Bachmannpreis 2025 _ Nominierteninterview _ „Türen in andere Leben aufzustoßen“ Thomas Bissinger, Schriftsteller _ Konstanz/D 11.6.2025

Bachmannpreis 2025_  im Interview:

Thomas Bissinger, Schriftsteller _ Bachmannpreis Nominierung 2025

Thomas Bissinger, Schriftsteller _ Bachmannpreis Nominierung 2025

Lieber Thomas Bissinger, herzliche Gratulation zur Bachmannpreisnominierung! Wie und wann hast Du von Deiner Nominierung erfahren? Was war Deine erste Reaktion und wie sieht jetzt die Vorbereitung aus?

Dankeschön! Erfahren hab ich’s, als ich grad aus der Kletterhalle an die Winterluft kam und einen verpassten Anruf meines Verlegers auf dem Handy sah. Ich hab zurückgerufen, wir haben uns über einen organisatorischen Punkt unterhalten, waren uns schließlich einig – und dann meinte er sehr beiläufig: „Ach, übrigens, das mit Klagenfurt klappt.“ Das war gut reingesneakt von ihm, ich hab ein paar Sekunden gebraucht, bis das große Grinsen losging.

Jetzt hadere ich mit all den Punkten, die am Text eigentlich noch hätten glattgezogen werden müssen und nun nicht mehr glattgezogen werden dürfen, tröste mich mit Waschbärvideos. Und lese fleißig die anderen Interviews in Literatur Outdoors, um am Wörtherseestrand 1-A-Gesprächseinstiege zu haben.

Wie war Dein Weg zum Schreiben?

Ich glaube, das wirkliche Schreibenlernen begann mit einer Lyrikwerkstatt im Rahmen des Studium Generale in Stuttgart, die von Jutta Weber-Bock geleitet wurde und für die ich ihr bis heute immens dankbar bin. Da ging es um ehrliche, wenn nötig auch harte Textkritik. Dort habe ich gelernt, dass der erste Wurf das Ziel noch nicht zu treffen braucht, dass sich das Ziel vielleicht überhaupt erst nach den ersten Schritten auf unsicherem Terrain abzeichnet. Wenn ein Text nicht mehr auf Anhieb gelingen muss (wie ich das als Jugendlicher annahm), öffnet das den Raum, einen Text als vorläufig zu verstehen und dahingehend zu betrachten, wo sein Potenzial und seine Entwicklungsmöglichkeiten sind.

Wie sieht der Schreibprozess bei Dir aus, gibt es etwa bestimmte Routinen, was inspiriert Dich und was ist Dir in Deinem Schreiben wichtig?

Ich habe keine arg stabile Routine. Am besten funktioniert täglicher Zwang, irgendwo für zwei Stunden hinzusitzen und zu schreiben. Handy weglegen. Es braucht dann einen leeren Raum und ein bisschen Platz, um auf und ab zu laufen und ein paar Selbstgespräche zu führen. Und die Bereitschaft, viele schlechte Seiten hinzunehmen.

Inspiration oder Motivation ist da schon stabiler: Im Augenblick sind das die Menschen, über die ich meinen Roman schreibe. Die Familie Ehrenfest. Ein Physiker und eine Mathematikerin und deren vier Kinder, die Anfang des 20. Jahrhunderts gelebt haben. Ich lese sehr intensiv deren Briefwechsel, und das waren alles einfach sehr außergewöhnliche Menschen.

Ich möchte es gerne schaffen, diese Faszination auch für andere erlebbar zu machen. Für mich ist die große Chance, die in der Literatur liegt, Türen in andere Leben aufzustoßen. Andere Selbstverständlichkeiten zu erfahren, anderes Vertrauen, anderen Stolz, andere Gemeinheit, alles eben. Literatur kann die Breite menschlicher Erfahrung vermitteln, weil die Sprache eines Textes beim Lesen zur eigenen werden kann.

Was hast Du mit Ingeborg Bachmann gemeinsam?

Vielleicht, über die Lyrik ins Erzählen hinübergefunden zu haben.

Bitte assoziiere zu den Stichworten:

Gegenwart fundamental

Literatur kollateral

Leben gibtsnureinmal

Klagenfurt Sonnenstrahl

Preis optional

Vielen Dank für das Interview! Viel Freude und Erfolg in Klagenfurt!

Sehr gern und auch meinerseits vielen Dank!

Thomas Bissinger, Schriftsteller _ Bachmannpreis Nominierung 2025

Zur Person:  Thomas Bissinger, D

Geboren 1989 in Leonberg (Baden Württemberg, Deutschland), lebt in Konstanz. Liest auf Einladung von Mara Delius.

Thomas Bissinger ist promovierter Physiker und lebt in Konstanz, wo er ein wenig Lyrik unterrichtet. Für sein Romanprojekt „Ehrenfest“ erhielt er den Retzhof-Preis für junge Literatur und war Stipendiat der Bayerischen Akademie des Schreibens und des lcb. Das Buch wird 2026 bei dtv erscheinen.

Veröffentlichungen (Auswahl)

Prosaauszüge in Anthologien, u.a.: Spr.i.t.Z., 2024

Anthologie zum Literaturpreis des Bezirks Schwaben, 2023

Anthologie zum Förderpreis der Gruppe 48, 2021

Erkundungen der Jugend-Literatur-Werkstatt Graz, 2019

https://bachmannpreis.orf.at/stories/3304911/

Pressekonferenz Bachmannpreis 2025 _ 19.5.2025 Musilhaus Klagenfurt _
Veranstalter und Sponsoren (v. l. n. r.): Reinhard Draxler (KELAG-Vorstand), Brigitte Winkler-Komar (Land Kärnten, Leiterin Kunst und Kultur), Nadja Kayali (Intendantin Carinthischer Sommer), Horst L. Ebner (Koordinator Tage der deutschsprachigen Literatur), Christian Scheider (Bürgermeister von Klagenfurt), Karin Bernhard (ORF-Landesdirektorin), Franz Petritz (Stadtrat von Klagenfurt/Kulturreferent), Ursula Schirlbauer (ORF/3sat), Julian Geyer (Gemeinderat der Landeshauptstadt Klagenfurt am Wörthersee), Michaela Werblitsch (BKS Bank, Leiterin Communication & ESG) und Klaus Wachschütz (Technischer Leiter ORF Kärnten & Regisseur Ingeborg-Bachmann-Preis)

Autorinnen und Autoren 2025

14 Autorinnen und Autoren aus Deutschland, der Schweiz und Österreich lesen um den mit 25.000 Euro dotierten Ingeborg-Bachmann-Preis.

Thomas Bissinger, D

Natascha Gangl, A

Max Höfler, A

Nefeli Kavouras, D

Fatima Khan, D

Laura Laabs, D

Kay Matter, CH

Tara Meister, A

Nora Osagiobare, CH

Josefine Rieks, D/A

Almut Tina Schmidt, D/A

Boris Schumatsky, D

Verena Stauffer, A

Sophie Sumburane, D

Die Jury

Vorsitzender Klaus Kastberger, Graz (A)

Mara Delius, Berlin (D)

Laura de Weck

Mithu Sanyal (D)

Brigitte Schwens-Harrant, Wien (A)

Thomas Strässle (CH)

Philipp Tingler, Zürich (CH)

Am 29. Juni wird in Klagenfurt am Wörthersee der 49. Ingeborg-Bachmann-Preis vergeben. Die Tage der deutschsprachigen Literatur 2025 finden vom 25. bis 29. Juni im ORF-Theater des Landesstudios Kärnten statt. 

Weitere Informationen zum Bachmannpreis 2025: https://bachmannpreis.orf.at/stories/3305089/

Fotos: Portrait_ Thomas Bissinger _ Torben Nuding; Pressekonferenz _ Johannes Puch; alle weiteren Fotos_Walter Pobaschnig

Walter Pobaschnig 10.6.2025

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Déjà-vu. Der siebzehnte Fall für Bruno, Chef de police. Martin Walker. Diogenes Verlag.  

Eine lange Reise war es. In Licht und Schatten. Im Schmerz, Krankenhäusern und dem weiten Weg zurück nach Saint-Denis in Südfrankreich.

Doch jetzt steigt Bruno, Polizeichef , endlich aus dem Auto. Auf dem Boden seines Reviers, das er vermisste. Die Menschen hier in all ihren Liebeswürdigkeiten, Alltäglichkeiten, Besonderheiten, Abgründen. Und das Essen, darin er leidenschaftlich Lust und Genuss aller Sinne zelebriert. Ein guter Boden hier. Und ein gutes Zurückkommen.

Doch der Boden hier in der beschaulichen französischen Kleinstadthat auch eine Geschichte. Eine wechselvolle und ganz bittere in der Zeit des II.Weltkrieges und der deutschen Besatzung und des Widerstandes, der Resistance.

Der Fund eines Grabes öffnet nun diese Vergangenheit in Mut wie Verrat und eine Flut verdrängter Erinnerungen bricht nun hervor…

Wie auch oberhalb der Erde. Denn da öffnet der Himmel seine Schleusen und heftige Unwetter verwandeln Stadt und Umgebung in reißende Ströme, die mit- und fortreißen…

Und mittendrin Bruno und Balzac. Sein Hund. Jetzt heißt es Ruhe zu bewahren und Spürsinn zu haben. Und da ist Bruno wieder in seinem Element und stellt sich den Stürmen der Vergangenheit und Gegenwart…

Nicht ohne allerdings auch die Kraft guten Essens, das Zusammenkommen dabei und die ungeahnten zwischenmenschlichen Möglichkeiten im Gespräch, Zuhören und Lippenlesen außer Acht zu lassen…

Martin Walker, ein ganz besonderer Autor, der gleichsam Literaturgenres in ein wunderbares mehrgängiges Menü rührt, mixt und dann als Krimi kalt und heiß serviert, legt ein neues Meisterwerk vor.

Leserin und Leser werden gleichsam in Welt und Leben, Kultur und Kulinarik, Geschichte Frankreichs und Europas hineingezogen und folgen Seite um Seite einen Genuss in Sprache, Spannung, Überraschung.

„Bruno regiert wieder und es ist ein Krimi-Königreich der Sonderklasse!“

Déjà-vu. Der siebzehnte Fall für Bruno, Chef de police. Martin Walker. Diogenes Verlag.  

Hardcover Leinen
400 Seiten
ISBN 978-3-257-07334-8
€ (D) 26.00 / sFr 35.00* / € (A) 26.80

Walter Pobaschnig  6/25

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 „positive Zukunftsbilder in den Kopf zu bekommen“ Ana Pawlik, Schriftstellerin _ Ennstal/OÖ 7.6.2025

Liebe Ana Pawlik, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Seit ich im Herbst mein Manuskript abgegeben habe, habe ich zum Glück wieder Zeit zum Lesen. Also starte ich, sobald meine Familie um 6:30 aus dem Haus ist, den Tag mit Lesen. Danach vermischt sich Büroarbeit für meine Selbstständigkeit mit Leichte-Sprache-Aufträgen und einem Minijob im Bioladen. Dazwischen immer wieder kreative Schreibprojekte.

Wenn ich gerade an einem Roman schreibe, arbeite ich geblockt. Ein paar Tage oder Wochen nur Romanschreiben von früh bis spät. Und dann wieder geblockt ein paar Tage oder Wochen nur Leichte-Sprache-Aufträge.

 Ana Pawlik, Schriftstellerin

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Dass wir Menschen positive Zukunftsbilder in unsere Köpfe hineinbekommen. Bilder von einer Welt, in der wir alle aufeinander schauen. In der wir so leben, dass niemand ausbeutet oder zurückgelassen wird, weder Mensch noch Tier noch Natur. Eine Welt, in der wir verinnerlicht haben, dass Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit oft so eng miteinander verwoben sind wie Wolken und Regen.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?

Für wesentlich halte ich, wie gesagt, die positiven Zukunftsbilder. Es braucht Kreativität, Offenheit, Neugier für Neues und ganz viel Menschlichkeit, damit vor unserem inneren Auge eine andere, gerechtere Welt entstehen kann. Erst wenn wir diese Welt vor uns sehen, wissen wir, worauf wir hinarbeiten können.

Die Rolle von uns Künstler*innen sehe ich darin, dazu beizutragen, diese Zukunftsbilder in die Köpfe der Menschen zu bekommen. Jeder auf seine Art, mit seiner Kunst kann diese Bilder malen, kann diese Zukunftsbilder beschreiben, von ihnen singen, sie fotografieren, kann in ihnen Welten und Geschichten entstehen lassen… Kurz: Appetit darauf machen, wie die Welt sein könnte, wenn wir es kollektiv nur wöllten.

Was liest Du derzeit?

Vor Kurzem habe ich „Die Aufrechte“ von Claudius Crönert gelesen, „Die Nachricht“ von Doris Knecht, danach Christina Auerswalds „Schneekoppe“ und freue mich, heute Abend mit „Radio Sarajewo“ von Tijan Sila zu starten. Vor Kurzem las ich das Jugendbuch „Die Geschichte von Baby & Solo“ von Lisabeth Posthuma, das mich auch sehr berührt hat.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

»Wieso war diese Welt so, wie sie war; wieso gab es immer Menschen, die herrschten und Befehle erteilten, die nie hungern mussten, die frei entscheiden konnten, während andere ihr Leben lang Knechte sein mussten. «

Knecht Claus in „Der Fall des Eisernen Königs“

Vielen Dank für das Interview, liebe Ana, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literatur-, Kunstprojekte und persönlich alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen:  Ana Pawlik, Schriftstellerin

Zur Person: Ana Pawlik wurde in Deutschland, Baden-Württemberg geboren. Nach einer Ausbildung im sozialen Bereich und einer mehrjährigen Rucksackreise durch Afrika, Kanada und Skandinavien strandete sie 2006 in Wien. Inzwischen lebt die Autorin mit ihrer Familie in Oberösterreich. Neben ihrer Tätigkeit als Schriftstellerin arbeitet sie selbstständig als Texterin und überträgt Romane und schwierige Schriftstücke in Leichte Sprache.

https://www.anapawlik.at/

Aktuelles Buch von Ana Pawlik: „Der Fall des Eisernen Königs“

„Herzogtum Österreich 1275: Kaum ist Rudolf von Habsburg zum König des Heiligen Römischen Reichs gekrönt, fordert er von Přemysl Ottokar Österreich an ihn abzutreten. Doch letzterer wehrt sich mit eiserner Hand dagegen.

Wer sich auf die Seite des „falschen Königs“ schlägt, bringt sich bald in tödliche Gefahr. Der erbitterte Machtkampf der beiden Herrscher entfacht eine Welle der Unruhe, die bis ins abgelegene Ennstal reicht. Dort versucht der entflohene Knecht Claus zusammen mit anderen Vogelfreien verborgen in der Waldwildnis ein Gehöft aufzubauen. Doch bald überschlagen sich die Ereignisse. Claus’ Geliebte Ännlin wird zur Zielscheibe des grausamen Grafen Irenfried und das Gehöft gerät immer mehr in Gefahr, bis Claus letztlich dazu gezwungen wird, für einen der beiden Könige Position zu beziehen.“ (Presseinfo)

Ana Pawlik, Der Fall des Eisernen Königs

Band 3 der Österreich-Saga

Seit Februar 2025 bei Oeverbos Verlag.

ISBN Print
978-3-911115-25-4

ISBN Ebook
978-3-911115-26-1

Erscheinungstermin
28. Februar 2025

Format Paperback
12,5 x 21,5 cm

https://www.anapawlik.at/romane.html#derfalldeseisernenkoenigs

Foto: CZ

Walter Pobaschnig 3/6/25

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„Grow gardens where anger once lay“ Lasni Subainghe, dancer _ Give Peace A Chance _ Toronto/Canada 6.6.2025

Lasni’s First song _
Lasni Subainghe, dancer, choreographer _

GIVE PEACE A CHANCE

Grow gardens where anger once lay,

Invite the light to guide your way.

Voices united, gentle and strong,

Every heart beating to the same song.



Promise to listen, to heal, to forgive,

Embrace each soul, let compassion live.

Across all borders, hands can extend,

Carrying love that knows no end.

Earth sings softly when we care.



A single act can clear the air—



Choosing kindness, a brighter stance.

Hope begins with a simple glance.

A world rebuilt with words, not war,

Nurturing peace forevermore.

Courage to stand, even alone,

Every heart a stepping stone.

Lasni Subainghe, 5.6.2025

Lasni Subainghe, dancer, choreographer _
project „Ballerina from Ceylon“

GIVE PEACE A CHANCE

Lasni Subainghe, dancer, choreographer

Foto: Ranuka Prabhashitha / Nuwan thotawatte

Walter Pobaschnig 5/6/25

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„art has the power to heal, and to help rebuild our societies“ Lasni Subasinghe, dancer _ Toronto, Canada 6.6.20235

Hi Lasni Subainghe, what`s your routine at the moment?

My daily routine is quite full and creatively enriching at the moment. Currently, I am actively dancing, choreographing my own pieces, and working as a dance and voice training educator. I usually begin or end my day with exercise and stretching, which helps me stay physically grounded.

During the daytime, I attend my teacher training program in Canadas national ballet school for ballet and take contemporary dance sessions. This keeps me very busy, but it’s exactly what gives me the energy and purpose to jump out of bed each morning.

I dedicate a good amount of time to studying choreography and direction for my dance pieces, as well as deepening my understanding of the subjects I’m learning. Whenever I find a quiet moment, I sing or imagine new creative ideas.

I feel deeply connected to nature—I love singing with the wind and dancing with the falling leaves. Simple joys like hot drinks and fresh salads keep me going through the day. In my spare time, I enjoy reading and exploring new places as a way to stay inspired and refreshed.

Lasni Subainghe, dancer, choreographer _
project „Ballerina from Ceylon“
„Ballerina from Ceylon“

What is particularly important for all of us now?

As an individual, I believe that living a meaningful and balanced life on Earth is becoming increasingly challenging. This question is broad and complex, but from a human perspective, I feel we all need clarity of mind and a compassionate, loving heart in order to live with empathy and understanding toward others.

As artists, we carry a special responsibility—to reflect the world we envision through our work, whether it be in dance, music, poetry, sculpture, or any other creative form. Art has the power to inspire, to awaken, and to guide people toward a better and more valuable way of living.

While I don’t believe the world can ever be completely free of violence or negativity, I do believe we can reduce their impact. We can strive to be examples of kindness and awareness in our everyday lives and use our art to encourage healing, peace, and connection.

New start, new beginning. What will be essential and which roles will dance, art play on society process?

Before a new beginning, we will all become social and personal. What will be essential and what role does music, art itself have?

Before a new beginning, we naturally return to what is most personal and social—our relationships, reflections, and values. In this time, what becomes essential is our ability to lead with empathy, foster connection, and have the courage to embrace change. The heart of all creative work lies in reminding the world of our shared humanity.

Every art form—and every profession—has the power to uplift, to heal, and to help rebuild our societies. When we create, we must do so with a global perspective, knowing that art doesn’t merely reflect life; it helps reshape and renew it.

As a dancer, I see the body as a carrier of memory and emotion. Movement becomes a powerful language of healing—offering release, resilience, and hope.

As a choreographer, I understand art as both a mirror and a path forward. Through dance and music, we express what words often cannot, opening space for deeper understanding and transformation.

As a dance and voice educator, I believe that artistic education goes far beyond technique. It nurtures emotional awareness, creativity, and a sense of purpose. Even the smallest artistic gesture has the potential to connect people and make a meaningful impact.

Dance piece _ choreographed and trained by Lasni Subasinghe

What are you currently reading? Scaramouche is a historical novel by Rafael Sabatini, originally published in 1921. A romantic adventure, Scaramouche tells the story of a young lawyer during the French Revolution. In the course of his adventures, he becomes an actor portraying Scaramouche.

What quote, which text impulse do you want to give us?

-Man is a part of nature, and his war against nature is inevitably a war against himselfAlbert Einstein

ballet Opera in Sri Lanka „Patavi „ _
Lasni Subainghe, dancer, choreographer

Thank you very much for the interview, dear Lasni, Much joy and success for your great art projects go and on, all the best for you!

5 questions on artists: Lasni Subainghe, dancer, choreographer

Foto: Ranuka Prabhashitha / Nuwan thotawatte

Walter Pobaschnig 5/6/25

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„GROD“ Doris Leeb, Schriftstellerin _ Give Peace A Chance _ Salzburg 5.6.2025

GIVE PEACE A CHANCE


G ROD

I M

V ORBEIFLIMMERN

E NDET


P ENG!

E NDET

A

CORONASUDAREI

E NDET


A


C ORONARARTERIEN

H ERAUSFORDERNDE

A LLOA

N ESS:::

C OMMON!

E NDLICH



Doris Leeb, 3.6.2025

Doris Leeb, Schriftstellerin, Schauspielerin

GIVE PEACE A CHANCE

Doris Leeb, Schriftstellerin, Schauspielerin

Aktuelles Buch von Doris Leeb: „“Menscha” Dialektpoesie

https://www.dorisleeb.at/schreiben

Foto: Manuela Fuchs

Walter Pobaschnig 3/6/25

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Donna Leon, Backstage. Diogenes Verlag.

„Backstage“, der Titel für diesen Essayband der Bestseller Autorin Donna Leon, deren Brunetti Venedigkrimis beispiellos erfolgreich sind und ein Genre wesentlich mitprägten, ist ein bestens gewählter.

Wer ist Donna Leon? Im Blick hinter den Star-Vorhang?

Wie sieht es hinter der großen Literatur-Bühne der weltweit gefeierten Autorin, die 1942 in New Jersey/USA geboren ist und deren berufliche Wege rund um die Welt führten, um schließlich in Venedig unvergleichlich Ort, Mensch, Zeit, Leben, Gesellschaft spannend, humorvoll, kritisch ins Wort zu setzen, aus?

Welche Wege, Stationen, Inspirationen gab und gibt es?

Der wunderbar zusammengestellte Essayband lädt zu einer spannenden, kurzweiligen, interessanten Reise zu einem Autorinleben ein und lässt an ihren Reisen, Projekten, Kunst- und Gesellschaftsperspektiven, Mensch- und Weltsicht in ganz neuen Zugängen teilhaben. Entdeckung und Überraschung für Fans und Neugierige, ein großartiges Leseerlebnis!

„Ein Buch als einmaliges „Backstage“ Ticket zu Werk und Leben der unvergleichlichen Bestsellerautorin – Donna Leon.“

Donna Leon, Backstage. Diogenes Verlag.

Aus dem amerikanischen Englisch von Werner Schmitz, Christa E. Seibicke u. a.

Hardcover Leinen

256 Seiten

ISBN 978-3-257-07327-0

€ (D) 25.00 / sFr 34.00* / € (A) 25.70

Walter Pobaschnig 6/25

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„Atmen. Leben. Abwaschen. Handy aus. Zuhören.“ Doris Leeb, Künstlerin _ Salzburg 5.6.2025

Liebe Doris Leeb, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Mein Tagesablauf besteht aus Tagesablauf von mir und meinen Kindern planen, logopädische Therapie planen, durchführen und dokumentieren, Theatertext lernen, die Kinder zum Mathe lernen motivieren und dazwischen leben, atmen und abwaschen. Noch irgendwo dazwischener: schreiben. Romananfänge. Gedichte. Fragmente. Einkaufslisten. Fetzen. Anträge. Morgenseiten. Diese Antworten.

Doris Leeb, Schriftstellerin, Schauspielerin

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Atmen. Leben. Abwaschen. Handy aus. Zuhören. Anschauen. Atmen.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?

Wesentlich wird sein, dass wir uns wirklich wahrnehmen. Uns selbst und andere. Das wir uns Brücken zueinander bauen und dann auch drüber gehen. Das dürfen wir wieder lernen. Kunst und Literatur kann, wird und muss dabei helfen!

Was liest Du derzeit?

Ich lese im Moment „Es werden schöne Tage kommen“ Von Zach Williams, „Kierkegaard für Gestresste“ (Hrsg. v. Johan de Mylius) und Gedichte von Christine Nöstlinger.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Dieses Zitat ist letzte Woche zu mir herein geflattert und seither beschäftigt es mich: „Sprache ist das Haus des Seins“ (Martin Heidegger). Welch schöner Satz. Sofort gefühlt. Aber auch verstanden? Was meint ihr?

Vielen Dank für das Interview, liebe Doris, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literatur-, Schauspiel-, Kunstprojekte und persönlich alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen: Doris Leeb, Schriftstellerin, Schauspielerin

Aktuelles Buch von Doris Leeb:“Menscha” Dialektpoesie

https://www.dorisleeb.at/schreiben

Foto: Manuela Fuchs

Walter Pobaschnig 3/6/25

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„Literatur lässt mehrere Wirklichkeiten erfahren“ Milena Michiko Flasar, Schriftstellerin _ Wien 4.6.2025

Liebe Milena Michiko Flašar, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Sehr ruhig und entspannt. Morgens laufe ich eine kleine Runde, danach setze ich mich an den Schreibtisch und arbeite. Im August dieses Jahres erscheint ein Erzählband von mir – „Der Hase im Mond“. Momentan gehe ich zusammen mit meiner Lektorin die Fahnen durch. Eine schöne Phase. Etwas, woran ich lange gesessen habe, nimmt nun Buchform an. Für den letzten Schliff braucht es einen ruhigen und entspannten Blick.

Milena Michiko Flašar, Schriftstellerin

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Für uns alle zu sprechen, ist schwierig. Ich persönlich finde es wichtig, mich und meine Meinungen immer wieder einmal in Frage zu stellen bzw. eine distanzierte Haltung dazu einzunehmen. Recht haben wollen – das ist etwas, worauf ich gerne verzichte.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?

Die Literatur bewahrt uns vor der schon oben erwähnten Rechthaberei. Indem sie uns die unterschiedlichsten Lebensläufe vor Augen führt, erlaubt sie es uns, in die Schuhe eines anderen zu schlüpfen und uns in aktivem Mitgefühl zu üben. Aufbruch und Neubeginn sind nur dann möglich, wenn wir aus der Enge unseres Selbst heraustreten und uns weitmachen für die Wirklichkeit, die uns umgibt. Dass es immer mehrere Wirklichkeiten sind – nicht nur eine – ist, was wir lesend erfahren können. 

Was liest Du derzeit?

Yukio Mishimas „The Frolic of the Beasts”. Ein typischer Mishima: Kraftvoll, verwegen, hart und an die Grenzen des Moralischen bzw. darüber hinaus gehend.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

In Yasunari Kawabatas „The Rainbow“, das ich vor Kurzem gelesen habe, heißt es an einer Stelle: „Don´t dwell too much on worry. Life brings tears at times, joy at others.“ Diese zwei Sätze haben mich – trotz oder wegen ihrer Einfachheit – angesprochen. So banal sie daherkommen, verbirgt sich ihnen eine Lebensaufgabe. Kummer und Freude, sie wechseln einander ab. Mal geht es rauf, mal geht es runter. Dies still zu bezeugen, ohne an jedwedem anzuhaften, das würde ich gerne können.

Vielen Dank für das Interview, liebe Milena, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literaturprojekte und persönlich alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen: Milena Michiko Flašar, Schriftstellerin

Zur Person: Milena Michiko Flašar, geboren 1980 in St. Pölten, hat in Wien und Berlin Germanistik und Romanistik studiert. Sie ist die Tochter einer japanischen Mutter und eines österreichischen Vaters. Ihr Roman „Ich nannte ihn Krawatte“ wurde über 100.000 Mal verkauft, als Theaterstück am Maxim Gorki Theater uraufgeführt und mehrfach ausgezeichnet. Er stand unter anderem 2012 auf der Longlist des Deutschen Buchpreises und wurde in zahlreiche Sprachen übersetzt. Die Autorin lebt mit ihrer Familie in Wien.

Foto: Helmut Wimmer

Walter Pobaschnig 1/6/25

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„Giving“ Arsen Gürer, Musiker _ Give Peace A Chance _ Wien 3.6.2025

 NOTYOURORDINARY _
Arsén Gürer (links) und Michael Auinger _
aktuelles gemeinsames Musikprojekt _:

GIVE PEACE A CHANCE

GIVING

IS

VASTLY

EVOLUTIONARY,


PROBABLY

ELEVATES

A

CHANGE

EFFECT


AND


CRUELTY

HAS

A

NEEDLE-LIKE,

CATASTROPHIC

EMPTINESS


ARSEN GÜRER, 1.6.2025

Arsén Gürer, pianist and composer

GIVE PEACE A CHANCE

Arsén Gürer, pianist and composer

Zur Person: Growing up in a musical family, Arsén Gürer developed a love for the piano at a young age. His teacher and mentor was his grandfather, also a professional violinist/pianist and composer in Istanbul.

After graduating from the Austrian College St. Georg in Istanbul, Arsén came to Vienna to study musicology, classical composition and jazz piano. He completed his education with Wolfgang Reisinger, Martin Wöss, Michael Tiefenbacher, Alexandra Karastoyanova Hermentin, Clemens Salesny and Ulf Diether Soyka, among others.

Arsén worked as a music director at the International Cultural Association Nazim Hikmet and composed as a freelancer for short films and digital advertisements, whilst performing several concerts with his band Filler’s End, as well as numerous collaborations with professional musicians in various locations throughout Austria and Europe.

Currently, Arsén is living in Vienna, working on his solo piano album, the album of his newest electro-acoustic project NOTYOURORDINARY together with Michael Auinger, and several freelance composing & sound-design projects, such as the award-winning film „That Crow at the End“ with the next showing on January 7th at the Chicago Blowup Film Festival. 

In addition to his music, he has been offering workshops and lessons for piano, keyboard & synthesizers for over 10 years. Arsén wants to pass on his passion for music to others and inspire them to create music themselves.

http://www.instagram.com/arsen.gurer

Fotos: privat

Walter Pobaschnig 1/6/25

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