„Entdeckungen“ Nadja Kayali, Intendantin _ Give Peace A Chance _ Villach 27.5.2024

GIVE PEACE A CHANCE

Großartige

Ideen!

Villach!!

Einen


Persönlichen

Emotionalen

Anregenden

Carinthischen Sommer

Erleben


Artist in residence


Cello

Hören

Auf

Neuen

Carinthischen

Entdeckungen



Nadja Kayali, 27.5.2024

Nadja Kayali _
Intendantin des Carinthischen Sommers

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Nadja Kayali _ Intendantin des Carinthischen Sommers

Zur Person_ Nadja Kayali

»Fremdenführerin für Musik« betitelte Alexander Kluge sein Fernsehportrait (2006 SAT 1) über die gebürtige Wienerin mit syrischen Wurzeln, Nadja Kayali. Dem Studium der
Musikwissenschaft und Soziologie folgten Engagements an Theater und Oper, u. a. als
Regieassistentin von Christoph Marthaler (Volksbühne Berlin, Hamburger Schauspielhaus, Salzburger Festspiele), als Dramaturgin an Luzerner Theater und im Betriebsbüro der Opéra du Rhin in Strasbourg.

Seit 1998 inszeniert Nadja Kayali als Regisseurin Projekte, die verschiedene Kunstsparten
auf ungewöhnliche Weise miteinander verbinden. Hinzu kommen Auftritte als Rezitatorin, etwa beim Festival Resonanzen oder beim Festival Imago Dei.

Andererseits ist Nadja Kayali als Moderatorin und als Vortragende für Konzert- und
Operneinführungen sehr gefragt, so war sie über 100 Mal im Rahmen der Salzburger
Festspiele zu hören, begleitete von 2015-2020 den renommierten Streichquartettzyklus
„Belcea/Artemis“ im Wiener Konzerthaus und war in Projekten beim Steirischen Herbst
oder regelmäßig im Musikverein zu Gast.

Seit 2007 gestaltet und moderiert Nadja Kayali Radiosendungen bei Ö1 (ORF), darunter
die prime time Sendung »Pasticcio«.

Von 2022-24 war Nadja Kayali Künstlerische Leiterin des Festivals IMAGO DEI in Krems.

Seit Oktober 2023 ist sie geschäftsführende Intendantin des Carinthischen Sommers

http://www.nadjakayali.com
(Biographie kurz , Mai 2023)

Carinthischer Sommer Programmpäsentation

Programm des Carinthischen Sommers 2024:

6.Juli – 4.August 2024

Mit der Saison 2024 starten viele neue Kooperationen mit anderen Festivals und Kulturschaffenden in Kärnten – die gemeinsame Begeisterung für das Kulturland Kärnten öffnet hier neue Perspektiven der Zusammenarbeit.

https://carinthischersommer.at/programm/

Seit Oktober 2023 ist Nadja Kayali Intendantin des Carinthischen Sommers.

Carinthischer Sommer Programmpäsentation

Fotos _ Portrait (1): Sascha Osaka; Programmpräsentation (2,3) : Violetta Stuchlik

Walter Pobaschnig _ 27.5.2024

https://literaturoutdoors.com

„Die Kunst ist der Mensch an sich – wir lassen uns aber zu wenig selbst zu“ Simonida Selimovic, Festival Intendantin _ Wien 27.5..2024

Liebe Simonida Selimovic, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Viel Kaffee am Morgen und dann folgen ganz viele Gespräche mit verschiedenen Künstlern. Mails beantworten und organisieren.

Simonida Selimović,
Festival Intendantin, Schauspielerin, Regisseurin, Musikerin

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Hinzusehen auch wenn es unangenehm ist und offen zu sein. Wir urteilen oft viel zu schnell, sich dessen bewusst zu werden ist eine Kunst.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Kunst an sich zu?

Die Kunst ist der Mensch an sich ja schon wir lassen aber uns zu wenig selbst zu. Die meisten Menschen kennen sich und ihre Bedürfnisse gar nicht. Das heißt hier wird die Kunst die Verantwortung bekommen verantwortlich sich zu zeigen und frei zu sein, denn es geht beides.

Was liest Du derzeit?

Die Stadt und ihre ungewisse Mauer“ von Haruki Murakami

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Der Atem spricht für dein Befinden. Sprich nur, wenn du ruhig atmest.

Vielen Dank für das Interview liebe Simonida, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Theater-, Schauspiel-, Musikprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

Simonida Selimović,
Festival Intendantin, Schauspielerin, Regisseurin, Musikerin

5 Fragen an Künstler*innen:

Simonida Selimović _ Festival Intendantin, Schauspielerin, Regisseurin, Musikerin

Zur Person_Simonida Selimović,

Simonida Selimović / ROMANO SVATO / künstl. Leitung

geb. in Serbien (Boljevac), emigriert als Kind zusammen mit ihrer Familie nach Österreich; sie spricht Deutsch, Romanes, Serbisch und Englisch. Früh beginnt sie ihre Karriere als Schauspielerin in Film/Fernsehen und Theater. Sie ist u.a. zu sehen in der Kinderserie Operation Dunarea, im Kinofilm Ciao Cherie von Nina Kusturica, Zerschlag mein Herz im Film von Simon Schwarz und später u.a. am Schauspielhaus Essen und im Maxim Gorki Theater Berlin tätig. In der Wiener Theaterszene arbeitet sie häufig mit Alireza Daryanavard und ihrer Schwester Sandra Selimović zusammen. 2010 gründet sie gemeinsam mit ihr den ersten feministischen und professionellen Romatheaterverein Romano Svato, sowie Mindj Panther, wo sie als feministische Rapperin und Aktivistin gegen Rassismus und für Gleichberechtigung der Roma tätig ist.

Aktuell: 4. Internationales Roma-Theater-Festival / Wien 22. – 28. 6. 2024

E BISTARDE _ Vergiss mein nicht

Das Romano Svato Theater Kollektiv veranstaltet bereits zum vierten Mal das Romafestival

Das Kollektiv wurde vor über einem Jahrzehnt von Simonida und Sandra Selimović gegründet und hat sich als Verein für transkulturelle Kommunikation einen Namen gemacht. Romano Svato ist bekannt für seine eigenen Theaterstücke sowie für die Einladung namhafter Künstler:innen und Performer:innen aus dem In- und Ausland.

Die Inszenierungen des Festivals erzählen Geschichten über die Lebensrealitäten der Roma. Diese können sowohl schmerzhaft sein als auch mit pointiertem Humor Fremd- und Selbstbilder beleuchten. Trotz der Anerkennung der Volksgruppe der Roma in Österreich vor 30 Jahren bestehen noch immer große Wissenslücken über Minderheiten, und die Vorurteile scheinen kein Ende zu nehmen. Romano Svato übernimmt dabei eine Vorreiterrolle, indem es brisante Themen aufgreift und die Probleme der Roma sichtbar macht. „Die Verantwortung liegt darin, nach vorne zu schauen, ohne die Vergangenheit zu vergessen“, sagt Simonida Selimović-Rosegger, die Gründerin und Künstlerische Leiterin von Romano Svato.

Dschungel Wien _ 1070 Wien; MuseumsQuartier, Museumsplatz 1

Sommerbühne _ 1070 Wien; Haupthof MuseumsQuartier

Top Kino _ 1060 Wien; Rahlgasse 1

FESTIVALLEITUNG: Simonida Selimović

SPIELPLAN

(Programmänderungen und –ergänzungen vorbehalten)

Sa, 22.6.2024 DSCHUNGEL WIEN / Bühne 1

1070 Wien; MuseumsQuartier, Museumsplatz 1

  • 19.00 Uhr: Eröffnung Festival
  • 19:30 – 20:40 Uhr: Roma Industrie – Roma Slavery (Schauspielperformance)

Eintrittspreis: € 17,– / € 13,– ermäßigt

Karten unter: Tel. 0676 512 91 04; www.dschungelwien.at

  • 21:00 – 22:30 Uhr: Palace Athene (Dragshow)

Eintrittspreis: € 13,– /€ 8,– ermäßigt

Karten unter: Tel. 0676 512 91 04; www.dschungelwien.at

So, 23.6.2024 DSCHUNGEL WIEN / Bühne 1

1070 Wien; MuseumsQuartier, Museumsplatz 1

  • 19:30 – 20:40 Uhr: Roma Industrie – Roma Slavery (Schauspielperformance)

Eintrittspreis: € 17,– / € 13,– ermäßigt

Karten Tel. 0676 512 91 04; www.dschungelwien.at

Mo., 24.6.2024 DSCHUNGEL WIEN / Bühne 1

1070 Wien; MuseumsQuartier, Museumsplatz 1

  • 19:30-21:00 Uhr : Tschandala – The Romani Version / SWEDEN’S DIRTY

LITTLE SECRET  (Schauspiel mit Musik)

Eintrittspreis: € 17,– / € 13,– ermäßigt

Karten unter: Tel. 0676 512 91 04; www.dschungelwien.at

Di, 25.6.2024 SOMMERBÜHNE MuseumsQuartier Wien

1070 Wien; MuseumsQuartier Haupthof (Bei Schlechtwetter im Dschungel Wien / Bühne 1)

  • 20:00 – 21:30 Uhr / Museumsquartier Haupthof: Proud to be Roma – DenorecorDS

(Konzert)

Eintritt frei

Mi, 26.6.2024 TOP KINO  

1060 Wien; Rahlgasse 1

  • 18:00 – 19:40  Bibi Sara Kali  (Filmscreening)

Eintrittspreis: €  8,50 / € 6,– ermäßigt

Karten unter Tel. 01/208 3000, www.topkino.at

Do, 27.6.2024 DSCHUNGEL WIEN / Bühne 1

1070 Wien; MuseumsQuartier, Museumsplatz 1

  • 19:30-20:40:  CORE – Drept la Replică / Practicing Memory – a performative exercise

(Poesie, Live-Musik, Performance)                              

Eintrittspreis: € 17,– / € 13,– ermäßigt

Karten unter: Tel. 0676 512 91 04; www.dschungelwien.at

Fr, 28.6.2024 DSCHUNGEL WIEN

1070 Wien; MuseumsQuartier, Museumsplatz 1

  • 15:00 – 20:00 Uhr / Bühne 3: Activism, Sex and Body (Workshop + Performance)

Kosten: € 40,–

  • 21:00 – 22:00 Uhr / Bühne 1: Pretty Loud (Konzert)                                      

Eintrittspreis: € 17,– / € 13,– ermäßigt

24., 25., 26., & 27. 6.2024 DSCHUNGEL WIEN / Studio 1

1070 Wien; MuseumsQuartier, Museumsplatz 1

  • 9:00 – 14:00 Uhr: „Extremismusprävention trifft Theater“ (Schulworkshop)

Kostenfrei

FESTIVALINFO:

http://www.romanosvato.at

KARTEN :

Dschungel Wien

1070 Wien; MQ/Museumsplatz 1

Tel. 0676 512 91 04; www.dschungelwien.at

Fotos_1 Jenny Olaya Peickner; 2 Rosmarin Frauendorfer; 3 Jenny Olaya Peickner; 4 Marisel Bongola.


Walter Pobaschnig 17.5.2024

https://literaturoutdoors.com

„Aufstehen“ Karin Maria Bauer, Sängerin _ Give Peace A Chance _ Wien 26.5.2024

GIVE PEACE A CHANCE

Gemeinsam

Integrität

Verantwortung

Empathie


Privileg

Erkenntnis

Aufgabe

Charakter

Emotionalität


Aufstehen


Courage

Hoffnung

Authentizität

Nachdenken

Carpe Diem

Ende



Karin Maria Bauer, 18.5.2024

Karin Maria Bauer_ Sängerin, Schauspielerin, Songwriterin

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Karin Maria Bauer_ Sängerin, Schauspielerin, Songwriterin

Zur Person_ Karin Maria Bauer,  Sängerin, Schauspielerin, Songwriterin. Gesangsstudium an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und am Complete Vocal Institute, Kopenhagen, Dänemark, Paritätische Bühnenreifeprüfung für Schauspiel und Musical.

Als Sängerin, Schauspielerin und Songwriterin in vielen, unterschiedlichen Stilrichtungen und Projekten tätig, Debütalbum „Done“ unter dem Künstlernamen Kareen
www.karinmariabauer.at
www.kareenmusic.com

http://www.karinmariabauer.at

https://www.facebook.com/kareenmariabauer

Foto_Reinhard Gombas

Walter Pobaschnig _ 18.5.2024

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„die Neugierde aufeinander und das Verständnis füreinander nicht verlieren“ Claudia Schmid, Schriftstellerin _ Mannheim 26.5.2024

Liebe Claudia Schmid, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Nach der ersten Tasse Kaffee morgens im Wilden Gärtlein begebe ich mich an meinen Schreibtisch. Der Blick durch das Dachfenster zeigt mir den Himmel und ich arbeite am Manuskript meines 13. Buches, welches im Februar 2025 im Gmeiner-Verlag erscheinen wird. Dieses Mal ist es wieder ein Kriminalroman, der sich im Werden befindet. Irgendwann am Nachmittag wende ich mich dann anderen Aufgaben zu.

Abends kochen mein Mann und ich immer gemeinsam und mit frischen Zutaten. Wir probieren auch gerne neue Rezepte aus. Umso lieber, wenn sie vegetarisch sind. Gehen wir gemeinsam zu einer Veranstaltung, bleibt es bei einem Imbiss.

Claudia Schmid, Schriftstellerin

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Freundlich und offen zueinander zu sein. Der Empathie Raum geben. Zu verinnerlichen, dass wir tatsächlich „alle im selben Boot sitzen“. Es gibt keinen Notausgang und keine Rettungsboote.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?

Wir sollten die Neugierde aufeinander und das Verständnis füreinander nicht verlieren. Der eigene Tellerrand sollte nie das Ende unseres Interesses markieren. Die anstehenden, drängenden Probleme können wir nur alle gemeinsam lösen. Finger in Wunden legen, Möglichkeiten des Beistands aufzeigen, Optionen für gemeinsame Lösungen, sind hehre Aufgaben. Kunst soll aber auch unbeschwerte Momente schenken, damit wir die Lust am Leben beibehalten.

Was liest Du derzeit?

Ich bin in diesem Jahr in der Glauser-Jury des Syndikats (Verein für deutschsprachige Kriminalliteratur) fürs Debüt und lese mit großer Freude und Interesse nach und nach die dazu eingereichten Titel.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Den Kantschen kategorischen Imperativ. Zeitlos gültig.

Vielen Dank für das Interview, liebe Claudiaviel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literaturprojekte und persönlich alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen:

Claudia Schmid, Schriftstellerin

Zur Person_ Claudia Schmid ist Germanistin sowie Ehren-Kriminalkommissarin der Polizei Mannheim-Heidelberg und schreibt mit einem ausgeprägten Faible für Psychologie sowohl Historisches als auch Kriminelles und gibt Schreibworkshops. Dabei hat sie bislang sechzig Kurzgeschichten veröffentlicht, für die sie mehrere literarische Preise erhielt. Ihr 13. Buch wird im Frühjahr 2025 erscheinen. Hin und wieder läuft sie bei einem Film der Reihe TATORT durchs Bild. Live Auftritte vor Publikum schätzt sie sehr.

Sie ist Mitglied der GEDOK Heidelberg sowie im SYNDIKAT, dem Verein für deutschsprachige Kriminalliteratur und hat gemeinsam mit ihrem Mann eine Tochter ins Erwachsenenleben begleitet. Claudia Schmid ist Redakteurin des Online-Portals Kriminetz.de.

Ihre Website: http://www.ClaudiaSchmid.de

Foto_ privat

Walter Pobaschnig _ 10.5.2024

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„im schatten der offenheit / stehen wir unberührt des windhauches“ Karina Laru-Nau, Künstlerin _ Pörtschach am Wörthersee 25.5.2024

Liebe Karina Laru-Naú, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Manche Menschen würden sagen, nicht besonders abwechslungsreich, da sich fast alles um die Kunst bzw. Kunstschaffen dreht. Kurz vor dem Aufstehen entstehen bereits Kopfbilder, nicht selten wird der Ursprung dieser spontanen Ideen transformiert und findet einen Platz in der Realität. Meistens verändert und weiterentwickelt. Ein Tag ohne einen Pinselstrich oder eine Zeichnung ist ein verlorener Tag.

Meine Familie „verzeiht“ mir nicht nur diesen extremen Schaffensdrang, sie unterstützt mich bei Reisen in Orte, wo meine Arbeiten gezeigt werden dürfen.

Karina Laru-Naú, Künstlerin _
Bild: 19 nordwind 0,4, 160 x 140 cm, 2023 _ folgende

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

  • Respektvoll und freundlich zu sein.
  • Ein empathisches Umfeld zu schaffen, in dem Gefühle und Meinungen anderer akzeptiert werden.
  • Sich an auch / oder vor allem / kontroversen Diskussionen zu beteiligen, die uns alle wachsen und weiterentwickeln lassen.
  • Nicht die Augen vor dem Elend Anderer zu verschließen. 
the first one, 140 x 160 cm, 2022

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Kunst an sich zu?

Aufbruch und Neubeginn bringen gesellschaftliche Herausforderungen mit sich, welche nur gemeinsam zufriedenstellend bewältigt werden können. Neue Denkmuster ersetzen die alten. Es entstehen neue Räume, in den der Sinn der Veränderung gefunden wird. Was wichtig bleibt ist die Fähigkeit sich anzupassen, aber auch, wenn nicht noch mehr – sich aufzulehnen. Denn nur so kann Innovatives entstehen.

Die Kunst kann sowohl eine politische als auch eine philosophische Rolle übernehmen. Das heißt nicht, dass es immer so sein muss. Mir persönlich liegt die philosophische / gesellschaftskritische Variante mehr. Beide Richtungen übernehmen die Rolle der Opposition, die aufzeigt, attackiert und „schimpft“ … Welchen Beitrag die Kunst zur Lösung der Weltprobleme tatsächlich leistet – ist ein anderes Thema.   

frauscher mit kind 200 x 160 cm

Was liest Du derzeit?

´Kunst und Rivalität´ von Sebastian Smee über vier außergewöhnliche Freundschaften.

´Biographische Schätze und kluge Kunstgeschichte in einem´ – THE NEW YORKER  

Nordwind 0,3, 2022, 100 x 100 cm

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Denk-Impuls aus einem meiner Bilder ´schattenlicht´ (2021/Mischtechnik auf Leinen/200×150 cm):

im schatten der offenheit

stehen wir unberührt des windhauches

und unbeeindruckt von der geradlinigkeit unserer haltungen.

im verborgenen lebt die klarheit

und

würdest du deine stimme fragen,

welche sprache sie bevorzugt,

so würde sie verstummen

im geduldigen abwarten

der eigen ersehnten antwort.

DEINE sprache ist mir am nächsten,

ohne kürzel und doppelstriche,

in der geradlinigkeit vieler verschwommener inhalte,

DU und DICH

sind mir am nächsten

und deine sprache, die niemand versteht.

emotion has no title, 2024

Vielen Dank für das Interview, liebe Karinaviel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Kunstprojekte und persönlich alles Gute! 

Karina Laru-Naú, Künstlerin _ im Atelier

5 Fragen an Künstler*innen:

Karina Laru-Naú, Künstlerin

Zur Person_ Karina Laru-Naú (geb. Szafran), wurde in Wroclaw/Polen geboren.

Aufgewachsen am Rande einer Großstadt – lernte sie im kleinen Familienumfeld die verschiedenen kulturellen Einflüsse ihrer Vorfahren (Ukraine, Polen, Ungarn und Lettland) zu verbinden und entwickelte sich nach und nach zu einer offenen Weltbürgerin.

Mit 18 Jahren, nach dem in Polen gemachten Abitur – verlässt sie ihre Heimat und beginnt in Salzburg ein Slawistik Studium.

Seit 1981 lebt sie in Österreich (Salzburg /Wien/ Kärnten), wo sie außer ihren bürgerlichen Berufen, unter anderem Dolmetsch für Russisch, Polnisch und Deutsch, immer wieder diverse Kunstausbildungen in Österreich, Deutschland und Italien genießt. Zahlreiche Reisen nicht nur Europaweit sondern auch in Nord-, und Südamerika sowie Asien bilden großartige Inspirationen für Ihre Arbeiten.

Das Studium an der Akademie der Kunst und Philosophie – abgeschlossen in Klagenfurt/Kärnten (Meisterklasse Luka Anticevic) ergänzt Ihren künstlerischen Weg und bestätigt den Stellenwert ihres Wahlberufes als freischaffende Künstlerin.

Karina Laru-Naú hat bereits als Kind spiegelverkehrt geschrieben. Intuitiv und selbstverständlich setzte sie Buchstaben und Zahlen in eine fremde Ordnung. Nur mit Hilfe eines Spiegels verstand die Konvention ihre Bedeutung.

Heute bedient sie sich – ungestraft – der in Erinnerung gerufenen Schreibweise, die nicht nur Botschaften liefert, sondern auch ein wichtiges Kompositionselement in ihren Werken bildet.

Unter dem Motto: „VERKEHRT IST rICHTIG“ versucht sie dem Absurden auf die Spur zu kommen und sich damit dem größten Wunsch des Menschen zu nähern – der Freiheit.

www.karina.laru-nau.com

Alle Fotos_ privat

Walter Pobaschnig _ 10.5.2024

https://literaturoutdoors.com

„Gehen immer vorwärts“ Karoline Hugler _ Schriftstellerin _ Give Peace A Chance _ Potsdam/D 25.5.2024

GIVE PEACE A CHANCE

Gehen immer vorwärts

Immer weiter

Vorwärts bis zum

Ende


Pause

Erschöpfung

Anfang atmen

Chaos

Erwartung offener


Arme – atmen


Chaos

Hoffnung auf Neu-

Anfang

Nächstenliebe

Chance

Endlich errettet sein.



Karoline Hugler, 21.5.2024

Karoline Hugler _ Schriftstellerin, Regisseurin, Schauspielerin

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Karoline Hugler _ Schriftstellerin, Regisseurin, Schauspielerin

Zur Person_ Karoline Hugler wurde 1980 in Neuruppin geboren und ist in Potsdam aufgewachsen. Früh begann ihre Leidenschaft für das Geschichtenerzählen. Als Jugendliche erhielt sie mehrfach den Voltaire-Jugendliteraturpreis, war als Nachwuchsautorin in der Master School Drehbuch und ließ sich zur Schauspielerin ausbilden, um auch noch selber in Geschichten und Figuren zu schlüpfen. Nach verschiedenen Theater – und Filmprojekten hat sie seit 2013 gemeinsam mit dem Regisseur und Autor Julian Tyrasa die künstlerische Leitung des Theaters Comédie Soleil in Werder (Havel), wo sie auch als Schauspielerin und Regisseurin tätig ist und eigene Theaterstücke entwickelt. Sie lebt im Umland von Potsdam.

Aktueller Roman von Karoline Hugler „Meer von Sonnenblumen“

„Max, ein Waisenjunge, der durch den Krieg seine Eltern verloren hat, und der Deserteur Marius, der diesen Krieg verweigert, treffen in einem Zirkus aufeinander. Während der eine davon träumt, Clown zu werden, muss der andere es notgedrungen sein,

um sich zu verstecken. Aus den erzwungenen Gefährten entsteht eine Solidargemeinschaft und wird zur Freundschaft – doch die Bedrohungen von Außen bleiben nicht aus. Marius’ Verfolger sind ihm auf der Spur.

Angesiedelt ist die Geschichte im Zweiten Weltkrieg, doch sie könnte zu jederzeit passieren. Es ist eine Geschichte um Mut und Menschlichkeit, die in ihrer Zeitlosigkeit aktueller denn je ist.

Meer von Sonnenblumen ist gerade vor dem traurigen Hintergrund des Krieges doch ein Buch mit einer unbedingt positiven Haltung – über die Kraft der Liebe zum Leben und zur Freiheit, über Mut, Freundschaft und das Verfolgen seiner Träume – schließlich schafft Max es, seinen Traum zu leben und Clown zu werden.

Es ist ein spannendes, berührendes Buch, das ermutigt, für sich selbst und seine eigenen Überzeugungen einzustehen. Ein Buch für alle – Erwachsene und Kinder – ab 10 Jahre. Für alle, die sich Frieden wünschen.“ (Pressetext, Erzählverlag)

Karoline Hugler zu Ihrem Buch: „Die Ursprungsidee zu dieser Geschichte hatte ich schon mit 17 Jahren. Von da an hat sie mich immer wieder beschäftigt. Die Figuren waren einfach da, wurden Vertraute und ließen mich nicht los. Ihre Geschichte wollte erzählt werden. Über die Jahre habe ich sie immer wieder überarbeitet und weiter entwickelt. Dass sie genau jetzt als Buch erscheint, ist natürliche eine Aussage in dieser Zeit, verbunden mit dem großen Wunsch nach Frieden für die Welt. Das Meer der Sonnenblumen steht dabei für mich für die Lebensfreude. Marius entscheidet sich mit seinem Sprung in das Sonnenblumenfeld für das Leben!“

Über die Illustratorin des Umschlags:

Die Umschlagillustration stammt von der ukrainischen Künstlerin Maryna Hromenko, die in Berlin lebt. Sie war in ihrem Heimatland Ukraine ein Popstar, die für ihren gewagten Einsatz von Farben und unkonventioneller Kleidung bekannt wurde. Maryna Hromenko wurde 1974 in Riga, Lettland, geboren und besuchte das Studio für Bildende Kunst und Zeichnung (1984-1993) und die Designschule (1992-1993) in Kiew. Sie studierte an der Nationalen Universität für Bildende Kunst in Kiew (2003-2008) bei dem Monumentalkünstler und Philosophen Prof. Y.G. Lehenkyi. Die Werke von Maryna Hromenko befinden sich im Mauermuseum – Museum Haus am Checkpoint Charlie sowie in privaten Sammlungen in der Ukraine, Russland, Israel, Deutschland und den USA.

Karoline Hugler, Meer von Sonnenblumen

84 Seiten, 13,5 x 21,5 cm,

Hardcover mit Schutzumschlag, Fadenheftung

Der Erzählverlag 2024

ISBN 978-3-947831-97-5

18,00 €

Termine: Die Autorin liest am Sonntag, den 9. Juni 2024 um 17:30 Uhr aus Anlass des Berliner Bücherfestes auf dem Bebelplatz Berlin-Mitte aus ihrem bewegenden Buch.

Über den Verlag:

Der Erzählverlag ist Teil der Literaturstadt Berlin, eine Initiative der Berliner Literaturkonferenz, deren Mitglieder sich für eine gerechte Förderpolitik und gute Rahmenbedingungen für die Produktion und Präsentation von Literatur in der Stadt einsetzen. Sie finden den Verlag beim Berliner Bücherfest vom 8./9. Juni 2024 am Stand D8 auf dem Bebelplatz.

Der Erzählverlag ist eine publizistische Plattform für alle Menschen, die das freie mündliche Erzählen als eine Methode der Begegnung und des Austausches von Erfahrungen und Erlebnissen zu befördern suchen. Unser Ziel ist die Stärkung der Erzählkultur sowie die Förderung der Erzählkunst in ihren beruflichen Anwendungsgebieten. Wir verstehen uns damit als Teil einer Alternativkultur zur überbordenden Digitalisierung menschlichen Lebens – für alle, die etwas zu sagen haben: in Kindergarten und Schule, in Beruf und Therapie, auf der Bühne oder zu Hause zwischen den Generationen.

Kontakt:

E-Mail: kontakt@erzaehlverlag.de

Ansprechpartner: Herr Peter Amsler

Foto Portrait_ Hannes Caspar

Walter Pobaschnig _ 21.5.2024

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„Der Aufsatz“ Begeisternde Premiere _ theater privat _ Kunsttankstelle Ottakring/Wien 24.5.2024

„Es beginnt mit einem Schulaufsatz vom „King“, dem Star der Klasse mit der Kugel im Bein, die er seit der Flucht aus dem Herkunftsland in den Wirren des Krieges in sich trägt. Jetzt schreibt er in einem Aufsatz über die Erfahrung von Leben, Tod und all das Aufwühlende in diesem jungen Leben. Die Lehrerin fasst die Zeilen des „Kings“ wie alle Aufsätze der Klasse in einem Heft für die Eltern zusammen…und das führt zu einem Klassenelternabend in dem zunächst der „King“ und seine Worte zur „Schatzkiste“ im Mittelpunkt stehen…doch dann öffnet sich all das was in keinem Schulaufsatz steht und doch Leben in allen Abgründen von Allzumenschlichem bis zu gesellschaftlichen Brennpunkten öffnet…“

Es ist ein mitreißender Theaterabend, in dem das Wiener Ensemble „theater privat“ in der Regie von Alice Mortsch erneut zeigt, welches großartige Bühnenteam hier Leben und Gesellschaft in Witz und kritischem Spiegelbild faszinierend darstellt.

Regie und Ensemble begeistern in atemberaubend präzisem Spiel, das sich mutig einem aktuellen Theaterstoff zu Gesellschaft und Integration der vielfach preisgekrönten Autorin Margit Mazgolich stellt und dies in Spannung und Impuls in verschiedenen Spielebenen eindrucksvoll meistert und außergewöhnliche Akzente in Inszenierung und Darstellung zu setzen weiß. Ein herrlich pointierter Elternabend unserer Gesellschaft in hintergründiger schonungsloser Innenschau, zweifellos ein Stück zur Zeit!

„theater privat“ und Alice Mortsch etablieren sich erneut als eines der innovativsten Bühnenteams Wiens, die keine Herausforderung scheuen und mutig Drama und Komödie in wunderbar szenisch gesetztem Humor und kritischen Denkanstössen verbinden – schauen Sie sich das an!

„Der Aufsatz“

theater privat präsentiert das Stück von Margit Mezgolich

Der Aufsatz eines Schülers sorgt für Unruhe und ruft die Elternversammlung auf den Plan. Wie soll mit diesem Schriftstück umgegangen werden, das die Lehrerin auch noch in einem Sammelband abgedruckt hat? Das Zusammentreffen offenbart die Ängste und Vorurteile und spiegelt gleichzeitig die Zerrissenheit im Umgang mit dem Fremden wider.

Die politischen Ereignisse werden interpretiert und die Äußerungen der Kinder geben mehr über die Familiensituation preis, als den Erziehungsberechtigten lieb ist. Allerdings fehlen die wirklichen Hauptpersonen, dafür sind seltsame Geräusche wahrnehmbar.

Premiere: 24. Mai 2024 um 19:30 Uhr

weitere Aufführungen: 25., 26., 28., 31. Mai und 1. Juni 2024

jeweils um 19:30 Uhr

Kunsttankstelle Ottakring
Grundsteingasse 45-47, 1160 Wien

Eintritt 18,-€

Es spielen: Jörg Bergen, Karin Frank, Anna Hasenöhrl, Bernhard Kobler, Paul Lohberger, Ilse Persy, Monika Winter, Kerstin Zimmermann

Regie: Alice Mortsch

Reservierungen unter reservierung@theaterprivat.at

https://www.theaterprivat.at/privat/Aufsatz/index.html

Walter Pobaschnig 5/24

https://literaturoutdoors.com

„Ideen eine Chance zu geben“ Rebekka Pichler, Tänzerin _ Wien 24.5.2024

Liebe Rebekka Pichler, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?  

Ich bin derzeit in der Einteilung meines Tages ziemlich flexibel. Konstanten sind der morgendliche Kaffee, bei dem ich meine Ideen am besten fließen lassen kann, meistens gefolgt von einem Tanztraining. Dann mache ich Unterschiedliches – unterrichten, proben, organisatorische Arbeit,…

Rebekka Pichler _ Tänzerin, Choreografin, Tanzpädagogin

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Lachen. Ideen. Ideen und deren Umsetzung.

Es ist wichtig, dass wir uns des unentdeckten Potenzials bewusst sind, das in jeder und jedem von uns steckt. Es ist wichtig, ein bisschen weiter zu denken und auch das zu erforschen, was jenseits alltäglicher Handlungen, gewohnheitsmäßiger Interaktionsschemata und automatischer Denkmuster liegt.

Es ist wichtig, Ideen eine Chance zu geben, für Dinge zu brennen und sich selbst dabei nicht zu ernst zu nehmen. In jedem Fall ist es wichtig, dem Leben mit Humor zu begegnen und Leichtigkeit in all dieser Schwere zu finden.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei dem Tanz/Theater/Schauspiel, der Kunst an sich zu?

Ich glaube, dass wir Realitäten außerhalb dessen brauchen, was wir als realistische Erwachsenenwelt ansehen. Für mich ist Theater ein Ort der Imagination, die heiligen Hallen der Kreativität und Fantasie. Das macht es besonders. In einer Umgebung, in der wir zu Erwachsenen mit Pflichten und Profilen mit so vielen „To-Dos“, „To-Bes“ und „To-Succeed-Ins“ werden, ist es wichtig, diese Räume zu haben, in denen die Fantasie den Vortritt hat. Das Theater ermöglicht Verspieltheit. Man kann sich auf einem Spielplatz voller Möglichkeiten wiederfinden und Optionen in Betracht ziehen, die über Stil, Vernunft und Ästhetik hinausgehen. Sogar Möglichkeiten, die scheinbar weit entfernt liegen und die man findet, wenn man Kreativität am weiten Horizont schweifen lässt.

Was liest Du derzeit?

 Orhan Pamuk: „Das Museum der Unschuld“

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

„Du musst das Leben nicht verstehen. Dann wird es werden wie ein Fest“

Rainer Maria Rilke

Vielen Dank für das Interview, liebe Rebekkaviel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Tanzprojekte und persönlich alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen:

Rebekka Pichler _ Tänzerin, Choreografin, Tanzpädagogin

Zur Person_ Rebekka Pichler schloss 2022 ihr Studium der zeitgenössischen Tanzpädagogik an der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien ab. Es folgte ein halbjähriges, von Erasmus+ gefördertes Praktikum bei der Tanzcompany „ATOM Theatre“ in Sofia. Als Mitglied der Company war sie Teil verschiedener Projekte, entwickelte und performte ihr eigenes Stück „The big creation“, tanzte in der Choreografie „Betweenthedevilandthedeepbluesea“ von Stefaniya Georgieva und unterrichtete Open classes im Studio „Dance Station Bulgaria“.

Im Rahmen der „ATOM choreographic series“, einer Plattform für choreografischen Austausch, wurde sie eingeladen, als Choreografin mit einer Gruppe von Tänzer*innen ein Stück zu entwickeln, das im Theater „Toplocentrala” in Sofia aufgeführt wurde.

In Wien tanzte Rebekka ihre eigenen Choreografien, u.a. bei den Festivals „Kultursommer Wien“ und „Wir sind Wien“. Sie war Tänzerin im Performance Projekt „Glückselig. War gestern, oder? Eine Aneignung“, kuratiert von Andrea Amort, das 2023 im brut nordwest Premiere hatte. Als Teil des Projekts MAGMA erarbeitete sie gemeinsam mit einem interdisziplinären Team das Stück “Schachkomplex”, dessen Aufführung als Work in Progress im Dschungel Wien stattfand.

Ein aktueller Fokus von Rebekkas tänzerischer Recherche und Praxis liegt auf instant composition. „Landscapes for Composition“, ein strukturiertes Fortbildungsprogramm für Improvisation und Komposition, ermöglicht es ihr, Wissen und Erfahrungsschatz auf diesem Gebiet zu vertiefen. Sie tanzt regelmäßig improvisierte Stücke mit Musiker*innen verschiedener Genres. Die Zusammenarbeit mit Künstler*innen aus unterschiedlichsten Bereichen wie Schauspiel, Literatur, Video und Musik bereichert und prägt ihren Zugang zum zeitgenössischen Tanz.

Fotos_ Photocorps

Walter Pobaschnig _ 11.5.2024

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„das Vertrauen in die Mitmenschen“ Janine Gerber, Künstlerin _ Lübeck 23.5.2024

Liebe Janine Gerber, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Morgens brauche ich viel Zeit und Ruhe, schaue in die Wipfel der Bäume, beobachte den Himmel, das Licht und bin dann bis nachmittags im Atelier. Dort ist die Arbeit oft körperlich und erfordert einen Einsatz mit dem Anreiben der Farbe, dem Auftragen, dem Verwerfen, bis ein Gesamtlicht im Bild entsteht, das es trägt. Oft schreibe ich auch, gehe mit meiner Hündin im Wald spazieren und lese.

Janine Gerber, Künstlerin

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Ein Bewusstsein für unsere Handlungen und unsere Haltung zu entwickeln, zu beobachten, zu agieren.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Kunst an sich zu?

Wesentlich empfinde ich das Vertrauen in die Mitmenschen, da es uns wahrhaftig verbindet und stärken kann. Die Kunst erweitert unser Bewusstsein, wenn wir den Mut haben und auch die Neugier, uns auf sie einzulassen, Fragen zu stellen – an uns, an andere. Die Kunst öffnet Räume, um weiterzudenken, Möglichkeiten zu erforschen und uns selbst zu überraschen.

Was liest Du derzeit?

„Making space“ von Antony Gormley, ein Katalog seiner Arbeiten und „Gute Nachbarn“, Gedichte, Briefe, Texte und Bilder von René Char und Peter Handke.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

„Edges are the relation between something and nothing. They both define and

release us.“ (Antony Gormley)

Vielen Dank für das Interview, liebe Janineviel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Kunstprojekte und persönlich alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen:

Janine Gerber, Künstlerin

Zur Person_ Janine Gerber studierte Freie Kunst an der Akademie der Bildenden Künste München und der Kunsthochschule Berlin-Weißensee.

Sie arbeitet in einer ehemaligen Schmiede auf dem Land nicht weit von Lübeck und ihr Thema ist die Fläche, in die sich äußere Faktoren wie das natürliche Licht, Bewegung, Geruch einweben. Sie arbeitet in den Bereichen Malerei, Fotografie, Skulptur und Performance.

http://www.janinegerber.de

Foto_ privat

Walter Pobaschnig _ 10.5.2024

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„Gerechtigkeit“ Harry Lampl, Schauspieler _ Give Peace A Chance _ Hamburg 23.5.2024

GIVE PEACE A CHANCE

G erechtigkeit

I st

V ielleicht

E rreichbar


P ositive

E nergie

A us

C lowns

E rwarten


A llerdings


C hancen

H aben

A lle.

N utzt

C haos

E rgiebig!

Harry Lampl, 8.5.2024

Harry Lampl, Schauspieler, Musiker

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Harry Lampl, Schauspieler, Musiker

Zur Person_ Harry Lampl ist seit 36 Jahren auf dieser Welt und seit dem als Überlebenskünstler und meistens auch als Schauspieler aktiv. Neben zahlreichen Rollen in Film und Fernsehen oder im Theater spielt er auch seine eigenen Lieder begleitet von Akkordeon und Gitarre. Falls ihr ihn auf der Bühne oder der Leinwand vergeblich sucht, findet ihr in vielleicht bei einer Stadtführung in Hamburg, dem neuesten seiner zahlreichen „Side-Gigs“ oder auf dem Fußballplatz. Bzw. daneben. Vor allem wenn Sturm spielt.

Foto_ Jehann Gisli Brunk

Walter Pobaschnig _ 8.5.2024

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