Los Angeles. Da ist die Bar. Der Whiskey. Der Schmerz. Die Frau. Alles liegt weit zurück und weit fort für ihn. Sein Leben, seine Liebe, seine Jahre in der Mordkommission in Oslo…Aber immer wieder kehren die Bilder im Kopf zurück. Die Liebe. Der Tod. Und die lange Nacht, die kein Ende nimmt…hier im Westen… this is the end…
Doch die Welt schläft nicht und das Dunkel birgt noch immer Gewalt und Schatten im fernen Oslo, von dem er zu fliehen sucht…zwei tote Frauen…
Und jetzt kommt der Hilferuf an ihn. Und es tut sich ein Weg auf, dem er folgen muss…der Spur des Verbrechens…
Wird er noch Kraft haben für diesen Weg der Verbrechensaufklärung? Was vermag Harry Hole noch zu leisten?
Der Weg, die Suche beginnt für Harry Hole…und es ist auch ein Weg zu sich selbst…zurück ins Leben…
Jo Nesbo, gefeierter Bestsellerautor, legt einen neuen Harry Hole Krimi vor und begeistert damit wie in „alten Tagen“ der ersten Hole Ermittlungen.
Da ist ein eleganter, mitreißender Sprachstil in Spannung und Erzählkunst, der Leserin und Leser von der ersten Seite an mitnimmt und bis zum Finale nicht loslässt.
„Harry Hole regiert wieder – lang lebe er!“
„Blutmond“ Harry Hole ermittelt. Jo Nesbo. Ullstein Verlag.2022
Liebe Manuela, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?
Momentan: um 7 Uhr eine Runde mit meinen zwei Hunden, dann kurz ins Büro, von 10 bis 15 Uhr Probe, Mittagessen, Büro und am Abend Vorstellung!
Manuela Seidl, Intendantin des Theater Forum Schwechat, Schauspielerin, Regisseurin
Manuela Seidlin „Helden reloaded“ Produktion Theater Forum Schwechat 9/22
Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?
Wir leben in einer sehr herausfordernden Zeit, die Inflation ist auf einem neuen Höhepunkt, Kriege rücken näher und viele Menschen können ihre Grundbedürfnisse immer schwieriger decken.
Es ist wichtiger denn je, dass wir zusammenhalten, uns unterstützen, den Humor und die Lebensfreude nicht verlieren! Mein größter Wunsch ist, dass die Welt wieder friedlicher wird und wir wieder mehr Rücksicht aufeinander nehmen.
Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei dem Theater/Schauspiel, der Kunst an sich zu?
Kunst sollte der Gesellschaft einen Spiegel vor die Nase halten, Menschen zum Lachen und Weinen bringen, sie berühren und Menschen zum Diskurs anregen. Kunst sollte alles sagen und sich frei entfalten dürfen, nur so kann es für uns alle eine Unterstützung in unserer Weiterentwicklung sein.
Das Theater steht momentan vor ganz großen Herausforderungen, die durch die letzten zwei Jahr noch verstärkt wurden. Es gibt noch immer viele Menschen, die nicht mehr so viel fortgehen wie vor der Pandemie und es gibt auch sehr viele, die sich das auch gar nicht mehr leisten können durch die ganzen Teuerungen und wenn ich vor die Wahl gestellt bin: Theater oder heizen, dann bleibe ich auch lieber zu Hause und schaue mir einen Film an!
Was liest Du derzeit?
Neben Weihnachtsgeschichten, Theaterstücken, „Gespräche mit Gott“ von Neale Donald Walsch, „Morgen kann kommen“ von Ildikó von Kürthy
Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?
Ich mag verdammen, was du sagst,
aber ich werde mein Leben dafür einsetzen,
dass du es sagen darfst.
Voltaire (1694 – 1778)
„Helden reloaded“ Produktion Theater Forum Schwechat 9/22
Vielen Dank für das Interview liebe Manuela, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Theaterprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!
5 Fragen an Künstler*innen:
Manuela Seidl, Intendantin des Theater Forum Schwechat, Schauspielerin, Regisseurin
Liebe Eszter, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?
Dear Eszter, what`s your routine at the moment?
As a freelance dancer my daily routine is constantly changing. At the moment I am doing a research for an upcoming piece, so I have a pile of books on my desk, I am reconstructing an old dance notation. Also, I am travelling a lot between Vienna and Budapest, my life is quite hectic right now, therefore I have some ground rules that are absolutely needed in order to find (and hold onto) some sort of a structure.
I start every day with a huge breakfast and I do a training that includes strengthening, stretching and dance improvisation. I had some injuries in the past and fortunately I was able to avoid surgeries, but that means there are certain rehab exercises which I need to include in my routine every single day.
Another important part of my day is my dog, Mr. Darcy, who needs his big walks and my attention. He gives me so much joy and happiness, I am trying to be a good dog-owner and a little bit of a mother to him. Last but not least we try to find some quality time with my boyfriend too, either it’s a lunch or dinner together, or just walking the dog together.
Eszter Petrány, MA dancer, choreographer, dance educator
Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?
What`s now particularly important for all of us?
I am not sure if this is a general question or you mean something specific, but I will just say what came to my mind first. Empathy. I think taking care of ourselves and our environment is more important than it’s ever been. Whether it’s our bodies, our micro-environments, families, workplaces, whether it’s all those unknown people who are currently escaping from war-zones or we talk about our planet itself, we really have to learn how to care. Anywhere. Anyhow. I think kindness, empathy and care are very-very important.
Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei dem Tanz/Theater, der Kunst an sich zu?
New start, new beginning. What will be essential and which roles will dance/theatre, art play?
I don’t really believe in concrete ends and beginnings, life is continuously waving, changing, pulsing, even though we experience more and more of those extreme swings… I can see it very closely how important the role of the theatre is right now, even for those who can’t really afford it. In Hungary the general, public mood is truly awful, but those theatres that offer smart, critical, reflective performances are still constantly sold out. I think it’s because that layer of the society, who want to understand the world, themselves and each other a little bit more, that layer that is full of open-minded, curious people who want to evolve (in one way or another) is for sure existing! I think the role of dance, theatre and all art forms are not changing. It can expand or sometimes go rather into the background, but I still think that its role, importance and power are quite stable and contiunous to be. My biggest wish would be to judge and support dance and theatre companies based on their qualities and successes. It would be a dream to exclude more of those political and highly personal decisions that are working underneath.
Was liest Du derzeit?
What are you reading currently?
I am currently reading the short stories of William Somerset Maugham. They are light and smart. My mother gave me the book and I really like her taste.
Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?
Which quote, text will you propose to us?
I have two quotes for you, which are very different, but actually they talk about the same in different contexts. One is from James Baldwin, who said: “Ignorance, allied with power, is the most ferocious enemy justice can have.“ The other one is from my idol, Jane Goodall: “Only if we understand, can we care. Only if we care, we will help. Only if we help, we shall be saved.”
Vielen Dank für das Interview lieber Eszter, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Tanzprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!
5 Fragen an Künstler*innen:
Eszter Petrány, MA dancer, choreographer, dance educator
Maria Handke (*1920 +1971) und ihr Sohn Peter Handke (*6.12.1942) _ Peter Handke Museum _ Stift Griffen/Kärnten _ weitere Familienfotos/PortraitsPeter Handke (links) mit Schwester Monika und einem Nachbarsjungen _ Griffen/Kärnten
„Anders als in der Stadt war sie (Mutter Peter Handkes, Anm.) hier stolz, dass sie Kinder hatte, und zeigte sich auch mit ihnen. Sie ließ sich von niemanden mehr etwas sagen…“
„Wunschloses Unglück, Peter Handke ( 1972), auch alle folgenden.
Straßen der Kindheit _ Kindheits-, Jugendort Peter Handkes _ Griffen/Kärnten
„…und wieder wohnte sie (Mutter Peter Handkes, Anm.) in ihrem Geburtshaus, wo man ihr und ihrer Familie in zwei kleinen Kammern Quartier einräumte…“
„Ein lächerliches Schluchzen in der Toilette aus meiner Kinderzeit her…“
„Im Krankenhaus lag sie immer unter vielen in großen Sälen. Ja, das gibt es noch! Sie drückte mir dort einmal lange die Hand…“
„Hinter der Friedhofsmauer begann sofort der Wald. Es war ein Fichtenwald, auf einem ziemlich steil ansteigendem Hügel…“
„Immerhin gab es in der Bevölkerung eine überlieferte Achtung vor den vollendeten Tatsachen: eine Schwangerschaft, der Krieg, der Staat, das Brauchtum und der Tod…“
„Wenn ich schreibe, schreibe ich notwendig von früher, von etwas Ausgestandenem, zumindest für die Zeit des Schreibens. Ich beschäftige mich literarisch, wie auch sonst, veräußerlicht und versachlicht zu einer Erinnerungs- und Formuliermaschine…“
„Wunschloses Unglück, Peter Handke ( 1972)
Stift Griffen _ Peter Handke Museum Peter Handke _ Biographie _ Museumsgeschichte _ Stift Griffen Peter Handke, Schriftsteller, Literatur Nobelpreisträger 2019 (*6.12.1942 Griffen/Kärnten)
„Dann war wieder etwas Heiteres: ich habe geträumt, lauter Dinge zu sehen, deren Anblick unerträglich weh tat. Auf einmal kam jemand daher und nahm einfach das Schmerzhafte von den Sachen, WIE EINEN ANSCHLAG, DER NICHT MEHR GILT. Auch der Vergleich war geträumt.“
„Wunschloses Unglück, Peter Handke ( 1972)
80.Geburtstag _ Peter Handke, Schriftsteller, Literatur Nobelpreisträger 2019 (*6.12.1942 Griffen/Kärnten)
Text: „Wunschloses Unglück, Peter Handke ( 1972)
Fotoessay: „Später werde ich über das alles Genaueres schreiben“ _Walter Pobaschnig _
Liebe Kerstin, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?
Ich stehe sehr früh auf und schreibe Tagebuch. Dann sehe ich in die Mimik des Tages und jene der Stille, die in mir Bilder wecken für meine Gedichte, da ich in erster Linie als Lyrikerin arbeite. Gerne gehe ich dann in die Cafés der Stadt, um mich an Begegnungen aufzuladen. Dabei pendel ich zwischen Hamburg und Achim, da ich in einer Fernbeziehung lebe. Texte entstehen fast täglich. Sie sind mein Überlebenselixier. Jetzt in der Adventszeit brennt, während ich sie schreibe, dazu eine Kerze im Fenster meines Lyrikateliers, die den Winter berührt.
Kerstin Fischer, Schriftstellerin
Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?
Innere Kräfte aufzubauen, denn das äußere Leben wird immer schwieriger, nachhaltig zu leben, um unsere treueste Verbündete, die Erde, nicht weiter zu zerstören, Mut, Optimismus und Zuversicht, die angeschlagen sind, wieder mehr zu kultivieren und nicht aufzugeben, positive Visionen einer Zukunft entwickeln, mit dem Regen in die Sonne treiben. Dabei nie vergessen, dass wir alle endlich sind, um übertriebene Lebensansprüche zu relativieren. Und letztlich die Übermacht der Ängste zu brechen mit Vertrauen auf positive Entwicklungen, die immer wieder überraschen können.
Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?
Wir müssen mit weniger auskommen und uns zum Beispiel von dieser verhängnisvollen Wegwerfmentalität verabschieden. Das verlangt eine große Umstrukturierung der Wirtschaft. Unser Komsumverhalten steht auf dem Prüfstand. Auch hier wieder kommt den inneren Strömen, die mehr erfüllen als materielle, besondere Bedeutung zu. Und genau da können Kunst und Literatur naturgemäß ansetzen. Sie werden also wieder eine größere Bedeutung bekommen für jene, die sich auf sie einlassen.
Was liest Du derzeit?
Die Gedichte von Georg Trakl.
Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?
„Die Vernunft trägt immer Trauer.“ Ramón Gómez de la Serna
Vielen Dank für das Interview liebe Kerstin, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literaturprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!
Lieber Axel, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?
Aktuell arbeite ich an der Illustration eines Kinderbuches. Ich leide seit mehreren Jahren an einer schweren Depression. Durch die Arbeit an meinen Büchern versuche ich etwas Stabilität zu erlangen.
Axel Aldenhoven _ Schriftsteller, Blogger
Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?
Durchhalten und zusammenhalten. Ich habe die Hoffnung, dass ich mit meinen Büchern, vor allem mit den Romanen, den Menschen eine Möglichkeit biete, einen Hafen anzusteuern.
Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?
Wäre das Leben einer Autobahn, wir wären der Rastplatz.
Was lest Ihr derzeit?
Viel zu viel. Neben den Heftromanen von Perry Rhodan lese ich zurzeit viele Fantasy Romane.Die klassische Literatur darf auch nicht zu kurz kommen. Da steht gerade Nabokov auf dem Programm.
Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtet Ihr uns mitgeben?
Du sollst nicht töten.
Vielen Dank für das Interview lieber Axel, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literatur-, Buchprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!
5 Fragen an Künstler*innen:
Axel Aldenhoven _ Schriftsteller, Blogger
Foto_privat
20.9.2022_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.