Liebe Marianne Schaufler, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?
Der Biorhythmus weckt mich. Kippe, Kaffee und Kippe. Gedankenlaufbahnen entkleistern. Übliche Haushaltstätigkeiten und währenddessen in den Augenblicken, die noch nicht hinter mir abgefallen sind, nach Inspiration suchen.
Um 13 Uhr in etwa Mittagessen und Zeitung dazu lesen. Politikteil. Manchmal Radio nebenher aus der Rubrik Kultur und Kunst.
Gegen 17 Uhr, lesen und/oder schreiben. Laptopzeit schaffen, TipTop.
Marianne Schaufler, Schriftstellerin
Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?
Umstände bleiben selbstredend individuell und jeder hat Prioritäten. In Angesicht von Kriegen nebenan, halte ich zwischenmenschliche Beziehungen mit Mitgefühl und Verständnis zu pflegen, für überaus wichtig. Mehr denn je, sollte man anderen mit Freundlichkeit und Respekt gegenüberstehen. Seine Toleranz stärken und im Kleinen friedliche Konfliktlösungen anbieten. Das Miteinander Reden pflegen mit Ehrlichkeit und Vertrauen. Auf soziale Missstände aufmerksam machen, um Chancengleichheit zu etablieren.
Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?
Kunst ist in der Lage das persönliche Wohlbefinden zu steigern. Kunst kann Revolution. Sie kann Aufmerksam-Machen. Sie dient der Inspiration. Sie ist ein Vermittler von Emotionen, Ideen und Perspektiven. Sie muss jetzt zum Zeitgeschehen die richtigen Fragen aufwerfen. Lasst uns gemeinsam unsere Betrachter anregen.
Was liest Du derzeit?
Als Crossleserin, um keine Style zu adaptieren, lese ich gerade
Lose Blätter von Ragnar Helgi Ólafsson,
Die Füchsin von Margaret Atwood,
Das die Erde einen Buckel werfe von Wolfgang Schiffer und
Unser blauer Diamant von Andreas Lukas.
Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?
Zitat Hannah Arendt:
„Wenn ich arbeite, bin ich an Wirkung nicht interessiert.“ Frage Gaus: „Und wenn die Arbeit fertig ist?“
„Tja, dann bin ich damit fertig.“
Vielen Dank für das Interview, liebe Marianne, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literaturprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!
5 Fragen an Künstler*innen:
Marianne Schaufler, Schriftstellerin
Zur Person _ Marianne Schaufler, 1976 im Ruhrpott geboren, Fachhochschulreife _ Fachrichtung: Sozial-und Gesundheitswesen, examierte Altenpflegerin zzt. Hausfrau. Lebend in Mittelfranken
Zur Person _ Dr. Sigrid Faltin studierte Englisch, Germanistik und Geschichte in Bonn und Freiburg und promovierte über „Die Auswanderung aus der Pfalz nach Nordamerika“ in Neuerer Geschichte. Nach einem journalistischen Volontariat war sie Freiburger Regionalkorrespondentin beim SWF und moderierte im Hörfunk und Fernsehen. Sie arbeitet als Film- und Buchautorin und als Produzentin für Fernsehdokumentationen und Dokumentarfilme. Ihre Filme wurden und werden international prämiert und gezeigt. Sie lebt in Freiburg im Breisgau.
Filmografie (Auswahl):
Anne-Sophie Mutter – Vivace
Kinodokumentarfilm von Sigrid Faltin
91 / 60 / 52 Min. dt./engl.
SWR 2023
Kinoverleih Filmwelt
Weltvertrieb Naxos Audiovisual
Musikfilmfestival Oberaudorf 2023
Toronto International Women Film Festival 2023
Miami Women Film Festival 2023
Golden Prague Festival 2023
Berlin Women Cinema Fest 2023
Chicago Women Film Festival 2023
San Jose Independent Film Festival Dezember 2023
Tokyo International Cinema Award 2023
Ein Hauch von Amerika – Die Doku
Dokumentation zu der 6teiligen gleichnamigen Spielfilmserie
SWR 2021
45 / 30 Min.
Erfolgreichste Dokumentation der ARD-Mediathek 2021 (2 Mio. Zuschauer)
RIAS TV-Award 2022
Frank Lloyd Wright – Der Phoenix aus der Asche
SWR in Zusammenarbeit mit ARTE 2020
53 Min.
Silbermedaille New York Festivals 2021 (Kategorie Biografien)
Best Feature Documentary Legendary Doc Film Festival 2021
Kinder! Liebe! Zukunft!
Coproduktion von Behring Film und Klotz Media mit White Pepper Film und dem SWR 2016
93 Min.
auch als Doku-Serie 4 x 45 Min.
Dietmar-Heeg-Medienpreis der Karl-Kübel-Stiftung 2017
Der Dokumentarfilm
Kinder! Liebe! Hoffnung! – Ein dramatisches Jahr mit einer Patchworkfamilie
SWR 2013, 90 Min.
nominiert für den Deutschen Fernsehpreis 2013
Caritas-Medienpreis Baden-Württemberg 2014
Journalistenpreis der Diakonie Baden-Württemberg 2014
Letzte Saison – Wenn es Zeit ist zu sterben, SWR 2011, 90 Min.
Preis der „Deutschen Gesellschaft für Humanes Sterben“ 2011
Europäischer Journalistenpreis der Medizinjournalisten 2011
Richard-von-Weizsäcker-Preis des Unionhilfswerkes 2012
Nestwärme auf Zeit – Das Leben einer Pflegefamilie, SWR 2009, 90 Min.
Medienpreis des Bundesverbandes der Kinder- und Jugendärzte 2010
La Paloma. Sehnsucht. Weltweit., Eine Coproduktion von White Pepper Film und Seppia Sàrl Strasbourg mit NDR / WDR / ZDF in Zusammenarbeit mit Arte, gefördert von MFG Filmförderung Baden-Württemberg, MEDIA Plus, Région Alsace, Communauté Urbaine de Strasbourg, Deutschland / Frankreich 2008, 93 Min. (deutsche und englische Fassung) 35 mm Dolby Digital,
25 Festivals weltweit
nominiert für den Silverdocs Music Award 2008
nominiert für den Prix Italia 2008
nominiert für den 2008 IDA International Documentary Award
nominiert für den Grand Prix URTI TV-Festival Monte Carlo 2010
Golden Palm Award Winner Mexico Film Festival Kalifornien 2009 (Best Documentaries)
Best Film of Art / Pärnu International Documentary Film Festival
Die Baroness und das Guggenheim – Die Geschichte der Hilla von Rebay
Coproduktion White Pepper Film mit ZDF/arte, AVRO, YLE, MFG Filmförderung Baden-Württemberg und MEDIA Plus 2004, 76 Min., gezeigt auf acht Festivals,
Bronzemedaille New York Festivals 2005 (Kategorie Dokumentarfilm)
nominiert für den baden-württembergischen Dokumentarfilmpreis 2005
nominiert New York Festivals 2005 (Kategorie Fernsehfilm)
Nachher drehen wir die Kanone wie beim Flaschendrehen und
Cüssen
Einander mit Zunge.“
Emil Kaschka, 20.12.2023
Emil Kaschka, Schriftsteller/Regisseur _ Emil Kaschka gewann 2023 in Wien die 16. Österreichischen Poetry-Slam Meisterschaften
Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:
Emil Kaschka, Schriftsteller/Regisseur
Zur Person _ Emil Kaschka, geboren 1996 am Land in Tirol. Er studierte Germanistik in Innsbruck, Sevilla und Wien. Nach seinem Romandebüt GRÜNHOLZ (2021) begann er mit einem Drehbuchstudium an der Filmakademie Wien. Letztes Jahr debütiere er mit seinen Theaterstücken SEIT JAKOB (2022) und SCHMELZWASSER (2022).
Für die Entwicklung seines neuen Stückes wurde er mit dem österreichischen Dramatiker:innenstipendium 2023 gefördert. Im selben Jahr drehte er seinen Debüt-Film INS WILDE LAND.
Emil Kaschka gewann 2023 in Wien die 16. Österreichische Poetry-Slam Meisterschaft
Liebe Eva Paulin, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?
Mein Tagesablauf hat sich durch die aktuelle Weltlage nicht verändert. Ich male und lese, treffe mit Menschen zusammen und versuche täglich etwas dazu zu lernen oder zu begreifen.
Eva Paulin, Bühnen-, Kostümbildnerin,Regisseurin, Künstlerin
Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?
Viele haben mit den sich häufenden Horror-Nachrichten der Kriege, die unsunentwegt erreichen, eine dünnere Haut bekommen. Ich schließe mich da nicht aus, aber es ist besonders wichtig uns jetzt bewußt mit der Evolution der Menschheit zu beschäftigen. Wir alle haben die Wahl aktiv unsere konstruktiven Gedanken in die Welt zu tragen. Wie wenig wir Menschen aus den historischen Parallelsituationen gelernt haben, ist unglaublich. Für jeden Einzelnen zählt es im Moment besonders in der Kommunikation unser emphatisches, verbindendes und heilendes Potential zu verstärken. Das geht am Besten durch Austausch unserer Gedanken mit anderen, um auf Desinformation zu reagieren.
Eva Paulin _ folgende
Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Kunst an sich zu?
Ich glaube, dass die Informations- und Reizüberflutung es notwendig machen, sich zu positionieren. Stellung gegen bestimmte destruktive, gleichgültige Haltungen zu beziehen. Eine Form von Solidarität zu schaffen und das Bewusstsein für unseren Lebensraum, die Erde, zu stärken. Die Entwertung des Menschen und der Natur zugunsten des materiellen Profits lässt Gesellschaften untergehen.
Wir sollten nachdenken, umlernen und begreifen, wovon ein Mensch wirklich profitiert. Nämlich der Entwicklung und Verfeinerung der Sinne und der daraus folgenden Stärkung der Intuition, die uns verbindet, im Gegensatz zur so einflussreichen künstlichen Intelligenz, die oft in der Vereinfachung reduzierend wirkt. Die Aufwertung der Gefühle und Emotionen, der Wahrnehmung eines Menschen im Gegensatz zur künstlichen Intelligenz, ist dringlich.
Die Rolle der Kunst ist für mich unverändert. Sie soll berühren und uns motivieren Verantwortung für unser Denken und Handeln zu übernehmen. Wir sind nicht allein auf der Welt und es gibt so viele Menschen, die sich nach positivem Input sehnen, sich lieber konstruktiv verhalten wollen, als nur passiver Spielball einer Situation zu sein. Kunst hat in Krisen-Zeiten eine große Verantwortung den Teil im Menschen zu nähren aus dem die Impulse zum Miteinander kreieren erwachsen.
Was liest Du derzeit?
Der Dirigent von Sarah Quigley
Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?
Erst die Erzählung eröffnet die Zukunft, indem sie uns hoffen lässt.
Bjung Chul Han
Vielen Dank für das Interview, liebe Eva, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Kunstprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!
5 Fragen an Künstler*innen:
Eva Paulin, Bühnen-, Kostümbildnerin,Regisseurin,Künstlerin
Zur Person _ Eva Paulin Die Erfindertätigkeit meines Vaters führte uns nicht lange nach meiner Geburt nach Italien. So hatte ich das Glück zweisprachig und zweikulturig aufzuwachsen.
1973- 1983 Romanistik- und Orientalistik-Studium an der Universität Graz, und an derselben Universität Bühnenbild und Kostümkunde. Freischafende Bühnenbildnerin von 1984 bis 1988 in Deutschland. 1988 Übersiedlung nach Luxemburg.
Seit 1990 auch Regisseurin. Seither über 50 Inszenierungen in Deutsch, Französisch und Luxemburgisch, an Theatern wie dem Théâtre des Capucins, dem TNL, dem Kasemattentheater, dem TOL und dem Théâtre d’Esch sowie einige Koproduktionen mit dem Theaterhaus Stuttgart und dem Trierer Stadttheater.
Meine Kinder sind 1982, 1988 und 1990 geboren. Deshalb hatte ich lange Phasen in denen ich mich ihnen ausschließlich widmete, ohne aber meine künstlerischen Bemühungen, die der Motor meiner Existenz sind, aus den Augen zu verlieren.
Von 2011 bis 2017 habe ich mich gleitend hin zu einem neuen Berufsweg bewegt. 2016 war das Jahr meiner bisher letzten Inszenierung und ab 2011 wagte ich den Weg in die Malerei, die von Kind an ein Herzenswunsch war.
2011 Wiederaufnahme meiner malerischen Tätigkeit. Mit Atelieraufenthalt in Kanada (Montréal). Ich hatte bisher 2 Künstler Residenzen (2012 und 2015- Print Museum Grevnmacher und Walfer Kultur Schapp) in Luxemburg. Außerdem mehrere Solo und Kollektiv Ausstellungen in Barcelona, Berlin, Luxemburg, Montréal und Trier. Seit 2018 bin ich Mitglied des Comités der Luxemburgischen Künstler Vereinigung ARCasbl.
Mein beruflicher wie auch privater Lebens-Weg führte mich bisher in verschiedene Länder und Kulturen (Österreich, Italien, Deutschland, Portugal, und Québec (Kanada). Ich bin dankbar für die Begegnung mit den Menschen in ihrer kulturellen und sprachlichen Vielfalt , die mein Leben durch ihre Offenheit und Freundschaft bereichert haben und mir dadurch unendliche Lernmöglichkeiten boten.
Lieber Alexander Knaipp, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?
Das Zauberwort heißt: „Fokus“. Den Fokus legen auf Körper – Geist – Erholung. Gestärkt in den Tag mit einer ausgewogenen Ernährung, kombiniert mit Morgensport, Meditation. Das weckt den Geist.
Als Intendant, vor dem Laptop, etwas hoffentlich Unterhaltsames, gesellschaftlich Relevantes und künstlerisch Anspruchsvolles schaffen; Verantwortung übernehmen, Jobs kreieren, Visionen mit Leben erfüllen.
Als Schauspieler alles tun, damit der/ die ZuschauerIn einen unterhaltsamen Abend hat.
Zur Ruhe kommen mit Familie und Freunden. Nichts denken, nur sein.
Alexander Knaipp,Schauspieler und Intendant
Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?
Austausch, Offenheit, Zuhören, Fragen stellen und dadurch vielleicht den Weg zur Gemeinsamkeit und idealerweise zur Gemeinschaft ebnen.
Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei dem Theater/Schauspiel, der Kunst an sich zu?
Sobald etwas belehrend oder von „oben herab“ oder der Wink mit dem Zaunpfahl ist, verschließen sich die Leute. Das liegt in der Natur des Menschen. Ist auch klar, denn wenn man nicht bereit ist für Veränderung, verschließt man sich und blockt ab. Also sollte die erste Aufgabe von Theater/ Schauspiel und Kunst im Allgemeinen, meiner Meinung nach, das Fragen stellen sein. Durch eine Frage fordere ich mein Gegenüber in die Interaktion, lade ihn/ sie dazu ein, sich auf das Thema einzulassen, sich auszutauschen, zeige auf, das seine/ ihre Meinung Bedeutung hat. Wertschätzung ist einer der besten Schritte für ein Miteinander, für Veränderung.
Was liest Du derzeit?
Dutzende von Theaterstücken, Peter Falks „Just one more Thing“ und alle möglichen medizinischen Abhandlungen zu Ernährung, weil mich das einfach fasziniert.
Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?
Eines der bewegendsten Zitate, die ich je gehört habe, leider aber nicht mehr zu 100% wiedergeben kann, lautet ungefähr so: „Das Einzige, was ich sicher über das Leben nach dem Tod sagen kann ist, dass jene Menschen, die dich lieben, dich in ihren Herzen bewahren werden.“
(Autor unbekannt)
Alexander Knaipp, Schauspieler und Intendant
Vielen Dank für das Interview, lieber Alexander, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Schauspiel-, Kunstprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!
5 Fragen an Künstler*innen:
Alexander Knaipp, Schauspieler und Intendant
Zur Person _ Alexander Knaipp, Schauspieler
Ausbildung: 2011 Mag.art (Schauspiel) Universität für Musik und Darstellende Kunst Graz 2010 Bachelor of Arts (Theater-, Film- & Medienwissenschaft) Universität Wien. Casting Workshops bei: Rita Waszilovics, Nicole Schmied, Nancy Bishop, Susi Stach Camera und Film und Theater Workshop bei: Dunja Tot English Articulation and Conversation Training/ Acting: Victoria Halper
Auszeichnungen: 2015 Kulturmedaille der Stadt Traun 2015 Sonderpreis für die beste Ensembleleistung „Kommissar Taler” (Regie: Victoria Halper) bei dem ‘Oberösterreich im Film’-Festival; 2012 Nestroy für „Geister in Princeton” (Regie: Anna Badora) als Beste Bundesländer Aufführung (Rolle: Karl Menger) / Schauspielhaus Graz 2012 Nominierung „Turning Point” (Regie: Victoria Halper) als Bester Film beim REC’n’PLAY – Das Tiroler Kurzfilmfestival
Film, TV:
2022 FAHNDUNG ÖSTERREICH [Tobias Wagner, EHR] Servus TV [Regie: Andy Klein] 2022 FALKNER UND DIE LIEBE EINES LEBENS [Falkner] Kino [R: Oliver Jungwirth] 2022 MOBBING – DER FILM [Lehrer] Kija-OÖ [Regie: Gerlinde Schedlberger] 2021 DEAR MOTHER [Finn Turner HR] FH-Salzburg Regie: Sabrina Hickl 2020 BERGWELTEN – WILDERER [Interviewer HR] Servus TV [Regie: Fritz Kalteis] 2020 ANIMA (short) [Thomas HR] FH – Salzburg [Regie: Norbert Pany]
2019 SOKO DONAU/ SOKO WIEN [Polizist] ORF, ZDF [Regie: Holger Gimpel] 2019 UNIVERSUM HISTORY [Bruder v. Löwenherz] ORF [Regie: Fritz Kalteis] 2019 THE GO*D (short) [Lebensmittelchemiker] Uni Ravensburg [Regie: Anete Kramina] 2018 SOKO KITZBÜHEL [Pfarrer] ORF, ZDF [Regie: Claudia Jüptner-Jonstorff] 2018 DER VERRAT DES KAISERS [Prinz Xavier] ORF [Regie: Fritz Kalteis] 2018 FOUNDFOOTAGE (Kino) [NR] Creators Cup [Regie: Oliver Jungwirth] 2017 MENSCHEN UND MÄCHTE [Elias Canetti] ORF [Regie: Fritz Kalteis] 2017 CONATUS (short) [HR] FH-Hagenberg [Regie: Andreas Ziegelwanger] 2017 DER LETZTE ANRUF (short) [HR] FH-Hagenberg [Regie: Julia Flath] 2014 KOMMISSAR TALER (Kino) [Christian Taler] Knaipp Productions [Regie: V. Halper] 2014 MEET LOTTA (short/ engl.) [Tommy] Kroh Productions [Regie: Christian Kroh] 2012 OTHELLO: EDITED WITH LIES (short/ engl.) [Othello] arteffects [Regie: V. Halper] 2011 TURNING POINT (short) [Konstantin] arteffects [Regie: Victoria Halper] 2011 „I’M NOT SCARED” (Musikvideo) [HR] Michael Egger Productions [Regie: M. Egger] 2010 BIS EINER WEINT… (short) [Clemens] Filmakademie Wien [Regie: Dominik Hartl] 2009 AKTENZEICHEN XY [Episodenrolle] ZDF [Regie: Erwin Keusch]
Theater 2021/ 2023: Künstlerische Leitung Sommertheater Kulturpark Traun (OÖ) (Schauspieler) 2012 – 15; 2016 – 23 Ensemblemitglied im Linzer Kellertheater 2023 DIE WOCHENENDAFFÄREN Robert [R: Peter Andreas Landerl] T: Linzer Kellertheater 2023 LADIES NIGHT Leo [R: Katharina Bigus] T: Sommertheater Kulturpark Traun 2022 EIN SELTSAMES PAAR Erwin [R: John F. Kutil] T: Linzer Kellertheater 2022- SIRALEX 2023 Host [Regie: John F. Kutil] T: AK OÖ und Tournee 2021 HAIR Vater von Claude, Sergeant [Regie: Susanne Kerbl] T: Stadttheater Bad Hall 2021 EIN SEITENSPRUNG ZUVIEL Robert Weiß [R: John F. Kutil] T: Linzer Kellertheater 2021 DIE WUNDERÜBUNG Therapeut [R: Alexander Knaipp, Katharina Bigus] T: Sommertheater Kulturpark Traun 2019 BOEING BOEING – RESTARTED Pierre, Pilot [Regie: John. F. Kutil] T: Linzer Kellertheater 2018 RESET_ALLES AUF ANFANG Martin, Investmentbanker [Regie: John F. Kutil] T: Linzer Kellertheater 2018 LIEBESGSCHICHTEN UND HEURATHSACHEN Alfred [Regie: John F. Kutil] T: Kulturfabrik Helfenberg 2018 HALLELUJA! VIER FÄUSTETRUMPFEN AUF Tango, Mutter, Tschamba Fi [Regie: Michael Kuttnig] T: Theater in der Innenstadt 2017 DIE NERVENSÄGE Dr. Wolf [Regie: Robert Mohor] T: Linzer Kellertheater 2017 TOTAL VERUNSICHERT – DAS MUSICAL Eberhardt (HR) [Regie: Benedikt Karasek] T: Theater in der Innenstadt 2017 DER RAUB DER SABINERINNEN Dr. Neumeister [Regie: Ursula Ruhs und Daniel Pascal] T: Schloss Traun 2016 DIE KAKTUSBLÜTE Igor [Regie: John F. Kutil] T: Linzer Kellertheater 2016 NATHAN DER WEISE Der Tempelherr [Regie: Cornelia Metschitzer] T: Tribüne Linz 2015 WOYZECK Woyzeck [Regie: Cornelia Metschitzer] T: Tribüne Linz 2015 PROF. BERNHARDI Dr. Feuermann [Regie: Hermann Beil] T: Festspiele Reichenau/Rax 2014 EAST OF BERLIN Rudi [Regie: Victoria Halper] T: Theatermenschen Linz 2014 OTHELLO DARF NICHT PLATZEN Max [Regie: Andrea Schnitt] T: Linzer Kellertheater 2014 AUGUST AUGUST, AUGUST Der Stallmeister [Regie: Daniel Pascal] T: Pascal Productions, Schloss Traun 2013 TOM, DICK UND HARRY Tom [Regie: Daniel Pascal] T: Linzer Kellertheater 2013 VOLPONE Corvino [Regie: Daniel Pascal] T: Pascal Productions, Schloss Traun 2012 OSCAR Albert Leroi [Regie: Daniel Pascal] T: Linzer Kellertheater 2012 DER KAUFMANN VON VENEDIG Bassanio [Regie: Daniel Pascal] T: Pascal Productions, Schloss Traun 2012 FLOH IM OHR Rugby [Regie: Cornelia Crombholz] T: Schauspielhaus Graz 2012 EIN IDEALER GATTE Lord Goring [Regie: Daniel Pascal] T: Pascal Productions, Schloss Traun 2011 DON CARLOS Page der Königin [Regie: Ingo Berk] T: Schauspielhaus Graz 2011 GEISTER IN PRINCETON Karl Menger [Regie: Anna Badora] T: Schauspielhaus Graz 2011 PEER GYNT Mads Moen, u.a. [Regie: Ingo Berk] T: Schauspielhaus Graz 2011 THE TURN OF THE SCREW Vormund, Quint [Regie: Manuel Czerny] T: Schauspielhaus Graz 2010 HELDENPLATZSKANDAL Thomas Bernhard [Regie: Steffen Jäger] T: Theater in der Josefstadt 2010 HAMLET Güldenstern [Regie: Theu Boermans] T: Schauspielhaus Graz 2009 GOD BLESS GOD Hauptrolle [Regie: Christiane Lutz] T: Grazer Oper 2009 DER ORGANISATOR Der Organisator [Regie: Christiane Lutz] T: Grazer Oper 2009 RADETZKYMARSCH Onufrij, u.a. [Regie: Ingo Berk] T: Schauspielhaus Graz 2008 DIE ODYSSEE Antinoos, u.a. [Regie: Tanja Krone] T: Schauspielhaus Graz
Sprecher (Auswahl): 2022 IMAGEFILM Aloisianum; Mina Film 2022 SCHULBUCH (Veritas Verlag) 2019 WELTKRIEG – EIN BUNTER ABEND Voice Over Theater. MAW Steyr 2019 HÖRKALENDER Lesung, Radio online, Life Radio, OÖ 2018 DIE UPRIMNYS Voice Over Theater. MAW Steyr 2015 LENA: UNSER DORF UND DER KRIEG. Lesung und CD-Aufnahme. Linz 2011 DONAUBLUT (Kriminalroman) Lesung. Wiener Buchmesse 2010 INVESTMENT PUNK Hörbuch
Sonstiges _ verfilmte Drehbücher: „Turning Point”, „Othello: Edited with Lies” & „Kommissar Taler” Theaterstück: „Priester Wider Willen“ (Schultz und Schirm-Verlag)
Hören Sie nicht auf alle Ratschläge, die sie sich selbst erteilen
Angenehme Weihnachten zu wünschen
Natürlich kommt am Ende alles ganz anders
Chellospiel lauschen und Mandarinen essen
Essiggurkerl haben Elektrolyte
Rahel Kislinger, 22.12.2023
Rahel Kislinger, Sängerin, Schauspielerin
Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:
Rahel Kislinger, Sängerin, Schauspielerin
Zur Person _ Rahel KislingerRAHEL wohnt in einer kleineren Stadt an der Donau mit dem Namen Wien. Sie macht Musik für die Merkwürdigen, welche sie zuletzt auf der sehr großen Hauptbühne des Donauinselfests begeisterte. Bereits ihre allererste EP „Die Allerschönste Angst“ wurde in Deutschland bemerkt (u.A. Tagesspiegel, Musikexpress und Radio PULS), auf „Ein sehr schöner Witz“ im Frühjahr 2023 folgten Konzerte mit Die Sterne, Danger Dan, Juli und Gentleman, auf Festivals wie dem Deichbrand oder dem Dockville Festival, sowie eine Nominierung für den Amadeus Austrian Music Award.
Mit ihren neuen Veröffentlichungen setzt RAHEL ihre musikalische Entwicklung Richtung 80er Synths im Stil der Neuen Deutschen Welle fort und verirrt sich immer öfter zu schrillen Gitarren und schrullig-schillernder Lyrik. Diese Mischung könnte man als Neuinterpretation des Dreampunks bezeichnen. Ihre erste eigene Tour wird wild, grantig und im besten Sinne entrückt: Wenn RAHEL zum Tanz einlädt, legen sich Zukunftssorgen und Weltenschmerz kurz schlafen, und in den Niederungen des (Beziehungs-)Alltags glitzern queere Utopien. Das muss dann wohl die große Schönheit sein, von der sie so gern singt!
Liebe Susmita Paul, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?
Zurzeit bewege ich mich auf einem schmalen Grad zwischen der kreativen Dimension des Schreibens und der handfesten Dimension der Jobsuche. Die Stunden meines Tages sind ungleich verteilt zwischen Arbeiten aus Leidenschaft und Arbeiten fürs Überleben. Um meine innere Flamme am Leben zu erhalten, schreibe ich oder bereite meine eigene Radioshow vor. Ich suche einen Vollzeitjob als Content Writer und das beinhaltet nicht nur Jobsuche und Bewerbungen, sondern auch Networking, was eine Kunst für sich ist. Da nun Weihnachten vor der Tür steht, macht es mir gerade Spaß Zentangle-Kunstwerke als Geschenk für einige meiner engen Freunde hier in Graz zu gestalten.
Susmita Paul, Schriftstellerin
Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?
Das ist bestimmt Achtsamkeit. Wir können nicht länger wie Zombies leben und uns nur auf unsere persönlichen Bedürfnisse konzentrieren und unsere Gier stillen. Ob wir es uns eingestehen oder nicht, die Realität ist, dass wir alle im selben Boot sind. Wenn wir diese Verbundenheit nicht wahrhaben wollen, werden wir blind in Entscheidungen getrieben, die, so glauben wir, nicht einmal kleine Wellen erzeugen würden. Tatsächlich sind wir aber Teil einer großen Welle! Deswegen ist es wichtig, dass wir unserer Zusammengehörigkeit treu bleiben und zugleich nicht vergessen, dass jeder einzelne Millimeter der Welle zur Entstehung von deren Kamm und Tal beiträgt.
Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?
Es ist etwas unheimlich, dass Sie diese Frage stellen. Über die letzten Jahre hatte ich jedes Mal, wenn der Herbst in den Winter überging, diese Offenbarung, dass es Zeit für Neuanfänge ist.
Der Weg nach vorne ist nicht nachhaltig zu meistern, wenn die Gegenwart stets die Vergangenheit schultern muss. Genauso wenig Sinn macht es aber in einer Blase einer in Aussicht gestellten Zukunft zu leben. Die einzige Möglichkeit zu leben ist, wie es Aldous Huxley in Schöne neue Welt ausdrückt, im „Hier und Jetzt“. Das bedeutet aber nicht, die Vergangenheit zu leugnen oder die Möglichkeiten der Zukunft, die die Gegenwart in ihrem Kern trägt, abzulehnen.
Es heißt, die Menschheit würde nicht aus der Geschichte lernen. Fehltritte werden ständig wiederholt. In solch einem Szenario fungieren Literatur und kreative Tätigkeiten wie ein magischer Ball, der sich nicht nur linear über die Zeiten hinweg ausdehnt, sondern auch vertikal durch die Schichten aus Masken dringt, die sich uns unbewusst auf unsere Gesichter gelegt haben.
Dieser magische Ball der Literatur und der Künste hat die Aufgabe, die steifen Schichten der Konformität und der Schweigekultur abzutragen. Was am Ende dieses Schaffensprismas verbleibt, ist nicht immer makellos. Aber auch eine Lotusblüte gedeiht aus Dung, nicht wahr? Schlagen wir also unsere Wurzeln tiefer, sodass wir Flügel bekommen und den Himmel erreichen können.
Was liest Du derzeit?
Ich lese gerade zum wiederholten Mal Das Narrenschiff von Sebastian Brant und Briefe an Theo von Vincent Van Gogh als Erfahrung des Lesens während des Schreibens für ein gemeinschaftliches Projekt mit einem niederländischen Autor. Des Weiteren lese ich Hieroglyphen verstehen: Eine Einführung. Das Buch wurde ursprünglich auf Englisch von Hillary Wilson verfasst und von Peter E. Maier ins Deutsche übersetzt.
Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?
Ich möchte gerne eine Definition des tschechischen Wortes „Lítost“ teilen, die Milan Kundera in Das Buch vom Lachen und Vergessen formuliert:
„Die erste Silbe, die gedehnt und betont ausgesprochen wird, klingt wie die Klage eines einsamen Hundes. In anderen Sprachen finde ich kein Äquivalent, obwohl ich mir nur schwer vorstellen kann, dass die menschliche Seele ohne dieses Wort zu verstehen ist. […] Lítost ist ein qualvoller Zustand, der durch den Anblick unserer unvermutet entdeckten Erbärmlichkeit ausgelöst wird. Eines der bewährten Heilmittel gegen die eigene Erbärmlichkeit ist die Liebe. Denn wer wirklich geliebt wird, kann nicht erbärmlich sein. […] Das Absolute der Liebe ist im Grunde genommen der Wunsch nach absoluter Identität. […] Sobald die Illusion der absoluten Identität aber negiert wird […], wird die Liebe zu einem unversiegbaren Quell jener großen Qual, die wir Lítost nennen. […] Lítost ist folglich charakteristisch für das Alter der Unerfahrenheit. Sie ist eine der Zierden der Jugend.“ – Aus dem Tschechischen von Susanna Roth (1992, S. 164-166)
Vielen Dank für das Interview, liebe Susmita, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literaturprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!
Interview Übersetzung _ Lisa Schantl
5 Fragen an Künstler*innen:
Susmita Paul, Schriftstellerin
Zur Person _ Susmita Paul ist eine bilinguale Schriftstellerin aus Indien. Sie erreichte den zweiten Platz des 50-Cent-Preises im Rahmen des Grazer Poesieautomaten Projekts 2021. Ihre Texte auf Bengali und Englisch erschienen bisher in Kaurab, Tint Journal, Through the Looking Glass: Reflecting on Madness and Chaos Within, Saaranga, The New Amrita Bazar Patrika, Poetry and Covid, und weiteren. Paul ist Herausgeberin von The Pine Cone Review, eine von Zentangle inspirierte Künstlerin und gibt Creative Writing Workshops. Derzeit arbeitet sie an einem Manuskript zum Thema Trauer.
Aktuelles internationales Buchprojekt mit Laura Theis_
Tinted Trails Exploring Writings in English as a Second Language
Text von Susmitta Paul, die in Tinted Trails erschienen ist: Kurzgeschichte „The River-Song“ (Neuveröffentlichung)
AN ANTHOLOGY BY TINT EDITED BY Lisa Schantl, Filippo Bagnasco, Andrea Färber and Chiara Meitz
GUEST EDITORS Marjorie Agosín and Juhea Kim
CONSULTING EDITORS Matthew Monroy and John Salimbene
ART CURATOR Vanesa Erjavec
FORUM STADTPARK
Tined Trails
Exploring Writings in English as a Second Language
features a best-of Tint Journal texts from issues #01 to #10, as well as new works by renowned ESL authors to show the wide and bright kaleidoscope of worldwide literature in English.
The book holds 35 texts, both poetry and prose, organized in four chapters, carefully assembled by guest editors Marjorie Agosín and Juhea Kim, consulting editors John Salimbene and Matthew Monroy, and the anthology editors Lisa Schantl, Filippo Bagnasco, Andrea Färber and Chiara Meitz. The artworks were curated and the illustrations drawn by Tint Art Editor Vanesa Erjavec.
Release: November 2023 Publisher: Verlag FORUM STADTPARK Price: € 22,- ISBN: 978-3-901109-84-3
Tint Journal is the leading online literary journal for those who write prose and poetry in English as their second or non-native language.
By choosing English as their creative tool, these writers provide an extensive audience with a window into their values, ideas, and beliefs. Coming from a wide variety of backgrounds, they bridge borders and blend cultures, offering the purest and deepest understanding of their fiction and nonfiction worlds.
Over the years, Tint has become a multifaceted platform for emerging and established ESL writers, and it encourages them to embrace their non-native English backgrounds. Their unique linguistic landscapes shape their creative voices and influence their readers’ experiences. This quality has been ignored— even shamed— for too long.
Through the innovative, tinted lenses of ESL writers, Tint shines a light on the ways that authors all over the globe can contribute to what we know as literature in English
Wien. 1914. Der I.Weltkrieg tobt und es geht in den ersten Kriegswinter. Trotz allem gibt es Lichtblicke, Vorfreude für Familie Kiesler. Der Vater war von Lwiw/Lemberg und die Mutter aus Budapest zugezogen und Wien wurde für sie die Stadt der Liebe und nun ihres Kindes, das im November zur Welt kommt.
Der in einer Bank beschäftigte Vater und die Konzertpianistin ziehen bald in die neue Wohnung im Wiener Cottage mit großem Garten. Die kleine Hedwig „Hedy“ entwickelt sich prächtig und hat viel Freude an Musik, Tanz, Theater. Bald wird dies ihr Interessensmittelpunkt und bald folgen erste Engagements…
Theater, Film entdecken dieses unvergleichliche junge Talent in Schönheit, Präsenz und Spielfreude. Der Weg führt zu Bühnen, Filmstudios und die Karriere nimmt ihren Lauf…
Dann die Liebe. 1933 heiratet sie den Waffenfabrikanten Fritz Mandl. Ein ganz anderer Lebensabschnitt beginnt nun, dem sie bald zu entfliehen sucht…
Weitere Stationen werden Paris, London und schließlich Amerika. Hollywood empfängt sie mit offenen Armen. Ein Star wird geboren und ganze neue Welten öffnen sich. Auch in der Liebe…
Die Interessen der Schauspielerin sind jedoch vielfältig und so wird auch die Wissenschaft zu einem Innovationsraum, in dem sie ihre Ideen und Kreativität einzubringen sucht…
Ein Leben in Glanz, Glamour, Innovation, Liebe, Tragik und Geheimnis nimmt seinen spannenden weiteren Lauf…
Hedy Lamarr (Hedwig Eva Maria Kiesler * 9. November 1914 Wien † 19. Jänner 2000 in Casselberry/Florida/USA) ist eine der faszinierendsten Kunstpersönlichkeiten der Moderne. Sie verbindet auf besondere wie eindrucksvolle Weise Schauspiel, Wissenschaft und Familie. Dem umjubelten Bühnen-, und Filmerfolgen folgt auch in späteren Jahren die wissenschaftliche Anerkennung und schließlich 2014 die Aufnahme in die National Inventors Hall of Fame (USA).
Charlotte Leonard, Autorin, gelingt es im vorliegenden biografischen Roman, ausgehend von großer künstlerischer, familiärer wie zeitgeschichtlicher Sachkenntnis des Lebens, Werkes von Hedy Lamarr, eine spannende Unmittelbarkeit und Atmosphäre zu erzeugen, die Leserin und Leser mit auf eine unvergleichliche Lebens-, Karrierereise nach Wien, Paris, London und schließlich Hollywood nimmt, die in so vielen überraschend wie begeisternd ist.
„Ein begeisternder biografischer Roman über einen der erfolgreichsten wie außergewöhnlichsten Hollywoodstars!“
Die Verwegene. Sie strahlt im Glanz Hollywoods, und ihre Erfindung verändert die Welt – Hedy Lamarr. Charlotte Leonard, Aufbau Verlag.
Anna Baar ist eine Erzählerin, die unserer Welt einmalig mit einer Offenheit, Aufmerksamkeit, Ehrlichkeit und Empathie ins Auge von Leben, Liebe, Sinn sieht und dies ins Wort setzt, dass es begeistert, erschüttert und einfach immer wieder lesen lässt, weil es unser aller Spiegel und unser aller Sehnsucht in Neugierde, Hoffnung und Ankommen ist.
Anna Baar öffnet in ihrem Schreiben Wege, baut Brücken über Zeit und Grenzen hinweg und wird so zu einem literarischen Leuchtturm, der in Sonne wie Sturm und Wind an unser aller Meer und Ufer des Lebens inspiriert, bestärkt und unendlich schön genießen lässt. Wort um Wort, Seite um Seite.
Der vorliegende Textband der Kunst-Staatspreisträgerin 2022 versammelt ein Wunderland der Worte zu Biographie und Gesellschaft, Referenzen zu Literatur, Kunst, Ideen, Visionen und Reflexionen, welche die Vielseitigkeit, Genialität und Originalität Anna Baars sehr gelungen kompakt vorstellen und strahlen lassen.
„Anna Baar schreibt am offenen Herzen der Welt, der Liebe, der Gesellschaft und Kultur, der Erinnerung und Sehnsucht in einmaliger Sprach- und Sinnkraft!“
„He, holde Kunst!“ Anna Baar. Streifzüge und Randnotizen. Wallstein Verlag.