Avatar von Unbekannt

Über wortweg08

"Literaturoutdoors" Literatur, Fotografie, Theater, Film, Kunst. Mail: walter.pobaschnig8@gmail.com Offenlegungspflicht lt. §25 Mediengesetz Medieninhaber_ Walter Pobaschnig Neubaugasse 8 9560 Feldkirchen Mail: walter.pobaschnig8@gmail.com Copyright Alle Texte, Fotos, Videos (falls nicht anders angegeben) © Walter Pobaschnig. Jede Kopie, Weitergabe und Vervielfältigung ohne vorherige schriftliche Genehmigung von Walter Pobaschnig ist ausdrücklich untersagt. Alle Inhalte dieser Website unterliegen den Eigentumsrechten von (c) Walter Pobaschnig.

„Kunst löst keine Widersprüche, sondern macht sie erst sichtbar“ Rudi de Mello, Regisseur, Autor _ Berlin 6.7.2023

Lieber Rudi de Mello, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Als freischaffender Künstler arbeite ich parallel an mehreren Projekten, bei denen ich mehrmals täglich unterschiedliche Positionen einnehmen und flexibel die „Seiten wechseln“ können muss: vom Regisseur zum Schauspieler, vom Produktionsleiter zum Autor und Dramaturgen.

Bei all den professionellen Verpflichtungen, den gewissensbissigen Deadlines, der nie zu Bett gehenden Kommunikation und der Koordination des Chaos, versuche ich dem verlockend klingenden, aber dann letztendlich doch eher trockenen, steuerrechtlichen Begriff des „freischaffenden Künstlers“ Fleisch und Sinnlichkeit zu verleihen: jeden Tag suche ich in allen Tätigkeiten Frei-Räume, um schöpferisch sein zu können. Das macht für mich die Attraktivität eines solchen Tagesablaufs aus.

Rudi de Mello, Schauspieler, Regisseur, Autor und Dramaturg

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Wir sollten jetzt nicht vergessen, dass wir bei all der Unterschiedlichkeit, auf die wir uns bezüglich unserer Meinung, unserer Herkunft, unserer Religion, unseres Geschlechts und unserer Sexualität berufen, letztendlich alle „nur“ Menschen sind. Positiv ausgedrückt: Für sehr wichtig halte ich das Besinnen darauf, dass wir im Denken, Fühlen, Wollen und Hoffen mehr Gemeinsamkeiten haben als Unterschiede oder dass uns zumindest als Spezies eine Dramaturgie der Koordinaten „Denken“ – „Fühlen“ – „Wollen“ – „Hoffen“ definiert. Diese Art von Verbundenheit ist eine wunderschöne und aufregende Sache, wie ich finde.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?

Ich beobachte zurzeit im Weltgeschehen einen salonfähig gewordenen aufklärerischen Impetus, die Aufklärung austreiben zu wollen. Und ich hoffe, dass uns das eines Tages nicht um die Ohren fliegen wird. Und das vielleicht sogar früher noch als all die prognostizierten, den Menschen in seiner Existenz bedrohenden Katastrophen. Der gerade sehr präsente Widerspruch, dass sich die Aufklärung selbst aushebelt, reiht sich ein in die Liste der vielen Widersprüche im menschlichen Dasein. Und Kunst war seit jeher sehr gut darin, latente Widersprüche im menschlichen Dasein sinnlich erlebbar zu machen.

Bedenklich finde ich daher die derzeitige, selbstverständlich gewordene Instrumentalisierung der Kunst durch das Politische, bei der die Kunst beginnt, eine politische Rolle zu spielen. Kunst sollte in diesem Sinne keine Rolle spielen, sondern sollte, nicht nur im Theater, Rollen spielen und unterschiedliche Perspektiven als ästhetisches Erlebnis aufeinanderprallen lassen. Kunst ist weder ein psychologisches noch ein soziales noch ein politisches Heilmittel. Kunst löst keine Widersprüche, sondern macht sie erst sichtbar.

Was liest Du derzeit?

Derzeit lese ich C. G. Jungs Texte über die Archetypen, Texte über die Genese der Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm und Texte zur Mythen-Theorie, da ich mitten in einem künstlerischen Rechercheprojekt stecke, das vom Fonds Darstellende Künste gefördert wird: In „MetaMythos“ gehe ich im urbanen Raum Berlins auf die Jagd nach „neuen“ und noch verborgenen Archetypen, die ich in den Träumen der Großstadtbewohner:innen, in sogenannten „urban legends“ und in mündlich überlieferten Gutenacht- und Lagerfeuergeschichten suche. Daher lese ich gerade auch sehr viele interessante Träume und noch nie gehörte, märchenhafte Geschichten und hoffe, in den kommenden Monaten noch sehr viel mehr davon lesen zu können.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

„Wer hohe Türme bauen will, muss lange beim Fundament verweilen.“ – Aristoteles

Vielen Dank für das Interview lieber Rudi, viel Freude und Erfolg für Deine großartigen Theater-, Literaturprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!

5 Fragen an Künstler*innen:

Rudi de Mello, Schauspieler, Regisseur, Autor und Dramaturg

Zur Person_Rudi de Mello, 1981 in Havanna (Kuba) geboren, lebt in Berlin. Er absolvierte ein Studium der Philosophie, Kunstgeschichte und Vergleichenden Literaturwissenschaft an der TU Berlin. Seit über 20 Jahren ist er international als Schauspieler, Regisseur, Autor und Dramaturg an verschiedenen Theatern und Kulturinstitutionen tätig. Er ist leidenschaftlicher Lyriker, erdenkt und organisiert Lesungen (u.a. ÜBERGÄNGE, UNTERFÜLLE) und liest selbst auf Lesungen (u.a. bei Textur 4: UNTERWEGS).

Schauspiel: u.a. AMERIKA! (PARKAUE – Junges Staatstheater Berlin, 2009), EinzigArtig (Museum für Naturkunde Berlin, 2017) / Dramaturgie: u.a. Thinking Out Of The Shadow – Das Platon-Projekt (HAU, 2014), Rom*nja City Reloaded (Volksbühne Berlin, 2022) / Regie: u.a. Dead. End. Paradise. – Dantes Göttliche Komödie (jtw spandau, 2019), POPOL VUH (jtw spandau, 2020).

Foto_privat.

6.6.2023_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

https://literaturoutdoors.com

„Wir können uns zusammentun als Hoffende“ Esther Ben Mohamed, Musikerin und Autorin _ Lothringen 5.7.2023

Liebe Esther Ben Mohamed, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Seit zwei Monaten bin ich wieder eine Hundefreundschaft eingegangen, so dass der Morgen zumindest strukturiert ist. Vor dem Frühstück machen wir den ersten gemeinsamen Spaziergang, hinterher habe ich viel Zeit, am Frühstückstisch zu sitzen und den Tag langsam angehen zu lassen. Oft kommen dann auch die besten Ideen zum Schreiben.

An den Nachmittagen unterrichte ich, teilweise fahre ich zu den Schülern, nehme den Hund mit und mache mit ihm hinterher kleine „Entdeckungstouren“.

Es bleibt immer noch genügend Zeit für Gartenarbeit, Pflege unseres alten Bauernhauses in Lothringen, zum Cello oder Flöte üben, je nachdem, was ich gerade vorbereite.

Esther Ben Mohamed, Musikerin und Autorin

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Ich träume davon, dass es sowas wie einen Weltfrieden geben kann, dass alle Menschen sich achten, füreinander da sind, miteinander kommunizieren, alten Streit schlichten, sich vergeben, und dass  Politiker alte Machtstrukturen aufheben und eine Gerechtigkeit in der Welt schaffen – einen Ausgleich zwischen arm und reich, dass alle Menschen leben können ohne hungern und leiden zu müssen.

Mir kam dieses Bild des Weltfriedens bei einem Besuch in Metz in der Vorweihnachtszeit. Die bunt geschmückten Fenster wirkten auf mich wie kleine Friedensbotschaften.

Auch könnten wir uns dann in Ruhe um unsere Mutter Erde kümmern und Großkonzerne, die Menschen nur für ihre Interessen ausnutzen, hätten gar keine Chance mehr zu existieren.

Erschütternd, was unserer Erde zugemutet wird, dass der Mensch seinen eigenen Planeten vernichtet. Ob es schon zu spät ist oder haben wir noch eine Chance, unseren Planeten zu retten?

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?

In der Kunst haben wir die Möglichkeit, auf Missstände und Ungerechtigkeiten hinzuweisen, zu benennen, vor welcher Aufgabe wir stehen, um eine lebenswerte Welt zu erschaffen.

Wir können uns zusammentun als Hoffende, die mit guten Gedanken Impulse in die Welt setzen, die etwas Positives bewirken. Je mehr Hoffende es gibt, desto größer ist die Chance, unseren Planeten zu erhalten.

Vor Kurzem habe ich bei einer Sammlung von Texten mitgemacht zum Thema: …und trotzdem Hoffnung…

Die Auseinandersetzung mit den Kriegen, die immer irgendwo auf der Welt wüten, mit der Missachtung von Menschenrechten, mit Fremdenhass und der Gewalt – all das hat uns Schreibende verbunden und uns gegenseitig Kraft gegeben, die wir auf diese Weise in die Welt hinausschicken konnten.

Wenn wir bereit sind, uns zu verschenken mit dem, um was wir uns bemühen, kann Liebe entstehen. So können wir die Welt gemeinsam künstlerisch gestalten mit Worten, Bildern oder Melodien, die zu Herzen gehen.

Was liest Du derzeit?

Von John O’Donohue „Echo der Seele“.

Ich freue mich immer, wenn ich in einem Buch Antworten auf meine eigenen Lebensfragen bekomme.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Aus „Echo der Seele“:

„Jeder Tag, der uns geschenkt wird, ist angefüllt mit einer scheuen Anmut göttlicher Zärtlichkeit…

Jeder Tag ist eine geheime Geschichte, gewoben um das strahlende Herz des Wunders.“

Vielen Dank für das Interview liebe Esther, viel Freude und Erfolg für Deine großartigen Musik-, Literaturprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!

Esther Ben Mohamed, Musikerin und Autorin

5 Fragen an Künstler*innen:

Esther Ben Mohamed, Musikerin und Autorin

Zur Person_Esther Ben Mohamed, Musikerin und Autorin, geboren in Hamburg, studierte Musikpädagogik in Saarbrücken und lebt mit ihrem Sohn und ihrem Hund in Lothringen. Sie unterrichtet Querflöte und Klavier, mit 50 Jahren hat sie noch angefangen, Cello zu lernen.
Als Autorin veröffentlichte sie ihre Biografie „Das Leben ist ein reines Ausprobieren“ sowie den Gedichtband „Ich habe Liebe gefunden.“
Sie nahm an mehreren Anthologien teil und schreibt fast täglich Lyrik und Gedichte.

Foto_privat.

5.6.2023_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

https://literaturoutdoors.com

„dass Kunst stets eine Auseinandersetzung mit Welt ist“ Lukas Gwechenberger, Medien- & Konzept-Künstler, Musiker _ Salzburg 4.7.2023

Lieber Lukas Gwechenberger, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Unterschiedlich, je nachdem ob Termine anstehen oder nicht.

Lukas Gwechenberger, Medien- & Konzept-Künstler, Musiker

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Aufmerksam sein.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?

Ich bin der Ansicht, dass Kunst stets eine Auseinandersetzung mit Welt ist und diese daher auf irgendeine Weise reflektiert. Darüber hinaus glaube ich, dass sie, im Kleinen zumindest, transformative Potentiale besitzt, die uns verblüffen, erstaunen, lernen lassen, verwirren und entsetzen können.

Was liest Du derzeit?

Jean Baudrillard – Warum ist nicht alles schon verschwunden?

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

„Die Spezies Mensch ist zweifellos die einzige, die einen spezifischen Modus des Verschwindens erfand, der nichts mit dem Naturgesetz zu tun hat. Vielleicht sogar eine Kunst des Verschwindens.“

Vielen Dank für das Interview lieber Lukas, viel Freude und Erfolg für Deine großartigen Kunst-, Musikprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!

5 Fragen an Künstler*innen:

Lukas Gwechenberger, Medien- & Konzept-Künstler, Musiker

Zur Person_ Lukas Gwechenberger ist Medien- & Konzept-Künstler sowie Musiker mit besonderem Interesse an der Verformung und Verfremdung von Material, Raum und dessen Wirkung. Bei seinen Werken handelt es sich vorwiegend um ortsbezogene Auseinandersetzungen, die in Gestalt von Installation, Sound, Fotografie und Video umgesetzt werden.

Er ist Mitglied der Künstler:innengruppe atelier ///, Teil des Teams um die Musikreihe Performing Sound und des Arbeitskreises um die Zeitschrift archipel.

https://gwechenberger.net/

https://tbn.works/

Foto_privat

31.5.2023_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

https://literaturoutdoors.com/

My Love Story. Tina Turner. Die Autobiographie. Penguin Verlag.

„In meiner Stimme waren immer Gefühle, denn diese Gefühle waren verbunden mit dem Leben, das ich gelebt habe. Und kamen mir auf der Bühne die Tränen, dann waren sie echt und kein Hollywood“

So schreibt, Tina Turner (* 26. November 1939 als Anna Mae Bullock in Brownsville/Tennessee USA;  † 24. Mai 2023 in Küsnacht/Kanton Zürich Schweiz), im Vorwort zu ihrer 2018 erschienen Biographie, die hier in der Taschenbuchausgabe vorliegt.

Tina Turner war ein Star des Rock`n`Roll seit den 1960er Jahren und wurde in den 1980er mit Hits wie „Private Dancer“ zum Superstar einer Epoche, die sie wesentlich mitprägte.

So schillernd die erfolgreiche Tina Turner in den 1980/90er Jahren auf der Bühne war, so dramatisch und tragisch waren ihre Musik- und Lebensjahre an der Seite von Ike Turner, von denen sie erstmals in einer 1986 erschienen Autobiographie schonungslos offen erzählt.

Drei Jahrzehnte nach ihrer ersten Autobiographie war Tina Turner bereit auf ihr Leben in allen Facetten zurückzublicken und offen über Weg, Glück, Krankheit zu erzählen. Viele private Fotos begleiten diese Lebensreise im Wort, die schließlich im Mai dieses Jahres ein Ende fand.

Eine Autobiographie, die für Fans wie Musik- Biographieinteressierte ein besonderes Erlebnis ist!

My Love Story. Tina Turner. Die Autobiographie. Penguin Verlag.

Aus dem Englischen von Naemi Schuhmacher, Barbara Steckhan

Originaltitel: My Love Story. A Memoir

Originalverlag: Simon & Schuster, New York 2018

Taschenbuch, Broschur, 320 Seiten, 11,8 x 18,7 cm

mit Abbildungen

ISBN: 978-3-328-10520-6

Walter Pobaschnig 6/23

https://literaturoutdoors.com

„Kunst steht immer für Neubeginn – jeden Tag auf`s Neue“ Daniela Elisa Mayer, Schriftstellerin _ NÖ 3.7.2023

Liebe Daniela Elisa Mayer, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Mein Tagesablauf ist zur Zeit ziemlich relaxed.. ich wache morgens auf, gehe ins Bad und danach… halt, noch mal von vorne… ich stehe morgens auf und füttere die Katze, oberstes Gebot,

dann herrscht Friede im Hause Mayer 🙂 und danach widme ich mich meinen Büchern…

ich schreibe an meinem Lyrikband „Das Fenster zum Hof“ darin geht es um unser inneres Fenster, unsere Seele, ich beschreibe in diesem Band meine Beobachtungen an mir, an der Menschheit und schildere meine Gefühle und Empfindungen.. dieser Band ist mir heilig und ich lerne dabei mein eigenes Seelenleben besser zu verstehen..

ein zweites Werk, an dem ich arbeite ist ein Kinderbuch, „Die alte Keppelzahn Katze“, ein Buch voll Empathie, Tierliebe, Freude und Gefühl.. ich schreibe über die Erlebnisse mit meinen Katzen,

prinzipiell ist es kein wirkliches Kinderbuch, sondern ein Buch für alle Tierliebhaber.. von 8 – 100 Jahren.

An manchen Tagen vertone ich meine eigenen Werke, aber auch Gedichte meiner Kollegschaft.

Im März 2021 habe ich die Prüfung zur professionellen Sprecherin absolviert.

Das Vertonen macht mir sehr viel Freude und ich kann meine Gefühle und Empfindungen durch das Sprechen noch gefühlvoller transportieren. Diese Arbeit hat etwas Spielerisches und ist mir, so wie das Schreiben, eine Herzensangelegenheit.

Der Abend klingt leise aus.. in stillen Stunden verfasse ich Gedichte und Prosa.. niedergeschrieben wird, was das Herz bestimmt.

Daniela Elisa Mayer, Schriftstellerin

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Besondere Zeiten erfordern besondere Taten.. zwischenmenschliche Beziehungen sollten gestärkt werden.. zu Pandemiezeiten sind Umarmungen, ein freundliches Augenzwinkern, ein warmes Wort – oft verloren gegangen.. wir müssen aufpassen, dass die Menschheit nicht verroht, die Ablenkung nicht überhandnimmt.. wir sollten Berührungen, Umarmungen, wieder als Grundbedürfnisse  verstehen lernen.

Es sind die kleinen Dinge im Leben, die mir persönlich wirklich Freude bereiten.. nicht nur ein nüchternes „Hallo“ sondern ein interessiertes „wie geht es dir“, ich denke die Zeiten sind reif für einen ehrlichen, liebevollen Umgang mit uns selbst, mit unseren Mitmenschen, mit Fauna und Flora.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?

Kunstschaffende sind innerlich kleine Kinder geblieben.. im besten Sinne!

Sie spielen, malen, schreiben, singen, musizieren und vieles mehr.. sie lassen ihren Gefühlen freien Lauf.

Kreative Menschen sind Phantasten .. auch das im besten Sinne!

Unsere Arbeitswelt ist oft geprägt von immensem Leistungsdruck, die oberen Etagen sind gar nicht selten von „verletzten, wütenden Kindern“, sprich Narzissten, belegt und man muss schon sehr auf sich achten, um seelisch nicht unter die Räder zu kommen.

Kunst bedeutet für mich Freiheit und Spaß, Liebe zum Schaffen.

Künstler haben für mich persönlich die Aufgabe, den Menschen ein Stück Freiheit wieder zu geben,

ein Stück unbeschwerte Kindheit.. Hoffnung und Liebe.

Mein künstlerisches Bestreben, mein oberstes Gebot, ist, die Menschen mit meiner Lyrik zu berühren, die Plattform auf ein Andocken an ihre Seele zu bieten.. an längst vergessene Gefühle, diese Gefühle aus einer längst vergessenen Schublade zu holen und nochmal zu durchleben.. endlich zu „erleben“ mit all den bis jetzt unterdrückten Gefühlen.. und ein Stück Heilung zu erlangen.

Die Kunst steht immer für Neubeginn.. jeden Tag auf`s Neue.. für Lust, Lebendigkeit und für Schöpferkraft!

Was liest du derzeit?

Drei Bücher liegen in meiner obersten Schublade, ich lese mittlerweile synchron:

„Wenn Scham krank macht“ von John Bradshaw

Dieses Buch kann eine innerliche Befreiung bewirken, in der Kindheit antrainierte, falsche Scham kann krank machen und sich wie ein roter Faden zerstörerisch durch das Leben ziehen, sehr empfehlenswert..

„Wer die Nachtigall stört“ von Harper Lee

Hier geht es um Vorurteile, Rassismus und Hass der Menschen Anfang der 30er Jahren in Amerika,

aber auch um Hoffnung, Liebe… und vor allem um die Liebe zu allen Menschen

„Und im Kopf macht`s Klick“ von Jochen Kaufmann

ich hoffe auf Heilung bezüglich Zigaretten und werde glückliche Nichtraucherin

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest du uns mitgeben?

„Nicht was wir erleben, sondern wie wir empfinden, was wir erleben, macht unser Schicksal aus“

Marie Freifrau von Ebner-Eschenbach

Fühlen, Spüren, ist so essenziell und wurde uns gern abtrainiert, Funktion und Leistung ist heute angesagt.

Ich möchte mich und andere verstehen, durch Lesen und Zuhören lernen.

Die Empathie, unser Begleiter durch das Leben!

Höre auf deine innere Stimme.. das Herz irrt nie..

Vielen Dank für das Interview liebe Daniela, viel Freude und Erfolg für Deine großartigen Literaturprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!

Daniela Elisa Mayer, Schriftstellerin

5 Fragen an Künstler*innen:

Daniela Elisa Mayer, Schriftstellerin

Zur Person_Daniela Elisa Mayer, 1975 in Wien

Autorin & Sprecherin, wohnhaft in Niederösterreich, schreibt Gedichte und Prosa

Veröffentlichungen auf www.daniela-elisa-mayer.at und www.gedichtezauber.de

Kinderbuch „die alte Keppelzahn Katze“ in Arbeit

Lyrikband „das Fenster zum Hof“ in Arbeit

im März 2021 Ausbildung zur professionellen Sprecherin

Vertonung sämtlicher Gedichte auf www.daniela-elisa-mayer.at

Anthologie Mitglied bei „Ein Jahr ist mehr als 365 Tage“

https://bit.ly/31Rhvw9

Vertonung für den „Buchfalter-Podcast“

https://bit.ly/3wNluEn

„Lyrisches von Mitgliedern der Poesiewerkstatt“

Meine Leitsätze:

Prosa und Lyrik schreibt meine Seele

Prosa und Lyrik vertont mein Herz

Homepage: www.daniela-elisa-mayer.at

Foto_privat

21.6.2023_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

https://literaturoutdoors.com/

„Ich liebe das Leben“ Sibylle Gogg, Schauspielerin _ Berlin 2.7.2023

Liebe Sibylle Gogg, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Zur Zeit verbringe ich meine Tage fast ausschließlich im Theater. An der Seite von Lars Franke (Regie) betreue ich das Sommerprojekt des Studiengangs Gesang / Musiktheater an der Universität der Künste Berlin. Wir arbeiten an zwei Einaktern: „Blue Monday“ von Gershwin und „L’Enfant et les sortilèges“ von Ravel. Zwei ganz wunderbare Werke! Ich genieße die frische Atmosphäre an der UdK, sehe und höre den jungen Sänger*innen gerne zu und gehe oft bereichert nach Hause. Wenn ich mal einen Abend „frei“ habe, spiele ich Juli in „Gelbes Gold“ von Fabienne Dür an der Vagantenbühne Berlin. Eine Figur, die mir mit all ihren Ecken und Kanten sehr ans Herz gewachsen ist. Ich freue mich, daß wir das Stück auch noch in der nächsten Saison spielen werden.

Meine Familie sehe ich seit Wochen leider immer nur nachts schlafend und beim Aufstehen. Unsere fünfjährige Tochter weckt mich manchmal in den frühen Morgenstunden, wenn sie in unser Bett krabbelt, um mir die Geschehnisse ihres Tages zu erzählen. Morgens, wenn der Wecker schrillt, schlagen wir uns dann alle tapfer in der „Bataille du matin“, um pünktlich zu unseren Wirkungsstätten zu kommen. Ich habe das Glück meine Wege in Berlin fast ausschließlich mit dem Fahrrad erledigen zu können, da fast alles in meinem Heimatbezirk Charlottenburg liegt! 

Sibylle Gogg, Schauspielerin

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Herrje – wenn es eine Antwort auf diese Frage gäbe, am besten noch eine einfache … Ich denke, daß es uns allen gut täte, wieder aufmerksamer miteinander zu reden und vor allem zuzuhören.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei dem Theater/Schauspiel, der Kunst an sich zu?

Ich frage mich, ob sich die Rolle der Kunst und des Theaters wirklich durch einen Neubeginn oder Aufbruch maßgeblich ändert oder ob nicht Kunst und Theater schlichtweg immer die Ereignisse der Zeit in verschiedenster Form spiegelt oder spiegeln sollte. 

Was liest Du derzeit?

„Annette, ein Heldinnenepos“ von Anne Weber

„Fabian oder Der Gang vor die Hunde“ von Erich Kästner

…und „Die Cousinen“ von Aurora Venturini mochte ich sehr – gerade fertig gelesen.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Ich liebe das Leben (…). Manchmal könnte ich vor Freude in den Sonnenschein hineinbeißen oder in die Luft, die in den Parks weht. Wissen Sie, woran das liegt? Ich denke oft an den Tod, und wer tut das heute? Und weil ich an ihn denke, liebe ich das Leben. Es ist eine herrliche Erfindung, in Erfindungen bin ich sachverständig.

Erich Kästner, Fabian

Vielen Dank für das Interview liebe Sibylle und viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Schauspielprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

Sibylle Gogg, Schauspielerin

5 Fragen an Künstler*innen:

Sibylle Gogg, Schauspielerin

Zur Person: Sibylle Gogg wuchs in einem von Musik und Theater geprägten Elternhaus auf und steht auf der Bühne seit sie acht Jahre alt ist. Die gebürtige Österreicherin wirkte als Ballettelevin in zahlreichen Produktionen der Grazer Oper mit, bis sie für ihr Schauspielstudium nach Wien zog. Während der Ausbildung spielte sie in ersten Engagements am Theater in der Josefstadt und am Wiener Volkstheater. Weitere Engagements führten sie u. a. ans Theater Phönix Linz, Tiroler Landestheater, Odeon Wien, und zu den Bad Hersfelder Festspielen.

2022/23 spielt sie die Juli in „Gelbes Gold“ an der Vagantenbühne Berlin.

Abgesehen von ihrer Arbeit am Theater ist sie auch im Kino (aktuell in „Die Q ist ein Tier“, D 2022) und TV zu sehen.

Sibylle Gogg lebt seit 2002 in Berlin, Deutschland.

Fotos_(c) David Reisler 2022

26.6.2023_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

https://literaturoutdoors.com

„Zu fragen, im Moment des Jetzt, des Morgen, des Gestern, wen küssen.“ Elisabeth Wandeler-Deck, Schriftstellerin _ Zürich 1.7.2023

Liebe Elisabeth Wandeler-Deck, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Meist erwache ich früh, d.h. um 6 Uhr herum, ich überlege mir, einen Espresso zuzubereiten, oft stehe ich dann auf, gehe in die Küche, leise, setze Kaffee auf, im Warten einige Bewegungen für Hüfte etc., giesse den Kaffee ein, trage die Tasse zum Bett, setze mich ins Bett, lese, bis ich Küchengeräusche höre, stehe auf, lasse das Bad einlaufen, setze mich an den Tisch, sage fast nichts, lese Zeitung etc.

Manchmal dann in die Stadt, irgendein Termin, oft die Gesundheit betreffend, ins Kaffeehaus, zurück an den Stadtrand, lesen, Klavier, Gitarre, Mais, mich anschleichen an das, was punkto Schreiben offen; ähnlich aber anders dann wenn ich in die Migros etc. es gibt eine Einkaufsliste, all das so Umrandungen von SchreibenLesenSchreibenAusdruckenLesen.

Seit einer Weile also flackernde Zeitverläufe und doch etc. Oft kommt auch am Abend Besuch, ich gehe aus, etc. mache weiter etc.

Elisabeth Wandeler-Deck, Schriftstellerin
improvisierende Musikerin (Klavier, Gitarre, Wörter)

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Für uns alle kann ich nicht sprechen, ja, zuhören vielleicht, singen im Geheimen, nachdenken auch, ich weiß nichts von „uns allen“, etc. und doch, ja,

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?

Zu fragen, im Moment des Jetzt, des Morgen, des Gestern, wen küssen. Und wen küsse ich. Kunst will weiter entstehen etc. im Hin und im Her. Im et cetera. Was wird wesentlich sein, dies weiterfragen.

Was liest Du derzeit?

Ich habe immer Stapel von Büchern, Zeitschriften etc. um mich herum. Die letzten Tage intensiv Triëdere zu Werner Hamacher und von Werner Hamacher, Was zu sagen bleibt; Bodo Hell, Begabte Bäume; Flan O‘Brian, At swim-two-birds; etc.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Aus “Le temps du sommeil” von Francis Alÿs: „In the beginning, there is a situation where many people cross paths. If somebody were to say something to someone and that someone were to repeat it to someone else, and that someone else were to repeat it to someone else, then, at the end of the day, something would be talked about but the source would be lost along the way”

Vielen Dank für das Interview liebe Elisabeth, viel Freude und Erfolg für Deine großartigen Literatur-, Musik-, Kunstprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!

5 Fragen an Künstler*innen:

Elisabeth Wandeler-Deck, Schriftstellerin, improvisierende Musikerin (Klavier, Gitarre, Wörter)

Zur Person_Elisabeth Wandeler-Deck

geboren 1939, aufgewachsen in Zug, lebt in Zürich-Affoltern und anderswo. Schriftstellerin improvisierende Musikerin (Klavier, Gitarre, Wörter). Viele Buchveröffentlichungen, zuletzt „attacca holdrio“, Lyrik, edition sacré, Zürich 2020; versionenlust ECHO, edition Howeg, Zürich 2022; Antigone Blässhuhn Alphabet so nebenher, Ritter Verlag Klagenfurt 2022. Bildtextarbeiten im Netz. Mitglied des Improvisationsquartetts bunte hörschlaufen. Basler Lyrikpreis 2013, Werkjahr der Stadt Zürich 2017, Writer in Residence in Maggia TI 2023.

Aktuelle Buchneuerscheinung Elisabeth Wandeler-Deck:

Elisabeth Wandeler-Deck, Antigone Blässhuhn Alphabet so nebenher. Ritter Verlag

Das Blässhuhn: es taucht unter, kommt an unerwartetem Ort und Zeitpunkt wieder zum Vorschein, so auch Antigone, als volatile Figur, Fragestellung, Projektionsfläche. Als widersetzliches Mädchen trägt sie, der Etymologie ihres Namens nach, ein „Gegen“ in
sich wie auch „Geburt“ und „Abstammung“, zieht Spuren nach verwandtschaftlichen
Banden und durchkreuzt literarische Felder. Ein Ordnungsprinzip von A bis Z steckt den täuschend klaren Rahmen ab für Prosaminiaturen, Gedichte, Notate und Listen, Thesenhaftes oder in Zeitungen Vorgefundenes zu Affoltern und Baden, den lokalen Koordinaten einer für Reflexion, Theorie und Traumhaftes ebenso wie für Konkret-Soziales durchlässigen Textur.

Durch das fragile alphabetische Raster hindurch bricht sich das Diskontinuierliche, Wilde und Chaotische der Erscheinungen, Beobachtungen und Gedanken Bahn – von Elisabeth Wandeler-Deck virtuos zum Ausdruck gebracht in immer wieder neuen Formfindungen, die ihre Qualität gerade aus der Apperzeption von Sprüngen, Unterbrechung und Kontamination beziehen. Antigone Blässhuhn Alphabet so nebenher ist ein ästhetisch wie politisch brisantes Buch: ein flirrendes Dokument von Selbstverortung und präzises Modell kalkulierter Überschreitung.

Antigone Blässhuhn Alphabet so nebenher

Elisabeth Wandeler-Deck, Antigone Blässhuhn Alphabet so nebenher. Ritter Verlag

ISBN: 978-3-85415-646-8

Preis: €19,00

184 Seiten, brosch., erschienen 2022

Foto_Dirk Skiba

1.5.2023_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

https://literaturoutdoors.com/

„Literatur, Theater, Kunst ermöglichen eine Verfeinerung der Sinne“ Antje-Kathrin Mettin, Schriftstellerin, _ Leipzig 30.6.2023

Liebe Antje-Kathrin Mettin, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Unstet, zum Glück. Oft ein illustrer Wechsel aus: Konzentrierter Vertiefung, Lektüre und dem Versuch, Gedanken und Beobachtungen in tragfähige Worte zu fassen, dem Versuch, Korrespondenzen zu tätigen, dem Versuch, lauter sich türmenden Aufgaben nachzukommen und dem Drang nach anderem – nach Leichtigkeit, Unterbrechung, Luft, Gesang, danach, auch den bisher nicht untergekommenen, drängenden Worten Freigang zu gewähren in Ton und Text. Und dem Drang nach Wörtern, die etwas zu sagen haben, nach schillernden Wörtern, wie sie sich in guter Literatur, in schönen Gesprächen finden lassen. Ein Tag voller Versuch|ung|en also & lauter Drängen. Endet er glücklich, dann verlässt ein wenig Unruhe mich abends – wenn nicht, nehme ich sie mit in die Nacht.

Antje-Kathrin Mettin, Schriftstellerin,
Theatermacherin, Literatur- und Theaterwissenschaftlerin

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Zu erkennen, dass die Dinge zwar komplex sind, aber nicht kompliziert zu verstehen, wäre hilfreich: Es ist nicht kompliziert zu begreifen, dass man niemandem ein Leid zufügen soll, es ist nicht kompliziert zu begreifen, dass jeder Wünsche hat, die erfüllt werden möchten, es ist nicht schwer zu begreifen, dass Leid und Kummer Unglück und Härte befördern, und es ist nicht schwer zu begreifen, dass das Leben glücklicher wird, wenn man spielerisch, freundlich, undogmatisch zu sein sich erlaubt. Die Frage, wie sich diese Dinge verwirklichen lassen, mag komplex sein – zumal wenn man bedenkt, wie verschlungen Naturgeschichte und Geschichte der Gesellschaft sind und wie lange sie einander schon durchdringen –, die Dinge zu erforschen ist unabdingbar – sie zu verkomplizieren und dadurch implizit zu negieren aber ist grausam und beschwört exakt die Scheußlichkeiten herauf, wie sie uns in Wort und Tat allenthalben in Vergangenheit und Gegenwart begegnen.

Kurzum: Die Frage danach, was jetzt besonders wichtig für uns alle ist, lässt sich vielleicht mit ähnlichen Worten beantworten wie jenen, die der Erzählung nach Rabbi Hillel jenem Mann gegeben hat, der ihn bat, er möge ihm die Tora lehren, während er auf einem Bein stehe: »Was Dir zuwider ist, das tu keinem anderen an. Das ist die ganze Tora. Geh jetzt und lerne alle Gebote, damit du weißt, was du tun sollst und was du nicht tun darfst.«

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?

Es wäre schön, es gäbe tatsächlich einmal einen Aufbruch – und nicht ein permanentes Verwandeln alter Verhärtungen in neuer Aufmachung. Diese Dynamik wird sich aber wohl nur ändern können, wenn ein Leben ermöglicht wird, das nicht unter dem Druck permanenter Produktivität steht. Wenn permanent produziert werden muss, um leben zu können, dann ändert sich überhaupt nichts, dann dreht alles sich in einer Spirale immer weiter und schraubt sich immer weiter ins Katastrophale. Die Kunstszene folgt darin leider oft dieser Dynamik. Der einzelne Künstler hat kaum die Möglichkeit, sich anders zu verhalten, sonst gerät er freilich unter die Räder. Aber wenn er das permanente Produzierenmüssen verherrlicht, wird es erschreckend.

Ich denke, wir brauchen nicht permanente Produktion, sondern sinnvolle. Was das aber sein könnte: eine sinnvolle Produktion, kann ohne eine Verfeinerung der Wahrnehmung, ohne eine Resensibilisierung der Sinne – des Hörens, Sehens, Riechens, Schmeckens, Fühlens, Sprechens, Denkens, Träumens,… – kaum beantwortet werden. Zur Resensibilierung gehörte auch ein scharfes Bewusstsein für die eigene Materialität, die eigene Vergänglichkeit, die Kostbarkeit des Augenblicks, für Schönheit. Und es gehörte die Fähigkeit zur Utopie dazu: Ein Drängen nach einem glücklichen Leben, nach einem Leben ohne Tod, ohne Zwang. Literatur, Theater, Kunst gehören, so wie sie historisch geworden sind, heute zu den wenigen Bereichen, in denen eine solche Verfeinerung der Sinne potentiell überhaupt noch möglich ist – es müssten nicht die einzigen Bereiche sein und allzu oft wird auch hier nicht verfeinert, sondern vergröbert und paralysiert.

Was liest Du derzeit?

Unstet ist auch mein Lesen – auch hier, zum Glück, oftmals ein illustrer Wechsel: Ich lese versetzt die letzten Seiten von Gisela von Wysockis ›Der hingestreckte Sommer‹, E.T.A. Hoffmanns ›Der goldene Topf‹, Prosastücke aus Robert Walsers ›Kleinen Dichtungen‹, Soma Morgensterns ›Joseph Roths Flucht und Ende‹, Jörg Wickrams ›Rollwagenbüchlein‹, August Klingemanns ›Die Nachtwachen des Bonaventura‹, Gedicht-Fragmente von Sappho, Märchen aller Art, freilich immer wieder Walter Benjamins wundervoll poetische Texte, dazu Ernst Schöns ›Der Verlust der Sinnlichkeit/ oder die Verwandlungen des Lesers‹ über die Ursprünge unseres heute doch arg entsinnlichten und verdisziplinierten Lese- und Literaturverständnisses, und aus aktuellem Anlass – meiner Beschäftigung mit frühen ›Zeitungensformen‹ – gerade auch immer wieder in der Schedelschen Weltchronik von 1493. Dies sind Lektüren, für die ich selbst mich entscheiden kann. Um das permanente Lesen kommt man sonst ja, leider, kaum herum: Alles ist voller Buchstaben, überall Zettel, überall Äußerungen, überall zweifelsfreies Meinen – als wären Sprache und Buchstaben nichts Kostbares, als wären diese Schlangenlinien, die Bilder formen, als wären die Laute, die Klangbilder formen, nichts, was es zu deuten gälte. Um diese Art des suggestiven Lesens drücke ich mich, so gut es geht – und lese lieber in den Dingen, der Welt, den Augen, in Mimik und Gestik, in den Farben, Formen und Klängen – dort, wo ich deuten kann und darf.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Ein Zitat aus Gisela von Wysockis ›Der hingestreckte Sommer‹, das auf den Punkt bringt, was hoffnungsvolles Sprechen, Schreiben und Mitteilen wäre. Wysocki fragt sich nämlich, warum die Texte Peter Altenbergs auf sie als Elfjährige einen solch überwältigenden Reiz ausüben konnten und gelangt zur Vermutung: »Es könnte ein Reiz davon ausgegangen sein, kein Verstehen aufgetischt zu bekommen. Sondern die Suche danach. Das wird es vielleicht gewesen sein. Für das Kind, beim Umblättern der Seiten. Es wird keine Ruhe gefunden haben und keine Klarheit.« Man könnte mit Wysocki selbst noch hinzufügen: Es wird außerdem daran gelegen haben, dass Altenbergs Worte »ruhelose Wörter« sind – Wörter, die aussprechen wollen, »was ihnen ins Auge sticht. An sich reißen, was sie kriegen können. Aus den letzten Winkeln kehren sie sich ihr Zeug zusammen. Es käme einer Täuschung gleich, ihnen etwas vorzuenthalten. Dafür würden sie sich rächen, sich in ihre Reviere zurückziehen. Eiskalt machen sie dicht und schweigen. Weil sie nicht nur ruhelose sind, sondern selbst Getriebene.« Das aber hat es mit jedem wirklich gelungenen Sprechen und Schreiben auf sich: Dass in ihm ruhelose, getriebene Wörter am Werk sind – und nicht vorgeplante, absichernde Suggestionen, die kein Deuten leiden mögen.

Vielen Dank für das Interview liebe Antje-Kathrin, viel Freude und Erfolg für Deine großartigen Literatur-, Theater-, Kunstprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!

5 Fragen an Künstler*innen:

Antje-Kathrin Mettin, Schriftstellerin,
Theatermacherin, Literatur- und Theaterwissenschaftlerin

Zur Person_Antje-Kathrin Mettin _ geboren 1989 am Niederrhein, lebt derzeit in Leipzig und ist als Schriftstellerin, Theatermacherin, Literatur- und Theaterwissenschaftlerin tätig. Im Entstehen inbegriffen sind derzeit mehrere Gedichtzyklen: ›Durchbrüche – oder auch: Epiphanien im Bade‹, ›Schwesternschaften‹, ›Farbsuche‹ und ›Mikroskopie : Krustentiere‹ sowie ihre ›Mikrogramme‹ – lyrische Continuationen, die sie laufend bei Instagram veröffentlicht. Parallel dazu arbeitet sie derzeit an einem Buch zu Walter Benjamins Idee des Erzählens sowie an verschiedenen Theaterprojekten – darunter aktuell gemeinsam mit Juliane Harberg eine Aufführung von Paul Scheerbarts ›Okurirasûna‹ sowie Experimente zu einer neuen Form des Licht- und Schattentheaters. Sie studierte, gefördert durch die Studienstiftung des Deutschen Volkes, Literatur- und Theaterwissenschaft in Leipzig und Paris. Es folgten Lehr- und Forschungstätigkeiten an der Universität Leipzig sowie der Hochschule für Musik und Theater Felix Mendelssohn Bartholdy.

Fotos_privat

26.5.2023_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

https://literaturoutdoors.com/

„das zu reflektieren und zu befragen, was ist“ Julia Novacek, Performance- und Videokünstlerin _ Wien 29.6.2023

Liebe Julia Novacek, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Ich bin Frühaufsteherin, meist beginne ich direkt nach dem ersten Kaffee mit der Arbeit. Das ist für mich die produktivste und liebste Zeit.

Theaterproben starten meist gegen 10 Uhr, davor habe ich dann noch Zeit, die Proben zu reflektieren und sie vorzubereiten.

Neben der Arbeit an Performanceprojekten mache ich Filme und arbeite viel am Computer, da kann ich es mir einteilen wie ich will, was ich sehr schätze.

Abends gehe ich oft ins Theater und schaue mir Stücke von Kolleg:innen an

Julia Novacek, Performance- und Videokünstlerin

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Immer aktueller werden Fragen nach der Zusammenarbeit von Menschen und nicht-menschlichen Akteur:innen, wie zum Beispiel Künstlicher Intelligenz. Spätestes mit der Einführung von ChatGPT ist das Thema in der Gesellschaftsmitte angekommen.

Philosoph:innen und Wissenschaftler:innen prognostizieren eine politische Landschaft, die zunehmend durch die Fortschritte der technologischen Entwicklung der künstlichen Intelligenz geprägt wird.

Wichtig ist es, denke ich, offen zu sein für Neues, sich zu informieren und kritisch zu hinterfragen, nützliche Schnittstellen in der Kooperation von Menschen und nicht-menschlichen Akteur:innen zu fördern, die beispielsweise in der Medizin nicht mehr wegzudenken sind.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei dem Theater/Schauspiel, der Kunst an sich zu?

Aufgabe der Kunst ist es meiner Meinung nach, das zu reflektieren und zu befragen, was ist, und den gesellschaftlichen Konsens künstlerisch zu hinterfragen und zu bearbeiten. In meinen Projekten geht es im ersten Impuls darum, etwas zu verstehen. So entstehen Projekte, die mit einem sehr dokumentarischen Interesse an einem Thema beginnen. Für mich bietet das Theater die Möglichkeit, mit künstlerischen Strategien gemeinschaftliche Erfahrungen zu schaffen, neue Denkanstöße mitzunehmen und in den Austausch mit anderen Disziplinen und mit dem Publikum zu kommen.  

Was liest Du derzeit?

Aktuell lese ich „Critique and the Digital“- herausgegeben von Erich Hörl, Nelly Y.Pinkrah und Lotte Warnholt im Diphanes Verlag, 2021. 

Der vielstimmige philosophische Band gibt Einblick in den kritischen Diskurs zur Politik und Ästhetik der „Computational Media“. Mich interessieren die politischen und philosophischen Implikationen unseres digitalen Lebens. Das Buch zeigt spannende kritische Reaktionen vor dem Hintergrund der politischen und technologischen Transformationen, die allgegenwärtig sind. Empfehlung!

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Ein schönes Zitat aus dem aktuellem Stück STREAMS.Catching caches: „In dieser Laborsituation, in dieser wissenschaftlichen, entwickeln wir uns gemeinsam mit den Systemen weiter, also künstliche Intelligenz wird auf jeden Fall nicht nur auf technischer Seite entwickelt, sondern wir entwickeln auch eine Art künstliche Intelligenz dabei, das darf man nicht vergessen. Also wir werden auch zum Teil, wenn man das jetzt so blöd in diesem Dualismus sagen möchte, wir werden auch ein bisschen künstlicher dadurch. Es ist immer die Frage: Was weiß man, was kann man wissen, was will man wissen und ab wann muss ich nur mehr blind vertrauen und was brauchts wiederum, damit ich blind vertrauen kann?“ – Katja Mayer, Wissenschafts- und Technikforscherin (Interview, Juni 2021)

Vielen Dank für das Interview lieber Julia, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Theater-, Kunstprojekte wie persönlich in diesen Tagen alles Gute!

5 Fragen an Künstler*innen:

Julia Novacek, Performance- und Videokünstlerin

Zur Person_Julia Novacek, geboren 1989 in Wien, ist Performance- und Videokünstlerin. Sie studierte Kunst und digitale Medien sowie Kunst und Film an der Akademie der Bildenden Künste Wien und Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen. Sowohl filmisch als auch performativ ist der feministische Blick leitend in ihrem Schaffen. Sie setzt sich mit der medialen Konstruktion und Brechung von Authentizität auseinander.
Gezeigt wurden ihre Arbeiten sowohl auf internationalen Film- und Performancefestivals als auch in vielen deutschen Produktionshäusern.

Neben ihren Soloarbeiten wie „Dosta, Dosta (genug, genug)“ kooperierte Julia Novacek in Projekten wie „Nach dem Ende der Versammlung“ am Künstlerhaus Mousonturm oder der Performance „RAGE. A Tennis Western“ ebenda, die 2021 mit dem Hessischen Theaterpreis ausgezeichnet wurde. Ihre eigenen Werke waren u. a. zu sehen in der Klosterruine Berlin 2020, am SON/TON Festival (Brüssel) 2018, flausen+festival 2018, Kasseler Dokfest 2017, im Casa del Sol (Los Angeles) 2017, den Hessischen Theatertagen 2017, am brut Konzerthaus (Wien) und dem Nakt Festival / K3 Kampnagel (Hamburg).


Seit 2019 arbeitet und recherchiert sie mit ihrem Frauenkollektiv Studio Studio an ortsspezifischen filmisch-performativen Projekten zwischen Fiktion und Dokumentation mit Fokus auf die Darstellung und Analyse des Wandels der Lebens- und Alltagskultur im ländlichen Raum.


2018 erhielt Novacek ein FLAUSEN-Stipendium mit Artemiy Shokin, 2019 das Start-Stipendium für Musik und Darstellende Kunst vom Bundeskanzleramt Österreich und 2020 ein Reload-Stipendium der Kulturstiftung des Bundes.

julianovacek.com

Julia Novacek

Aktuelle Produktion _ Streams.Catching Caches

Eine performative Stückentwicklung von Julia Novacek & Artemiy Shokin

Werk – X Petersplatz Wien 1010

STREAMS. Catching Caches

Fotos_Apollonia Theresa Bitzan

27.6.2023_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

https://literaturoutdoors.com

„Die Kunst führt uns zu uns selber zurück“ Marcus Fischer, Schriftsteller _Wien 28.6.2023

Lieber Marcus Fischer, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Wenn`s keine dringenden Termine gibt, nach dem Aufwachen liegen bleiben und schreiben – das ist oft meine produktivste Zeit.

Am späteren Vormittag wird dann „gehackelt“, d.h. Brotarbeit, Redigieren von Artikeln für das Magazin, für das ich arbeite, Termine organisieren, Layouts besprechen etc. Meistens wird’s dann am späteren Nachmittag ruhiger und ich geh mit dem Hund ins Kaffeehaus, wo ich weiterschreibe.

Marcus Fischer, Schriftsteller

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Uns Gutes tun, damit wir Kraft haben, um dem zu stellen, was gemacht gehört.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?

Die Kunst führt uns zu uns selber zurück. Wenn ich einen starken literarischen Beitrag auf Ö1 höre, schwingt der den ganzen mit, ich erinnere mich daran wie an einen intensiven Traum.

Was liest Du derzeit?

Ich hab gerade Ursula Krechel, Der Übergriff, fertiggelesen, ein sehr intensives Buch mit einer kraftvollen poetischen Sprache. Zum Einschlafen lese ich gerade Alice in Wonderland. 🙂

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

„Ein Buch muss die Axt sein für das gefrorene Meer in uns.“ Franz Kafka. Ein Buch muss natürlich gar nichts sein, aber wenn es dieser Eisbrecher ist, auch nur in Ansätzen, ist es großartig. 

Vielen Dank für das Interview lieber Marcus, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literaturprojekte wie persönlich in diesen Tagen alles Gute!

5 Fragen an Künstler*innen:

Marcus Fischer, Schriftsteller

Zur Person_Marcus Fischer wurde in Wien geboren und ist hier aufgewachsen. Germanistik-Studium in Berlin, danach Lehrer für Deutsch als Fremdsprache und freier Texter. Seit 2013 intensive Schreibtätigkeit. 2015: 1. Platz beim fm4 Kurzgeschichten-Wettbewerb Wortlaut. Absolvent der Leondinger Literaturakademie, Publikationen in Literaturzeitschriften, Anthologien und im Hörfunk. 2022 erschien sein Debütroman „Die Rotte“ (Leykam), der 2023 mit dem Rauriser Literaturpreises für das beste deutschsprachige Debüt ausgezeichnet wurde.

Preise

  • 1. Platz beim fm4 Kurzgeschichten-Wettbewerb „Wortlaut 2015“ mit dem Text Wild Campen
  • erostepost Literaturpreis 2016 mit dem Text Schwarzwild
  • Der Keiler Siegertext beim Literatur Festival Stuttgart 2019
  • Rauriser Literaturpreis 2023für Die Rotte

Bisherige Publikationen (Literaturzeitschriften)

  • Die gute Haut in: D.U.M. Literaturzeitschrift Nr. 71/2014
  • Wild campen in VOLLTEXT 3/2015 sowie DER STANDARD Album 26.9.2015
  • Schwarzwild in: erostepost Nr. 52
  • Das ganze Grünland ein Scheißhaus in: UND #10 (Mai 2021)

Buchpublikation (Anthologien)

  • Wild campen in: Wortlaut 2015, Luftschacht Verlag, Wien, September 2015
  • Das Steinkind in: Zeilenlauf Literaturwettbewerb 2015 (Baden/NÖ)
  • Der Keiler in: Literatur Festival Stuttgart, Texte 2019

Buchpublikation

„Elfi Reisinger, eine junge Bäuerin, lebt Anfang der 1970er Jahre mit ihren Eltern auf einem kleinen Hof in der Rotte Ferchkogel, einer abgelegenen Siedlung im Voralpenland. Ihr Vater verschwindet eines Nachts, die Gendarmerie geht von Selbstmord aus. Durch den Tod des Bauern verschiebt sich das Gefüge in der Rotte. Die anderen im Dorf trauen den beiden Frauen nicht zu, den ärmlichen Hof weiterzuführen. Der Nachbar will den Grund für einen Spottpreis kaufen und setzt die Frauen immer mehr unter Druck. Als mit Elfis Hochzeit endlich wieder ein Mann an den Hof kommt, spitzt sich die Lage weiter zu und Elfi muss einen Weg finden, um sich aus diesem Machtgefüge zu befreien….“ https://www.leykamverlag.at/produkt/die-rotte/#description

Sonstiges

  • Jänner 2020: Die Texte Wildblumeninselund Marmeladenland werden im Rahmen

des Ö1 Kunstsonntags gesendet, gelesen von Michael Dangl.

Foto_Christian Fischer

12.6.2023_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

https://literaturoutdoors.com