„offen für Neues zu sein und Kreativität zu leben“ Hannah Lena Rebel, Komponistin _ Wien 14.2.2024

Liebe Hannah Lena Rebel, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Ich stehe frühmorgens mit einem Lächeln auf und freue mich auf den neuen Tag. Dann denke ich mir ab und zu ein Lied aus, das mit dem gleichen Grundton wie meine Kaffeemaschine beginnt und drücke dann im richtigen Rhythmus den Knopf.

Entweder beginne ich gleich danach, an meinen Kompositionen und Projekten weiterzuarbeiten, oder ich mache mich auf den Weg zur MDW (Universität für Musik und Darstellende Kunst Wien), wo ich im letzten Semester Medienkomposition mit Filmmusik-Schwerpunkt studiere. Ich besuche spannende Seminare, habe Einzelunterricht oder arbeite in Kleingruppen in Studios an verschiedensten Kompositionen, die auch beispielsweise gemischt und gemastert werden oder für Kurzfilme und Werbungen geschrieben und produziert wurden.

Anschließend bin ich an einem der Nachmittage als Musiklehrerin in einer Volksschule tätig, in der ich mit mehreren Klassen kleine Musicals und Kinderopern aufführe. Manchmal meine eigenen.

Wenn es draußen nicht zu kalt ist und ich gerade die Zeit habe, gehe ich gern zu Fuß nach Hause, was etwas länger als zwei Stunden dauert und mich durch die Eintönigkeit und Einfachkeit des Gehens oft auf neue Ideen bringt.

Zu Hause arbeite ich dann an Kompositionen und Projekten weiter, und wenn ich nicht gerade andere Verpflichtungen habe oder unterwegs bin, komponiere und produziere ich gern bis spät in die Nacht, weil die Musik einfach mein Ein und Alles ist. Mein allerschönstes und aufregendstes Projekt zurzeit ist eine Orchesterkomposition für das Red Bull Media House, die vom Webern Symphony Orchestra gespielt und in zwei Wochen in der Synchron Stage aufgenommen werden wird.

Nebenbei arbeite ich auch immer wieder an eigenen Büchern, die von der Slovakischen Illustratorin Petra Štefanková illustriert werden. 

Ich habe auch regelmäßige Zoom-Meetings mit einigen Organisationen, beispielsweise mit dem Advisory Board der Royal Society of Arts, in dem ich bin, oder mit der International Society for Philosophical Enquiry (ISPE), die einige meiner Texte publiziert hat. Ich spiele außerdem sehr gerne Klavier und improvisiere oder übe für ein paar Auftritte, beispielsweise für das Fellow Festival der Royal Society of Arts in London am 2. März oder einen kleineren, eigenen Auftritt in der Blauen Galerie in Wien am 13. April (es gibt übrigens noch Tickets!).

Hannah Lena Rebel ist Komponistin, Filmmusikkomponistin, Choreographin, Lehrerin und Autorin und lebt in Wien.

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Es ist besonders wichtig, offen für Neues zu sein und Kreativität zu leben, in welcher Art und Form auch immer. Die Künste sind enger miteinander verwoben, als man denkt und ein wunderbarer Weg, seine eigene Welt zu erschaffen und sich auszudrücken.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Kunst an sich zu?

Die Kunstszene verändert sich stetig, und unsere Aufgabe ist es, sie als Herausforderung anstatt als Hindernis zu sehen. Ich bin auch der Meinung, dass wir die künstliche Intelligenz als Werkzeug und nicht als Feind sehen sollten.

Die Welt war schon immer im Wandel und sie ist es auch jetzt. Persönlich sollten wir uns die Frage stellen, worauf es denn wirklich im Leben ankommt und wer wir eigentlich sind. So können sich die Sichtweisen und Perspektiven verschieben und sich unsere Wahrnehmung auf das lenken, was für unser Da-Sein wirklich relevant ist.

Was liest Du derzeit?

Ich lese derzeit das Buch ,,How to make it in the New Music Business“ von Ari Herstand, was eine unglaubliche Bereicherung ist, da es aus dem echten Leben von Real Life Experiences in der Musikindustrie berichtet.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

,,Wo die Sprache aufhört, fängt die Musik an.“

~ E. T. A. Hoffmann

Vielen Dank für das Interview, liebe Hannah, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Musik-, Literatur-, Kunstprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen:

Hannah Lena Rebel _ Komponistin, Filmmusikkomponistin, Choreographin, Lehrerin und Autorin

Zur Person _ Hannah Lena Rebel ist Komponistin, Filmmusikkomponistin, Choreographin, Lehrerin und Autorin und lebt in Wien.

Sie studierte nach ihrer professionellen Ballettausbildung an der Ballettakademie der Wiener Staatsoper und nach ihrem Tanzstudium an der Musik und Kunst Privatuniversität zuerst Komposition und Dirigieren am Prayner Konservatorium und anschließend Komposition mit Schwerpunkt Filmmusik an der Universität für Musik und Darstellende Kunst in Wien bei Univ.-Prof. Walter Werzowa. 

Sie komponiert und produziert zurzeit ein Orchesterwerk für das RedBull Media House.

Sie ist Mitglied etlicher High-IQ-Societies wie Mensa International oder ISPE und Autorin mehrerer Bücher. Seit 2023 ist sie außerdem Fellow der Royal Society of Arts und Teil des Young Fellows Advisory Board der RSA sowie ein junges Mitglied der Recording Academy, ein GRAMMY U Member.

Weitere Informationen zu Hannah unter:

https://linktr.ee/hannah.lena.rebel

Kommende Veranstaltung mit und von Hannah Lena Rebel _ Konzert&Buchpräsentation

Foto_ privat

Walter Pobaschnig _ 10.2.2024

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„Pretty Kitty und die Frauen der Rothschilds“ Roman Sandgruber. Molden Verlag.

Schon beim Ansehen des Covers und dem Öffnen, ersten Blättern im Buch umgibt in Farblithografien der Mode, des Styles um 1920 der Zauber der „goldenen Zwanziger Jahre“. Dieses ganz besondere Layout, Design des so innovativen österreichischen Molden Verlages führt wunderbar zum Thema des Buches, welches zum Wissenschaftsbuchpreis 2024 nominiert ist.

Das Buch des emeritierten Professors für Wirtschafts- und Sozialgeschichte wie  renommierten Autors, Roman Sandgruber, stellt das Leben von Katherine „Kitty“ Rothschild, Aline Ringhoffer, Hilda Auersperg-Rothschild und Valentine Rothschild-Springer und deren vielseitiges Wirken in den zahlreichen gesellschaftskulturellen Bezügen in den Mittelpunkt. So entsteht ein begeisternder Kosmos in Wort und Bild – viele besondere familiengeschichtliche Details und sehr bemerkenswerte Portraits, Fotos der Zeit – schillernder wie dramatischer, tragischer Rothschild-Frauenbiographien im Glanz und Sturm einer der einflussreichsten bürgerlichen Dynastien Europas im 20.Jahrhundert.  

Den Autor zeichnen umfangreiche Recherchen, Detailkenntnis und deren Konzeption in spannender narrativer Form aus. Leserin und Leser können begeisternd in die Welt vor 100 Jahren eintauchen und dabei so manche Parallelen zur Gegenwart erkennen.

Vom Glanz der 1920er Jahren führt der Weg in die Dramatik, das Dunkel der Folgejahrzehnte, in denen sich ganz neue Herausforderungen für die Frauenpersönlichkeiten und die Familie Rothschild stellen. Sandgruber folgt auch diesen dramatischen Spuren und gibt so ein eindrückliches Frauen-, Familien- und Zeitbild einer Epoche wieder.

„Eine Dynastie in Glanz, Selbstbewusstsein, Dramatik und Mut“

Pretty Kitty und die Frauen der Rothschilds“ Roman Sandgruber. Molden Verlag.

304 Seiten

Hardcover mit SU, 15,5 x 22,5 cm

ISBN 978-3-222-15100-2

ET 05. Oktober 2023

€ 35,00

Roman Sandgruber, Autor

€ 29,99

E-Book – EPUB

0 x 0 cm; 304 Seiten

ISBN 978-3-99040-744-8


€ 29,99

E-Book – Kindle

0 x 0 cm; 304 Seiten

ISBN 978-3-99040-745-5

Walter Pobaschnig  2/24

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„Kunst braucht Mut und Zuversicht und sollte diese auch transportieren“ Johannes Herwig, Schriftsteller _ Leipzig 13.2.2024

Lieber Johannes Herwig, herzliche Gratulation zum Anna-Seghers-Preis 2024 und danke für die Bereitschaft zum „5 Fragen Interview“!

Wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Viel zu früh aufstehen, Kinder versorgen, Schreiben, Kinder versorgen, viel zu spät schlafen. Dazwischen Lesungen, Schreibwerkstätten, Konzerte, Kneipe. Gelegentlich Sport. Insgesamt bin ich ein recht zielstrebiger Mensch, habe aber phasenweise einen Hang zur Prokrastination.

Johannes Herwig, Schriftsteller

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Mut und Zuversicht. Es ist die Angst, die das Gute lähmt und das Schlechte groß macht. Mehr lachen. Fröhlicher sein. Zwänge und Neid ablegen. Nicht ständig nach dem schielen, was die anderen vielleicht mehr haben oder besser können. Sich selbst nicht so ernst nehmen. Sich selbst nicht so wichtig nehmen, aber trotzdem auf sich vertrauen. Solidarisch sein! Vorwärts gehen!

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?

Hier müsste ich genauer wissen, auf welchen Aufbruch und Neubeginn sich die Frage bezieht. Letztlich ist die Literatur und die Kunst generell immer wichtig für die Weltbewältigung, für das sich in Beziehung setzen, sich spiegeln (lassen), das sich vergleichen. Der Mensch ist ein soziales Wesen und braucht die Kunst, um sich auszudrücken, Perspektiven zu öffnen und sich selbst zu verstehen. Dazu gehört sicher auch mal Herausforderung und Provokation. Insofern siehe oben: Kunst braucht Mut und Zuversicht und sollte diese auch transportieren.

Was liest Du derzeit?

Immer viel zu viel gleichzeitig! „Das siebte Kreuz“ von Anna Seghers (Klischee erfüllt), „Die jungen Rebellen“ von Sándor Márai, „Die Abendröte im Westen“ von Cormac McCarthy und noch so einiges mehr. Ich bin aber wirklich kein krass intellektueller Typ, der jeden Abend vier Stunden in seinem Ohrensessel sitzt, schmökert und tiefsinnig ist. Ich spiele auch manchmal einfach nur Computer.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Some people never go crazy. What truly horrible lives they must lead. (Charles Bukowski)

Vielen Dank für das Interview, lieber Johannes, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literaturprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

Johannes Herwig, Schriftsteller

5 Fragen an Künstler*innen:

Johannes Herwig, Schriftsteller

Zur Person _   Johannes Herwig, in Leipzig-Connewitz geboren und groß geworden, erlebte die Nachwendezeit als Punk. Er studierte Soziologie und Psychologie, war viele Jahre selbständig im Kulturbereich tätig und Mitbegründer der Filmgalerie Phase IV in Dresden. Seit 2013 widmet er sich endlich seinem lang gehegten Traum, Bücher zu schreiben. Für seinen ersten Roman „Bis die Sterne zittern“ war er für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert und gewann den Paul-Maar-Preis für junge Talente. Seine Bücher sind im Gerstenberg Verlag erschienen.

Bücher: Bis die Sterne zittern (2017), Scherbenhelden (2020), Halber Löwe (2023)

ausgezeichnet mit dem Paul-Maar-Preis der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur 2017

nominiert für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2018

ausgezeichnet mit dem Anna-Seghers-Preis 2024

https://anna-seghers.de/

Fotos_  © @opere.in.chiaroscuro.

Walter Pobaschnig _ 7.2.2024

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„Gerechtigkeit“ Andreas Lindenbauer, Musiker _ Give Peace A Chance _ Wien 13.2.2024

GIVE PEACE A CHANCE

Gerechtigkeit

Interesse

Vielfältigkeit

Engagement



People

Erinnern

Akzeptanz

Courage

Empathie



Aufmerksamkeit



Charisma

Hoffnung

Aura

Noel Yasmo und die Klangkantine

Charme

Energie



Andreas Lindenbauer, 12.2.2024

Andreas Lindenbauer, Musiker

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Andreas Lindenbauer, Musiker

Zur Person _  Andreas Lindenbauer, Wien
1972 geboren in Grieskirchen
1979-1991 Volksschule, Hauptschule und BORG in Grieskirchen
1977-1988 Blockflöte, Akkordeon und Klarinette in der Landesmusikschule
Grieskirchen
1988-1990 Vorbereitungsstudium Akkordeon am Anton Bruckner Konservatorium
in Linz
1990 1. Preis für Klarinette beim W.A.Mozart-Wettbewerb
1992-1998 Konzertfachstudium Klarinette an der Universität für Musik und
darstellende Kunst in Wien
1995-1998 Lehrer für Klarinette am BORG-Grieskirchen und im
Musikschulverband Niederösterreich
1996-1999 Engagement als Klarinettist im Kurorchester Bad Hofgastein und
Kurorchester Bad Schallerbach
1999-2008 Vertragsbediensteter beim BMLV als Klarinettist bei der Garde Musik
Wien
2008-heute Freischaffender Musiker bei Wiener Opernball Orchester,
Kärntner Sinfonieorchester, Stadttheater Baden, Stadttheater
St.Pölten, Salonorchester Alt-Wien, Wiener Residenzorchester, Wiener Royal
Orchester,
Ensemble FANDUJO (mit ShlomitButbul) ,
Vivat Wein (Trio mit Martin Weineck)
Yasmo& die Klangkantine, RUSSKAJA, und LOZ-Low Oxygen Zone

Aktuelle Projekte:

Low Oxygen Zone 

Fotos_privat.

Walter Pobaschnig _ 12.2.2024

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Station bei Falco/Jeanny _ „Es ist gut, dass der Song polarisiert hat“ Franka Terler, Sängerin _ Wien 13.2.2024

Franka Terler_Musicaldarstellerin, Schauspielerin,
Sängerin, Model _
Station bei Falco _ acting Jeanny _
Originalschauplatz Wien _2_24
Falco, Sänger, Musiker
* 19. Februar 1957 Wien † 6. Februar 1998 Dominikanische Republik
Franka Terler_Musicaldarstellerin, Schauspielerin,
Sängerin, Model _
Station bei Falco _ acting Jeanny _
Originalschauplatz Wien _2_24

Liebe Franka Terler, welche Bezugspunkte gibt es von Dir zu Falco, Sänger, Musiker (* 19. Februar 1957 Wien † 6. Februar 1998 Dominikanische Republik)?

Ich bin ein Kind der späten 80er, also mit Falco´s Musik aufgewachsen. Ich habe in den Medien immer mitbekommen, welche Hits von Falco aktuell sind. Ich kann mich noch genau an den Tag erinnern, als bekannt gegeben wurde, dass er tot ist. Ich war damals noch ein Kind und es hat mich wirklich berührt. Ich kann nicht sagen warum, aber es ist mir bis heute stark in Erinnerung geblieben.

Was macht für Dich den Musiker, Künstler Falco aus?

Ich glaube das ist zu schwer zu beantworten. Es ist kaum möglich es in ein paar Worte zu fassen. Seine Persönlichkeit ist sehr komplex. Mich interessiert vor allem was hinter Falco steckt. Seine wahren Beweggründe und Gefühle. Er ist einfach ein interessanter Mensch. Auf jeden Fall ist er mehr als einer der ersten deutschsprachigen Rapper und Vorreiter was die Musikgeschichte betrifft. Ich sehe ihn auch als Philosophen und Dichter. Jemand der ein eigenes Weltbild hat und über die Grenzen hinaus denkt.

Gibt es Lieblingssongs?

Ja, auf jeden Fall. Lielingssong ist auf jeden Fall „Jeanny“ gefolgt von „Out of the Dark“. Ich kann alle Texte auswendig. Ich verbinde mit beiden Songs eine ganz eigene persönliche Geschichte. An manchen Tagen berühren sie mich so sehr, dass ich sie gar nicht hören kann. Aber ich liebe sie.

Falco hat den U Bahn Knotenpunkt Wien-Karlsplatz als Mitte des Songs „Jeanny“ und „Ganz Wien“ gewählt. Welche Eindrücke hast Du von diesem Ort und dessen Umfeld?

Ich mag diese Orte. Sie haben etwas sehr Edles an sich. Man fühlt sich erhaben und up-lifted. Im selben Moment finden an diesen Orten alle möglichen Menschen mit verschiedensten Backgrounds zusammen. Es ist ein Meeting Point. Jeder kommt und geht. Geschehnisse können dort in dem Trubel leicht übersehen werden. Schon logisch, dass Falco diesen Ort für „Jeanny“ ausgewählt hat.

Wien ist geprägt von Falcos größten beruflichen Erfolgen und privatem Glück wie auch den Schattenseiten beider. Wie siehst Du den Künstler und Menschen Falco?

Den Künstler Falco verehre und bewundere ich. Aber ich liebe ihn nicht. Den Menschen Hans Hölzl liebe ich. Aber ich bin sehr froh niemals eine engere Beziehung zu ihm gehabt zu haben. Das war sicher sehr, sehr schwierig mit ihm.

Träume, Sehnsucht, Erfolg wie Enttäuschung, Angst finden in Kunst wie Leben Falcos eindringlichen, intensiven Ausdruck. Wie gehst Du mit diesen Lebensthemen künstlerisch und persönlich um?

Ich denke diese Themen kennen alle Künstler. Ein ständiges Wandeln in Extremen. Aber genau das wünsche ich mir auch. Alles nur bloss keine Langeweile. Das Leben ist ein Spiel und eine tägliche Achterbahnfahrt. Zumindest meines. Langweile bedeutet Stillstand und Tod. Das Wichtigste ist etwas hier zu lassen, bevor man geht. Das klingt dramatisch, aber ich denke nicht, dass es der Sinn des Lebens ist, einfach nur ein langweiliges glückliches Leben zu leben. Zumindest für mich nicht.

Wie hast Du Dich auf das Jeanny-Shooting vorbereitet? Wie siehst diesen 80thies-Hit und seine Interpretationsgeschichte?

Ich musste mich ehrlich gesagt nicht wirklich viel darauf vorbereiten. Ich bin immer schon stark mit diesem Song und ähnlichen Themen verknüpft. Ich habe mir Jeanny angehört und diese speziellen Vibes, die ich nicht wirklich beschreiben kann, waren wieder da. Es ist ein Misch- Masch an Gefühlen und inneren Bildern.

Ich finde es gut, dass Falco diesen Song geschrieben hat. Dieses Thema gehört an die Oberfläche. Ich finde es auch gut, dass der Song polarisiert hat, als er erschien. Das will man doch als Musiker. Ich verbinde meine ganz eigene persönliche Geschichte damit und ich finde jeder sollte den Song so interpretieren wie er das möchte. Kunst darf alles. Nichts ist verwerflich.

Im Falco Song „Amadeus“, dessen Video im nahen Palais Schwarzenberg gedreht wurde, geht es um ein Künstlerleben in Extremen von Ruhm und Abgründen. Was bedeutet dies für Dich heute?

Ich finde dieser Song ist ein Klassiker. Er gehört zum österreichischen Kulturerbe wie Schloss Schönbrunn. Es war einfach wahnsinnig intelligent von Falco als Wiener Künstler einem früheren Wiener Künstler Ikone wie Mozart eine Hommage zu schreiben. In dem Song ist so vieles was Österreich und die Verbindung zu Musik ausmacht. Einfach eine tolle Österreich Werbung und eine neue, spritzige Interpretation von Superstars in der Musikszene der 80 er und 90 er vermischt mit Starkult zu Mozarts Zeiten. Ein Werk, das zeitlos und auch heute noch absolut aktuell ist.

Du bist Musicaldarstellerin, Schauspielerin, Sängerin, Model. Hättest Du Dir ein Projekt mit Falco vorstellen können und wenn ja, welches?

Ja, das hätte ich auf jeden Fall. Ich hätte sehr sehr gerne ein Duett mit ihm gesungen und mich mit ihm intellektuell ausgetauscht. Ich hätte gerne mit ihm als Künstlerin stundenlange philosophische Gespräche geführt. Es wäre mir wichtig gewesen, die private Grenze, aber nie zu überschreiten. Falco ähnelt, sofern ich das beurteilen kann, einigen Männern, von denen ich in der Vergangenheit angezogen war, die mir aber absolut nicht gut getan haben.

Es ist ein großartiger 80thies Style, den Du zum Fotoshooting hier gewählt hast. Welche Schwerpunkte hast Du da ausgewählt und was bedeutet Dir Mode, Style?

Bei der Vorbereitung zum Styling musste ich vor allem an die großen Brillen, die Haarreifen und riesen Schulterpölster denken. Ich denke, ich habe mit meinem Outfit das Beste aus meinem Kleiderschrank geholt, dass er in Sachen 80er zu bieten hatte. Enge schwarze Lederhosen, eine Bluse mit Gürtel und einen knallroten Blazer mit Schulterpölstern. Als Acessoire natürlich einen Haarreifen und große Ohrringe. Sehr große Ohrringe. Den roten Lippenstift habe ich dick aufgetragen. Das mache ich übrigens auch privat sehr oft, daher ist das für mich nichts speziell ungewöhnlich extravagantes.

Mode und Styling bedeuten mir sehr viel. Es ist für mich eine Möglichkeit, mich meiner Stimmung passend zu kleiden und mich auszudrücken. Am liebsten würde ich mich jeden Tag aufstylen. Ich bin definitiv kein Jogginghosen Typ und ich mag auch keine basic Kleidung. Ich mag es extravagant und herrausstechend. Und ich gehe sogar mit rotem Lippenstift in den Müllraum hinunter, um den Müll wegzutragen. Ich denke, das sagt alles.

Was sind Deine derzeitigen Projektpläne?

Mein grösstes Projekt ist es endlich meine eigene Musik zu erschaffen und zu kreieren. Ich wollte das insgeheim immer schon, auch während meines Musical Studiums. Jetzt tue ich es endlich. Drückt mir die Daumen und stay tuned. Natürlich spiele ich auch in Musicals mit, demnächst in „Henry- Mann in Weiß“ im Theater Leo , ich liebe es auch in Rollen zu schlüpfen. Ich denke das eine schliesst das andere nicht aus. Es gibt Fiona Franka die Musikerin und Franka Terler die Musicaldarstellerin.

Was kannst Du als Künstlerin von Falco mitnehmen?

Ich bewundere sein Selbstbewusstsein. Bin mir aber sicher, dass es von Falco stammte, nicht von Hans Hölzl. Sein Beispiel zeigt sehr gut, wie viel Kraft man durch ein alter ego bekommen kann. Seine Persönlichkeit ist/ war hoch komplex und es gab da sicherlich noch mehr als nur Falco oder Hans Hölzl. Falco war sehr intelligent und hatte Tiefgang. Auch wenn wir nur wenig darüber wissen, man hört es in seiner Musik. Ich wünsche mir, dass man so etwas eines Tages auch in meiner Musik hört.

Darf ich Dich abschließend zu einem Akrostichon bitten?

J eanny ist auch heutzutage ein sehr aktuelles Thema.

E ine Frau, die ihre Weiblichkeit ausleben möchte und von Männern als Objekt angesehen wird, zumindest für mich.

A m wichtigsten finde ich es, dass man trotz allem nie aufhört seine Weiblichkeit offen zu leben.

N atürlichkeit ist toll, aber man sollte sich auch extravagant und sexy herrichten dürfen und nicht als Sex Objekt gesehen werden.

N iemand sollte Grenzen überschreiten, die eine Frau setzt auch wenn sie einen Mini Rock trägt. Das klingt jetzt sehr feministisch, aber ich will das mal gesagt haben.

Y eessss, Girl Power! Sehen wir Jeanny doch auch als Beispiel für eine starke Frau und nicht immer nur als Opfer. Sie hat sicherlich auch ihre starken Seiten.

Franka Terler_Musicaldarstellerin, Schauspielerin,
Sängerin, Model _
Station bei Falco _ acting Jeanny _
Originalschauplatz Wien _2_24

Vielen Dank, lieber Franka, für das großartige „Jeanny“ Acting/Styling, Deine Zeit in Wort und Bild bei Falco am Originalschauplatz/Drehort „Jeanny“ 1985 , viel Freude und Erfolg für alle Projekte!

Station bei Falco _ acting Jeanny _ Franka Terler_Musicaldarstellerin, Schauspielerin,
Sängerin, Model _

Alle Fotos&Interview Walter Pobaschnig, 2_24

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„Cafe Untergang“. Stalin, Hitler, Trotzki, Tito 1913 in Wien. Günther Haller. Molden Verlag

Wien, Jänner 1913. Stalin und Hitler auf den winterlich verschneiten Straßen unterwegs. Immer auf der Suche nach einer Wohnung, nach Arbeit, nach Gesprächen in der mitteleuropäischen Metropole. Die Welt ist im Umbruch. Trotzki sitzt im Cafè Central, wo bis weit in die Nacht diskutiert wird. Im Süden der Stadt arbeitet der Schlosser Josip Broz („Tito“), der aus Kroatien kommend, hier seinen Beruf nachgeht und mit Ideen, Bewegungen der Zeit in ersten Kontakt kommt. Alles ist in Bewegung in dieser Stadt und die Wege werden nach außen führen und die Welt verändern, verdunkeln wie es noch nie geschah…

Günther Haller, Die Presse
Foto: Clemens Fabry

Günther Haller, Autor, Historiker und Germanist,nimmt in „Cafe Untergang“ eine spannende biographische, polit-, wie stadthistorische Spurensuche auf, welche die Lebenswege der politisch prägendsten Persönlichkeiten des 20.Jahrhunderts aufnimmt und diese in ihrem Entwicklungsumfeld Wiens verortet.

Es ist ein unmittelbarer Blick auf die täglichen Lebensrealitäten, Herausforderungen wie Voraussetzungen im gesellschaftspolitischen Kontext einer Stadt, die zum Anziehungspunkt von Menschen, Ideen, Träumen und Verzweiflungen wird und lange in den jeweiligen politischen Entwicklungen und Lebensstufen nachwirkt.

Das Buch ist in neunzehn Kapitel aufgebaut, die jeweils Biographie, Leben und Zeit der Persönlichkeit in Wien vorstellen und dabei sehr spannende, unbekannte Horizonte öffnet und ganz besondere Einblicke bietet. Ein umfangreicher Anhang in Literatur, Quellenangaben ergänzt dies und lädt zu weiterführendem Interesse ein.

Es ist ein stadtbezogener biographischer Querschnitt, der in seiner Informations- und Detailkompetenz wie gutem Lesbarkeit überzeugt. Ein polit-historischer Stadtspaziergang, der auch einlädt, sich unmittelbar vor Ort ein Bild zu machen.

„Geschichte und Politik als sehr spannende Spurensuche zu Anfängen und Ausgangspunkten“

„Cafe Untergang“. Stalin, Hitler, Trotzki, Tito 1913 in Wien. Günther Haller. Molden Verlag

Hardcover

13,5 x 21,0 cm; 192 Seiten

ISBN 978-3-222-15114-9

€ 27,00


ET 28. September 2023

E-Book – EPUB

0 x 0 cm; 192 Seiten

ISBN 978-3-99040-748-6

€ 20,99


€ 20,99

E-Book – Kindle

0 x 0 cm; 192 Seiten

ISBN 978-3-99040-749-3

Walter Pobaschnig  2/24

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„Ich denke, die Kunst besitzt etwas Spirituelles“ Martin Streitberger, Schriftsteller _ Bozen/I 12.2.2024

Lieber Martin Streitberger, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Ich arbeite im Immobilienbereich als Broterwerb und plane in diesem Jahr einen Kurzfilm und einen Lyrikband fertigzustellen. Deren Vorarbeiten oder deren Suche zu den Finanzierungen sind oft nicht zu unterschätzen und so gestaltet sich mein Tagesablauf eher intensiv, wache morgens auf und meine Gedanken spielen mit dem was an Problemen vor mir steht. Aber meistens endet bei mir alles gut. Ich denke deshalb oft, den Populisten zum Trotz, dass das Meiste gut verläuft.

Martin Streitberger, Schriftsteller

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Der Zusammenhalt, die Kunst, das Hinterfragen – um nicht wegen dieser existierenden, gewaltbereiten, autoritären Stimmung die Hoffnung am freien und freundlichen Gedankenaustausch zu verlieren und um halbwegs bunt in die Zukunft zu sehen. 

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?

Ich denke, die Kunst an sich besitzt etwas Spirituelles, ich denke ein Buch zu lesen befreit uns vor Ängsten, die uns am Tag begleiten und es ist einer der wenigen Orte um dem Vulgären der Welt zu entfliehen. Eine Flucht, die uns komischerweise weiterbringt und uns auf neue Füsse stellen kann. Denn das Buch wäre fertig zu lesen oder der Buchdeckel wäre wenigsten zuzuklappen und aller Spuk ist dann vorbei, um die Welt danach kurz oder lang in anderen Augen zu sehen.

Was liest Du derzeit?

Habe seit einiger Zeit den Roman von Dincer Gücyeter „Das Deutschlandmärchen“ offen auf meinem Nachtkästchen liegen und werde ihn wohl fertig lesen. Ich möchte auch mal einen Roman schreiben…

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Charlie Chaplin – Ein Tag ohne Lächeln ist ein verlorener Tag.

Vielen Dank für das Interview, lieber Martin, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literatur-, Kunstprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen:

Martin Streitberger, Schriftsteller

Zur Person _  Martin Streitberger, geb. 1966, verheiratet.

Gelerntes
1993 Abschluss des Biologiestudiums an der Universität Florenz
1995 Aufbaustudium Umweltschutztechnik an der TU München;

Berufliches
Arbeit in den Bereichen der Biologie, Umweltschutztechnik
Arbeit bis heute im Immobiliensektor

Kreatives:
mit den Studienjahren der Beginn von Malarbeiten, kleinen Textarbeiten, Besuch von Seminaren.

Seit 2016 Dokumentarfilme :
„Holzfäller für Rhodos“ – Produktionsleiter auf Rhodos
„Die vergessene Partnerschaft, Bozen – Sopron“
Kamera, Produktionsleiter, Assistent Regie+Schnitt
„Der Kreis des Peppi Nusser, Bozen + Erlangen“
Drehbuch, Kamera, Produktionsleiter, Assistent Regie+Schnitt
Die Filme wurden jeweils am Filmfestival in Bozen aufgeführt
und im Sender RAI Südtirol ausgestrahlt.


Seit Mai 2019 fast tägliches Schreiben von Gedichten, autodidaktisches
Studium großer Dichter, Weiterbildung in Seminaren
Februar 2020 erste, private Gedichtband „Mar e monti“ – erste Gedichte
März 2020 bis heute Veröffentlichung der neu verfassten Rohgedichte unter Martin Streitberger (Facebook/Instagram): diese Plattformen sind mein ständiger Arbeitsplatz geworden

Seit 2021 Veröffentlichung von Gedichten in der Zebra, Kommentarberichte auf Salto
schreiben von Kurzgeschichten

Oktober 2021 Aufnahme in der SAAV (Südtiroler Autorinnen- Autoren
Vereinigung)

Februar 2022 zweite, private Gedichtband „20 sehen 21 – massive
change“.

April 2022 Veröffentlichung der Kurzgeschichte Tage XY in
der Literaturzeitschrift Kulturelemente

Seit Herbst 2021 Programmierung eines neues Gedichtbandes, sowie die Idee
zu neuen Gedichtzyklen. Themen: Macht / Liebe und vor
allem nature writing

Juli 2022 bis heute Veröffentlichung eines Autorenvideos (Saav) auf Salto und
Youtube,

Veröffentlichung aller folgenden Lesungen auf Facebook
04.10.2022 Buchpräsentation „20 sehen 21 – massive change“ im Hotel
Mondschein, Bozen

29.12.2022 Lyriklesung zum Thema jahresabschluss im
Kassettensaal Mariaheim / Bozen

März 2023 Lyriklesung im Jugendzentrum UFO / Bruneck
15.06.2023 Lyriklesung zum Thema frühling nature writing am
Eisackufer / Bozen
19.10.2023 Lyriklesung zum Thema herbst nature writing am
Minigolfplatz Ahoi / Bozen
20.01.2024 Lyriklesung zum Thema DAS GÖTTLICHE nature writing
im Propsteisaal / Bozen

Foto_ Tiberio Sorvillo

Walter Pobaschnig _ 6.2.2024

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„Gratitude“ Hannah Lena Rebel, Komponistin _ Give Peace A Chance _ Wien 11.2.2024

GIVE PEACE A CHANCE

G ratitude

I nfinity

V igilance

E xpression


P ower

E motion

A cceptance

C elebration

E xtraordinary


A chievement


C ooperation

H elp

A ether

N ature

C almness

E nergy

Hannah Lena Rebel, 11.2.2024

Hannah Lena Rebel ist Komponistin, Filmmusikkomponistin, Choreographin, Lehrerin und Autorin und lebt in Wien.

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Hannah Lena Rebel _ Komponistin, Filmmusikkomponistin, Choreographin, Lehrerin und Autorin

Zur Person _  Hannah Lena Rebel ist Komponistin, Filmmusikkomponistin, Choreographin, Lehrerin und Autorin und lebt in Wien.

Sie studierte nach ihrer professionellen Ballettausbildung an der Ballettakademie der Wiener Staatsoper und nach ihrem Tanzstudium an der Musik und Kunst Privatuniversität zuerst Komposition und Dirigieren am Prayner Konservatorium und anschließend Komposition mit Schwerpunkt Filmmusik an der Universität für Musik und Darstellende Kunst in Wien bei Univ.-Prof. Walter Werzowa. 

Sie komponiert und produziert zurzeit ein Orchesterwerk für das RedBull Media House.

Sie ist Mitglied etlicher High-IQ-Societies wie Mensa International oder ISPE und Autorin mehrerer Bücher. Seit 2023 ist sie außerdem Fellow der Royal Society of Arts und Teil des Young Fellows Advisory Board der RSA sowie ein junges Mitglied der Recording Academy, ein GRAMMY U Member.

Weitere Informationen zu Hannah unter:

https://linktr.ee/hannah.lena.rebel

Kommende Veranstaltung mit und von Hannah Lena Rebel _ Konzert&Buchpräsentation

Foto_privat.

Walter Pobaschnig _ 11.2.2024

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„eine kräftige Prise Offenheit und Ehrlichkeit“ Patrizia Leitsoni, Schauspielerin _ Wien 11.2.2024

Liebe Patrizia Leitsoni, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Da ich drei unterschiedliche Berufe ausübe (Schauspielerin, Logopädin, Lehrende), gibt es nicht DEN einen Tagesablauf für mich. Somit versuche ich, Fixpunkte zu beschreiben, welche typisch für mich sind:

Nach dem Aufstehen bereite ich mir ein Frühstück zu – ohne bin ich nicht fähig zu denken 😉 Danach folgt die erste Tasse Kaffee – dies sorgt für gute Laune. Um Körper und Geist vollständig aufzuwecken, wird eine kleine Sporteinheit gemacht. Wenn ich gerade etwas für die Lehre/eine neue Rolle vorzubereiten habe, so nutze ich den restlichen Vormittag dafür – ich bin ein Morgenmensch, somit sind meine Konzentration und Aufnahmefähigkeit zu dieser Tageszeit am größten.

Die restliche Zeit des Tages verbringe ich entweder therapierend in meiner Praxis, probend auf einer Probebühne oder lehrend am FH-Campus. Für einen freien Kopf zwischendurch gehe ich spazieren: ich liebe es zu gehen – durch Parks, die Stadt…. Egal…. Hauptsache gehen….

Patrizia Leitsoni, Schauspielerin,
Logopädin, Professorin.

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Wir müssen wieder anfangen, einander zuzuhören und aufeinander zugehen, damit wir schlussendlich miteinander wirken können, damit eine lebenswerte Zukunft passieren kann. Dazu mische man eine kräftige Prise Offenheit und Ehrlichkeit, die es Menschen ermöglicht, sich ohne künstliche Verzerrungen (Social Media, Filter etc.) zeigen zu können. Jeweils eine Messerspitze Mut, Vertrauen und kritische Reflexion runden das Ergebnis ab. Und ein Löffelchen voll Zucker schadet wohl kaum …… 😉

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Kunst an sich zu?

Kunst ist das Resultat von denkenden, fantasierenden und schaffenden Menschen – dies aufrecht zu erhalten wird ein Knackpunkt sein. Gerade in Zeiten, wo sich Technologien so rasch verändern und vor allem auch versuchen, kreative Prozesse zu imitieren, ist es wichtig, dass wir als Menschen uns diese Fähigkeit nicht aus Bequemlichkeit abnehmen und im schlimmsten Fall absprechen zu lassen. Der Motor von Kunst sind Emotionen, der Wille etwas zu bewirken (sei es Unterhaltung, Bildung, Kritik), aber auch das Wissen, eine Aufgabe zu haben, die erfüllend und sinnstiftend ist.

Was liest Du derzeit?

Ich bin gerade einem Genre sehr zugetan: historische Romane (wie z. B. Der Medicus von Noah Gordon). Diese schaffen für mich eine besondere Symbiose von Unterhaltung & Bildung und saugen mich in eine andere Welt. Beim Lesen muss ich eintauchen und entspannen können.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

„Fantasie heißt nicht, sich etwas auszudenken. Es heißt, sich aus den Dingen etwas zu machen.“ Thomas Mann

Patrizia Leitsoni, Schauspielerin,
Logopädin, Professorin.

Vielen Dank für das Interview, liebe Patrizia, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Schauspiel-, Kunstprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen:

Patrizia Leitsoni, Schauspielerin,
Logopädin, Professorin

Zur Person _  Patrizia Leitsoni, Schauspielerin, die gebürtige Kärntnerin absolvierte eine Ausbildung am ehemaligen Konservatorium der Stadt Wien (heute: MUK) im Fach „Musikalisches Unterhaltungstheater“. Außerdem arbeitet sie als freiberufliche Logopädin in eigener Praxis in Wien und gibt ihr fachliches Wissen und praktische Erfahrung als Lehrende an zukünftige Logopäd_innen an der FH Campus Wien weiter. Besonders der Fachbereich Stimme hat es ihr angetan – schlägt dieser doch die Brücke zwischen ihrem künstlerischen, therapeutischen und lehrenden Handeln.

Auf der Bühne ist sie aktuell an der Wiener Staatsoper im „Verfluchten Geisterschiff“ zu sehen, einer speziell für Kinder adaptierten Version des Fliegenden Holländers.

Fotos_privat

Walter Pobaschnig _ 7.2.2024

https://literaturoutdoors.com

„Gib mir ein Stück von deiner Welt, dass ich drin wohnen kann“ Carla Schuler, Tänzerin _ Give Peace A Chance _ Wien 10.2.2024

GIVE PEACE A CHANCE

Carla Schuler _ Tänzerin, Performerin, Choreographin

Gib mir ein Stück von deiner Welt, dass ich drin wohnen kann,

In leiser Vorsicht, zaghaft, schweigsam, fängt meine Reise an.

Vögel am Himmel zieh‘ n über mich hinweg und in der Ferne, da rauscht das Meer,

Eine Stille macht sich traurig breit und erzählt von einem Ort, ein Ort verlassen, dunkel, kalt und alle Blicke leer.


Parallel in Welten, weit entfernt, ein Lichtstrahl zieht von hier nach dort,

Er trägt von allem etwas mit, Verbindung suchend immer fort.

Allein wer öffnet seinen Blick fürs Wesen der Natur im Ganzen,

Chamäleon artig, ehrlich, schrill, kraftvoll, gewaltig, leise,

Erhebt sie achtsam, sanft und still, auf ganz besondere Art und Weise,

den Fuß und Arm zum Tanzen.


Auch wiegen wir in ihrem Rhythmus hin und her, wenn wir nur richtig hören,


Chancenlos zu uns zu dringen, versiegt ihr Beben, Zittern, Stürmen, Fluten

Hinter einer blinden Jagd nach Macht und Größe, ohne uns auch nur ein wenig anzumuten.

Angst vernebelt uns den Blick und lässt das Herz versteinern,

Nacht wird’s ringsumher,

Chrysanthemen wachsen aus Ritzen im Asphalt, Sonnenstrahlen fallen bleiern,

Ein Rascheln von verdorrten Blättern leis´ im Wind. Vielleicht kann selbst bei so viel Kälte ein kleines Summen uns erreichen, das uns erzählt von Frieden, Freiheit und vom Weltenmeer.



Carla Schuler, 7.2.2024

Carla Schuler _ Tänzerin, Performerin, Choreographin

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Carla Schuler _ Tänzerin, Performerin, Choreographin

Zur Person _  Carla Schuler (AT) freischaffende zeitgenössische Tänzerin und Performerin lebend in Wien. Studium der Physik (abgeschlossen 2017).  Tänzerisch, performative Zusammenarbeiten u.a. mit Andrea Nagl und Nagl~Wintersberger, sowie tänzerisch – musikalische mit Una Wiplinger, mit Katharina Holzweber (Junge Kunst Parcours 2015; Verschmelzung Tanz und Visual Arts), mit Alina Huber über KommUNImpro (ein Kollektiv engagierter Laien für Theater und Improvisation). XTHESIS Kreativkompanie (zeitgenössisches Kindertanztheater, die verlorenen Schritte)

Ihr großes Interesse liegt in der philosophischen, tänzerischen und auch wissenschaftlichen Annäherung und dem Verständnis des Wesens der Natur auch oftmals durch Improvisation und dem in Beziehung setzen zu anderen. Gerade entdeckt sie auch ihre Freude an der Vermittlung von Tanz und der Förderung und Unterstützung von Schüler:innen in Mathematik.

Fotos_Hanna Fasching | T*H AAR Term 22 | Bildrecht.

Walter Pobaschnig _ 7.2.2024

https://literaturoutdoors.com