Zur Person _ Björn Hayer schreibt Lyrik, Essays und Prosa, zudem ist der 1987 in Mannheim geborene und habilitierte Germanist als Literatur- und Theaterkritiker tätig.
Erinnerungen an Helena Adler _Andreas Unterweger, Schriftsteller
+ 5.1.2024 „Helena Adler“, Schriftstellerin, Salzburg (Stephanie Helena Prähauser *1983)
Lieber Andreas Unterweger, welche Erinnerungen hast Du an Helena Adler, Schriftstellerin (Stephanie Helena Prähauser + 5.1.2024 *1983)?
Helena Adler und ich sind uns nur einmal länger persönlich begegnet, bei einer Lesung im Literaturhaus Graz. Ihr Roman „Fretten“ war praktisch zeitgleich mit meinem, „So long, Annemarie“, erschienen. Die Wege der Bücher kreuzten sich öfter als unsere, etwa in „Die Presse“ oder in „schreibART“, dem Empfehlungsprogramm des österreichischen Außenministeriums.
Nach der Lesung waren wir mit Klaus Kastberger und anderen im Brandhof essen. Steffi und ich saßen uns gegenüber, beide bei Knödel mit Ei, und tauschten uns innig über äußerst Unliterarisches wie Fragen des Schulsystems und die verschiedenen Grade der Müdigkeit aus – worüber Eltern sich eben so unterhalten …
Als ich später hörte, dass sie ihren Auftritt in Klagenfurt aus gesundheitlichen Gründen absagen musste, habe ich ihr gute Besserung gewünscht, mit fünf Rufzeichen. Das Wünschen hat nicht geholfen. Es ist so traurig.
Wann, wie begegnete Dir der erste Text von ihr und welche Wirkung hatte dieser auf Dich?
Die Lesung der Geburtsszene aus „Fretten“ im Literaturhaus Graz hat mich schwer beeindruckt. Der Text war wütend und verletzlich zugleich, bei aller Emotionalität fein komponiert und verband subjektive Authentizität mit dem Ausdruck eines geradezu archetypischen Größeren. Außerdem hatte er mehrere witzige Momente.
Was zeichnete Ihr Schreiben für Dich aus? Welches literarische Erbe hinterlässt sie und wie ist dies in der österreichischen Literatur einzuordnen?
In Österreich gibt es die Tradition einer Art literarischen Wutredens, das Furor mit hochartifizieller Sprache und Sprachmusik verbindet. Thomas Bernhard, Elfriede Jelinek oder Peter Handke mögen einer/einem da unter anderem in den Sinn kommen. Ein solcher Sprachgestus wird von jüngeren Schreibenden hierzulande immer wieder gerne angestrebt, aber selten erreicht. Die Autorin Helena Adler sehe ich als eine der wenigen, der es gelungen ist, diese Tradition um einen neuen, unverwechselbaren Tonfall zu erweitern.
Wie hast Du Helena Adler als Kollegin erlebt?
Als äußerst freundlich, bodenständig, empathisch … Wie gesagt, wir sind uns leider nicht öfter als einmal wirklich begegnet, aber sie erschien mir in jeder Hinsicht als Lichtblick im Literaturbetrieb.
Andreas Unterweger, Schriftsteller, Herausgeber der Literaturzeitschrift manuskripte_ Graz
Erinnerungen an Helena Adler _ Dominika Meindl, Schriftstellerin
+ 5.1.2024 „Helena Adler“, Schriftstellerin, Salzburg (Stephanie Helena Prähauser *1983)
Liebe Dominka Meindl, welche Erinnerungen hast Du an Helena Adler, Schriftstellerin (Stephanie Helena Prähauser + 5.1.2024 *1983) ?
Wir haben einander nur ein einziges Mal getroffen, aber dabei habe ich mich von der ersten Minute an für sie begeistert. Nach ihrer Lesung sind wir per Zufall darauf gekommen, dass wir beide Austrofred-Fangirls sind, da war sie mir endgültig sympathisch. Vor ein paar Tagen haben wir über Helena gesprochen, Franz Wenzl wäre beinahe zu dieser Lesung in Sierning gekommen. Die zwei zusammen, das wäre ein Ereignis geworden!
Wann, wie begegnete Dir der erste Text von Ihr und welche Wirkung hatte dieser auf Dich?
Es war, wie wohl bei den meisten, „Die Infantin“. Ich las es und wusste, wovon sie schrieb (eine Jugend auf dem Land), aber ihre wilde Rebellion dagegen war mir angenehm fremd (Neid!). „Fretten“ las ich dann schon mit professionellem Auftrag, um die Moderation vorzubereiten. Ich war beim Lesen sehr zufrieden mit meiner Berufswahl (das ist nicht immer so).
Was zeichnete Ihr Schreiben für Dich aus?
Energie und Poesie, das habe ich so bei noch niemandem gelesen. Und ein sehr guter, sehr böser Sprachwitz.
Wie hast Du Helena Adler als Kollegin erlebt?
Sehr offen und warmherzig! Sie wäre Anfang Juli 2023 unsere Gästin beim Experiment Literatur in Wels gewesen, darauf habe ich mich extrem gefreut. „Mit der möchte ich ab jetzt oft was machen“, dachte ich beim Heimfahren.
Welches literarische Erbe hinterlässt sie und wie ist dies in der österreichischen Literatur einzuordnen?
Es war in allen Nachrufen zu lesen, dass sie ein schmales Oeuvre hinterlässt, weil sie ja noch so jung war, aber dass es mächtig wirken wird. So ist es. Anti-Heimat-Literatur ist in Österreich kein neues Genre, aber Helena hat ihr ein fantastisches Kapitel hinzugefügt, nämlich das der positiven weiblichen Wut.
Wie wird Dir Werk und Leben Helena Adlers in Erinnerung bleiben?
Sophie Resch feiert ihr Regiedebüt mit dem Stück „OSKAR WERNER- Kompromisslos in die Wiedergeburt“. Premiere am 19.1.2024 im OdeonTheater/Spitzer_Wien.
Zur Person _ Sophie Resch, geb 1985 in Wien. Schauspielstudium in Wien und Berlin. Bereits während ihrer Schauspielausbildung, spielte sie in mehreren Theaterstücken und war Mitglied der Jungen Burg (Burgtheater Wien) und des Jugendensembles der Volksbühne Berlin. Darüberhinaus nahm Sophie intensiv am Unterricht der Bühnentanzklasse in Berlin teil und wirkte zunehmend auch bei Tanzperformances und zeitgenössischen Stücken mit.
2016-2017 spielte sie im Theater an der Josefstadt- Kammerspiele in der Erfolgsproduktion „Monsieurs Claude und seine Töchter“. Als Mitglied des KünsterInnenkollektivs Die Schweigende Mehrheit, realisierte sie das mit dem Nestroy-Spezialpreis ausgezeichnete Stück „Die Schutzbefohlenen“ und die Wiener Festwochen-Produktion „Traiskirchen. Das Musical“ im Volkstheater Wien. Seit 2021 ist Resch Ensemblemitglied des Bernhard Ensembles des Off Theater Wien unter der Leitung von Ernst Kurt Weigel.
Weitere Spielstätten (Auswahl): Burgtheater, Festspiele Gutenstein, Theater Drachengasse, Werk X Eldorado, Brut, Konzerthaus, Hebbel am Ufer Berlin, Kosmostheater, Dschungel Wien, etc.
Darüberhinaus ist Sophie in diversen Film- und Fernsehproduktionen (Auswahl) zu sehen: „Planet Ottakring“, „Die beste aller Welten“, Landkrimis „Schutzengel“und „Vier“, „Copstories“, „Soko Donau“, „Schnell ermittelt“, etc.
Preise:
2017: Dorothea-Neff-Preis für Traiskirchen. Das Musical
2016: Preis der Freien Szene für Schutzbefohlene performen Jelineks Schutzbefohlene
North Carolina Film Award- Winner: Bestes österreichisches Kurzfilmdrama für Studentenfutter/Moonlighter
Vienna Independent Short Film Festival Winner: Studentenfutter/Moonlighter
2015: Nestroy-Spezialpreis für Schutzbefohlene performen Jelineks Schutzbefohlene
Fotos_Portrait/Sophie Resch: Walter Pobaschnig _ Romanjubiläum Malina_ Wien 9/2020
Lieber Stefan Sterzinger, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?
frueh aufstehen gemischte taetigkeit zwischen kunst vermittlung und verwaltung nach moeglichkeit sport
Stefan Sterzinger, Musiker
Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?
wir brauchen resozialisierungsprogramme fuer ueberbordende privatvermoegen und ein sorgsam konzipiertes minuswachstum
Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei dem Theater/Schauspiel, der Kunst an sich zu?
ggf neu sortiert sich der rolle als projektionsflaeche bewusst sein und verantwortungsvoll damit umgehen gutes leben fuer alle ist moeglich
Was liest Du derzeit?
beschaeftige mich mit kurt schwitters privat les ich grad richard
schuberth „rueckkehr des dschungels“
Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?
„nua voa glick ned die neavn valian“ franz heller
Vielen Dank für das Interview, lieber Stefan, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Musik-, Theater-, Kunstprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!
Stefan Sterzinger, Musiker
Aktuelles Theaterprojekt mit Stefan Sterzinger:
„Oskar Werner – Kompromisslos in die Wiedergeburt„
Ein Österreichisches Drama von und mit:
SOPHIE RESCH (Regie & Dramaturgie, Text)
BERNHARD DECHANT (Schauspiel, Konzept & Text)
STEFAN STERZINGER (Musik)
Premiere Fr 19.1.2024
Weitere Vorstellungen: 31.1, 1.2, 2.2 und 3.2.2024 Beginn: 20h
Lokal Spitzer im Odeon 1020 Wien; Taborstraße 10 (Eingang im Durchgang zur Großen Mohrengasse)
Bernhard Dechant, Schauspieler, Autor und RegisseurStefan Sterzinger, MusikerSophie Resch, Schauspielerin, Regisseurin
5 Fragen an Künstler*innen:
Stefan Sterzinger, Musiker
Stefan Sterzinger, Musiker
Zur Person _ STEFAN STERZINGER (Musik)
wurde 1957 in Wien geboren und wuchs im Weinviertel auf.
Ein Studium der Sozial- und Wirtschaftswissenschaften brach er kurz vor Ende ab und unternahm Abenteuerliches mit Musik in der Schweiz, Frankreich, Spanien und Afrika. Seither professionelle Umsetzung von Erlebtem, Erdachtem und Erforschtem in Wort, Klang und Entertainment in diversen Kollaborationen.
Stefan Sterzinger ist Autodidakt und Sänger, Akkordeonspieler und Konzeptionist.
Er gilt als „musikalischer Grenzgänger“ (M. Brandstetter, Wiener), „Geheimgenie“ (W. Kralicek, Falter), als eine „Ikone der österreichischen Musik“ und „Grandseigneur der Wiener Szene“ (A. Bovelino, Kurier )
Eigene Produktionen von Stefan Sterzinger (Auswahl)
•2022 Leise im Kreise. Album & Livekonzertprogramm zuletzt im Konzerthaus im Mozartsaal, im Porgy & Bess und im großen Sendesaal im RKH mit Gerald Preinfalk, Edi Koehldorfer, Franz Schaden und Jörg Mikula
•2019 ff ODAWO SWASI Imaginäre Folklore: Neue Lieder aus Wien
•2018 Keuschheit und Demut in Zeiten der Cholera, Album & Livekonzertprogramm mit Edi Koehldorfer und Franz Schaden
•2017 & 2022 2 Alben mit Belofour für galileo music (belofour und suiten suite) & Livekonzertprogramme mit Paul Schuberth, Nikola Zaric, Stefan Heckel.
•2014 bis 2016: ashanti blue. Mit Maria Craffonara, Kristian Musser, Thomas Castaneda, Franz Schaden und Jörg Mikula (Sterzinger Experience)
•2014 ff: Belofour. Mit Stefan Heckel, Nikola Zaric und Paul Schuberth.
•2014 bis 2015: shisha boogie. Mit Kristian Musser und Jörg Mikula
•2014 bis 2015: Irgendetwas Schönes. Mit Raphael Sas und Lukas Lauermann.
•2012 bis 2013: trio sms. Mit Der Nino aus Wien und Raphael Sas.
•2012 bis 2014: Fräulein Gustl. Livekonzert und Hörbuchin Zusammenarbeit mit der Wienbibliothekfür den Meeraugeverlag. Mit Nathalie Ofenböck, Der Nino aus Wien, Raphael Sas und Lukas Lauermann.
•2010 bis 2013: Rock ́n Roll. Mit Martina Winkler, Alexander Gheorghiu, Lothar Lässer, Franz Schaden und Jörg Mikula (Sterzinger Experience)
•2008 ff: Sterzinger solo für Ö1 & Livekonzertprogramme
•1994 bis 2008 Musikalische Leitungen und Aufträge u.a. für die Wiener Festwochen, das Wiener Volkstheater, Markus Kupferblum, Stadttheater St. Pölten etc.
•1986 bis 1994: Franz Franz & The Melody Boys. Mit Natascha Smart Bishofsky, Vincenz Witzlsperger, Heinz Ditsch und Paul Skrepek. Über 1000 Konzerte zwischen Lübeck und Budapest, Wroclav und Rom
Diskografie (Auswahl)
•“Leise im Kreise.Tribute to Elfriede Gerstl.“ (Album. Sterzinger,Preinfalk, Koehldorfer, Schaden, Mikula) galileo music 2022
• “suiten suite“ mit Belofour (Album. Schuberth, Zaric, Heckel. Sterzinger) für galileo music, 2022
„Keuschheit und Demut in Zeiten der Cholera“ (Album, Sterzinger, Koehldorfer, Schaden 2015)
Liebe Diana Hellwig, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?
Morgens als erstes das Radio an, auch wenn ich es sofort wieder ausmachen möchte, weil die Nachrichten mir so nahe gehen und ich verzweifeln möchte. Dann Kaffeetrinken, das erste aufschreiben. Neben mir liegt ein Notizblock. Die Gedanken, die kommen, haben fast immer was mit dem Gehörten oder auch Gelesenen zu tun. Meistens liegen noch ungelesene Wochenendausgaben der Süddeutschen da. Die Texte dieser Zeitung haben oft über den Tag hinaus Gültigkeit.
Nach dem Frühstück fahre ich entweder mit dem Rad ins Büro zur Arbeit, die mir meinen Lebensunterhalt einbringt, oder, an freien Tagen, und wenn ich die Augen vor der häuslichen To-do-Liste verschließe, verschwinde ich in mein Zimmer und versuche, an den aktuell entstehenden Texten weiter zu arbeiten. Ich schreibe an einer aus Kurzprosa zusammengesetzten Collage der jüngeren, auch autobiografischen, Geschichte. Für meine Umgebung bin ich dann erst einmal nicht erreichbar.
Diana Hellwig, Schriftstellerin
Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?
Ich erachte es als weiterhin wichtig, mit den Leuten, im Gespräch zu bleiben, auch und gerade wenn sie Verschwörungsmythen und Demagogen aufsitzen; und auch wenn ich dabei an den Rand meiner seelischen Möglichkeiten komme. Eine Bekannte bereitet sich beispielsweise ernsthaft auf kriegerische Auseinandersetzungen in Deutschland vor und treibt ihre Kinder in den Wald zu Outdoor-Trainings. Ihre Überzeugung, dass insbesondere Russland das bessere Land zum Leben und „ein bißchen“ Diktatur gut sei, etc., bringt mich in Rage, und ich widerspreche mit allen mir zur Verfügung stehenden argumentativen Mitteln, weil ich denke, wenn ich jetzt schweige und meine Ruhe haben möchte, ist das schon eine Zustimmung.
Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?
Literatur und Kunst sind mächtige Kräfte der Schönheit, der seelischen und intellektuellen Ausdehnung, auch des Spiels, und in jedem Fall der Freiheit. Der Freiheit, über die Grenzen hinaus zu denken, neue Zusammenhänge zu erfahren, das eigene Leben in den großen Fluss der Geschichte, aber auch des Jetzt einzuordnen.
Was liest Du derzeit?
Den Katalog „Menschen anSchauen“ des Dresdner Stadtmuseums und den Katalog „FROM SAMOA with love?“ (Hirmer) über die Samoa-Völkerschauen im deutschen Kaiserreich. Diese Geschichte scheint ja weit weg zu sein. In Wirklichkeit ist das gerade einmal gut hundert Jahre her. Zwei, drei Generationen. Und der Samen für vieles, was heute auf der Welt geschieht, wurde damals gelegt.
Außerdem habe ich den Reader „Im Krieg; Ukraine, Belarus, Russland“ und „Die große Abwesenheit“ von Kurt Drawert (beides Spector Books), frisch auf dem Tisch, dazu noch „Radios mit Naturstimme“ von Manuela Bibrach (Dr. Ziethen Verlag), „Bilderbuch“ von Theresia Enzensberger (Sorry Books) und „Abraum, schilfern“ von Linn Penelope Micklitz (Trottoir Noir).
Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?
„Die Fakten preiszugeben, heißt, die Freiheit preiszugeben. Wenn nichts wahr ist, kann niemand mehr Kritik üben, gibt es keine Grundlage, auf der wir gemeinsam stehen. Wenn nichts wahr ist, dann ist alles Spektakel. Die dickste Geldbörse zahlt für die blendendsten Lichter.“
Dieses Zitat stammt aus dem überaus erhellenden Buch „Über Tyrannei. Zwanzig Lektionen für den Widerstand“ von Timothy Snyder.
Vielen Dank für das Interview, liebe Diana, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literaturprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!
Diana Hellwig, Schriftstellerin
5 Fragen an Künstler*innen:
Diana Hellwig, Schriftstellerin
Zur Person _ Diana Hellwig, Autorin
geboren 1970 in Erfurt. Sie studierte Sprachwissenschaften und Journalistik in Leipzig und Manchester sowie literarisches Schreiben am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Es folgen Arbeiten als Journalistin und Redenschreiberin. Heute lebt sie in Erfurt und Dresden. Ihre ersten Veröffentlichungen mit Kurzprosa erscheinen in der „EDIT“ sowie später in der „oda“, in den „Manuskripten“ und in Anthologien (aktuell: „Risse und Welt“, Axel Dielmann-Verlag, 2023). 2019 kam ihr Erzähldebüt: „Der lächelnde Hund“ in der Edition Muschelkalk, Evangelische Verlagsanstalt Leipzig, heraus. Sie war Merck-Stipendiatin der Stadt Darmstadt im Jahr 2022.
Aktuelles Buch _Diana Hellwig, Der lächelnde Hund. Erzählungen. Evangelische Verlagsanstalt Leipzig. 2019
„Ein überaus bemerkenswertes Erzähldebüt ist anzuzeigen – mit dem Band »Der lächelnde Hund« tritt die Verfasserin von Miniaturen, Geschichten und Lyrik mit ihrem ersten geschlossenen Zyklus an die Öffentlichkeit. Kleine und mittlere existentielle Welttheater wie Schattenrisse sind diese begeisternden wie in der Vehemenz anrührenden Erzählungen Diana Hellwigs: kühl und unter Spannung zugleich, auf der Suche nach Antwort.„
104 Seiten | 15 x 22 cm Klappenbroschur WGS 2119 ISBN 978-3-86160-562-1
Erinnerungen an Helena Adler _Elisabeth R.Hager, Schriftstellerin
+ 5.1.2024 „Helena Adler“, Schriftstellerin, Salzburg (Stephanie Helena Prähauser *1983)
Lieber Walter,
der Tod von Stephanie hat mich tief erschüttert & traurig gemacht . Sie hinterlässt ja auch ein Kind im Alter meiner Tochter…
Es ist schwer… Da ich ihr nur einmal kurz begegnet bin & wir uns nur ein paarmal geschrieben haben, traue ich mir nicht zu, da eine Art Nachruf zu schreiben.
Ich hätte sie so gern näher kennengelernt, zumal wir ja auch aus derselben Ecke Österreichs kommen & in Vielem ähnliche Erfahrungen gemacht haben..
Erinnerungen an Helena Adler _Michael Beisteiner, Schriftsteller
+ 5.1.2024 „Helena Adler“, Schriftstellerin, Salzburg (Stephanie Helena Prähauser *1983)
Lieber Michael Beisteiner,welche Erinnerungen hast Du an Helena Adler, Schriftstellerin (Stephanie Helena Prähauser + 5.1.2024 *1983) ?
Sie starb am Geburtstag meines verstorbenen Bruders. Ihr Lächeln war stets echt. Sie war ein Feuerwerk.
Wann, wie begegnete Dir der erste Text von Ihr und welche Wirkung hatte dieser auf Dich?
Ich blätterte in „Die Infantin trägt den Scheitel links“ hinein und schmunzelte. Auf Facebook veröffentlichte sie später einen Auszug des in Arbeit befindlichen „Fretten“, ich las und schmunzelte wieder.
Was zeichnete Ihr Schreiben für Dich aus?
Kraft. Eine ungeheure Energie. Man kann etliche Texte gut finden, Begeisterung löst jedoch selten einer aus. Helena Adlers Stil erhellte mich.
Wie hast Du Helena Adler als Kollegin erlebt?
Eher aus der Distanz, wir begegneten uns nur einmal flüchtig im Museums-Quartier.
Welches literarische Erbe hinterlässt sie und wie ist dies in der österreichischen Literatur einzuordnen?
Das können Literaturwissenschafter besser beantworten. Vielleicht kann sie als würdige Nachfolgerin eines Thomas Bernhard gelten.
Wie wird Dir Werk und Leben Helena Adlers in Erinnerung bleiben?
Als mutig, kraftvoll und unvollendet.
Michael Beisteiner, Schriftsteller
Wien, 10.1.2023
Herzlichen Dank für Dein Interview, lieber Michael!
Michael Beisteiner, Schriftsteller
Helena Adler, Schriftstellerin +5.1.2024
Helena Adler, Schriftstellerin (Stephanie Helena Prähauser + 5.1.2024 *1983)
Geboren 1983 in Oberndorf bei Salzburg. Lebte als Autorin und Künstlerin in der Nähe von Salzburg.
Studium der Malerei am Mozarteum sowie Psychologie und Philosophie an der Universität Salzburg.