„tief überraschend, schön und zwingend“ 100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _ Jens Schröter, Schriftsteller _ Bonn 20.4.2026

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Ingeborg Bachmann, Schriftstellerin *25.6.1926 Klagenfurt +17.10.1973 Rom.

Ingeborg Bachmann auf der Terrasse in ihrer Wohnung in der Bocca de Leone/Rom _ um 1970

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Im Interview _ Jens Schröter, SchriftstellerMedienwissenschaftler_ Bonn

Lieber Jens, welche Zugänge gibt es von Dir zum Werk Ingeborg Bachmanns? 

Ich hab` selbst nicht zu Bachmann gearbeitet, ich bin ja auch nicht aus der Literaturwissenschaft. Aber ich habe im Studium zuerst „Anrufung des Großen Bären“ gelesen und das hat mich sehr beeindruckt. Ich komme immer wieder zu dieser Gedichtsammlung zurück.

Was macht das Besondere Ihres Schreibens aus?

Ich finde ihre Bilder und Wortkombinationen tief überraschend, schön und zwingend.

Möchtest Du bestimmte Werke hervorheben und warum?

„Die Anrufung des Großen Bären“ wird wohl immer mein Lieblingswerk bleiben

Was hättest Du Ingeborg Bachmann gerne gesagt, gefragt?

Ach nichts, ich hätte Sie in Ruhe gelassen.

Was sind Deine aktuellen Projektpläne?

Derzeit laufen mehrere Projekte, wir bringen drei Volkswagen-Projekte (eins zu KI in den Wissenschaften, eins zur Digitalisierung von Geruch und Geschmack und eins zu post-monetärer Ökonomie) gerade zuende und arbeiten an den Publikationen.

Darf ich abschließend zu einem Bachmann Zitat/Text bitten?

Das scheint mir heute angemessen:

In einer großspurigen Zeit

muß man rasch von einem Licht ins andre gehen, von einem Land

ins andre, unterm Regenbogen,

die Zirkelspitze im Herzen,

zum Radius genommen die Nacht.

Herzlichen Dank für das Interview!

Jens Schröter, SchriftstellerMedienwissenschaftler

Foto: Ingeborg Bachmann: Garibaldi Schwarze.

Foto: Jens Schröter _ privat.

Walter Pobaschnig, 1.4.26

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