Liebe Jennifer Maria Ehnert, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?
Ich habe einige Jobs, jeder Tag ist anders. Wenn ich nicht an einer Schule oder in einer Firma Herzretterkurse gebe, schlafe ich länger, versorge mein Pferd, bilde mich weiter als systemische Therapeutin oder bereite mich auf eine Vorstellung vor- oder auf eine Kellnerschicht. Je nachdem.
Jennifer Maria Ehnert, Schauspielerin
Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?
„Gebt nicht auf. Für den Triumph des Bösen braucht es nur eines – die
Untätigkeit der Guten.“
~ Alexej Nawalny
So ist es. Wählen gehen, demonstrieren gehen, liebevoll und überlegt handeln.
Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Kunst an sich zu?
Stehen wir nicht täglich davor? Warum genau jetzt?
Aber um die Frage zu beantworten: Gut essen, am besten fleischlos, gut schlafen, soziale Beziehungen hegen und pflegen, Krafttraining oder Sport treiben! Eine gesunde Seele wohnt in einem Körper, der die Welt tragen kann.
Der Kunst kommt in meinen Augen zu jeder Zeit die Aufgabe zu, den eigenen Blick zu erweitern, zu lernen und den moralischen inneren Kompass abzugleichen. Die Kunst lässt jeden Menschen zum Reisenden und Forschenden werden, zum „Indiana Jones“ der eigenen Seele sozusagen.
Die Kunst verbindet und zeigt auf, hat dabei viele Nuancen und eine unermessliche Bandbreite. Oft ist sie, auch politischbetrachtet, unbequem, diese Unbequemlichkeit braucht es. Nicht nur jetzt. Immer.
Was liest Du derzeit?
„How not to die“ von Michael Greger.
Ein fantastisches Buch zum Thema fleischlos Leben und warum es sinnvoll ist, jedoch ohne erhobenen Zeigefinger, sondern belegt durch aktuelle Daten und Fakten. Da ist man Baff, wenn man liest, was bestimmte Nahrungsmittel mit einem machen! -die meisten Leuten betreiben einen entspannten, langsamen Suizid mit ihrer Ernährung, ohne sich darüber im Klaren zu sein. 375 000 Herzinfarkte im Jahr, allein nur in Deutschland, Diabetes, Schlaganfälle…es gibt Orte auf der Welt, da kennt man gar keine Infarkte. Für mich persönlich muss endlich das Massensterben der Tiere aufhören. Es ist komplett unnötig und zerreißt uns, seelisch wie auch körperlich.
Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?
Da mein Opa nach Ausschwitz deportiert und umgebracht wurde, liegt mir besonders dieses Zitat am Herzen:
„Then in spite of everything, I still believe, people are really good at heart.“
Anne Frank
Jennifer Maria Ehnert, Schauspielerin
Vielen Dank für das Interview, liebe Jennifer viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Schauspiel- Kunstprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!
Liebe Andrea Nieswand, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?
Wenn mich Musik geweckt hat und die ersten Gedanken klar werden, öffne ich irgendwann die Augen, finde den Weg zur Kaffeemaschine und nehme mir eine kleine Auszeit. Im wortlosen Dialog mit meiner Tasse strukturiere ich einen Tagesablauf, den ich selten einhalte, da ich mich meist auf die unvorhergesehenen Momente einlasse.
Arbeite mich durch das Büro, schreibe und lese für den Kopf und halte zwischendurch den Körper mit sporteln fit.
Andrea Nieswand, Schriftstellerin
Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?
Ruhe, Mut und Achtsamkeit für sich selbst und andere.
Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?
Jede Künstlerin, jeder Künstler schafft mit der eigenen Kunst Emotionen. Das führt zu Begegnungen, Austausch und Kommunikation – Entwicklung!
Was liest Du derzeit?
Gunnar Decker – Rilke Der ferne Magier – eine Biographie
Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?
Es ist was es ist, durch die Liebe. (frei nach Erich Fried)
Vielen Dank für das Interview, liebe Andrea, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literaturprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!
Andrea Nieswand, Schriftstellerin
5 Fragen an Künstler*innen:
Andrea Nieswand, Schriftstellerin
Aktuelle Bucherscheinung _ Andrea Nieswand, Festhalten. Gedichte.
Liebe Katrin Frauchiger, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?
Zur Zeit habe ich als Dozentin an der Hochschule für Musik Luzern Semesterpause und kann kreativ aus dem Vollen schöpfen. Diese scheinbare Pause ist meist eine besonders aktive Zeit, wo ich an Kompositionsaufträgen arbeite, Konzerte gebe, oder Studioaufnahmen mache. Gerade ist unser neues Album „A Voyage in Sound“ bei Unit Records erschienen und ich bin ganz mit der Vorbereitung des Release-Konzerts beschäftigt. Ähnlich wie bei einer Sportlerin vor einem Wettkampf ist es für mich als Sängerin jetzt wichtig, in meinem Tagesablauf das richtige Gleichgewicht zu finden zwischen konzentriertem Üben und Proben, Administrativem zur Promotion des Albums und im Zusammenhang mit kommenden Projekten, aber auch auf meine Fitness zu achten, für Entspannung und genügend Schlaf zu sorgen. Der Musikerberuf besteht aus unheimlich vielen Teilbereichen, die gleichzeitig zu managen sind – neben der Familie – und so geniesse ich gerade das seltene Privileg, mich zurückziehen und ganz auf mein aktuelles Projekt einlassen zu können.
Katrin Frauchiger, Sängerin, Komponistin, Dozentin
Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?
Ich persönlich versuche die Gratwanderung zwischen konzentriertem Eintauchen in meine Arbeit und bewusstem Offenbleiben für die Veränderungen in unserer Welt, die immer schneller und extremer vor sich gehen. Ich schaue bewusst in den Abgrund, an dem wir stehen. Ich versuche zu verstehen, mich aus verschiedenen Perspektiven zu informieren, nicht wegzuschauen, aber mich auch nicht überwältigen und entmutigen zu lassen, angesichts des Ausmasses an Krisen, die die Menschheit zu bewältigen hat. Dies erscheint mir besonders wichtig: uns selbst und dem, was uns zuinnerst bewegt und antreibt, treu zu bleiben. Nicht zu erstarren in unseren Vorurteilen und Ängsten, sondern genau hinzuhören, wahrzunehmen, unsere eigenen Denkmuster zu hinterfragen – Fähigkeiten, die Künstler ein Leben lang ausbilden…
Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Musik, der Kunst an sich zu?
Als wichtiger Gegenentwurf zur aktuellen Welt, welche von der oberflächlichen und schnelllebigen Profilierungskultur und Digitalisierung geprägt ist, ermöglicht uns die Kunst das Eintauchen ins Wesentliche, das Erleben von Präsenz und Authentizität. Ich glaube daran, dass die emotionale Kraft, welche Musik universell verständlich macht, aus der Zeit losgelöst wie eine Unterströmung wirkt und menschliche Verbundenheit schafft.
Was liest Du derzeit?
Nach Virginia Woolfs „To the lighthouse” und Clarice Lispectors “Der grosse Augenblick”, habe ich in einem Zug ein weiteres wunderbar stilles und sonderbares Buch gelesen, den Roman „Morgen und Abend“ von Jon Fosse. Auch lese ich erneut „Damals ganz zuerst am Anfang“, mein persönliches Lieblingsbuch meines kürzlich verstorbenen Vaters, des Musikers und Schriftstellers Urs Frauchiger, in welchem er von seiner Kindheit erzählt: „Ich möchte noch einmal spüren, wie das war: Kind sein, noch nicht erwachsen gewesen sein.“
Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?
„Niemand kann zweimal in denselben Fluss steigen, denn alles fließt und nichts bleibt.“
Heraklit
„Die Kunst fliegt um die Wahrheit, aber mit der entschiedenen Absicht, sich nicht zu verbrennen. Ihre Fähigkeit besteht darin, in der dunklen Leere einen Ort zu finden, wo der Strahl des Lichts, ohne dass dies vorher zu erkennen gewesen wäre, kräftig aufgefangen werden kann.“
Franz Kafka
“Not everything’s significance is obvious within a second or even within a year: such are feelings, forests, and music.“
Kaija Saariaho
Vielen Dank für das Interview, liebe Katrin, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Musik-, Kunstprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!
5 Fragen an Künstler*innen:
Katrin Frauchiger, Sängerin, Komponistin,Dozentin
Zur Person _ Katrin Frauchiger, Schweizer Sängerin und Komponistin, Dozentin für Gesang an der Musikhochschule Luzern, studierte klassischen Gesang bei Jakob Stämpfli an der HMT Bern, bei Dorothea Brinkmann in Cambridge USA (Solistendiplom mit Auszeichnung) sowie Komposition bei Michael Jarrell an der Musikhochschule Zürich. Mit einem breitgefächerten klassischen Konzertrepertoire von Barock bis zur Neuen Musik, sowie im Jazz und in spartenübergreifenden Projekten tritt Katrin Frauchiger in Europa und den USA auf; sie hat zahlreiche neue Werke uraufgeführt, u.a. von Frangis Ali-Sade, Matthias Pintscher, Jürg Wyttenbach, Hans Wüthrich.
Ihre Kompositionen kommen in Europa, USA, Argentinien und China zur Aufführung.
Katrin Frauchiger engagiert sich auch kulturpolitisch, aktuell im Vorstand von Sonart, und in der Kunstvermittlung, 2023 als Lesende von Vincent Carters «Bernbook».
Katrin Frauchiger und ihre Musik sind auf verschiedenen Alben zu hören, 2018 sorgte „Vom Sprengen des Gartens“ mit zeitgenössischem Lied für Aufmerksamkeit.
Liebe Vera Rosenbusch, lieber Lutz Floerke, wie sieht Euer Tagesablauf aus?
Vera steht früh auf und füttert die Katze, Lutz steht spät auf und füttert sie noch mal. Der Katze gefällt’s.
Vor dem gemeinsamen Frühstück schreibt Vera, bearbeitet Videos und Audios für ihr „Tag + Nacht Buch“.
E-Mails + Social Media müssen warten.
Lutz startet mit dem Frühstück in den Tag. Anschließend bereitet er seine Kurse, Seminare und Literaturgruppen vor, liest Bücher, beschäftigt sich mit seinen Mails. Aufs eigene literarische Schreiben konzentriert er sich erst nach der Teatime.
Vera Rosenbusch & Lutz Flörke, Autorenduo
Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?
Wir beide mögen‘s gern ein bisschen kleiner.
Uns beschäftigt im Moment besonders unser erstes Jahrbuch „EINS+EINS=DREI“, das im März erscheint. Es enthält Texte, die wir allein, aber auch solche, die wir kollektiv geschrieben haben, denn wir sind 2 AutorInnen mit mindestens 3 Schreibweisen. Trailer: https://youtu.be/lRI-FHvfbb8
Literarisch beschäftigen wir uns mit Menschen, Dingen und Ereignissen, die eher am Rande der Aufmerksamkeit liegen.
Alle erzählen sich und anderen ja gern Geschichten, die dem Leben Sinn geben. Uns interessieren allerdings nicht die geglätteten, wohlgeordneten Versionen von Liebe, Hass und Lust. Lieber spüren wir der Wirklichkeit des Erzählens in den Köpfen nach, mit seinen Klischees, grotesken Übertreibungen, aber auch interessanten Abwegen und Aufbrüchen.
Wir schreiben für alle, die ebenso offen sind für Populär- wie für Hochkultur, aber beidem misstrauen. Unsere LieblingsleserInnen haben Lust am Denken und Spaß am Spiel mit Figuren, Perspektiven, Sprache.
Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?
Literatur als Raum des Experiments und der Erforschungbesetzt nur eine kleine Nische. Gerade deshalb bietet sie die Chance, abseits der angesagten Themen – mit ihr, mit uns selbst, mit anderen Leserinnen Verständigung zu suchen. Sie drückt uns keinen Sinn auf, sondern bietet Verhandlungen darüber an. Und das wird dringend benötigt.
Was lest Ihr derzeit?
Vera:Mithu Sanjal: „Identitti“
Lutz: „Mäandertal“, der neue Roman des Wiener Malers und Autors Wolfgang Eicher
Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?
Man „müsste vor allen Dingen darauf ausgehen, die Denkweise des Publicums (…) zur Vielseitigkeit zu bilden. Diese besteht hauptsächlich darin, daß der Zuschauer einsehen lerne: nicht eben jedes Stück sei wie Rock anzusehen, der dem Zuschauer völlig, nach seinen gegenwärtigen Bedürfnissen, auf den Leib gepasst werden müsse. Man sollte nicht gerade immer sich und sein nächstes Geistes- Herzens- und Sinnesbedürfnis auf dem Theater zu befriedigen gedenken, man könnte sich vielmehr öfters wie einen Reisenden betrachten, der in fremden Orten und Gegenden, die er zu seiner Belehrung und Ergötzung besucht, nicht alle Bequemlichkeit findet, die er, zu Hause, seiner Individualität anzupassen Gelegenheit hatte.“
(Goethe: Weimarisches Hoftheater“ in ders. Sämtliche Werke 6.2, Münchener Ausgabe, S. 701)
Vielen Dank für das Interview, liebe Vera & Lutz, viel Freude und Erfolg weiterhin für Eure großartigen Literatur-, Kunstprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!
Vielen Dank zurück!
5 Fragen an Künstler*innen:
Vera Rosenbusch & Lutz Flörke, Autorenduo
Zur Person _ Vera Rosenbusch & Lutz Flörke
haben sich vor vielen Jahren als Jungautoren im Literaturlabor in Hamburg kennengelernt. Dort gründeten sie das literarische Kabarett Texte-und-Zeichen-Kombinat Hamburg. Ihre Literatur-Performances haben sie weiterentwickelt und bis heute mehr als 30 zu verschiedenen Themen herausgebracht. Hinzu kommen 13 literarische Spaziergänge. Sie lesen, moderieren, streiten und tun (fast) alles, damit man merkt, Dichtung hat nicht nur mit Bildungstradition und Unterhaltung zu tun, sondern auch mit unserem Hier und Heute. Sie schreiben einzeln und kollektiv – zwei Autor*Innen mit drei Schreibweisen.
Live erleben kann man sie auf dem Friedhof Ohlsdorf, in vielen Kulturhäusern – und im Internet.
Vera Rosenbusch
„Marinekameradschaft Barbarossa“, Theaterstück, uraufgeführt am Württembergischen Landestheater Esslingen
„Zyniker“ nach Anatoli Marienhof, NDR, Hörspiel des Monats
Lutz Flörke
Förderpreis des Landes Niedersachsen für Kurzprosa,
Lieber Kurt Hexmann, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?
Mein tagesablauf beinhaltet meist eine sporteinheit im gym. Entweder habe ich proben, oder vorbereitungen für diverse lesungen. Es gelingt mir, arbeit und soziales leben in einer guten balance zu halten.
Kurt Hexmann, Schauspieler
Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?
Das wichtigste ist für uns, dass wir eine gewisse ruhe und unsere innere mitte bewahren.
Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Kunst an sich zu?
Das permanente, lautstarke getöse aus allen richtungen sollten wir relativieren.
Die kunst soll spiegeln, aufzeigen, denkansätze geben, eine „vielleicht“ andere sichtweise ermöglichen, berühren UND: erfreuen.
Was liest Du derzeit?
Susanne weigelin – schwiedrzik „china und die neuordnung der welt“
Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?
„Verliebe dich in deine probleme – vielleicht verlassen sie dich ja“
Vielen Dank für das Interview, lieber Kurt, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Schauspiel-, Kunstprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!
5 Fragen an Künstler*innen:
Kurt Hexmann, Schauspieler
Zur Person _
Kurt Hexmann, Schauspieler, geboren In Wien.
Ausbildung an der Schauspielschule Krauss.
Erstes Engagement in André Hellers „Flic Flac“. Es folgten u.a.: Simpl, Kleine Komödie, Tribüne, Theater in der Drachengasse, Metropol, Souterrainbühne des Cafés Prückel; die Stadttheater Baden, St. Pölten und Klagenfurt. Die Arbeiten im Film‐ und Fernsehbereich reichen von Axel Cortis „Blassblauer Frauenschrift“ zu „Tatort“, „Kommissar Rex“, „Geschichten aus Österreich“, „Soko Donau“ etc.
Kurt Hexmann arbeitete eng mit dem Autor Helmut Korherr (verstorben 17.10.2021) und seinem Team zusammen. Er war in zahlreichen seiner Produktionen zu sehen: Franz Liszt, Maria Montessori, Salon Zuckerkandl, Viktor Frankl, Sisi- die rasende Kaiserin, Ferdinand Raimund Rappelkopf, Mozart und Mutter, Endlich befreit und viele andere…….
Foto_Branko Pavlovsky
Aktuelles Projekt:VICTOR ADLER, SOZIALDEMOKRAT
Ein literarisches Lebensbild von Helmut KORHERR
Rezitation:Kurt HEXMANN
Musikalische Begleitung
mit den 3 Arbeiterinstrumenten
CHRISTIAN HÖLLER(Akkordeon)
BARBARA LAISTER-EBNER(Zither)
HELGA MAIER(Mandoline)
VICTOR ADLER, SOZIALDEMOKRAT
Ein literarisches Lebensbild von Helmut KORHERR
Victor Adler wurde am 24. Juni 1852 als Sohn eines jüdischen Kaufmanns in Prag geboren.
1855 zog die Familie nach Wien, wo Adler das Schottengymnasium besuchte.
An der Universität Wien studierte er zuerst Chemie und absolvierte anschließend ein Studium der Medizin. Er praktizierte erst an der psychiatrischen Klinik des Allgemeinen Krankenhauses, später als Armenarzt und ab 1883 schließlich als Nervenarzt.
Adler kämpfte massiv für die Erreichung des allgemeinen und gleichen Wahlrechts. Seine die „Burgfriedenspolitik“ unterstützende Haltung zu Beginn des Ersten Weltkriegs, in der innenpolitische Konflikte bewusst zurückgestellt wurden, führte innerhalb der Partei zu teils massiver Kritik an ihm. Aber während des Krieges hielt die „Sozialdemokratische Arbeiterpartei Österreichs“ dann doch Friedensversammlungen ab. Allerdings wurden die Verlautbarungen der Forderung nach einem annexionslosen Frieden ohne Entschädigungsleistungen von der Zensur meist zurückgehalten.
Adler war der Überzeugung, dass der Niedergang der Habsburgermonarchie eine soziale Demokratie herbeiführen werde. Bis zu seinem Tod war Adler Staatssekretär des Äußeren.
Einen Tag vor der Proklamation der demokratischen Republik Deutsch-Österreich starb Victor Adler am 11. November 1918 in Wien.
Helmut Korherr (Autor)(1950 – 2021) in Wien geboren.
Ab 1972 als freischaffender Autor tätig.
Er schrieb vorwiegend Theaterstücke, einige Romane, Hörbücher, Kinderbücher und Jugendmusicals. Seine Stücke wurden u.a. an folgenden Orten gespielt: (Wien) Volkstheater, Metropol, Stadttheater Walfischgasse, 3Raumtheater, Café Prückel; (Niederösterreich) Stift Göttweig; St. Pölten: Bühne im Hof, Landestheater, Festspielhaus; (Burgenland) Kulturzentren; (Kärnten) Studiobühne Villach, Carinthischer Sommer; (Salzburg) Fest in Hellbrunn; (Steiermark) Kurhaus Bad Aussee; (Tirol) Landestheater; (Deutschland) Theater Altenburg, Torturmtheater Sommerhausen;
(Tschechien) Landestheater Uherske Hradiste.
Besonders zu erwähnen sind seine Lebensbilder über interessante Menschen, wie z.B.: Franz Liszt, Franz Schubert, Sigmund Freud, Maria Montessori, Eugenie Schwarzwald, Eleonora Duse, Viktor Frankl, Berta Zuckerkandl, Bertha von Suttner, Hedy Lamarr……..
Mitglied des P.E.N.-Clubs
2013 Ernennung zum „Professor“.
Eine Produktion des Kulturvereins SABA_Spieltermine:
Eigens um zu vermerken, dass du nicht alleine bist
Atemlos wirst du schweben im Nichts, das dir zeigen wird deine
Chance die du hattest, die du genützt hast oder nicht
Herausstellen wird sich, dass Inhalte in deinem Leben wichtig waren
Ausnahmslos die Liebe, das Gute und das Sinnvolle, vielleicht das Schöne und
Nicht das Besiegen und, Scheiß darauf, jemanden bekriegen, denn das
ChatGPT im Kerzenlicht hätte dir was über Menschenrechte sagen sollen
Endlich hast du nun die Antwort bekommen!
Martin Streitberger, 6.2.2024
Martin Streitberger, Schriftsteller
Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:
Martin Streitberger, Schriftsteller
Zur Person _Martin Streitberger, geb. 1966, verheiratet.
Gelerntes 1993 Abschluss des Biologiestudiums an der Universität Florenz 1995 Aufbaustudium Umweltschutztechnik an der TU München;
Berufliches Arbeit in den Bereichen der Biologie, Umweltschutztechnik Arbeit bis heute im Immobiliensektor
Kreatives: mit den Studienjahren der Beginn von Malarbeiten, kleinen Textarbeiten, Besuch von Seminaren.
Seit 2016 Dokumentarfilme : „Holzfäller für Rhodos“ – Produktionsleiter auf Rhodos „Die vergessene Partnerschaft, Bozen – Sopron“ Kamera, Produktionsleiter, Assistent Regie+Schnitt „Der Kreis des Peppi Nusser, Bozen + Erlangen“ Drehbuch, Kamera, Produktionsleiter, Assistent Regie+Schnitt Die Filme wurden jeweils am Filmfestival in Bozen aufgeführt und im Sender RAI Südtirol ausgestrahlt.
Seit Mai 2019 fast tägliches Schreiben von Gedichten, autodidaktisches Studium großer Dichter, Weiterbildung in Seminaren Februar 2020 erste, private Gedichtband „Mar e monti“ – erste Gedichte März 2020 bis heute Veröffentlichung der neu verfassten Rohgedichte unter Martin Streitberger (Facebook/Instagram): diese Plattformen sind mein ständiger Arbeitsplatz geworden
Seit 2021 Veröffentlichung von Gedichten in der Zebra, Kommentarberichte auf Salto schreiben von Kurzgeschichten
Oktober 2021 Aufnahme in der SAAV (Südtiroler Autorinnen- Autoren Vereinigung)
April 2022 Veröffentlichung der Kurzgeschichte Tage XY in der Literaturzeitschrift Kulturelemente
Seit Herbst 2021 Programmierung eines neues Gedichtbandes, sowie die Idee zu neuen Gedichtzyklen. Themen: Macht / Liebe und vor allem nature writing
Juli 2022 bis heute Veröffentlichung eines Autorenvideos (Saav) auf Salto und Youtube,
Veröffentlichung aller folgenden Lesungen auf Facebook 04.10.2022 Buchpräsentation „20 sehen 21 – massive change“ im Hotel Mondschein, Bozen
29.12.2022 Lyriklesung zum Thema jahresabschluss im Kassettensaal Mariaheim / Bozen
März 2023 Lyriklesung im Jugendzentrum UFO / Bruneck 15.06.2023 Lyriklesung zum Thema frühling nature writing am Eisackufer / Bozen 19.10.2023 Lyriklesung zum Thema herbst nature writing am Minigolfplatz Ahoi / Bozen 20.01.2024 Lyriklesung zum Thema DAS GÖTTLICHE nature writing im Propsteisaal / Bozen
Lieber Andreas Lindenbauer, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?
Vormittags bin ich als Fahrradbote für den MANZ-Verlag zu ausgewählten Kunden unterwegs. Ich liebe diese Tätigkeit aufgrund der täglichen Gespräche und Kommunikation mit verschiedensten Menschen! Und die Bewegung mit dem Fahrrad macht den Geist frei! Danach beginne ich mit dem Üben auf Klarinette und Saxofon. Am Abend finden meistens Konzerte oder Proben statt.
Andreas Lindenbauer,Musiker _ Wien
Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?
Soziale Ungerechtigkeiten und politische Verfehlungen beim Namen nennen!
Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Musik, der Kunst an sich zu?
Musik bzw. jede Art von Kunst kann bzw. muss als Vermittler eingesetzt werden. Kunst: Musik, Text, Theater, Malerei, Photographie, kann bzw. muss die Menschen wachrütteln und alarmieren!
Was liest Du derzeit?
Die Rattenlinie von Philippe Sands
Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?
„Sei ein Mensch“
Andreas Lindenbauer,Musiker _ Wien
Vielen Dank für das Interview, lieber Andreas, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Musik-, Kunstprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!
5 Fragen an Künstler*innen:
Andreas Lindenbauer,Musiker
Zur Person _ Andreas Lindenbauer, Wien 1972 geboren in Grieskirchen 1979-1991 Volksschule, Hauptschule und BORG in Grieskirchen 1977-1988 Blockflöte, Akkordeon und Klarinette in der Landesmusikschule Grieskirchen 1988-1990 Vorbereitungsstudium Akkordeon am Anton Bruckner Konservatorium in Linz 1990 1. Preis für Klarinette beim W.A.Mozart-Wettbewerb 1992-1998 Konzertfachstudium Klarinette an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien 1995-1998 Lehrer für Klarinette am BORG-Grieskirchen und im Musikschulverband Niederösterreich 1996-1999 Engagement als Klarinettist im Kurorchester Bad Hofgastein und Kurorchester Bad Schallerbach 1999-2008 Vertragsbediensteter beim BMLV als Klarinettist bei der Garde Musik Wien 2008-heute Freischaffender Musiker bei Wiener Opernball Orchester, Kärntner Sinfonieorchester, Stadttheater Baden, Stadttheater St.Pölten, Salonorchester Alt-Wien, Wiener Residenzorchester, Wiener Royal Orchester, Ensemble FANDUJO (mit ShlomitButbul) , Vivat Wein (Trio mit Martin Weineck) Yasmo& die Klangkantine, RUSSKAJA, und LOZ-Low Oxygen Zone
Es ist ein Leben, das einer familiären wie politischen Hochschaubahn gleicht und das in seinen so vielseitigen Nuancen, Facetten bemerkenswert überrascht:
Elisabeth Petznek * 2. September 1883 in Laxenburg, NÖ † 16. März 1963 Wien, geboren als Erzherzogin Elisabeth Marie Henriette Stephanie _ Tochter des Kronprinzen Rudolf von Österreich/Habsburg-Lothringen und seiner Ehefrau Stephanie von Belgien.
Der Schicksalsschlag des frühen Todes des Vaters und die darauffolgende schwierige familiäre Situation und Beziehung zu ihrer Mutter belasten das Heranwachsen, welches in einer frühen Ehe weitere Herausforderungen erfahren muss.
Selbstbewusst geht sie jedoch in Liebe, Ehe wie persönlicher Gesinnung ihren Weg, der nach dem Ende der Monarchie eng mit der sozialdemokratischen Bewegung verbunden ist. Es sind bedeutende Persönlichkeiten mit denen die „Rote Erzherzogin“ ins Gespräch und in Ideenaustausch kommt. Die Nähe zum Menschen und dessen Bedürfnisse in Leben und Gesellschaft bleiben ihr zeitlebens wichtige Anliegen und Auftrag.
Michaela Lindinger, Autorin, Politologin, Ägyptologin, Kuratorin im neu eröffneten „Wien Museum“, legt in fünf Kapitel, einem Epilog und einem umfangreichen Personen-, Literaturverzeichnis einen Lebensein-, und -überblick zu einer der bemerkenswertesten Habsburger:innen vor und lässt dabei ganz neue Dokumenten-, Bildeinblicke ans Licht kommen, die in ihrer Zusammenstellung und Abstimmung ein zeithistorisches Mosaik ergeben, das von der Familiengeschichte des Kaiserhauses bis in die Politgeschichte weit in das 20.Jahrhundert reicht.
„Ein spannend zu lesendes, äußerst bemerkenswertes Lebens- und Zeitzeugnis“
Zur Person _Kurt Hexmann, Schauspieler, geboren In Wien.
Ausbildung an der Schauspielschule Krauss.
Erstes Engagement in André Hellers „Flic Flac“. Es folgten u.a.: Simpl, Kleine Komödie, Tribüne, Theater in der Drachengasse, Metropol, Souterrainbühne des Cafés Prückel; die Stadttheater Baden, St. Pölten und Klagenfurt. Die Arbeiten im Film‐ und Fernsehbereich reichen von Axel Cortis „Blassblauer Frauenschrift“ zu „Tatort“, „Kommissar Rex“, „Geschichten aus Österreich“, „Soko Donau“ etc.
Kurt Hexmann arbeitete eng mit dem Autor Helmut Korherr (verstorben 17.10.2021) und seinem Team zusammen. Er war in zahlreichen seiner Produktionen zu sehen: Franz Liszt, Maria Montessori, Salon Zuckerkandl, Viktor Frankl, Sisi- die rasende Kaiserin, Ferdinand Raimund Rappelkopf, Mozart und Mutter, Endlich befreit und viele andere…….
Foto_Branko Pavlovsky
Aktuelles Projekt:
VICTOR ADLER, SOZIALDEMOKRAT
Ein literarisches Lebensbild von Helmut KORHERR
Rezitation:
Kurt HEXMANN
Musikalische Begleitung
mit den 3 Arbeiterinstrumenten
CHRISTIAN HÖLLER(Akkordeon)
BARBARA LAISTER-EBNER(Zither)
HELGA MAIER(Mandoline)
VICTOR ADLER, SOZIALDEMOKRAT
Ein literarisches Lebensbild von Helmut KORHERR
Victor Adler wurde am 24. Juni 1852 als Sohn eines jüdischen Kaufmanns in Prag geboren.
1855 zog die Familie nach Wien, wo Adler das Schottengymnasium besuchte.
An der Universität Wien studierte er zuerst Chemie und absolvierte anschließend ein Studium der Medizin. Er praktizierte erst an der psychiatrischen Klinik des Allgemeinen Krankenhauses, später als Armenarzt und ab 1883 schließlich als Nervenarzt.
Adler kämpfte massiv für die Erreichung des allgemeinen und gleichen Wahlrechts. Seine die „Burgfriedenspolitik“ unterstützende Haltung zu Beginn des Ersten Weltkriegs, in der innenpolitische Konflikte bewusst zurückgestellt wurden, führte innerhalb der Partei zu teils massiver Kritik an ihm. Aber während des Krieges hielt die „Sozialdemokratische Arbeiterpartei Österreichs“ dann doch Friedensversammlungen ab. Allerdings wurden die Verlautbarungen der Forderung nach einem annexionslosen Frieden ohne Entschädigungsleistungen von der Zensur meist zurückgehalten.
Adler war der Überzeugung, dass der Niedergang der Habsburgermonarchie eine soziale Demokratie herbeiführen werde. Bis zu seinem Tod war Adler Staatssekretär des Äußeren.
Einen Tag vor der Proklamation der demokratischen Republik Deutsch-Österreich starb Victor Adler am 11. November 1918 in Wien.
Helmut Korherr (Autor)(1950 – 2021) in Wien geboren.
Ab 1972 als freischaffender Autor tätig.
Er schrieb vorwiegend Theaterstücke, einige Romane, Hörbücher, Kinderbücher und Jugendmusicals. Seine Stücke wurden u.a. an folgenden Orten gespielt: (Wien) Volkstheater, Metropol, Stadttheater Walfischgasse, 3Raumtheater, Café Prückel; (Niederösterreich) Stift Göttweig; St. Pölten: Bühne im Hof, Landestheater, Festspielhaus; (Burgenland) Kulturzentren; (Kärnten) Studiobühne Villach, Carinthischer Sommer; (Salzburg) Fest in Hellbrunn; (Steiermark) Kurhaus Bad Aussee; (Tirol) Landestheater; (Deutschland) Theater Altenburg, Torturmtheater Sommerhausen;
(Tschechien) Landestheater Uherske Hradiste.
Besonders zu erwähnen sind seine Lebensbilder über interessante Menschen, wie z.B.: Franz Liszt, Franz Schubert, Sigmund Freud, Maria Montessori, Eugenie Schwarzwald, Eleonora Duse, Viktor Frankl, Berta Zuckerkandl, Bertha von Suttner, Hedy Lamarr……..
Mitglied des P.E.N.-Clubs
2013 Ernennung zum „Professor“.
Eine Produktion des Kulturvereins SABA_Spieltermine: