„Geben“ Bianca Anne Braunesberger, Tänzerin/Choreographin _Give Peace A Chance _ Wien 2.12.2022

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Bianca Anne Braunesberger, 15.11.2022

Bianca Anne Braunesberger _Tänzerin/Choreographin, Regisseurin

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Bianca Anne Braunesberger _Tänzerin/Choreographin, Regisseurin

Foto_Claude Hofer

Walter Pobaschnig _ 16.11.2022.

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„Durchhalten und zusammenhalten.“ Axel Aldenhoven, Schriftsteller _ Köln 2.12.2022

Lieber Axel, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Aktuell arbeite ich an der Illustration eines Kinderbuches. Ich leide seit mehreren Jahren an einer schweren Depression. Durch die Arbeit an meinen Büchern versuche ich etwas Stabilität zu erlangen.

Axel Aldenhoven  _ Schriftsteller, Blogger

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Durchhalten und zusammenhalten. Ich habe die Hoffnung, dass ich mit meinen Büchern, vor allem mit den Romanen, den Menschen eine Möglichkeit biete, einen Hafen anzusteuern.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?

Wäre das Leben einer Autobahn, wir wären der Rastplatz.

Was lest Ihr derzeit?

 Viel zu viel. Neben den Heftromanen von Perry Rhodan lese ich zurzeit viele Fantasy Romane.Die klassische Literatur darf auch nicht zu kurz kommen. Da steht gerade Nabokov auf dem Programm.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtet Ihr uns mitgeben?

Du sollst nicht töten.

Vielen Dank für das Interview lieber Axel, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literatur-, Buchprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen:

Axel Aldenhoven  _ Schriftsteller, Blogger

Foto_privat

20.9.2022_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

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„Die Natur gibt mir Kraft, baut mich auf, bringt mich auf neue Gedanken“ Anita Hollauf, Schriftstellerin _ Wiener Neustadt 1.12.2022

Liebe Anita, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Ich gönne mir ein langsames Frühstück, lese die Zeitung. In der Früh brauche ich immer Zeit, um mich selbst zu finden. Dann beantworte und schreibe ich Mails, schaue in die Sozialen Netzwerke. Manchmal halte ich schon am Vormittag eine Schreibwerkstatt, manchmal gegen Abend. Oft nehme ich mir sehr viel Zeit für die Vorbereitung, brüte lange herum.

Freie Stunden verbringe ich mit Lesen und Schreiben. Je nach Wetter mache ich Spaziergänge, am liebsten in menschenarmen Gegenden – in den Weingärten oder im Wald. Die Natur gibt mit Kraft, baut mich auf, bringt mich auf neue Gedanken, lässt mich NACHdenken. Wenn ich Zeit habe, koche ich gerne und probiere neue Rezepte aus.

An den Abenden besuche ich Konzerte, Theatervorstellungen. Treffen mit Freunden dürfen auch nicht zu kurz kommen. Der Austausch und die Gemeinschaft sind mir wichtig. Viel Zeit verbringe ich im Gespräch mit meinem Partner.

Anita Hollauf, Schriftstellerin,
Schreibwerkstattleiterin nach den Methoden der Poesie- und Bibliotherapie

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Solidarität entwickeln, empathisch sein, auf das Wesentliche schauen, Ruhe bewahren, Verantwortung tragen, Vertrauen statt Misstrauen, das Gespräch nicht verebben lassen. Dennoch: Genuss und Freude im Leben zulassen.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?

Ich denke, dass Literatur und jede Art von Kunst einen zweifachen Auftrag haben. Einerseits sollen sie kritisch Missstände und Gegebenheiten aufzeigen, Nachdenken provozieren; andererseits den Menschen Gelegenheit zum Abspannen, zum Vergessen des Alltags geben, Fröhlichkeit hervorrufen.

An einen globalen Neubeginn glaube ich nicht. Am Beginn der Pandemie haben wir noch auf tiefgreifende Veränderungen gehofft. Es ist vielleicht ein schleichender Aufbruch. Die ursprünglichen Hoffnungen sind verblasst. Möglich ist ein persönlicher Aufbruch, ein Umdenken der Menschen, die es für sich selbst zulassen in Richtung Bescheidenheit, Regionalität, Solidarität.

Was liest Du derzeit?

Emine Sevgi Özdamar: Die Brücke vom Goldenen Horn – Sie schildert darin großartig den Kontrast zweier Welten, das Sein in diesem Zwiespalt und die Sehnsucht nach Theater.

Jiri Weil: Mendelsohn auf dem Dach – Der Roman beginnt leicht und unterhaltsam, teilweise komisch und wird zunehmend dunkler. Auf drastische Art und Weise wird das Wüten der Gestapo und SS dargestellt und dringt tief in die Gefühle des Lesers ein.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

„Mit der Zeit nimmt die Seele die Farben deiner Gedanken an.“ (Marc Aurel)

„Ich muss mir von mir selbst nicht alles gefallen lassen.“ (Victor Frankl)

Vielen Dank für das Interview liebe Anita viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literaturprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

Gerne.

Anita Hollauf, Schriftstellerin,
Schreibwerkstattleiterin nach den Methoden der Poesie- und Bibliotherapie

5 Fragen an Künstler*innen:

Anita Hollauf, Schriftstellerin, Schreibwerkstattleiterin

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Fotos_privat

25.11.2022_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

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„Regenbogen“ Mina Albich, Schriftstellerin und Malerin _ Give Peace A Chance _ Wien 1.12.2022

GIVE PEACE A CHANCE

Bild _ Mina Albich, Schriftstellerin und Malerin



Regenbogen

Gespenstisch die Leinwand auf der Staffelei. Kein sanftes Schimmern

In diesem Bild, keine Harmonie.

Verwaschen die Farben, gräulich. GRÄULICH.

Endloses Dunkel, von düsterem Rot des Mündungsfeuers durchzuckt.

Pinsel und Malmesser schweigen. Nur die Stille nach dem Knall schreit. Doch da:

Ein freundlicher Punkt, ein winziger.

Aus dem Grau, dem Grauen transformiert sich ein Blau.

Cyan? „Cyanid“, schießt mir ein. Nein, nicht! Ich verwische den Punkt.

Er kehrt wieder. Da, ein zweiter.

Azurblau über Gold. Der Himmel, der über den Ähren strahlt. Doch die Farben werden trüber.

Courage, mein Herz! Die Seele nimmt die Farbe der Gedanken an.

Hoffnung? Sie stirbt zuletzt.

Aufstehen. Auferstehen?

Nicht wegsehen. Nicht weghören.

Charakter zeigen.

Endlich! – Unendlich? Der Regenbogen ist stärker als das Grau.


Mina Albich, 15.11.2022

Mina Albich, Schriftstellerin und Malerin

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Mina Albich, Schriftstellerin und Malerin

www.cre-art-rix.com

Foto_Ania Radziszewska

Walter Pobaschnig _ 15.11.2022.

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