überblick übers Weltgeschehen, danach versuche ich es zu vergessen; Bürozeit bis 17:00Uhr, Lebensunterhalt& Administration, abends Zeit mit Gattin, Freunden und Katzen; wenn ich gerade in einer Schreibphase bin, dann steht Schreiben im Mittelpunkt …
Fritz Hendrick Melle, Schriftsteller
Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?
Wir sollten gelassen bleiben; wir sollten sehr genau darüber nachdenken, wer wir sein wollen und wie wir leben wollen – als Einzelner und als Gesellschaft; verteidigen wir die Werte der Aufklärung oder wenden wir uns für kurzfristigen Applaus wieder dem Tribalismus oder der Verlockung der Irrationalität zu?
Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?
Wenn die Literatur nicht mehr in der Lage oder Willens ist, über Grenzen zu gehen, das Ungedachte zu denken und die Gegenwart gegen das Licht der Ewigkeit zu halten, dann wird den Job in Zukunft jede mittelprächtige KI übernehmen können!
Was liest Du derzeit?
Die Kommentare von Taisen Deshumaru-Rōshi zum Hannya Shingyō
Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?
… wer einmal der Angst als Triebkraft verfallen war, der wurde sie nicht mehr los, wusste Hagen, denn die Angst hat immer recht – wir sind ohne Antwort auf dieser Welt und am Ende sind wir tot. Wir haben nur den Glauben an uns.
Vielen Dank für das Interview, lieber Fritz Hendrick, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literaturprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!
5 Fragen an Künstler*innen:
Fritz Hendrick Melle, Schriftsteller
Zur Person _ Fritz Hendrick Melle, 1960 in Karl-Marx-Stadt geboren, Ausbildung zum Papiermacher mit Abitur, Heizer, Friedhofsarbeiter, Studium Theologie in Naumburg und Kommunikation an der HdK in Berlin/W. Texter, Creative Direktor, Unternehmer. Roman: Richtiges Leben, 1990; Die Amazone vom Kollwitzplatz, 2014; Wurst, 2018; Stadt ohne Götter, 2022.
Melle hat zwei erwachsene Töchter und lebt mit seiner Frau in Berlin
Liebe Gunda Hagmüller, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?
Ehrlich gesagt fühle ich mich durch festgelegte Abläufe oft eingeschränkt. An meiner Selbstständigkeit genieße ich es daher sehr, meinen Tag spontan gestalten zu können.
Da ich mehrere Standbeine habe und neben meiner Tätigkeit als Musikerin auch noch Körper- und Energiearbeiterin bin, verlaufen meine Tage sehr unterschiedlich.
Ich lasse mich hier meistens von der Freude leiten. Denn wenn ich mich zum Üben zwingen muss, dann verspanne ich mich meiner Erfahrung nach mehr als dass ich konstruktiv übe. Qualität vor Quantität ist hier meine Devise.
Gunda Hagmüller, Violinistin
Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?
Wir dürfen uns selbst erlauben, glücklich zu sein und unser Leben aktiv positiv zu gestalten!
Unsere Gedanken erschaffen unsere Realität – daher ist es so wichtig, dass wir uns den schönen Dingen zuwenden, anstatt uns immer von den Dramen aus den Medien mitreißen und runterziehen zu lassen.
Es liegt in der Verantwortung jedes einzelnen von uns, einen inneren Gegenpol zu Krieg und Zerstörung zu bilden. Denn wenn wir Harmonie, Freude und Frieden ausstrahlen, lösen wir damit einen Ripple-Effekt aus wie der vielzitierte Schmetterling mit seinem Flügelschlag.
Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Musik, der Kunst an sich zu?
Wir leben in einer Welt, die sehr vom Verstand dominiert wird. Die Musik ist ein wunderbares Instrument, um auf sehr direkte Weise das Herz anzusprechen und zu öffnen. Musik mit ihren harmonischen Schwingungen kann sehr tröstlich und heilsam sein.
Wiener Originalklang-Ensemble dolce risonanza _ dolce risonanza Gunda Hagmüller, verstümmte Violin, Florian Wieninger, Basso di Viola a sei cordeAnton Holzapfel, Organo di legno
Mo, 18. Dezember 2023, 18:30 Uhr _ Hofburgkapelle Wien
Gaudii Mysteria: Die Mysterien-Sonaten des Heinrich Ignaz Franz Biber
Möglichst originalgetreue Instrumente, historische Spielweisen und das intensive Studium der Quellen sind die Basis des Wiener Originalklang-Ensemble dolce risonanza. Bei ihrem Konzert in der Hofburgkapelle präsentieren sie den Sonatenzyklus über die Mysterien des Heiligen Rosenkranzes von Heinrich Ignaz Franz Biber, der als einer der Höhepunkte der Barockmusik gilt. In 15 verschiedene Stimmungen gebracht, versetzt die hochvirtuose Musik der Violine die Zuhörerinnen und Zuhörer in eine mystische Stimmung. Die Betrachtungen über die Geheimnisse des Rosenkranzes werden, gemeinsam mit den Lesungen der entsprechenden Texte aus den Evangelien, zu einem einmaligen, besinnlichen Hörerlebnis.
Ein für mich sehr wichtiges Buch, in dem Wissenschaft und Spiritualität auf geniale Weise verschmelzen, ist „Das Nullpunkt-Feld“ von Lynne McTaggart.
Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?
Nachdem ich mich nicht entscheiden konnte, hier 2 kurze Zitate von Albert Einstein:
„Lernen ist Erfahrung. Alles andere ist einfach nur Information.“
„Die wichtigste Erkenntnis meines Lebens ist die, dass wir in einem liebenden Universum leben.“
Vielen Dank für das Interview, liebe Gunda Hagmüller, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Musikprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!
5 Fragen an Künstler*innen:Gunda Hagmüller, Violinistin
Zur Person _ Gunda Hagmüller, geboren in Steyr, mit acht Jahren erster Violinunterricht. Nach der Matura Studium der Musik- und Theaterwissenschaften (Abschluss mit Auszeichnung 2001) und seit 1995 Studium der Barockvioline bei Susanne Scholz und in Graz bei Dario Luisi (mit Auszeichnung abgeschlossen 2002). Meisterkurse u.a. bei Sigiswald Kuijken, Enrico Gatti, François Fernandez und William Christie.
Mitwirkung u.a. bei der Capella Musicae Graz und Gründung eigener Ensembles wie le corde cantanti und A la Maresienne. Auftritte u.a. bei den Festwochen der Alten Musik Innsbruck, der Styriarte und den Echi lontani (Sardinien). Im Jahr 2000 solistische Mitwirkung bei der Gesamteinspielung von Vivaldis „La Stravaganza“ mit dem Orchestra barocca G.B. Tiepolo. Liveauftritte in Ö1 und RAI 3.
Gunda Hagmüller praktiziert auf der Violine die sogenannte „freie“ Technik ohne Zuziehung des Kinns. Musik des 17. Jahrhunderts spielt sie auf dem Nachbau eines Modells von Andrea Amati aus der Mitte des 16. Jhdts (Federico Lowenberger, Genova 1987), für spätbarocke und klassische Musik steht ihr ein Instrument von Johann Georg Helmer aus dem Jahr 1760 zur Verfügung.
Derzeitiger Wohnort: Wien
Konzerttermine:
Konzerte von dolce risonanza in der HOFBURGKAPELLE Wien
Mo, 18. Dezember 2023, 18:30 Uhr
Gaudii Mysteria: Die Mysterien-Sonaten des Heinrich Ignaz Franz Biber
Möglichst originalgetreue Instrumente, historische Spielweisen und das intensive Studium der Quellen sind die Basis des Wiener Originalklang-Ensemble dolce risonanza. Bei ihrem Konzert in der Hofburgkapelle präsentieren sie den Sonatenzyklus über die Mysterien des Heiligen Rosenkranzes von Heinrich Ignaz Franz Biber, der als einer der Höhepunkte der Barockmusik gilt. In 15 verschiedene Stimmungen gebracht, versetzt die hochvirtuose Musik der Violine die Zuhörerinnen und Zuhörer in eine mystische Stimmung. Die Betrachtungen über die Geheimnisse des Rosenkranzes werden, gemeinsam mit den Lesungen der entsprechenden Texte aus den Evangelien, zu einem einmaligen, besinnlichen Hörerlebnis.
Eintritt und Reservierung: Tickets erhalten Sie in zwei Preiskategorien (Kategorie 1: € 25,-, Kategorie 2: € 20,-). Reservierungen werden unter office@hofmusikkapelle.gv.at entgegengenommen oder sind über den Online-Kartenverkauf verfügbar.
dolce risonanza Gunda Hagmüller, verstümmte Violin Florian Wieninger, Basso di Viola a sei cordeAnton Holzapfel, Organo di legno Webseite: https://www.dolcerisonanza.at/
Annett Krendlesberger ist eine einzigartig begabte wie mutige Sprachkünstlerin, die in unglaublich faszinierender, spannender Weise Kunst-Wort-Raum-Traum-Zeit miteinander spielen, einander erfahren und wirken lässt.
Im vorliegenden Buch kommt es ausgehend von Kunstwerken des Belvedere Wien zu einer unvergleichlichen Entdeckungsreise zu Leben und Tod, Traum und Erinnerung, Sinn und Zeit.
Bildimpulse wie Traumbilder lassen eine Betrachtung, Begegnung oszillieren, zu der das Leben, das Schreiben, die Liebe in ihren bunten Wirklichkeiten in Beziehung gesetzt und reflektiert werden. Dabei gibt es keine Grenzen. Es geht ganz tief hinein an Ursprungspunkte unserer Existenz, deren Überraschungen und Geheimnisse. Auf diesem Weg öffnen Erfahrungen, Erinnerungen, Überlegungen im Zusammenhang mit der Wirkkraft von Kunst und Traum, Realität und Phantasie, die Sprache in aller Form- und Sinnkraft.
Das Bild des Traumes, das Bild in der Galerie, Bilder des Lebens führen im Schreiben immer wieder zum Menschsein und dessen Leichtigkeit und Schwere zurück wie nach vor zu unbekannten Horizonten.
„…Kein Du tritt auf.
Im Dunkeln tappen
Kein Du.
Wie lange noch.“
Überhaupt sei alles eine Frage
Das „DALIEGENDE. UNBEWEGT“ begeistert in seinem Sprachspiel in Aufmerksamkeit, Präzision, Witz und vielseitigem Impuls, der sofort überspringt und weiterlesen, weitererfahren, weiterdenken lässt – danke für dieses Sprach-, Kunst-, Lebensgeschenk!
„Annett Krendlesberger ist eine der faszinierendsten literarischen Stimmen der Zeit!“
Lieber Jill Marc Münstermann, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?
Aufstehen, Fertigmachen, Frühstück für die Kinder machen, damit diese zur satt zur Schule kommen und im Anschluss widme ich mich meiner vielseitigen Tätigkeit als Verleger, Autor und Selfpublishing-Coach. Als Ausgleich zum PC-lastigen Job gehe ich alle zwei Tage joggen.
Jill Marc Münstermann, Autor und Verleger
Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?
Ich bin kein Freund von Pauschalisierungen, daher fällt mir eine Antwort auf diese Frage schwer. Wenn aber jede und jeder in seinem/ihrem Einflussbereich auf andere Menschen achtet, kommen wir bereits ein großes Stück weiter.
Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?
Stehen wir vor einem Aufbruch oder Neubeginn? Ich bin mir da nicht sicher.
Was liest Du derzeit?
Das sehr kontroverse „Der Untergang des Abendlandes“ von Oswald Spengler.
Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?
„Mit dem Wissen wächst der Zweifel“ von Goethe.
Vielen Dank für das Interview, lieber Jill Marc, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literatur-, Verlagsprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!
5 Fragen an Künstler*innen:
Jill Marc Münstermann, Autor und Verleger
Zur Person _ Jill Marc Münstermann, Jahrgang 1988, leidenschaftlicher Autor; hat nach sechs Jahren bei der Bundeswehr eine kaufmännische Lehre abgeschlossen und seinen Bachelor in International Business gemacht. Nach einigen Jahren im Verkaufsteam einer großen Bank, leitete er das Callcenter des ärztlichen Bereitschaftsdienstes in Nordrhein-Westfalen.
Von 2014 bis 2017 schrieb er nebenher für vier verschiedenen Verlage.
Seit 2018 betreibt er seinen eigenen Verlag, den er zu einem erfolgreichen Unternehmen ausgebaut hat. Zudem unterstützt Jill Selfpublisher und Kleinverlage dabei, ihre Bücher erfolgreich zu vermarkten.
Es ist ein Neuanfang für Richard in der Kleinstadt Ballantyne. Schwierig ist es. Vor allem auch neue Freunde zu finden…
Er lernt Tom kennen und die Natur wird zum Abenteuerspielplatz. Es ist Frühjahr und der Fluss ist ein Anziehungspunkt. Richard beeindruckt Tom mit einer Luke-Skywalker-Figur, die er in das reißende Wasser wirft, um zu sehen, was passiert dann mit dem Sternenkrieger und überhaupt.
Die Figur versinkt…
Und dann passiert das Schreckliche. Tom ist nicht mehr zu sehen. Ist er wie Luke am Grund des Wassers? Verzweifelt sucht Richard nach ihm…
Erfolglos.
Doch nun beginnen sich dunkle Geheimnisse zu öffnen…im reißenden Wasser von Gegenwart und Vergangenheit in Ballantyne…
Bestsellerautor Jo Nesbø legt mit seinem neuen Roman wieder eine spannende, abgründige Reise zu Mensch, Ort und Zeit vor, die von Beginn an packt und fesselt. Ein Leseereignis!
Das Nachthaus, Jo Nesbø. Roman. Ullstein Verlag.
Verlag _Ullstein Hardcover
Einbandart _Hardcover mit Schutzumschlag
Seitenanzahl _288 Seiten
Originaltitel _Natthuset
Übersetzung _Aus dem Norwegischen von Günther Frauenlob
Lieber Fritz Aigner, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?
Wenn ich auf Dreharbeiten bin oder meine Tochter bei mir ist, dann stehe ich auf und frühstücke sofort. Ansonsten hab’ ich da gar keine Lust drauf meistens.
Einen typischen Tagesablauf kenne ich gar nicht, und da bin ich sehr dankbar dafür, dass jeder Tag anders ist. Das ist auch das Schöne am Dasein als Filmemacher – die stete Abwechslung!
Fritz Aigner, Filmemacher
Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?
Empathisch bleiben bzw. werden. Die Welt nicht in Schwarz-Weiß-Kategorien denken. Ach, wenn es nur so einfach wäre, in Gut und Böse einzuteilen!
Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei dem Film, der Kunst an sich zu?
Ist das so? Aufbruch, Neubeginn? Da schwingt soviel Optimismus mit, für mich sind das in unserem Diskurs eher Worthülsen.
Ich sehe in erster Linie, dass die Zeit einfach vergeht, wie sie das immer tut. Und der Mensch bleibt dabei, auf Gewalt in all ihren Spielarten zu setzen. Auf sie zu verzichten – das wäre ein Aufbruch, ein Neubeginn.
Ich würde dem Film, der Kunst, gar keine Rolle zuschreiben. Sie ist einfach. Sie entsteht, weil Mensch ein Schaffensbedürfnis hat.
Was liest Du derzeit?
„Ritual & Verführung. Schaulust, Spektakel & Sinnlichkeit im Film“ vom hochgeschätzten deutschen Filmwissenschaftler Marcus Stiglegger.
Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?
„Ich will dem Zuschauer keine Lösung geben. Weil er dann schlagartig aufhört zu denken.“ (Michael Haneke)
Vielen Dank für das Interview, lieber Fritz, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Film-, Kunstprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!
Fritz Aigner, Filmemacher
5 Fragen an Künstler*innen:
Fritz Aigner, Filmemacher
Zur Person _Fritz Aigner, Filmemacher
geboren 1981, Studium der Germanistik/Filmwissenschaft, arbeitet seit 2003 als freischaffender Filmemacher vorwiegend im Bereich des Dokumentarfilms für TV-Stationen, aber auch im Independent-Kino.
Filmographie (Auswahl): Meine jüdische Familie (TV-Doku 2023), Chamäleons (Kino-Doku 2021), Traumschlösser & Ritterburgen (TV-Doku-Reihe 2019 – 2023), Lassing – Die ganze Geschichte (TV-Doku 2018), The Morgenstern & Boyd Trilogy (Kino-Spielfilm 2017),…
Sabine Dengscherz, Schriftstellerin und Wissenschaftlerin
Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:
Sabine Dengscherz, Schriftstellerin und Wissenschaftlerin
Zur Person_Sabine Dengscherz, geb. Selzer, *1973 in Grieskirchen (OÖ), Schriftstellerin (Lyrik und Prosa), Wissenschaftlerin und Journalistin. Studium der Germanistik, Kommunikationswissenschaft und Hungarologie an der Universität Wien. Doktorat 2005, Habilitation 2019 am Zentrum für Translationswissenschaft. Unterricht an Universitäten in Ungarn, Russland, Österreich, Deutschland und Indonesien.
Seit 2016 Mitglied der GAV. Literarische Publikationen in Zeitschriften und Anthologien (v.a. im Fröhlichen Wohnzimmer). Lebt in Wien und Dénesfa.
Jede Jahreszeit hat ihre besonderen Qualitäten, Genüsse wie Geheimnisse und lädt dazu ein, die Fülle des Lebens zu erfahren und anzunehmen. Die Natur bietet hier sehr vieles für Leib und Seele. Obst, zu allen Tageszeiten, ein Aktivitäts- und Gesundbrunnen, ist dies auch in vielfältiger Form.
Liköre und Schnäpse, hergestellt mit besten Früchten im Erntekreislauf, sind eine Form des Zelebrierens besonderer Lebensmomente in Gemeinschaft oder persönlicher Stille an langen ruhigen Winterabenden wie in den folgenden Monaten des Frühlings, Sommer, Herbstes in ihrem je eigenen Rhythmus der Natur.
Das vorliegende Buch zu Likören/Schnäpsen bietet in wunderbarer Aufbereitung in Wort und Bild einen Überblick über die Fülle der Sorten wie den Möglichkeiten der Herstellung mit einfachen Mittel. Die Rezeptanleitungen sind Bestens aufbereitet und leiten hervorragend an.
Es ist aber auch ein Buch, um sich etwa über die stilvolle Präsentation in Gläsern, Karaffen zu informieren und da so manche Anregung mitzunehmen.
„Ein Buch als vielfältiger Sinnesschmaus zu allen Jahreszeiten!“
Lieber Rolf Blessing, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?
Der Wochentag beginnt mit einem ungestörten Zeitungs- und Radiofrühstück, dem eine Zeit im Büro folgt, wo ich Korrespondenz pflege, über Nacht entstandene Ideen verarbeite, an Korrekturen arbeite, Telefonate erledige, recherchiere.
Zum Abschluss des „Morgenbüro’s“ schaue ich sehr gerne in die digitalen Tageszeitungen dieser Welt (Times, Monde, Pais, Sydney Morning usw), um mir ein internationales Bild zu verschaffen.
Es folgen Spaziergänge, Einkäufe und div. Erledigungen. Nachmittags schließt sich im Sommer Gartenarbeit an, im Winter dem Wetter entsprechende Aktivitäten (Malen, Bildhauern, Schreiben usw.).
Die Abendstunden gehören der Muße.
Rolf Blessing, Schriftsteller
Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?
Die Zeiten nehmen eine gefährliche Struktur an, die verlangt, zu polarisieren. Davor sollten wir uns hüten.
Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?
Literatur und Kunst waren schon immer – da, wo sie frei waren, – sowohl ein Spiegel/Dokument ihrer Zeit als auch Vorläufer von Aufbruch und Neubeginn. Letztlich haben beide nun die Chance, etwas zu verändern, und zwar im Sinne einer humanitäreren Welt.
Was liest Du derzeit?
Chaim Soutine – Gegen den Strom
von Susanne Gaensheimer und Susanne Meyer-Büser (eine Biographie über den heute nahezu unbekannten, aber zu seiner Zeit einer sehr breiten Öffentlichkeit bekannten französisch / polnisch/ jüdischen Maler)
Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?
„den Pfeil in der Ferse
den Speer im Rücken
Ruhm auf ewig
hätten die Helden
dieser Welt
auf andere gehört
was wäre
aus ihnen geworden“
aus „Helden“ (War ich bisher ein Drachentöter – Gedichtband Rolf Blessing)
Vielen Dank für das Interview, lieber Rolf, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literatur-, Kunstprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!
5 Fragen an Künstler*innen:
Rolf Blessing, Schriftsteller
Zur Person _ Rolf Blessing, Jahrgang 1957, studierte Verwaltungswissenschaften in Duisburg und Betriebswirtschaft in Bochum, lebt in Mülheim an der Ruhr, Autor mit dem Schwerpunkt Lyrik, veröffentlicht sind bisher 7 Gedichtbände, 1 Erzählband, 1 Roman, 1 Kinderbuch, vertreten in zahlreichen Anthologien auch im deutschsprachigen Ausland.