„Vom Brauch mit dem Rauch …“ Doris Wolek, Hermagoras Verlag.

Die vielseitige Autorin Doris Wolek lädt zu einer spannenden, informativen wie kurzweiligen Reise durch das Jahr in Natur, Volkstradition, Kultur ein und öffnet dabei einen beeindruckenden Kosmos an Überlieferung wie Inspiration.

Hervorzuheben ist auch das wunderbare Layout, das hervorragend einlädt sich auf eine Buchreise voller Überraschungen zu begeben und dabei reich belohnt zu werden.

„Vom Brauch mit dem Rauch …“ Doris Wolek, Hermagoras Verlag.

Unterhaltsames, Wissenswertes, Mystisches, Rätselhaftes und Buntgemischtes durch den Jahreslauf

Sprache: Deutsch

Seiten: 200

Bindung: Broschur mit Klappe

Format: 16 x 23 cm

ISBN: 978-3-7086-1326-0

Verlag: Hermagoras Mohorjeva, 2024

Walter Pobaschnig  1_25

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„Nicht akzeptieren, dass Unsagbares sagbar wird, Ausgrenzung konsensfähig und Hass akzeptabel“ Heike Gerdes, Schriftstellerin _ Leer/D 21.1.2025

Liebe Heike Gerdes, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Ich balanciere zwischen Lesen und Schreiben, Musikhören und Musikmachen, Ruhe und Aktivität, Mut und Wut.

Heike Gerdes, Schriftstellerin

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Nicht akzeptieren, dass Unsagbares sagbar wird, Ausgrenzung konsensfähig und Hass akzeptabel. Viel zu lange haben wir hingenommen, dass Wahrheit und Lüge vertauscht werden, sprachliche Grenzen immer weiter verschoben wurden, sachliche oder positive Begriffe zu Schimpfwörtern mutierten und auf der anderen Seite Worte des Schreckens in den alltäglichen Sprachgebrauch einflossen.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?

Kunst und Literatur müssen wahrhaftig sein. Auch und gerade in unseren ausgedachten Geschichten dürfen wir nicht lügen, täuschen und die Tatsachen verdrehen. Die Lüge hat es immer leichter als die Wahrheit, sie braucht keine Anwälte. Wenn wir im Kriminalroman oder anderen literarischen Werken das Brennglas auf Verbrechen und Gesellschaft richten, schärfen wir den Blick für das Wesentliche und Wahre. Das ist unsere Verantwortung.

Was liest Du derzeit?

„Das Komplott“ von Will Eisner. In dieser Graphic Novel erzählt er die wahre Entstehungsgeschichte der antisemitischen Propagandalüge über die „Protokolle der Weisen von Zion“.  Mit seinen dokumentarischen Zeichnungen entlarvt er die Hetzschrift, die seit dem 19. Jahrhundert Fake News verbreitet, lange ehe der Begriff erfunden wurde.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Wir müssen auf unseren moralischen Kompass achten, wenn der gesellschaftliche Polsprung droht.

Vielen Dank für das Interview, liebe Heike, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literaturprojekte und persönlich alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen: Heike Gerdes, Schriftstellerin

Zur Person/über mich: Heike Gerdes, geboren 1964 im Schwarzwald, lebt seit über 30 Jahren im ostfriesischen Leer. Schriftstellerin mit journalistischen Wurzeln. Macht schon immer was mit Lesen und Schreiben. Nach jahrelangem Redakteursdasein bei verschiedenen Zeitungen in Niedersachsen arbeitete sie freiberuflich bei Zeitungen, Zeitschriften und einem Internetmagazin, ehe sie sich für die Selbstständigkeit entschied. Der Hang zu gründlicher Recherche ist ihr aus der Journalistenzeit geblieben. Im Januar 2000 gründete sie den Leda-Verlag und betrieb mehr als zehn Jahre lang in Leer die Krimibuchhandlung „Tatort Taraxacum“ mit Café und Kleinkunstbühne, mit der sie zweimal den Deutschen Buchhandlungspreis gewonnen hat. Zudem ist die Autorin Mitglied im SYNDIKAT, dessen Geschäftsstelle sie seit 2022 leitet. Bisher erschienen die drei Kriminalromane „Sturm im Zollhaus“, „Soja nun auch nicht“ und „Friesisches Käsekartell“ und zahlreiche Kurzgeschichten. Ein historischer Roman ist in Arbeit.

Aktueller Kriminalroman von Heike Gerdes:

Heike Gerdes, Friesisches Käsekartell

In den Kühlregalen der ostfriesischen Supermärkte findet man keinen Käse mehr, der Käsemeister einer regionalen Großkäserei wird vermisst und ein geheimnisvolles Brüderpaar verkündet den Aufbau einer Käsefabrik mit Spezialitätenrestaurants. Okko Wildeboer, kleiner Dealer mit großen Träumen, liebt Käse und freut sich über deren Jobangebot. Aber bald wird klar: Die Sache stinkt.
Hauptkommissar Roman Sturm und seine Kollegin Lükka Tammling ermitteln.

288 Seiten, 12 x 20 cm, Paperback

Buch 14,– € / E-Book 10,99 €*

ISBN 978-3-8392-0133-6

https://www.gmeiner-verlag.de/buecher/titel/friesisches-kaesekartell.html

Foto_privat.

Walter Pobaschnig 20.1.2025

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Station bei Milena _ „Ihr Mut und ihre Kraft, intensiv zu lieben“ Cordula Sommer _ Wien 20.1.2025

Station bei Milena Jesenska  und Franz Kafka _
Cordula Sommer und Bernard F._Wien_performing

Station bei Milena Jesenska  und Franz Kafka _
Cordula Sommer und Bernard F._Wien_performing

Milena Jesenská (10.August 1896 Prag + ermordet 17.Mai 1944 KZ Ravensbrück) _Journalistin, Schriftstellerin, Übersetzerin



Franz Kafka * 3.Juli 1883 Prag+ 3.Juni 1924 Kierling/Klosterneuburg (AUT) _ Schriftsteller

Fotos _ am Wohnort Milena Jesenskas in Wien.
Franz Kafka war im Sommer 1920 für 4 Tage zu Gast in Wien.

Station bei Milena Jesenska  und Franz Kafka _
Cordula Sommer und Bernard F._Wien_performing

Liebe Cordula Sommer, welche Zugänge gibt es von Dir zu Franz Kafka und Milena Jesenska?

Milena Jesenská war mir vor diesem Projekt kein Begriff. Franz Kafkas Werke kennt man natürlich und auch ich habe „Die Verwandlung“ und „Der Prozess“ in der Schule gelesen. Ich bin froh, durch Dein Projekt auf Milena aufmerksam geworden zu sein. Ohne den Bezug zu Kafka und seinen Briefen hätte ihr Leben weitaus weniger Beachtung in der Literatur gefunden, aber dies ist im Prinzip das Schicksal unzähliger Menschen, die in ihrem Leben Wichtiges vollbracht haben.

Milena wird beschrieben als: klug, gefühlsbetont und willensstark. Sie hatte ein starkes soziales Gewissen, konnte andere Menschen gut lesen – „denn in der Tiefe kann ein Mensch den anderen täuschen, aber an der Oberfläche erkennt man ihn“1. Sie war nicht bereit, sich selbst und andere zu verleugnen und hat vor allem gehandelt. In der Wahl ihrer Mittel hat sie sich weniger von Konventionen leiten lassen als von dem, was ihre analytische und emotionale Intelligenz ihr vorgab. Sie hat ihre Meinung stark vertreten, war aber auch bereit sie zu ändern; auch ihre politische Meinung. Man beschreibt sie als „in ihrer Liebe und Freundschaft immer vorbehaltlos und bis zur Selbstzerfleischung ehrlich“1.

Sie war „leicht entflammbar“1 und ich stelle mir Milena ebenso als launisch, egozentrisch und teilweise überfordernd vor, wie ein echter Mensch eben ist. Milena schrieb über die Menschen: „Nur papierene Menschen haben einen geradlinigen Charakter. Wirkliche Menschen widersprechen sich hundertmal am Tage, sie gleichen ihren Edelsinn durch Schlechtigkeiten aus und zahlen für ihre Niederträchtigkeiten mit inneren Schönheiten.“1

Was mich bei Milena stark anspricht, ist ihre Weigerung, Opfer zu sein. Sie erkennt, dass dies eine Geisteshaltung ist und sie ihre Würde selbst bestimmt. Es gab sicherlich Zeiten, in denen sie zusammengebrochen ist. Sie hatte Schmerzen, war eine Zeit lang morphiumabhängig und dann war natürlich die Zeit im KZ Ravensbrück und ihr schwerer Tod. Aber ich sehe es so, dass ihre lebensbejahende, kraftvolle und von Empathie und Gerechtigkeitssinn geprägte Natur letztendlich unumstößlich war und sie immer tun musste, was ihre Natur ihr vorgab.

Milena scheint mir sehr intelligent und auch überlegt gewesen zu sein. Sie war ganz klar eine Aktivistin, aber sie schreibt auch über die „Kunst, stehen zu bleiben“:

„Menschen, die von Angst besessen sind, die von Kummer und Panik befallen werden, von Unsicherheit oder Einsamkeit, setzen sich hastig in Bewegung und treten entweder die Flucht nach vorne an oder weichen zurück. Die einen vollführen Gewaltakte und die anderen feige Mätzchen. Die einen spielen sich als Märtyrer auf, obgleich sie niemand quält, und die anderen fliehen, obwohl sie niemand jagt. Es ist wohl das Wesen der Angst, dass sie niemandem erlaubt, stehen zu bleiben.“1

Für Milena gehörte politisches Engagement zum Leben eines und einer jeden. Sie erinnert uns daran, mit voller Kraft und Liebe wir selbst zu sein und für das einzustehen, wofür und wogegen wir brennen.

Wir sind hier am Lebensort Jesenskas, an dem auch Kafka zu Gast war. Welche Eindrücke hast Du vom Haus/Umfeld hier?

Ich versuche es vor allem mit den Augen einer so jungen Frau aus Prag zu betrachten. Wien und dieses Haus waren zunächst für Milena fremd und ihr Sprung in die große, weite, mondän erscheinende Welt. Ich erinnere mich noch, wie ich als Kind meinen Vater zum ersten Mal in Prag besuchte und an dieses initiale Gefühl von Staunen aber auch Fremde und Einsamkeit.

Für Milena war diese Wohnung in der Lerchenfelder Straße ein Ort voller Emotionen, von Erniedrigung bis hin zu großer Freude. Ich stelle mir vor, wie sie immer wieder ihre Kraft und ihren Mut zusammennimmt und die Stiegen zur Wohnung hinaufsteigt, um sich den Geschehnissen und Menschen darin zu stellen oder wie sie die Stiegen hinaufeilt, um dort etwas Ruhe und Raum für sich selbst zu finden oder wie sie mit Freude und auch etwas Triumpf behutsam endlich Franz Kafka alles zeigt.

Die Lerchenfelder Straße selbst war eine belebte Straße. Franz Kafka schreibt in einem seiner Briefe an Milena „Ich will Dich so fest sehn, wie zum ersten Man auf der Straße, aber die Briefe lenken mehr ab, als die ganze Lerchenfelderstraße mit ihrem Lärm.2

Im heutigen Wien erscheint sie im Vergleich zu anderen Straßen fast beschaulich, wenn sie auch immer noch eine stark frequentierte Straße ist. Die angrenzende Pfarre und der kleine Park sowie die Straßenbahn machen Milenas Adresse in meinen Augen pittoresk. Das alte Zinnshaus mit der geschwungenen Stiegenhaustreppe rundet dieses Bild ab. Die Wohnung war groß und ist mittlerweile in zwei Wohnungen aufgeteilt. Meine Großeltern mütterlicherseits wohnten sehr ähnlich in Wien und ich habe dadurch ein ganz bestimmtes Bild davon, wie Milena sich durch diese Wohnung bewegt hat.

Was lässt Liebe wachsen, was Liebe untergehen?

Ich finde, dies ist schwer zu beantworten, weil es mit der Liebe wie mit Träumen ist. Plötzlich findet man sich mitten im Geschehen, ohne zu wissen oder darüber nachzudenken, wie man da eigentlich hingekommen ist und woraus man, wenn, dann plötzlich wieder erwacht. Nüchtern darüber nachdenken tut man erst nach dem Erwachen und dann basiert die Antwort auf diese Frage immer auf einer Erinnerung, die nie ganz der Wirklichkeit entsprechen kann.  Ich habe mich auch oft gefragt, ob Liebe wirklich eine Größendimension hat und wenn ja, woran man die Größe einer Liebe misst oder auch nur einschätzt und vor allem wie unterschiedlich dies unterschiedliche Menschen vielleicht tun. Im Falle von Milena zum Beispiel, wenn man nur manche der Männer heranzieht, die in ihrem Leben eine zentrale aber durchaus sehr unterschiedliche Rolle gespielt haben, also Ernst Polak, Franz Kafka, Jaromir Krejcar und Willi Schlamm, könnte man sich die Frage stellen, wen Milena wie (sehr) geliebt hat. Aber kann man das überhaupt so betrachten? Hat Milena das je bemessen oder unterschieden?

Ihren Mut und ihre Kraft, intensiv zu lieben, lese ich in ihrem Brief an Willi Schlamm und sie hatte nur eine Bedingung, sie wollte für den andern genauso etwas Besonderes sein, wie derjenige für sie war.

„Ich liebe Dich wirklich sehr. Ich weiß nicht genau, wie, ich weiß nur, dass ich Dich sehr liebe. Aber die Voraussetzung zu dieser Liebe war die Gewißheit, daß Du mich nicht liebst. Und das weißt Du nicht. Hätte ich geglaubt, daß Du mich lieben könntest, wäre ich doch weggelaufen bis ans Ende der Welt. Wie Du das erklären willst, ist einerlei – aber es ist wahr: ich habe nur Deine Freundschaft gebraucht. Etwas mehr wäre viel weniger gewesen. Nur so war es mir möglich, ruhig zu Dir zu kommen, mich bei Dir unendlich glücklich zu fühlen. Gerade Deine Freundschaft war der sichere Boden, die merkwürdige, verzauberte Welt von einigen Stunden, die ich sicher mein ganzes Leben lang zu den schönsten rechnen werde. Gerade die Tatsache, daß Du mich nicht liebst, daß Du aber ein gutes Herz hast, daß Du mir gut bist und daß Du ein Gesicht hast, das ich so unsagbar liebe. Diese Freundschaft allerdings brauchte ich und wollte ich. Um die habe ich mich bemüht, und die wäre ein großes Geschenk gewesen. Dann habe ich aber gesehen, daß Du eine andere Freundschaft für mich übrig hast als die, welche mir so viel Glück gab: dieselben Worte, dieselbe Haltung, dieselbe Liebenswürdigkeit hast Du zu vielen Menschen, Willi.“…“Ich bin zwar sehr bescheiden, aber auch sehr stolz. Für eine besonders große Liebe müßte besonders große Freundschaft da sein, das wirst Du sicher verstehen –… .“In einem Rudel Deiner Freunde zu stehen, Willi, ist kein Glück.“2

Wie siehst Du den Briefwechsel und die Beziehung beider?

Wir kennen ja im Detail nur Kafkas Seite des Briefwechsels und lesen durch seine Antworten – also seine Interpretation von Milenas Worten – ihre Antworten heraus. Ich würde so gerne ihre tatsächlich geschriebenen Worte lesen. Aber wir können uns auch durch ihre Briefe an andere, wie zum Beispiel Willi Schlamm, vorstellen, wie direkt und ausführlich Milena geschrieben hat und wie sehr sie ihr Inneres nach außen gekehrt hat.

Ich persönlich sehe es so: Milena und Franz haben das Potential ihrer Liebe nicht gelebt, nicht erlebt. Zuerst weil Kafka sich, geprägt von seiner Unsicherheit und Angst, der Realität einer Beziehung mit Milena und der damit unweigerlich einhergehenden direkten Konfrontationen und ENTtäuschungen beiderseits, nicht aussetzen wollte.

„Es war mir nämlich immer ganz unverständlich, wenn jemand sich in mir verfangen hat und ich habe manche menschlichen Verhältnisse (zum Beispiel das mit Weiß) zerstört aus einer logischen, immer mehr als Irrtum des andern als an Wunder (soweit es mich betraf, sonst nicht) glaubenden Geisteslage.3

Später hat Milena empfunden, dass ein Leben mit Kafka nicht erdig genug für sie wäre.

Milena und Kafka waren analytisch und emotional hoch intelligente Menschen mit einem klaren Blick für die Seele und Instinkte der Menschen und beide benutzten die Sprache in all ihren Facetten, um zu beschreiben, aufzuzeigen, zu berühren, zu beindrucken. Aber Milena scheute nicht das Leben so wie Kafka, ganz im Gegenteil. Und Milena liebte die Menschen mit (fast) all deren Facetten. Milena war, so wie ich es sehe, emotional fordernd, an sich selbst wie an andere.

Für mich zeigt ihr Briefwechsel, dass beide sehr viel Potential zu lieben in sich trugen und sie jeweils jemanden suchten, dem sie diese Gefühle schenken konnten und welcher diese Gefühle würdigen würde. Sie brauchten jemanden, den sie als etwas Besonderes für sich betrachten konnten und für den sie etwas Besonderes waren. Kafka genügte es, dass es diese Person, Milena, da draußen gab, sie musste nicht physisch mit ihm interagieren.

Kafka zieht sich in die Analyse zurück und dreht und wendet alles so lange bis der logische Schluss zu sein erscheint, es mache keinen Sinn, die Dinge noch zu erleben. Für Milena konnte immer nur das Leben und Erleben selbst der logische Schluss sein. Milena suchte jemand, mit dem sie ihr Potential zur Leidenschaft, dass sie in sich spürte, ausleben könne.

Sehr berührend finde ich Milenas Beschreibung von Kafka:

„Gewiss steht die Sache so, dass wir alle dem Augenschein nach fähig sind zu leben, weil wir irgendeinmal zur Lüge geflohen sind, zur Blindheit, zur Begeisterung, zum Optimismus, zu einer Überzeugung, zum Pessimismus oder sonst zu was. Aber er (Kafka) ist nie in ein schützendes Asyl geflohen, in keines. Er ist absolut unfähig, zu lügen, so wie er unfähig ist, sich zu betrinken. Er ist ohne die geringste Zuflucht, ohne Obdach. Darum ist er allem ausgesetzt, wovor wir geschützt sind. Er ist wie ein Nackter unter Angekleideten.“1

Zu Beginn sind die Briefe noch der wohltuende Segen für Kafka, ja sie werden vielleicht zu einer Art Droge. Aber auch Kafka nimmt über den Zeitverlauf immer stärker war, dass ein reiner Briefwechsel immer wieder emotionale Reize setzt ohne eine mögliche Beruhigung/Befriedigung durch direkte Interaktion.

Franz Kafka an Milena im Mai 19203

„Genügt nicht ein einziger (Brief), genügt nicht ein Wissen? Gewiss genügt es, aber trotzdem lehnt man sich weit zurück und trinkt die Briefe und weiß nichts als dass man nicht aufhören will zu trinken.“

Franz Kafka an Milena im November 19203

Das was Du mir bist Milena mir hinter aller Welt bist in der wir leben, das steht auf den täglichen Fetzen Papier, die ich Dir geschrieben habe, nicht. Diese Briefe, so wie sie sind, helfen zu nichts, als zu quälen und quälen sie nicht, ist es noch schlimmer…Ich will Dich so fest sehn, wie zum ersten Mal auf der Straße, aber die Briefe lenken mehr ab, als die ganze Lerchenfelderstraße mit ihrem Lärm.3

Ich sehe hier auch Parallelen zum heutigen Umgang mit Message-Diensten wie WhatsApp und dem Risiko, zwischenmenschliche Interaktion sehr stark auf geschriebene Worte zu fokussieren.

Wann bist Du erstmals mit den Texten Kafkas in Berührung gekommen und welche Aussagen gibt es da für Dich?

In der Schule haben wir Die Verwandlung und Der Prozess gelesen. Besonders kann ich mich noch an meine damalige Empörung und mein Unverständnis über die Geschehnisse und das Verhalten von Herrn K. in Der Prozess erinnern. Es erinnerte mich an dieses Gefühl von Machtlosigkeit, das man manchmal in einem Traum erfährt, in dem etwas unangenehmes passiert und man aus irgendeinem, sich einem nicht ganz erschließenden und absurd wirkenden, Grund nicht so direkt und wirkungsvoll handeln kann wie man es erwartet hätte und im Wachzustand getan hätte. Es scheint einem auf unerklärliche Weise verwehrt und dieses starke Gefühl von Ohnmacht wird klaustrophobisch. In Die Verwandlung hat mich vor allem die Angst vor Ablehnung stark berührt und das Thema von Zusammengehörigkeit. Dies sind Themen die einen als Kind und Jugendlicher natürlich bereits stark beschäftigen und berühren und bleiben Thema ein Leben lang.

Wie hast Du Dich auf das Fotoshooting/die Performance vorbereitet?

Ich habe das Buch von Alois Prinz über Milena „Sie ist ein lebendiges Feuer“ gelesen und dann die Briefe von Milena, herausgegeben von Alena Wagnerová. Danach erst habe ich die Briefe von Kafka an Milena gelesen. Man kennt Milena vor allem durch Kafka und wegen dessen Berühmtheit und ich wollte zuerst unberührt von Kafka ihre Geschichte erfahren.

Milena Franz Akrostichon


Meine Briefe sollten dich ins Leben führen

Ich sandte jedes Wort dich einzeln zu berühren 

Leben braucht Liebe aber Liebe braucht auch Leben

Eine tiefe Berührung kann es nur geben

Nur wenn der Körper auch seine Worte spricht

Aufopfern konnte ich mein Leben für Dich nicht 

Für kurze Momente nimmst du mir völlig die Sicht

Reißt mich aus dem Schatten in Dein gleißendes Licht

Ausharren möchte ich aber vermag es nicht

Nur noch bis dein nächster Brief zu mir spricht

Zusammen im Herzen bis der nächste Tag anbricht

————————


Mein innerstes habe ich nach außen gekehrt 
Inniglich lieben wollte ich dich 
Liebe und Leben hast Du mir verwehrt 
Eine Alternative gab es nicht für mich 
Nichts war schwerer loszulassen  
Als das was es niemals galt zu fassen 

Fremd war ich mir bis ich dich traf

Realität erlebte ich wie im Schlaf

Anzünden wollte ich die Briefe die dir galten

Nur die Fantasie von uns für mich behalten

Zerstören kann man nicht was nie gelebt 

Station bei Milena Jesenska  und Franz Kafka _ Wien.

Cordula Sommer und Bernard F._Wien.
Cordula Sommer, Bernard F. (links) und Walter Pobaschnig im angrenzenden Garten/Park an das Wohnhaus von Milena Jesenska.
Cordula Sommer, Bernard F. (links) und Walter Pobaschnig vor dem Wohnhaus von Milena Jesenska in Wien.

Alle Fotos_Walter Pobaschnig 1_25

Quellen:

1: Alois Prinz, <<Sie ist ein lebendiges Feuer>>. Das Leben der Milena Jesenská, Insel Verlag Berlin 2018.

2: Milena Jesenská, <<Ich hätte zu antworten tage- und nächtelang>> Die Briefe von Milena. Herausgegeben von Alena Wagnerová, Fischer Verlag 2024.

3: Franz Kafka, Briefe an Milena. e-artnow 2015, http://www.e-artnow.org

Walter Pobaschnig 1/25

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„Gegenüber“ Franziska Hatz, Intendantin Internat. Akkordeonfestival _ Give Peace A Chance _ Wien 20.1.2025

GIVE PEACE A CHANCE

GEGENÜBER

IMMER

VIELLEICHT

EBENSO


PAUSCHALIERT

EINHEITLICH

ANDERS

CHANSON

EBEN


ALLE


CANTORIN

HEUCHLER

ALLES

NICHTS

CHAPEAU

EWIG

Franziska Hatz, 18.1.2025

Franziska Hatz, Intendantin Internat. Akkordeonfestival,
Akkordeonistin, Sängerin, Komponistin

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace

Franziska Hatz, Akkordeonistin, Sängerin, Komponistin

Zur Person/über mich: Franziska Hatz, MA (Festivalintendanz)

Geb. 1979 in der Steiermark. Lebt und arbeitet in Wien. Akkordeonistin, Sängerin, Komponistin, Ensembleleitung (Großmütterchen Hatz, Troi u.a.) Chorleitung, Sozialarbeiterin, Intendantin, Musikakquisiteurin für Theaterproduktionen u.v.a.

Ausbildungen (Auswahl):

Master of Arts social sience 2009 berufsbegleitend

Personal-Leadership-Management-Kompetenzen, Projekt und Zeitmanagement

Seit 2023 Musikakquise Burgtheater Wien

Tätigkeiten in Kulturmanagement, Festivalproduktion (Auswahl):

Kuratorin Murton-Festival

Organisation grenzübergreifendes Chorfestival

Programmkuration internationales Akkordoenfestival

Ab 1.1.2024: Festivalintendanz (gemeinsam mit Lisa Reimitz)

Internationales Akkordeonfestival Wien

KlezMORE-Festival

Musikalischer Adventkalender

Aktuelle Veranstaltung_ 26. Internationales Akkordeonfestival 2025

„FEMOSO“

22. 2. – 16. 3. 2025

AN ZAHLREICHEN RENOMMIERTEN VERANSTALTUNGSORTEN IN WIEN

Johanna Juhola,
Foto von: Sami Perttilä

FESTIVALINFO:

http://www.akkordeonfestival.at

E-Mail: office@festivalbuero.at

INTENDANZ:

Franziska Hatz & Lisa Reimitz

KARTENVORVERKAUF ab 1.12.2024

Tickets unter www.akkordeonfestival.at und bei ausgewählten Spielstätten

Vorverkauf (limitiertes Kontingent) auch im ÖSTERR. VOLKSLIEDWERK

(Di, Mi 9:00–17:00 Uhr, Do 09:00–19:00 Uhr, Fr 11:00–14:00 Uhr)

1010 Wien; Operngasse 6; Tel 01/512 63 35-0

FESTIVALPASS:

€ 115,– unter www.akkordeonfestival.at (limitiertes Kontingent)

Weitere Festivalinfos:

22. 2. – 16. 3. 2025 _ 26. Internationales Akkordeonfestival 2025

Unter dem Thema „FEMOSO“ (ein Wortspiel aus Femme _ Frau und famos _ großartig)  rückt das 26. Internationale Akkordeonfestival heuer vor allem Frauen am Akkordeon in den Vordergrund.

Deshalb gebührt die Festivaleröffnung auch zwei Ausnahme-Akkordeonistinnen: Anne Niepold aus Belgien spielt, begleitet von einem Streichquartett, am 22.02. im Ehrbar Saal. Tags darauf präsentiert die Finnin Johanna Juhola ihr Programm „Reaktori“ im Theater Akzent.

Insgesamt spielen beim 26. Internationalen Akkordeonfestival über 120 Künstler*innen, davon etwa 47 Handzuginstrumentalist*innen, aus knapp 20 verschiedenen Ländern auf.

Aber auch das Festival selbst expandiert.

Erstmals finden Kooperationen des Akkordeonfestivals außerhalb Wiens statt: In Graz wird der Live Music-Club Tube´s bespielt und eine Kooperation mit dem Kulturverein Weltenbühne www.weltenbuehne.at   eingegangen.

Im steirischen St. Ulrich in Greith bietet das Greithhaus eine renommierte Bühne, und mit Straden.Aktiv und dem Kulturforum in Bad Radkersbuerg sind zwei renommierte Weltmusikvereine dabei.

Wünschenswert wäre ein Akkordeonfestival in ganz Österreich!

Neben den beiden Eröffnungskonzerten wird wieder ein abwechslungsreicher und spannender Spielplan geboten: Marlies Fürst alias MAOLA gestaltet mit ihrem neuen Programm einen Abend in der Bühne Purkersdorf, wo die stimmgewaltige Akkordeonistin ihre Eigenkompositionen zum Besten gibt. In Kooperation mit dem slowenischen Kulturinstitut SKICA und Bratko Bibic kommt  Accordiona, ein ganzes Frauen-Akkordeon-Orchester, das gemeinsam mit Otto Lechner, Paul Schuberth und Heidelinde Gratzl musizieren wird.

Am 08.03. wird Lea Gasser aus der Schweiz mit ihrem Jazz-Quintett das Porgy & Bess bespielen.

Als internationale Gäste sind auch noch Valentin Butt & Anna Steinkogler, Duo Oxymoron, Duo Mäsä aus Finnland mit dem Schweizer Bassisten Roman Britschgi und Samuel Zumstein eingeladen.Letztere verknüpfen sich mit einem jungen Wiener Nachwuchstalent: Pia Madlener, die ihr Akkordeonfestivaldebut geben wird.

Ebenfalls erstmals dabei sind auch Zoltan Migovics, ein aus der ungarischen Minderheit im Westen der Ukraine stammender Akkordeonist, gemeinsam mit Sigi Finkel. Zwar schön öfter dabei, aber erstmals alles aus seiner Feder wird Marko Zivadinovic  – mit „Handmade“  wunderschöne Eigenkompositionen präsentieren.

Getanzt werden darf natürlich auch, wenn erstmals ARS HARMONIAE – ein Akkordeon-Tango-Orchester aus der Oststeiermark, das ebenfalls Akkordenfestival-Premiere feiert, aufspielt. Zudem ist ein Zydeco-Tanzabend mit Otto Lechner und dem australischen Akkordeonisten George Butrumlis im Schutzhaus Zukunft geplant.Der Ausnahmekünstler Lechner, der Auschlag gebend für die Gründung des Internationalen Akkordeonfestivals war, wird zudem mit einer Film-Biografie (24.02 im Filmcasino) geehrt, die im Rahmen des Akkordenfestivals Premiere feiert.

Neben den Abendkonzerten gibt es auch wieder vier Stummfilm-Matinées, in denen Filmklassiker live vor Ort vertont werden, drei Workshops und eine Carte Blanche mit anschließender Session im Frau Mayer.

Den Abschluss des Festivals bilden die Akkordeonfestival-Stammgäste Renato Borghetti (14.03.), die Attwenger (15.03.)und Landstreich Plus mit Local Hero Krzysztof Dobrek (16.03.).

Presseinformation _ GAMÜKL – Gabriele Müller-Klomfar
A-1100 Wien;

Foto_Portrait_  Franzi Kreis

Walter Pobaschnig 18.1.2025

https://literaturoutdoors.com

Schnee von gestern, Schnee von morgen. Peter Handke. Suhrkamp Verlag.

Es ist ein Weg durch die Jahreszeiten eines Lebens, die der namenlose Erzähler durchschreitet und Erinnerungen, Worte, Gedanken an-, aufnimmt und fortträgt…

„Wozu bin ich bloß geboren? Wenn ich`s nur wüsste? Zum Rauchfangkehrer? Zum Eintänzer? Zum Links-und-Rechts-Verbinder?…Himmel, wie konnte ich bloß zum Alleingeher werden…“

Peter Handke lässt in diesem Text all seine sprachliche Virtuosität im assoziativen Wahrnehmen und Erfahren im inneren Karussell einer Lebensreise wunderbar erstrahlen und sternengleich glühen. Es ist das einmalige im Wort Verweilen und Aufbrechen an Horizonten von Lebensfragen, Lebensstationen und Zukunftswegen, welche den Nobelpreisträger von 2019 in jedem Werk auszeichnen. Ein zart nachdenkliches wie fordernd begreifendes Mitgehen, Mitwandern in Zeit, Mensch, Welt zwischen Glück, Schmerz und Hoffnung.

„Ein weiteres Meisterwerk, das einmalig in einen wunderbaren Kosmos von Sprache, Welt und Sinn entführt, begleitet und entlässt.“

Schnee von gestern, Schnee von morgen. Peter Handke. Suhrkamp Verlag.

Klappenbroschur, 74 Seiten

Suhrkamp Verlag, 1. Auflage

Erscheinungstermin: 13.01.2025

978-3-518-43225-9

20,00 € (D), 20,60 € (A), 28,90 Fr. (CH)

Walter Pobaschnig  1_25

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„es ist notwendig, Position zu beziehen“ Franziska Hatz, Intendantin Internat. Akkordeonfestival      _ Wien 19.1.2025

Liebe Franziska Hatz, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Mein Arbeits-Tag hat meist 10-13 Stunden. Zuerst in Ruhe ein Espresso, dann Büroorganisation (Mails checken, für Festival, für Dienststelle, für Bands etc.) Fragen beantworten – bereits Spielstätten für die kommenden Festivals fixieren, Fragen von Musikerinnen beantworten.. dazwischen kurz rausgehen.. wenn Zeit ist selber üben… kurze Pause Chor oder Akkordeonensemble vorbereiten Noten bearbeiten.. Band Korrespondenz… ja es ist gerade intensiv.

Franziska Hatz, Intendantin Internat. Akkordeonfestival,
Akkordeonistin, Sängerin, Komponistin

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Ich glaube, es ist notwendig Position zu beziehen – allerdings nicht weiter zu entzweien.

Mir ist klar– da ich auch 16 Jahre Sozialarbeiterin im Außendienst war – wie persönliche Entwicklungen entgegengesetzt verlaufen. Eine zynische polarisierende Sprache hilft hier fürchte ich wenig. Notwendig ist es, schöne Musik zu hören, um wieder eine Art Seelenheil zu erlangen… und mit schöner Musik meine ich nicht nur wohlklingende Harmonien – das darf durchaus laut disharmonisch wild und laut sein… Es ist notwendig wild abzutanzen und Aggressionen damit zu bearbeiten.. hahaha.. das glaub ich wirklich..

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Musik, der Kunst an sich zu?

Eine Wesentliche – Kunst ist politisch und hat Einfluss auf die Gesellschaft und retour.
Wichtig ist jetzt auch kleinere Kulturvereine am Land vor allem zu unterstützen – damit sie nicht aufgeben – Kunst unter Menschen zu bringen…

Was liest Du derzeit?
Bruno Schernhammer: Am weißen Fluß – Die Kinder des Almtals und parallel dazu UNSICHTBARE FRAUEN v. Caroline Criado-Perez

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Oh ich denke – ich möchte kein Zitat und auch keinen dezidierten Impuls mitgeben.

Vielen Dank für das Interview, liebe Franziska, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Musik-, Kunstprojekte und persönlich alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen: Franziska Hatz, Akkordeonistin, Sängerin, Komponistin

Zur Person/über mich: Franziska Hatz, MA (Festivalintendanz)

Geb. 1979 in der Steiermark. Lebt und arbeitet in Wien.

Akkordeonistin, Sängerin, Komponistin, Ensembleleitung (Großmütterchen Hatz, Troi u.a.)

Chorleitung, Sozialarbeiterin, Intendantin, Musikakquisiteurin für Theaterproduktionen u.v.a.

Ausbildungen (Auswahl):

Master of Arts social sience 2009 berufsbegleitend

Personal-Leadership-Management-Kompetenzen, Projekt und Zeitmanagement

Seit 2023 Musikakquise Burgtheater Wien

Tätigkeiten in Kulturmanagement, Festivalproduktion (Auswahl):

Kuratorin Murton-Festival

Organisation grenzübergreifendes Chorfestival

Programmkuration internationales Akkordoenfestival

Ab 1.1.2024: Festivalintendanz (gemeinsam mit Lisa Reimitz)

Internationales Akkordeonfestival Wien

KlezMORE-Festival

Musikalischer Adventkalender

Aktuelle Veranstaltung_ 26. Internationales Akkordeonfestival 2025

„FEMOSO“

22. 2. – 16. 3. 2025

AN ZAHLREICHEN RENOMMIERTEN VERANSTALTUNGSORTEN IN WIEN

Johanna Juhola,
Foto von: Sami Perttilä

FESTIVALINFO:

http://www.akkordeonfestival.at

E-Mail: office@festivalbuero.at

INTENDANZ:

Franziska Hatz & Lisa Reimitz

KARTENVORVERKAUF ab 1.12.2024

Tickets unter www.akkordeonfestival.at und bei ausgewählten Spielstätten

Vorverkauf (limitiertes Kontingent) auch im ÖSTERR. VOLKSLIEDWERK

(Di, Mi 9:00–17:00 Uhr, Do 09:00–19:00 Uhr, Fr 11:00–14:00 Uhr)

1010 Wien; Operngasse 6; Tel 01/512 63 35-0

FESTIVALPASS:

€ 115,– unter www.akkordeonfestival.at (limitiertes Kontingent)

Weitere Festivalinfos:

22. 2. – 16. 3. 2025 26. Internationales Akkordeonfestival 2025

Unter dem Thema „FEMOSO“ (ein Wortspiel aus Femme _ Frau und famos _ großartig)  rückt das 26. Internationale Akkordeonfestival heuer vor allem Frauen am Akkordeon in den Vordergrund.

Deshalb gebührt die Festivaleröffnung auch zwei Ausnahme-Akkordeonistinnen: Anne Niepold aus Belgien spielt, begleitet von einem Streichquartett, am 22.02. im Ehrbar Saal. Tags darauf präsentiert die Finnin Johanna Juhola ihr Programm „Reaktori“ im Theater Akzent.

Insgesamt spielen beim 26. Internationalen Akkordeonfestival über 120 Künstler*innen, davon etwa 47 Handzuginstrumentalist*innen, aus knapp 20 verschiedenen Ländern auf.

Aber auch das Festival selbst expandiert.

Erstmals finden Kooperationen des Akkordeonfestivals außerhalb Wiens statt: In Graz wird der Live Music-Club Tube´s bespielt und eine Kooperation mit dem Kulturverein Weltenbühne www.weltenbuehne.at   eingegangen.

Im steirischen St. Ulrich in Greith bietet das Greithhaus eine renommierte Bühne, und mit Straden.Aktiv und dem Kulturforum in Bad Radkersbuerg sind zwei renommierte Weltmusikvereine dabei.

Wünschenswert wäre ein Akkordeonfestival in ganz Österreich!

Neben den beiden Eröffnungskonzerten wird wieder ein abwechslungsreicher und spannender Spielplan geboten: Marlies Fürst alias MAOLA gestaltet mit ihrem neuen Programm einen Abend in der Bühne Purkersdorf, wo die stimmgewaltige Akkordeonistin ihre Eigenkompositionen zum Besten gibt. In Kooperation mit dem slowenischen Kulturinstitut SKICA und Bratko Bibic kommt  Accordiona, ein ganzes Frauen-Akkordeon-Orchester, das gemeinsam mit Otto Lechner, Paul Schuberth und Heidelinde Gratzl musizieren wird.

Am 08.03. wird Lea Gasser aus der Schweiz mit ihrem Jazz-Quintett das Porgy & Bess bespielen.

Als internationale Gäste sind auch noch Valentin Butt & Anna Steinkogler, Duo Oxymoron, Duo Mäsä aus Finnland mit dem Schweizer Bassisten Roman Britschgi und Samuel Zumstein eingeladen.Letztere verknüpfen sich mit einem jungen Wiener Nachwuchstalent: Pia Madlener, die ihr Akkordeonfestivaldebut geben wird.

Ebenfalls erstmals dabei sind auch Zoltan Migovics, ein aus der ungarischen Minderheit im Westen der Ukraine stammender Akkordeonist, gemeinsam mit Sigi Finkel. Zwar schön öfter dabei, aber erstmals alles aus seiner Feder wird Marko Zivadinovic  – mit „Handmade“  wunderschöne Eigenkompositionen präsentieren.

Getanzt werden darf natürlich auch, wenn erstmals ARS HARMONIAE – ein Akkordeon-Tango-Orchester aus der Oststeiermark, das ebenfalls Akkordenfestival-Premiere feiert, aufspielt. Zudem ist ein Zydeco-Tanzabend mit Otto Lechner und dem australischen Akkordeonisten George Butrumlis im Schutzhaus Zukunft geplant.Der Ausnahmekünstler Lechner, der Auschlag gebend für die Gründung des Internationalen Akkordeonfestivals war, wird zudem mit einer Film-Biografie (24.02 im Filmcasino) geehrt, die im Rahmen des Akkordenfestivals Premiere feiert.

Neben den Abendkonzerten gibt es auch wieder vier Stummfilm-Matinées, in denen Filmklassiker live vor Ort vertont werden, drei Workshops und eine Carte Blanche mit anschließender Session im Frau Mayer.

Den Abschluss des Festivals bilden die Akkordeonfestival-Stammgäste Renato Borghetti (14.03.), die Attwenger (15.03.)und Landstreich Plus mit Local Hero Krzysztof Dobrek (16.03.).

Presseinformation _ GAMÜKL – Gabriele Müller-Klomfar
A-1100 Wien;

Foto_Portrait_  Franzi Kreis

Walter Pobaschnig 18.1.2025

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Der König. Jo Nesbø. Kriminalroman. Ullstein Verlag.

Die Welt ist voller Überraschungen, Wendungen und Herausforderungen. Königreiche entstehen und verschwinden. Hier und anderswo. Das wissen die Brüder Carl und Roy. Und sie gehen dabei weiter ihren Weg zwischen Licht und Schatten menschlicher Abgründe…

Bestsellerautor Jo Nesbø legt ein weiteres Meistwerk vor, das in seinem rasanten Spannungstempo und Raffinesse von der ersten Seite an packt und bis zum Finale fesselnd mitnimmt.

„Ein Roman, der Grund und Abgrund von Welt genial in Szene setzt.“

Der König. Jo Nesbø. Kriminalroman. Ullstein Verlag.

Verlag: Ullstein Hardcover

Einbandart: Hardcover mit Schutzumschlag

Seitenanzahl: 432 Seiten

Originaltitel: Kongen av Os

Übersetzung: aus dem Norwegischen von Günther Frauenlob

ISBN 9783550201561

Erscheinungstag 31.10.2024

Preise: DE 25,99 €, AT 26,80 €

Walter Pobaschnig  1_25

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„Ein erschütterndes, geniales Requiem von Mensch und Zeit!“ Umjubelte Premiere „Wir haben versagt“ Aktionstheater Ensemble _ Theater am Werk _ Wien 12.1.2025

Da ist der Mann, nackt und fordernd – Aufmerksamkeit, Bewunderung, Verehrung. Ich bin hier! Der Wille zur Macht…

Sich dagegen wehren, so gut es gut – gegen den Strom der Worte, der Gewalt…

…vom Vater her. Tief drinnen in Körper und Seele. Der Untote geistert…zieht und lässt nicht los…

in aller Ratlosigkeit und Verzweiflung…da und dort…

Ein dunkler Tanz…bis in den Abgrund

bis es dunkel wird…da und dort…

Das Aktionstheater Ensemble zieht in der Uraufführung seiner neuesten Produktion „Wir haben versagt“ alle Register an genialer Spiel- und Reflexionskraft, dramaturgischer Raffinesse in Dialog, Bewegung, Rhythmus von Wort&Musik und zelebriert „a scheene Leich“ moderner Gesellschaft in all ihren Erschütterungen, Rissen und Brüchen.

Der besondere Theaterkunstgriff ist dabei den ästhetischen Reflexionsprozess mit einem Feuerwerk alltäglicher Erfahrung, dem Wahrnehmen, Fragen, Suchen, Orientieren und sich Verlieren explosionsartig genial narrativ – in einzigartiger Regie, Dramaturgie, Ensemble, Musik, Bühne/Kostüm, Video – starten zu lassen, den Spielraum damit ganz direkt zum Publikum zu öffnen, um jetzt miteinander und ineinander Drama und Komödie des Lebens zu zelebrieren und Resonanz anzubieten. Das funktioniert von Beginn an wunderbar! Es geht alles auf in diesem Theaterabend der Sonderklasse, der Staunen, Lachen, Weinen und doch wesentlich im gemeinsamen Erleben eine ganz besondere Kraft schöpfen und entwickeln lässt. Dieser besondere mutmachende Zauber des Aktionstheater Ensemble ist bei jeder Vorstellung dabei. Der Grund liegt vielleicht in der schonungslosen Offenheit und Ehrlichkeit, dem Spiegel, der Voraussetzung jeder Veränderung sein muss. Und mit diesem Anspruch entlässt ein einzigartiger Bühnenabend das Publikum, welches sich mit langanhaltendem Applaus und – standing ovations! – bedankt.

„Wir haben versagt“ Aktionstheater Ensemble _ Uraufführung _ Theater am Werk _ Wien 12.1.2025

Inszenierung und Konzept: Martin Gruber Text: Martin Gruber und aktionstheater Ensemble | Dramaturguie: Martin Ojster | Musik: Jean Philipp Viol | Bühne und Kostüme: Valerie Lutz , Video:: Resa Lut| Film: Julius HellrigL | Regieassistenz: Sanna Hufsky | Grafik: Martin Platzgummer | Medienkontakt: Gerhard Breitwieser

Mit: Zeynep Alan, Monica Anna Cammerlander, Thomas Kolle, Danielle Pamp, Benjamin Vanyek sowie Jean Philipp Viol

Dauer: 70 Minuten

Weitere Spieltermine: Theater am Werk, Kabelwerk wien:
14.01.25 | 15.01.25 | 16.01.25 | 17.01.25 | 18.01.25 | 19.01.25

https://www.theater-am-werk.at/de

https://aktionstheater.at/

Walter Pobaschnig 1/25

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„Aufbruch färbt den Himmel wie vor einem Gewitter“ Irene Tell, Schauspielerin _ Give Peace A Chance _ Salzburg 10.1.2025

GIVE PEACE A CHANCE

Gefangen

Irrtum

Verfangen

Erfahrungen in dem, was ist


Perpetuum mobile vieler kleiner Zerstörungen

Es ist alltäglich

Aber!“ Schreit es in dir: „Aber!“ Und „Trotzdem!“.

Christbäume sehen zu oft keinen Frieden

Echte Einigkeit entsteht nie durch Zwang.


Atme! auch im


Chaos; lass das, was ist, hinein und hinausströmen

Hör den Farben der Zeit zu

Aufbruch färbt den Himmel wie vor einem Gewitter

Natur, du Mutter, flüsterst du mir zu?

Chöre aus Vögeln und Wind singen

Es gibt keine Worte für diese wilde Schönheit.



Irene Tell, 9.1.2025

Irene Tell
Schauspielerin, Tänzerin, Musikerin

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace

Irene Tell _ Schauspielerin, Tänzerin, Musikerin

Zur Person/über mich:  Irene Tell, Schauspielerin, Tänzerin, Musikerin, lebt in Salzburg. Als zweites von sechs Kindern in Kitzbühel in Tirol geboren und aufgewachsen. Lieblingsbeschäftigung in der Kindheit: den jüngeren Geschwistern Geschichten zu erzählen.

Studium der Pädagogik in Innsbruck und Salzburg Damals auch der Beginn von Theaterprojekten, wie das Mitspielen bei der English Drama Group Salzburg. Regelmäßig Kurse bei der Internationalen Sommerakademie für Theater in Graz zwischen 2019 und 2024 absolviert. Gestaltung und Durchführung von Theaterprojekten für Kinder seit 2008 bis laufend

Absolvierung eines Regietheaterlehrgangs, veranstaltet durch den Salzburger Amateurtheater-Verband 2024

Auftritt beim Uraufführungsfestival für Theater 2024 in der Abtenau/Salzburg mit dem Solostück: „Ich umarme das Abenteuer, das ich bin – eine irische Reise“

Masterclass in Tin Whistle bei Éimhear Flannery beim Belfast Tradfest 2024

Seit Oktober 2024 Mitglied der Tanzbühne des Salzburger Landestheaters.

Mehr über mich und meine Arbeit hier:

https://www.instagram.com/irene__tell/

https://www.facebook.com/profile.php?id=100010368066270

Fotos_  https://www.fotoartchristiana.at/

Walter Pobaschnig 8.1.2025

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„Kunst öffnet Räume“ Irene Tell, Schauspielerin _ Salzburg 9.1.2025

Liebe Irene Tell, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Im Moment ist der Morgen stark von der Arbeit am künstlerisch/tänzerischen Ausdruck bestimmt, da ich aktuell Teil der Tanzbühne des Salzburger Landestheaters bin. Ich arbeite an meiner inneren Haltung, schreite meine Grenzen ab, was traue ich mich von mir selbst auf der Bühne zu zeigen und was nicht? Was braucht es, das ich zeige, damit es die Geschichte trägt? Wie verbinde ich mich mit mir selbst und anderen?

Danach kommt entweder die anliegende Büroarbeit, Konzepte schreiben, Vorbereitungen von Projekten oder die musikalische Arbeit mit meinen Instrumenten, Gitarre und Tin Whistle.

Der spätere Tag gehört dann, wenn ich keine Probe habe, meinem Brotberuf, der Jugendarbeit.

Irene Tell
Schauspielerin, Tänzerin, Musikerin

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Nicht zu verzweifeln. Wir stehen als Menschheit vor multiplen Krisen, davor kann niemand mehr die Augen verschließen. Das macht einen immer wieder fassungslos. Aber wir sind auch kreativ, wir haben die wunderbare Fähigkeit, zu lieben und wir können zusammenarbeiten. Auch wenn es jetzt noch so ist, dass wir gefühlt alle in unserer isolierten Bubble schweben, in der wir uns mit dem Rest der Menschheit unverbunden fühlen, Bubbles können zerplatzen. Und dann öffnet sich der Blick, für das, was da ist.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Kunst an sich zu?

Es wird wesentlich sein, auf unsere Fähigkeiten zu vertrauen und diese so konstruktiv und im Einklang mit den Ressourcen so gut wie möglich einzusetzen – auch und besonders im Kleinen.

Die Rolle, die der Kunst zukommt, ist es dabei, Verbindungen zu schaffen, Räume zu öffnen, Perspektiven aufzuzeigen, den Blick weg vom Alltag zu führen und selbst dabei ständig auf der Suche nach dem Wesentlichen zu sein.

Was liest Du derzeit?

This One Wild and Precious Life

The Path Back to Connection in a Fractured World

Von Sarah Wilson

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Man kann nicht in die Zukunft schauen, aber man kann den Grund für etwas Zukünftiges legen – denn Zukunft kann man bauen.

Antoine de Saint-Exupéry

Irene Tell
Schauspielerin, Tänzerin, Musikerin

Vielen Dank für das Interview, liebe Irene, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Tanz-, Schauspiel-, Musik-, Kunstprojekte und persönlich alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen: Irene Tell _ Schauspielerin, Tänzerin, Musikerin

Zur Person/über mich:  Irene Tell, Schauspielerin, Tänzerin, Musikerin, lebt in Salzburg. Als zweites von sechs Kindern in Kitzbühel in Tirol geboren und aufgewachsen. Lieblingsbeschäftigung in der Kindheit: den jüngeren Geschwistern Geschichten zu erzählen.

Studium der Pädagogik in Innsbruck und Salzburg Damals auch der Beginn von Theaterprojekten, wie das Mitspielen bei der English Drama Group Salzburg. Regelmäßig Kurse bei der Internationalen Sommerakademie für Theater in Graz zwischen 2019 und 2024 absolviert. Gestaltung und Durchführung von Theaterprojekten für Kinder seit 2008 bis laufend

Absolvierung eines Regietheaterlehrgangs, veranstaltet durch den Salzburger Amateurtheater-Verband 2024

Auftritt beim Uraufführungsfestival für Theater 2024 in der Abtenau/Salzburg mit dem Solostück: „Ich umarme das Abenteuer, das ich bin – eine irische Reise“

Masterclass in Tin Whistle bei Éimhear Flannery beim Belfast Tradfest 2024

Seit Oktober 2024 Mitglied der Tanzbühne des Salzburger Landestheaters.

Mehr über mich und meine Arbeit hier:

https://www.instagram.com/irene__tell/

https://www.facebook.com/profile.php?id=100010368066270

Fotos_  https://www.fotoartchristiana.at/

Walter Pobaschnig 8.1.2025

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