Herausgegeben von Irene Fußl. Mit einem Vorwort von Hans Höller. Enthält Fotografien und Faksimiles
Es sind Gedichte, die wie Kometen in der Dämmerung der Nachkriegszeit am roten Himmel aus und über den Kriegstrümmern der Verzweiflung, Verlassenheit der „gestundeten Zeit“ strahlen und einer Generation eine Sprache, eine Stimme geben, wie es sie noch nie gegeben hat.
Eine neue lyrische Kraft, die aus Erde, Bildkraft, Mythologie ganz nah an Leben, Liebe, Gesellschaft ihren Ausdruck, ihren Rhythmus formt und eine Ausdruckskraft findet, die vom eigenen Weg in allen Wahrnehmungen, Erfahrungen, Träumen und Enttäuschungen berichtet.
Der Gedichtband „Die gestundete Zeit“ erscheint 1953 und stellt Ingeborg Bachmann schlagartig in die Mitte der Literatur der Nachkriegszeit. In den Gedichten wird der Krieg, die Shoa in welt-, geschichtsphilosophischer-, gesellschaftsbezogener wie persönlicher Perspektive thematisiert. Ebenso finden sich Bezüge zur Beziehung mit Paul Celan. In starker Bild-, Formsprache wird ein neuer Weg der Welt- und Selbstvergewisserung beschritten und es ist der Beginn einer der faszinierendsten und einflussreichsten literarischen Karrieren.
Die neue Edition der Salzburger Werkausgabe bietet nun einen umfassenden wissenschaftlichen Apparat, zahlreiche Faksimiles und Fotos und stellt die Gedichte in literaturwissenschaftlichen, biographischen und zeithistorischen Kontexten vor.
„Ein weiteres Highlight der großartigen Salzburger Bachmann Edition!“
Ingeborg Bachmann
Salzburger Bachmann Edition
Die gestundete Zeit
Herausgegeben von Irene Fußl. Mit einem Vorwort von Hans Höller. Enthält Fotografien und Faksimiles
Liebe Ella Necker, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?
Da ich verschiedene künstlerische Projekte am Laufen habe, ist mein Tagesablauf immer anders. Mal fahr ich in mein Haus- und Hofaltersheim, wo ich als Clownin arbeite. Mal bin ich mit dem Theater Frischluft unterwegs und spiele draußen oder drinnen Theater. Oder ich bin im Radio zum Nachrichtenlesen und Sendungsgestalten. Oder ich arbeite mit meinem Kollektiv Klaus an einer neuen Performance. Jedenfalls bin ich künstlerisch unterwegs. Und im Wald. Ohne den Wald geht gar nix. Da muss ich einmal pro Tag rein. Da find ich mich selbst. Und dann weiß ich auch wieder besser, was ich wirklich will.
Ella Necker, Schauspielerin und Clownin
Theater Frischluft _ Ella Necker (rechts im Bild)
Ella Necker, Schauspielerin und Clownin(folgende)
Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?
Ich glaube, der Wald. Da sollten wir alle pro Tag einmal reingehen. Da ist alles anders. Da ist nichts so wie sonst wo. Der Wald trägt ein großes Geheimnis in sich. Im Wald kann ich richtig gut atmen. Die Tiere leben im Wald. Die Bäume stehen da und sagen, komm mal kurz runter.
Kollektiv KLAUS _ folgende
Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei dem Tanz/Theater/Schauspiel, der Kunst an sich zu?
Ich glaube an die Kraft des Theaters. Aber manchmal bin ich echt enttäuscht, wenn da so eine Eitelkeit dabei rauskommt. Das Theater hat so eine Kraft, wenn es wirklich das Herz erwischt. Wenn es nur so oberflächliches cooles Zeugs ist, dann ist das nix. Gerade ist alles so schwer für die Leute, für die Welt. Das Theater kann auch Erleichterung verschaffen. So wie der Wald. Im Theater und über die Kunst soll, kann und muss man durchatmen können. Ich glaube, die Kunst ist mehr denn je Hoffnungsträger in dunklen Zeiten.
Theater Frischluft
Was liest Du derzeit?
David Grossmann, Was Nina wusste.
Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?
Elfriede Mayröcker: was brauchst du
? einen Baum ein Haus zu
ermessen wie groß wie klein das Leben als Mensch
wie groß wie klein wenn du aufblickst zur Krone
dich verlierst in grüner üppiger Schönheit
wie groß wie klein bedenkst du wie kurz
dein Leben vergleichst du es mit dem Leben der Bäume
Ella Necker, Schauspielerin und Clownin
Vielen Dank für das Interview, liebe Ella, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Theater-, Performance-, Tanz-, Clownerie-, Kunstprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!
5 Fragen an Künstler:innen:
Ella Necker, Schauspielerin und Clownin
Zur Person _Ella Necker, Schauspielerin und Clownin
Geboren 1980 in Aspang in der Buckligen Welt. Arbeitet in den Bereichen Performance, Tanz, Schauspiel und Clownerie.
AUSBILDUNG 1999-2004 Universität Wien/Schauspiel und Theaterwissenschaften sowie Medienwissenschaften und Publizistik. Private Schauspielausbildung bei Nika Bretschneider. Sprecherausbildung an der Schauspielschule Krauss. 2011 Theaterjahr an der Schule des Theaters Wien 2012-2020 zahlreiche Fortbildungen in Physical Theatre nach Jacques Lecoq. Clownerie Ausbildung bei Philippe Gaulier und Lila Monti. Teilnahme an zahlreichen Trainings und Research Projekten bei Impulstanz Wien.
2001-2008 Theaterengagements u.a. im Sommertheater Reichenau, Theaterbrett Wien, Theater in den Außenbezirken. Parallel dazu bis heute Redakteurin und Nachrichtensprecherin bei Radio Klassik Wien. Reportagen aus dem In- und Ausland. 2008 und 2010 Geburt der beiden Kinder Felix und Veronika
Seit 2011 erfolgreicher Wechsel in die freie Szene. Gründung des Kindertheater Frischluft. Damit unterwegs auf Bühnen in ganz Österreich (WUK Wien, Frida und Fred Theater Graz, Theater des Kindes Linz ) sowie in den Wiener Bezirken, Schwerpunkt Kindergarten und Schule. Parallel dazu Gründung der Schattentheater Kompanie Lampedina.
2014 Mitbegründung des Kollektiv KLAUS. Beginn der Arbeit als professionelle Clownfrau im sozialtherapeutischen Kontext. Als Ella Propella Hausclownin im Landespflegeheim Berndorf, NÖ.
Bis heute zahlreiche Auftritte in Theaterhäusern, Festivals und im öffentlichen Raum in ganz Österreich (Impulstanz Wien, Wien dreht auf Kultursommer, Dschungel Wien, WUK Wien, Frida und Fred Theater Graz, Pflasterspektakel Linz, Theater des Kindes Linz Altstadtzauber, Theater in den Außenbezirken). Gefördert durch die Stadt Wien Kulturabteilung, Kulturabteilungen der Bezirke, Stadtteil Kultur sowie den Künstersozialversicherungsfonds.
Zur Person_Christiane Warnecke, geboren nahe der Weser in Niedersachsen. Schauspielstudium und Arbeiten am Schauspielhaus Salzburg, Salzburger Landestheater, Theater Kosmos Bregenz, Theater an der Effingerstrasse Bern, Off Theater Salzburg sowie bei Lawine Torrén, Theater.direkt und auf dem Theaterschiff Saarbrücken.
Lieblingsarbeiten: „Vergiss nie dass ich dich liebe“ als Marlene Dietrich, „Diener zweier Herren“ als Beatrice Rasponi, „KasparHäuserMeer“ als Silvia, „Emilia Galotti“ als Gräfin Orsina, „Union Place“ als Sophie, „Rechnitz“ als Bote, „Lamm Gottes“ als Katze.
Aktuelles Projekt mit Christiane Warnecke: „Corpus Delicti“ Juli Zeh _ Schauspielhaus Salzburg
Christiane Warnecke, Schauspielerin in „Corpus Delicti“ Juli Zeh _ Schauspielhaus Salzburg _laufende Spieltermine
Spieltermine: bis 11. März 2024 Dauer: 1:45 Stunden, keine Pause
Theresa Mikesch, Schauspielerin. Model, Sängerin_ Station bei Falco _ acting Jeanny _ Wien _28.1_24
Theresa Mikesch, Schauspielerin. Model, Sängerin_ Station bei Falco_acting Jeanny _ Wien _28.1_24
Falco, Sänger, Musiker (* 19. Februar 1957 Wien † 6. Februar 1998 Dominikanische Republik)
Zum Projekt: Das Bachmann Projekt „Station bei Bachmann“ ist ein interdisziplinäres Kunstprojekt an den Schnittstellen von Literatur, Theater/Performance und Bildender Kunst.
Dabei kommt den topographischen und biographischen Bezügen eine besondere Bedeutung zu, indem Dokumentation, Rezeption und Gegenwartstransfer, Diskussion ineinandergreifen.
Künstler:innen werden eingeladen an diesem Projekt teilzunehmen und in ihren Zugängen Perspektiven zu Werk und Person beizutragen.
Den Schwerpunkt bildet dabei Werk und Leben Ingeborg Bachmanns. Ebenso weitere Künstler:Innen.
Liebe Theresa Mikesch, welche Bezugspunkte gibt es von Dir zu Falco, Sänger, Musiker (* 19. Februar 1957 Wien † 6. Februar 1998 Dominikanische Republik)?
Um ehrlich zu sein gar keine direkten – leider. Er ist vor genau 30 Jahren in Wiener Neustadt mit “Falco Symphonic” am Domplatz aufgetreten – da war ich gerade einmal ein Jahr alt. Seine Musik kann man einen Bezugspunkt nennen, da ich sie eigentlich mein halbes Leben lang gehört und geliebt habe und einmal habe ich einen Typen, so glaube ich, hauptsächlich deswegen gedatet und hot gefunden, weil er so gesprochen hat wie Falco. Im Nachhinein glaube ich, dass ich nur noch nie einen Wiener gedatet hatte und dass er durch das Wienerische so Falco-like für mich geklungen hat – nichts weiter.
Was macht für Dich den Künstler Falco aus?
Erhat sich etwas getraut und hat sein Konzept mit voller Kraft durchgezogen. Er hat einenStar erschaffen, hat den Leuten etwas zu reden gegeben durch seine extreme Art und war immer ein bisschen over the top, was es bedarf, um gut verkauft zu werden.
Gibt es Lieblingssongs?
“Emotional”. Mir gefallen wirklich viele Lieder sehr gut und ich höre viele auch öfter als “Emotional”, aber ich finde, dass “Emotional” etwas Besonderes hat – es spricht aus der Seele, hat etwas Echtes.
Wien ist geprägt von Falcos größten beruflichen Erfolgen und privatem Glück wie auch den Schattenseiten beider. Wie siehst Du den Künstler und Menschen Falco?
Der Künstler war grandios. Das, was er geschaffen, erdacht und auf der Bühne und im Fernsehen gelebt hat, ist – und das braucht man eigentlich nicht extra zu sagen – hochkarätig. Das Konzept des Künstlers ist spannend und gleichzeitig authentisch und ist beim Publikum gerade deswegen gut angekommen. Zudem bot seine Musik einen guten Kontrast zu den Beatles und zu ABBA.
Den Menschen Hans sehe ich zwiespältig. Einerseits tut er mir leid, weil ich glaube, dass er unter sehr großem Druck stand und das, was er sich erarbeitete und erleben durfte, schwer verarbeiten konnte. Es war einfach zu viel und ich glaube auch, dass ihn das zu einem manchmal sehr unguten Mitbürger gemacht hat, der auf das reduziert nicht immer die Liebe seiner Fans verdient hätte. Ich bevorzuge einfach ausgeglichene, wertschätzende und freundliche Menschen und gönne jenen den Erfolg mehr. Andererseits hat er sein emotionales Potenzial und seinen Realismus dazu genutzt, um Erfolg zu schaffen und davor ziehe ich meinen Hut.
Aber da ich ihn nicht persönlich kannte, sollte man auf meine Einschätzung wenig Gewicht legen. Ich gebe normalerweise nur ungern ein Urteil über Leute ab, bevor ich sie persönlich näher kennengelernt habe.
Träume, Sehnsucht, Erfolg wie Enttäuschung, Angst finden in Kunst wie Leben Falcos eindringlichen, intensiven Ausdruck. Wie gehst Du mit diesen Lebensthemen künstlerisch und persönlich um?
Künstlerisch rufe ich alle damit verbundenen Emotionen und Erinnerungen gesondert ab, und bringe sie wiederum die Thematik betreffend gesondert zum Vorschein. Das Leben macht einen schließlich zum besten Schauspieler – zumindest meiner These nach.
Aus persönlicher Sicht mache ich Sport. Er schenkt mir die Möglichkeit alle diese Themen zu verarbeiten, bietet Zeit zu reflektieren und durch ihn kann ich überschüssige Emotionen freisetzen. Egal ob es um positive oder negative Themen geht, ich gehe dafür entweder inlineskaten, langlaufen oder einfach spazieren.
Das Thema unseres Shootings ist der Falco Song „Jeanny“ (1985). Der Song stürmte die Charts. Welche Zugänge hast Du zu „Jeanny“?
Es ist ein super Lied. Musikalisch mitreißend und leider zu sehr umstritten – so umstritten mit all dem künstlich erschaffenen Drama, der übermäßigen Interpretation und dem darauffolgenden Medienhype, dass ich selbst ein paar Bedenken zwecks Außenmeinungen und Kommentaren auf dieses Shooting-Thema hatte. Schlimm eigentlich, wie hart auch unsere Generation mit Kunst ins Gericht geht und versucht zu zensieren, was wirklich brillant ist. “Jeanny” ist einfach ein Lied, das einen problematischen Stoff behandelt – kein Grund den Künstler dafür zu verurteilen, dass er einen hässlichen Aspekt unserer Welt aufzeigt.
Wie hast Du Dich auf das Shooting vorbereitet?
Kaum – aus Zeitgründen – aber ich habe beim Weg nach Wien exklusiv das Lied “Jeanny” immer und immer wieder gehört, um mich darauf einzustimmen. Das Lied kann ich sowieso auswendig, einfach weil ich es oft gehört habe, und am Vortag habe ich mir die Kostüme von unserem (Theater im Neukloster) Theaterfundus besorgt und mir das Musikvideo des Öfteren angeschaut, um diverse Posen und Blicke übernehmen zu können.
Du bist Schauspielerin, Sängerin. Hättest Du Dir ein Projekt mit Falco vorstellen können und wenn ja, welches?
Unter anderem – ja. Ich glaube, wenn er mich gefragt hätte, wäre ich bei jedem seiner Projekte dabei gewesen. Natürlich wäre es für mich das Highlight gewesen bei einem seiner Musikvideos einen Charakter spielen zu dürfen. Ich glaube auch, dass wir uns ganz gut verstanden hätten und eine gute Zeit während der Dreharbeiten gehabt hätten.
Es ist ein großartiger Style, wie Make-up, in wunderbarer Variation, die Du zum Fotoshooting hier gewählt hast. Was bedeutet Dir Mode, Style?
Danke, danke! Mir bedeuten Mode und Style sehr viel. Wie sich Menschen anziehen gibt viel Aufschluss darüber, wie sie sich gerade fühlen oder wie sie selbst gerne in dem Moment gesehen werden möchten. Über die Mode und den Style kann man außerdem das allgemeine Stilbewusstsein und diverse Interessen wie auch Prioritäten ablesen.
Ich bin zum Beispiel kein Fan von Marken – die Logos stören meiner Meinung nach den Look und wenn ich schon für etwas bezahle, will ich nicht damit gebrandet sein. Ebenso gehe ich nie nach der Mode – ich ziehe nur an, was mir gefällt und was ich für schön erachte.
Was sind Deine derzeitigen Projektpläne?
Im Februar trete ich tatsächlich mit einem Falco-Medley im Rahmen eines Charity-Events auf und das Theater im Neukloster bringt ab Mai das Musical “The Addams Family” von Andrew Lippa auf die Bühne. Alle weiteren Projekte 2024 dürfen noch nicht öffentlich kommuniziert werden.
Dass er bei seinen Interviews und Auftritten authentisch in seiner Rolle “Falco” war und seinem eigenen künstlerischen Selbstbild stets auch musikalisch treu geblieben ist. Er hat, meiner Meinung nach, immer in erster Linie auf sich selbst gehört und ist nur dann, wenn es zwingend notwendig war, Kompromisse eingegangen.
Darf ich Dich abschließend zu einem Akrostichon bitten?
Justice
Enables
Anonymous
Nobody
Nuturing
Youthfulness
Theresa Mikesch, Schauspielerin. Model, Sängerin_ Station bei Falco _ acting Jeanny _ Wien _28.1_24
Theresa Mikesch und Walter Pobaschnig _ Mercure Grand Hotel Biedermeier Wien
Vielen Dank, liebe Theresa, für Deine Zeit in Wort und Bild bei Falco, viel Freude und Erfolg für alle Projekte!
Theresa Mikesch, Schauspielerin. Model, Sängerin_ Station bei Falco _ acting Jeanny _ Wien _28.1_24
Vor dem Grab Nr. 4053 blieb ich stehen. Hier lag François Bertalot,
75. Infanterieregiment, gestorben am 8. August 1916. Aber woran?
Wir besuchten zum zweiten Mal den großen Soldatenfriedhof Von
Douaumont, der sich unterhalb des Beinhauses Einen halben Kilometer nach links und rechts ausdehnte. Es gab an die 40 solcher Friedhöfe, französische, deutsche, amerikanische, aber der von Douaumont war mit 20.000 Gräbern der größte. Da er im Zentrum des ehemaligen Schlachtfeldes lag, war er die meistbesuchte und gepflegteste Anlage. Wegen seiner Ausmaße beschlossen wir, den Friedhof getrennt zu erkunden.
Die Grabreihen mit den weißen Kreuzen waren durchgehend mit Rosenstöcken bepflanzt, die natürlich so früh im Jahr noch nicht ausgetrieben hatten. Mir fiel auf, dass es keine Unterschiede nach dem militärischen Rang der Toten gab, gemeiner Soldat lag neben Offizier –
eine Praxis, die in anderen Staaten keineswegs üblich gewesen ist.
Die Gräber waren in riesigE quadratische Blöcke eingeteilt. In der Mitte des Friedhofes war eine freie Rasenfläche, deutlich größer als ein Fußballfeld,
darin ragte ein Fahnenmast mit der Trikolore Auf.
Ich hatte mir vorgenommen, zumindest eine ganze ReiheabzusChreiten und die Namen, die auf den Grabkreuzen standen, laut vorzulesen. Aber
nach nicht ganz Einer Viertelstunde gab ich dieses Vorhaben auf. Es waren zu viele. Vor Bertalots Grab blieb ich also stehen. Hier begegnete der Lebende dem Toten.
Wie war er gestorben? Es gab eine Unzahl an Möglichkeiten: Die Kugel eines Scharfschützen mitten ins Herz. Der Stoß eines Bajonetts zwischen
die Rippen. Das Ersticken in einem getroffenen Unterstand. Die GArbe eines Maschinengewehrs. Das Ertrinken nach einem Sturz in den Tümpel am Grund eines Granattrichters. Das Verheddern im Stacheldrahtverhau. Die Glut eines Flammenwerfers. Das Erschossen werden wegen Feigheit vor dem Feind. Die Splitter einer Handgranate. Das Verbluten nach einem Bauchschuss. Das ätzende Gas in den Lungen. Das Versagen eines
überlasteten Chirurgen. Der Schlag mit einer Schaufelkante im Nahkampf. Das VerscHüttet werden durch Artilleriebeschuss. Die Explosion einer Mine. Die Ansteckung mit einer Krankheit, Typhus, Ruhr.
Die von Hand aus einem Doppeldecker Abgeworfene Bombe. Das
Erfrieren im Winter. Das VerdursteN im Sommer. Der Selbstmord aus
Verzweiflung. Und die häufigste TodesursaChe: das Zerfetzt werden durch einen Granatsplitter.
Ich werde nie Erfahren, woran François Bertalot gestorben ist. Ich werde nicht wissen, ob er schnell und gnädig starb oder elend und jämmerlich verreckte. Ob er Zeit hatte um zu beten. Ob er Gott, der all das zuließ, verfluchte. Und ob er, so wie die meisten Soldaten, im Angesicht des Todes nach seiner Mama schluchzte.
Sven Daubenmerkl, 27.1.24
Sven Daubenmerkl, Schriftsteller
Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:
Sven Daubenmerkl, Schriftsteller
Zur Person_Sven Daubenmerkl, Schriftsteller
Geboren 1965 in Kemnath/Bayern, lebt seit 1977 in Wels/Oberösterreich und seit 1997 in Gunskirchen; arbeitete viele Jahre als Lehrer für Physik, Chemie und Deutsch, jetzt Direktor an der MS Gunskirchen.
Sieben Buchveröffentlichungen, zuletzt „WANDERN IN VERDUN (Gosau 2013).
Liebe Christiane Warnecke, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?
Da ich momentan am Theater engagiert bin, widme ich mich in der Früh bei einem Kaffee noch einmal dem Text, mit dem ich gerade arbeite. Jetzt gerade „Corpus Delicti“ von Julie Zeh, was Ende Januar in Salzburg Premiere haben wird.
Dann geht es zur Probe. Ich habe das große Glück, mit sehr feinen Kolleg:innen zu arbeiten, was in ausprobieren, lachen, suchen und immer mehr finden mündet.
Die freien Spätnachmittage verbringe ich mit nacharbeiten, Sport und Büchern.
Ich habe mir vorgenommen, wieder mehr Zeit zu finden. Für Dinge. Für mich. Mal gucken.
Christiane Warnecke, Schauspielerin in „Corpus Delicti“ Juli Zeh _ Schauspielhaus Salzburg _laufende Spieltermine
Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?
Mehr zuhören. Sich selbst und anderen. Die Freude nicht verlieren – oder sie wiederfinden. Binarität verlernen. Es gibt nicht nur das eine und das andere.
Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei dem Theater/Schauspiel, der Kunst an sich zu?
Lebensrealitäten erzählen, nicht nur Althergebrachtes. Mutig bleiben. Herausfordern. Konfrontieren. Wagen. Und zum Lachen bringen.
Ich würde mir wünschen, dass die alten Strukturen aufgebrochen werden, dass die Gehälter zum Leben reichen und dass wir uns weniger als Konkurrenz zueinander fühlen müssen. Aus dem Mangel von Fülle, der Unsicherheit von Träumen und der Überforderung von Freiheit zu erzählen wird schwer, wenn es ein Dauerzustand bleibt.
Was liest Du derzeit?
Erzählende Affen von Samira El Ouassil und Friedemann Karig
Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?
„Geradeaus kann man nicht sehr weit kommen.“
– Zitat aus „Der Kleine Prinz“ –
„Hier dröhnen einem ja die Ohren von all eurem Gezanke und Krakeelen. So fahrt und saust und schert euch doch allesamt zum Donnerdrummel, wenn ihr euch nicht vertragen könnt!“
Lovis aus Ronja Räubertochter
Christiane Warnecke, Schauspielerin
Vielen Dank für das Interview, liebe Christiane, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Schauspiel-, Kunstprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!
5 Fragen an Künstler:innen:
Christiane Warnecke, Schauspielerin
Zur Person _Christiane Warnecke, geboren nahe der Weser in Niedersachsen. Schauspielstudium und Arbeiten am Schauspielhaus Salzburg, Salzburger Landestheater, Theater Kosmos Bregenz, Theater an der Effingerstrasse Bern, Off Theater Salzburg sowie bei Lawine Torrén, Theater.direkt und auf dem Theaterschiff Saarbrücken.
Lieblingsarbeiten: „Vergiss nie dass ich dich liebe“ als Marlene Dietrich, „Diener zweier Herren“ als Beatrice Rasponi, „KasparHäuserMeer“ als Silvia, „Emilia Galotti“ als Gräfin Orsina, „Union Place“ als Sophie, „Rechnitz“ als Bote, „Lamm Gottes“ als Katze.
Aktuelles Projekt mit Christiane Warnecke: „Corpus Delicti“ Juli Zeh _ Schauspielhaus Salzburg
Corpus Delicti“ Juli Zeh _ Schauspielhaus Salzburg _laufende Spieltermine
Spieltermine: bis 11. März 2024 Dauer: 1:45 Stunden, keine Pause
Lieber Raphael Miro Holzer, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?
Ich bin eine Nachteule, Abends kommen mir die besten und schlechtesten Ideen , die du dir vorstellen kannst. Am Morgen danach habe ich aus meinen Jahren als Tänzer meine Morgen – Routine, die pflege ich immer noch täglich und das hilft mir zurück zu mir zu finden und mich morgens zu sammeln.
Danach ein bisschen Realität; Emails checken, Einreichungen abarbeiten, meinen Kalender füllen. Dann ist es ca. 12 Uhr. Da hängt mein Tagesablauf ganz davon ab welches Projekt mich gerade beschäftigt. Ich war zuletzt in Sofia, Bulgarien da war von 12 – 19 Uhr Proben im Theater für meine neue Produktion. Achja, und ich esse stündlich, ohne essen schaffe ich nichts davon!
Raphael Miro Holzer, Choreograph, Tänzer
Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?
Empathie. Wir leben in einer Zeit, in der ich den Eindruck habe, die Extreme gehen so weit auseinander, dass es Meinungen, Positionen, Arbeiten und Menschen nur noch in Schwarz und Weiß beurteilt werden. Das Leben ist voller Grautöne, wenn man das einmal verstanden hat, lebt es sich bunter.
Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei dem Tanz/Theater/Schauspiel, der Kunst an sich zu?
Kunst ist ein täglicher Neubeginn. Sie erfindet sich immer wieder neu, ob alte Texte die neu interpretiert werden, berühmte Persönlichkeiten, deren Leben in neuen Perspektiven gezeigt werden oder der Körper, der das Unaussprechliche darstellen kann.
Mit Blick auf die österreichische Tanzszene ist ein vorsichtiger Aufbruch zu spüren. Tanz braucht in erster Linie Raum und Zeit. Ersterer hat uns in den letzten Jahrzehnten zurückgehalten im internationalen Vergleich. Langsam entwickeln sich aber neue Infrastrukturen, neue Künstler*innen, Kollektive und Projekte. Diesem gilt es jetzt Zeit zu geben sich zu entfalten.
Was liest Du derzeit?
Ich lese derzeit den “Boxer “von Felix Mitterer, und einen Gedichtband mit Texten von Francisco de Quevedo.
Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?
“Der Körper ist unser politisches tool” frei zitiert aus einem Gespräch mit meinem viel zu früh verstorbenen Mentor Ismael Ivo.
Vielen Dank für das Interview, lieber Raphael, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Tanz-, Kunstprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!
5 Fragen an Künstler:innen:
Raphael Miro Holzer, Choreograph, Tänzer
Zur Person _Raphael Miro Holzer ist ein preisgekrönter Choreograph, mit Sitz in Wien und Barcelona. Er genoss seine Ausbildung am MUK Wien, der Anton Bruckner Universität Linz und dem prestigeträchtigen Institut del teatre in Barcelona. 2021 gründete er die Tanzkompanie vanholzers als Plattform für seine weiteren choreografischen Arbeiten. Im selben Jahr ernannte ihn das katalanische Magazin Fila Zero zu einem der zehn aufstrebenden Künstlern, die man im Auge behalten sollte. Raphael erhielt den Premio Fundación AISGE und den dantzaZ Residency Preis für seine erste choreografische Kreation. 2023 wurde er zur Rückkehr in sein Heimatland Österreich eingeladen. Im Rahmen der tanztage23 präsentierte der Posthof – Linz eine dreifache premiere von Holzers Auftritten und erhielt fantastische Kritiken. Zuletzt erhielt er vom Moving Body Festival den Preis „Beste Choreografie“ für den Film „Truth is in the Details“ der derzeit auf Filmfestivals weltweit gezeigt wird.
Als Gast Choreograf arbeitete er derzeit mit dem Ballet Arabesque (Nationale zeitgenössische Tanzkompanie Bulgariens) zusammen. Die Kreation wird am 20. Jänner im Staatlichen Musik- und Ballettzentrum Sofia aufgeführt. Des Weiteren beginnt er das Jahr mit einer RAW Matters Performance in Wien am 29.01, gefolgt von Arrangements im Ausland. Ab Oktober24 tritt er seine Position als Künstlerischer Leiter von blueboxhub.eu in Wien an.
Es ist ein Leben, das Ende des 19.Jahrhunderts in Russland seinen Ausgang nimmt, das von starken gesellschaftlichen Veränderungen und der Revolution im Jahre 1917 geprägt ist und weit über Land und Zeit hinausreichen und in Leben und Nachleben die politische Geschichte weltweit wesentlich beeinflussen wird:
Wladimir Iljitsch Lenin, *22. April 1870 Simbirsk +21. Januar 1924 Gorki bei Moskau.
Lenin – dies ist das Leben eines Politikers, Revolutionärs, welches im Lauf der Jahrzehnte vielfach dargestellt und perspektivisch geöffnet worden ist. So gibt es eine Fülle von Biographien wie gesellschafts-, polittheoretischen Abhandlungen und es fällt schwer hier den Überblick wie den Durchblick zu erlangen. Genau hier setzen die Historiker:innen und Autor:innen Verena Moritz und Hannes Leidinger an, stützen sich auf Originaldokumente und versuchen Leben und Werk von den Ausgangspunkten wie umfassend im Kontext von Familie, Politik, Zeit, Gesellschaft darzustellen. Und es gelingt. In achtzehn gut gewählten wie biographisch-historisch komponierten Kapitel und über 600 Seiten entsteht ein spannendes menschliches wie polithistorisches Mosaik, das, auch in Verbindung zahlreicher Abbildungen als unmittelbares Panoptikum, Leserin und Leser sehr anschaulich ein fundiertes wie gut lesbares Lenin-Bild kennenlernen lässt.
„Ein wegweisendes biographisches Meisterwerk.“
Zu den Autoren/innen:
Verena Moritz, geboren 1969 in Eisenstadt, studierte Geschichte und Russisch in Wien. Mehrjährige Forschungsaufenthalte in Russland. Lektorin an den Universitäten Salzburg und Wien. Zuletzt im Residenz Verlag erschienen: „1917 – Österreichische Stimmen zur Russischen Revolution“ (2017). und zusammen mit Hannes Leidinger „Lenin“ (2023)
Hannes Leidinger, geboren 1969, studierte Geschichte, Klassische Archäologie und Ur- und Frühgeschichte in Wien. Kurator von Ausstellungen, Lehrtätigkeit am Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien. Leiter der Außenstelle Wien des Ludwig Boltzmann Instituts für Kriegsfolgenforschung. Zahlreiche Publikationen. Zuletzt im Residenz Verlag zusammen mit Christian Rapp „Hitler – prägende Jahre“ (2020), zusammen mit Christian Rapp und Birgit Mosser- Schuöcker „Freud – Adler – Frankl“ (2022).und zusammen mit Verena Moritz „Lenin“ (2023)
„LENIN“ Die Biografie. Eine Neubewertung. Verena Moritz/Hannes Leidinger. Residenz Verlag.
Mit zahlreichen Abbildungen. Hardcover, 656 Seiten, Format 140 x 215
Purzelbäume in der Nähe der leeren Staubtuchfabriken
Eijajaja rufen und es nicht so meinen
Am Anfang war die Angst
Citronenbaumschmuck für Alle
Einigen sich Fix und Foxi endlich?
Alle drehen ab, drehen durch, alle, alle, alle
Citronenbäume hören stundenlang die Dire Straits
Hoffen auf geringen Zugzwang
Auf zu den alten Radios, die den ganzen Tag bosnische Lieder spielen
Nähe ist die Berührung der Fingerkuppen
Citronenbäume sitzen auf den Bänken
Es beginnt mit dem Verschwinden des Anfangs
Hans-Jürgen Hilbig,30.1.2024
Hans-Jürgen Hilbig, Dichter
Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:
Hans-Jürgen Hilbig, Dichter
Zur Person_15 Januar geboren, irgendwann kam eine Schreibmaschine angeflattert, Veröffentlichungen in der von Sibylle Berg herausgegebenen Kult (gibt es leider nimmer) Hörbuch, Elke erzählt gesprochen von der allerliebsten Jo Kern…
Lieber Hans-Jürgen Hilbig, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?
wenn ich nicht arbeiten muss, trinke ich morgens erst einmal ein wenig Marina Zwetajewas Gedichte, wenn das nicht hilft, wird es ein verlorener Tag.
Mittags sitze ich meistens rum und betrachte abwechselnd Bilder von Taylor Swift und Samuel Beckett, ich entdecken eine Ähnlichkeit, über die ich nicht gerne rede und auch nicht reden kann. Denn diese Ähnlichkeit ist das Schweigen, mit dem das Pferd das Einhorn betrachtet.
Hans-Jürgen Hilbig, Dichter
Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?
Für uns? Ich mag nicht für uns sprechen, für uns existiert nicht, selbst wenn man es tausendfach schreibt, es gibt kein uns, es gibt nur Kaffeetassen, nach denen sich der Vergessene ausstreckt, den Schriftsteller und Dichter sind Vergessene, nur das erlaubt es ihnen jeden Morgen zu erwachen und weiterzumachen, warum man weitermacht, weiß kein Mensch, aber dieses Uns ist seltsam, uns kann keiner was, das gefällt mir, weil es für sich spricht, ansonsten ist das Uns seltsam.
Es gibt eine einzige Gemeinsamkeit die ich uns tatsächlich zutraue, das ist die Liebe. Die Liebe unbedingt. In all ihren Formen, mit all ihren Narben, wie Sarah Connor singt oder um Taylor Swift zu zitieren, „ Ladies and gentlemen, will you please stand?
With every guitar string scar on my hand I take this magnetic force of a man to be my lover My heart’s been borrowed and yours has been blue All’s well that ends well to end up with you Swear to be overdramatic and true to my lover And you’ll save all your dirtiest jokes for me And at every table, I’ll save you a seat, lover (Taylor Swift, Lover)
Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?
Hm, ich sehe keinen Aufbruch, ich sehe einen Abbruch, überall, die literarischen Schwächen in diesem Land werden weiter ausgebaut, was mich wenig zu kümmern hat, da das alles ohnedies ohne mich abläuft, natürlich gibt es Ausnahmen, oh ich liebe diese Ausnahmen, der Roman von Britta Boerdner „Am Tag als Frank Z. in den grünen Baum kam“, ist für mich ein Beispiel, dass es möglich ist, gute Literatur ist möglich.
Was liest Du derzeit?
Die Gedichte von Selma Meerbaum- Eisinger
John Fosse Melancholie
Herve Le Tellier Die Anomalie
und immer wieder Kafka, Beckett, Borges, Kis und so weiter und so fort
Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?
Can I go where you go? Can we always be this close forever and ever? And ah, take me out, and take me home (forever and ever) You’re my, my, my, my Lover
(Taylor Swift, Lover)
Vielen Dank für das Interview, lieber Hans-Jürgen, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literaturprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!
5 Fragen an Künstler:innen:
Hans-Jürgen Hilbig, Dichter
Zur Person _15 Januar geboren, irgendwann kam eine Schreibmaschine angeflattert, Veröffentlichungen in der von Sibylle Berg herausgegebenen Kult (gibt es leider nimmer) Hörbuch, Elke erzählt gesprochen von der allerliebsten Jo Kern…