„Apfelstrudel-Alibi“ Rita Falk. Ein Provinzkrimi. dtv Verlag.

Auch das noch. Jetzt kommt die Politik mittenhinein in das Leben vom Dorfpolizisten Eberhofer. Susi wird Bürgermeisterin und damit bekommt auch die Beziehung zu ihr eine neue Qualität, mit der der Eberhofer erst umgehen muss. Wer hat jetzt wo das sagen und die Hosen an. Alles wird auf die Probe gestellt und die Dorfwelt gerät ins Wanken…

Doch auch im Umkreis wankt, schwankt und tobt es. Richter Moratschek fordert eine Ermittlung über den Tod seiner Patentochter am Berg. Und Eberhofer wird dazu beordert. Und Rudi unterstützt wie immer mit vollem Einsatz…

Das Abenteuer zwischen Apfelstrudel und Abgrund beginnt…

Rita Falk, Kultautorin, legt den dreizehnten Eberhofer-Krimi vor und dieser ist wie immer ein Feuerwerk an Erzähl- und Sprachkraft in Witz, Spannung und Überraschung im Karussell dörflicher Lebenswelt in allen menschlichen, allzumenschlichen Besonderheiten. In einzigartiger Weise lässt die in Oberbayern aufgewachsene Autorin Mensch und Welt in Situation und Aktion treten und erschafft eine bunte Lebenscollage in Gründen und Abgründen, die einzigartig in den Bann zieht.

„Rita Falk ist eine Ausnahmerscheinung, die in einzigartiger Weise Sprach- und Lebenswelt mitreißend in einen Krimi zu packen weiß.“

„Apfelstrudel-Alibi“ Rita Falk. Ein Provinzkrimi. dtv Verlag.

Franz Eberhofer Band 13

Paperback, 336 Seiten

ISBN -978 – 3 – 423 – 26445 – 7

18 EUR

Walter Pobaschnig 10/25

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„Generell“ Robert Eichenauer, Schriftsteller _ Give Peace A Chance _ Wien 5.11.2025

GIVE PEACE A CHANCE

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Robert Eichenauer, 2.11.2025

Robert Eichenauer, Schriftsteller

GIVE PEACE A CHANCE

Robert Eichenauer, Schriftsteller

Zur Person/über mich:  Robert Eichenauer, geboren in Wels, Oberösterreich, hat Geschichte und Deutsche Philologie in Salzburg und Graz studiert. Seit Anfang der neunziger Jahre ist er in der Medienbranche tätig und gründete 2005 ein Magazin, das er leitete und in dem er zuletzt als Chefredakteur fungierte. Eichenauer ist verheiratet und hat drei Kinder.

„Die Außenseiterin“ ist sein erster Roman. Zuvor erschien „Bardo“, eine Sammlung von Novellen und Erzählungen.

Eichenauer lebt in Hitzendorf, in der Nähe von Graz.

Aktueller Roman von Robert Eichenauer, Schriftsteller:


„Die außergewöhnliche Anna: Ohne zu wissen, was sie erwartet, reist sie nach Wien, stellt sich bei einem Verlag vor und wird zur wichtigen Mitarbeiterin – und später zur Geliebten des Verlagschefs. Dabei schien ihr Weg unmöglich: aus ärmlichen Verhältnissen, mit Erfahrungen von Ausgrenzung und Gewalt. Doch Anna taucht ein in die Literaturszene der sechziger und siebziger Jahre – und wird selbst Schriftstellerin. Nachts jedoch streift sie durch verrufene Viertel, wo sie eine ungewöhnliche Freundschaft mit dem letzten Gentlemangauner pflegt. Schließlich spitzen sich die Verhältnisse zu und Annas Weg wird immer enger.“  (Presseinfo Keiper)

Die Außenseiterin. Roman von Robert Eichenauer. Keiper Verlag.

Format: 13 x 20cm; Klappenbroschur, Seiten: 272

Sprache: Deutsch

Erscheinungsdatum: 30. September 2025

ISBN13: 978-3-903575-55-4

Preis: AT € 24,00 / DE € 23,35

https://www.editionkeiper.at/shop/produkt/die-aussenseiterin/?doing_wp_cron=1762115570.9673631191253662109375

Fotos: 1 Motiv_ Walter Pobaschnig; 2 Portrait/Autor_ Chris Zenz; 3 Werner Krug; 4 Cover _ Verlag.

Walter Pobaschnig 2/11/25

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„ein paar glückliche Momente in den Kopf zu lassen“ Robert Eichenauer, Schriftsteller _ Graz 5.11.2025

Lieber Robert, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Aufstehen, Kaffee trinken, Zeitunglesen, Fassungslos sein, Schreiben, Arbeiten für meinen Brotberuf, manchmal am Abend eine Lesung.

Robert Eichenauer, Schriftsteller

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Den weltpolitischen Wahnsinn auszublenden und ein paar glückliche Momente in den Kopf zu lassen. Und: Als Schreibender der KI etwas entgegensetzen.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?

Ich glaube nicht an die Sprengkraft von Literatur. Bücher werden immer von den falschen Leuten gelesen – so wie auch die falschen Leute ins Kabarett gehen. Bildung scheint insgesamt an Bedeutung zu verlieren. Dennoch ist die Kunst vielleicht das letzte Bollwerk gegen die Barbarei.

Was liest Du derzeit?

Mein eigenes Buch 😊. Ich produziere gerade ein Hörbuch.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

„Anna sah nicht mehr nur die Wirklichkeit, sondern auch die Möglichkeit“ (Die Außenseiterin)

Vielen Dank für das Interview, lieber Robert, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literaturprojekte und persönlich alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen: Robert Eichenauer, Schriftsteller

Zur Person/über mich:  Robert Eichenauer, geboren in Wels, Oberösterreich, hat Geschichte und Deutsche Philologie in Salzburg und Graz studiert. Seit Anfang der neunziger Jahre ist er in der Medienbranche tätig und gründete 2005 ein Magazin, das er leitete und in dem er zuletzt als Chefredakteur fungierte. Eichenauer ist verheiratet und hat drei Kinder.

„Die Außenseiterin“ ist sein erster Roman. Zuvor erschien „Bardo“, eine Sammlung von Novellen und Erzählungen.

Eichenauer lebt in Hitzendorf, in der Nähe von Graz.

Aktueller Roman von Robert Eichenauer, Schriftsteller:

„Die außergewöhnliche Anna: Ohne zu wissen, was sie erwartet, reist sie nach Wien, stellt sich bei einem Verlag vor und wird zur wichtigen Mitarbeiterin – und später zur Geliebten des Verlagschefs. Dabei schien ihr Weg unmöglich: aus ärmlichen Verhältnissen, mit Erfahrungen von Ausgrenzung und Gewalt. Doch Anna taucht ein in die Literaturszene der sechziger und siebziger Jahre – und wird selbst Schriftstellerin. Nachts jedoch streift sie durch verrufene Viertel, wo sie eine ungewöhnliche Freundschaft mit dem letzten Gentlemangauner pflegt. Schließlich spitzen sich die Verhältnisse zu und Annas Weg wird immer enger.“  (Presseinfo Keiper)

Die Außenseiterin. Roman von Robert Eichenauer. Keiper Verlag.

Format: 13 x 20cm; Klappenbroschur, Seiten: 272

Sprache: Deutsch

Erscheinungsdatum: 30. September 2025

ISBN13: 978-3-903575-55-4

Preis: AT € 24,00 / DE € 23,35

https://www.editionkeiper.at/shop/produkt/die-aussenseiterin/?doing_wp_cron=1762115570.9673631191253662109375

Fotos: 1 Chris Zenz; 2 Werner Krug; 3 Cover _ Verlag.

Walter Pobaschnig 2/11/25

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„Gemeinsam und doch allein“ Sandra Pioro, Schauspielerin-Autorin _ Give Peace A Chance _ Graz 4.11.2025

GIVE PEACE A CHANCE

G    Gemeinsam und doch allein

I      ich weiß nicht wohin.

V     Vereint in

E      Ewigkeit an rauen Tagen


P    Purpurfarben

E    Ein Feuer brennt

A    auf meiner Brust.

C     Campari- Rot läuft das Blut wie

E    ein Wasserfall


A   an mir vorüber.


C   Chaussiere ich die Wände meines

H   Hauses

A    Aus den Straßen ruft der

N    Neubeginn- sie nennen es Frieden.

C    Cappuccino Duft- ein Hauch der Hoffnung in der

 Endlichkeit



Sandra Pioro, 3.11.2025

Sandra Pioro,
Schauspielerin-Autorin

GIVE PEACE A CHANCE

Sandra Pioro, Schauspielerin-Autorin

Zur Person/über mich: Sandra Pioro, geboren 1968 in Stuttgart, studierte am Konservatorium der Stadt Wien und erhielt 1993 ihr Diplom für Musikalisches Unterhaltungstheater. Sie arbeitete mehrere Jahre als Schauspielerin und Musicaldarstellerin im In- und Ausland, zuletzt im Engagement der Vereinigten Bühnen Graz.

Seit dem Jahr 2000 ist sie für den Verein Rote Nasen Österreich tätig und arbeitete einige Jahre lang sehr beherzt als Clownsdoktor in Spitälern und Seniorenheimen. Die nahe Begegnung mit Menschen verlockte sie dazu, diese Arbeit gegen die Bühne einzutauschen. 2003 gründete sie außerdem ein eigenes Modelabel für nachhaltige Mode. 2019 wurde sie bei „Rote Nasen“ Leiterin des Coaching-Teams und der Abteilung Kostüm und Ausstattung. Sie absolvierte außerdem eine Ausbildung zum systemischen Coach und Mentalcoach. Als Mentaltrainerin hilft sie Menschen dabei, ihre Potenziale zu entfalten, und berät zugleich als Designerin, diese Stärke nach außen sichtbar werden zu lassen.

Mehr über mich und alle Veranstaltungen:

www.pioro.at

Aktuelles Buch von Sandra Pioro:

Nie mehr stillDie Reise zu mir selbst. Eine jüdische Geschichte.

von Sandra Pioro

Sandra Pioro erzählt ihre persönliche Geschichte als Mitglied einer Generation, die man als Kriegsenkel bezeichnet. Sie begibt sich auf die Spurensuche nach ihrer Familie, die ursprünglich in Polen beheimatet war. Sich des gesamten Ausmaßes des Leidensweges ihres Vaters bewusst zu werden, der mehrere Konzentrationslager überlebte, bringt sie zu einem neuen Verständnis für diesen entfernten Papa, und sie kann auch sein Verschwinden 1991 nun in einem anderen Licht sehen.

Mit jeder neuen Information, die die Autorin zutage fördert, durchbricht sie nicht nur das Schweigen ihrer Familie, sondern sie wird auch mit ihren Erinnerungen konfrontiert und erarbeitet sich Kapitel für Kapitel ihre eigene Identität: als Tochter eines Auschwitz-Überlebenden, als Künstlerin und als jüdische Frau. (Presseinfo Keiper Verlag)

Seiten: 320

Format: 12,0 x 19,0 cm; Klappenbroschur

Erscheinungsdatum: 24. März 2025

Sprache: Deutsch

ISBN13: 978-3-903575-49-3

Preis: AT € 24,00 / DE € 23,35

https://www.editionkeiper.at/shop/produkt/nie-mehr-still-die-reise-zu-mir-selbst-eine-juedische-geschichte/?doing_wp_cron=1762204148.1015889644622802734375

Aktuelle Lesung von Sandra Pioro in Wien:

06.11. Jüdisches Museum Wien 18:30h

https://www.jmw.at/events/sandra_pioro_nie_mehr_still_die_reise_zu_mir_selbst_eine_juedische_geschichte?termin_id=1750243113715

Sandra Pioro,
Schauspielerin-Autorin

Fotos: 1 Motiv _ Walter Pobaschnig; 2-4 Portrait_ Julia Dragosits/Keiper Verlag.

Walter Pobaschnig 3/11/25

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„sich die Leichtigkeit bewahren“ Sandra Pioro, Schauspielerin-Autorin _ Graz 4.11.2025

Liebe Sandra, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Neben meinem Hauptberuf als Teil des künstlerischen Leitungsteams im Verein Rote Nasen, vergeht kein Tag, an dem ich mir nicht auch erlauben muss, als schreibender Mensch, etwas zu Papier zu bringen. Das künstlerische Leben ist meine Luft zum Atmen, sowohl darstellend als auch schriftstellerisch. Kein Tag ist wie der andere. Jeder Tag ein Neuanfang. Die Vielfältigkeit meiner künstlerischen Tätigkeiten hält mich frisch. Es ist mein Kanal das Gute in mir hervorzubringen.

Die vielen Stunden, die ich in meiner österreichweiten Tätigkeit im Zug verbringe, erlauben mir tagträumerisch in der Landschaft zu verweilen, wobei meine Mitreisenden vermutlich den Eindruck gewinnen, ich täte nichts. Doch keineswegs, denn in meinem Inneren sprüht es vor Kreativem. Und wenn ich nicht gerade aus dem Fenster blicke, sieht man mich schreibend. Derzeit an meinem zweiten Roman. Seitdem erscheinen meines Debütromans im März 2025, reise ich für Veranstaltungen in Österreich, Deutschland und der Schweiz umher, was in meinem Leben so nicht vorhersehbar war, es jedoch um Vieles reicher macht. Ein glücklicher Zustand.

Sandra Pioro,
Schauspielerin-Autorin

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Sich die Leichtigkeit zu bewahren, bei all dem Schweren. Sich nicht in den Strudel der Destruktivität ziehen zu lassen und dadurch handlungsunfähig zu werden. Differenzieren, statt sich dem Allgemeinen hinzugeben. Wach und interessiert zu bleiben. Das alles fällt uns allen nicht leicht in diesen Tagen, wo Ausgrenzung und Krieg an der Tagesordnung stehen und uns Menschen vor so große Herausforderungen stellen. Die Verzweiflung droht, den Enthusiasmus und den Glauben an das Gute zu schlucken. Den Rest erledigen oft die sozialen Medien. Die Menschen sind verängstigt oder aggressiv. Ich erlebe das am eigenen Leibe als Jüdin in der Diaspora und hoffe mit meinem Buch die Menschen zum Denken anzuregen und etwas bewegen zu können. Das ist jedoch nur eine Seite. Es gibt so viele Menschen, die unterstützen und täglich an dem Miteinander arbeiten.
Wir müssen aufeinander zugehen und Verständnis für das Gegenüber zeigen. Nur so können wir einer friedlichen Zukunft entgegengehen. Und vor allem müssen wir Haltung zeigen. Haltung für eine demokratische Gesellschaft.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Kunst an sich zu?

In der Kunst kann man sich mehr erlauben. Sie bietet die Möglichkeit durch die künstlerische Aufarbeitung im höheren Maße gesellschaftskritisch zu sein und das Publikum emotional abzuholen, ohne belehrend zu wirken oder mit dem Finger aufzuzeigen. Als Autorin kann ich durch das geschriebene Wort dem Leser verschiedene Perspektiven bieten- ihn eintauchen lassen. Die Dinge von verschiedenen Seiten unter die Lupe nehmen und Einblicke gewähren. Ein gutes Buch kann lebensverändernd wirken.
Ich denke dabei auch an die Möglichkeit der kollektiven Aufarbeitung, die einen Aufbruch und Neubeginn einer Gesellschaft erst ermöglichen. Das gemeinsame Verarbeiten von Traumata, hin zur kollektiven Resilienz. Wenn die Kunst dies schafft- und daran glaube ich- blicke ich frohen Mutes in die Zukunft.

Was liest Du derzeit?

Leider viele Bücher gleichzeitig und das ist eine Unart. Auf meinem Nachttisch stapeln sich die Bücher weit über meinen Kopf hinweg und rauben mir des Öfteren den notwendigen Schlaf. Geschichtliches lese ich durchwegs, auch zur Recherche für mein nächstes Buch. Gerade lese ich „Buch der Gesichter“ von Marco Dinic`.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

„Handeln gegen das Vergessen“
ein Zitat der Veranstaltungsreihe „Tirol erinnert“, an dem ich 2026 in Zusammenarbeit mit der Uni Innsbruck teilhaben darf.

Sandra Pioro,
Schauspielerin-Autorin

Vielen Dank für das Interview, liebe Sandra, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Buch-, Schauspiel-, Kunstprojekte und persönlich alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen: Sandra Pioro, Schauspielerin-Autorin

Zur Person/über mich: Sandra Pioro, geboren 1968 in Stuttgart, studierte am Konservatorium der Stadt Wien und erhielt 1993 ihr Diplom für Musikalisches Unterhaltungstheater. Sie arbeitete mehrere Jahre als Schauspielerin und Musicaldarstellerin im In- und Ausland, zuletzt im Engagement der Vereinigten Bühnen Graz.

Seit dem Jahr 2000 ist sie für den Verein Rote Nasen Österreich tätig und arbeitete einige Jahre lang sehr beherzt als Clownsdoktor in Spitälern und Seniorenheimen. Die nahe Begegnung mit Menschen verlockte sie dazu, diese Arbeit gegen die Bühne einzutauschen. 2003 gründete sie außerdem ein eigenes Modelabel für nachhaltige Mode. 2019 wurde sie bei „Rote Nasen“ Leiterin des Coaching-Teams und der Abteilung Kostüm und Ausstattung. Sie absolvierte außerdem eine Ausbildung zum systemischen Coach und Mentalcoach. Als Mentaltrainerin hilft sie Menschen dabei, ihre Potenziale zu entfalten, und berät zugleich als Designerin, diese Stärke nach außen sichtbar werden zu lassen.

Mehr über mich und alle Veranstaltungen:

www.pioro.at

Aktuelles Buch von Sandra Pioro:

Nie mehr stillDie Reise zu mir selbst. Eine jüdische Geschichte.

von Sandra Pioro

Sandra Pioro erzählt ihre persönliche Geschichte als Mitglied einer Generation, die man als Kriegsenkel bezeichnet. Sie begibt sich auf die Spurensuche nach ihrer Familie, die ursprünglich in Polen beheimatet war. Sich des gesamten Ausmaßes des Leidensweges ihres Vaters bewusst zu werden, der mehrere Konzentrationslager überlebte, bringt sie zu einem neuen Verständnis für diesen entfernten Papa, und sie kann auch sein Verschwinden 1991 nun in einem anderen Licht sehen.

Mit jeder neuen Information, die die Autorin zutage fördert, durchbricht sie nicht nur das Schweigen ihrer Familie, sondern sie wird auch mit ihren Erinnerungen konfrontiert und erarbeitet sich Kapitel für Kapitel ihre eigene Identität: als Tochter eines Auschwitz-Überlebenden, als Künstlerin und als jüdische Frau. (Presseinfo Keiper Verlag)

Seiten: 320

Format: 12,0 x 19,0 cm; Klappenbroschur

Erscheinungsdatum: 24. März 2025

Sprache: Deutsch

ISBN13: 978-3-903575-49-3

Preis: AT € 24,00 / DE € 23,35

https://www.editionkeiper.at/shop/produkt/nie-mehr-still-die-reise-zu-mir-selbst-eine-juedische-geschichte/?doing_wp_cron=1762204148.1015889644622802734375

Aktuelle Lesung von Sandra Pioro in Wien:

06.11. Jüdisches Museum Wien 18:30h

https://www.jmw.at/events/sandra_pioro_nie_mehr_still_die_reise_zu_mir_selbst_eine_juedische_geschichte?termin_id=1750243113715

Sandra Pioro,
Schauspielerin-Autorin

Fotos: Julia Dragosits

Walter Pobaschnig 3/11/25

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Stonehenge – Die Kathedrale der Zeit, Ken Follett. Historischer Roman. Bastei Lübbe Verlag.

Stonehenge. Eines der beeindruckendsten und bedeutendsten Steindenkmäler der Zeit. Und eines, das immer wieder neu in Fragen der Entstehung, Zweck und Wirkung zu inspirieren weiß…

Auch den unvergleichlichen Bestsellerautor Ken Follett, der diesen sagenumwobenen Ort im Südwesten Englands zur Mitte seines neuesten historischen Romans macht und damit spannend in Menschen, Schicksale, Träume, Verhängnisse rund und inmitten dieses Steinkreises eintauchen lässt und einmal mehr mitreißend begeistert.

Die Priesterin Joia und der Steinmetz Seft sind es, die Leserin und Leser einladen, ihnen in Existenz, Liebe, Drama zu folgen und dies wird Seite um Seite zum einmaligen Abenteuer und Erlebnis…

„Ein Roman –  faszinierend, geheimnisvoll und inspirierend wie das Rätsel Stonehenge seit Jahrtausenden.“

Stonehenge – Die Kathedrale der Zeit, Ken Follett. Historischer Roman. Bastei Lübbe Verlag.

Übersetzt von Rainer Schumacher und Dietmar Schmidt.

Buch (Hardcover), 672 Seiten

ISBN 978-3-7577-0123-9

36,00 €

Walter Pobaschnig  10_25

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„Courage“ Isabel Frey, Sängerin _ Give Peace A Chance _ Wien 3.11.2025

TSIRK DOBRANOTCH – A Klezmer Circus (RUS / D)
Das Fliegende Balagan _
Mi., 12.11.2025 (19:30 Uhr) Theater Akzent
1040 Wien; Theresianumgasse 18

22. KlezMORE Festival Vienna
Jahresthema: “Heyb uf dayn kol” (Erhebe deine Stimme)
_
Wien/NÖ/Burgenland 7. – 16. 11. 2025

GIVE PEACE A CHANCE

Gerechtigkeit

Integrität

Verantwortung

Empathie


Partizpation

Ehrlichkeit

Anerkennung

Courage

Einfühlungsvermögen


Antifaschismus


Community

Hoffnung

Akzeptanz

Nachsicht

Commons

Empowerment


Isabel Frey, 2.11.2025

Isabel Frey, Sängerin, Intendantin

GIVE PEACE A CHANCE

Isabel Frey, jiddische Sängerin und Kuratorin, Ethnomusikologin.

Zur Person/über mich: ISABEL FREY (Co-Kuratorin des KlezMORE Festival Vienna) _ geboren 1994, ist seit 2024 gemeinsam mit Esther Wratschko als Kuratorin des KlezMORE Festivals tätig.. Sie arbeitet als Ethnomusikologin, jiddische Sängerin und Kuratorin und wurde für ihre Tätigkeiten bereits mehrfach ausgezeichnet.

22. KlezMORE Festival Vienna 2025

“Heyb uf dayn kol – Erhebe Deine Stimme“

7. – 16. 11. 2025 Wien – NÖ – Burgenland

KlezMORE Festival

Ola Bilinska _
Do., 13.11.2025 (19:30 Uhr) Sargfabrik
1140 Wien; Goldschlagstraße 169
BERJOZKELE (POL)
_

22. KlezMORE Festival Vienna _Jahresthema: “Heyb uf dayn kol” (Erhebe deine Stimme) _ 7. – 16. 11. 2025 Wien – NÖ – Burgenland

SPIELORTE: Ehemalige Synagoge St. Pölten; Ehemalige Synagoge Kobersdorf; Filmhaus Spittelberg; Jüdisches Museum Wien; Kulturcafé Max, Liberale Jüdische Gemeinde Or Chadasch, Österr. Volksliedwerk, Porgy & Bess, RadioKulturhaus, Sargfabrik, Schutzhaus Zukunft, Theater Akzent, YUNG YIDISH Wien

FESTIVALINFO: http://www.klezmore-vienna.at

office@festivalbuero.at

INTENDANZ: Franziska Hatz & Lisa Reimitz KURATION: Isabel Frey & Esther Wratschko

KARTENRESERVERUNG & VORVERKAUF: Karten direkt vom Veranstalter unter http://www.klezmore-vienna.at und an ausgewählten Spielstätten Tickets: VVK € 30,– / AK € 32,– Tickets Filmhaus Spittelberg: € 12,– ERMÄSSIGUNGEN: Alle unter 27: € 18,– Ö1 Club: – 10% Vorteilsclub Wien: – 20% Ermässigte Karten an der Abendkassa (max. 2 Karten pro Mitgliedschaft) Fragen zum Ticketing: tickets@festivalbuero.at Abendkasse: jeweils eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn geöffnet. Freie Platzwahl bei allen Veranstaltungen (ausgenommen Theater Akzent, Radiokulturhaus und Porgy&Bess)

http://www.klezmore-vienna.at

Fotos: 1 Shendl-Copitman; 2&4 Viktoria Hofmarcher; 2 ; 3 Albert Zawada;

Walter Pobaschnig 2/11/25

https://literaturoutdoors.com

„Rebel Queens“ Frauen in der Rockmusik. Kersty Grether, Sandra Grether. Reclam Verlag.

Kersty Grether und Sandra Grether sind zwei der bemerkenswertesten deutschsprachigen Musikerinnen, Texterinnen, Journalistinnen, die in ihren so vielseitigen Projekten Frau, Musik, Welt in den Mittelpunkt stellen und immer wieder dabei zu überraschen und zu begeistern wissen.

Wie auch bei dem vorliegenden Buch „Rebel Queens“ – welches die weiblichen Musikerinnen, Stars moderner Musik von 1940er Jahren bis zur Gegenwart in den Werk-, Leben- und Stageblick nimmt und diese kompakt und inspirierend vorstellt.

Es sind klingende Namen von Tina Turner, Madonna bis zu Patti Smith und Billie Eilish und viele mehr, die auf dieser Reise in die weibliche Musikgeschichte und Gegenwart begleiten und zum Neu- oder Wiederhören einladen. Eine großartige Fotostrecke begeistert dabei ebenso.

Rebel Queens – eine spannende Reise zu weiblicher Rock/Popmusik in Geschichte und Gegenwart.“

„Rebel Queens“ Frauen in der Rockmusik. Kersty Grether, Sandra Grether. Reclam Verlag.

395 Seiten – 25 farbige Abbildungen, 24 schwarz-weiß Abbildungen

ISBN: 978-3-15-011506-0

Produktart: Hardcover

Abmessung: 215 mm x 135 mm

Erschienen: 15.10.2025

28,00 €

Walter Pobaschnig  10/25

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„solidarisch mit den Schwächsten der Gesellschaft zu sein“ Isabel Frey, Sängerin _ Wien 3.11.2025

Liebe Isabel, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Zur Zeit arbeite ich viel auf der Universität, wo ich sowohl zu jiddischer Musik forsche als auch in der wissenschaftlichen und künstlerischen Lehre betätigt bin. Ich frühstücke, fahre auf die Universität, bleibe meistens den ganzen Tag dort und habe dann oft noch eine Abendveranstaltung – entweder besuche ich z.B. ein Konzert oder ein gemütliches Beisammensein mit Freund*innen oder Familie. Vor einem Konzert wird natürlich auch regelmäßig geprobt, und wenn ich zur Zeit auf Konzert- oder Dienstreise im Ausland bin, sieht mein Alltag natürlich auch anders aus.

Isabel Frey, Sängerin, Intendantin

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Gerade in der aktuellen politischen Lage ist es für uns alle wichtig, wachsam und kritisch zu sein. Rechtspopulistische Kräfte sind überall am Wachsen, aber wir können diese Entwicklung nicht durch einen erhobenen Zeigefinger stoppen, sondern nur durch kontinuierlichen Diskurs und Austausch. Jetzt ist die Zeit, solidarisch mit den Schwächsten der Gesellschaft zu sein, insbesondere diejenigen, gegen die öffentlich gehetzt wird: Migrant*innen, Geflüchtete, Trans*personen, etc.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Musik, der Kunst an sich zu?

Für gesellschaftlichen Wandel ist es wesentlich, die Menschen nicht nur intellektuell sondern auch affektiv – in anderen Worten körperlich und emotional – mitzunehmen. Das kann man nicht über kluge Worte per se, sondern über die Kunst, und insbesondere Musik. Wir müssen wieder lernen unsere Inhalte auch so zu vermitteln, dass sie die Menschen berühren.

TSIRK DOBRANOTCH – A Klezmer Circus (RUS / D)
Das Fliegende Balagan _
Mi., 12.11.2025 (19:30 Uhr) Theater Akzent
1040 Wien; Theresianumgasse 18

22. KlezMORE Festival Vienna
Jahresthema: “Heyb uf dayn kol” (Erhebe deine Stimme)
_
Wien/NÖ/Burgenland 7. – 16. 11. 2025

Was liest Du derzeit?

„Isidor: Ein jüdisches Leben“ von Shelly Kupferberg

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

„Die Geschichte wiederholt sich nicht, aber sie reimt sich“

Vielen Dank für das Interview, liebe Isabel, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Musikprojekte und persönlich alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen: Isabel Frey, jiddische Sängerin und Kuratorin, Ethnomusikologin.

Zur Person/über mich: ISABEL FREY (Co-Kuratorin des KlezMORE Festival Vienna) _ geboren 1994, ist seit 2024 gemeinsam mit Esther Wratschko als Kuratorin des KlezMORE Festivals tätig.. Sie arbeitet als Ethnomusikologin, jiddische Sängerin und Kuratorin und wurde für ihre Tätigkeiten bereits mehrfach ausgezeichnet.

22. KlezMORE Festival Vienna 2025

“Heyb uf dayn kol – Erhebe Deine Stimme“

7. – 16. 11. 2025 Wien – NÖ – Burgenland

KlezMORE Festival

Ola Bilinska _
Do., 13.11.2025 (19:30 Uhr) Sargfabrik
1140 Wien; Goldschlagstraße 169
BERJOZKELE (POL)
_

22. KlezMORE Festival Vienna _Jahresthema: “Heyb uf dayn kol” (Erhebe deine Stimme) _ 7. – 16. 11. 2025 Wien – NÖ – Burgenland

SPIELORTE: Ehemalige Synagoge St. Pölten; Ehemalige Synagoge Kobersdorf; Filmhaus Spittelberg; Jüdisches Museum Wien; Kulturcafé Max, Liberale Jüdische Gemeinde Or Chadasch, Österr. Volksliedwerk, Porgy & Bess, RadioKulturhaus, Sargfabrik, Schutzhaus Zukunft, Theater Akzent, YUNG YIDISH Wien

FESTIVALINFO: http://www.klezmore-vienna.at

office@festivalbuero.at

INTENDANZ: Franziska Hatz & Lisa Reimitz KURATION: Isabel Frey & Esther Wratschko

KARTENRESERVERUNG & VORVERKAUF: Karten direkt vom Veranstalter unter http://www.klezmore-vienna.at und an ausgewählten Spielstätten Tickets: VVK € 30,– / AK € 32,– Tickets Filmhaus Spittelberg: € 12,– ERMÄSSIGUNGEN: Alle unter 27: € 18,– Ö1 Club: – 10% Vorteilsclub Wien: – 20% Ermässigte Karten an der Abendkassa (max. 2 Karten pro Mitgliedschaft) Fragen zum Ticketing: tickets@festivalbuero.at Abendkasse: jeweils eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn geöffnet. Freie Platzwahl bei allen Veranstaltungen (ausgenommen Theater Akzent, Radiokulturhaus und Porgy&Bess)

http://www.klezmore-vienna.at

Fotos: 1&4 Viktoria Hofmarcher; 2 Shendl-Copitman; 3 Albert Zawada;

Walter Pobaschnig 2/11/25

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Undine geht _ „Nicht loslassen will ich Dich“ Sandra Schoessler, Schriftstellerin _ Wien 2.11.2025

Undine geht _
Sandra Schoessler, Schriftstellerin  _ Wien _
Thematisch-szenisches Fotoshooting _
„Undine geht“ Ingeborg Bachmann (1961) _
Ingeborg Bachmann_ 
Schriftstellerin (25.Juni 1926 Klagenfurt – 17.Oktober 1973 Rom)
Undine geht _
Sandra Schoessler, Schriftstellerin  _ Wien _
Thematisch-szenisches Fotoshooting _
„Undine geht“ Ingeborg Bachmann (1961) _
Ingeborg Bachmann_ 
Schriftstellerin (25.Juni 1926 Klagenfurt – 17.Oktober 1973 Rom)

Undine geht_Erzählung/Monolog Ingeborg Bachmann_Wien_1961

Thematisch-szenisches Fotoshooting _ „Undine geht“ Ingeborg Bachmann (1961) _ 

im Interview und szenischem Fotoportrait_acting Undine

Sandra Schoessler, Schriftstellerin  __Wien _ performing

Sandra Schoessler, Schriftstellerin  _ Wien

Interview und alle Fotos _ Walter Pobaschnig

Ingeborg Bachmann_ Schriftstellerin (25.Juni 1926 Klagenfurt – 17.Oktober 1973 Rom)

Ingeborg Bachmann Rom 1962 _ Heinz Bachmann

Zum Projekt: Das Bachmann Projekt „Station bei Bachmann“ ist ein interdisziplinäres Kunstprojekt an den Schnittstellen von Literatur, Theater/Performance und Bildender Kunst.

Dabei kommt den topographischen und biographischen Bezügen eine besondere Bedeutung zu, indem Dokumentation, Rezeption und Gegenwartstransfer, Diskussion ineinandergreifen.

Künstler:innen werden eingeladen an diesem Projekt teilzunehmen und in ihren Zugängen Perspektiven zu Werk und Person beizutragen.

Den Schwerpunkt bildet dabei Werk und Leben Ingeborg Bachmanns. Ebenso weitere Künstler:Innen.

Liebe Sandra, wie liest Du den Text „Undine geht“ von Ingeborg Bachmann? Welche Grundaussagen gibt es da für Dich?

Wer sich auf den emotionalen Monolog der Undine in Bachmanns Erzählung einlässt, erhält ein konzentriertes Abbild patriarchaler Machtstrukturen und des Leids, das diese verursachen – gefühlt und geschildert von einer Frau, die ihre Suche nach Liebe endgültig aufgibt und die Welt der Männer verlässt.

Wie siehst Du „Undine“?

Undine spricht aus einer tiefen inneren Verletzung, sie wurde von Männern benutzt, verlassen und zum Schweigen gebracht. Dennoch ist die nicht hilflos, in ihrer Anklage rechnet sie mit den Männern ab, ihr Gehen wird zum Akt der Selbstermächtigung und des Widerstands.

„Undine geht“ wurde vor gut 60 Jahren veröffentlicht. Was hat sich seit damals im Rollenbild von Frau und Mann verändert und was sollte sich noch ändern?

Ich sehe uns aktuell in einer besonders fordernden Zeit – sowohl für Frauen als auch für Männer. Auch wenn Frauen sich nicht mehr auf die traditionelle Rolle der Hausfrau und Mutter reduzieren lassen und sie – nicht zuletzt durch die Errungenschaften der feministischen Bewegung – ihren Platz in der Gesellschaft durch rechtliche Gleichstellung und Selbstbestimmung einnehmen, sehen wir gerade aktuell rückwärtsgewandte Tendenzen. Die sogenannten „Tradwives“ und ihre nostalgische Verklärung alter Klischees sind nicht nur ein Social Media Phänomen, sondern ein Ausdruck, dass das Finden neuer, ausgewogener Rollenbilder offensichtlich noch immer nicht geglückt ist.

Der Monolog geht mit der patriarchalen Gesellschaftswelt schonungslos ins Gericht. Wie siehst Du die Situation patriarchaler Macht heute?

Ich denke, wir sehen beides – den Aufstieg der starken patriarchalen männlichen Führer wie in Amerika, einhergehend mit einem Aufleben des christlich-evangelikalen traditionellen Frauenbilds. Wir sehen aber auch Frauen in einflussreichen politischen Ämtern, wie die erste Premierministerin in Japan. Wenn man jedoch die Fakten betrachtet, so befinden wir uns nach wie vor in einer Gesellschaft mit männlichen Privilegien – von Gender Pay Gap bis zur ungleich verteilten Care-Arbeit und der gläsernen Decke im Berufsleben. Gerade beim Thema Karriere wirkt der Bias zugunsten der Belohnung „männlich konnotierter“ Erfolgskriterien tief und unbewusst in Männern und Frauen.

Der Text drückt auch viel Trauer über das Scheitern der Liebe und eines Miteinander der Geschlechter im persönlichen wie gesellschaftlichen Leben aus. Welche Auswege siehst Du da?

Undines tiefe Trauer entsteht aus der Erkenntnis der Unmöglichkeit von Liebe in einer Welt, die Frauen nicht als gleichwertige Partnerinnen anerkennt. Nur wenn wir verstehen, dass Menschen (ob Mann oder Frau) die Welt individuell emotional erleben und lernen, in diese Welten gegenseitig einzutauchen, können wir uns tatsächlich „sehen“ und gemeinsame Lösungen finden. Dafür braucht es vor allem Empathie und Kommunikationsfähigkeit. Beides sollte längst auf einem Lehrplan der Schulen stehen. Wir wissen heute sehr genau, welche Faktoren Einfluss auf dauerhafte und glückliche zwischenmenschlichen Beziehungen haben. Dazu gibt es Forschung.

Was kannst Du als Frau und Künstlerin von „Undine geht“ in das Heute  mitnehmen?

Als schreibende Frau sind Ingeborg Bachmanns Texte eine Inspiration und eine Aufforderung, aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen in ebenso schonungsloser Sprache wiederzugeben.

Was bedeutet Dir das Element Wasser?

Ich verbringe viel Zeit in der Natur. Wasser ist nicht nur das lebensspendende Element, es ist auch eine sinnliche Erfahrung, in einen See oder ins Meer einzutauchen, sich ganz umschlossen zu fühlen – unterzutauchen.

Wie lebst Du den Kreislauf der Jahreszeiten?

Ich verbringe viel Zeit im Garten, dadurch erlebe ich die Jahreszeiten hautnah – in der Veränderung der Pflanzen und im Verhalten der Tiere, das ist faszinierend zu beobachten. Könnte ich es mir aussuchen, so wäre der Frühling allerdings die längste Jahreszeit.

Was braucht Liebe immer, um zu wachsen, blühen?

Einfühlungsvermögen und dass beide Partner motiviert sind, immer wieder Lösungen für ein glückliches Miteinander zu finden, egal wie unterschiedlich die Bedürfnisse und Wünsche auch sind.

Was lässt Liebe untergehen?

Egoismus, Abwertung und Schuldzuweisungen.

Welches Zitat aus „Undine geht“ möchtest Du uns mitgeben?

„Deine Einsamkeit werde ich nie teilen, weil da die meine ist, von länger her, noch lange hin.“

Darf ich Dich zum Abschluss zu einem Akrostichon zu „Undine geht“ bitten?

U nsichtbar zwischen deinen Wellen

N och funkelt mein Schuppenkleid

D eine strahlenden Augen

I rgendwo verschmelzen zwei Leben

N icht loslassen will ich dich

E ine Woge näher eintauchen und näher noch

G emeinsam auf dem Treppelweg

E rgraut dein Haar

H ilflos sehen wir uns nach

T iefentladen

Undine geht _
Sandra Schoessler, Schriftstellerin  _ Wien _
Thematisch-szenisches Fotoshooting _
„Undine geht“ Ingeborg Bachmann (1961) _
Ingeborg Bachmann_ 
Schriftstellerin (25.Juni 1926 Klagenfurt – 17.Oktober 1973 Rom)

Undine geht_Erzählung/Monolog Ingeborg Bachmann_Wien_1961

im Interview und szenischem Fotoportrait_acting Undine

Sandra Schoessler, Schriftstellerin  _ Wien _

Sandra Schoessler, Schriftstellerin  _ Wien _

Ingeborg Bachmann_ Schriftstellerin (25.Juni 1926 Klagenfurt – 17.Oktober 1973 Rom)

Zum Projekt: Das Bachmann Projekt „Station bei Bachmann“ ist ein interdisziplinäres Kunstprojekt an den Schnittstellen von Literatur, Theater/Performance und Bildender Kunst.

Dabei kommt den topographischen und biographischen Bezügen eine besondere Bedeutung zu, indem Dokumentation, Rezeption und Gegenwartstransfer, Diskussion ineinandergreifen.

Künstler:innen werden eingeladen an diesem Projekt teilzunehmen und in ihren Zugängen Perspektiven zu Werk und Person beizutragen.

Den performativen Schwerpunkt bildet dabei Werk und Leben Ingeborg Bachmanns. Ebenso weitere Künstler:Innen.

Sandra Schössler und Walter Pobaschnig _
Undine geht _ Donau/Wien 8/25

Interview und alle Fotos Walter Pobaschnig, 8_25 Donau_Wien.

https://literaturoutdoors.com