„Oskar Werner – kompromisslos in die Wiedergeburt“ Umjubelte Uraufführung _ Kulturraum Spitzer _ Wien 19.1.2024

Oskar Werner –
Kompromisslos in die Wiedergeburt

Sophie Resch: Text/Regie
Bernhard Dechant: Schauspiel/Text
Stefan Sterzinger: Musik

Uraufführung _ Kulturraum Spitzer/Premiere  19.1.2024 

Der Abend beginnt, das zahlreich erschiene Publikum betritt den Saal…

Und da ist Hamlet – seine Paraderolle – doch nun trägt dieser einen Affenkopf und begrüßt das eintreffende Publikum servierend…

und betritt die Bühne…

Dann fällt die Maske, die Musik setzt ein und ein Leben beginnt zu erzählen…das andere und das eigene, gesellschaftliche…der Künstler, der Affe, der Sohn, der Vater auf der Suche nach Wahrheit, Leidenschaft, nach Kunst und Weg…

Oskar Werner, der früh verstorbene österreichische Theater-, Film-, und Weltstar, ist Ausgangspunkt eines begeisternden variantenreichen wie pointierten Bühnenabend in Text, Performance und Musik, in dem die Frage von Kunst und Wahrhaftigkeit, Ruhm und Leben, Öffentlichkeit und Einsamkeit beispielhaft im Mittelpunkt steht.

Es ist ein Abend, der einerseits Leben und Werk Oskar Werners in aller Genialität wie menschlicher Brüchigkeit beeindruckend wie erschütternd in Textzitaten und biographischen Bezügen szenisch öffnet und dabei die Themen Existenz, Verzweiflung zur Sprache, zur Explosion und zur Scham, Stille und Ansprache kommen lässt, dass in Momenten im bis auf den letzten Platz gefüllten Theaterraum der Fall einer Stecknadel zu hören wäre. Dies ist einer hervorragenden Schauspiel-, Regie-, Musik-, inszenierung und -darstellung zuzuschreiben, die in allem überzeugt.

Ebenso wird das Thema Gesellschaft, Beruf und Alkohol in dessen dramatischen verhängnisvollen Glorifizierungen offengelegt wie auch kritisch auf Wege der Sozialisation verweisen. Dies geschieht in persönlichen Erzählungen wie Musikbeispielen und ist szenisch stimmig wie aussagekräftig. Es hinterlässt Eindruck wie zu spüren ist.

Es ist immer ein mutiger Kunstgriff sich der Kultperson Oskar Werner in aller Ambivalenz anzunähern und dies auf einen Bühnenabend zu verdichten. Das gewählte Konzept im inneren Monolog wie dialogischem Selbst-, und Welttransfer zum Thema Leben, Kunst, Gesellschaft und Sucht ist hervorragend durchdacht, konzipiert und funktioniert begeisternd.

Es ist ein Abend in höchster Schauspiel-, Musik- und Regiekunst, in dem Text, Musik, Szene großartig ineinander greifen und dieser Funke springt in Esprit und Aussage zum Publikum, welches in großer Aufmerksamkeit und Ergriffenheit folgt, sehr gelungen über! Und so wird es eine kompromisslose hommage an den Menschen an sich, wie auch an ein Land und dessen gesellschaftliche Traditionen, in aller konsequenten wie verzweifelten und scheiternden Suche nach Sinn und Leben, nach Wahrheit, zu dieser wohl Oskar Werner selbst applaudiert hätte wie es das Publikum im vollbesetzten Saal langanhaltend tat.

„Eine wunderbar abgestimmte wie tiefgehende Hommage an den österreichischen Superstar Oskar Werner!“

Oskar Werner
Kompromisslos in die Wiedergeburt

Kulturraum Spitzer/Premiere  19.1.2024  20h

Sophie Resch: Regie/Text 

Bernhard Dechant: Text/Darstellung/Regie

Stefan Sterzinger: Musik

Theaterverein Odeon
Kulturraum Spitzer
Taborstraße 10, 1020 Wien

Weitere Termine: 31 Jan 2024  –  03 Feb 2024

https://im-spitzer.net/event/oskar-werner-2/

Walter Pobaschnig 1/24

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„Liebe zum Leben“ Victoria Kropfitsch, Musikerin, Model _ Wien 19.1.2024

Liebe Victoria Kropfitsch, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Mein Tagesablauf beginnt mit einer Tasse Matcha, denn Matcha ist nicht nur gesund, sondern regt auch den Geist besser als Kaffee an. Nach meinem Matcha nehme ich eine warme Dusche und mache meine Hautpflege, um mich auf meinen Arbeitstag als professionelles Model vorzubereiten.

Victoria Kropfitsch (Amerson),
Musikerin, Designerin, Model

Dann esse ich mit meinem Sohn ein gesundes Frühstück und bringe ihn in den Kindergarten. Auf dem Rückweg genieße ich den Spaziergang an der frischen Luft und in der Straßenbahn nach Hause beantworte und schreibe ich meine E-Mails.

Wenn ich zurückkomme, habe ich entweder Probe für mein Musikstudium als professionelle Bratschistin, oder ich bereite meinen Koffer mit Outfits für ein Shooting vor.

Nach meinen 5 Stunden Shooting/Reisen oder Üben verbringe ich den Abend mit meinem Sohn und denke/plane neue Designs und Ideen.

Ich trinke noch einen Matcha, bevor ich gegen 22 Uhr einschlafe.

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Die wichtigsten Aspekte des Lebens sind Kreativität, Erleben und Liebe. Wir dürfen uns nicht so sehr auf materielle Dinge konzentrieren, sondern sollten uns stattdessen darauf Wert legen, im Leben mehr Erfahrungen zu sammeln.

Wir müssen lernen, in jeder Hinsicht zu lieben, nicht nur in romantischer Hinsicht, sondern aus Liebe zum Leben. Der Mensch ist die einzige Spezies, die wirklich lieben kann. Wenn wir nicht lieben, verlieren wir unsere menschliche Würde.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Musik, der Kunst an sich zu?

Musik und Kunst haben Ewigkeit über Gesellschaften hindurch und hinweg und doch spiegeln sie Mensch, Zeit, Geschichte wider. Kunst selbst ist zeitlos und doch wie ein Schlüssel zum Verständnis der Geschichte. Die Kunst der Zeit kann von Generation zu Generation neu verstanden, interpretiert werden.

Was liest Du derzeit?

Zurzeit lese ich etwas über das asiatische Erbe, um mehr über die Schwierigkeiten zu erfahren, die meine Mutter hatte, als sie 1975 aus Vietnam in die Vereinigten Staaten kam. Das Buch heißt Shanghai girls und ist eine hervorragende Beschreibung der harten Realität der Einwanderung in der ersten Hälfte des Jahrhunderts.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

„In einer Welt der K., sei eine Audrey“.

Vielen Dank für das Interview, liebe Victoria, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Musik-, Kunstprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen:

Victoria Kropfitsch, Musikerin, Designerin, Model

Zur Person Victoria Kropfitsch (Amerson) (26) ist für ihre vielen künstlerischen Talente bekannt. Sie verfolgt eine Karriere als professionelle Bratschistin, nachdem sie 16 Jahre lang studiert und international aufgetreten ist.

Seit 2019 hat sie außerdem ihre eigene Marke „Victoria K. Designs“ gegründet. Alle Designs werden von der Schneidermeisterin selbst handgefertigt. Victoria arbeitet außerdem als Wiens beliebtestes Model und hat mit vielen großen Wiener Fotografen zusammengearbeitet. Victoria wird in vielen internationalen Magazinen veröffentlicht und von bekannten Künstlern für Ausstellungen gezeichnet.

Victoria trägt den Titel Miss Europe Continental Austria sowie Miss Woman Vienna Austria und Miss Elite Global USA. Victoria engagiert sich im Kiwanis Club und ist eine große Unterstützerin von Animal Care Austria.

Fotos_ Walter Pobaschnig

Walter Pobaschnig _ 3.1.2024

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Erinnerung an Helena Adler _ „Mutig, sich nicht davor scheuend, darüber zu schreiben, was sie wahrnimmt“ Marlen Schachinger, Schriftstellerin _ Wien 18.1.2024

Interviewzum Tod von Helena Adler _ Marlen Schachinger, Schriftstellerin

 + 5.1.2024  „Helena Adler“, Schriftstellerin, Salzburg (Stephanie Helena Prähauser *1983)

+ 5.1.2024  „Helena Adler“, Schriftstellerin, Salzburg
(Stephanie Helena Prähauser *1983)

Liebe Marlen Schachinger, wann, wie begegnete Dir der erste Text von Helena Adler und welche Wirkung hatte dieser auf Dich?

»Home Sweet Home

Nehmen Sie ein Gemälde von Pieter Bruegel. Nun animieren Sie es.

Wir essen schwarze Regensuppe zum Nachtmahl.«

(Aus: Die Infantin trägt den Scheitel links.}

Was zeichnete Ihr Schreiben für Dich aus?

Ein aufmerksames Ohr. Überraschende Wendungen wie diese, bei der Sätze sich voneinander abstoßen: »›Scham ist nicht dasselbe wie Reue‹, versichert sie, während sie die Kartoffeln schält, und bereut nichts. Dann kerbt sie Unmengen an Butterschmalz aus dem Plastikbecher […].« Aus: Die Infantin trägt den Scheitel links.

Sie fesseln in ihrer Härte, aber manchmal fragt man sich leise, ob sie auch erzählerische Gerechtigkeit kennen werden.

Helena Adler: »Mit den Menschen in meiner Heimat hadere ich häufig. Ihre Borniertheit widert mich an, mich ekelt’s, wenn jemand über Bettler lästert, da gelüstet es mich, tätlich zu werden, und wenn ich schon keine Gnackwatschen austeilen darf, dann mache ich das halt zumindest auf dem Papier. Auf die hinlangen, die glauben, dass niemand zu ihnen hinreicht.« (Aus: „Jetzt ist es mir todernst“. Helena Adler im Interview mit Anton Thuswaldner. In: Volltext, 02.02.2023.)

Literatur öffne Räume, sie sei nie abgeschlossen, immer in Bewegung. (Ausnahmegespräche: Helena Adler mit „Die Infantin trägt den Scheitel links“. Helena Adler im Gespräch mit Katja Gasser. Österreichischer Hauptverband des Buchhandels. 16.04.2020.)

Wie hast Du Helena Adler als Kollegin erlebt?

Mutig, sich nicht davor scheuend, darüber zu schreiben, was sie wahrnimmt: »[…] ich lass es gern krachen. Da muss man lediglich die Augen und Ohren offen und den Schreibblock gezückt halten, sich vielleicht noch in den Zug von Graz nach Salzburg setzen, schon wird man Zeuge der perfidesten menschlichen Abgründe. So musste ich vor ein paar Tagen mitanhören, wie sich eine ältere Dame, fein herausgeputzt, über einen Bettler entrüstete, weil dieser vor dem Eingang von Swarovski lag. Sie meuterte darüber, dass nicht einmal die Stadt Graz imstande wäre, solche Unannehmlichkeiten zu beseitigen, da es sich um einen öffentlichen Platz handle. Dann fragte sie ungeniert: „Wie komme ich dazu, dass ich ein schlechtes Gewissen bekomme, nur weil ich zum Swarovski gehe und dieses Geschöpf mitansehen muss? Wie komme ich dazu?“ Das wird ein neuer Text, sag ich Ihnen, solche Dinge gehören gehört. Und es ist mir ein Fest, unter die schweren Barockkittel unserer Provinzstadt zu spechteln und die Dynamitschnüre zu zünden, die da aus allen engen Winkeln hervorlugen und aus Nobelnischen und Rosettenfenstern heraushängen.« (Aus: „Jetzt ist es mir todernst“. Helena Adler im Interview mit Anton Thuswaldner. In: Volltext, 02.02.2023.)

Welches literarische Erbe hinterlässt sie und wie ist dies in der österreichischen Literatur einzuordnen?

Was bleibt, wird die Zeit weisen. Es liegt in der Verantwortung der Lebenden. Und des Verlages. Hoffen wir also … Hoffen wir, dass insbesondere der Mut, zu schreiben, was eine schreiben will, weitere ansteckt und sich in Verlagen Raum findet, wie auch immer geartet sein mag, was dabei entsteht.

Helena Adler: »Ich träume von einem Elfenbeinturm ganz für mich allein, wo kein Schwein anklopft, sondern wo ich enthoben von der Realität über den Wolken sitzen und an meinen Geschichten weiterspinnen kann.«

(Aus: „Die Türen sind Eingänge in mein tiefstes Unterbewusstsein“ Helena Adler im Wohngespräch mit Wojciech Czaja. In: Der Standard, 13.07.2020.)

Wie wird Dir Werk und Leben Helena Adlers in Erinnerung bleiben?

»Ich mache nichts weiter, als meinen Alltag zu dokumentieren. Ich gebe meine Wahrnehmung wieder, die ja wiederum auch nicht die Wahrheit ist, aber ein großes Stück weit halt meine Wahrheit.« (Aus: „Jetzt ist es mir todernst“. Helena Adler im Interview mit Anton Thuswaldner. In: Volltext, 02.02.2023.)

Herzlichen Dank für das Interview, liebe Marlen!

Marlen Schachinger, Schriftstellerin

Zur Person _Marlen Schachinger, Schriftstellerin

Geb. 1970 in OÖ, lebt, liebt und arbeitet als freiberufliche Literatin, Regisseurin,  Übersetzerin, Dozentin für Literarisches Schreiben & Poetik, Regisseurin und Verlegerin. Zahlreiche Publikationen, zuletzt »Erkenntnis kommt in blauer Stunde«, »Perfekt« (2023), »Wort an Wort: Berührung« (2022), »Fragmente: Die Zeit danach« (2021), »Kosovarische Korrekturen« … Filmische Arbeiten und Hörbücher: »Selbstlaut« (2023), »Schatten & Licht« (2021), »Arbeit statt Almosen« (2020) Zahlreiche Literaturpreise und -stipendien – zuletzt: 2021 Stadtschreiberin Magdeburg, BMEIA Internationale Literaturdialoge 2019 Welser Stadtschreiberin, Seume-Literaturpreis … (www.marlen.schachinger.com)

www.marlen.schachinger.com

Foto_ Edition Arthof

Helena Adler, Schriftstellerin +5.1.2024

+ 5.1.2024  „Helena Adler“, Schriftstellerin, Salzburg
(Stephanie Helena Prähauser *1983)

Geboren 1983 in Oberndorf bei Salzburg in einem Opel Kadett.
Lebte als Autorin und Künstlerin in der Nähe von Salzburg.

Studium der Malerei am Mozarteum sowie Psychologie und Philosophie an der Universität Salzburg.

Auszeichnungen:

2022 Shortlist Österreichischer Buchpreis

2020 Longlist Deutscher Buchpreis

2020 Shortlist Österreichischer Buchpreis

2020 Projektstipendium Literatur BKA

2018 Jahresstipendium Literatur, Salzburg  

https://jungundjung.at/verfasser/adler-helena/ 6.1.2024 

Bücher:

Interview:

Fotos_Eva Trifft/Jung und Jung

Grafik: Romana Fürlinger

Walter Pobaschnig 18.1.2024

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„Kunst schafft Raum für reiche Zwischentöne“ Sandra Schößler, Schriftstellerin _ Wien 18.1.2023

Liebe Sandra Schößler, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Das Home Office hat dankenswerterweise mehr Flexibilität in den Alltag gebracht. Wenn mich heute der Wecker um 6:30 in den Tag reißt, so kann ich immer noch eine Stunde in Gedanken verbringen, bevor mich um 9 Uhr das erste Online-Meeting erwartet.

Sandra Schößler, Schriftstellerin

Ansonsten bewährt es sich aber für mich, den Brotjob von der künstlerischen Arbeit zu trennen. Ich schaffe lieber Freiräume nach dem „Nine to Five“, in denen die Notizen und Fragmente verarbeitet werden, die sich in kleinen Heftchen angesammelt haben. Diese Büchlein trage ich immer bei mir, um Gedanken aufzuschreiben, Inspiration kann dabei aus vielen Quellen kommen, eine Alltagsbeobachtung, ein Dialog, ein Kunstwerk. Zusätzlich fotografiere ich gerne, die Vogelperspektive finde ich dabei besonders spannend, eröffnet sie doch neue Blickwinkel auf vermeintlich Altbekanntes. Ein Auf-Abstand-Gehen ermöglicht so oft neue Einblicke.

Meine Lieblingszeit zu schreiben ist der Abend, auch weil er eine andere Qualität an Emotionen hervorruft, die in Worte gegossen werden wollen.

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Den Blick auf das Positive nicht zu verlieren. Wir leben in dieser Post-Wohlstands-es-geht-uns-gut- und Bei-uns-ist-Frieden-Zeit. Auch wenn wir nur in Ausläufern (Inflation, Gaspreise etc.) von den aktuellen Kriegen betroffen sind, spielen diese sich dennoch vor unserer digitalen Haustüre ab. Wir haben uns an einen Lebensstandard gewöhnt, von dem wir ahnen, dass er auf die Dauer weder leistbar bleiben noch einer immer größer werdenden Zahl von Menschen zur Verfügung stehen wird. Stattdessen erleben wir tagtäglich das Leid so vieler Menschen hautnah mit. Die Unmittelbarkeit durch die digitalen Medien lässt Grenzen geografischer Entfernung verschwinden und die Schicksale näher rücken, als sie es vielleicht noch auf den Fernsehschirmen in den 80er Jahren konnten.

Nicht an der Welt und den scheinbar ewig wiederkehrenden Schwächen der Menschen zu verzweifeln oder auch zynisch zu werden – das ist für uns alle wichtig.

Eine Gesellschaft kann sich nur verbessern, wenn wir unseren Beitrag leisten, und sei es nur durch eine optimistische Einstellung und das Vertrauen, dass der Mensch aus seiner Geschichte lernen kann – möge es auch im großen Rahmen der gesellschaftlichen Veränderung unseren eigenen Lebenshorizont überdauern. Im Mikrokosmos unseres eigenen Lebens können wir jedoch Veränderung schaffen durch Achtsamkeit und rücksichtsvollen Umgang miteinander. Wenn es um zwischenmenschliche Verantwortung geht, hat Social Media mehr Distanz durch Unverbindlichkeit geschaffen. Wenn es unbequem wird, wird schnell geghostet und die nächste Bekanntschaft ist nur einen Friend Request entfernt.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Kunst an sich zu?

Die Kunst kann Blickwinkel eröffnen, die der rationalen Herangehensweise verschlossen bleiben. Der Mensch als fühlendes Wesen ist aufgerufen, neue Töne zu erschaffen, ob diese nun laut und rebellisch oder leise und im Hintergrund wirken.

Kunst weckt Emotionen und stellt somit Verbindung zwischen Menschen her, auch wenn ihr Erleben zutiefst subjektiv ist. Dort wo wir die Sinnhaftigkeit unserer Existenz hinterfragen, kann die Kunst aus meiner Sicht, Menschen ein besseres Angebot machen als Religionen und spirituellen Lehren mit ihrem Absolutheitsanspruch.

Nur der Kunst gelingt es, die Komplexität unseres Miteinanders in neuen Kontext zu setzen. Wo wir Menschen uns nach einfachen Antworten sehnen, nach der Einteilung der Welt in Gut und Böse, schafft die Kunst Raum für reiche Zwischentöne.

Gedichtauswahl _ Sandra Schößler, Schriftstellerin

Geliebte Ratio

Ratio, du alte Verführerin

In deinem Beisein

Macht und Kontrolle

Unantastbarkeit

Der richtige Ton

Überzeugungskraft

Stakkato der Argumente

Und keiner bietet dir die Stirn

Ratio triumphiert

Baut einen Schutzwall

Stützt dein Korsett

Mit Fischbeinen aus Titan

Und schneidet dich ab

Von deinem Verlangen

Spontaneität erstickt

Japsend liegt Emotion am Boden

Teilzeitfrau

Ich bin eine Teilzeitfrau

Mittwochs und Samstags

Habe ich eine Beziehung

Die anderen Tage bin ich allein

Dann bin ich eine digitale Frau

Im Messenger

Guten Morgen und gute Nacht

Meine Liebste

Ich bin eine Teilzeit Urlaubspartnerin

Für eine Nacht

Zwei sind zu viel

Zu viel Welt für dich

Ich bin eine Teilzeitfrau

Wer sind die anderen Frauen?

Wer ist die Frau,

mit der du nur telefonierst?

Wer ist die Frau,

Die nachts anruft,

wenn wir schon im Bett liegen?

Ich dachte, es ist noch mein Tag.

Loslassen

Eines Tages werde ich dich loslassen

Du wirst ein Artefakt werden

Eine zarte, kostbare Glasfigur

Im Schrank meiner Erinnerungen

Vielleicht nehm ich sie in vielen Jahren heraus

Drehe die kühle glatte Form in meiner Hand

Und wundere mich

Wie ich etwas so Einzigartiges

Aus den Augen verlieren konnte

Der Feigling

Lieber nicht hinsehen

Lieber nicht hinspüren

Lieber nicht

Lieber nicht zulassen

Lieber nicht die Türen öffnen

Lieber nicht

Lieber nichts riskieren

Lieber nicht lieben

Lieber nicht

Oder doch lieber?

Was liest Du derzeit?

Judith Hermann, „Wir hätten uns alles gesagt“.

Und immer wieder gerne zwischendurch Gedichte von Alexander Peer, z.B. „Der Klang der stummen Verhältnisse“

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Ich mag das Zitat von Max Reinhardt „Nicht Verstellung ist die Aufgabe des Schauspielers, sondern Enthüllung.“

Ich denke, diese Aussage trifft für alle Kunstschaffenden zu, vielleicht sogar für alle Menschen, zumindest jene, die sich auf die Suche begeben. Nur wenn ich mich mit meinem authentisches Selbst auseinandersetze, kann etwas entstehen, dessen Ergebnis mich am Ende des Tages vielleicht selbst überrascht.

Sandra Schößler, Schriftstellerin

Vielen Dank für das Interview, liebe Sandra, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literaturprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!

5 Fragen an Künstler:innen:

Sandra Schößler, Schriftstellerin

Zur Person _ Sandra Schößler, Schreibende. Geboren 1972 in Wien. Sie studierte Psychologie und Wirtschaft in Wien und London. Lebte vier Jahre in Hamburg und arbeitet als UX Designerin in einer Digitalagentur in Wien.

In ihrer Freizeit schreibt sie Gedichte und arbeitet an einem Roman.

Fotos_ privat

Walter Pobaschnig _ 7.1.2024

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„Geben“ Theresa Mikesch, Schauspielerin _ Give Peace A Chance _ Wiener Neustadt 18.1.2024

GIVE PEACE A CHANCE

Geben

Ist

Verführung

Einer


Person.

Einigkeit

Aller

Chancen

Ergibt


Außergewöhnlichen


Charme.

Heilbringend

Anhand

Neuem

Charakerstarken

Erbe.



Theresa Mikesch, 6.1.2024

Theresa Mikesch, Schauspielerin, Model, Moderatorin,
Zielgruppenmanagerin

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Theresa Mikesch, Schauspielerin, Model, Moderatorin,
Zielgruppenmanagerin

Zur Person _  1992 in eine Theaterfamilie hineingeboren, war Theresa Mikesch schon mit einem halben Jahr das erste Mal auf der Bühne. Das „Theater im Neukloster“ in Wiener Neustadt wurde 1978 von ihrem Großvater Harald Scherz gegründet und bringt mittlerweile 4 bis 5 Produktionen jährlich auf die Bühne. Sie selbst zeigte ab der Pubertät mehr Interesse für den Sport als für das Theater und distanzierte sich weitgehendst von der Idee schauspielerisch tätig zu sein. Sie studierte Deutsche Philologie an der Universität Wien, absolvierte das Masterstudium mit dem Schwerpunkt Kunst und Kultur und machte die Unternehmerprüfung. Das künstlerische Comeback und die plötzlich tiefsitzende Leidenschaft für das Theater kam 2022 mit dem erneuten Einstieg in das „Theater im Neukloster“, wo sie Teile der Öffentlichkeitsarbeit übernahm und der Teilnahme an einer Fashion Show, die ihr die nötige Aufmerksamkeit schenkte. Es folgten Modeljobs und zahlreiche Auftritte neben ihrem Hauptberuf als Zielgruppenmanagerin (Marketing & PR) der Wiener Neustädter Sparkasse.

Theresa Mikesch _Zielgruppenmanagerin, Schauspielerin, Model, Moderatorin, uvm.

Wiener Neustadt

Foto_ Alex Schwarz Photography

Walter Pobaschnig _ 6.1.2024

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„Begeisternde Krimi-Theaterspannung“ Premiere _ „Bei Anruf Mord“ Theater Center Forum _ Wien 17.1.2024

Bei Anruf Mord“ Theater Center Forum _ Wien _
Regie: Christoph Prückner
Mit: Valentina Himmelbauer, Gerhard Dorfer, Christian Kohlhofer, Christoph Prückner, Nagy Vilmos.

BEI ANRUF MORDvon Frederick Knott

Es ist ein Theaterabend im wunderbaren Ambiente des Theater Center Forum Wien, 1090 _

,der den Filmklassiker von Alfred Hitchcock ( Dial M for Murder, 1954) nach dem gleichnamigen Broadway-Erfolgsstück von Frederick Knott, in einer mitreißenden Inszenierung und großartiger Darstellung aufnimmt und Spannung wie Drama und Komödie der Sonderklasse bietet.

Schon in der Anfangsszene gelingt es die Aufmerksamkeit und Neugierde auf Situation und Fortgang zu ziehen und dies setzt sich in den Folgeszenen – auch mit einem Bestens abgestimmten Bühnenbild, das reduziert wie aussagekräftig einen ausgezeichneten Spielrahmen bildet – sehr gelungen fort.

Regie und Ensemble finden genau die richtige szenische Dosis von Spannungsaufbau und Neugierde, die das Publikum gleichsam mitfiebern und auch miträtseln, mitaufklären lässt. Dieser Funke springt perfekt über und hält bis zum famosen Finale der Fallaufklärung an.

Das Stück überzeugt in Esprit, Spielfreude und wunderbar abgestimmter Regie wie Rollenpräsenz. Der Szenenrhythmus, der diesem Film- Theaterklassiker ins Herz trifft, weiß eigene Akzente zu setzen und das Publikum zu begeistern.

„Ein Theaterabend in Krimispannung der Sonderklasse!“

Bei Anruf Mord“ Theater Center Forum _ Wien _
Regie: Christoph Prückner
Mit: Valentina Himmelbauer, Gerhard Dorfer, Christian Kohlhofer, Christoph Prückner, Nagy Vilmos.

BEI ANRUF MORDvon Frederick Knott

Premiere  17.1.2024

Regie: Christoph Prückner

Mit: Valentina Himmelbauer, Gerhard Dorfer, Christian Kohlhofer, Christoph Prückner, Nagy Vilmos.

Theater-Center-Forum
Porzellangasse 50, 1090 Wien

Weitere Spieltermine: 17. Januar – 03. Februar 2024 – Forum II

20:00h – ca. 22:00h (inkl. Pause)

(tgl. außer So., Mo. & Di.)

https://www.theatercenterforum.com/bei-anruf-mord/

Alle Fotos _ Walter Pobaschnig

Walter Pobaschnig   1/24

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„Gewaltsames“ Briant Rokyta, Künstler _ Give Peace A Chance _ Wien 17.1.2024

Bild _ Briant Rokyta, Künstler,

GIVE PEACE A CHANCE

Gewaltsames

Ist

Vielerorts 

Eindringlich


Präsent.

Eine

Außergewöhnliche

Chance

Eilt


Allerdings


Charakteristisch

Herbei!

Allerhand

Neues

Chauffiert

Einher!

Briant Rokyta, 5.1.2024

Briant Rokyta, Künstler,
Kunsttherapeut und Dozent

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Briant Rokyta _ Künstler, Kunsttherapeut und Dozent

Zur Person _  Briant Rokyta leitet Permanent Creation, ein Künstleratelier, das durch createart GALLERIES und MAG Montreux Art Gallery im internationalen Ausstellungsbetrieb vertreten ist. Sein Werk umfasst Skulpturen, Malerei, Texte und Performances.

Briant Rokyta ist diplomierter Ganzheitlicher Kunsttherapeut und leitet seit 2009 die kunsttherapeutische Abteilung einer Rehabilitationsklinik in Österreich. In dieser therapeutischen Arbeit werden Menschen mit Burn-out, Depression und Sinnverlust in Veränderungsprozessen begleitet. Seit 2020 ist er Lehrverantwortlicher an der Akademie für Kunsttherapie in Wien. Als Dozent zeigt er mit den Mitteln der Kunst praktische Methoden auf, die sowohl für das Wohl des Individuums wie als Beitrag für eine schönere Welt gelten.

Fotos_ privat

Walter Pobaschnig _ 5.1.2024

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„Just a glass of water“ Olesya Dzhurayeva, artist _ Kyiv, Ukraine 17.1.2024

Hi, dear Olesya Dzhurayeva, what`s your routine at the moment?

Today is January 9, 2024, the 685th day of the war. The war that russia is waging against the Ukrainian people. It’s a difficult time, a time of bad news and constant anxiety. My family and I are in Kyiv. Children, despite everything, attend school, but during air attacks during the day they are at a bomb shelter. My husband and I are busy with current work and taking care of the family. My family and my creativity are what really don’t allow me to give up and help me get through this difficult time.

Olesya Dzhurayeva, artist

I created a series of works “Window of Hope” that remain relevant to this day, as the war continues. This series of woodcuts was created in the first two months of the full-scale russian invasion of Ukraine. My family and I were forced to leave Kyiv and resided in a village in the central part of Ukraine, where these works were created.

Each of the 6 prints is accompanied by a short text that was written by me at the time of the creation of the work. The first edition of these woodcuts was printed with Ukrainian chernozem (Ukrainian black soil). In August 2022, I printed these woodcuts in a conventional method from the original blocks in Berlin at the Corvinus Presse publishing house.

  1. Window of Hope”, 15.03.2022, woodcut printed by Ukrainian black soil, 12,5×24,5cm

I’m devastated. Days pass and every morning waking up I realize that the war continues. The news plunges into apathy for everything. I can’t believe we’ve been living like this for 21 days. I can’t draw, because my art is about contemplation, about light, about the routine that you can enjoy. Now this is not possible. I am deprived of my usual tools, place of work, home. But the desire to live and work is stronger. I gathered my thoughts and do what keeps me afloat. The first woodcut of my life, printed with Ukrainian black soil. This is about the window of my hope, about the windows of all the destroyed houses and lives, about the fact that these are our houses and our land, about the fact that we cannot be broken, we cannot be defeated! Glory to Ukraine! Glory to Our Heroes!“We stand on Our Own Land”, 19.03.2022, woodcut printed by Ukrainian black soil, 12,3×23,2cm

2. “We stand on Our Own Land”, 19.03.2022, woodcut printed by Ukrainian black soil, 12,3×23,2cm

Even during the war, there are things that continue to please you. Sunrises and sunsets, earth and sky. Spring. The sun that warms Our Land more and more every day. Grains will fall into the ground and this will give rise to something new and strong. Ukrainian black soil is the most fertile and rich soil in Europe. Our Land is like a constant, a symbol of constancy and rebirth. No bombs and aggression can break the spirit and the will to live of people born on this Land. We stand on Our Own Land. Glory to Ukraine! Glory to Our Heroes!

3. “The house whose light went out forever”, 31.03.2022, woodcut printed by Ukrainian black soil, 13,5x23cm

War, 36 day. Since February 24, 2022, as a result of the armed aggression of russian federation in Ukraine, 148 children have already died, more than 232 were injured.

4. “The Abyss”, 10.04.2022, woodcut printed by Ukrainian black soil, 12,5x23cm

War, 48 day.The events of recent weeks are tearing the soul and heart apart. I think about it all the time, the fact that this gulf between the civilized world and the world of barbarism at its worst is growing every day. And this abyss is filled with tears, human suffering, pain. I know – all this madness will stop.. someday.. somehow.. But we will remember it forever.

5. “Tears”, 17.04.2022, woodcut printed by Ukrainian black soil, 14x23cm

Raining….Yesterday in the village where I am now, people on their knees met the coffin of a soldier who died a month ago. His body could not be found and identified for a long time. He was buried in a closed coffin.

Eternal Glory to Our Heroes!

16.04.2022

6. „Spring in the middle of the war“, 27.04.2022, woodcut printed by Ukrainian black soil, 14×22,5cm

I’m finally at home in Kyiv.  On the way home, I looked out the window and the thought did not leave me that it’s good that some things cannot be changed or taken away.  My country is at war, and outside the window everything is green and blooming.  This year, the heat came late, but still, spring has already come!  Spring in the middle of the war.

What`s now particularly important for all of us?

It is important to remember that after a storm the sun always comes out. It’s good that some things do not change even during war – spring comes, seasons change, children are born… This is exactly what reminds us that life goes on no matter what and we should appreciate it.

Today, more than ever, it is important to concentrate on everyday life and the small joys of each day – morning coffee or daily dinner with family, meetings with friends. These are joys that we do not notice in ordinary life, but today I perceive them completely differently. In the fall of 2022, I created the work “Just a glass of water” and wrote, accompanying it, “the worse everything around, the more beautiful simple things are.”

But to be less poetic, there is nothing more valuable than human life and human freedom. This is what we stand for – the right to independence and freedom.

„Just a glass of water“, 2022, linocut, 40x30cm

New start, new beginning. What will be essential and which roles will art play on society?

Human life is short, art is much more durable. It reflects the present and tells about the past.

What are you reading currently?

I am reading the book of the Ukrainian art critic Dmytro Horbachev entitled „He and I were Ukrainians“ Malevich and Ukraine“, which was published in 2006.

Which quote, text will you propose to us?

I would like to share a poem by my dear friend, British art critic Richard Noyce. It was written by him after the start of the war in Ukraine, in June 2022. I later illustrated it in the fall of 2022.


ALWAYS (for another war)

There is always a babushka
Headscarf, flowered dress, sad eyes lost in the distance,
There is always an old man
Gazing uncomprehendingly at the ruins of his home,
There is always a young child
Playing a solitary game on the rusted metal of war,
And always
A graveyard with markers, flowers, and the fresh-dug earth
of new graves.

The names of the places change
But are always unfamiliar, a lost geography
Newly written in the endless annals
Of another war.

From a distance
Always from this distance
The sounds are unheard
Except on the soundtracks of television news reports.

And always
The lingering questions.

Richard Noyce

PhD(hc), Writer and Artist
Berriew, 26th June 2022

Always (for another war), 2022, linocut, 28,7x20cm

Thank you very much for the interview and your great art, dear Olesya, all the best for you in these days!

5 questions on artists:

Olesya Dzhurayeva, Ukrainian artist

Born in 1982 in Dushanbe, Tajikistan. In 1989 moved to Ukraine.

2006 – Graduated from Kyiv State Institute of Decorative and Applied Art and Design named after Mykhailo Boychuk, Faculty of Graphic Design.

2008 Member of the National Union of Artist of Ukraine.

2023 – Associate Member of the Royal Society of Painter-Printmakers, United Kingdom.

Works as a professional graphic artist since 2002. Her artworks have been exhibited in numerous exhibitions in Ukraine and all around the world.  She is an active member of the international printmaking community, participant and laureate of many printmaking competitions. Her printmaking work uses mainly techniques of relief printing.

Lives and works in Kyiv, Ukraine.

Fotos_ portrait/art Aidimir Dzhafarov.

Walter Pobaschnig _ 15.1.2024

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„Liebe Dunkelheit“ Boris Hoge-Benteler. Briefroman. kul-ja! Publishing.

Es ist ein Weg zurück. In der Stille. Zu den Anfängen aller Dunkelheiten, die jetzt so schwer auf Nilas lasten und denen er im Wort beizukommen sucht. All die Gespenster da und dort festhalten und vielleicht für immer zu bannen…

Und jetzt schreibt er Solveig, berichtet über sein Innen und Außen, sucht eine Ehrlichkeit und Wahrheit zu finden und diese zu teilen mit der so vertrauten Freundin in der Ferne…

Doch jetzt öffnen sich Räume, ein Labyrinth der Ereignisse, der Verwobenheiten von Leben, Schweigen, Geheimnis und Tragik…

Und das Wort wird zum Halt, zum Sturz in das Unbekannte…

Boris Hoge-Benteler, geboren 1979 in Marburg, Autor und promovierter Literaturwissenschaftler, Studium der Neueren deutschen Literatur, Italienisch und Geschichte in Berlin und Wien, legt mit seinem zweiten Roman „Liebe Dunkelheit“erneut eine mitreißend spannende rätselhafte Geschichte über Liebe und Dramatik vor, die sowohl in ihrem formalen Mut und Konsequenz wie der Konstruktion der Erzählung überzeugt. Es gelingt wunderbar Leserin und Leser mitzunehmen und einen Sog zu erzeugen, der mehr und mehr mit Nilas, Solveig, Nele mitgehen lässt und wie diese mehr erfahren möchte über Lebenswege, -wendungen zwischen da und dort.

„Ein Roman, der mutig konstruiert, in Spannung und literarischer Raffinesse überzeugt.“

Walter Pobaschnig 1_24

„Liebe Dunkelheit“ Boris Hoge-Benteler. Briefroman. kul-ja! Publishing.

Hardcover (fadengeheftet) mit Schutzumschlag und Lesebändchen

304 Seiten — 12,5 x 20,5 cm

ISBN: 978-3-949260-13-1

Preis: 25,00 Euro

Walter Pobaschnig  1/24

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„Mutig zu sein, um sich selbst zu überwinden“ Theresa Mikesch, Schauspielerin _ Wiener Neustadt/NÖ 16.1.2024

Liebe Theresa Mikesch, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Mein Tagesablauf … sehr klassisch und unspektakulär. Ich stehe früh morgens auf, mache mich zurecht, gehe ins Büro, habe diverse Meetings, arbeite an unterschiedlichen Marketingkonzepten und reflektiere über Verkaufszahlen.

Abends geht es ab nach Hause, in die Badewanne mit einer entspannenden Serie oder Musik und einem guten Glas Wein. Hierbei kommen mir auch die besten kreativen Ideen, die parallel zum Genuss ausgefeilt werden.

Theresa Mikesch, Schauspielerin, Model, Moderatorin,
Zielgruppenmanagerin, uvm.

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Unbekümmertheit und zu lachen!

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei dem Theater/Schauspiel, der Kunst an sich zu?

Durchzuhalten und aus externen Quellen Kraft zu schöpfen. Mutig zu sein, um sich selbst zu überwinden. Sich an dem Erreichten zu erfreuen und den Neubeginn mit kindlicher Faszination innerlich zu feiern.

Das Theater/das Schauspiel und die Kunst sollen dem Menschen Kraft geben. Sie sollen ihm Ruhe bieten, in ihm Glücksgefühle auslösen, ihn über sich selbst und die Welt lachen lassen und ihn dazu ermutigen alles nicht allzu ernst zu nehmen, zumindest für die Zeit des Besuches.

Was liest Du derzeit?

Ein Traumprinz zum Fest der Liebe – Julia Gold Band 113

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

“Zurück im Leben beginnt der Kampf um ihre Liebe, doch zur Freiheit verurteilt verlieren sie.” – Das Spiel ist aus, Existentialistisches Drehbuch von Jean-Paul Sartre

Vielen Dank für das Interview, liebe Theresa, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Theater-, Kunstprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!

5 Fragen an Künstler:innen:

Theresa Mikesch, Schauspielerin, Model, Moderatorin,
Zielgruppenmanagerin

Zur Person _  1992 in eine Theaterfamilie hineingeboren, war Theresa Mikesch schon mit einem halben Jahr das erste Mal auf der Bühne. Das „Theater im Neukloster“ in Wiener Neustadt wurde 1978 von ihrem Großvater Harald Scherz gegründet und bringt mittlerweile 4 bis 5 Produktionen jährlich auf die Bühne. Sie selbst zeigte ab der Pubertät mehr Interesse für den Sport als für das Theater und distanzierte sich weitgehendst von der Idee schauspielerisch tätig zu sein. Sie studierte Deutsche Philologie an der Universität Wien, absolvierte das Masterstudium mit dem Schwerpunkt Kunst und Kultur und machte die Unternehmerprüfung. Das künstlerische Comeback und die plötzlich tiefsitzende Leidenschaft für das Theater kam 2022 mit dem erneuten Einstieg in das „Theater im Neukloster“, wo sie Teile der Öffentlichkeitsarbeit übernahm und der Teilnahme an einer Fashion Show, die ihr die nötige Aufmerksamkeit schenkte. Es folgten Modeljobs und zahlreiche Auftritte neben ihrem Hauptberuf als Zielgruppenmanagerin (Marketing & PR) der Wiener Neustädter Sparkasse.

Theresa Mikesch _Zielgruppenmanagerin, Schauspielerin, Model, Moderatorin, uvm.

Wiener Neustadt

Foto_ Alex Schwarz Photography

Walter Pobaschnig _ 6.1.2024

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