Zur Person_Harry Lampl ist seit 36 Jahren auf dieser Welt und seit dem als Überlebenskünstler und meistens auch als Schauspieler aktiv. Neben zahlreichen Rollen in Film und Fernsehen oder im Theater spielt er auch seine eigenen Lieder begleitet von Akkordeon und Gitarre. Falls ihr ihn auf der Bühne oder der Leinwand vergeblich sucht, findet ihr in vielleicht bei einer Stadtführung in Hamburg, dem neuesten seiner zahlreichen „Side-Gigs“ oder auf dem Fußballplatz. Bzw. daneben. Vor allem wenn Sturm spielt.
„Körper [sic!]“ _Szenenfoto (folgende) _ Uraufführung Wien _ 20. Mai Theater Arche _ laufende Spieltermine https://www.theaterarche.at/
Lara Bumbacher _ Schauspielerin und Produktionsleiterin.
Liebe Lara Bumbacher, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?
Immer im Wandel, niemals langweilig!
Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?
Dialog. Demokratie. Durchhaltevermögen.
Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei dem Theater/Schauspiel, der Kunst an sich zu?
Ein Ort des Austauschs zu sein und Gedenkanstöße zu liefern.
Was liest Du derzeit?
Gerade „A little life“ ausgelesen. Sehr empfehlenswert!
Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?
„Its not about the journey, it`s about the company.”
„Körper [sic!]“ _Szenenfoto (folgende) _ Uraufführung Wien _ 20. Mai Theater Arche _ laufende Spieltermine https://www.theaterarche.at/
Vielen Dank für das Interview, liebe Lara, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Theater-, Film-, Kunstprojekte und persönlich alles Gute!
5 Fragen an Künstler*innen:
Lara Bumbacher _ Schauspielerin und Produktionsleiterin
Zur Person_Lara Bumbacher ist eine schweizerische Schauspielerin und Produktionsleiterin. Bereits vor ihrer Ausbildung an der Schauspielschule Krauss hat sie an mehreren Stücken am Schauspielhaus Zürich als Chorsprecherin mitgewirkt. Seit Abschluss ihrer Schauspielausbildung 2020 ist sie in Österreich und der Schweiz als Schauspielerin tätig. Seit 2023 arbeitet sie außerdem als Produktionsleiterin für das schweizerische Theaterkollektiv L‘actif Post Helvetia.
Aktuelle Produktion von und mit Lara Bumbacher :„Körper [sic!]“ Ars ex Machina _ Der menschliche Körper als Abbild einer Gesellschaft.
„Körper [sic!]“ _ Lara Bumbacher, Clemens Janout, Julia Hammerl (von links)
„Körper [sic!]“ ist der Titel des neuen Projektes von Ars ex Machina, einem Verein, der 2022 von Schauspieler und Kulturjournalist Clemens Janout gegründet wurde, um mit innovativen Formen im Sprechtheater zu experimentieren. Für die aktuelle Produktion hat das vierköpfige Kernteam eigens ein Theaterstück verfasst, das die Bedeutung des menschlichen Körpers in unserer Gesellschaft auslotet.
Jeder Mensch hat einen Körper. Eine Gemeinsamkeit, die noch lange keinen Garant für Gleichberechtigung darstellt, das war dem Theaterkollektiv Ars ex Machina schnell klar. Ob im TV, auf der Kinoleinwand oder im Internet: Die Masse an stereotypisierten Abbildungen von Menschen prägt unser Verständnis davon, was schön ist. Mit negativen Folgen, denn Schönheit als Ware verkauft sich nur so lange sie exklusiv, also für den Großteil der Menschen unerreichbar bleibt. Welche Auswirkungen heutige Schönheitsideale auf junge Menschen haben, das hat erst kürzlich eine Studie von Saferinternet.at festgestellt. Die jungen Generationen fühlen sich zunehmend von stereotypisierten Körperbildern unter Druck gesetzt. Wenig verwunderlich, führt man sich die französische Kosmetikkette Sephora vor Augen, die mit einer Anti-Faltencreme für Achtjährige wirbt.
Wiener Erstaufführung
Ob jung oder alt, groß oder klein, dick oder dünn: Unser Körper ist und bleibt ein Thema, das uns Menschen unser ganzes Leben lang beschäftigt. Genug Stoff also für einen Theaterabend, so der Gedanke von Schauspieler Clemens Janout, der für die Stückentwicklung „Körper [sic!]“ ein junges Künstler:innenkollektiv versammelt hat, um die Verflechtungen zwischen dem menschlichen Körper und der Gesellschaft zu erforschen. Neben ihm zeichnen die Schauspielerinnen Lara Bumbacher und Julia Hammerl sowie die Regisseurin Juliane Aixner für Konzept und Text verantwortlich. Nach der Uraufführung des mit humorvoller Gesellschaftskritik gespickten Theaterstücks am 1. Mai beim klagenfurter ensemble in Kärnten, gastiert „Körper [sic!]“ zwischen 20. Mai und 8. Juni für sechs weitere Vorstellungen im Rahmen einer Kooperation mit der Theater Arche in Wien.
Aufstrebendes Künstler:innenkollektiv
Bei dem Projekt handelt es sich nicht nur um die zweite Produktion von Ars ex Machina, sondern auch um die zweite Regiearbeit von Juliane Aixner, die erst vor wenigen Monaten ihr Regiedebüt mit „Collective Rage“ am Wiener Ateliertheater gefeiert hat. Zur Mitwirkung bei „Körper [sic!]“ animiert hat die Jungregisseurin auch den Künstler Philipp Pettauer, dessen musikalische Kreationen neulich in Produktionen des Theater am Werk und Kosmos Theater zu hören waren, sowie die aufstrebende Kostüm- und Bühnenbildnerin Svea Egger. Das Schauspielensemble besticht durch die aus der Schweiz stammende Lara Bumbacher, die gebürtige Wienerin Julia Hammerl und den Kärntner Clemens Janout.
Wien-Debüt für Ars ex Machina
Vereinsgründer Clemens Janout hat mit dem interaktiven Monologstück „All das Schöne“ vergangenen Herbst den Einstand von Ars ex Machina gefeiert. Nachdem der Theatertext des britischen Autors Duncan Macmillan ausschließlich in Kärnten gespielt wurde, wird mit der Stückentwicklung „Körper [sic!]“ wenige Monate später erstmals eine Ars ex Machina[1]Produktion in Wien präsentiert.
Neuer künstlerischer Zugang
Statements setzen möchte der Verein sowohl mit der Kunst an sich, als auch mit der Art und Weise, wie sie produziert wird. Ein Arbeiten auf Augenhöhe ohne große Hierarchien stellt vor allem in den darstellenden Künsten nach wie vor die Ausnahmeerscheinung dar – oft zum Leidwesen der mitwirkenden Künstler:innen. Der Zugang von Ars ex Machina soll auch neues Publikum erschließen und Theater wieder zu einem Ort des gesamtgesellschaftlichen Diskurses machen.
„Körper [sic!]“ _Szenenfoto (folgende) _ Uraufführung Wien _ 20. Mai Theater Arche _ laufende Spieltermine
Die Wiener Erstaufführung von „Körper [sic!]“ – ein Theaterstück, das die Bedeutung des menschlichen Körpers in der Gesellschaft auslotet – findet am 20. Mai um 20 Uhr in der TheaterArche, Münzwardeingasse 2a, 1060 Wien statt. Weitere Vorstellungstermine: 28. und 29. Mai sowie 6., 7. und 8. Juni, jeweils 20 Uhr.
Schauspiel: Lara Bumbacher, Julia Hammerl, Clemens Janout Regie: Juliane Aixner Konzept, Text: Juliane Aixner, Lara Bumbacher, Julia Hammerl, Clemens Janout Musik: Philipp Pettauer Bühne, Kostüm: Svea Egger
Christian Dörge _ Schriftsteller, Dramatiker, Musiker, Bildender Künstler, Theater-Schauspieler und -Regisseur _ 8.5.2024
Christian Dörge _ Schriftsteller, Dramatiker, Musiker, Bildender Künstler, Theater-Schauspieler und -Regisseur.
Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:
Christian Dörge_ Schriftsteller, Dramatiker, Musiker, Bildender Künstler, Theater-Schauspieler und -Regisseur.
Zur Person_Christian Dörge, Jahrgang 1969. Schriftsteller, Dramatiker, Musiker, Bildender Künstler, Theater-Schauspieler und -Regisseur.
Erste Veröffentlichungen 1988 und 1989: Phenomena (Roman), Opera (Texte).
Von 1989 bis 1993 Leiter der Theatergruppe Orphée-Dramatiques und Inszenierung
eigener Werke, u.a. Eine Selbstspiegelung des Poeten (1990), Das Testament des Orpheus (1990), Das Gefängnis (1992) und Hamlet-Monologe (2014).
1988 bis 2018: Diverse Veröffentlichungen in Anthologien und Literatur-Periodika.
Veröffentlichung der Textsammlungen Automatik (1991) sowie Gift und Lichter von Paris (beide 1993).
Seit 1992 erfolgreich als Komponist und Sänger seiner Projekte Syria und Borgia Disco sowie als Spoken Words-Artist im Rahmen zahlreicher Literatur-Vertonungen; Veröffentlichung von über 60 Alben, u.a. Ozymandias Of Egypt (1994), Marrakesh Night Market (1995), Antiphon (1996), A Gift From Culture (1996), Metroland (1999), Slow Night (2003), Sixties Alien Love Story (2010), American Gothic (2011), Flower Mercy Needle Chain (2011), Analog (2010), Apotheosis (2011), Tristana 9212 (2012), On Glass (2014), The Sound Of Snow (2015), American Life (2015), Cyberpunk (2016).
Rückkehr zur Literatur im Jahr 2013: Veröffentlichung der Theaterstücke Hamlet-Monologe und Macbeth-Monologe (beide 2015) und von Tristana – Eine Werkausgabe (2022), einer ersten umfangreichen Werkschau seiner experimentelleren Arbeiten.
2021 veröffentlicht Christian Dörge mehrere Kriminal-Romane und beginnt drei Roman-Serien: Die unheimlichen Fälle des Edgar Wallace, Ein Fall für Remigius Jungblut und Friesland.
2022 folgen zwei weitere Krimi-Serien: Noir-Krimis um den Frankenberger Privatdetektiv Lafayette Bismarck und München-Krimis mit Jack Kandlbinder, der in der bayrischen Landeshauptstadt die merkwürdigsten Verbrechen aufzuklären hat.
2023 erscheinen Dörges neuen Alben Kafkaland, Lycia, sich entfernen und Halbes Superego.
Julia Hammerl, Schauspielerin _ in„Körper [sic!]“ _Szenenfoto (folgende) _ Uraufführung Wien _ 20. Mai Theater Arche _ laufende Spieltermine https://www.theaterarche.at/
GIVE PEACE A CHANCE
G emeinschaft
I nnovation
V ertrauen
E rleben
P ositivität
E rwartungen
A ktion
C hance
E rkenntnis
A tmen
C ommunity
H elfen
A uffangen
N eu
C ontenance
E cho
Julia Hammerl, 20.5.2024
Julia Hammerl, Schauspielerin
Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:
Julia Hammerl, Schauspielerin
Zur Person_Julia Hammerl ist eine Schauspielerin aus Wien. Nach der Matura beginnt sie ihre Ausbildung an der Schauspielschule Krauss, welche sie 2021 abschließt. Schon seit ihrer Jugend wirkt sie bei Theaterproduktionen in Wien und Niederösterreich mit. Bislang war sie auf Bühnen wie dem Schauspielhaus Wien, dem klagenfurter ensemble, dem Stadttheater Mödling und dem Theater an der Wien zu sehen.
Aktuelle Produktion von und mit Julia Hammerl :„Körper [sic!]“ Ars ex Machina _ Der menschliche Körper als Abbild einer Gesellschaft.
„Körper [sic!]“ ist der Titel des neuen Projektes von Ars ex Machina, einem Verein, der 2022 von Schauspieler und Kulturjournalist Clemens Janout gegründet wurde, um mit innovativen Formen im Sprechtheater zu experimentieren. Für die aktuelle Produktion hat das vierköpfige Kernteam eigens ein Theaterstück verfasst, das die Bedeutung des menschlichen Körpers in unserer Gesellschaft auslotet.
Jeder Mensch hat einen Körper. Eine Gemeinsamkeit, die noch lange keinen Garant für Gleichberechtigung darstellt, das war dem Theaterkollektiv Ars ex Machina schnell klar. Ob im TV, auf der Kinoleinwand oder im Internet: Die Masse an stereotypisierten Abbildungen von Menschen prägt unser Verständnis davon, was schön ist. Mit negativen Folgen, denn Schönheit als Ware verkauft sich nur so lange sie exklusiv, also für den Großteil der Menschen unerreichbar bleibt. Welche Auswirkungen heutige Schönheitsideale auf junge Menschen haben, das hat erst kürzlich eine Studie von Saferinternet.at festgestellt. Die jungen Generationen fühlen sich zunehmend von stereotypisierten Körperbildern unter Druck gesetzt. Wenig verwunderlich, führt man sich die französische Kosmetikkette Sephora vor Augen, die mit einer Anti-Faltencreme für Achtjährige wirbt.
Wiener Erstaufführung
Ob jung oder alt, groß oder klein, dick oder dünn: Unser Körper ist und bleibt ein Thema, das uns Menschen unser ganzes Leben lang beschäftigt. Genug Stoff also für einen Theaterabend, so der Gedanke von Schauspieler Clemens Janout, der für die Stückentwicklung „Körper [sic!]“ ein junges Künstler:innenkollektiv versammelt hat, um die Verflechtungen zwischen dem menschlichen Körper und der Gesellschaft zu erforschen. Neben ihm zeichnen die Schauspielerinnen Lara Bumbacher und Julia Hammerl sowie die Regisseurin Juliane Aixner für Konzept und Text verantwortlich. Nach der Uraufführung des mit humorvoller Gesellschaftskritik gespickten Theaterstücks am 1. Mai beim klagenfurter ensemble in Kärnten, gastiert „Körper [sic!]“ zwischen 20. Mai und 8. Juni für sechs weitere Vorstellungen im Rahmen einer Kooperation mit der Theater Arche in Wien.
Aufstrebendes Künstler:innenkollektiv
Bei dem Projekt handelt es sich nicht nur um die zweite Produktion von Ars ex Machina, sondern auch um die zweite Regiearbeit von Juliane Aixner, die erst vor wenigen Monaten ihr Regiedebüt mit „Collective Rage“ am Wiener Ateliertheater gefeiert hat. Zur Mitwirkung bei „Körper [sic!]“ animiert hat die Jungregisseurin auch den Künstler Philipp Pettauer, dessen musikalische Kreationen neulich in Produktionen des Theater am Werk und Kosmos Theater zu hören waren, sowie die aufstrebende Kostüm- und Bühnenbildnerin Svea Egger. Das Schauspielensemble besticht durch die aus der Schweiz stammende Lara Bumbacher, die gebürtige Wienerin Julia Hammerl und den Kärntner Clemens Janout.
Wien-Debüt für Ars ex Machina
Vereinsgründer Clemens Janout hat mit dem interaktiven Monologstück „All das Schöne“ vergangenen Herbst den Einstand von Ars ex Machina gefeiert. Nachdem der Theatertext des britischen Autors Duncan Macmillan ausschließlich in Kärnten gespielt wurde, wird mit der Stückentwicklung „Körper [sic!]“ wenige Monate später erstmals eine Ars ex Machina[1]Produktion in Wien präsentiert.
Neuer künstlerischer Zugang
Statements setzen möchte der Verein sowohl mit der Kunst an sich, als auch mit der Art und Weise, wie sie produziert wird. Ein Arbeiten auf Augenhöhe ohne große Hierarchien stellt vor allem in den darstellenden Künsten nach wie vor die Ausnahmeerscheinung dar – oft zum Leidwesen der mitwirkenden Künstler:innen. Der Zugang von Ars ex Machina soll auch neues Publikum erschließen und Theater wieder zu einem Ort des gesamtgesellschaftlichen Diskurses machen.
Julia Hammerl, Schauspielerin _ in„Körper [sic!]“ _Szenenfoto (folgende) _ Uraufführung Wien _ 20. Mai Theater Arche _ laufende Spieltermine https://www.theaterarche.at/
Die Wiener Erstaufführung von „Körper [sic!]“ – ein Theaterstück, das die Bedeutung des menschlichen Körpers in der Gesellschaft auslotet – findet am 20. Mai um 20 Uhr in der TheaterArche, Münzwardeingasse 2a, 1060 Wien statt. Weitere Vorstellungstermine: 28. und 29. Mai sowie 6., 7. und 8. Juni, jeweils 20 Uhr.
Schauspiel: Lara Bumbacher, Julia Hammerl, Clemens Janout Regie: Juliane Aixner Konzept, Text: Juliane Aixner, Lara Bumbacher, Julia Hammerl, Clemens Janout Musik: Philipp Pettauer Bühne, Kostüm: Svea Egger
Julia Hammerl, Schauspielerin (rechts) _ in„Körper [sic!]“ _Szenenfoto (folgende) _ Uraufführung Wien _ 20. Mai Theater Arche _ laufende Spieltermine https://www.theaterarche.at/
Liebe Julia Hammerl, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?
Von den Katzen viel zu früh geweckt werden, Katzen füttern, nochmal kurz schlafen, aufstehen, lesen, Kaffeetrinken, Proben, Erledigungen, Kochen, Textlernen, Katzen füttern, Schlafengehen, Katzen kuscheln
Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?
Liebe Menschen in unserem Umfeld zu haben, gute Gespräche, viele schöne Dinge machen, auf sich selbst und die Mitmenschen schauen, miteinander in Kontakt treten und nicht gegeneinander arbeiten, sich selbst nicht zu ernst nehmen
Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei dem Theater/Schauspiel, der Kunst an sich zu?
Kunst soll sowohl Hoffnung bringen als auch Problematiken thematisieren.
Was liest Du derzeit?
„Iowa“ von Stefanie Sargnagel
Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?
tutto nel mondo è burla – Die ganze Welt ist Narrheit
„Körper [sic!]“ _ Julia Hammerl (von rechts), Clemens Janout, Lara Bumbacher
Vielen Dank für das Interview, liebe Julia, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Theater-, Film-, Kunstprojekte und persönlich alles Gute!
Julia Hammerl, Schauspielerin
5 Fragen an Künstler*innen:
Julia Hammerl, Schauspielerin
Zur Person_Julia Hammerl ist eine Schauspielerin aus Wien. Nach der Matura beginnt sie ihre Ausbildung an der Schauspielschule Krauss, welche sie 2021 abschließt. Schon seit ihrer Jugend wirkt sie bei Theaterproduktionen in Wien und Niederösterreich mit. Bislang war sie auf Bühnen wie dem Schauspielhaus Wien, dem klagenfurter ensemble, dem Stadttheater Mödling und dem Theater an der Wien zu sehen.
Aktuelle Produktion von und mit Julia Hammerl :„Körper [sic!]“ Ars ex Machina _ Der menschliche Körper als Abbild einer Gesellschaft.
„Körper [sic!]“ ist der Titel des neuen Projektes von Ars ex Machina, einem Verein, der 2022 von Schauspieler und Kulturjournalist Clemens Janout gegründet wurde, um mit innovativen Formen im Sprechtheater zu experimentieren. Für die aktuelle Produktion hat das vierköpfige Kernteam eigens ein Theaterstück verfasst, das die Bedeutung des menschlichen Körpers in unserer Gesellschaft auslotet.
Jeder Mensch hat einen Körper. Eine Gemeinsamkeit, die noch lange keinen Garant für Gleichberechtigung darstellt, das war dem Theaterkollektiv Ars ex Machina schnell klar. Ob im TV, auf der Kinoleinwand oder im Internet: Die Masse an stereotypisierten Abbildungen von Menschen prägt unser Verständnis davon, was schön ist. Mit negativen Folgen, denn Schönheit als Ware verkauft sich nur so lange sie exklusiv, also für den Großteil der Menschen unerreichbar bleibt. Welche Auswirkungen heutige Schönheitsideale auf junge Menschen haben, das hat erst kürzlich eine Studie von Saferinternet.at festgestellt. Die jungen Generationen fühlen sich zunehmend von stereotypisierten Körperbildern unter Druck gesetzt. Wenig verwunderlich, führt man sich die französische Kosmetikkette Sephora vor Augen, die mit einer Anti-Faltencreme für Achtjährige wirbt.
Wiener Erstaufführung
Ob jung oder alt, groß oder klein, dick oder dünn: Unser Körper ist und bleibt ein Thema, das uns Menschen unser ganzes Leben lang beschäftigt. Genug Stoff also für einen Theaterabend, so der Gedanke von Schauspieler Clemens Janout, der für die Stückentwicklung „Körper [sic!]“ ein junges Künstler:innenkollektiv versammelt hat, um die Verflechtungen zwischen dem menschlichen Körper und der Gesellschaft zu erforschen. Neben ihm zeichnen die Schauspielerinnen Lara Bumbacher und Julia Hammerl sowie die Regisseurin Juliane Aixner für Konzept und Text verantwortlich. Nach der Uraufführung des mit humorvoller Gesellschaftskritik gespickten Theaterstücks am 1. Mai beim klagenfurter ensemble in Kärnten, gastiert „Körper [sic!]“ zwischen 20. Mai und 8. Juni für sechs weitere Vorstellungen im Rahmen einer Kooperation mit der Theater Arche in Wien.
Aufstrebendes Künstler:innenkollektiv
Bei dem Projekt handelt es sich nicht nur um die zweite Produktion von Ars ex Machina, sondern auch um die zweite Regiearbeit von Juliane Aixner, die erst vor wenigen Monaten ihr Regiedebüt mit „Collective Rage“ am Wiener Ateliertheater gefeiert hat. Zur Mitwirkung bei „Körper [sic!]“ animiert hat die Jungregisseurin auch den Künstler Philipp Pettauer, dessen musikalische Kreationen neulich in Produktionen des Theater am Werk und Kosmos Theater zu hören waren, sowie die aufstrebende Kostüm- und Bühnenbildnerin Svea Egger. Das Schauspielensemble besticht durch die aus der Schweiz stammende Lara Bumbacher, die gebürtige Wienerin Julia Hammerl und den Kärntner Clemens Janout.
Wien-Debüt für Ars ex Machina
Vereinsgründer Clemens Janout hat mit dem interaktiven Monologstück „All das Schöne“ vergangenen Herbst den Einstand von Ars ex Machina gefeiert. Nachdem der Theatertext des britischen Autors Duncan Macmillan ausschließlich in Kärnten gespielt wurde, wird mit der Stückentwicklung „Körper [sic!]“ wenige Monate später erstmals eine Ars ex Machina[1]Produktion in Wien präsentiert.
Neuer künstlerischer Zugang
Statements setzen möchte der Verein sowohl mit der Kunst an sich, als auch mit der Art und Weise, wie sie produziert wird. Ein Arbeiten auf Augenhöhe ohne große Hierarchien stellt vor allem in den darstellenden Künsten nach wie vor die Ausnahmeerscheinung dar – oft zum Leidwesen der mitwirkenden Künstler:innen. Der Zugang von Ars ex Machina soll auch neues Publikum erschließen und Theater wieder zu einem Ort des gesamtgesellschaftlichen Diskurses machen.
Körper [sic!]“ _Szenenfoto (folgende) _ Uraufführung Wien _ 20. Mai Theater Arche _ laufende Spieltermine
Die Wiener Erstaufführung von „Körper [sic!]“ – ein Theaterstück, das die Bedeutung des menschlichen Körpers in der Gesellschaft auslotet – findet am 20. Mai um 20 Uhr in der TheaterArche, Münzwardeingasse 2a, 1060 Wien statt. Weitere Vorstellungstermine: 28. und 29. Mai sowie 6., 7. und 8. Juni, jeweils 20 Uhr.
Schauspiel: Lara Bumbacher, Julia Hammerl, Clemens Janout Regie: Juliane Aixner Konzept, Text: Juliane Aixner, Lara Bumbacher, Julia Hammerl, Clemens Janout Musik: Philipp Pettauer Bühne, Kostüm: Svea Egger
„Körper [sic!]“ _Szenenfoto (folgende) _ Uraufführung Wien _ 20. Mai Theater Arche _ laufende Spieltermine https://www.theaterarche.at/
GIVE PEACE A CHANCE
Gänsefüßchen
Intervention
Vitalität
Einheit
Publikum
Erwartungen
Anders
Chromophobie
Ewigkeit
Ananas
Collage
Haut
Aktion
Nordlicht
Courage
Ende
„Körper [sic!]“ _Szenenfoto (folgende) _ Uraufführung Wien _ 20. Mai Theater Arche _ laufende Spieltermine
Lara Bumbacher 20.5.24
Lara Bumbacher _ Schauspielerin und Produktionsleiterin.
Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:
Lara Bumbacher _ Schauspielerin und Produktionsleiterin
Zur Person_Lara Bumbacher ist eine schweizerische Schauspielerin und Produktionsleiterin. Bereits vor ihrer Ausbildung an der Schauspielschule Krauss hat sie an mehreren Stücken am Schauspielhaus Zürich als Chorsprecherin mitgewirkt. Seit Abschluss ihrer Schauspielausbildung 2020 ist sie in Österreich und der Schweiz als Schauspielerin tätig. Seit 2023 arbeitet sie außerdem als Produktionsleiterin für das schweizerische Theaterkollektiv L‘actif Post Helvetia.
Aktuelle Produktion von und mit Lara Bumbacher :„Körper [sic!]“ Ars ex Machina _ Der menschliche Körper als Abbild einer Gesellschaft.
„Körper [sic!]“ _ Lara Bumbacher, Clemens Janout, Julia Hammerl (von links)
„Körper [sic!]“ ist der Titel des neuen Projektes von Ars ex Machina, einem Verein, der 2022 von Schauspieler und Kulturjournalist Clemens Janout gegründet wurde, um mit innovativen Formen im Sprechtheater zu experimentieren. Für die aktuelle Produktion hat das vierköpfige Kernteam eigens ein Theaterstück verfasst, das die Bedeutung des menschlichen Körpers in unserer Gesellschaft auslotet.
Jeder Mensch hat einen Körper. Eine Gemeinsamkeit, die noch lange keinen Garant für Gleichberechtigung darstellt, das war dem Theaterkollektiv Ars ex Machina schnell klar. Ob im TV, auf der Kinoleinwand oder im Internet: Die Masse an stereotypisierten Abbildungen von Menschen prägt unser Verständnis davon, was schön ist. Mit negativen Folgen, denn Schönheit als Ware verkauft sich nur so lange sie exklusiv, also für den Großteil der Menschen unerreichbar bleibt. Welche Auswirkungen heutige Schönheitsideale auf junge Menschen haben, das hat erst kürzlich eine Studie von Saferinternet.at festgestellt. Die jungen Generationen fühlen sich zunehmend von stereotypisierten Körperbildern unter Druck gesetzt. Wenig verwunderlich, führt man sich die französische Kosmetikkette Sephora vor Augen, die mit einer Anti-Faltencreme für Achtjährige wirbt.
Wiener Erstaufführung
Ob jung oder alt, groß oder klein, dick oder dünn: Unser Körper ist und bleibt ein Thema, das uns Menschen unser ganzes Leben lang beschäftigt. Genug Stoff also für einen Theaterabend, so der Gedanke von Schauspieler Clemens Janout, der für die Stückentwicklung „Körper [sic!]“ ein junges Künstler:innenkollektiv versammelt hat, um die Verflechtungen zwischen dem menschlichen Körper und der Gesellschaft zu erforschen. Neben ihm zeichnen die Schauspielerinnen Lara Bumbacher und Julia Hammerl sowie die Regisseurin Juliane Aixner für Konzept und Text verantwortlich. Nach der Uraufführung des mit humorvoller Gesellschaftskritik gespickten Theaterstücks am 1. Mai beim klagenfurter ensemble in Kärnten, gastiert „Körper [sic!]“ zwischen 20. Mai und 8. Juni für sechs weitere Vorstellungen im Rahmen einer Kooperation mit der Theater Arche in Wien.
Aufstrebendes Künstler:innenkollektiv
Bei dem Projekt handelt es sich nicht nur um die zweite Produktion von Ars ex Machina, sondern auch um die zweite Regiearbeit von Juliane Aixner, die erst vor wenigen Monaten ihr Regiedebüt mit „Collective Rage“ am Wiener Ateliertheater gefeiert hat. Zur Mitwirkung bei „Körper [sic!]“ animiert hat die Jungregisseurin auch den Künstler Philipp Pettauer, dessen musikalische Kreationen neulich in Produktionen des Theater am Werk und Kosmos Theater zu hören waren, sowie die aufstrebende Kostüm- und Bühnenbildnerin Svea Egger. Das Schauspielensemble besticht durch die aus der Schweiz stammende Lara Bumbacher, die gebürtige Wienerin Julia Hammerl und den Kärntner Clemens Janout.
Wien-Debüt für Ars ex Machina
Vereinsgründer Clemens Janout hat mit dem interaktiven Monologstück „All das Schöne“ vergangenen Herbst den Einstand von Ars ex Machina gefeiert. Nachdem der Theatertext des britischen Autors Duncan Macmillan ausschließlich in Kärnten gespielt wurde, wird mit der Stückentwicklung „Körper [sic!]“ wenige Monate später erstmals eine Ars ex Machina[1]Produktion in Wien präsentiert.
Neuer künstlerischer Zugang
Statements setzen möchte der Verein sowohl mit der Kunst an sich, als auch mit der Art und Weise, wie sie produziert wird. Ein Arbeiten auf Augenhöhe ohne große Hierarchien stellt vor allem in den darstellenden Künsten nach wie vor die Ausnahmeerscheinung dar – oft zum Leidwesen der mitwirkenden Künstler:innen. Der Zugang von Ars ex Machina soll auch neues Publikum erschließen und Theater wieder zu einem Ort des gesamtgesellschaftlichen Diskurses machen.
„Körper [sic!]“ _Szenenfoto (folgende) _ Uraufführung Wien _ 20. Mai Theater Arche _ laufende Spieltermine
Die Wiener Erstaufführung von „Körper [sic!]“ – ein Theaterstück, das die Bedeutung des menschlichen Körpers in der Gesellschaft auslotet – findet am 20. Mai um 20 Uhr in der TheaterArche, Münzwardeingasse 2a, 1060 Wien statt. Weitere Vorstellungstermine: 28. und 29. Mai sowie 6., 7. und 8. Juni, jeweils 20 Uhr.
Schauspiel: Lara Bumbacher, Julia Hammerl, Clemens Janout Regie: Juliane Aixner Konzept, Text: Juliane Aixner, Lara Bumbacher, Julia Hammerl, Clemens Janout Musik: Philipp Pettauer Bühne, Kostüm: Svea Egger
Lieber Felix Metzner, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?
Ich werde meistens zwischen 6 und 7 von meiner Tochter geweckt. Dann frühstücke ich mit meiner Familie und fahre zur Probe. Wenn ich gerade keine Theaterproduktion mache, plane ich kommende Inszenierungen, schreibe Stückfassungen oder lese Stücke und Bücher. Abends trinke ich gerne Wein mit meiner Frau und rede mit ihr über alles, das uns beschäftigt.
Felix Metzner, Regisseur
Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?
Wieder mehr Dialog wagen. Anstatt sich in seiner Bubble zu verschanzen, sollte die Gesellschaft wieder mehr Mut zu Debatten haben.
Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei dem Theater/Schauspiel, der Kunst an sich zu?
Der erwachsene Mensch sollte nie die Offenheit und Neugier seiner Kindheit verlieren. Ich persönlich sehe die Kunst an sich als ein Panoptikum verschiedenster bewusster und unbewusster Interpretationen unserer Gesellschaft und unserer Welt. Für mich ist die Auseinandersetzung mit Kunst und Kultur lebensnotwendig, um mich selbst zu spüren, mich weiterzuentwickeln und die Welt wenigstens ein kleinen bisschen besser zu verstehen.
Was liest Du derzeit?
„Das Bastardbuch. Autobiografische Stationen“ von Hans Neuenfels
und „Blutbuch“ von Kim de l’Horizon.
Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?
Jedes Zuhause ist ein zufälliges: Dort wirst du geboren, hierhin vertrieben, da drüben vermachst du deine Niere der Wissenschaft. Glück hat, wer den Zufall beeinflussen kann. Wer sein Zuhause nicht verlässt, weil er muss, sondern weil er will. (Aus dem Roman „Herkunft“ von Saša Stanišić)
Vielen Dank für das Interview, lieber Felix, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Theater-, Film-, Kunstprojekte und persönlich alles Gute!
5 Fragen an Künstler*innen:
Felix Metzner, Regisseur
Zur Person_Felix Wolfgang Metzner, Regisseur.
In Nürnberg geboren, studierte Felix Wolfgang Metzner in Wien Theater-, Film und Medienwissenschaft sowie Kunstgeschichte, Literaturwissenschaft und Philosophie. Seit 2001 drehte er erste Kurzfilme und arbeitete neben dem Studium als Regisseur, Regieassistent und Kameramann bei diversen Filmprojekten. Seine filmische Ausbildung vertiefte er bei einem Praktikum im österreichischen Filmmuseum und einem Studienaufenthalt an der New York Film Academy.
Seit 2010 sammelte er durch zahlreiche Hospitanzen und Assistenzen Erfahrung im Bereich der Theaterregie, unter anderem bei Anne Lenk, Kay Voges, Nikolaus Habjan, Michael Thalheimer und Matthias Hartmann am Burgtheater, bei William Friedkin am Theater an der Wien sowie am Schauspielhaus und dem Theater der Jugend in Wien. Am Burgtheater und dem Theater der Jugend war er jeweils als fester Regieassistent und Abendspielleiter engagiert. Ebenfalls war er für mehrere Produktionen als Videodesigner tätig.
In der Saison 2018/19 gab er mit »Frankenstein« nach Mary Shelley sein viel beachtetes Regiedebüt am Theater der Jugend Wien. Es folgten sechs Produktionen für das Burgtheater: 2020 inszenierte er vier Folgen für die Nestroy-Preis-nominierte Onlinevideo-Reihe »Wiener Stimmung« des Burgtheaters, das Multimediaprojekt »Geträumte Erinnerungen nie gesehener Zeiten« über den Dichter Jean Paul (mit Dörte Lyssewski, Branko Samarovski und Markus Meyer), sowie 2021 die von der Kritik gefeierte Inszenierung »Monster« im Vestibül des Burgtheaters. Weitere Produktionen für das Theater der Jugend, das Tiroler Landestheater, das Stadttheater Mödling, das Theater Scala Wien und die Komödienspiele Porcia folgten. Für die Saison 22/23 erhielt Metzner den Publikumspreis des Stadttheaters Mödling für »Rain Man« als beste Produktion der Saison.
In der Spielzeit 23/24 inszeniert er »Die Auslöschung. Ein Zerfall« von Thomas Bernhard am Staatstheater Darmstadt. Weitere Regiearbeiten sind 23/24 am Tiroler Landestheater, dem Landestheater Niederösterreich, dem Stadttheater Mödling, dem Eduard-von-Winterstein-Theater Annaberg, der Sargfabrik Wien, sowie dem Theater Scala Wien zu sehen.
Neben seinen Theaterprojekten arbeitet Felix Metzner derzeit an der Fertigstellung seines Spielfilms »Aus dem Dunkeln« und an dem Folgeprojekt »Polyphonia Rising«
E lend und doch wartet manch einer mit Sehnsucht auf dich.
P ech gibt es nicht den du sagst es ist alles vorbestimmt.
E rbarmen kennt der Mensch nicht.
A lles kommt zur rechten Zeit aber nur
C irca!
Es drängt dich nicht.
A uf ein Neues immer wieder.
C hamäleons hätten es vielleicht leichter… manch ein Mensch ist auch einer.
H aben sie aber nicht.
A uch die sind nur der
N atur ergeben und haben eine
C hance hier mit wenig
E rfolg lange zu leben.
Simonida Selimović, 17.5.2024
Simonida Selimović, Festival Intendantin,Schauspielerin, Regisseurin, Musikerin
Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:
Simonida Selimović _ Festival Intendantin,Schauspielerin, Regisseurin, Musikerin
Zur Person_Simonida Selimović,
Simonida Selimović / ROMANO SVATO / künstl. Leitung
geb. in Serbien (Boljevac), emigriert als Kind zusammen mit ihrer Familie nach Österreich; sie spricht Deutsch, Romanes, Serbisch und Englisch. Früh beginnt sie ihre Karriere als Schauspielerin in Film/Fernsehen und Theater. Sie ist u.a. zu sehen in der Kinderserie Operation Dunarea, im Kinofilm Ciao Cherie von Nina Kusturica, Zerschlag mein Herz im Film von Simon Schwarz und später u.a. am Schauspielhaus Essen und im Maxim Gorki Theater Berlin tätig. In der Wiener Theaterszene arbeitet sie häufig mit Alireza Daryanavard und ihrer Schwester Sandra Selimović zusammen. 2010 gründet sie gemeinsam mit ihr den ersten feministischen und professionellen Romatheaterverein Romano Svato, sowie Mindj Panther, wo sie als feministische Rapperin und Aktivistin gegen Rassismus und für Gleichberechtigung der Roma tätig ist.
Das Romano Svato Theater Kollektiv veranstaltet bereits zum vierten Mal das Romafestival
Das Kollektiv wurde vor über einem Jahrzehnt von Simonida und Sandra Selimović gegründet und hat sich als Verein für transkulturelle Kommunikation einen Namen gemacht. Romano Svato ist bekannt für seine eigenen Theaterstücke sowie für die Einladung namhafter Künstler:innen und Performer:innen aus dem In- und Ausland.
Die Inszenierungen des Festivals erzählen Geschichten über die Lebensrealitäten der Roma. Diese können sowohl schmerzhaft sein als auch mit pointiertem Humor Fremd- und Selbstbilder beleuchten. Trotz der Anerkennung der Volksgruppe der Roma in Österreich vor 30 Jahren bestehen noch immer große Wissenslücken über Minderheiten, und die Vorurteile scheinen kein Ende zu nehmen. Romano Svato übernimmt dabei eine Vorreiterrolle, indem es brisante Themen aufgreift und die Probleme der Roma sichtbar macht. „Die Verantwortung liegt darin, nach vorne zu schauen, ohne die Vergangenheit zu vergessen“, sagt Simonida Selimović-Rosegger, die Gründerin und Künstlerische Leiterin von Romano Svato.
Dschungel Wien _ 1070 Wien; MuseumsQuartier, Museumsplatz 1
Sommerbühne _ 1070 Wien; Haupthof MuseumsQuartier
Top Kino _ 1060 Wien; Rahlgasse 1
FESTIVALLEITUNG: Simonida Selimović
SPIELPLAN
(Programmänderungen und –ergänzungen vorbehalten)
Sa, 22.6.2024 DSCHUNGEL WIEN / Bühne 1
1070 Wien; MuseumsQuartier, Museumsplatz 1
19.00 Uhr: Eröffnung Festival
19:30 – 20:40 Uhr: Roma Industrie – Roma Slavery (Schauspielperformance)
Station bei Bachmann/Malina_ Annett Krendlesberger, Schriftstellerin_Wien_ amWohnort 1946-49Ingeborg Bachmanns in Wien und am Romanschauplatz „Malina“ Wien _ Ingeborg Bachmann_Schriftstellerin (25.Juni 1926 Klagenfurt – 17.Oktober 1973 Rom)
Liebe Annett Krendlesberger, sind hier an literarischen Bezugsorten des Romans „Malina“ (1971) von Ingeborg Bachmann in Wien, wie auch von biographischen Bezugspunkten der 1946 nach Wien gezogenen Schriftstellerin. Sind Dir die Orte hier, die Umgebung vertraut?
Ich fahre zwar öfter mit dem Rad durch den dritten Bezirk, aber ich bin noch nie hier im Haus Beatrixgasse 26 gewesen.
Welche Bezüge und Zugänge gibt es von Dir zu Ingeborg Bachmann und ihrem Werk?
Im Gymnasium habe ich „Malina“ zum ersten Mal gelesen; besonders das zweite Kapitel, „Der dritte Mann“ hatte es mir damals angetan, diese schonungslose Selbstoffenbarung der Ich-Erzählerin, und die Art, wie Ingeborg Bachmann sich stilistisch über konventionelle Vorgaben der Romangestaltung hinweggesetzt hat; ihre Art zu schreiben hat mir Mut gemacht und eine Tür geöffnet, meine Texte genau so zu gestalten, wie ich es mir vorstelle und mich nicht von meinem Weg abbringen zu lassen.
Wie war Dein Weg zur Literatur, welche Stationen gibt es da?
Ich habe erst ziemlich spät begonnen, Texte zu veröffentlichen; zunächst ausschließlich Prosa in Literaturzeitschriften und Anthologien (wie z.B. in den Lichtungen, Freibord oder Podium), später dann auch Lyriktexte; mittlerweile sind sechs Prosabände von mir erschienen. Wobei DALIEGENDE. UNBEWEGT, mein neuer Band (im Dezember 2023 erschienen), wohl eher als lyrische Prosa zu bezeichnen ist.
Im Roman „Malina“ ist der Hauptschauplatz Wien. Du bist in Wien aufgewachsen. Was bedeutet Dir Wien und welche Erfahrungen machst Du hier als Schriftstellerin?
Ich liebe Wien und möchte in keiner anderen Stadt leben. In gewisser Weise könnte man DALIEGENDE. UNBEWEGT, meinen neuen Band, ja auch als Hommage an Wien und all jene Wiener Künstlerinnen betrachten, deren Namen (und Schicksale) beinah schon in Vergessenheit geraten sind: 2019 gab es eine wunderbare Ausstellung im Unteren Belvedere „Stadt der Frauen. Künstlerinnen in Wien von 1900 bis 1938“; sie hat mich so berührt, dass ich begonnen habe, das Buch zu schreiben. 21 Exponate der Ausstellung sind in den Text mit eingeflossen, darunter Werke von Teresa Feodorowna Ries, Mileva Roller, Lilly Steiner, Friedl Dicker-Brandeis u.v.a.; überhaupt werde ich oft durch Ausstellungen inspiriert.
Welche Eindrücke hast Du von den biographischen Bezugspunkten Bachmanns und Romanschauplätzen in der Ungargasse?
In der Beatrixgasse spüre ich eine angenehme, friedliche Energie; der begrünte Innenhof, fast schon ein Park, wäre für mich ein idealer Rückzugsort zum Schreiben. Beeindruckend finde ich die Tore der beiden gleichermaßen herrschaftlichen Altbauten in der Ungargasse, die schon ein wenig auf die Charaktere der Romanfiguren hinweisen: Auf der einen Seite das etwas verspielte schmiedeeiserne Tor in der Ungargasse 6, dem Wohnort der Ich-Erzählerin, das Sicht auf ein Foyer mit weißer Marmorstatue freigibt (die „Ewige Jugend“ als ganz eigener Ausdruck für das Wünschen oder die Sehnsucht, eine Hoffnung …). Und dann im Gegensatz dazu das riesige helle Holzportal in der Ungargasse 9, dem Wohnort Ivans, eines doch eher „nüchternen“ Bankers, dessen Wohnung sich (natürlich) im obersten Stockwerk befindet. Auch die Innenhöfe der Altbauten scheinen einander entgegengesetzt: verwinkelt klein und schattig (unsicher?) versus großzügig, feudal (selbstherrlich?).
Was sind für Dich zentrale Themen und Aussagen des Romans „Malina“?
Der Roman „Malina“ ist für mich in erster Linie ein Ausdruck immensen seelischen Schmerzes, ein Ausdruck von Fassungslosigkeit, ohnmächtigen Entsetzens darüber, dass das Unfassbarste, der Holocaust, und die Verbrechen und Gräueltaten des 2. Weltkrieges, passieren konnte. Dass Derartiges überhaupt möglich war. Die Ich-Erzählerin übernimmt Verantwortung für das unendliche Leid, das in den Menschen seither fortwirkt, von Generation zu Generation, und geht innerlich zugrunde daran.
Möchte sie in einer derartigen Welt leben? (Möchten wir in einer derartigen Welt leben?) Ein Mahnmal. Ein Statusbericht. Der Statusbericht eines Menschen, der im Wissen um die Grausamkeit der Welt innerlich zerbricht. Wie im Grunde jeder Mensch innerlich zerbrechen müsste, wären ihm die entsetzlichen Geschehnisse und Grausamkeiten (damals und heute) jede Sekunde seines Lebens in ihrer ganzen Dimension und Tragweite bewusst.
Was sind Deine derzeitigen Projektpläne?
Oh, darüber darf ich leider gar nichts verraten. Das bringt Unglück!
Hättest Du mit Ingeborg Bachmann gerne einen Tag in Wien verbracht und wenn ja, wie würde dieser aussehen?
Selbstverständlich, es wäre mir eine große Ehre gewesen! Wahrscheinlich würde ich mit Ingeborg Bachmann im Volksgarten spazieren gehen, dort, wo die Rosen sind, und danach würde ich mit ihr einen Kaffee im Landtmann trinken, und würde lange sitzen bleiben. Ganz lang.
Darf ich Dich abschließend zu einem Malina Akrostichon bitten?
Mein
Atem, ich –
Licht aus, keine Türen –
Ich halt mich –
Nicht EIN Fenster! – halt mich
An meinem Atem an
Station bei Bachmann/Malina_ Annett Krendlesberger, Schriftstellerin_Wien_ amWohnort 1946-49Ingeborg Bachmanns in Wien und am Romanschauplatz „Malina“ Wien _ Ingeborg Bachmann_Schriftstellerin (25.Juni 1926 Klagenfurt – 17.Oktober 1973 Rom)
Station bei Bachmann/Malina_Roman Ingeborg Bachmann_Wien
Annett Krendlesberger, Schriftstellerin_Wien
Zum Projekt: Das Literatur outdoors Projekt „Station bei“ ist ein interdisziplinäres Kunstprojekt an den Schnittstellen von Literatur, Theater/Performance und Bildender Kunst/Fotografie.
Dabei kommt den werk-topographischen und biographischen Bezügen eine besondere Bedeutung zu, indem Dokumentation, Rezeption und Gegenwartstransfer, Diskussion ineinandergreifen.
Künstler:innen werden eingeladen an diesem Projekt teilzunehmen und in ihren Zugängen Perspektiven zu Werk und Person in Wort&Bild beizutragen.
Den Schwerpunkt bildet dabei Werk und Leben Ingeborg Bachmanns. Ebenso weitere Künstler:Innen.
Aktuelle Bucherscheinung von Annett Krendlesberger: “DALIEGENDE. UNBEWEGT“
Liebe Doris Wirth, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?
Ich versuche, kurz nach 6 aufzustehen, um genügend Zeit zu haben, und scheitere regelmäßig. Ich meditiere, mache etwas Yoga, treffe meinen Sohn um sieben in der Küche. Dann radle ich zur Arbeit und unterrichte Jugendliche in Deutsch als Zweitsprache. Wenn nach dem Unterricht keine Sitzungen oder Termine anstehen, bin ich glücklich. Ich genieße den Heimweg durch den Park oder den Wald und sauge so viel Grün wie möglich in mich auf. Wenn ich viel Glück habe, bin ich nicht zu müde, um noch Sport zu machen.
Abends genieße ich den Moment, wenn ich meinen Sohn zu Bett bringe (so lange er es noch will…), dann bereite ich vor und falle ins Bett, wo ich manchmal noch sinnlos in den sozialen Medien herumklicke, als gälte es, da etwas zu finden, wofür mir der Tag nicht genug Zeit ließ – was dazu führt, dass ich am nächsten Morgen wiederum müde bin.
Nur freitags ist es anders: Freitag ist mein heiliger Tag. Da darf ich länger schlafen oder genau so früh aufstehen und ins Atelier radeln und schreiben. Wenn. Wenn nicht gerade Steuern anstehen, ich mich um eine falsche Mobilfunkrechnung kümmern muss oder sonst das Leben reinplatzt: zum Beispiel mit totaler Erschöpfung, so dass der Freitag Pausentag wird statt Schreibtag.
Zurzeit heißt Schreiben nicht wirklich schreiben, sondern: alles rund um Lesungen, Promo, Einladungen organisieren, Netzwerk pflegen, Website, Insta, Fotos – um meinen Roman zu bewerben und weiter in die Welt hinauszubringen.
Doris Wirth, Schriftstellerin
Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?
Sanftheit und Mitgefühl. Ich merke selbst, wie ich, im Grunde ein zarter und positiver Mensch, mehr und mehr mitgerissen werde von einer Welle des „ich zuerst“, und aggressiv werde, ich sehe an manchen Schüler*innen und auf den Straßen im Verkehr, wieviel Dicke-Hose-Gehabe und wie wenig Empathie vorhanden sind. Auch in den sozialen Medien ist König, wer gewinnt, wer glänzt – es fehlt eine Kultur des Scheiterns, eine Kultur des Fühlens. Befindlichkeit ist Trumpf, ja, aber immer nur auf eine vorteilsorientierte Weise, wenn das „ich fühle mich grad so“ diskussionsdienlich ist – es braucht so viel Mut, sich wirklich empfindlich, nackt, berührbar – oder eben auch mal stumpf, abgestumpft, entleert, stumpfsinnig zu zeigen – so, wie es jeweils nicht vom gesellschaftlichen Kontext vorgesehen und goutiert wird. NICHT zu funktionieren und dazu zu stehen. Und bei all dem eben auch das Mitgefühl mit sich selbst UND den anderen, die es möglicherweise nicht verstehen können, nicht zu verlieren. Und bei aller Empfindsamkeit: auch zu merken, wann es Zeit ist, sich eine dicke Haut zuzulegen und klare Grenzen zu setzen. Das Gefühl der Liebe nicht nur in den rosa Momenten und beim Liebsten zu spüren, sondern hinüber in alle manchmal auch Rohheit oder Hässlichkeit oder Kleinheit des Alltags zu retten, hin zu den Feinbildern, hin zu den vermeintlich „so anderen“. Wenn uns allen das öfter gelänge – wäre in meinen Augen viel gewonnen.
Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?
Ich nehme an, der Satz bezieht sich noch auf die Corona-Krise? Mir kommt es manchmal vor, als wäre seither ständig noch etwas draufgekommen. Als würde es mit Schreckensnachrichten und Katastrophen gar nicht mehr aufhören – wahrscheinlich ist es wichtig, immer wieder auch in die Vergangenheit zu blicken. Um die Relation zu behalten. Ich mag es, in alten Zeitungen zu lesen. Ich mag es, wenn „schlimme“ Dinge längst Geschichte sind und nur noch eine in diesen Nachrichten beinah nostalgische Reminiszenz. Wenn da mitschwingt, dass es vorbei ist und dass es weiterging. Und auch gut weiterging! Zeitweise.
Gesellschaftlich finde ich es sehr wichtig, dass der Dialog wieder mehr gefördert wird. Gerade auch im Internet, wo jede*r seine Meinung so laut und ungefragt herausposaunen kann, gibt es so viele Spaltungen. Das eigene Lautsein und sich Behaupten ist wichtiger als das Zuhören, so wird es gelebt – dabei ist richtig Zuhören eine absolute Kerntugend. Auch das sich Anhören, was nicht unserem Denken, unserer Bubble entspricht. Und genau darüber in den Austausch zu gehen. Ich bin kein Fan davon, Menschen mundtot zu machen. Selbst und gerade Menschen, die in Extreme abrutschen, sollten eingebunden werden, ihre wahren Gründe aufgedeckt, und sich nicht mehr und mehr separieren. Ich halte Abspaltungen und Separierungen für sehr gefährlich und beobachte zunehmende Grabenentwicklungen mit Unbehagen. Auch Unbehagen bereiten mir zu starke Leitlinien, WIE man über etwas sprechen soll – parallel zu den vielen Spaltungen gibt es eine starke Mainstream-Kultur, ein Ja-Sagen und Gefallen-Wollen und das Richtige machen um jeden Preis. Ich wünsche mir und uns allen mehr Mut zu wirklich eigenen Standpunkten. Für einen Neubeginn, persönlich und gesellschaftlich, braucht es Hoffnung, Mut, Visionen und Disziplin.
Der Literatur kommt die Rolle zu, dass sie langsamer ist als das Tagesgeschehen, die Tagespresse. Sie atmet zuerst, ehe sie spiegelt, in Frage stellt, erzählt. Sie hat den Vorteil der Distanz. Und genau darum eröffnet sie uns auch so große Räume und Freiheiten. Sie ist es, die uns immer wieder auch Distanz zu uns selbst und dem eigenen Leben, der eigenen Zeit, ermöglicht. Die uns aber auch einlädt, wieder zu träumen, zu wagen, uns nicht klein zu halten. Persönlich bin ich so unendlich glücklich, dass Berlin wieder zugekleistert ist mit Plakaten und Ankündigungen, dass die Stadt wieder lebt und bebt und nicht so geisterhaft stillgelegt ist wie während der Pandemie.
Was liest Du derzeit?
Ich lese gerade „Töchter“ von Lucy Fricke, ein Geschenk vor vielen Jahren, das ich jetzt erst hervorgezogen und zu lesen begonnen habe. Und ich lese „Ein Reiskorn auf meiner Fingerkuppe“, ein sehr schöner Lyrikband von Ruth Loosli mit tollen Schrift-Kunstwerken (Abbildungen) der Autorin. Auch Lyrik verlangsamt für mich die Zeit. Ähnlich wie Meditation.
Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?
Die Sanftmut ist ein Schlüssel zum Himmel (gerade gegoogled)
(Julius Langbehn)
Vielen Dank für das Interview, liebe Doris, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literaturprojekte und persönlich alles Gute!
5 Fragen an Künstler*innen:
Doris Wirth, Schriftstellerin
Zur Person_Doris Wirth, geboren 1981 in Zürich, lebt seit dreizehn Jahren als freie Autorin in Berlin. Sie war Stadtschreiberin in Rottweil und Stipendiatin in Scuol und Lübeck. Zuletzt erschien im März 2024 ihr Debütroman „Findet mich“ beim Geparden Verlag.
Aktueller Roman von Doris Wirth: „Findet mich“
„Krawatte, Dienstgrad, Feierabendbier: Es könnte immer so weiter gehen. Doch Erwin, Mittfünfziger, Familienvater, bricht aus. Einst ein Freigeist, stürzt er sich nach Jahrzehnten wieder in ein wildes, ungebundenes Abenteuerleben. Er taucht unter, flieht in die Natur, gilt bald als vermisst. FINDET MICH zeichnet das Psychogramm eines Mannes, dem letztlich eine Psychose diagnostiziert wird und dessen Familie ihn nicht mehr wiedererkennt. Doris Wirth erzählt diese Geschichte als Langzeitporträt, das wechselnde Perspektiven einnimmt; sie blendet zurück in die Vergangenheit von Erwins Ehe, in die sozialen Umstände der Familiengründung und die Reaktionen der in diesen Umständen aufwachsenden Kinder. FINDET MICH ist ein packendes Romandebüt, das nach den Auswirkungen der Selbstdefinition über Leistung und Arbeit fragt und Zwänge und Begrenzungen in unserer Gesellschaft aufzeigt.“
Doris Wirth, Findet mich .Roman
ca. 320 Seiten, Leinen mit Schutzumschlag und Lesebändchen, 21 x 12,7 cm