Liebe Theresa Mikesch, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?
Mein Tagesablauf … sehr klassisch und unspektakulär. Ich stehe früh morgens auf, mache mich zurecht, gehe ins Büro, habe diverse Meetings, arbeite an unterschiedlichen Marketingkonzepten und reflektiere über Verkaufszahlen.
Abends geht es ab nach Hause, in die Badewanne mit einer entspannenden Serie oder Musik und einem guten Glas Wein. Hierbei kommen mir auch die besten kreativen Ideen, die parallel zum Genuss ausgefeilt werden.
Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei dem Theater/Schauspiel, der Kunst an sich zu?
Durchzuhalten und aus externen Quellen Kraft zu schöpfen. Mutig zu sein, um sich selbst zu überwinden. Sich an dem Erreichten zu erfreuen und den Neubeginn mit kindlicher Faszination innerlich zu feiern.
Das Theater/das Schauspiel und die Kunst sollen dem Menschen Kraft geben. Sie sollen ihm Ruhe bieten, in ihm Glücksgefühle auslösen, ihn über sich selbst und die Welt lachen lassen und ihn dazu ermutigen alles nicht allzu ernst zu nehmen, zumindest für die Zeit des Besuches.
Was liest Du derzeit?
Ein Traumprinz zum Fest der Liebe – Julia Gold Band 113
Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?
“Zurück im Leben beginnt der Kampf um ihre Liebe, doch zur Freiheit verurteilt verlieren sie.” – Das Spiel ist aus, Existentialistisches Drehbuch von Jean-Paul Sartre
Vielen Dank für das Interview, liebe Theresa, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Theater-, Kunstprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!
Zur Person _ 1992 in eine Theaterfamilie hineingeboren, war Theresa Mikesch schon mit einem halben Jahr das erste Mal auf der Bühne. Das „Theater im Neukloster“ in Wiener Neustadt wurde 1978 von ihrem Großvater Harald Scherz gegründet und bringt mittlerweile 4 bis 5 Produktionen jährlich auf die Bühne. Sie selbst zeigte ab der Pubertät mehr Interesse für den Sport als für das Theater und distanzierte sich weitgehendst von der Idee schauspielerisch tätig zu sein. Sie studierte Deutsche Philologie an der Universität Wien, absolvierte das Masterstudium mit dem Schwerpunkt Kunst und Kultur und machte die Unternehmerprüfung. Das künstlerische Comeback und die plötzlich tiefsitzende Leidenschaft für das Theater kam 2022 mit dem erneuten Einstieg in das „Theater im Neukloster“, wo sie Teile der Öffentlichkeitsarbeit übernahm und der Teilnahme an einer Fashion Show, die ihr die nötige Aufmerksamkeit schenkte. Es folgten Modeljobs und zahlreiche Auftritte neben ihrem Hauptberuf als Zielgruppenmanagerin (Marketing & PR) der Wiener Neustädter Sparkasse.
Lena Inosemzew, Künstlerin, Schriftstellerin, Kunst– und Literaturwissenschaftlerin
Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:
Lena Inosemzew, Künstlerin, Schriftstellerin, Kunst– und Literaturwissenschaftlerin
Zur Person _ Lena Inosemzew wurde 1975 in Kasachstan geboren. Sie studierte Kunst in ihrer Heimatstadt Semipalatinsk, arbeitete als Kunstpädagogin, Illustratorin und Bühnenbildnerin sowie als Journalistin und Redakteurin.
An der Leipziger Universität absolvierte sie die Studiengänge Slavistik und Kunstgeschichte. Gründerin des mehrsprachigen Literaturzirkels buterbrod. 2012 – 2022 Kuratorin bei G 11 art project Leipzig Spinnerei. Doktorandin an der Ruhr-Universität Bochum im Fach „Russische Kultur“.
Zahlreiche literarische, wissenschaftliche und journalistische Publikationen in Deutschland, Kasachstan, Russland, Ukraine, USA.
Einzel-und Gruppenausstellungen in Deutschland, Kasachstan, Südkorea und in der Türkei. Zurzeit lebt und arbeitet sie als freischaffende Künstlerin malerisch und literarisch in Leipzig.
Bernhard Dechant, Schauspieler, Autor und RegisseurStefan Sterzinger, MusikerSophie Resch,Schauspielerin, Regisseurin
Zur Person _ Bernhard Dechant wurde 1976 geboren und lebt derzeit als freier Schauspieler, Autor und Regisseur in Wien.
Studierte von 1997 bis 2000 Psychologie und von 2000 bis 2003 Schauspiel in Wien.
Spielt derzeit „OSKAR WERNER /Kompromisslos in die Wiedergeburt „ Text von Bernhard Dechant unter der Regie von Sophie Resch im Spitzer/Odeon Theater Wien und unter der Regie von Christina Tscharyiski “HEIL.Eine energetische Reinigung” von Stefanie Sargnagl im Rabenhof Wien
Von 2004 bis 2008 Ensemblemitglied am Theaterhaus Jena.
2008 gewann er mit der von ihm entwickelten und inszenierten Version von „Don Quichote“ den Publikumspreis des 100° Festivals Berlin.
Für das Jahr 2009 wurde er von Christoph Schlingensief für das Fach Regie als Stipendiat der Akademie Schloss Solitude in Stuttgart ausgewählt.
2010 erhielt er mit dem Caleidospheres e.V. den Förderpreis der LAG Soziokultur Thüringen „Kulturriese 2010″.
2013 erhielt er für das Solostück „Braveheart“ den deutschen Monologpreis „Tonella“.
2015 Nestroy-Preis als Teil des Ensembles für die beste Off- Produktion für „Proletenpassion ff.“ und Extra-Nestroy-Preis für das von ihm mitgegründete Künstler*innenkollektiv „Die Schweigende Mehrheit“,
2016 Preis der Freien Szene und Nominierung für den Nestroy-Spezialpreis für „Schutzbefohlene performen Jelineks Schutzbefohlene“.
2017 Dorothea Neff Preis für „Traiskirchen. Das Musical“.
2018 Stadtteilprojekt „WirKommen.at“
2018 Karl Anton Wolf Preis für „Die Schweigende Mehrheit“.
Als Schauspieler arbeitete er unter anderem mit Claus Peymann, Markus Heinzelmann, Hartmut Wickert, Peter Kern, Alice Buddeberg, Tomas Schweigen, Eike Hannemann, norton.commander.Productions, Michael Schachermaier, Christine Eder, Anna Badora, Alexander Charim, Tina Leisch und Christina Tscharyiski.
Liebe Patricia Elisabeth Trageser, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?
Momentan stehe ich fast immer ca. um 8.00 Uhr auf trinke meinen Café mit Hafermilch, mache 20 min Yoga und Sport, ziehe nach dem Yoga eine Tages Orakelkarte und starte dann so voller Energie und Motivation in den Tag. Der Tag besteht dann aus Film organisieren, Figur erarbeiten und Unterstützung für die neuen Projekte einholen.
Patricia Elisabeth Trageser,Schauspielerin _ acting „Malina“ _ Wien 16.4.2021 _ folgende
Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?
Nicht zu vergessen und gegenseitig Liebe zu geben und uns nicht zu verurteilen.
Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei dem Film, der Kunst an sich zu?
Unsere Aufgabe ist es, Geschichten zu erzählen, welche die Menschen berühren, zum Nachdenken anregen und Horizont öffnen und erweitern.
Was liest Du derzeit?
Ich lese momentan zwei Bücher parallel zum einen „my Dark Vanessa“ ein sehr berührendes Buch über einen sexuellen Missbrauch.
Und zum anderen lese ich „das Licht in uns“ von Michelle Obama. Ein Buch das neue Kraft gibt und das innere Licht wieder zum Leuchten bringt.
Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?
Die Welt gehört den Mutigen!
Man soll keine Angst haben vor dem Risiko, sondern Spaß daran!
Patricia Elisabeth Trageser,Schauspielerin _ acting „Malina“ _ Wien 16.4.2021
Vielen Dank für das Interview, liebe Patricia, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Film-, Theaterprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!
Das Publikum betritt den Saal, der zum Salon geworden ist, zum Salon D`Amour, hier nehmen Schauspielerinnen Bestellungen auf und servieren Schnaps und Bier an die Tische. An den Bühnenwänden Bilder der Liebe zu Land und Leuten also zu den Normalen…
Es brechen neue Zeiten an….Auch für die Kunst…
Und jetzt muss unterhalten werden. Das Programm präsentiert werden…
Um jeden Preis…im Minuten Takt…
Bis dann schließlich abgestimmt wird über Busen und Penis, darüber was normal ist, da oben und unten…was gefällt…
…natürlich mit Österreich Fähnchen und Gurren…wie es normal ist…
Bis beleidigt wird, dass die Fetzen fliegen…wie es normal ist
Bis es still wird und dunkel…und der letzte Walzer erklingt…der Lebenswelt, Individualität…
Das Aktionstheater Ensemble begeistert mit seiner neuesten Uraufführung „Alles normal“ einmal mehr mit sensationeller Raffinesse und Ausdruckskraft in Regie, Dramaturgie, Spiel, Bühne, Musik vor ausverkauftem Haus im Theater am Werk/Wien.
Der geniale Kunstgriff von Regie/Dramaturgie/Bühnenbild beginnt schon mit dem äußerst gelungenen wie durchdachten Bühnensetting und Intro, welches in seiner Salonatmosphäre – spitze auch die Wandbildkarikaturen – das Publikum in die Mitte des Stücks im wahrsten Sinne des Wortes setzt und damit diese „vierte“ Wand (Bühne-Publikum) wunderbar auflöst. Und dies gelingt und kommt an. Das Publikum geht bis zum Finale mit „take this waltz“ – toll die musikalische Performance, die Akzente setzt und Inszenierung und Spiel mitträgt – großartig mit.
Das Ensemble ist in diesem besonderen „rundum“ Setting sehr gefordert, doch dies bedeutet für das Aktionstheater gleichsam einen natürlichen Theaterspielraum, den sie mit unglaublichen Verve in allem in einem sensationellen Sprach-, und Spielfeuerwerk brennen lassen. Beeindruckend ist Präsenz, Dynamik, Rhythmuswechsel, Intensität, Expressivität in bester Dialogform auf engstem Raum. Das ist Sonderklasse.
Sonderklasse ist auch der Auftritt von Elias Hirschl, vielfach ausgezeichneter Schriftsteller, der mit seinem Text zu den Abgründen österreichischer Identität das Publikum den Atem anhalten lässt. Ein Literaturereignis als einmaliges Theaterereignis.
Das Aktionstheater Ensemble fühlt wieder unvergleichlich hintergründig spielerisch, direkt wie subtil, den Puls von Mensch und Gesellschaft und operiert am offenen Herzen mit einer Leichtigkeit, Genialität, die sensationell ist!
Walter Pobaschnig 13.1.2024
ALLES NORMAL _EIN SALON D‘AMOUR STÜCK _ AKTIONSTHEATERENSEMBLE
TEXT: MARTIN GRUBER, ENSEMBLE, ELIAS HIRSCHL, WOLFGANG MÖRTH U.V.A.
DRAMATURGIE: MARTIN OJSTER
ENSEMBLE: ZEYNEP ALAN, BABETT ARENS, MICHAELA BILGERI, MONICA ANNA CAMMERLANDER, ATANAS DINOVSKI, ELIAS HIRSCHL, ISABELLA JESCHKE, THOMAS KOLLE, LISA LURGER, DANIEL NEUHAUSER, GIDON OECHSNER, DANIEL SCHOBER, TAMARA STERN
REGIEASSISTENZ: MANUELA SCHWÄRZLER
BÜHNE UND KOSTÜME: VALERIE LUTZ
VIDEO: RESA LUT
MEDIENKONTAKT: GERHARD BREITWIESER
MIT UNTERSTÜTZUNG VON LAND VORARLBERG, STADT DORNBIRN, STADT WIEN KULTUR, BUNDESMINISTERIUM FÜR KUNST, KULTUR, ÖFFENTLICHER DIENST UND SPORT
IN KOOPERATION MIT THEATER AM WERK WIEN UND SPIELBODEN DORNBIRN
Liebe Isabella Rapp, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?
Wenn keine Konzerte, Proben, Meetings etc. stattfinden:
Halbe Woche: 8 Uhr aufstehen, Kind in den Kindergarten bringen, anschließend zu Hause Büro , Lern, Bookingzeit bis 15:00 Anschließend Kind abholen, Mama und Hausfrau sein bis Schlafenszeit.
Halbe Woche: kreative Prozesse jeglicher Art, Künstler sein, Frau sein, alles ist möglich und frei.
Chansonmanie _ Isabella Rapp, Sängerin und Schauspielerin _ Mathias Weibrich, Sänger und Pianist _ Lars Hansen, Kontrabass.
Aufmerksam bleiben, Empathie üben, hinschauen und zuhören, teilen und zuhören. (Bei so viel Unsicherheit und Chaos auf der Welt kann jeder mit einem ruhigen Gewässer ein bisschen vom Sturm glätten und Lebensenergie retten)
Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei dem Theater/Schauspiel, der Kunst an sich zu?
Wir, die Künstler:innen, dürfen füreinander da sein, teilen, mitteilen.
Wir dürfen mutig sein und müssen noch flexibler werden, um zu überleben und dennoch müssen Künstler:innen sich selbst treu bleiben, um authentisch zu bleiben.
Umdenken, neue Vorgänge zulassen, und mehr denn je zählt das große Miteinander.
Isabella Rapp _ Chansonmanie
Chansonmanie _ Isabella Rapp, Sängerin und Schauspielerin _ Mathias Weibrich, Sänger und Pianist _ Lars Hansen, Kontrabass.
Literatur zum Thema Pädagogik, Erziehung, Gesangspädagogik. Zur Freizeit Janoschs Philosophien via Herr Dvorak, Kinderbücher für meinen 3 Jährigen, zur Kopfbefreiung „Die Elfenchroniken“ (als Hörbuch)
Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?
Lasst uns die Natur und ihre Artenvielfalt schützen!
Vielen Dank für das Interview, liebe Isabella, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Musik-, Schauspiel-, Kunstprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!
Zur Person _ Isabella Rapp, Sängerin, Regisseurin, Schauspielerin, Choreografin, Tänzerin …
Seit 30 Jahren steht sie auf der Bühne, als Frontfrau, im Ensemble, als Künstlerin und seit 15 Jahren auch als Regisseurin und Choreografin. In unzähligen Produktionen kleiner und großer Art, Schauspiel, Musiktheater, konzertant mit Orchester, Big Band, Jazztrio, Solo mit Klavier,… Spielte in etlichen Musicals wie „Hinterm Horizont“, „Cabaret“, „Fame“, „Jekyll and Hyde“, „Shockheaded Peter“, „Pinocchio“, „Die Csardasfürstin“…
„Chansonmanie“ ist seit 2006 ihr Baby und Herzensprojekt. Voller Hingabe, Kreativität, Einfühlsamkeit und Lust an der Musik erzählt, singt und bespielt das Trio mit Mathias Weibrich und Lars Hansen die Biografien der großen Damen und Herren des deutschen und französischen Chanson des letzten Jahrhunderts und verzaubern ihr Publikum. Ganz nah, ganz authentisch.
Station bei Malina_ Nasima Sophia Razizadeh, Schriftstellerin_Köln_ Romanschauplatz „Malina“ Ingeborg Bachmann (1971) Wien _ 2023 _50.Todesjahr_Ingeborg Bachmann_ Schriftstellerin (25.Juni 1926 Klagenfurt – 17.Oktober 1973 Rom)
Station bei Malina_ Nasima Sophia Razizadeh, Schriftstellerin_Wien_ Romanschauplatz „Malina“ Ingeborg Bachmann (1971) Wien _ 2023 _ 50.Todesjahr_Ingeborg Bachmann_Schriftstellerin (25.Juni 1926 Klagenfurt – 17.Oktober 1973 Rom)
Zum Projekt: Das Bachmann Projekt „Station bei Bachmann“ ist ein interdisziplinäres Kunstprojekt an den Schnittstellen von Literatur, Theater/Performance und Bildender Kunst.
Dabei kommt den topographischen und biographischen Bezügen eine besondere Bedeutung zu, indem Dokumentation, Rezeption und Gegenwartstransfer, Diskussion ineinandergreifen.
Künstler:innen werden eingeladen an diesem Projekt teilzunehmen und in ihren Zugängen Perspektiven zu Werk und Person beizutragen.
Den Schwerpunkt bildet dabei Werk und Leben Ingeborg Bachmanns. Ebenso weitere Künstler:Innen.
Liebe Nasima Razizadeh, wir sind hier an literarischen Bezugsorten des Romans „Malina“ (1971) von Ingeborg Bachmann in Wien.
Welche Eindrücke hast Du von den Romanschauplätzen in der Ungargasse in Wien, die wir besucht haben?
„Es war einmal ein Mond, zu dem alle fliegen wollten, und der Mond war weit weg und unwirtlich“
Zwiespaltsorte sind das, war mein Eindruck. Hier herrschen Zwang und Zufall. An den Orten in der Ungargasse ebenso wie im Roman in den Worten. Gleich auf den ersten Seiten, das erregende, das furchterregende Zwiespaltswort heute, der Auftakt des Romans –„denn Heute ist ein Wort, das nur Selbstmörder verwenden dürften“.
Am Tag meines Besuchs entspricht diesem Romanauftakt die etwas verstimmte Ankunft am Bahnhof „Rennweg“. Wie sich herausstellt ist die Ungargasse lang und die Nummer 6 am genau anderen Ende. Ich werde zu spät kommen. Ich laufe an der Nummer 9 vorüber, sehe die zwei Löwenköpfe, muss unwillkürlich in der Hast doch lächeln, achte auf die geparkten Autos, ohne zu wissen, wonach ich suche, denke, beim Gehen der letzten Meter und Überqueren der Straße, von der 9 zur 6, „aufs andere Ufer“, denke beim Gehen, vage:
„den Weg meiner Passionsgeschichte vor Augen, den ich wieder freiwillig gegangen bin, von seinem Haus zu meinem Haus. Unsere Fenster sind dunkel.“.
Zwiespältige Orte. Man kommt augenblicklich an, ist aber in jedem weiteren Augenblick auf der Hut. „Zu Hause lege ich mich auf den Boden und warte und atme, veratme mich und veratme mich immer mehr […], und ich möchte nicht sterben ehe Malina kommt“. Man empfindet, körperlich, Angst, in solch einen – von Bachmann? von Wien? von mir? eröffneten – Zwiespalt hineinzufallen – „ziehen sie ihr den Teppich weg!“. Und fühlt sich doch auch erstaunlich leicht und frei – „ich lache, tanze und rufe plötzlich: Ivan!“.
Das Verspielte wird angesprochen, getaut, geweckt, gleichzeitig aber gibt es, scheint mir, eine Notwendigkeit, standhaft und beinah widerständig – „forte“ – zu sein, zu werden. Man will an diesen Orten bleiben. Und fürchtet sich doch. Unterwerfung und Überlegenheit sind unzertrennlich. Tags ist das nicht aufzulösen. Bloß in der Schrift, im Traum, im Tier fallen das Verspielte und das Widerständige und die Hingabe vielleicht kurz, dunkel, zusammen: „vertiert werde ich sein im Traum“.
Leben und Feld, Ivanleben und Malinafeld, Kunst und Mord, Wasser und Feuer, Du und Ich, Krieg und Frieden, Zärtlichkeit und Gewalt, Spiel und Sprache, Schnee und Licht, schwarz und rot, Todesangst und Todesarten, Wald und Weltraum, Witz und Wahn, Wand und Tor, Geduld und Gutmachung, das Familiäre und die Affäre, leben und schreiben besitzen allesamt hellere und dunklere Seiten, Flecken und Spieglungen, in „Malina“ und im Leben Bachmanns. Und wo eigentlich nicht? Der Wunsch nach dem Ganzen in Einem ist so eng eingewoben, dass es sich schmerzhaft liest, zuweilen, schmerzhaft ist. Er erfüllt sich nicht. Das ist die Bestimmung des „Zeitalter[s] der Stürze“, aber hierin liegt auch „die Poesie meines Geschlechts“ begründet. Es gibt kein oben und unten, kein Maß, das taugt. Jedes Wort scheint mit dem Schein-Maß zu brechen: Zeitalter, Sturz, Poesie, Geschlecht. Ganz besonders: Geschlecht. Eine freiwillige oder unfreiwillige Tradition? Das weibliche Geschlecht? Das körperliche, das unkörperliche? Das, untrennbar, sinnliche erfahrbare und zugleich gedachte Geschlecht? Das geschlechtliche Geschlecht, gleich welches, als immer bestürzend-unermesslich Eigenstes? Das Geschlecht kennt kein Maß. Gesucht werden kann nur Begegnung, Bewegung, Sprache, Schönheit.
„Denn es ist die Schönheit, die mir fehlt, sie ist wichtiger, ich will die Schönheit verführen.“
Und so habe ich in der Ungargasse, in der Stille, die an diesem Samstagnachmittag dort herrscht, das Gefühl, dass nichts eindeutig ist – das ist nicht neu und ich kann mich dennoch nicht entziehen. So wie sich auch das Ich, „eine Unbekannte“, scheint mir, im Roman weder entziehen kann, noch will. „Wien schweigt.“
Und dann ist das vielleicht auch alles eine einzige Einbildung, ein großer Irrtum, beinahe ein Betrug. Malina würde meine vorangegangenen Gedanken vermutlich so oder ähnlich in die Schranken weisen. – „Malina: Du hast dir immer zuviel vorgestellt.“ – Aber auch Malina ist vielleicht eine einzige Einbildung, ein großer Irrtum, ein Betrug. In einem Interview verneint Bachmann, dass es sich bei „Malina“ klar um einen autobiographischen Roman handle, „weil ja keine Geschichte erzählt wird, weder von dieser Frau, noch von diesem Mann, noch von ihrem Doppelgänger“. Auch im Roman gibt es genügend Andeutungen, deutlichere und undeutlichere. – „Bin ich eine Frau oder etwas Dimorphes?“ – Malina als Doppelgänger der Ich-Erzählerin zu lesen, wirft ein irres Streulicht auf die gesamte Erzählung. Und das passt in gewisser Weise zu dem Bild der Himbeere, dieser heilsamen (sagt man), hochsommerlichen, halbhohlen, saftigen, sinnlichen Sammelsteinfrucht, diesem Rosengewächs, dessen Blätter, als Himbeerblättertee, angeblich für die Geburtsvorbereitung förderlich sein sollen, dieser Beere, die sich in dem eigentümlichen Namen des Romans und des Manns mit diesem Namen und des Doppelgängers verheißungsvoll versteckt. „Ich schaue in das Glas als stünde ein zweites darin, und es fällt mir wieder ein“. Malina ist berechenbar und unheimlich zugleich. Im Roman bricht Malina, letztlich, alle Versprechen seines Namens. In und an und mit Malina scheint alles, letztlich, zerbrechen zu müssen. „Wien brennt!“
Zwiespältig schrieb ich zu Beginn, dabei scheint sich alles um die Zahl drei zu drehen. In der Zusammensetzung des Romans aus drei Teilen (vielleicht auch vier, es gibt da noch den anfangs erwähnten, nicht mit einem eigenen Titel versehenen Auftakt), im Aufbau, ebenso wie in verschiedenen Motiven, den drei Steinen, drei Sätzen, drei Männern, drei Mördern, drei große Prüfungen, drei Blutstropfen, selbst der Uhrzeit am Ende des ersten Kapitels, drei Uhr, und den Hausnummern, 6 und 9, in der Ungargasse, im dritten Bezirk. Und doch, das Dritte möchte man, scheint mir, streichen, um zurück ins einfachere, beinah traumgleiche Zweisame zu finden. So wie es in „Malina“ vielleicht nur in der Geschichte von der Prinzessin von Kagran und dem Fremden auftaucht. Oder in der Erinnerung, in dem zarten Bild, das Bachmann einmal für den Versuch, sich etwas (Unmögliches) zu wünschen, findet: „nicht ein, sondern zwei Stück Zucker hab ich deswegen abends ins Fenster gelegt“. Oder in dem flüchtigen, spielerisch ernsten Ideal von Zweien, die sich an einem Schachbrett gegenübersitzen, wo nur gilt: „toucher et jouer“.
Es gibt in „Malina“ keine Dialoge. Obgleich die Dialogform an vielen Stellen inszeniert wird. Obgleich, unermüdlich, alle Register der Kommunikation gezogen werden. Selbst Kellner und Postboten verweigern die einfachen Vermittlungsdienste, was sie der Frau, die ‚Ich‘ sagt, die ‚Ich‘ ist im Roman, allerdings eher näherbringt. Sämtliche Techniken der Vermittlung, sämtliche Beziehungskonstellationen, sämtliche Textformen, selbst Musiknoten, Farben, Opernzeilen, Referenzen, Papierfetzen, fremde Riten, fremde Sprachen, fremde Kinder, fallende Bücher werden bloß zum immer wirreren, absurderen, traurigeren Kabelsalat: „Ich werde schon meine Gründe haben alles immer mehr durcheinander zu bringen.“, aber dann wiederum auch: „mach das ganze Licht an! Zünd auch den Leuchter an.“ und „ich möchte noch einige Dinge in Ordnung bringen“. Kunst und Technik, die Kunst und die Techniken des Sprechens, sind Knoten, Kriminalfälle gewissermaßen, die nicht gelöst werden. Einen Ausweg aus diesem Labyrinth, ein Aufwachen aus diesem Albtraum, eine Ruhe in diesem Getöse, „in dieser Welt, die nicht Welt ist“, gibt es scheinbar nicht. Nicht in der Erinnerung. Nicht in der Erzählung. „Ich erzähle nicht, ich werde nicht erzählen, ich kann nicht erzählen, es ist mehr als eine Störung in meiner Erinnerung.“ Ein Schlüssel reicht bei weitem nicht. Ebenso wenig ein Brief. Selbst und gerade die „wirklichen Briefe“ werden immer zerrissen, „zerknüllt, nicht beendet, nicht ab[ge]schickt, weil sie von heute sind und weil sie in keinem Heute mehr ankommen werden.“.
Die Worte und Sätze und Satzgruppen, obwohl ihnen alles abverlangt wird, kommen in „Malina“ nie an, es muss dennoch, beinah an Beckett erinnernd, immer weiter versucht werden, „nur reden muss ich immerzu reden, um mich zu retten“. Die unzähligen Anspielungen und Ansprachen zahlen sich zuletzt nicht aus. Einmal gibt es kurz ein Kind, doch es ist ein namenloses, ein ungeborenes Kind. Eine von mehreren Vorwegnahmen der (erst 2000 unter dem Titel „Ich weiß keine bessere Welt“ veröffentlichten) Gedichte aus Bachmanns Nachlass. Das Kind wird, noch bevor sich das Ich vor es stellen kann, erschossen. „Es ist der ewige Krieg.“
Hinaus kann nur, kursiv, die Geschichte führen, aber auch die bricht ab, es erscheinen nur noch Splitter, Wortscherben, bis sie verstummt. Ivan ist ein Verbündeter und ist es nicht. Ich denke an Iwan Karamasow, finde ihn aber nicht so recht wieder in Ivan. Ich lese, später, dass sich der Name Ivan von Johannes ableitet, aus dem Hebräischen übersetzbar mit „der Herr ist gnädig“, lese: „Somit ist der Name [Johannes] als Dankname zu verstehen“. Den entrückten Danknamen finde ich wieder im Ivan des Romans. Die Liebe zu Ivan ist eine leidenschaftliche und zugleich religiöse Liebe. Doch die Frau im Roman scheitert an ihr, wie Dostojewskis Iwan an der Religion scheitert. Der Dank verheißt keine Rettung – weder in der Liebe noch in der Religion. Nah war nur der Fremde. Der Vierte, von dem sich nicht reden lässt. Oder vielleicht sogar nur sein Mantel. Nähe fühlt man, hier, in der Ungargasse, nur im geöffneten Fenster, im Fensterrahmen, auf der Fensterbank, „vor einem Fenster werden wir stehen, lass mich ausreden!“, wo sich, unvermittelt, spürbar, weder klar trennbar, noch vereinbar, Innen und Außen berühren dürfen. Das konzentrierte, davonsehnende Eigene und die gewaltige, heranbrandende Ferne. Und kein Drittes. „Ich: Doch. Eine Ausnahme.“
In der Ungargasse finden sich berührbare, schöne, stille, alltägliche, abgelegene, etwas zu verheimlichen scheinende Räume, Flächen, Einzelheiten, Hinterhöfe – „immer entgeht mir etwas, aber inwendig“. Und, es überrascht beinah, alle Fenster lassen sich öffnen. – „Auch die Fenster habe ich noch alle aufgemacht.“ – Die Nähe von Dichtung und Leben, das Potenzial und die Gefahr dieser Nähe, ist, manchmal, schwer erträglich. Es flimmert in „Malina“ und genauso flimmert es in der Ungargasse 6, Wien III. Seltsamerweise habe ich in dem Winter, in dem ich in Wien gelebt habe, vor sieben Jahren, selten in den 3. Bezirk gefunden. Vertraut ist mir hier lediglich der Stadtpark. Die unberührt bleibende Nähe des Stadtparks im Roman wird, wenn man selbst den „Weg zum Stadtpark hinunter“ macht, ganz nach- und unnachvollziehbar, und man weiß nicht so recht, von wo nach wo der Schatten fällt, von der Gasse auf den Park oder umgekehrt.
Als ich mich von der Ungargasse in den Stadtpark hinübergetraut habe, nachher, war es dort „ganz ruhig“ und war dort ein so eigentümliches Licht, dass das Heimische und Unheimliche, Verwunschene und Verfluchte der Ungargasse, kurz völlig in Vergessenheit geraten schienen oder allemal wie ein doch etwas unwirkliches Spiel wirkten im Vergleich – „da bist du ja, wenn du nur da bist, ach endlich, endlich!“. In Orten, vertrauten wie unvertrauten, lassen sich, das weiß ja auch Bachmann, Personen wunderbar verstecken. Im Stadtgarten habe ich, um die Anspielung aufzulösen, natürlich neben Bachmann Celan gesucht. Ein Weg hinaus aus der Erzählung, zurück, für einen kurzen Moment, in die Dichtung.
„Da Malina schläft, fange ich zu schreiben an.“
(Alle Zitate aus: Malina. I. Bachmann)
Station bei Malina_ Nasima Sophia Razizadeh, Schriftstellerin_Köln_acting Malina _ Romanschauplatz „Malina“ Ingeborg Bachmann (1971) Wien _ 2023 _50.Todesjahr_Ingeborg Bachmann_Schriftstellerin (25.Juni 1926 Klagenfurt – 17.Oktober 1973 Rom)
Station bei Malina_Roman Ingeborg Bachmann_Wien_1971
Nasima Sophia Razizadeh, Schriftstellerin _ Köln
Aktuelle Bucherscheinung:„Sprache und Meer“ Nasima Sophia Razizadeh. Matthes&Seitz Berlin
Zum Projekt: Das Bachmann Projekt „Station bei Bachmann“ ist ein interdisziplinäres Kunstprojekt an den Schnittstellen von Literatur, Theater/Performance und Bildender Kunst.
Dabei kommt den topographischen und biographischen Bezügen eine besondere Bedeutung zu, indem Dokumentation, Rezeption und Gegenwartstransfer, Diskussion ineinandergreifen.
Künstler:innen werden eingeladen an diesem Projekt teilzunehmen und in ihren Zugängen Perspektiven zu Werk und Person beizutragen.
Den Schwerpunkt bildet dabei Werk und Leben Ingeborg Bachmanns. Ebenso weitere Künstler:Innen.
Interview und alle Fotos_Romanschauplatz _ Malina_Wien _ Walter Pobaschnig 12/23
Lieber Bernhard Dechant, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?
Aufstehen / vor mir selbst und den Herausforderungen, die sich mir stellen, so lange wie möglich fliehen / Essen / mich mir selbst und den Herausforderungen stellen / daran verzweifeln / Essen / Wege finden die Verzweiflung in positive Energie umzuwandeln, bestenfalls in künstlerische Projekte zu transformieren / Essen / mir abends vornehmen, am nächsten Tag nicht wieder den halben Tag an Flucht und Verzweiflung zu verschwenden
Bernhard Dechant, Schauspieler, Autor und Regisseur _ Foto/folgende _ aktuelle Produktion: „Oskar Werner – Kompromisslos in die Wiedergeburt“
Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?
Ich glaube, das was für uns jetzt alle besonders wichtig ist, immer schon für uns alle wichtig war, wobei ich den Begriff alle nicht wirklich fassen kann, weil es ja doch sehr viele sind und wenn ich mir die Welt anschaue bezweifle, dass es ein alle überhaupt gibt oder besser gesagt, dass es ein alle gibt, denen dasselbe wichtig ist.
Deswegen kann ich nur sagen, was mir wichtig ist: Solidarität, Empathie, Liebe, Vertrauen, Selbstbewusstsein, Mut, Zivilcourage, Freiheit, Friede, Lust, Humor, Grundeinkommen.
Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei dem Theater/Schauspiel, der Kunst an sich zu?
Ich glaube, dass wir am Anfang der Epoche einer neuen oder zweiten Aufklärung stehen. Der Glaube an unendliches Wirtschaftswachstum und einen göttlichen allwissenden Markt, dessen Lehre von neoliberalen Propheten in gläsernen Kathedralen über unsere Banknoten gepredigt wird, scheint an der Endlichkeit unsere Erde und ihrer Ressourcen zu zerbrechen.
Es wird eine Transformation stattfinden, die die Menschheit entweder auf eine neue, höhere Form des Bewusstseins und des Zusammenlebens führt oder – wie es jetzt scheint – in ein neues barbarisches Mittelalter.
In meinen Augen ist die Aufgabe der Kunst bei diesem Prozess, positive Utopien wie negative Dystopien fühl- und erlebbar zu machen, mögliche Zukünfte ins Jetzt zu holen, um das Jetzt in der Zukunft zu verhindern .
Was liest Du derzeit?
Der radikale Poet Werner Schwab
von Helmut Grugger
Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?
„Kunst ist, wenn man’s nicht kann, denn wenn man’s kann, ist’s keine Kunst.“
Johann Nestroy
Aktuelles Theaterprojekt von und mit Bernhard Dechant:
„Oskar Werner – Kompromisslos in die Wiedergeburt“
Ein Österreichisches Drama von und mit:
SOPHIE RESCH (Regie & Dramaturgie, Text)
BERNHARD DECHANT (Schauspiel, Konzept & Text)
STEFAN STERZINGER (Musik)
Premiere Fr 19.1.2024
Weitere Vorstellungen: 31.1, 1.2, 2.2 und 3.2.2024 Beginn: 20h
Lokal Spitzer im Odeon 1020 Wien; Taborstraße 10 (Eingang im Durchgang zur Großen Mohrengasse)
Bernhard Dechant, Schauspieler, Autor und RegisseurStefan Sterzinger, MusikerSophie Resch, Schauspielerin, Regisseurin
Vielen Dank für das Interview, lieber Bernhard, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Theater-, Kunstprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!
5 Fragen an Künstler*innen:
Bernhard Dechant, Schauspieler, Autor und Regisseur
Zur Person _ Bernhard Dechant wurde 1976 geboren und lebt derzeit als freier Schauspieler, Autor und Regisseur in Wien.
Studierte von 1997 bis 2000 Psychologie und von 2000 bis 2003 Schauspiel in Wien.
Spielt derzeit „OSKAR WERNER /Kompromisslos in die Wiedergeburt „ Text von Bernhard Dechant unter der Regie von Sophie Resch im Spitzer/Odeon Theater Wien und unter der Regie von Christina Tscharyiski “HEIL.Eine energetische Reinigung” von Stefanie Sargnagl im Rabenhof Wien
Von 2004 bis 2008 Ensemblemitglied am Theaterhaus Jena.
2008 gewann er mit der von ihm entwickelten und inszenierten Version von „Don Quichote“ den Publikumspreis des 100° Festivals Berlin.
Für das Jahr 2009 wurde er von Christoph Schlingensief für das Fach Regie als Stipendiat der Akademie Schloss Solitude in Stuttgart ausgewählt.
2010 erhielt er mit dem Caleidospheres e.V. den Förderpreis der LAG Soziokultur Thüringen „Kulturriese 2010″.
2013 erhielt er für das Solostück „Braveheart“ den deutschen Monologpreis „Tonella“.
2015 Nestroy-Preis als Teil des Ensembles für die beste Off- Produktion für „Proletenpassion ff.“ und Extra-Nestroy-Preis für das von ihm mitgegründete Künstler*innenkollektiv „Die Schweigende Mehrheit“,
2016 Preis der Freien Szene und Nominierung für den Nestroy-Spezialpreis für „Schutzbefohlene performen Jelineks Schutzbefohlene“.
2017 Dorothea Neff Preis für „Traiskirchen. Das Musical“.
2018 Stadtteilprojekt „WirKommen.at“
2018 Karl Anton Wolf Preis für „Die Schweigende Mehrheit“.
Als Schauspieler arbeitete er unter anderem mit Claus Peymann, Markus Heinzelmann, Hartmut Wickert, Peter Kern, Alice Buddeberg, Tomas Schweigen, Eike Hannemann, norton.commander.Productions, Michael Schachermaier, Christine Eder, Anna Badora, Alexander Charim, Tina Leisch und Christina Tscharyiski.
Zur Person _ Björn Hayer schreibt Lyrik, Essays und Prosa, zudem ist der 1987 in Mannheim geborene und habilitierte Germanist als Literatur- und Theaterkritiker tätig.