„Aktion“ Helga Loddeke, Schriftstellerin _ Give Peace A Chance _ Mülheim/D 27.3.2024

GIVE PEACE A CHANCE

Gewalt

Ist

Verboten

Einsicht


Populismus

Eindämmen

Aktion

Chance

Einsicht


Angst


Courage

Handeln

Authentizität

No Extremismus

Control

Einsicht



Helga Loddeke, 27.3.2024

Helga Loddeke, Schriftstellerin

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Helga Loddeke, Schriftstellerin

Zur Person _  Helga Loddeke, in Quakenbrück geboren.
Lehre als Schaufenstergestalterin in Quakenbrück
Abitur auf dem 2. Bildungsweg [Zentralabitur in Bayern]
BWL Studium, Abschluss Diplom-Kauffrau
Verheiratet. Mutter einer Tochter [*1982]. Zwei Enkelkinder in München
Von der Schmückerin zur Diplom-Kauffrau zur Autorin.
Arbeit als Projektleiterin in Internet- und eCommerce Start-ups.


2008 Mitarbeit an der Eichbaumoper in Mülheim an der Ruhr: Idee raumlabor berlin.
Libretto U-Afrika und Kurzgeschichten zum Thema Heimat.
Aufnahme meiner drei Gedichtbände PANDEMISCHE VERSE, AHA-LOST und HÜGEL als museale Dokumentation der Corona-Krise in den Bestand des „Haus der Geschichte“ in Bonn
https://www.hdg.de/haus-der-geschichte/


Viertes Buch ZEITENWENDE. Gedichte. erschienen 2023
Mehrere Lesungen 2019-2024 von Poems bislang: Mülheimer Lesebühne. Kreativ:Klasse Theaterpassage Essen. Medienbunker Duisburg. JesusChris Galerie Essen. Rick´s Cafe, Mülheim. Villa Kampschulte, Essen.
Wissenschaftspark Gelsenkirchen. untergrundgefluester.de. MetropolenGarten Gelsenkirchen. galerie#23 Langenberg. Forum Kunst & Architektur, Essen. kulturraum_werkstatt, Gelsenkirchen
Live Lesung aus dem Lyrikband PANDEMISCHE VERSE #DUstreamst Helga Loddeke übertragen am
25.07.2020 aus dem Medienbunker Duisburg
Live Lesung Villa Kampschulte, ab 2019 Essen
Live Lesung 11.08.2020 JesusChris Galerie, Essen
Erste digitale Mülheimer Lesebühne am 30.04.2021:
https://www.youtube.com/watch?v=h6GVMDX92mE&t=7s
Live Lesung 21.10.2021 Vernissage FUCK YOU CORONA, Fotografische Positionen zur Pandemie,
Wissenschaftspark Gelsenkirchen
Online Lesung 09.04.2022 untergrundgefluester.de @untergrundgefluester_de
Live Lesung 06.08.2022 Literatur-Festival MetropolenGarten, Gelsenkirchen
Live Lesung 21.08.2022 galerie#23, Langenberg
Live Lesung 28.01.2023 Forum Kunst & Architektur, Essen
Live Lesung 30.04.2023 galerie#23, Langenberg
Live Lesung 20.05.2023 Villa Kampschulte, Essen
Live Lesung 24.11.2023 Unperfekthaus, Essen
Live Lesung 28.01.2024 Forum Kunst & Architektur, Essen
Live Lesung 12.04.2024 kulturraum_werkstatt, Gelsenkirchen
Live Lesung 09.06.2024 Villa Kampschulte, Essen

Publikationsliste

A U T O R I N
HELGA LODDEKE

Helga Loddeke: PANDEMISCHE VERSE – nominiert für den Förderpreis 2021 Literaturbüro Ruhr –
Gedichte. ISBN 978-3-752975-64-2, 148 SEITEN, epubli, 2020, 7,99€
Helga Loddeke: AHA-LOST. Gedichte. ISBN 978-3-754153-43-7, 276 SEITEN, epubli, 2021, 12€
Helga Loddeke: HÜGEL. Gedichte. ISBN 978-3-756514-38-0, 240 SEITEN, epubli, 2022, 11€
Das „Haus der Geschichte“ in Bonn https://www.hdg.de/haus-der-geschichte/ hat meine drei Bücher
als museale Dokumentation der Corona-Krise in seinen Bestand aufgenommen.

  1. Preis Literarischer Wettbewerb. Shortstory: 38 Grad, unbeschwerte Lust. WORTE WANDELN
    SICH. Einmalige Anthologie rund um das Grafische Gewerbe, Sonderdruck, Dezember 2022, Seiten
    53-56, Berlin 10 €.
    Helga Loddeke: ZEITENWENDE. Gedichte. ISBN 978-3-757536-08-4, 108 SEITEN, epubli, 2023,
    9,00 €

Bei meinen Einzelveröffentlichungen handelt es sich mehrheitlich um einzelne Poems oder Poem-
Zyklen in Anthologien. Beiträge ab 2020:

ZWISCHEN DEN SIRENEN. MIT POESIE DURCH PANDEMIE, ISBN 978-3-7529-5329-9,
Anthologie Sternen Blick, Berlin 2020, Seiten 64-65
Auf Pfaden im Regenwald. Grüne Erzählungen und Gedichte, ISBN 9783755797524, Literaturpodium
[Hrsg.], Dorante Edition, Berlin 2022, Seiten 309-310
Ektase, Paradiesäpfel und viele Küsse: Erotische Erzählungen und Gedichte, ISBN 9783756220939,
Literaturpodium [Hrsg.], Dorante Edition, Berlin 2022, Seiten 77-80
Brandenburger Landschaften: Gedichte, ISBN 9783756218370, Literaturpodium [Hrsg.], Dorante
Edition, Berlin 2022, Seiten 253-261
Was ich gestern … Was ich heute … ESSEN unterWEGs, ISBN 978-3-86685-905-0, Artur Nickel
[Hrsg.], Geest-Verlag, Vechta 2022, Seite 45
Fest verbunden für immer. Erzählungen und Gedichte über Freundschaften und Begegnungen, ISBN
9783756820214, Literaturpodium [Hrsg.], Dorante Edition, Berlin 2023, Seiten 415-426
Ukraine: blau und gelb. Gedichte, ISBN 10.3746092264, Literaturpodium [Hrsg.], Dorante Edition,
Berlin 2023, Seiten 210-219
Wie ein Vogel zu fliegen, ISBN 978-3-7543-1615-3, Anthologie Sternen Blick, Berlin 2023, Seite 56
Die Welt erschreiben, ISBN 978-3-902964-58-8, Mackinger Verlag, Austria, Bergheim 2023, Seiten
85-91
Berge und Sichten, Gedichte, ISBN 9783758326998, Literaturpodium [Hrsg.], Dorante Edition, Berlin
2024, Seiten 265-275

Fotoprivat.

Walter Pobaschnig _ 27.3.2024

https://literaturoutdoors.com

Station bei Romy Schneider_ „Ihr Wille, ihr Mut, eigene Entscheidungen zu treffen und womöglich daran zu scheitern“ Patrizia Leitsoni Schauspielerin _ Wien 27.3.2024

Station bei Romy Schneider_
Patrizia Leitsoni Schauspielerin, Sängerin, Model   _ Wien _
a
cting Romy Schneider (Rosemarie Magdalena Albach * 23. September 1938 Wien + 29.Mai Paris)  Schauspielerin_
Fotos _ Schloss Schönbrunn_ Wien 3/24
Station bei Romy Schneider_
Patrizia Leitsoni Schauspielerin, Sängerin, Model   _ Wien _
a
cting Romy Schneider (Rosemarie Magdalena Albach * 23. September 1938 Wien + 29.Mai Paris)  Schauspielerin_
Fotos _ Schloss Schönbrunn_ Wien 3/24

Zum Projekt: Das Bachmann Projekt „Station bei Bachmann“ ist ein interdisziplinäres Kunstprojekt an den Schnittstellen von Literatur, Theater/Performance und Bildender Kunst.

Dabei kommt den topographischen und biographischen Bezügen eine besondere Bedeutung zu, indem Dokumentation, Rezeption und Gegenwartstransfer, Diskussion ineinandergreifen.

Künstler:innen werden eingeladen an diesem Projekt teilzunehmen und in ihren Zugängen Perspektiven zu Werk und Person beizutragen.

Den Schwerpunkt bildet dabei Werk und Leben Ingeborg Bachmanns. Ebenso weitere Künstler:Innen.

Liebe Patrizia Leitsoni, welche Bezüge, Zugänge gibt es von Dir zu Romy Schneider?

Ich finde es spannend, dass Romy zum Mythos wurde und alles damit begann, dass sie ebenfalls eine zum Mythos gewordene Frau (Kaiserin Elisabeth) darzustellen hatte, wenn auch zugegebenermaßen (der Nachkriegszeit geschuldet) etwas weichgespült und wohl kaum der Realität entsprechend.

Gibt es einen Film von Romy Schneider, den Du hervorheben möchtest und warum?

Die Hölle. Der Film wurde aufgrund eines Herzinfarktes des Regisseurs nicht vollendet, aber Fragmente davon finden sich in einem Dok-Film. Die Ausschnitte wirken experimentell und lassen darauf schließen, dass Romy Schneider ihre gesamte Bandbreite an emotionalem Ausdruck und Hingabe fürs Spiel ihrem Publikum hätte zugänglich machen können.

Gab es Berührungspunkte zu Werk und Leben Romy Schneiders in Deinen bisherigen Schauspielprojekten?

Nicht direkt, aber ich kann Romys Sehnen von einer Entwicklung als Darstellerin, weg vom Mädchen-Image hin zu anspruchsvollen, ausdrucksstarken Frauen mit geheimnisvoller Persönlichkeit und Kraft sehr gut nachvollziehen.

Wie siehst Du das Spannungsverhältnis von Leben und Schauspielberuf bei Romy Schneider wie an sich?

Romy Schneider sagte: „Ich kann alles auf der Leinwand und nichts im Leben.“ Ich vermute, dass sie ihre Hingabe und Leidenschaft für ihre Rollen in die Realität mitgenommen hat, weswegen sie von außen wohl oft die Zuschreibungen himmelhochjauchzend bzw. zu Tode betrübt provoziert hat. Für das Umfeld ist es sicherlich nicht einfach, mit den heftig wechselnden Stimmungen und Gefühlslagen umzugehen. Es wirkt so, als ob ihr im Beruf alles gelungen sei und im privaten Kontext folgte eine Enttäuschung bzw. Niederlage nach der anderen. Doch geht das im Prinzip nicht allen Menschen so – es gibt Auf und Abs im Leben – der breiten Öffentlichkeit ist eben der Teil Romy’s zugänglich, den die Medien geschaffen haben. Es darf nicht vergessen werden, dass ihre Persönlichkeit von großem Interesse war und immer noch ist, doch den wahren Kern Romy’s kennen wohl nur sehr wenige. Ich persönlich glaube auch nicht, dass man als Künstler_in im Leben „versagen“ muss/soll/darf, um tiefe Emotionen verkörpern zu können. Insofern identifiziere ich mich an dieser Stelle nicht mit ihrem Zitat.

Romy Schneider wechselte nach großen Schauspielerfolgen in den 1950er das Filmgenre wie das Land. Wie siehst Du die Möglichkeiten persönlichen Entwicklungsweges im Schauspielberuf?

Ich kann Romy Schneiders Entscheidung verstehen – manchmal ist es gut, ein unbeschriebenes Blatt zu sein, um sich neu erfinden zu können. Ich stelle mir auch grad die Frage, ob es die Möglichkeit eines persönlichen Entwicklungsweges tatsächlich gibt…. Womöglich für einige wenige. Für das Gros der Schauspieler_innen wage ich zu behaupten, dass Faktoren von außen (finanzielle Sicherheit, Rollenangebote, Vorgaben und Rahmenbedingungen….) den persönlichen Entwicklungsspielraum einengen bzw. ihn zugunsten des Projektes assimilieren.

Was kann eine Schauspielerin von Romy Schneiders Werk und Leben mitnehmen?

Ihren Willen und darauf aufbauend ihren Mut, eigene Entscheidungen zu treffen und womöglich daran zu scheitern. Natürlich auch ihre Selbstverständlichkeit sich in Figuren einzulassen und einzutauchen.

Gibt es etwas typisch Wienerisches bei Romy Schneider?

Ihr verschmitztes Lächeln zeugt von großem Charme – unschuldig, zugleich aber frech und fordernd.

Was bedeutet Dir Wien/Österreich und welche Erfahrungen hast Du hier im Schauspielberuf gemacht?

Wien ist eine absolute Traumstadt und ich liebe es hier zu leben: es ist ein bunter Mix aus Geschichte, Kultur, Natur und Menschen, der den Alltag abwechslungsreich macht und immer etwas Neues zu entdecken ermöglicht. Und besseren Kaffee als in Wien habe ich noch nirgendwo auf der Welt getrunken. Meine Erfahrungen als Schauspielerin waren bisher glücklicherweise durchwegs positiv, das liegt aber an der Tatsache, dass ich beruflich dreigleisig fahre und nicht von der Kunst abhängig bin. Außerdem durfte und darf ich überwiegend mit starken Frauen zusammenarbeiten, wo gegenseitiges Vertrauen und Support in deren Weltanschauung eine Selbstverständlichkeit sind.

Was wünscht Du Dir für den Schauspielberuf?

Ich würde mir zunächst wünschen, dass die Kunst an sich als ein geachteter Beruf gesehen wird, das würde auch den finanziellen Standard etwas heben. Während der Corona-Zeit war es erschreckend zu sehen, dass die Kunst bei sämtlichen Lockdowns als erstes zugedreht wurde und als letztes wieder aufsperren durfte. Und Nein, Kunst und Kultur sind nicht nur etwas für eine gewisse Elite – absolut jeder und jede kommt täglich mehrfach damit in Berührung, auch wenn es einigen vielleicht gar nicht so bewusst ist (Zeitung aufschlagen, Streaming Dienste, Brettspiele, Vereinsbesuch, Mode, Floristik etc……) – in jeder Branche und Lebenslage gibt es die Kreativität, die uns als Menschen ausmacht und bereichert.

Was sind Deine kommenden Projekte?

Neben meiner freiberuflichen Tätigkeit als Logopädin bzw. als Lehrende für den Fachbereich Stimme an der FH Campus Wien freue ich mich auf den Märchensommer NÖ, wo es eine neuadaptierte und moderne Version des Gestiefelten Katers samt eigens komponierter Songs geben wird.

Was möchtest Du Schauspielstudenten*innen mitgeben?

Disziplin, Disziplin, Leidenschaft für den Beruf, Disziplin, Disziplin

Was würdest Du Romy Schneider sagen, fragen wollen?

Romy, mit welchen drei Wörtern würdest du dich selbst beschreiben?

Wie siehst Du die Umstände des Todes von Romy Schneider?

Es gibt hierzu unzählige Spekulationen. Letztlich denke ich, dass man in einen Menschen nie vollständig hineinsehen kann. Ihre Freundin G. Jesserer sagte in einem Dok-Film über sie: „Romy war kein tragischer Mensch. Ihr Leben, das war tragisch, aber sie selbst nicht.“ Das würde ich gerne so stehen lassen.

Darf ich Dich abschließend zu einem Romy Schneider Achrostikon bitten?

Rätsel

Obsession

Mensch

Yolo

Station bei Romy Schneider_
Patrizia Leitsoni Schauspielerin, Sängerin, Model   _ Wien _
a
cting Romy Schneider (Rosemarie Magdalena Albach * 23. September 1938 Wien + 29.Mai Paris)  Schauspielerin_
Fotos _ Schloss Schönbrunn_ Wien 3/24

Zum Projekt: Das Bachmann Projekt „Station bei Bachmann“ ist ein interdisziplinäres Kunstprojekt an den Schnittstellen von Literatur, Theater/Performance und Bildender Kunst.

Dabei kommt den topographischen und biographischen Bezügen eine besondere Bedeutung zu, indem Dokumentation, Rezeption und Gegenwartstransfer, Diskussion ineinandergreifen.

Künstler:innen werden eingeladen an diesem Projekt teilzunehmen und in ihren Zugängen Perspektiven zu Werk und Person beizutragen.

Den Schwerpunkt bildet dabei Werk und Leben Ingeborg Bachmanns. Ebenso weitere Künstler:Innen.

Station bei Romy Schneider _

Patrizia Leitsoni Schauspielerin, Sängerin, Model   _ Wien _
acting Romy Schneider 
* 23. September 1938 Wien + 29.Mai Paris  Schauspielerin_

Fotos _ Schloss Schönbrunn_Wien.

Interview und alle Fotos _ Walter Pobaschnig 3/24

Walter Pobaschnig 3/24

https://literatzuroutdoors.com

„Neid und Missgunst durch Empathie und Solidarität ersetzen“ Pascal Groß, Schauspieler _ Wien 27.3.2024

Lieber Pascal Groß, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Ziemlich früh bin ich auf den Beinen. Meistens reichen mir 6 Stunden Schlaf in letzter Zeit. Der frühe Vogel fängt ja bekanntlich den Wurm … in meinem Fall ist der Wurm angestaute Schreib und -Organisationsarbeit. Ich starte mit einem großen Glas Wiener Leitungswasser. Was für ein Glück – solch einen Segen einfach aus der Leitung sprudeln zu lassen! Dann folgt eine kurze Meditation und die Besinnung auf meine übergeordneten Ziele und das Tagesprogramm.

Pascal Groß, Schauspieler, Pädagoge

Der Kalender ist zum Bersten gefüllt. Momentan arbeite ich sowohl als Elementarpädagoge als auch als selbstständiger Schauspieler und stecke mit dem Stück „Wilhelm schwebt“ von Mona May in Endproben. Das bedeutet das es am 12.04.24 zur Premiere kommen wird und in diesem Fall ist es eine Welturaufführung! Es ist noch viel zu tun und ich bin aufgeregt, nervös und voller Vorfreude!

Nach der Morgenroutine starte ich in den Tag. Entweder an eine meiner drei Arbeitsstätten der Stadt Wien oder aber in den Proberaum um am Feinschliff meiner Inszenierung zu tüffteln. Nach der Arbeit brauche ich Sport und abwechslungsreiches Essen.

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Gefühle wie Neid und Missgunst durch Empathie und Solidarität ersetzen

Wir dürfen uns die Hand reichen und gemeinsam an einer sicheren Zukunft arbeiten, in der Respekt, Toleranz und Liebe die treibenden Kräfte sind. Jeder von uns kann einen Teil zur Harmonie beitragen. Es kostet nichts freundlich zu anderen zu sein.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei dem Theater/Schauspiel, der Kunst an sich zu?

Ich habe die Frage bei ChatGpt eingegeben und bin absolut begeistert vom Outcome:

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir an einem entscheidenden Punkt sowohl gesellschaftlich als auch persönlich stehen. Wesentlich wird dabei sein, dass wir unsere Werte und Prioritäten überdenken und neu ausrichten. Wir müssen uns fragen, was für eine Gesellschaft wir sein wollen und welche Veränderungen notwendig sind, um diese Vision zu verwirklichen.

In diesem Prozess spielt Kunst, insbesondere das Theater und das Schauspiel, eine entscheidende Rolle. Kunst hat die einzigartige Fähigkeit, komplexe Themen zu reflektieren, Emotionen zu wecken und den Menschen neue Perspektiven zu eröffnen. Das Theater ermöglicht es uns, uns in die Schuhe anderer zu versetzen, ihre Erfahrungen zu verstehen und Mitgefühl zu entwickeln. Es kann gesellschaftliche Missstände aufdecken, Tabus brechen und den Dialog fördern.

Die Kunst im Allgemeinen eröffnet uns neue Wege des Ausdrucks und der Kommunikation. Sie inspiriert uns, kreativ zu denken und unsere Vorstellungskraft zu nutzen, um alternative Realitäten zu erkunden. In Zeiten des Umbruchs kann Kunst eine Quelle der Inspiration und Hoffnung sein, die uns dazu ermutigt, weiterzumachen und nach einer besseren Zukunft zu streben.

Daher wird es wesentlich sein, dass wir der Kunst einen zentralen Platz in unserer Gesellschaft  einräumen und sie als Instrument des Wandels und der Transformation nutzen. Indem wir die Kra` der Kunst erkennen und fördern, können wir den Weg zu einem tieferen Verständnis, zu mehr Empathie und zu einer gemeinsamen Vision für eine gerechtere und harmonischere Welt ebnen.

Was liest Du derzeit?

Sterben – Karl Ove Knausgrad

Der Lidschlag der Libelle – Mona May

Welches Zitat, welchen TexAmpuls möchtest Du uns mitgeben?

„Stell dir vor es ist Krieg und keiner geht hin“ (Sometime they’ll give a war and nobody will come)

Carl August Sandburg

Vielen Dank für das Interview, lieber Pascal, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Schauspielprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

Ich danke!

5 Fragen an Künstler*innen:

Pascal Groß, Schauspieler, Pädagoge

Zur Person _ Pascal Groß ist Schauspieler und Sprecher mit langjähriger Bühnenerfahrung. Bereits während seiner Ausbildung an der MUK Wien (ehemals Konservatorium) bekam er Engagements am Theater der Jugend Wien, den Festspielen Rosenburg und dem Tiroler Landestheater Innsbruck, wo
er dann auch Ensemblemitglied war. Nach seinem vierjährigen Engagement am Landestheater Niederösterreich unter der Leitung von Bettina Hering arbeitete er als freier Schauspieler am TdJ, den Salzburger Festspielen, den Meraner Festspielen, dem Schauspiel Frankfurt und dem Burgtheater.

Er ist Gründer von ‚Theater Daheim‘ und aktiv mit dieser, seiner Version des „fahrenden Theaters“, in Österreich unterwegs. Die Grundidee besteht darin, zu den Menschen nach Hause zu kommen die nicht mehr ins Theater gehen können und in ihrem Wohnzimmer Theater zu spielen. Mittlerweile wird Pascal von der Agentur Schobesberger (Schobesberger Management) vertreten und kann individuell gebucht werden. Er spielt auch in Vereinen, Firmen, Hotels und auf Märkten und Messen und hat ein vielseitiges Programm anzubieten. Der soziale Aspekt seiner Arbeit kommt wohl durch seine Ausbildungen zum staatlich geprüften Sozialassistenten und Elementarpädagogen und diese führten ihn vom Kindertheater über den Kindergarten bis hin zum PensionistInnenklub, sei es als Theatergruppenleiter oder Teil des pädagogischen Personals.

Seit Oktober 2023 unterrichtet er im Fach Körperarbeit an der filmschool vienna. Die langjährige Hingabe zur Kampfkunst und die damit verbundenen Fertigkeiten nutzt er aktiv in seinem Unterricht. Neben den sportlichen Aspekten und Auszügen aus Judo, Shaolin Kung Fu und Kickboxen geht es um die Bewusstmachung des eigenen Körpers und des Körpers im Raum.

Pascal Groß arbeitet Seite an Seite mit der Regisseurin und Autorin Mona May zusammen die glücklicherweise auf dem Weg der Genesung dahin schreitet. Sie schrieb für sein Theater Daheim das berührende Stück: „Wilhelm schwebt“ welches am 12.04.24 im Zentrum P.U.U.N. Welturaufführung feiern wird

Foto/Portrait_ JDphotography

Walter Pobaschnig _ 26.3.2024

https://literaturoutdoors.com

„Ganz“ Philipp Müller, Künstler _ Give Peace A Chance _ Wien 26.3.2024

GIVE PEACE A CHANCE

Ganz

In

Vergessenheit

Erlebe


Palmenen

Eines

Anderen

Charakters

Ergebenheit


Auf


Chorstimmen

Heulender

Ansicht

Nicht

C-moll

Ergebend.



Philipp Müller, 25.3.2024

Philipp Müller, Künstler

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Philipp Müller, Künstler

Zur Person _  Philipp Müller, geb. 1972, Rosenheim, BRD, Künstler.

Musik
Seit 2012
WeinHara (Label: Fair Art Pop Records, weltweiter Digitalvertrieb: Rebeat)
Produzent, Sänger, Texter, Komponist, Musik-, Video- & Grafik-Produktion, PR,
Management, Veranstalter Homepage: linktr.ee/weinhara


Veröffentlichungen & Vermarktungen
2022: 2791972: (Within, Hommage An Bartleby, Bediene Die Maschine,
U-Bahn-Früh-Stück, Lorre, Löscht Das Feuer!, Eutopia, Gut Jagt Böse, Hack!):
Rebeat, Süpermarkt.at, Bandcamp
2022: BDM+: Wiederveröffenlichung von BDM-EP+ via Rebeat
2021: Coughit-O5 (Video): Youtube
2021: 2020 (3 Track-Single: Baby Elephant Cluedo, Booby-Traped Zauberschloss,
CougHit-O5): Rebeat, Süpermarkt.at, Bandcamp,
2020: Hommage An Bartleby (Song, Video): Süpermarkt.at, Bandcamp, Facebook (2021)
2020: 3 RMXs von Bediene Die Maschine (Video): Youtube, Facebook
2019: Hack! (Video): Youtube
2019: WeinHara Live Snippets (Video): Youtube, Facebook
2018: BDM-EP+ Limited Edition, 12¨ Vinyl (4 Songs: Hack!, Bediene Die Maschine, Löscht
Das Feuer!, Eutopia. 3 Remixe: BDM hartwiged in Wien, BDM hibrided in Sarajevo,
BDM drozed in London): Ausgewälte Schallplattengeschäfte in Wien, Bandcamp
(Download), Soundcloud (Stream), Süpermarkt.at (2020 Download, Vinyl)
2018: BDM Hartwiged In Wien (Song): Bandcamp, Soundcloud
2018: Bediene Die Maschine (Video): Youtube, Facebook
2017: BDM-EP (4 Songs: Hack!, Bediene Die Maschine, Löscht Das Feuer!, Eutopia):
Bandcamp, Soundcloud
2017: Blow In (Video): Youtube, Facebook (2018)
2017: Bediene Die Maschine (Song): Bandcamp, FM4 Soundpark (2018)
2017: Löscht Das Feuer! (Musik-Video): Youtube, Facebook (2018)
2017: Löscht Das Feuer! (Song): Soundcloud
2016: Eutopia (Video), Youtube: Facebook (2018)
2015: Eutopia (Song): Soundcloud


Live
2024: 06. März: Loop, Wien
2023: 28. Sep.: Coco Bar, Wien
2019: 28. Dez.: Down Under, Wien / 24. Sep.: Kramladen, Wien / 28. Jun.: Kunstwerkstatt
Tulln, Tulln a.d. Donau / 23. Mär.: Kramladen, Wien / 25. Jän.: Replugged, Wien
2018: 15. Nov., 1. Konzert & Präsentation der Vinyl BDM-EP+: Club-U, Wien


Radio
Seit 2019 Immer wieder Airplay bei diversen Freie Radio Stationen in Wien,
Niederösterreich und Burgenland.
2021: Reprise – WeinHara und befreundete Acts präsentiert von Philipp Müller,
RES.Radio, 1-std. Sendung, Sprecher, Texter & Produzent
2021: WeinHara und befreundete Acts präsentiert von Philipp Müller, Radio grenzWelle,
1-std. Sendung, Sprecher, Texter & Produzent
2021: Dialektos, Radio Orange 94,0, 1-std. Sendung, Co-Produzent
2019
Alissia Laureen
Aufnahme, Mix
1 Demo Track
2018
Irgendwien
Produzent, Co-Komponist
4 Demo Tracks
2006 bis 2015
funkenflut (Mouvement Records)


Sänger, Texter, Komponist, Musik-, Video- & Grafik-Produktion, Veranstalter, PR,
Management

Veröffentlichungen & Vermarktungen
2012: Praxis Der Klienten (LP-CD)
2011: Nanobots & Sateliten (Maxi-CD)
2010: Die Sonne (Maxi-CD)
2010: Vorspiel (Promo-CD)
2008: Nikodemos (Demo-CD)
Live
2007 bis 2015: 30 Konzerte in Wien u. Umgebung (Szene Wien, Connect-Festival, Rhiz,
Machbar usw.)
2005
UHF Per Pedes – Eine Musikalische Performance zum Autofreien Tag
Gesang‚ Percussion, Komponist, Performance, Veranstalter, Management
Kulturzentrum Perchtoldsdorf, NÖ

1993 bis 2000
Sushi with Suzie (Gash Records)
Sänger, Texter, Komponist, Veranstalter, PR, Management
Veröffentlichungen & Vermarktungen
1995: Spliff Break (Demo-MC)
1994: Choped Suey (EP-CD)
1993: Safer Sex (Demo-MC)
Live
1993 bis 2000, div. Konzerte (Arena, Donauinselfest, Ostösterreich, Bunker (Prag, CZ)
usw.)
1987 bis 1993
Div. Band-Projekte
Schlagzeuger


Bildende Kunst
Symposien, Ausstellungen, Aktionen, Messen, Auftragsarbeiten

2021
Zeichnung – BEWEGTE GOLDENE SPIRALENFLÄCHE, Auftrag Privatperson
2020
Skulptur – Holz, Auftrag Privatperson
Tafelbilder – TV-JUNK, COUGHIT-O5, Teil 1 – 3, Auftrag Privatperson
2018
Lichtobjekt – Open Call 2018, KVH, Wien
2007
Plastik – Miniatur, Gruppenausstellung, Atelier im Raggnerhof, Wien
2006
Tafelbilder – Stadthorizonte 6 & 7, Gruppenausstellung, A2, Wien
2005
Zeichnungen, Plastik, Lichtobjekt – Innere und äußere Impulskonzentrate,
Gruppenausstellung, div. Lokale in Wien
2004
Zeichnungen, Tafelbild, Plastik, Lichtobjekt – Trakt 01, Gruppenausstellung, Galerie
Kandinsky, Wien


Tafelbild – Floridsdorfer Kunst & Kreativmesse, Messe, Trillerpark, Wien Tafelbild, Zeichnungen – Bebilderung Taverne Lefteris, Gruppenausstellung, Taverne
Lefteris, Wien
Visuals in Zusammenarbeit mit Bill Gabe – 5-Jahresfeier des Vex, Vex, Wien
2003
Skulptur – Floridsdorfer Kunst & Kreativmesse, Messe, Trillerpark, Wien
Installation zur Interaktion – Soho in Ottakring – Vormärz-Hotel, Gruppenausstellung,
Etap, Wien
Tafelbilder, Zeichnungen – Stadt-Horizonte, Einzelausstellung, Preamisse, Wien
2002
Zeichnung – Landschaft, Gruppenausstellung, Schloßgalerie, Mikulov (CZ)
Skulptur – Exit 02: Kriterien, Diplomausstellung der wiener kunst schule, Brick-5, Wien
2001
Zeichnungen – Körper, Gruppenausstellung, Galerie Clexx, Wien
2000
Zeichnungen – Momentan Indirekt Wahrgenommen, Einzelausstellung, KVH
Lazarettgasse, Wien
Skulptur – Drevo 2000, Holzskulptur-Symposium Bata Foundation, Zlin (CZ)
Installation, Performance – Ges-Ich-Tern, Gruppenausstellung, Heizhaus Stammersdorf,
Wien
Plastik im öffentlichem Raum – Engeln über‘m 3., Hainburgerweg, Wien
Soziokulturelle Gruppen-Performance im öffentlichem Raum – Buchstabensuppe
gegen Sprachlosigkeit, Straßenbahnstation Schottentor, Wien
1999
Plastiken, Zeichnungen – Suche im Hinterhof, Gruppenausstellung, Privaträumlichkeiten,
Wien


Foto_ Philipp Müller

Walter Pobaschnig _ 25.3.2024

https://literaturoutdoors.com

„Kunst als eine wichtige und mächtige Sprache und Stimme zu sehen“ Carla Schuler, Tänzerin _ Wien 26.3.2024

Liebe Carla Schuler, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Mein Tagesablauf ist eine Mischung aus Tanztraining, Unterrichten und Unterrichtvorbereitung, Unibesuchen, Recherchearbeit für Einreichungen und Bewerbungen und phasenweise Proben- und Researchzeiten, sowie der Suche nach Auszeiten am liebsten im Grünen in der Natur.

Carla Schuler _
Tänzerin, Performerin, Choreographin

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Ich habe das Gefühl, in einer Zeit, in der es so scheint, als würde die Welt jeden Moment aus den Fugen geraten, durch all die Kriege und Konflikte, die derzeit herrschen, durch die Bedrohung der Klimakrise, durch verschiedene generelle Spannungen und Entwicklungen, ist es wichtig, wenn alles so fragil und vergänglich ist, sich zu fragen, ob das, worüber wir uns im Alltag aufregen, wonach wir streben, was groß und wichtig erscheint, es wirklich wert ist so viel Energie darauf zu verwenden, und ob wir uns genug um die Beziehungen zu den uns nahen Menschen in unserer Umwelt und um ganz einfache Dinge, die uns Freude bereiten, kümmern, aber dabei auch nicht allzu streng mit uns selbst zu sein.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei dem Tanz/Theater/Schauspiel, der Kunst an sich zu?

Eine Reflexion über bestehende Strukturen, gesellschaftliche Hierarchien ist denke ich sehr wichtig und dabei die Kunst als eine wichtige und mächtige Sprache und Stimme zu sehen, mit der man sich auf verschiedene Arten und Weisen zum Ausdruck bringen kann.

Was liest Du derzeit?

Einer der Bücher, die ich gerade lese ist „Das Stundenbuch“ von Rainer Maria Rilke

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

„Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen,

die sich über die Dinge ziehn.

Ich werde den letzten vielleicht nicht vollbringen,

aber versuchen will ich ihn.“

(aus „Das Stundenbuch“ von Rainer Maria Rilke)

Vielen Dank für das Interview, liebe Carla, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Tanzprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen:

Carla Schuler _ Tänzerin, Performerin, Choreographin

Zur Person _ Carla Schuler (AT) freischaffende zeitgenössische Tänzerin und Performerin lebend in Wien. Studium der Physik (abgeschlossen 2017).  Tänzerisch, performative Zusammenarbeiten u.a. mit Andrea Nagl und Nagl~Wintersberger, sowie tänzerisch – musikalische mit Una Wiplinger, mit Katharina Holzweber (Junge Kunst Parcours 2015; Verschmelzung Tanz und Visual Arts), mit Alina Huber über KommUNImpro (ein Kollektiv engagierter Laien für Theater und Improvisation). XTHESIS Kreativkompanie (zeitgenössisches Kindertanztheater, die verlorenen Schritte)

Ihr großes Interesse liegt in der philosophischen, tänzerischen und auch wissenschaftlichen Annäherung und dem Verständnis des Wesens der Natur auch oftmals durch Improvisation und dem in Beziehung setzen zu anderen. Gerade entdeckt sie auch ihre Freude an der Vermittlung von Tanz und der Förderung und Unterstützung von Schüler:innen in Mathematik.

Fotos_ T*H AAR Term 22 | Bildrecht; Hanna Fasching |

Walter Pobaschnig _ 25.3.2024

https://literaturoutdoors.com

„Manches ist lösbar, manches nur mit Glück bzw. durch Zufall“ Philipp Müller, Künstler _ Wien 25.3.2024

Lieber Philipp Müller, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Im Allgemeinen beginnt ein guter Tag mit Kaffee oder Tee trinken und zumindest etwas Bewegung und Stimmtraining. Der Rest ist dann schon sehr variabel aber immer durchsetzt von Bürokratie und Management.

Besonders, wird ein Tag wenn er größtenteils durch Selbstbestimmung erfüllt ist. Im Grunde geht es immer um die Welt, diese zu reflektieren und diese Gedanken bzw. Inhalte in diversen Disziplinen der Kunst zu formulieren, vorrangig in Text, Musik und Bild und am besten fügen sich das dann alles zusammen. Aber leider ist auch ständig der Gedanke über die schlechte finanzielle Situation als Künstler da. Wenn sich diesbezüglich nichts ändert, wird sich mein Tagesablauf wieder massiv verändern müssen.

Philipp Müller, Künstler

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Die Ruhe zu bewahren, keine voreiligen Entscheidungen zu treffen und auch wenn es schwer fällt ganz bewusst zu lächeln, denn dann ändert sich was in einem selbst, um vielleicht die Herausforderungen bzw. Probleme mit weniger Frust und Verzweiflung anzugehen. Manches ist lösbar, manches nur mit Glück bzw. durch Zufall, manchmal scheinbar von ganz allein. Wiederum kann nicht alles alleine gelöst werden, also braucht es viel Solidarität.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Kunst an sich zu?

Ich bin mir nicht sicher, dass da jemals sowas ist wie Aufbruch und Neubeginn ist. Der ewige Song wird quasi ständig weiterentwickelt. Wenn es möglich ist schlechte Verhältnisse zu verändern kann dadurch schon Hoffnung entstehen und wesentlich ist es so weit als möglich Handlungsspielräume zu schaffen, um immer wieder den notwendigen Luxus erleben zu dürfen z. B. Kunst zu schaffen und zu genießen, auch wenn es nur ein freier Moment für eine Idee ist.

PHILIPP_MÜLLER_-WEINHARA_2791972-_
AUSSTELLUNG_JÄNNER_2024

Was liest Du derzeit?

Noch immer „Die Mühlen der Zivilisation – Eine Tiefengeschichte der frühesten Staaten“ von James C. Scott, div. Artikel auf Wikipedia, bzw. was ich gratis im World Wide Web entdecke und interessant finde. Quasi alles was mir vor die Augen kommt und ich interessant finde, wenn ich genug Zeit und Energie dafür habe.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Lasst uns die Misanthropie in Philanthropie verwandeln und dadurch die Utopie nicht zur Dystopie verkommen sondern Eutopia zu leben.

Ansonsten empfehle ich noch „Eiland“ (Island) von Aldous Huxley.

PHILIPP_MÜLLER_-WEINHARA_LIVE_COCO_BAR-_28_O9_2023

Vielen Dank für das Interview, lieber Philipp, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Kunstprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen:

Philipp Müller, Künstler

Zur Person _  Philipp Müller, geb. 1972, Rosenheim, BRD, Künstler.

Musik
Seit 2012
WeinHara (Label: Fair Art Pop Records, weltweiter Digitalvertrieb: Rebeat)
Produzent, Sänger, Texter, Komponist, Musik-, Video- & Grafik-Produktion, PR,
Management, Veranstalter Homepage: linktr.ee/weinhara


Veröffentlichungen & Vermarktungen
2022: 2791972: (Within, Hommage An Bartleby, Bediene Die Maschine,
U-Bahn-Früh-Stück, Lorre, Löscht Das Feuer!, Eutopia, Gut Jagt Böse, Hack!):
Rebeat, Süpermarkt.at, Bandcamp
2022: BDM+: Wiederveröffenlichung von BDM-EP+ via Rebeat
2021: Coughit-O5 (Video): Youtube
2021: 2020 (3 Track-Single: Baby Elephant Cluedo, Booby-Traped Zauberschloss,
CougHit-O5): Rebeat, Süpermarkt.at, Bandcamp,
2020: Hommage An Bartleby (Song, Video): Süpermarkt.at, Bandcamp, Facebook (2021)
2020: 3 RMXs von Bediene Die Maschine (Video): Youtube, Facebook
2019: Hack! (Video): Youtube
2019: WeinHara Live Snippets (Video): Youtube, Facebook
2018: BDM-EP+ Limited Edition, 12¨ Vinyl (4 Songs: Hack!, Bediene Die Maschine, Löscht
Das Feuer!, Eutopia. 3 Remixe: BDM hartwiged in Wien, BDM hibrided in Sarajevo,
BDM drozed in London): Ausgewälte Schallplattengeschäfte in Wien, Bandcamp
(Download), Soundcloud (Stream), Süpermarkt.at (2020 Download, Vinyl)
2018: BDM Hartwiged In Wien (Song): Bandcamp, Soundcloud
2018: Bediene Die Maschine (Video): Youtube, Facebook
2017: BDM-EP (4 Songs: Hack!, Bediene Die Maschine, Löscht Das Feuer!, Eutopia):
Bandcamp, Soundcloud
2017: Blow In (Video): Youtube, Facebook (2018)
2017: Bediene Die Maschine (Song): Bandcamp, FM4 Soundpark (2018)
2017: Löscht Das Feuer! (Musik-Video): Youtube, Facebook (2018)
2017: Löscht Das Feuer! (Song): Soundcloud
2016: Eutopia (Video), Youtube: Facebook (2018)
2015: Eutopia (Song): Soundcloud


Live
2024: 06. März: Loop, Wien
2023: 28. Sep.: Coco Bar, Wien
2019: 28. Dez.: Down Under, Wien / 24. Sep.: Kramladen, Wien / 28. Jun.: Kunstwerkstatt
Tulln, Tulln a.d. Donau / 23. Mär.: Kramladen, Wien / 25. Jän.: Replugged, Wien
2018: 15. Nov., 1. Konzert & Präsentation der Vinyl BDM-EP+: Club-U, Wien


Radio
Seit 2019 Immer wieder Airplay bei diversen Freie Radio Stationen in Wien,
Niederösterreich und Burgenland.
2021: Reprise – WeinHara und befreundete Acts präsentiert von Philipp Müller,
RES.Radio, 1-std. Sendung, Sprecher, Texter & Produzent
2021: WeinHara und befreundete Acts präsentiert von Philipp Müller, Radio grenzWelle,
1-std. Sendung, Sprecher, Texter & Produzent
2021: Dialektos, Radio Orange 94,0, 1-std. Sendung, Co-Produzent
2019
Alissia Laureen
Aufnahme, Mix
1 Demo Track
2018
Irgendwien
Produzent, Co-Komponist
4 Demo Tracks
2006 bis 2015
funkenflut (Mouvement Records)


Sänger, Texter, Komponist, Musik-, Video- & Grafik-Produktion, Veranstalter, PR,
Management

Veröffentlichungen & Vermarktungen
2012: Praxis Der Klienten (LP-CD)
2011: Nanobots & Sateliten (Maxi-CD)
2010: Die Sonne (Maxi-CD)
2010: Vorspiel (Promo-CD)
2008: Nikodemos (Demo-CD)
Live
2007 bis 2015: 30 Konzerte in Wien u. Umgebung (Szene Wien, Connect-Festival, Rhiz,
Machbar usw.)
2005
UHF Per Pedes – Eine Musikalische Performance zum Autofreien Tag
Gesang‚ Percussion, Komponist, Performance, Veranstalter, Management
Kulturzentrum Perchtoldsdorf, NÖ

1993 bis 2000
Sushi with Suzie (Gash Records)
Sänger, Texter, Komponist, Veranstalter, PR, Management
Veröffentlichungen & Vermarktungen
1995: Spliff Break (Demo-MC)
1994: Choped Suey (EP-CD)
1993: Safer Sex (Demo-MC)
Live
1993 bis 2000, div. Konzerte (Arena, Donauinselfest, Ostösterreich, Bunker (Prag, CZ)
usw.)
1987 bis 1993
Div. Band-Projekte
Schlagzeuger


Bildende Kunst
Symposien, Ausstellungen, Aktionen, Messen, Auftragsarbeiten

2021
Zeichnung – BEWEGTE GOLDENE SPIRALENFLÄCHE, Auftrag Privatperson
2020
Skulptur – Holz, Auftrag Privatperson
Tafelbilder – TV-JUNK, COUGHIT-O5, Teil 1 – 3, Auftrag Privatperson
2018
Lichtobjekt – Open Call 2018, KVH, Wien
2007
Plastik – Miniatur, Gruppenausstellung, Atelier im Raggnerhof, Wien
2006
Tafelbilder – Stadthorizonte 6 & 7, Gruppenausstellung, A2, Wien
2005
Zeichnungen, Plastik, Lichtobjekt – Innere und äußere Impulskonzentrate,
Gruppenausstellung, div. Lokale in Wien
2004
Zeichnungen, Tafelbild, Plastik, Lichtobjekt – Trakt 01, Gruppenausstellung, Galerie
Kandinsky, Wien


Tafelbild – Floridsdorfer Kunst & Kreativmesse, Messe, Trillerpark, Wien Tafelbild, Zeichnungen – Bebilderung Taverne Lefteris, Gruppenausstellung, Taverne
Lefteris, Wien
Visuals in Zusammenarbeit mit Bill Gabe – 5-Jahresfeier des Vex, Vex, Wien
2003
Skulptur – Floridsdorfer Kunst & Kreativmesse, Messe, Trillerpark, Wien
Installation zur Interaktion – Soho in Ottakring – Vormärz-Hotel, Gruppenausstellung,
Etap, Wien
Tafelbilder, Zeichnungen – Stadt-Horizonte, Einzelausstellung, Preamisse, Wien
2002
Zeichnung – Landschaft, Gruppenausstellung, Schloßgalerie, Mikulov (CZ)
Skulptur – Exit 02: Kriterien, Diplomausstellung der wiener kunst schule, Brick-5, Wien
2001
Zeichnungen – Körper, Gruppenausstellung, Galerie Clexx, Wien
2000
Zeichnungen – Momentan Indirekt Wahrgenommen, Einzelausstellung, KVH
Lazarettgasse, Wien
Skulptur – Drevo 2000, Holzskulptur-Symposium Bata Foundation, Zlin (CZ)
Installation, Performance – Ges-Ich-Tern, Gruppenausstellung, Heizhaus Stammersdorf,
Wien
Plastik im öffentlichem Raum – Engeln über‘m 3., Hainburgerweg, Wien
Soziokulturelle Gruppen-Performance im öffentlichem Raum – Buchstabensuppe
gegen Sprachlosigkeit, Straßenbahnstation Schottentor, Wien
1999
Plastiken, Zeichnungen – Suche im Hinterhof, Gruppenausstellung, Privaträumlichkeiten,
Wien


Fotos_ Philipp Müller

Walter Pobaschnig _ 25.3.2024

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Reich sein. Das mondäne Wien um 1910. Roman Sandgruber. Molden Verlag.

Was ist Reichtum? Wie kommt es dazu und was macht ein solches Leben heute und damals aus?

Ein Rückblick. 1910. 929 Millionäre in Wien. Es sind teils bis heute klingende Namen, die aus unterschiedlichsten gesellschaftlichen Schichten stammten und in verschiedensten Branchen innovativ und zielstrebig finanzielle Unabhängigkeit und Reichtum erlangten.

Wie war nun ihr Lebensstil? Welche sozialen Aktivitäten gab es? Wie wurde Reichtum gesichert und wie ging Reichtum verloren?

Roman Sandgruber, emeritierter Professor für Wirtschafts- und Sozialgeschichte wie renommierter Autor, gibt im vorliegenden Buch, das schon im ersten Anblick im sehr ansprechenden Design strahlt, einen kompetenten Überblick über die Sozial- und Wirtschaftsstruktur Wien bzw. der Monarchie, der herausragenden Persönlichkeiten und ihrer gesellschaftlichen Impulse wie wirtschaftspolitischer Entwicklungen zu Beginn des 20.Jahrhunderts.

Beeindruckend ist die Bandbreite von umfassender sozialgeschichtlicher Information wie verschiedenster spannender Aspekte und Details des täglichen Lebens der „High Society“ in Wien zur Zeit der Monarchie. In acht Kapitel werden Leserinnen und Leser auf eine besondere Zeitreise mitgenommen und sind mittendrin im Palais, gesellschaftlichen Treffpunkten und Tagesgeschäften.

„Eine beeindruckende Zeitreise zu Geld und Luxusleben in der Abenddämmerung einer untergehenden Welt.“

Reich sein. Das mondäne Wien um 1910. Roman Sandgruber. Molden Verlag.

Hardcover

17 x 24 cm; 352 Seiten

ISBN 978-3-222-15096-8

€ 39,00

E-Book

€ 30,99

Walter Pobaschnig  3/24

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“Trau Dich!“ Michael Gross, Tänzer _ Wien 24.3.2024

Lieber Michael Gross, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Er ist immer unterschiedlich; vereint aber immer die Aspekte des kreativen Austausches und der physischen Arbeit mit meinem Instrument, dem Körper. Oft sind es Residenzen, Förderungen und Ansuchen an denen man tüftelt, und natürlich auch die spontanen Ideen & Visionen niederzuschreiben und darüber zu sprechen. Es ist oft nur ein Moment, ein Glitzern in der Sonne und man bekommt einen Antrieb es gleich weiterzudenken, niederzuschreiben und dann auch umzusetzen.

Unterricht ist auch ein großer Teil meiner künstlerischen Arbeit, erst seit kurzem bin ich bei einer Schweizer Stiftung PSC, die Schüler*innen im jungen Alter zu Live-Instrument und Musik von Bach die Kunst des Tanzens näher bringen will. Diese Arbeit ist mega erfüllend, denn die Kinder sind keinesfalls jeden Tag mit ihrem Körper oder gar Tanz in Berührung. Es ist immer eine intensive Woche voller Emotionen.

Michael Gross _
Tänzer, Performer, Choreograf _
Foto: Stück „n a h e z u n a h“, das während der Residenz im Tanz*Hotel gemeinsam mit Partner Kamil Mrozowski entwickelt wurde. 
@Tanz*Hotel AAR Term 21 / Martina Stapf 

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Der Zusammenhalt und das aufeinander hören. Ich denke es ist besonders wichtig anderen zu helfen aus Situationen oder einfach zuhören und nur da zu sein.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei dem Tanz/Theater, der Kunst an sich zu?

Meiner Meinung nach sollten wir unserer Intuition und unseren Emotionen vertrauen. Uns trauen aus unserer Komfortzone zu begeben. Nicht alles verschieben oder erst morgen anzufangen. Es sind immer die kleinen Anschubser, die die großen Sachen ins Rollen bringen. Speziell beim Tanz, finde ich, diese Komfortzone zu brechen ist essentiell. Jedes Projekt an dem ich arbeite oder in dem ich engagiert bin ist so anders und braucht eine andere (Bewegungs-)Sprache und Ausdruck. Das neu erfinden, das neu empfinden und aussprechen ergibt immer spezielle Formen, das finde ich mega spannend.

„n a h e z u n a h“

Was liest Du derzeit?

„Die dunkle Seite des Gehirns“ von Prof. Stefan Kölsch, es handelt von negativen Gedankenschleifen, wie das Gehirn funktioniert und wie wir unser unterbewusstes überlisten können. Denn ich kenne diese Teufelsspiralen sehr gut, darüber zu lesen und mehr zu erfahren, wie es funktioniert ist für mich extrem hilfreich. Mein Gehirn fühlt sich seitdem sehr farbenfroh an.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Bevor ich jetzt ewig lang nach irgendeinem Zitat schaue denke ich, das Wichtigste ist einfach: “Trau Dich!“, oft stehen wir uns selbst im Weg. Das innere Kind wieder zu entdecken und dem Leichtsinn (ein kleines bisschen) mehr Bedeutung zu geben, kann viel Lebensqualität entfalten.

Michael Gross _
Tänzer, Performer, Choreograf
@Alena Klinger 

Vielen Dank für das Interview, lieber Michael, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Tanzprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen:

Michael Gross _ Tänzer, Performer, Choreograf

Zur Person _ Michael Gross, wohnt und arbeitet seit Herbst 2020 in Wien und konzentriert sich hauptsächlich auf seine Arbeit dort.

Die Förderung des zeitgenössischen Tanzes sowie die Auseinandersetzung mit abstrakter Bewegungssprache sind in seiner freien künstlerischen Arbeit besonders wichtig.

In Österreich arbeitet er eng mit den Tanzkollektiven OFFTanz Tirol und Kollektiv Kunststoff zusammen.

Im Jahr 2023 arbeitete Michael auch an 2 eigenen Projekten, die selbstständig konzipiert, choreographiert, performt und in der kommenden Zeit weiterentwickelt werden

Fotos1,2 Martina Stapf ; 3 Alena Klinger.

Walter Pobaschnig _ 24.3.2024

https://literaturoutdoors.com

„Theater ist als Korrektiv, als Mahner*in, als Ort der Freude unabdingbar“ Paul Spittler, Regisseur _ Berlin 23.3.2024

Lieber Paul Spittler, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Wenn ich in meiner wirklich tollen Theaterwohnung am Theater am Werk in Meidling aufwache, dann zwitschern die Vögel dem anbrechenden Frühling entgegen, ich koche mir einen Kaffee und setze mich auf die Terrasse, bereite den Probentag vor und freue mich, mit meinen Kolleg*innen gleich auf der Probebühne nur zwei Stockwerke unter mir der Blutbuche, verschiedenen Kims, der Meer, der Großmeer, dem Kind und dem Universum zu begegnen.

Der Tag ist voll wunderbarer Probenmomente, teils kraftvoll und laut, teils still und fragil – immer beglückend. Abends falle ich ins Bett, erschöpft von dem vielen Sprechen der Meersprache und beseelt von dem Gefühl, ein wenig weiter gegangen zu sein, als ich mir am Morgen vielleicht noch zugetraut habe.

Paul Spittler, Regisseur

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Ruhe und Besonnenheit. Selbstvertrauen in uns, Vertrauen in Kommunikation und den ehrlichen Blick einander in die Augen. Und guter Humor – und damit meine ich wirklich GUTEN Humor.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei dem Theater/Schauspiel, der Kunst an sich zu?

Was meint Neubeginn? Ich denke, das bezieht sich noch auf Covid und diesen uns aus einem kontinuierlichen Gefüge stoßenden Zeitabschnitt bis in das vergangene Jahr hinein?! Ich bin froh, dass das Theater „überlebt“ hat – auch wenn ich eigentlich nie daran gezweifelt habe. Es ist jetzt wieder als Korrektiv, als Mahner*in, als Ort der Freude unabdingbar – jedes „Ausverkauft“ von Theatervorstellungen treibt mir Tränen in die Augen. Das ist ein enorm wichtiges Zeichen! Aber das Theater darf sich jetzt nicht verlieren, muss den Kontakt zum Publikum nach dieser erzwungenen Unterbrechung der letzten Jahre behutsam und umsichtig wieder aufbauen. Das hat etwas mit Großzügigkeit und Empathie zu tun, mit Demut – und mit GUTEM Humor.

Was liest Du derzeit?

Neben dem ständigen Blättern während der Proben in „Blutbuch“ von Kim de l’Horizon, lese ich derzeit „Frankissstein – eine Liebesgeschichte“, den aktuellen Roman der britischen Autorin Jeanette Winterson. Ein brüllend komischer und sehr hellsichtiger Text, der die Entstehungsgeschichte von Mary Shelleys „Frankenstein“ 1816 mit Recherchen zu Künstlicher Intelligenz eines unkonventionellen queeren Forscher*innenpaares im Post-Brexit England verknüpft. Unbedingt zu empfehlen!

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

„Wie unglaublich sanft und lebendig sich ein penetrierter Arsch anfühlt. Als wäre mensch ganz aus Seide gezimmert.“ – Kim de l’Horizon

Vielen Dank für das Interview, lieber Paul, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Theaterprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen:

Paul Spittler, Regisseur

Zur Person _ Paul Spittler (*1987) ist in Strausberg bei Berlin aufgewachsen und hat dort irgendwann das Abitur gemacht (wichtig!). Seine Schule des Lebens allerdings waren die Berliner Theater, Bars und Clubs – in denen er ab einem (viel zu) jungen Alter (viel zu) viel Zeit verbracht hat. Während und nachdem er in Dresden und Wien Literatur, Kultur und Theater studierte, arbeitete er als Assistent an verschiedenen Staats-, Stadt- und Off-Theaterbühnen und inszeniert seit 2020 regelmäßig an Stadt- und Staatstheatern und in der Freien Szene im gesamten deutschsprachigen Raum. Er lebt in Berlin, ist jedoch überall zuhaus.

www.paulspittler.com

Foto_ Julia Otto

Walter Pobaschnig _ 22.3.2024

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Station bei Kafka/Jesenska – „Kafka macht eine surreale Welt greifbar, erlebbar“ Sandra Schößler, Schriftstellerin _ Wien 21.3.2024

Sandra Schößler, Schriftstellerin _Wien _
Station bei Franz Kafka und Milena Jesenska _
Sandra Schößler, Schriftstellerin _Wien _
acting Franz Kafka „Briefe an Milena“ & „Die Verwandlung“ Erzählung, 1912.

100.Todesjahr Franz Kafka * 3.Juli 1883 Prag
+ 3.Juni 1924 Kierling/Klosterneuburg (AUT) _ Schriftsteller

80.Todesjahr Milena Jesenská (10.August 1896 Prag + ermordet 17.Mai 1944 KZ Ravensbrück) _
Journalistin, Schriftstellerin, Übersetzerin

Fotos _ Graben Hotel Wien/Graben _
Franz Kafka war hier wiederholt zu Gast.

Zum Projekt: Das Bachmann Projekt „Station bei Bachmann“ ist ein interdisziplinäres Kunstprojekt an den Schnittstellen von Literatur, Fotografie und Theater/Performance.

Dabei kommt den topographischen und biographischen Bezügen eine besondere Bedeutung zu, indem Dokumentation, Rezeption und Gegenwartstransfer, Diskussion ineinandergreifen.

Künstler:innen werden eingeladen an diesem Projekt teilzunehmen und in ihren Zugängen Perspektiven zu Werk und Person am biographischen bzw. werksgeschichtlichen Bezugsorten beizutragen.

Den Schwerpunkt bildet dabei Werk und Leben Ingeborg Bachmanns. Ebenso weitere Künstler:Innen.

Station bei Franz Kafka und Milena Jesenska _
Sandra Schößler, Schriftstellerin _Wien _
acting Franz Kafka „Briefe an Milena“ & „Die Verwandlung“ Erzählung, 1912.

100.Todesjahr Franz Kafka * 3.Juli 1883 Prag
+ 3.Juni 1924 Kierling/Klosterneuburg (AUT) _ Schriftsteller

80.Todesjahr Milena Jesenská (10.August 1896 Prag + ermordet 17.Mai 1944 KZ Ravensbrück) _
Journalistin, Schriftstellerin, Übersetzerin

Fotos _ Graben Hotel Wien/Graben _
Franz Kafka war hier wiederholt zu Gast.
Franz Kafka, Schriftsteller _
100.Todesjahr Franz Kafka * 3.Juli 1883 Prag+ 3.Juni 1924 Kierling/Klosterneuburg (AUT) _ Schriftsteller
Milena Jesenská (10.August 1896 Prag + ermordet 17.Mai 1944 KZ Ravensbrück) _
Journalistin, Schriftstellerin, Übersetzerin

Zum Projekt: Das Bachmann Projekt „Station bei Bachmann“ ist ein interdisziplinäres Kunstprojekt an den Schnittstellen von Literatur, Fotografie und Theater/Performance.

Dabei kommt den topographischen und biographischen Bezügen eine besondere Bedeutung zu, indem Dokumentation, Rezeption und Gegenwartstransfer, Diskussion ineinandergreifen.

Künstler:innen werden eingeladen an diesem Projekt teilzunehmen und in ihren Zugängen Perspektiven zu Werk und Person am biographischen bzw. werksgeschichtlichen Bezugsorten beizutragen.

Den Schwerpunkt bildet dabei Werk und Leben Ingeborg Bachmanns. Ebenso weitere Künstler:Innen.

Liebe Sandra Schößler, welche Zugänge gibt es von Dir zu Franz Kafka?

Mit dem Begriff kafkaesk verbinde ich düstere Amtsstuben und Anwaltskanzleien, die es in Wien in den 70er und 80er Jahren in meiner Kindheit noch zu Genüge gab.

Was macht für Dich den Schriftsteller Kafka aus?

Seine nüchterne, klare Sprache, mit der er eine surreale Welt greifbar, erlebbar macht und uns auf die existentiellen Fragen zurückwirft.

Wann bist Du erstmals mit den Texten Kafkas in Berührung gekommen und welche Aussagen gibt es da für Dich?

Sofern ich mich erinnere, wird diese wohl im Rahmen der Schullektüre passiert sein. Die Verwandlung in ihrer grotesken Absurdität hat schon damals Eindruck hinterlassen. Das Gefangensein in einem abstoßenden Körper, der sprachlichen Ausdruckskraft beraubt, hatte mich fasziniert und geängstigt zugleich.

Wie siehst Du seine Beziehung zu Wien?

Neben krankheitsbedingten Aufenthalten in Wien und Umgebung, scheint ein viertägiger Aufenthalt mit Milena Jelenská rund um Kafkas 37. Geburtstag Bedeutung gehabt zu haben. In die widersprüchlichen Emotionen dieser von Nähe und Distanz geprägten Liebesbeziehung durfte ich während unseres Shootings am Graben eintauchen.

Wie verstehst Du die Erzählung „Die Verwandlung“? Welche Aussagen zu Mensch, Familie, Beruf, Welt gibt es da?

Ich denke, wir alle kennen das Gefühl, gefangen in unserer Existenz zu sein. Eingespannt in einen beruflichen und familiären Kontext oder andere soziale Gefüge, die uns nur wenig Gestaltungsspielraum lassen. Und immer wieder zurückgeworfen zu werden auf die Frage, wozu der enorme Energieaufwand, gegen Widerstände zu kämpfen, wenn wir doch wissen, dass unsere Existenz endlich ist.

Wie hast Du Dich auf das Fotoshooting/die Performance vorbereitet?

Auch ohne Schauspielhintergrund kenne ich die Lust, in verschiedene Rollen einzutauchen. In diesem Fall war die Vorstellung, sich in ein monströses Insekt zu verwandeln durchaus eine Herausforderung. Das Spiel mit Emotionen, vor allem in der Rolle der Milena und die Wandlung im Ausdruck vor der Kamera war aber tatsächlich gänzlich neu für mich.

Gab es bisher schon Kafka Projekte für Dich?

Nein, das war mein erstes.

Was ist Dir als Schriftstellerin in Deinen Texten wichtig?

Ein schonungsloser Zugang zu menschlichen Befindlichkeiten, der Ausdruck in einer eher nüchternen Sprache findet und dabei dennoch Emotionen transportiert. Wenn ich es schaffe, bei meinen Leser*innen Gefühle auszulösen, ist mein Text gelungen.

Wie bist Du zum Schreiben gekommen?

Schreibimpulse hatte ich immer wieder in verschiedenen Lebensphasen, ohne diese näher zu verfolgen. So beschränkte sich das Schreiben bis vor zwei Jahren auf den beruflichen Kontext. Die Freude an Sprache verdanke ich nicht zuletzt der Existenz einer Bibliothek in meinem Elternhaus. Erst eine große Veränderung in meinem Leben führte mich dazu, dem Bedürfnis, meinen Gedanken durch das Schreiben Ausdruck zu verleihen, nachzugeben.

Wie ist das Setting Deines Schreibens? Wann, wie, wo schreibst Du?

Das ist sehr unterschiedlich. Am häufigsten jedoch abends im Schlafzimmer mit dem Laptop auf den Knien. Unterwegs fließen spontane Impulse gern in ein kleines Heftchen. Wenn ich Inspiration suche, begebe ich mich auch mal bewusst in die belebte Umgebung eines Kaffeehauses. Dann kommen die individuellen Geschichten der Kaffeehausbesucher zu mir.

Was inspiriert Dich?

Emotionen, Menschen mit ungewöhnlichen Geschichten. Psychologische Zusammenhänge, die sich nicht auf den ersten Blick erschließen, aber bei näherer Betrachtung so viele Widersprüche in der menschlichen Existenz erklären können.

Was sind Deine nächsten Projektpläne?

Wenn es meine Zeit erlaubt, die Weiterarbeit an meinem Roman.

Darf ich Dich abschließend zu einem „Verwandlung“ Akrostichon bitten?

Vielleicht

Erfühlst du

Rätsel in meinem Blick lösend

Warum ich niemals

Apodiktisch

Neben dir – unverändert

Deines und mein Leben teilen kann

Lebendig sein ist immer

Unbeständig wandelhaft

Nach Veränderung dürstende

Gratwanderung

Station bei Franz Kafka und Milena Jesenska

Sandra Schößler, Schriftstellerin _ Wien.

Performing – „Briefe an Milena“ & „Die Verwandlung“, Franz Kafka. Erzählung, 1912.

100.Todesjahr Franz Kafka * 3.Juli 1883 Prag+ 3.Juni 1924 Kierling/Klosterneuburg (AUT).

80.Todesjahr Milena Jesenská (10.August 1896 Prag + ermordet 17.Mai 1944 KZ Ravensbrück) _
Journalistin, Schriftstellerin, Übersetzerin

Fotos: Graben Hotel/Graben _ Wien. Franz Kafka war hier wiederholt zu Gast.

Zum Projekt: Das Bachmann Projekt „Station bei Bachmann“ ist ein interdisziplinäres Kunstprojekt an den Schnittstellen von Literatur, Fotografie und Theater/Performance.

Dabei kommt den topographischen und biographischen Bezügen eine besondere Bedeutung zu, indem Dokumentation, Rezeption und Gegenwartstransfer, Diskussion ineinandergreifen.

Künstler:innen werden eingeladen an diesem Projekt teilzunehmen und in ihren Zugängen Perspektiven zu Werk und Person am biographischen bzw. werksgeschichtlichen Bezugsorten beizutragen.

Den Schwerpunkt bildet dabei Werk und Leben Ingeborg Bachmanns. Ebenso weitere Künstler:Innen.

Station bei Franz Kafka und Milena Jesenska _
Sandra Schößler, Schriftstellerin _Wien _
acting Franz Kafka „Briefe an Milena“ & „Die Verwandlung“ Erzählung, 1912.

100.Todesjahr Franz Kafka * 3.Juli 1883 Prag
+ 3.Juni 1924 Kierling/Klosterneuburg (AUT) _ Schriftsteller

80.Todesjahr Milena Jesenská (10.August 1896 Prag + ermordet 17.Mai 1944 KZ Ravensbrück) _
Journalistin, Schriftstellerin, Übersetzerin

Fotos _ Graben Hotel Wien/Graben _
Franz Kafka war hier wiederholt zu Gast.

Alle Fotos&Interview _ Walter Pobaschnig 3/24

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