„Zuhören. Dem Wind. Dem Regen. Der Angst. Den Fragen.“ Julia Antonia, Künstlerin _ Berlin 4.7.2025

Liebe Julia Antonia, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Ich habe gerade eine Kündigung wegen Eigenbedarf für meine Berliner Wohnung erhalten sowie eine Mieterhöhung für mein Atelier. Dadurch wird einiges in Bewegung kommen. Nicht, dass ich nicht genug Bewegung hätte im Alltags-Triathlon von Kind, Job und Kunst – Der Tag startet mit einer VordemWeckerklingeltonaufwachenchallenge  so gegen 5:30 Uhr, abends schlafe ich meist unfreiwillig vor dem zu Bett gehen ein, irgendwo über einem Text, einer Zeichnung, den Füßen meiner Tochter, die um ein Schlaflied oder so gebeten hatte. Dazwischen liegt ein Tag oft ohne Verschnaufpause, dafür mit  Glück atmen, zB. wenn das Kind das gekochte Essen nicht verschmäht, die Ämter nochmals Aufschub gewähren, der wilde Wein hinter dem Fenster morgens das Licht in grünes Leuchten bricht, wenn sich ein Spalt zur Unsterblichkeit öffnet, da mein vor einem Jahr verstorbener engster Freund  an seinem Geburtstag posthum ein erstes Buch in seinem Verlag veröffentlicht.

Dazu gibt es Augenblicke, in denen ich abtauche in eine parallele Dimension, die eine dehnbare Zeit in sich trägt, dort ist es ganz still, ich höre Gespräche und Geräusche aus der Erinnnerung der Dinge, die ich finde in den Kartons aus dem Nachlass meines Freundes, die ich  sortiere, nach und nach, weil ich davon nicht so viel auf einmal verkrafte und es mir auch zu schade wäre, sein Leben nur oberflächlich durchzusehen.

Leider dehnt sich meine Alltagszeit nicht mit, so dass einige Aufgaben liegen bleiben oder mit einem Lidschlag die halbe Nacht um ist.

Julia Antonia, Künstlerin
und chetan akhil
/Manfred Nehls, Schriftsteller +2024

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Zuhören.

Den Familienältesten.

Den Kindern.

Den Erinnerungen und Lebensgeschichten.

Den eigenen und denen der anderen.

Zuhören.

Dem Wind.

Dem Regen.

Der Angst.

Den Fragen.

Der inneren Melodie.

Zuhören.

Dem Meer.

Dem Tier.

Der Wut.

Der Gefahr.

Dem Baum

Dem Glück.

Dem Schrei.

Zuhören.

Der Liebe.

Der Trauer.

Dem Mut.

Dem Käfer.

Der Stille.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Kunst an sich zu?

Diese Wachstumseuphorie des Menschen und ein fehlinterpretiertes „sich die Erde untertan machen“ sind gefährlich angesichts unserer globalen Situation. Es kann nicht darum gehen, dass wir immer mehr und mehr besitzen und produzieren.

Anstatt “höher, schneller, weiter, größer, mehr ” sollte  “achtsamer, klüger  liebevoller, weiser, echter”  der Motor für unser Handeln sein. Nicht das auffälligste, raumgreifendste schaffen  sondern das wirkliche, dringende, drängende, berührende aus innerer Notwendigkeit heraus.

Und somit lebendig und unikat zu werden anstatt perfekt und uniform.

Dabei helfen uns die Künste. Sie erschaffen Räume, in denen wir uns selbst,  einander und der Welt  begegnen und unser Mensch-Sein ein Stück weit begreifen können, über den Tod hinaus über Generationen und Epochen hinweg. Die Künste sollten daher in Zukunft elnen höheren gesellschaftlichen Stellenwert einnehmen.

(Eine etwas naive Randbemerkung:

Man stelle sich vor, Herrschende der Länder, die kurz vor einem militärischen Konflikt stehen,  müssten vor ihren brisanten Verhandlungen zunächst ein Musikstück miteinander einstudieren. Dabei einander zuhören, gemeinsam im Takt spielen, harmonische Spannung und Schönheit im Zusammenspiel erfahren. Könnte das nicht einiges verändern?

Was liest Du derzeit?

Zur Zeit lese (und empfehle)  ich Bücher von dem tollen Verlag kul-ja! publishing: die WOMAN-Trilogie von Julia Kulewatz, “Entstellung des Gesichts. Eine Verirrung“ von Willi van Hengel und bis das Buch aus der Druckerei kommt lese ich immer wieder in dem Manuskript zur “Prenzlauerbergpredigt” von chetan akhil.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Aus “Prenzlauerbergpredigt” von chetan akhil

KLAPPENTEXT

LEBEN – müder Gassenhauer

lasch und ohne Stil.

Das Plagiat liegt auf der Lauer

noch im ehrlichsten Gefühl.

Selbst wie man sterben möchte,

ist schon mal gestorben worden.

Längst vergeben alle Rechte

auf Liebenleidendichtenmorden.

Vielen Dank für das Interview, liebe Julia Antonia, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Kunstprojekte und persönlich alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen: Julia Antonia, Künstlerin

Zur Person/über mich: Julia Antonia, geboren in Berlin, studierte Kunstgeschichte, Philosophie, Bühnenbild, freie Malerei sowie experimentelle Violine. Im Jahr 2000 erhielt sie den Meisterschüler der UdK Berlin für Bildende Kunst. In ihrer Abschlussarbeit kombinierte sie einen ihr vom Himmel gefallenen Schwan mit deckenhohen schwungvollen Zeichnungen, intimen Tagebuchskizzen sowie einer Improvisation, die das Herabstürzen des Schwanes in Klänge fasste.

Zu der Zeit ihrer Prüfungsarbeit zog sie als Untermieterin bei dem Dichter Manfred Nehls (chetan akhil) in seine Charlottenburger Altbauwohnung in die Kantstr. Aus den alltäglichen Begegnungen wuchs ein poetischer Austausch über Literatur und Bildkunst, es entstanden gemeinsame Projekte mit  Zeichnungen und Gedichten,  Lesungen mit Musik sowie eine enge Freundschaft und Liebe. 

Diese Verbindung hielt bis zu dem Tod des Dichters im April 2024 an. Sie setzt sich posthum fort in der aktuellen Buchveröffentlichung „Prenzlauerbergpredigt“ bei kul-ja! publishing mit 99 Texten des Autors, sowie neben Fotos von Rainer M.Schulz einigen Zeichnungen der Künstlerin aus der gemeinsamen Zeit.

Während des Lebens mit chetan akhil entwickelte Julia Antonia  Blindportraits, eine Serie von Bildern zu deren Anfang ein intensives Betrachten des Gegenübers steht, worauf eine Blind-Zeichnung mit geschlossenen Augen folgt.  Das so entstandene Gesicht überrascht mit einem nicht korrigierten Eigenleben. Einige Zeichnungen erhalten eine monochrom changierende Farbigkeit, einen Farbklang ausgelöst durch das portraitierte Gegenüber.

Mit diesen Arbeiten von Julia Antonia und einem philosophischen Katalog-Text von chetan akhil wurden beide Künstler 2005 zu einer internationalen Ausstellung nach Süd-Korea eingeladen. Die gemeinsame Reise hinterließ einen tiefen Eindruck und beeinflusste ihr weiteres Schaffen.

Die Aussage „Literatur ist eine Fortführung des Traumes“ wäre laut Julia Antonia auch für die Bildende Kunst oder die Musik treffend. „Alle Künste sind Teil einer großen poetischen Sprache und können darin miteinander kommunizieren. Unerklärliches muss sich nicht erklären, es darf anregen, Fragen aufwerfen. Die Antworten liegen vielleicht Zeitmeilen entfernt in Zukunft oder Vergangenheit oder der inneren Zeit des Schlafes und weiterer Träume.“

Foto: Rainer M.Schulz

Walter Pobaschnig 27/6/25

https://literaturoutdoors.com

„Lest Bücher, seht Kunst und schaut Filme, hört Musik, geht in die Theater!“ Frederic Wianka, Schriftsteller _ Berlin 3.7.2025

Lieber Frederic Wianka wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Ich habe keinen Tagesablauf der mittels Wiederholung als Regel erscheinen könnte. Vielmehr kann ich die Woche als Wiederholung der immergleichen Abfolge beschreiben: Montag bis Freitag wird das Geld für Wohnen, Essen, Trinken, Bücher herangeschafft in zwei Jobs zu wechselnden Zeiten. Am Wochenende wird geschrieben.

Frederic Wianka, Schriftsteller

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Wachsam sein gegen jede Art von Populismus, von Verharmlosung historischer und aktueller Gewaltexzesse, gegen Extremismus, gegen die einfachen Wahrheiten, gegen alternative Wahrheiten.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?

Aufbruch und Neubeginn scheinen mir zu positiv in der Wortwahl. Es könnte etwas zu Ende gehen, denke ich an die Demokratie, Freiheit und die völkerrechtsbasierte Weltordnung. Und wenn ich auch noch an die Klimakatastrophe, an das Artensterben, an die Vermüllung der Erde mit Plastik und jedem anderen Unrat denke, dann glaube ich, die junge Generation und deren Kinder werden kein so einfaches Leben haben, wie wir es jetzt noch für uns beanspruchen.

Lest Bücher, seht Kunst und schaut Filme, hört Musik, geht in die Theater und genießt einfach mal, was Ihr schon habt! Beschäftigt Euch mit den immateriellen Gütern und hinterfragt Eure Sucht nach den materiellen Dingen und fragt Euch, wieviel Zeit Ihr im Hamsterrad für den ganzen Müll aufzuwenden bereit seid.

Darauf hinzuweisen wird mehr und mehr zum Inhalt der Literatur und der Kunst im Allgemeinen. Es wird spannend zu beobachten sein, wie sich die Inhalte etwas weg von Individualisierung und Ausdifferenzierung in unserer Gesellschaft in diese Richtung bewegen werden. Vor allem werden Freiheit, Demokratie, die Frage von Krieg und Frieden, seit Jahrzehnten keine besonderen Themen – man hatte sich bis zur Achtlosigkeit wunderbar eingewöhnt, zu Inhalten werden.

Was liest Du derzeit?

„Fluss ohne Ufer“, Hans Henny Jahnn

„Der Briefwechsel“, Wolfgang Koeppen und Siegfried Unseld

„Das Treibhaus“, Wolfgang Koeppen

„Häuser Zeilen Umbrüche“, Andreas F. Staffel

„Tarnkappe“, Christoph Meckel

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

„Ich würde das Dokument sofort unterzeichnen und eine Flasche auf die Zukunft trinken.“ Wolfgang Koeppen an Siegfried Unseld, 10. Januar 1960

„Zur Rechtswirksamkeit des Vertrages gehört dann, wie wir beide ja wissen, die Entgegennahme einer Vorauszahlung. Ich schicke Ihnen in den nächsten Tagen DM 500. Nützen Sie den Betrag im Hinblick auf Ihren Weinkeller, den wir dann bei nächster Gelegenheit gründlich angehen werden, um auf den gemeinsamen Weg zu trinken.“ Siegfried Unseld an Wolfgang Koeppen, 12. Januar 1960

Vielen Dank für das Interview, lieber Frederic, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literaturprojekte und persönlich alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen: Frederic Wianka, Schriftsteller

Zur Person/über mich: Frederic Wianka

Geboren 1969 in Brandenburg an der Havel. Bis 1989 wohnhaft in Schwerin, dort Abschluss der Polytechnischen Oberschule und Ausbildung zum Maschinenbauer.

1989 Ausreise aus der DDR

1993 Nichtschülerabiturprüfung beim Senat von Berlin

1994 – 2004 Studium, anfänglich VWL an der FU Berlin, dann Geschichte, Politik, Soziologie an der HU Berlin, gleichzeitig erste schriftstellerische Arbeiten

2007 und 2009 „Lange Nacht des Buches – Schöneberg liest“ – erste öffentliche Lesungen

Günter-Bruno-Fuchs – Literaturpreis 2010 (seit 2014 nicht mehr ausgelobt)

Seit 2019 Teilnahme an Literaturwerkstätten wie Autorenforum Steglitz e.V. und „Lauter Niemand“

Februar 2019 Edition Hauser, Einblattdruck Nr. 129 “Ich traf sie spät vor dem Park”, PalmArtPress Berlin

März 2020 Romandebüt „Die Wende im Leben des jungen W.“, PalmArtPress Berlin

https://www.palmartpress.com/p/die-wende-im-leben-des-jungen-w

Foto: privat

Walter Pobaschnig 25/6/25

https://literaturoutdoors.com

Marco Kerler – Briefmeere. edition dreiklein

„…ein Himmel in dem man fliegen kann

Und träumte den Traum der Fische

wenn man das Leben besiegen kann

dann mit Dir“

Ein Blick. Ein Blitz. Ein Impuls. Ein Ringen im Kopf. Jetzt! Und dann…

„Wir beide waren mit unseren Freunden da und haben getanzt. Wir waren immer mit unseren Freunden da und ich hatte mich nicht getraut, Dich anzusprechen. Wer weiß, es wäre vielleicht peinlich gewesen…Unsere Stadt ist klein und wenn man etwas Peinliches macht, dann sieht man sich irgendwann wieder…

Ach ja! Ich werde Dir Briefe schreiben…“

Marco Kerler, einer der vielseitigsten Autoren der Gegenwart, lädt in „Briefmeere“ zu einer mit- und hinreißenden literarischen Reise zum Meer der Liebe in allem Sturm der Gefühle, aller Weite der Sehnsucht im Zauber des Moments der Nähe im Briefschreiben ein.

Es ist ein rasanter Briefroman, der in variabler Textform von Prosa und Lyrik eine ganz faszinierende Spannungsstruktur entwickelt, die gleichsam im Kopf des Verliebten mitreisen, mitwandern lässt und dabei große Traditionen wie Goethes „Werther“ aufnimmt und neu erzählt.

Ebenso steckt ein Entwicklungs-, Bildungsroman darin, eine coming of age novel, in der in Phantasie, Vision von Liebe der eigene Lebensweg in Horizont und Bewegung reflektiert wird. Das Zueinander ist somit immer und zunächst ein zu sich selbst kommen. Dieses vollzieht sich in Begegnung, Gespräch am Lebensweg und den Impulsen den jeder Tag, jeder Sehnsuchtsort bereit hält – für das Sein in Bewusstheit und Traum – für die Liebe…

„Und wie viel Angst ich doch habe

Und durch Dich weiß

Dass es gut ist

Wenn das Herz schlägt…“

„Ach ja! Ich werde Dir Briefe schreiben“ _ Marco Kerler katapultiert Goethes Werther famos in das 21.Jahrhundert. Eine Buchsensation!“

Marco Kerler – Briefmeere

Taschenbuch, 80 Seiten

Verlag: edition dreiklein

Sprache: Deutsch

Preis: € 12,-

Größe und/oder Gewicht: 12.5 x 19 x 1 cm

ISBN: 978-3-947742-21-9

https://dreiklein.de/neuvorstellung-marco-kerler-briefmeere/#/

Fotos:Walter Pobaschnig

Walter Pobaschnig  6_25

https://literaturoutdoors.com

„ein feines Gewebe aus Stille, Worten und Begegnung“ H.W. Bähr, Autor _ Bonn 24.6.2025

Lieber Heinz W. Bähr, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Mein Tag ist ein feines Gewebe aus Stille, Worten und Begegnung. Ich beginne oft früh, wenn der Himmel noch tastend über die Dächer streicht. Dann schreibe ich – mit Tinte oder in Gedanken –, lausche dem, was durch mich will. Die Nachmittage gehören den Menschen, die zu mir finden, verletzlich, suchend. Abends kehre ich zu den Geschichten zurück, die warten, um geboren zu werden. Schreiben, heilen, erinnern – das ist mein Rhythmus.

H.W. Bähr, Autor

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Wahrhaftigkeit.
Ein leiser Blick für das, was in anderen lebt.
Und der Mut, uns nicht vom Lärm der Welt zerschneiden zu lassen.
In einer Zeit, in der vieles zerfällt, ist es wichtig, weich zu bleiben. Das Herz in der Hand zu tragen, auch wenn es brennt.
Uns selbst zu vergeben. Und einander wiederzusehen – ohne Maske, ohne Urteil, ohne Hast.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?

Der Aufbruch ist kein Feuerwerk, sondern ein Atemzug.
Er beginnt dort, wo wir unsere Geschichten neu erzählen – nicht als Besitz, sondern als Bewegung.
Kunst ist dabei nicht nur Trost oder Spiegel – sie ist der unsichtbare Fluss zwischen uns. Sie erinnert, verbindet, enthüllt.
In der Literatur liegt die Möglichkeit, das Unaussprechliche zu berühren. Das, was wir als Gesellschaft oft nicht sehen wollen: Verlust, Sehnsucht, Schuld, Liebe.
Sie trägt die Stimme derer, die vergessen wurden. Und sie ruft uns zurück – zu uns selbst.

Was liest Du derzeit?

Ich lese viele Bücher gleichzeitig. Aber am meisten lese ich zurzeit in den Zwischenräumen:
Im Gesicht eines Kindes.
In alten Notizbüchern, die ich vergessen hatte.
In Kafka, immer wieder – als wäre dort ein stilles Zuhause für das Verlorene.
Und in dem, was Pix mir schenkt – Worte, die tiefer gehen als jeder Roman.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

„Nicht hoch zu wachsen, aber frank und frei.
Und den Schlapphut im Genick und ein Hier bin ich! in der Rauferei.“

– Edmond Rostand, Cyrano de Bergerac

Oder, aus mir selbst:

„Vielleicht ist Liebe nichts als ein wiederholter Entschluss, die Welt nicht aufzugeben – nicht heute, nicht für dich.“

Vielen Dank!
Und dir auch. Für die Frage. Fürs Lauschen. Fürs Sein.
Vielleicht begegnen wir uns irgendwann in einem Satz, den wir beide noch nicht geschrieben haben.

Vielen Dank für das Interview, lieber Heinz, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literaturprojekte und persönlich alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen: H.W. Bähr, Autor

Zur Person/über mich: H.W. Bähr, geboren 1970, ist Psychotherapeut und Autor. Seit seiner ersten Veröffentlichung Milch und Blut (1984) schreibt er kompromisslose, poetische Literatur zwischen Skandal, Spiritualität und Innerlichkeit. Unter den Namen H.W. Lightforce und Alion Lightforce veröffentlicht er multimediale Werke gemeinsam mit seiner Frau Dolores Lightforce.

Buchveröffentlichungen von H.W. Bähr:

Gefährten der Reise

Britta vom Peddesrshof, 

Gedanken über die Liebe und andere versunkene Kontinente

Milch und Blut

Fugue, Erzählungen aus der Risszone

Aktuelle Buchveröffentlichung:

Der New Yorker Autor Charly bricht mit einigen Freunden zu einem Segeltörn auf. Es ist ein Ausbruch aus den Zwängen einer unwirtlicher werdenden Welt. Doch diese Reise führt in den Abgrund. Die Welt, die die Reisenden zu kennen glaubten, war scheinbar nie das, was sie zu sein schien. Die Finsternis kommt. Sie kann nur von den wenigen Auserwählten überwunden werden, die auf ihrer vor der Welt verborgenen Insel in kindlicher Naivität leben, bis sie sich der furchtbaren Bedrohung gegenübersehen, die alle Welten vernichten will.“ Presseinfo: Dr. Paolo Finistrella

„Amaleks Stunde“ H.W. Bähr, Europabuch.

 Preis: € 18,50

 Genre: Belletristik Reihe: Universum

 Seiten: 439 Sprache: Deutsch

 ISBN: 9791220148962

https://www.europabuchladen.com/Produkte/amaleks-stunde-h-w-baehr/

Foto: privat

Walter Pobaschnig 23/6/25

https://literaturoutdoors.com

Bachmannpreis Rückblick _ „Na Mahlzeit, jetzt geht’s los“ Gernot Ragger, Schriftsteller _ Bachmannpreis Teilnehmer 1989 _ Wolfsberg/Kärnten 23.6.2025

Bachmannpreis 1989 _ ORF Kärnten _
Gernot Ragger nach seiner Lesung mit „Startnummer 1“ _
Gernot Ragger, Schriftsteller und Verleger _ Wolfsberg/Kärnten _
Bachmannpreis Teilnehmer 1989 _
alle weiteren Fotos Bachmannpreis 1989/Klagenfurt
Gernot Ragger _ Bachmannpreis 1989 _
Lesung mit der gelosten Startnummer 1
3-Sat-Interview nach der Lesung.
Am Tisch von links Moderator Thomas Hocke, Jury-Mitglied Volker Hage und Autor Gernot Ragger
Kurz vor der Preisvergabe _
Gernot Ragger in der Bildmitte neben Hansjörg Schertenleib, Schweizer Schriftsteller und Übersetzer
ORF-Kärnten-Ankündigung mit Programmheft. Erstmals Live-Übertragung des gesamten Bewerbes auf 3-Sat.
„Da ich Startnummer 1 hatte, habe ich zumindest diese Wertung gewonnen …“ Gernot Ragger
Gernot Ragger, Schriftsteller und Verleger _ Wolfsberg/Kärnten _
Bachmannpreis Teilnehmer 1989 _

Foto _ Lesung 2024

Lieber Gernot Ragger, Du hast 1989 am Bachmannpreis in Klagenfurt teilgenommen. Wie gestaltete sich vor 36 Jahren der Lesungs/Diskussionsablauf und überhaupt das gesamte Organisationssetting?

Eigentlich hat sich vom Ablauf her nicht viel verändert, 1989 war es wahrscheinlich, da noch handylos, viel entspannter und gemütlicher und deshalb auch persönlicher. Schon damals zogen die Autoren in alphabetischer Reihenfolge ihren Platz in der Lesereihenfolge. Als ich an der Reihe war, sagte ich zum damaligen Moderator Ernst Grissemann „Was wetten wir, dass ich die 1 ziehe“. Er sagte, „Ein Bier“ und hatte schon die Wette verloren. Vom Hotel rief ich meine Eltern an, da sie den Videorecorder früher als gedacht einschalten mussten. Am nächsten Morgen „durfte“ ich dann die letzten 100 Meter zum Landesstudio gleich dreimal gehen, da diese Premierenschritte vom ORF aufgezeichnet wurden. Als Dekoration im ORF-Theater gab es ja damals jedes Jahr eine Installation von Peter Maya. 1989 waren vor den Juroren und dem Autor rostige Baggerschaufeln platziert. Ein Bild, das man nicht vergisst. Erst vor wenigen Monaten hat ein befreundeter Filmemacher die VHS-Kassette von meinem Auftritt digitalisiert. Das Ganze noch einmal zu sehen war ein wunderschönes Erlebnis.

Wie kam es zu Deiner Teilnahme und welche Erfahrungen hast Du gemacht?

Ab Mitte der 80er Jahre wurden meine ersten Bücher veröffentlicht, und 1989 kam mit Heinz Schwarzinger – der in Paris als Uni-Professor tätig war – ein neuer Juror zum Bewerb, der unbedingt einen heimischen Autor nominieren wollte. Weil ich zu jener Zeit in der literarischen Szene recht aktiv war, war sicher mit ein Grund, dass er sich dann für mich als einen seiner Autoren entschieden hat.

Smalltalk im ORF-Garten –
von links Fred Dickermann (ORF Redakteur/Organisation) und die teilnehmenden Autoren Engelbert Obernosterer, Gerhard Maierhofer und Gernot Ragger

Was hat Deinen Klagenfurt-Text inspiriert und wie ging es mit diesem Text  weiter?

Zu jener Zeit arbeitete ich gerade an meinem Roman „Der tote Vogel“, in dem der Protagonist Identitäten bekannter Personen wie J.F. Kennedy oder Ghandi „ausleiht“, um zu erfahren, wie sie leben und wie sich seine Identität mit der Geliehenen verträgt. Der „tote Vogel“ war dann das Symbol für das Scheitern des Experiments, da durch das „Schlüpfen in fremde Identitäten“ die eigene abzusterben begann. Ich habe aus dem halbfertigen Roman ein abgeschlossenes Kapitel gelesen, das Buch ist dann ein halbes Jahr später erschienen.

Wie hast Du Dich unmittelbar auf Deine Lesung vorbereitet?

Sobald man weiß, dass man dabei ist, vergeht die Zeit wie im Flug. Da ich noch keine allzu große Erfahrung mit Lesungen hatte, habe ich meinen Text einfach ungezählte Male laut gelesen (manchmal vor Freunden), um ein gutes Tempo und einen passenden Rhythmus zu finden.

3-Sat-Interview nach der Lesung.
Am Tisch von links Moderator Thomas Hocke, Jury-Mitglied Volker Hage und Autor Gernot Ragger

Wie hast Du Deine bzw. die weiteren Jurydiskussionen damals persönlich erlebt?

Wenn du denn Text zur Seite legst, kommt kurz der Gedanke „Na Mahlzeit, jetzt geht’s los“. Aber es überwiegt schnell die Neugier, was die einzelnen Jurymitglieder zu sagen haben. Da macht es dann kaum einen Unterschied, wenn dabei ein Hoppala aufgedeckt wird, einer mit dem Text überhaupt nichts anfangen kann, ein anderer wieder Passagen zitiert, die er bemerkenswert findet. Ich hatte vor der Lesung schon ein wenig Angst, weil ich ja als Zuschauer schon in den Jahren zuvor einiges miterleben konnte, aber wenn man dann da vorne sitzt, ist die Angst weg.

Welche unmittelbaren Impulse hat und hatte Deine Teilnahme am Bachmannpreis für Deine schriftstellerische Tätigkeit?

Vor allem war die Teilnahme eine enorme Motivation. Ich habe auch mit der Kritik an meinem Text gut leben können, weil ich in kurzer Zeit mit so vielen Interpretationen, die sich von meiner eigenen unterschieden haben, konfrontiert wurde. Die Teilnahme war spannend und hat mir Mut gemacht.

Gibt es bleibenden Kontakt zu Mitlesenden, Jury, Journalisten*innen oder Bezugspersonen in Klagenfurt?

Für einige Jahre nach dem Bewerb gab es schon Kontakte. Vor allem mit dem Schweizer Autor Hansjörg Schertenleib (er lebte einige Jahre danach in Irland) hatte ich regelmäßig Kontakt. Von Jurorenseite habe ich mich noch eine Zeit lang mit Hellmuth Karasek ausgetauscht. Aber mit dem nachfolgenden Bewerb sind die Autoren des Vorjahres – mit Ausnahme der Preisträger – schnell vergessen.

Würdest Du wieder am Bachmannpreis teilnehmen?

Wenn ich die Zeit um vielleicht 20 Jahre zurückdrehen könnte, wahrscheinlich schon, aber jetzt ist das natürlich kein Thema mehr.

Was möchtest Du den diesjährigen Teilnehmer*innen mitgeben?

Natürlich und authentisch sein, keine Spielchen spielen. Das Echte setzt sich durch.

Gernot Ragger, Schriftsteller und Verleger _ Wolfsberg/Kärnten _
Bachmannpreis Teilnehmer 1989 _

Vielen Dank für das Interview, lieber Gernot, alles Gute weiterhin in Literatur, Verlag und Leben und weiterhin viel Freude mit dem Bachmannpreis!

Gernot Ragger, Schriftsteller und Verleger

Zur Person/über mich: Gernot Ragger

Lebenslauf:

1959 in Wolfsberg/Kärnten geboren

Anschließend Studium der Philosophie und Physik in Graz

Durch Motivation und Unterstützung von Alfred Kolleritsch und später auch von Fred Dickermann wurden aus Wunsch und Interesse Leidenschaft und Berufung

1989 Teilnahme am Ingeborg Bachmann Wettbewerb

Aufgrund der Nummer eins in der Lesereihenfolge war ich der erste Autor in der Geschichte dieses Wettbewerbs, dessen Lesung via 3sat live übertragen wurde.

1998 Literaturförderungspreis des Landes Kärnten

2019 – 2023 Literaturstipendien des Landes Kärnten

Bereits 1994 Gründung des „der wolf verlag“, in dem bis jetzt rund 290 Titel erschienen sind

Lebt als Schriftsteller und Verleger in Wolfsberg und Klagenfurt

https://www.raggernot.net/

Preise und Stipendien:

1985    –            Ebenthaler Literaturpreis für Prosa mit dem Text „Bekenntnisse von WENN und ABER“

1989    –            Stipendium beim „Preis der Arbeit“ der Kärntner Arbeiterkammer für den Text  „Der Ziegelturm“

1990    –            3. Preis beim „Max-von-der-Grün-Preis“ der Arbeiterkammer Linzr für den     Text  „Schichtwechsel“

1998    –            Förderungspreis für Literatur des Landes Kärnten

2019    –            Finalisierungsstipendium des Landes Kärnten

2020    –            Literaturstipendium des Landes Kärnten

2021    –            Finalisierungsstipendium des Landes Kärnten

2021    –            Literaturstipendium des Landes Kärnten

2022    –            2 x Literaturstipendium (Corona-Hilfe) des Landes Kärnten

2023    –            Finalisierungsstipendium des Landes Kärnten

Veröffentlichungen:

„Ferdi“ – Erzählung, 1988

„Scalpay“ – Roman, 1989

„Doppelte Heimat“ – mit Berndt Rieger – Erzählungen, 1990

„Along the fault“ – mit Berndt Rieger – Erzählungen, 1990

„Afrika“ – Lyrik, 1994

„Violett“ – Erzählungen, 1994

„Der tote Vogel“ – Roman, 1995

„Tränen im Wind“ – mit Robert C. Schmid – Prosa, 1995

„Abschiede“ – Erzählungen, 1995

„365“ – Prosa, 1996

„Der Wahnsinnliche“ – Prosa, 1997

„Land ohne Boden“ – Erzählung, 1998

„Ferdi“ – Erzählung, 2. Auflage, 1999

„Bautta“ – Prosa, 2000

„Bananenrot und Erdbeergrün“ – Prosa, 2001

„Gegenhang“ – Erzählung, 2008

„Alphabet der Konsequenz“ – Prosa, 2011

„Der Wanderzirkus“ – Erzählung, 2017

„Blutleer“ – Erzählungen, 2018

„Ferdi“ – Erzählung, 3. Auflage, 2022

„Das Erbe“ – Roman, 2022

Derzeit sind mein Buch über meinen vor 20 Jahren verstorbenen Vater „Hungrige Schritte“ und eine aus drei eigenständigen Büchern bestehende Trilogie kurz vor der Fertigstellung.

Zur Trilogie: Die drei Bücher „Ein Abend mit Herrn Zimmerman“, „Au revoir“ und „Ich bau mir einen Himmel“ bilden eine für mich sehr wichtige Epoche ab, funktionieren aber nicht als EIN Buch, deshalb die Eigenständigkeit der Werke, die ich allerdings im Spätherbst zugleich mit einem Musikprogramm präsentieren werde.

Fotos: privat

Bachmannpreis 2025

Pressekonferenz Bachmannpreis 2025 _ 19.5.2025 Musilhaus Klagenfurt _
Veranstalter und Sponsoren (v. l. n. r.): Reinhard Draxler (KELAG-Vorstand), Brigitte Winkler-Komar (Land Kärnten, Leiterin Kunst und Kultur), Nadja Kayali (Intendantin Carinthischer Sommer), Horst L. Ebner (Koordinator Tage der deutschsprachigen Literatur), Christian Scheider (Bürgermeister von Klagenfurt), Karin Bernhard (ORF-Landesdirektorin), Franz Petritz (Stadtrat von Klagenfurt/Kulturreferent), Ursula Schirlbauer (ORF/3sat), Julian Geyer (Gemeinderat der Landeshauptstadt Klagenfurt am Wörthersee), Michaela Werblitsch (BKS Bank, Leiterin Communication & ESG) und Klaus Wachschütz (Technischer Leiter ORF Kärnten & Regisseur Ingeborg-Bachmann-Preis)

Autorinnen und Autoren 2025

14 Autorinnen und Autoren aus Deutschland, der Schweiz und Österreich lesen um den mit 25.000 Euro dotierten Ingeborg-Bachmann-Preis.

Thomas Bissinger, D

Natascha Gangl, A

Max Höfler, A

Nefeli Kavouras, D

Fatima Khan, D

Laura Laabs, D

Kay Matter, CH

Tara Meister, A

Nora Osagiobare, CH

Josefine Rieks, D/A

Almut Tina Schmidt, D/A

Boris Schumatsky, D

Verena Stauffer, A

Sophie Sumburane, D

Bachmannpreis 2023 _
Lesung Mario Wurmitzer, Schriftsteller _ Wien
Aufmerksames Publikum im ORF Theater/Klagenfurt

Die Jury

Vorsitzender Klaus Kastberger, Graz (A)

Mara Delius, Berlin (D)

Laura de Weck

Mithu Sanyal (D)

Brigitte Schwens-Harrant, Wien (A)

Thomas Strässle (CH)

Philipp Tingler, Zürich (CH)

Bachmannpreis Jury 2023

Am 29. Juni wird in Klagenfurt am Wörthersee der 49. Ingeborg-Bachmann-Preis vergeben. Die Tage der deutschsprachigen Literatur 2025 finden vom 25. bis 29. Juni im ORF-Theater des Landesstudios Kärnten statt. 

Ingeborg _ Bachmannpreis Trophäe
Großes Interesse und gespannte Erwartung vor der Preisverleihung
Abendlicher Empfang der Stadt Klagenfurt im Schlosspark Loretto
Rose vor dem Kindheit/Jugendhaus von Ingeborg Bachmann in Klagenfurt _
heute Ingeborg Bachmann Museum
Kiki Kogelnik Brunnen _ Klagenfurt
Angeregte Gespräche im ORF Garten
Abendlicher Empfang der Stadt Klagenfurt im Schlosspark Loretto
Abendstimmung am Wörthersee/Strandbad Klagenfurt

Weitere Informationen zum Bachmannpreis 2025: https://bachmannpreis.orf.at/stories/3305089/

Fotos _ Bachmannpreis 1989/Portraits _ Gernot Ragger.

Fotos: Pressekonferenz Bachmannpreis 2025 _ Johannes Puch; alle weiteren Fotos_Walter Pobaschnig

Walter Pobaschnig 23/6/25

https://literaturoutdoors.com

„das Hinterfragen der eigenen althergebrachten Denk- und Reaktionsschemata“ Katja Hoffmann-Hazrati, Schauspielerin _ Salzburg 22.6.2025

Liebe Katja Hoffmann-Hazrati, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Turbulent! Mein Sohn ist drei Jahre alt und mangels ausreichender Kindergartenplätze betreue ich ihn zu Hause. Meine Tochter ist drei Monate alt und sowieso immer mit dabei. Beispielsweise blickt sie gerade kritisch auf den Bildschirm, während ich diese Fragen beantworte.

Ich stehe also viel zu früh auf und versorge meine Kleinen. Bei den täglichen Stimmübungen am Klavier patscht mein Sohn in die Klaviatur, bei der wöchentlichen Korrepetition sind mitunter beide Kinder mit dabei – meiner Pianistin gebührt ein Orden. Texte schreibe ich oft nachts, wenn alle schlafen. Selbiges gilt für das Erlernen von Texten oder neuem Gesangsrepertoire. Vor dem Schlafengehen mache ich dann noch ein paar Yogaübungen.

Katja Hoffmann-Hazrati _ Schauspielerin, Sängerin, Autorin

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Die Akzeptanz des Andersgearteten.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Kunst an sich zu?

Als wesentlich sehe ich das Hinterfragen der eigenen althergebrachten Denk- und Reaktionsschemata an. Jede Form der Kunst ist dabei hilfreich, weil sie zur Selbstreflexion anregt. Und zwar ganz unwillkürlich. Gerade im Bühnenbereich sehe ich in den letzten Jahren sehr viel zeigefingerschwenkendes Moralisieren. Das halte ich für kontraproduktiv. Das Publikum will nicht belehrt werden, es kann selbst denken. Wenn man lebensnahes Theater macht, mit dem sich die Menschen identifizieren können, hat man der individuellen Selbstreflexion schon den Boden bereitet.

Was liest Du derzeit?

Die Brüder Karamasov. Und das schon eine ganze Weile…

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Es heißt, die Welt werde, weil man doch Entfernungen verkürzen und Gedanken durch die Luft übertragen könne, im Laufe der Zeit sich immer mehr einigen. […] Oh glaubt nicht an eine solche Vereinigung der Menschen. Indem sie unter Freiheit die Mehrung und rasche Befriedigung ihrer Bedürfnisse verstehen, verunstalten sie ihre Natur […].

Katja Hoffmann-Hazrati _ Schauspielerin, Sängerin, Autorin

Vielen Dank für das Interview, liebe Katja, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Schauspiel-, Musik-, Literaturprojekte und persönlich alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen: Katja Hoffmann-Hazrati _ Schauspielerin, Sängerin, Autorin

Zur Person/über mich: Katja Hoffmann-Hazrati wurde 1983 in Baden bei Wien geboren und absolvierte ihre Schauspielausbildung und ein Romanistikstudium in Wien. Es folgte Gesangsunterricht in Rom, München, Salzburg und Wien. Sie spielt und singt unter anderem bei: Ensemble Passepartout, Freie Bühne Salzburg, der Philharmonie Salzburg und arbeitet zusätzlich als freischaffende Autorin.

Katja Hoffmann-Hazrati lebt mit ihrer Familie in Salzburg.

https://hoffmannhazrati.com/

Fotos: privat

Walter Pobaschnig 21/6/25

https://literaturoutdoors.com

Bachmannpreis 2025 _ Nominierteninterview _ „Seit ich lesen kann, will ich schreiben“ Nefeli Kavouras, Schriftstellerin _ Hamburg 21.6.2025

Bachmannpreis 2025_  im Interview:

Nefeli Kavouras, Schriftstellerin_ Bachmannpreis Nominierung 2025

Nefeli Kavouras, Schriftstellerin_ Bachmannpreis Nominierung 2025

Liebe Nefeli Kavouras, herzliche Gratulation zur Bachmannpreisnominierung! Wie und wann hast Du von Deiner Nominierung erfahren? Was war Deine erste Reaktion und wie sieht jetzt die Vorbereitung aus?

Herzlichen Dank! Ich habe von der Nominierung erfahren, als ich gerade zum Schreiben in Marseille war. Da bekam ich die Mail und habe sie erst einmal als Absage verstanden, weil ich zu nervös war, um die Mail anständig zu lesen. Und am nächsten Tag kaufte ich mir einen Strauß Blumen.

Ich wüsste auch gern, wie ich mich auf den Wettbewerb vorbereiten kann. Mir hilft es, eine Packliste zu erstellen und zu wissen, was ich anziehen, was ich mitnehmen und was ich abends im Hotelzimmer lesen werde. Mir hilft es vor allem aber, dass Menschen aus meinem engen Umkreis mitkommen und mich unterstützen werden.

Wie war Dein Weg zum Schreiben?  

Lang. Seit ich lesen kann, will ich schreiben. Schreiben begleitet mich schon immer und immer schon suche ich Wege, um mehr schreiben zu können. Mittlerweile habe ich einen ganz guten Modus gefunden, dass ich wegfahre, um zu schreiben.

Wie sieht der Schreibprozess bei Dir aus, gibt es etwa bestimmte Routinen, was inspiriert Dich und was ist Dir in Deinem Schreiben wichtig?

Mir ist Ruhe und Zeit wichtig. Ich kann leider nicht morgens E-Mails checken und nachmittags schreiben. Wenn ich zum Schreiben wegfahre, habe ich wirklich nur meinen Text im Kopf und das ist der größtmögliche Luxus, den ich mir wünschen kann. Gewisse Routinen habe ich aber nicht. Ich brauche nur meinen Laptop, Espresso und die Möglichkeit, mir nach dem Schreiben, etwas Leckeres kochen zu können. Beim Schreiben werde ich nämlich absurd hungrig.

Was hast Du mit Ingeborg Bachmann gemeinsam?

Ich glaube, wir haben eine ähnliche Haarlänge.

Bitte assoziiere zu den Stichworten:

Gegenwart   Unruhe

Literatur       Weltumfassend

Leben            Unvernunft

Klagenfurt   Hitze

Preis           Steuerfragen

Vielen Dank für das Interview! Viel Freude und Erfolg in Klagenfurt!

Zur Person: Nefeli Kavouras, geboren 1996 in Bamberg. Studierte Kulturwissenschaften in Lüneburg. Sie arbeitet für den mairisch Verlag, kuratiert das Literaturprogramm der altonale, führt mit Anselm Neft den Literaturpodcast „laxbrunch“ und moderiert regelmäßig Lesungen. Sie initiierte und organisierte einige Literaturfestivals, wie zum Beispiel das kulinarische Literaturfest SORBET.

2022 erhielt sie das Residenzstipendium der Hamburger Kulturbehörde für einen Aufenthalt im mare-Künstlerhaus in Wentorf. 2023 wurde sie für ihr Romanmanuskript mit dem Hamburger Literaturpreis ausgezeichnet. 2025 ist sie für den Ingeborg-Bachmann-Preis nominiert. Ihr Debütroman erscheint 2026 bei Kiepenheuer&Witsch. 

Pressekonferenz Bachmannpreis 2025 _ 19.5.2025 Musilhaus Klagenfurt _
Veranstalter und Sponsoren (v. l. n. r.): Reinhard Draxler (KELAG-Vorstand), Brigitte Winkler-Komar (Land Kärnten, Leiterin Kunst und Kultur), Nadja Kayali (Intendantin Carinthischer Sommer), Horst L. Ebner (Koordinator Tage der deutschsprachigen Literatur), Christian Scheider (Bürgermeister von Klagenfurt), Karin Bernhard (ORF-Landesdirektorin), Franz Petritz (Stadtrat von Klagenfurt/Kulturreferent), Ursula Schirlbauer (ORF/3sat), Julian Geyer (Gemeinderat der Landeshauptstadt Klagenfurt am Wörthersee), Michaela Werblitsch (BKS Bank, Leiterin Communication & ESG) und Klaus Wachschütz (Technischer Leiter ORF Kärnten & Regisseur Ingeborg-Bachmann-Preis)

Autorinnen und Autoren 2025

14 Autorinnen und Autoren aus Deutschland, der Schweiz und Österreich lesen um den mit 25.000 Euro dotierten Ingeborg-Bachmann-Preis.

Thomas Bissinger, D

Natascha Gangl, A

Max Höfler, A

Nefeli Kavouras, D

Fatima Khan, D

Laura Laabs, D

Kay Matter, CH

Tara Meister, A

Nora Osagiobare, CH

Josefine Rieks, D/A

Almut Tina Schmidt, D/A

Boris Schumatsky, D

Verena Stauffer, A

Sophie Sumburane, D

Die Jury

Vorsitzender Klaus Kastberger, Graz (A)

Mara Delius, Berlin (D)

Laura de Weck

Mithu Sanyal (D)

Brigitte Schwens-Harrant, Wien (A)

Thomas Strässle (CH)

Philipp Tingler, Zürich (CH)

Am 29. Juni wird in Klagenfurt am Wörthersee der 49. Ingeborg-Bachmann-Preis vergeben. Die Tage der deutschsprachigen Literatur 2025 finden vom 25. bis 29. Juni im ORF-Theater des Landesstudios Kärnten statt. 

Weitere Informationen zum Bachmannpreis 2025: https://bachmannpreis.orf.at/stories/3305089/

Fotos: Portrait_ Nefeli Kavouras _ Maren Kaschner; Pressekonferenz _ Johannes Puch; alle weiteren Fotos_Walter Pobaschnig

Rose im Vorgarten des Kindheitshauses von Ingeborg Bachmann in Klagenfurt.
Diese Rose, die Lieblingsrose von Ingeborg Bachmann, wurde von Ihrer Familie in Ihrem Todesjahr 1973 gepflanzt.

Walter Pobaschnig 20.6.2025

https://literaturoutdoors.com

„Kunst muss riskieren“ Felix Bernhard Huber, Komponist _ Wien 20.6.2025

Lieber Felix Bernhard Huber, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Ich bin definitiv eine Nachteule. Vor Mitternacht komm ich selten heim – das Leben spielt sich bei mir meistens abends oder nachts ab.
Dementsprechend startet mein Tag später, so gegen zehn, elf Uhr.
Ein großes Glas Wasser ist Pflicht – irgendwas muss ja den Kreislauf in Gang bringen.
Dann: Zigarette. Kein Kaffee. Und langsam reinfinden – Mails checken, Termine sortieren, kurz Überblick schaffen.

Danach hör ich mir die letzten Takte an, die ich komponiert hab – ich muss spüren, ob sie noch atmen.
Wenn ja, schreib ich weiter. Wenn nein, zerreiß ich’s.
Dann: Trompete üben. Später wieder komponieren.
Irgendwann raus – spazieren, Luft holen, Abstand.
Und dann geht’s meist eh schon wieder los: Proben, Treffen, neue Impulse.
Routine ist dabei eher Rahmen als Regel.
Außer vielleicht, dass mein Tag auch mit einer Zigarette endet.

Felix Bernhard Huber _ Komponist, Musiker,
Ghostwriter & Game Designer

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Musik, der Kunst an sich zu?

Kunst wird nicht überleben, weil sie alt ist.
Sondern weil sie bereit ist, neu zu werden.

Nur weil man etwas seit 200 Jahren so gemacht hat, heißt das nicht, dass es richtig ist.
Tradition ist kein Denkverbot.
Form ist kein Heiligtum.

Kunst, die sich nicht bewegt, verliert ihren Puls.
Und gerade jetzt – in einer Zeit voller Wandel – muss Kunst wach sein.
Offen. Mutig. Wachsam gegenüber der Welt, in der sie stattfindet.

Es geht nicht darum, alles Alte wegzuwerfen.
Aber es geht darum, zu prüfen:
Was trägt uns wirklich – und was war nur Gewohnheit?

Kunst, die heute relevant ist, darf nicht nur bewahren –
sie muss auch fragen.
Auch reiben.
Auch riskieren.

Nicht, um laut zu sein.
Sondern um ehrlich zu bleiben.

Die Zukunft gehört der Kunst, die sich nicht einrichtet – sondern aufbricht, Kunst wird nur überleben, wenn sie bereit ist, sich zu verändern.
Das gilt für alle – und Musik ist da keine Ausnahme.

Es gibt kein „ein bisschen relevant“.
Kein Mittelmaß.
Entweder du triffst – oder du verfehlst.
Entweder du bist es – oder du bist es nicht.

Die Zeit der Selbstbeweihräucherung ist vorbei.
Wir leben in einer Welt, die sich brutal schnell verändert –
und trotzdem klammern wir uns kulturell an Werke,
die 200 Jahre alt sind, als wäre darin noch unsere Gegenwart.

Ja – vieles davon war groß.
Aber als Musiker bin ich nicht das, was mal war.
Ich bin nur so gut wie mein letztes Konzert.
So ehrlich wie der nächste Ton.
Und wenn der nichts mehr sagt –
dann ist alles davor egal.

Musik muss sich beweisen. Jedes Mal.
Nicht durch Effekte, nicht durch Nostalgie –
sondern durch Relevanz.
Durch Tiefe. Durch Haltung.

Und das heißt auch:
Alte Formen hinterfragen. Neue Wege riskieren.
Nicht alles glattziehen – sondern Kante zeigen.

Wer heute Musik macht, die etwas bedeutet,
muss bereit sein, sich selbst zu gefährden.
Weil nur dann etwas entsteht, das wirklich trägt.
Alles andere ist Echo.

Was liest Du derzeit?

„Perfekt“ von Robert Greene.

Ein Buch über Meisterschaft, Disziplin und den langen Weg dahin.

Kein leichter Stoff – aber genau richtig, wenn man es ernst meint.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

You know the Price!

Vielen Dank für das Interview, lieber Felix, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Musik-, Kunstprojekte und persönlich alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen: Felix Bernhard Huber _ Komponist, Musiker,
Ghostwriter & Game Designer

Zur Person/über mich: Felix Bernhard Huber ist ein österreichischer Komponist, Musiker und Game Designer mit einem breiten künstlerischen Spektrum, das klassische Aufführungspraxis, zeitgenössische Komposition und multimediale Projekte verbindet. Seine musikalische Laufbahn begann bereits im Alter von sieben Jahren mit Trompetenunterricht bei seinem Onkel Reinhard Schäfer. Später studierte er klassische Trompete bei Prof. Mag. Jürgen Ellensohn am Landeskonservatorium Feldkirch. Schon mit 13 Jahren spielte er als zweite Trompete im international aktiven Arpeggione Kammerorchester.

Parallel zur Trompete erweiterte Felix seine musikalischen Fähigkeiten am Klavier unter Anleitung des ABBA-Arrangeurs Alexander Alexandroff und erhielt privaten Kompositionsunterricht bei Herbert Willi. 2021 vertiefte er sein Wissen im Bereich Filmmusik durch ein Studium bei Miguel Kertsman an der Donau-Universität Krems. Während der COVID-19-Pandemie setzte er seine künstlerische Arbeit am Tileyard Music Campus in London fort, wo er einen Vertrag mit FELT Music abschloss.

2023 wurde Felix Bernhard Huber für den Austria Media Music Award nominiert – eine Anerkennung seiner wachsenden Bedeutung in der Medienkomposition.

Derzeit lebt er in Wien und erweitert seine musikalische Bandbreite durch ein Studium der Jazz- und Pop-Trompete an der JAM LAB Privatuniversität bei dem renommierten Künstler Thomas Gansch. Parallel arbeitet er an künstlerischen Projekten, die Musik, Erzählkunst und interaktives Design miteinander verbinden.

https://www.felixbernhardhuber.com/

Foto: Victor Marin

Walter Pobaschnig 17/6/25

https://literaturoutdoors.com

„Gib` Raum – nicht nur dir“ Felix Bernhard Huber, Komponist _ Give Peace A Chance _ Wien 20.6.2025

GIVE PEACE A CHANCE

Gib Raum – nicht nur dir, sondern auch denen, die keiner sieht.

Ich muss nicht immer im Mittelpunkt stehen, um Wirkung zu haben.

Vielleicht ist Frieden einfach: zuhören. Und da bleiben.

Es muss nicht perfekt sein – nur ehrlich.



Peace beginnt, wo Kontrolle endet.

Ein kleiner Schritt kann mehr verändern als große Worte.

Auf Neues reagieren, ohne es gleich bewerten zu müssen.

Chancen weitergeben, nicht festhalten.

Echte Größe zeigt sich nicht im Applaus.



Als Künstler will ich kein Denkmal – ich will Bewegung.



Curating heißt auch: Platz machen.

Haltung ist nicht Lautstärke.

Altes loszulassen ist oft der mutigste Schritt.

Nicht alles, was war, muss bleiben.

Chance heißt: vertrauen, dass das Neue trägt.

Es reicht, wenn etwas bleibt – etwas Echtes.

Felix Bernhard Huber, 17.6.2025

Felix Bernhard Huber _ Komponist, Musiker,
Ghostwriter & Game Designer

GIVE PEACE A CHANCE

Felix Bernhard Huber _ Komponist, Musiker,
Ghostwriter & Game Designer

Zur Person/über mich: Felix Bernhard Huber ist ein österreichischer Komponist, Musiker und Game Designer mit einem breiten künstlerischen Spektrum, das klassische Aufführungspraxis, zeitgenössische Komposition und multimediale Projekte verbindet. Seine musikalische Laufbahn begann bereits im Alter von sieben Jahren mit Trompetenunterricht bei seinem Onkel Reinhard Schäfer. Später studierte er klassische Trompete bei Prof. Mag. Jürgen Ellensohn am Landeskonservatorium Feldkirch. Schon mit 13 Jahren spielte er als zweite Trompete im international aktiven Arpeggione Kammerorchester.

Parallel zur Trompete erweiterte Felix seine musikalischen Fähigkeiten am Klavier unter Anleitung des ABBA-Arrangeurs Alexander Alexandroff und erhielt privaten Kompositionsunterricht bei Herbert Willi. 2021 vertiefte er sein Wissen im Bereich Filmmusik durch ein Studium bei Miguel Kertsman an der Donau-Universität Krems. Während der COVID-19-Pandemie setzte er seine künstlerische Arbeit am Tileyard Music Campus in London fort, wo er einen Vertrag mit FELT Music abschloss.

2023 wurde Felix Bernhard Huber für den Austria Media Music Award nominiert – eine Anerkennung seiner wachsenden Bedeutung in der Medienkomposition.

Derzeit lebt er in Wien und erweitert seine musikalische Bandbreite durch ein Studium der Jazz- und Pop-Trompete an der JAM LAB Privatuniversität bei dem renommierten Künstler Thomas Gansch. Parallel arbeitet er an künstlerischen Projekten, die Musik, Erzählkunst und interaktives Design miteinander verbinden.

https://www.felixbernhardhuber.com/

Fotos: Portrait _Victor Marin; Motiv _ Walter Pobaschnig.

Walter Pobaschnig 17/6/25

https://literaturoutdoors.com

„Gehe bewusst“ Ralph Saml, Schauspieler _ Give Peace A Chance _ Wien 19.6.2025

GIVE PEACE A CHANCE

G  Gehe bewusst und aufmerksam deinen Lebensweg.

I  In der Stille liegt die Kraft.

V  Vielleicht können uns unangenehme Erlebnisse beflügeln.

E  Eines ist sicher: am Ende kehren wir zurück in die kosmische Familie.


P  Papa und Mama, egal, was war, sie haben uns das Leben geschenkt.

E  Ein Tropfen kann letztendlich zum Meer werden.

A Am Anfang war das Wort, oder doch die Bewegung?

C Claudia, Robert, usw. jeder Name verdient Aufmerksamkeit.

E  Es ist, was es ist.


A  Auferstehung, Sterben, Leben, bleib im Hier und Jetzt.


C  China, wie ist es dort?

H Halbe Sachen oder ganze Sachen, Hauptsache tun.

A Alternativen im Hinterkopf haben.

N  Natur, dort kannst du Gott erfahren.

C  Celsius oder Fahrenheit, wir sind alle Menschen.

E Ergebnis ist vielleicht nicht so wichtig, wie der Weg, der dorthin führt.



Ralph Saml, 17.6.2025

Ralph Saml (Franz Ferdinand), Schauspieler und Beatrice Gleicher (Sophie) in „FRANZI & SOPH“ _
Premiere So 29.6.2025 Schloss Eckartsau/NÖ

GIVE PEACE A CHANCE

Ralph Saml, Schauspieler

Zur Person/über mich: https://www.ralphsaml.com/

Aktuelle Produktion mit Ralph Saml: FRANZI & SOPH

FRANZI & SOPH _ Die wahre Geschichte des Paares Erzherzog Franz Ferdinand von Österreich-Este und Sophie Herzogin von Hohenberg, geb. Chotek.

Dies ist die Geschichte einer verbotenen Liebe im Hause Habsburg, die sich gegen alle Widrigkeiten durchsetzen konnte, dabei aber auch einen unbändigen Hass auf alle Widersacher entstehen ließ.

In aller Offenheit wird erzählt, wie aus dem kränklichen, unzufriedenen und schwachen Erzherzog Franz Ferdinand von Österreich-Este durch die Liebe zur böhmischen Gräfin Sophie Chotek von Chotkowa ein gesunder und willensstarker Thronfolger mit neuen Perspektiven für die Monarchie werden konnte.

Ein Mann, der weder auf seine Liebe noch auf die Krone verzichten wollte und sich gegen die Ehegesetze des habsburgischen Hofes und den starren Sinn des Monarchen, Kaiser Franz Joseph, durchsetzen konnte.

Eine Frau, die für diese Liebe bereit war, sich und ihre Kinder durch eine morganatische Ehe aus dem Hofleben ausgeschlossen zu sehen und entwürdigend behandelt wurde. Diese Liebe hatte eine große Fürsprecherin bei Kaiser Franz Joseph: Erzherzogin Marie Therese, die verehrte Stiefmutter von Franz Ferdinand. Sie hat als einzige Vertraute den Beginn dieser Beziehung, das tragische Ende dieser Ehe und das Aufwachsen der drei Waisenkinder erlebt.

Im Anschluss bittet das hohe Paar zu einem kleinen Jagd-Imbiss. Als besondere Draufgabe werden dazu die Jagdhornbläser Eckartsau spielen.

„Wenn unsereiner jemand gern hat, findet sich immer im Stammbaum irgendeine Kleinigkeit, die die Ehe verbietet, und so kommt es, dass bei uns immer Mann und Frau zwanzigmal miteinander verwandt sind. Das Resultat ist, dass von den Kindern die Hälfte Trottel und Epileptiker sind.“ (Franz Ferdinand über die Ehegesetze des Hauses Habsburg)

Presseinfo _ GAMUEKL

Es spielen: Ralph Saml (Franz Ferdinand)Beatrice Gleicher (Sophie)Elisabeth Joe Harriet (Marie Therese)

Idee, Buch, Regie: Elisabeth-Joe Harriet

So., 29. 6. 2025 (11.30 Uhr) PREMIERE

Weitere Vorstellungen:

(jeweils 11.30 Uhr, Dauer bis ca. 13.30 Uhr)

Sonntage:

6. & 13. & 20. & 27. 7.2025

31.8. & 14.9. & 12.10.2025

Donnerstage:

10. & 24.7.2025 SCHLOSS ECKARTSAU 2305 Eckartsau / NÖ

Karten:

Nur im Vorverkauf unter www.pretix.eu/EJH/FRASO

oder E-Mail: ejh@elisabeth-joe-harriet.com

Fotos: Katharina Schiffl

Presseinfo: GAMUEKL Gabriele Müller-Klomfar

Walter Pobaschnig 17/6/25

https://literaturoutdoors.com