„Meine Haut“ 100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _ Text & Performance _  Christa Issinger/Gisela Elisa Heredia _ Brixen/Wien 14.5.2026

Gisela Elisa Heredia_Choreographin, Tänzerin, Tanzpädagogin_ Wien _ performing _
Malina, Roman, Ingeborg Bachmann, 1971 _

Walter Pobaschnig 8/22, folgende

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Text & Performance am Originalschauplatz

MALINA _ Akrostichon

Text   Christa Issinger, Schriftstellerin _ Brixen/Südtirol

Performance _ Gisela Elisa Heredia_Choreographin, Tänzerin, Tanzpädagogin_ Wien

Idee/Regie/Fotos _ Walter Pobaschnig

Gisela Elisa Heredia_Choreographin, Tänzerin, Tanzpädagogin_ Wien _ performing _
Malina, Roman, Ingeborg Bachmann, 1971 _

Walter Pobaschnig 8/22, folgende
Gisela Elisa Heredia_Choreographin, Tänzerin, Tanzpädagogin_ Wien _ performing _
Malina, Roman, Ingeborg Bachmann, 1971 _

Walter Pobaschnig 8/22, folgende

MALINA

Meine Haut

Auf deinem Atem

Lautlos wie Zeit

Ich bin das

Nachtlicht im Zwischenraum

Abseits deiner Sprache

Christa Issinger, 26.4.26

Gisela Elisa Heredia_Choreographin, Tänzerin, Tanzpädagogin_ Wien _ performing _
Malina, Roman, Ingeborg Bachmann, 1971 _

Walter Pobaschnig 8/22, folgende
Gisela Elisa Heredia_Choreographin, Tänzerin, Tanzpädagogin_ Wien _ performing _
Malina, Roman, Ingeborg Bachmann, 1971 _

Walter Pobaschnig 8/22, folgende

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Text & Performance am Originalschauplatz

MALINA _ Akrostichon

Text   Christa Issinger, Schriftstellerin _ Brixen/Südtirol

Performance _ Gisela Elisa Heredia_Choreographin, Tänzerin, Tanzpädagogin_ Wien

Idee/Regie/Fotos _ Walter Pobaschnig

Ingeborg Bachmann, Rom 1962

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Ingeborg Bachmann, Schriftstellerin *25.6.1926 Klagenfurt +17.10.1973 Rom.

Malina, Roman, Ingeborg Bachmann, 1971.

Malina ist der große, einzige Roman, der von 1946-53 in Wien lebenden Ingeborg Bachmann, in dessen Mittelpunkt eine namenlose Schriftstellerin in ihren Wegen, Spannungen und Zerstörungen zwischen Vergangenheit und patriarchaler Gegenwart steht. Der Romanschauplatz ist Wien und hier wesentlich das „Ungargassenland“, darin auch der Wohnsitz der 1973 in Rom verstorbenen Schriftstellerin lag. In ihren letzten Lebensjahren dachte die vielfach ausgezeichnete wie vielseitige Autorin eine Rückkehr nach Wien an. Dazu kam es aber nicht mehr.

 Christa Issinger, Schriftstellerin
Gisela Elisa Heredia_Choreographin, Tänzerin, Tanzpädagogin

Foto: Ingeborg Bachmann _ Heinz Bachmann

Foto: Christa Issinger _ Egon Daporta

Fotos: Gisela Elisa Heredia_Choreographin, Tänzerin, Tanzpädagogin_ Wien _ performing _
Malina, Roman, Ingeborg Bachmann, 1971 _

Walter Pobaschnig 8/22

Walter Pobaschnig, 26.6.26

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„dass Sprache nie ganz ausreicht“ 100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _ Christa Issinger, Schriftstellerin _ Brixen/Südtirol/I 14.5.2026

Ingeborg Bachmann _ Christa Issinger

2026 _ 100.Geburtstag Ingeborg Bachmann

Ingeborg Bachmann, Schriftstellerin *25.6.1926 Klagenfurt +17.10.1973 Rom.

Ingeborg Bachmann, Rom 1962

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

im Interview _ Christa Issinger, Schriftstellerin _ Brixen/Südtirol

Liebe Christa, welche Zugänge gibt es von Dir zum Werk Ingeborg Bachmanns?

Mein Zugang zu Ingeborg Bachmann entsteht vor allem über ihre Sprache. Beim Lesen habe ich oft das Gefühl, dass sie Sprache nicht einfach benutzt, sondern sie selbst infrage stellt.

Außerdem sprechen mich die Spannungen in ihren Texten an – zwischen Nähe und Distanz, zwischen persönlicher Erfahrung und gesellschaftlichen Strukturen. Ihre Texte geben keine einfachen Antworten, sondern bleiben bewusst offen.

Was macht das Besondere Ihres Schreibens aus?

Das Besondere an Bachmann ist für mich, dass sie sehr genau schreibt, sich aber trotzdem nicht festlegt. Sie zeigt Gefühle und Beziehungen nicht als etwas Klares, sondern eher als etwas Widersprüchliches.

Möchtest Du bestimmte Werke hervorheben?

Ich lese hauptsächlich ihre Lyrik, vor allem „Die gestundete Zeit“ und „Anrufung des Großen Bären“. Da merkt man schon sehr stark, wie sie mit Sprache arbeitet und Bilder schafft, die hängen bleiben.

Wie siehst Du Ingeborg Bachmanns Gesellschaftskritik der zerstörenden und zerstörerischen patriarchalen Welt heute?

Ihre Gesellschaftskritik ist immer noch sehr aktuell. Gerade weil sie zeigt, dass Macht nicht nur in großen gesellschaftlichen Strukturen steckt, sondern auch im Privaten.

Das sieht man besonders in Beziehungen oder Rollenbildern. Und genau das lässt sich auch heute noch gut wiederfinden, wenn auch in anderen Formen.

Die Liebe in allen Facetten von Glück und Verhängnis ist ein wesentliches Thema in Gedichten wie Prosa Ingeborg Bachmanns_ „die Männer sind unheilbar krank…“ (Interview, 1971) _ wie lieben wir nach/mit Bachmann?

Bei Bachmann ist Liebe selten einfach oder harmonisch. Sie ist oft etwas “zwischen den Polen” – zwischen Nähe, Abhängigkeit und Verletzlichkeit.

Für mich heißt, “nach Bachmann lieben“ deshalb: nicht alles zu romantisieren, sondern auch die schwierigen Seiten mitzudenken. Also zu sehen, dass Liebe immer auch mit Macht und Erwartungen zu tun hat.

„Es ist eine seltsame, absonderliche Art zu existieren, asozial, einsam, verdammt, es ist etwas verdammt daran“, so charakterisierte Ingeborg Bachmann in ihrer Rede zur Verleihung des Anton Wildgans Preises (1971) Schreiben und Existenz. Ist das Schreiben, die Kunst immer (auch) eine Form des persönlichen „Martyriums“?

Ich würde das eher als eine sehr persönliche Aussage verstehen, nicht als allgemeine Regel fürs Schreiben.

Bei Bachmann spürt man, dass Schreiben für sie etwas sehr Intensives war, das auch an Grenzen gehen kann. Ob man das dann „Martyrium“ nennt, ist aber letztlich eine Frage der Perspektive.

Welche Aspekte in Bachmanns Schreiben möchtest Du neben den existenz- wie gesellschaftskritischen Grundpositionen noch hervorheben?

Neben den bekannten Themen finde ich besonders spannend, wie Bachmann mit Sprache selbst umgeht. Sie zeigt, dass Sprache nie ganz ausreicht.

Auch ihr fragmentarischer Stil ist wichtig – sie bricht bewusst geschlossene Bedeutungen auf und lässt vieles offen.

Was hättest Du Ingeborg Bachmann gerne gesagt, gefragt?

Ich würde ihr sagen, dass mich ihre Gedichte an Stellen treffen, für die ich selbst keine Sprache habe. Ich würde sie fragen: Wenn sie nur noch ein einziges Gedicht schreiben dürfte, worüber es auf keinen Fall handeln dürfte.

Was sind Deine aktuellen Projektpläne?

Zurzeit schreibe ich gerade kontinuierlich an eigenen Gedichten und bin regelmäßig bei Lesungen dabei. Im Moment geht es mir vor allem um das stetige Arbeiten, weniger um ein einzelnes großes Projekt.

Darf ich abschließend zu einem Bachmann Zitat/Text bitten?

„Hätten wir das Wort, hätten wir die Sprache, wir bräuchten die Waffen nicht.“

(aus den Frankfurter Vorlesungen 1959)

Herzlichen Dank für das Interview!

Christa Issinger, Schriftstellerin

Foto: Ingeborg Bachmann _ Heinz Bachmann

Foto: Christa Issinger _ Egon Daporta

Walter Pobaschnig, 26.6.26

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„Ingeborg Bachmann – Die Widerspenstige“ Ingeborg Gleichauf. Aviva Verlag.

„Eigentlich lese ich keine Heimatromane. Aber an den Heimatromanen Ingeborg Bachmanns habe ich Gefallen gefunden…“

So beginnt Ingeborg Gleichauf ihren Essay und stellt damit gleich zu Beginn klar, dass sich der Begriff „Widerspenstigkeit“ im Titel auch auf die so renommierte Freiburger Autorin selbst und ihre Zugänge zu Werk&Leben Ingeborg Bachmanns bezieht. Es geht hier nicht um die Übernahme gängiger Interpretationswege der „Ikone“ deutschsprachiger Literatur, sondern um den Kern von Text, Sprache, Thema und den literarischen Weg Bachmanns, ausgehend von der Herkunft zu den Todesarten der Gegenwart. Da gilt es kritisch und aufmerksam anzusetzen, um die Widerspenstigkeit wie Kunstfertigkeit erkennen zu können und nicht am Cover von Klischees zu Werk&Leben da und dort hängenzubleiben wie es bei schlechten Heimatromanen der Fall ist. Und jene Bachmanns gehören zu den besten dieser modernen Form schonungsloser Innenschau als Spiegel von Gesellschaft und Welt. Hier geht es um nichts weniger als um alles. Um jedes Wort, jeden Satz, jedes Schweigen von, zu, über Mensch, Heimat, Sinn. Damals und heute – „Die Wahrheit ist dem Menschen zumutbar“.

Ingeborg Gleichauf spannt in ihrem Essay einen beeindruckenden Bogen zu Werk, Briefwechsel, Interviews, Vorlesungen Bachmanns und lädt Leserin und Leser zu Stationen im Wort Bachmanns ein, die als Eckpfeiler im so reichhaltigen literarischen Kosmos zu sehen sind.

Ausgehend vom Schlüsselroman „Malina“, der alle Raffinesse und Vielseitigkeit Bachmanns beeindruckend öffnet und doch gleichzeitig ein Labyrinth ist, dessen Ausgang (gibt es einen?), Interpretation geheimnisvoll bleibt, werden weitere wesentliche literarische Texte (Undine geht/Drei Wege zum See) wie Gedichte und die umfassende Korrespondenz nach ihrer Mitte befragt und es ist beeindruckend wie erstaunlich wie Ingeborg Gleichauf das Bachmann-Wimmelbild von Text, Leben, Sensation mutig und kompetent durchquert und dabei nicht nur den Faden nicht verliert sondern spannend und aussagekräftig zusammenknüpft. Ingeborg Bachmann – eine widerspenstige Entdeckung und beeindruckende Neuentdeckung, herzlichen Dank!

„Ingeborg Gleichauf hält eine Geburtstagsrede für Ingeborg Bachmann, die neue Maßstäbe setzt!“

Ingeborg Gleichauf, 1953 geboren, studierte Germanistik und Philosophie. Dissertation über Ingeborg Bachmann. Drei Töchter. Lebt in Freiburg. Zahlreiche Veröffentlichungen, u.a. über Hannah Arendt, Simone de Beauvoir, Max Frisch und Gudrun Ensslin. Zuletzt veröffentlichte sie »Martha Nussbaum. Philosophin des guten Lebens« (Mitteldeutscher Verlag, 2022). Sie lebt in Freiburg.

Auszeichnungen: 2008 Preis der Jungen Kritiker Wiens

http://www.gleichauf.eu/

Ingeborg Gleichauf – AvivA Verlag 13.5.2026

„Ingeborg Bachmann – Die Widerspenstige“ Ingeborg Gleichauf. Aviva Verlag.

144 Seiten, 18 €

Broschürt

ISBN 978-3-949302-34-3

Walter Pobaschnig 5/26

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„Der Herr hat`s“ _ Riccarda Gleichauf, Schriftstellerin _ Give Peace A Chance _ Frankfurt am Main 13.5.2026

GIVE PEACE A CHANCE


Der Herr hat`s

Gegeben, der Herr hat`s genommen – wer das glaubt –

Ist mit

Verlaub´

Einfältig, denn schau´: Der


Passionsblume am Wegesrand, wird ohne Grund der Kopf vom Stil getrennt.

Einfach

Aus Langeweile und

Charakterschwäche. Ich – 

Empfehle hier altersweise zu mehr


Achtsamkeit, mit (ver)zweifelndem Blick auf die Y-

Chromosomen, die für die Ausbildung der

Hoden

Ausschlaggebend sein sollen.

Never, ever, give up hope! Oder besser: Nutze deine

Chance(n)

Eigensinnig an (d)einer neuen Welt zu werken!

(Inspiriert durch Bachmanns Ausspruch: „Wir sterben immer an den anderen“)

Riccarda Gleichauf, 11.5.2026

Riccarda Gleichauf, Schriftstellerin

GIVE PEACE A CHANCE

Riccarda Gleichauf, Schriftstellerin

Zur Person: Riccarda Gleichauf blieb den Büchern nach einer Buchhändlerinnenlehre in Frankfurt am Main treu und studierte anschließend dort Philosophie und Germanistik. Es folgten Veröffentlichungen im Bereich Kurzprosa und Kinderbuch. Sie ist Herausgeberin der Textland-Anthologien zum gleichnamigen, jährlich stattfindenden Literaturfestival. Als Literaturrezensentin und Bloggerin gehört sie zur Redaktion des Kulturportals textor.online. Aussichten einer Empfangsdame ist ihr Romandebüt.

Riccarda Gleichauf: https://www.riccarda-gleichauf.de/

Aktueller Roman von Riccarda Gleichauf:

„Eine hochqualifizierte Akademikerin findet sich plötzlich hinter einem Empfangstresen wieder. Zwischen Telefonen, Besucherausweisen und dem täglichen Mantra der „flachen Hierarchien“ wird sie zur Schnittstelle eines Unternehmens, das von Effizienz spricht, aber Abhängigkeiten produziert. Während sie freundlich lächelt und Termine koordiniert, beginnt sich innerlich ein Riss zu öffnen: zwischen dem eigenen Selbstbild und der Rolle, die sie ausfüllen muss, zwischen geistigem Anspruch und funktionaler Dienstbarkeit.

Aussichten einer Empfangsdame erzählt mit präziser Beobachtungsgabe von prekärer Arbeit, verdeckten Machtspielen und der stillen Erosion einer Bildungsbiografie – und fragt, wie viel Selbst im System der Erwerbsarbeit bestehen bleiben kann.“ Pressetext/Verlag

Aussichten einer Empfangsdame, Riccarda Gleichauf. Roman. Verlag NeuWerk

Erscheinungstermin: 20.3.2026

Ausstattung: kart. / geb. / eBook
Preis: 14,00 € (PB) / 24,00 € (HC) / 4,99 € (eBook)
ISBN: 978-3-910300-14-9 (PB) / 978-3-910300-15-6 (HC) / 978-3-910300-16-3 (eBook)


Fotos: Portrait _ privat; Cover _ Verlag, Motiv _ Walter Pobaschnig.

Walter Pobaschnig, 12.5.2026

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„Literatur sollte weiter den Möglichkeitssinn beschwören“ Riccarda Gleichauf, Schriftstellerin _ Frankfurt am Main 13.5.2026

Liebe Riccarda, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Broterwerb. Schreiben, Broterwerb, Broterwerb, schreiben. Broterwerb, Broterwerb, Broterwerb, schreiben. Alles wird teurer.

Riccarda Gleichauf, Schriftstellerin

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

(Auch) positiven Erzählungen über die Welt zu lauschen und Energie und Widerstandskraft aus ihnen zu ziehen.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?

Literatur sollte weiter den Möglichkeitssinn beschwören. Gerade wenn uns die Wirklichkeit noch so düster zuwinkt.

Was liest Du derzeit?

Tomer Gardi: Liefern.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

„Aber die Liebe, sagte sie und schloss das Notizbuch. Pst, pst, sagte sie, sie schläft in den Resten der Asche.“ (U. Gruenter. Epiphanien, abgeblendet.)

Vielen Dank für das Interview, liebe Riccarda, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literaturprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen: Riccarda Gleichauf, Schriftstellerin

Zur Person: Riccarda Gleichauf blieb den Büchern nach einer Buchhändlerinnenlehre in Frankfurt am Main treu und studierte anschließend dort Philosophie und Germanistik. Es folgten Veröffentlichungen im Bereich Kurzprosa und Kinderbuch. Sie ist Herausgeberin der Textland-Anthologien zum gleichnamigen, jährlich stattfindenden Literaturfestival. Als Literaturrezensentin und Bloggerin gehört sie zur Redaktion des Kulturportals textor.online. Aussichten einer Empfangsdame ist ihr Romandebüt.

Riccarda Gleichauf: https://www.riccarda-gleichauf.de/

Aktueller Roman von Riccarda Gleichauf:

„Eine hochqualifizierte Akademikerin findet sich plötzlich hinter einem Empfangstresen wieder. Zwischen Telefonen, Besucherausweisen und dem täglichen Mantra der „flachen Hierarchien“ wird sie zur Schnittstelle eines Unternehmens, das von Effizienz spricht, aber Abhängigkeiten produziert. Während sie freundlich lächelt und Termine koordiniert, beginnt sich innerlich ein Riss zu öffnen: zwischen dem eigenen Selbstbild und der Rolle, die sie ausfüllen muss, zwischen geistigem Anspruch und funktionaler Dienstbarkeit.

Aussichten einer Empfangsdame erzählt mit präziser Beobachtungsgabe von prekärer Arbeit, verdeckten Machtspielen und der stillen Erosion einer Bildungsbiografie – und fragt, wie viel Selbst im System der Erwerbsarbeit bestehen bleiben kann.“ Pressetext/Verlag

Aussichten einer Empfangsdame, Riccarda Gleichauf. Roman. Verlag NeuWerk

Erscheinungstermin: 20.3.2026

Ausstattung: kart. / geb. / eBook
Preis: 14,00 € (PB) / 24,00 € (HC) / 4,99 € (eBook)
ISBN: 978-3-910300-14-9 (PB) / 978-3-910300-15-6 (HC) / 978-3-910300-16-3 (eBook)


Fotos: Portrait _ privat; Cover _ Verlag.

Walter Pobaschnig, 12.5.2026

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„Melancholie“ 100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _ Text & Performance _  Sada Sultani/Iris Pollak Berlin/Wien 12.5.2026

 Iris Pollak, Schauspielerin _ Wien _ acting _  
Undine geht, Erzählung, Ingeborg Bachmann, 1961 _

Walter Pobaschnig 7/25 folgende

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Text & Performance

MALINA UNDINE GEHT INGEBORG _ Akrosticha

Text & Performance _ Sada Sultani, Schriftstellerin und Liedermacherin _ Berlin

Performance _ Iris Pollak, Schauspielerin _ Wien

Idee/Regie/Fotos _ Walter Pobaschnig

 Iris Pollak, Schauspielerin _ Wien _ acting _  
Undine geht, Erzählung, Ingeborg Bachmann, 1961 _

Walter Pobaschnig 7/25 folgende
 Iris Pollak, Schauspielerin _ Wien _ acting _  
Undine geht, Erzählung, Ingeborg Bachmann, 1961 _

Walter Pobaschnig 7/25 folgende

MALINA   _ UNDINE GEHT _ INGEBORG

Melancholie

Als ich dich verlass1

Lachte mich das Leben aus

Ich verlor mich im Nirgendwo

Nichts war wie früher/ Anfangs

Auch Ali2



Und

Nilofar2

Die japanischen Kirschen blüteten aber weiter

Ich kehrte mich weiter in mich zurück

Niemanden interessierte das, Niemanden interessiert das

Egal ob Ali, egal ob Nilofar …



Ghami gherefte Jahan ra keh Aftab az Bahr/ cho Abr ba Mozheje ashkbar mikhizad“3

Ersehnte ich mir das Schicksal, oder das Schicksal mich?

Ersehne ich das Richtige daraus?

Haben mich auch die Hindukusch-Gebirge4 vergessen?

Tempelhofer Feld und der Sonnenuntergang …





Ich sehne mich nach dir

Nichts kann mich trösten

Gazahl5 auch

Elend hat doch was Befreiendes

Berlin kennt das irgendwie

Oma hatte vielleicht Recht

Ruzegar ayineh ra mohtaj e khakester konad.“6

Gabriel7 fragt: Wie es mir geht?




1: „Verließ“ wurde absichtlich „Verlass“ geschrieben

2: meine Geschwister

3: Nazem Herawi: „Die Welt erfasst eine tiefe Traurigkeit/ Wenn die Sonne/ wie eine Wolke/mit tränengefüllten Augen/aus dem Meer aufsteigt“

4: Gebirge in Zentralasien, liegt größtenteils in Afghanistan

5: Traditionsreiche lyrische Gedichtform

6: Persisches Sprichwort:

„Die Zeit verwandelt einen Spiegel in Asche“ verweist auf die drastischen Veränderungen der Zeit. Es bedeutet, dass sich ein Mensch in einer Situation wiederfinden kann, in der er die niedrigsten und wertlosesten Dinge (Asche) benötigt, während er einst sehr wertvoll war (ein Spiegel)

Kernaussage-> die Verderbtheit der Welt: Die Zeit kann einen liebenswerten oder arroganten Menschen demütig und bedürftig machen.

7: Guter Freund und toller Autor/Lyriker

Sada Sultani, 25.4.26

 Iris Pollak, Schauspielerin _ Wien _ acting _  
Undine geht, Erzählung, Ingeborg Bachmann, 1961 _

Walter Pobaschnig 7/25 folgende
 Iris Pollak, Schauspielerin _ Wien _ acting _  
Undine geht, Erzählung, Ingeborg Bachmann, 1961 _

Walter Pobaschnig 7/25 folgende

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Text & Performance

MALINA UNDINE GEHT INGEBORG _ Akrosticha

Text & Performance _ Sada Sultani, Schriftstellerin und Liedermacherin _ Berlin

Performance _ Iris Pollak, Schauspielerin _ Wien

Idee/Regie/Fotos _ Walter Pobaschnig

Ingeborg Bachmann Rom 1962

2026 _ 100.Geburtstag Ingeborg Bachmann

Ingeborg Bachmann, Schriftstellerin *25.6.1926 Klagenfurt +17.10.1973 Rom.

 Sada Sultani, Schriftstellerin und Liedermacherin
 Iris Pollak, Schauspielerin

Foto: Ingeborg Bachmann _ Heinz Bachmann

Foto: Sada Sultani _ privat.

Fotos:  Iris Pollak, Schauspielerin _ Wien _ acting _  
Undine geht, Erzählung, Ingeborg Bachmann, 1961 _

Walter Pobaschnig 7/25

Walter Pobaschnig, 25.4.26

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„Intellekt und Emotion“ _ 100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _ Sada Sultani, Schriftstellerin _ Berlin 12.5.2026

Ingeborg Bachmann _ Sada Sultani

2026 _ 100.Geburtstag Ingeborg Bachmann

Ingeborg Bachmann, Schriftstellerin *25.6.1926 Klagenfurt +17.10.1973 Rom.

Ingeborg Bachmann, Rom 1962

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

im Interview _ Sada Sultani, Schriftstellerin und Liedermacherin _ Berlin

Liebe Sada, welche Zugänge gibt es von Dir zum Werk Ingeborg Bachmanns? 

Über Ingeborg Bachmann wurde ich aufmerksam erst seitdem ich in Deutschland lebe. Ich bin neugierig und interessiert mehr von ihr zu lesen.

Die Themen ihrer Werke finde ich sehr ansprechend, da sie sich mit Weiblichkeit, Feminismus und Politik befassen. Genauer gesagt, befasste sie sich mit der patriarchalen Gewalt in der Welt und der Suche nach der weiblichen Identität. Diese Themen verarbeite ich auch in meinen Werken.

Was macht das Besondere Ihres Schreibens aus?

Das Besondere an ihren Werken ist, dass sie sich intellektuell und zugleich auch emotional ausdrücken konnte.

Sie hat nicht nur Geschichten geschrieben, sondern auch die Grenzen der Sprache getestet.

Möchtest Du bestimmte Werke hervorheben und warum?

Ich liebe ihre Lyrik. Vielleicht weil ich eine Perserin bin. Perser lieben Poesie. 

Besonders gefallen mir die Gedichte “An die Sonne” und “Die gestundete Zeit”.

Was hättest Du Ingeborg Bachmann gerne gesagt, gefragt?

Lass uns Freundinnen sein. Wollen wir Freundinnen werden?

Was sind Deine aktuellen Projektpläne?

Zurzeit befinde ich mich in der Fachweiterbildung zur psychiatrischen Fachpflege für Psychiatrie, und bin dabei eine empirische Facharbeit zum Thema “Traumatisierte Frauen auf der Flucht und Einsamkeit” zu schreiben.

Bei der Überlegung über das Thema konnte ich feststellen, wie viele Frauen ähnliche Erfahrungen gemacht haben. Wie es sie traumatisiert hat und mit welchen Problemen sie zu kämpfen hatten.

Dabei kam ich auf die Idee eine biografische Geschichte daraus zu machen, in der auch ein paar Bewältigungsstrategien vorkommen.

Darf ich abschließend zu einem Bachmann Zitat/Text bitten?

Meine zwei Lieblingszitate von ihr:

“Hätten wir das Wort, hätten wir die Sprache, wir bräuchten die Waffen nicht.”

“Eine neue Sprache muss eine neue Gangart haben, und diese Gangart hat sie nur, wenn ein neuer Geist sie bewohnt.”

Herzlichen Dank für das Interview!

Sada Sultani, Schriftstellerin und Liedermacherin _ Berlin

Foto: Ingeborg Bachmann _ Heinz Bachmann

Foto: Sada Sultani _ privat.

Walter Pobaschnig, 25.4.26

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„Geh, Gedanke“ _ 100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _ Text & Performance _ Hannah Dübgen/Lisa-Marie Bachlechner _ Berlin/Wien 11.5.2026

 Lisa-Marie Bachlechner, SchauspielerinWien _
acting Malina am Originalschauplatz Wien _
Malina, Roman, Ingeborg Bachmann, 1971 _
Walter Pobaschnig 7/21

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Text & Performance Originalschauplatz „Malina“ Wien.

INGEBORG _ Akrostichon

Text Hannah Dübgen, Schriftstellerin, Dramaturgin _ Berlin.

Performance _ Lisa-Marie Bachlechner, SchauspielerinWien

Idee/Regie/Fotos _ Walter Pobaschnig

 Lisa-Marie Bachlechner, SchauspielerinWien _
acting Malina am Originalschauplatz Wien _
Malina, Roman, Ingeborg Bachmann, 1971 _
Walter Pobaschnig 7/21
 Lisa-Marie Bachlechner, SchauspielerinWien _
acting Malina am Originalschauplatz Wien _
Malina, Roman, Ingeborg Bachmann, 1971 _
Walter Pobaschnig 7/21

INGEBORG


I
N S E L

N I E

G E N A U E R 

E N T S P R I C H T

B L Ä U E

O D E R

R A U S C H

G E H , G E D A N K E

Hannah Dübgen, 23.4.2026

 Lisa-Marie Bachlechner, SchauspielerinWien _
acting Malina am Originalschauplatz Wien _
Malina, Roman, Ingeborg Bachmann, 1971 _
Walter Pobaschnig 7/21
 Lisa-Marie Bachlechner, SchauspielerinWien _
acting Malina am Originalschauplatz Wien _
Malina, Roman, Ingeborg Bachmann, 1971 _
Walter Pobaschnig 7/21

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Text & Performance Originalschauplatz „Malina“ Wien.

INGEBORG _ Akrostichon

Text Hannah Dübgen, Schriftstellerin, Dramaturgin _ Berlin.

Performance _ Lisa-Marie Bachlechner, SchauspielerinWien

Idee/Regie/Fotos _ Walter Pobaschnig

Ingeborg Bachmann Rom 1962

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

Ingeborg Bachmann, Schriftstellerin *25.6.1926 Klagenfurt +17.10.1973 Rom.Malina, Roman, Ingeborg Bachmann, 1971.

Malina ist der große, einzige Roman, der von 1946-53 in Wien lebenden Ingeborg Bachmann, in dessen Mittelpunkt eine namenlose Schriftstellerin in ihren Wegen, Spannungen und Zerstörungen zwischen Vergangenheit und patriarchaler Gegenwart steht. Der Romanschauplatz ist Wien und hier wesentlich das „Ungargassenland“, darin auch der Wohnsitz der 1973 in Rom verstorbenen Schriftstellerin lag. In ihren letzten Lebensjahren dachte die vielfach ausgezeichnete wie vielseitige Autorin eine Rückkehr nach Wien an. Dazu kam es aber nicht mehr.

Hannah Dübgen, Schriftstellerin, Dramaturgin
 Lisa-Marie Bachlechner, Schauspielerin

Foto: Ingeborg Bachmann _ Heinz Bachmann

Foto: Hannah Dübgen_ Susanne Schleyer /autorenarchiv.de

Fotos:  Lisa-Marie Bachlechner, Schauspielerin_ Wien _
acting Malina am Originalschauplatz Wien _
Malina, Roman, Ingeborg Bachmann, 1971 _
Walter Pobaschnig 7/21

Walter Pobaschnig  23.4.26

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„ein Ringen um Sprache und Existenz“ 100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _ Wolfgang Scherreiks, Schriftsteller _ Berlin 11.5.2026

Ingeborg Bachmann _ Wolfgang Scherreiks

2026 _ 100.Geburtstag Ingeborg Bachmann

Ingeborg Bachmann, Schriftstellerin *25.6.1926 Klagenfurt +17.10.1973 Rom.

Ingeborg Bachmann, Rom 1962

100.Geburtstag Ingeborg Bachmann _

im Interview _ Wolfgang Scherreiks, Schriftsteller _ Berlin

Lieber Wolfgang, welche Zugänge gibt es von Dir zum Werk Ingeborg Bachmanns? 

Ingeborg Bachmann gehört zu meinen späten Entdeckungen. Zwar hatte ich eine grobe Ahnung von ihren Werken. Dazu wird ja gern Biographisches und sehr Privates über die Schriftstellerin öffentlich breitgetreten. Aber erst Recherchen zu meinem neuen Roman führten zum Einstieg in ihre Texte. Ich räume ein, ich bin immer noch dabei, sie zu lesen. Die Weitergabe autoritärer Erfahrungen bis in intime Beziehungen hinein mit den Mitteln der Literatur zu untersuchen und dafür eine Poetik zu erarbeiten, das hat mich zuerst angezogen. Ein ferner Bezug zum geographischen Referenzraum meiner eigenen Arbeit war auch das Wüstenbuch ihrer Ägyptenreise. Bald ein Jahr lang besaß ich bis vor Kurzem sämtliche Bände ihres Todesarten-Projekts aus der Berliner Staatsbibliothek. Erstaunlicherweise hatte die selbst im Jahr ihres 100. Geburtstag über diese lange Zeit niemand sonst entliehen.

Was macht das Besondere Ihres Schreibens aus?

Sie ringt um das, was für mich eine gute Schriftstellerin oder einen Schriftsteller unter anderem ausmacht: Eine Sprach- und Formsuche, hinter der eine existenzielle Not oder jedenfalls ein Begehren steht.

Möchtest Du bestimmte Werke hervorheben?

Lieber eine Edition. Ich weiß, dass die erzwungene Struktur der Kritischen Ausgabe des Todesarten-Projekts von Piper nicht jedem gefiel. Ich las darin weniger akademisch. Überhaupt eintauchen zu können in die Textvarianten mit ihren Vor- und Korrekturstufen, ist sehr faszinierend.

Wie siehst Du Ingeborg Bachmanns Gesellschaftskritik der zerstörenden und zerstörerischen patriarchalen Welt heute?

Auch wenn das Patriarchat (in den Medien) ein lautes Comeback feiert und sein Militarismus erstaunlich unkritisch in den Köpfen von Männern und Frauen zurück ist, würde ich in Bachmanns Texten zwei Kontexte mitlesen: Die historische Gegenwart, in der diese Texte entstanden, sowie ihre eigene Erfahrung. Dass sich seit ihrer Zeit im gesellschaftlichen Bewusstsein nun gar nichts nirgendwo geändert hat, wird man nicht ernsthaft behaupten können.

Die Liebe in allen Facetten von Glück und Verhängnis ist ein wesentliches Thema in Gedichten wie Prosa Ingeborg Bachmanns_ „die Männer sind unheilbar krank…“ (Interview, 1971) _ wie lieben wir nach/mit Bachmann?

Ich weiß nur, dass wir sehr unterschiedlich lieben. Das Bachmann-Zitat bietet natürlich eine Steilvorlage für die dichotomische Anlage gegenwärtiger Debatten, die wenig lösungsorientiert auf Trennendes setzen. Vielleicht ist die Aussage aber nicht so 1 zu 1 auf Individuen zu lesen. Steht ihre „Krankheit der Männer“ nicht eher als Bild für die zerstörerische Energie des Patriarchats? Populär missverstanden, blockiert ein gegenseitiges Pathologisieren jedenfalls den Dialog zwischen den Geschlechtern. Das Patriarchat außergeschlechtlich zu begreifen und ihm gesamtgesellschaftlich-emanzipatorisch entgegenzutreten, scheint mir ein gesunderer Weg zu sein.

„Es ist eine seltsame, absonderliche Art zu existieren, asozial, einsam, verdammt, es ist etwas verdammt daran“, so charakterisierte Ingeborg Bachmann in ihrer Rede zur Verleihung des Anton Wildgans Preises (1971) Schreiben und Existenz. Ist das Schreiben, die Kunst immer (auch) eine Form des persönlichen „Martyriums“?

Märtyrer bedeutet ja Zeuge. Verdammter Zeuge also. Oder zum Zeugnis verdammt. Ich halte viel vom persönlichen Impuls, der die Sache vorantreibt. Die Selbstzerstörung des Künstlers ist für diese Passion unnötig. Warum sollte der verdammte Zeuge die Transformation in Kunst nicht als Reise von der metaphorischen Hölle ins Paradies durchlaufen, als deren Begleiter oder zumindest zu deren Ende die Möglichkeit von Liebe steht? „L’amor che move il sole e l’altre stelle“, endet die Commedia.

Welche Aspekte in Bachmanns Schreiben möchtest Du neben den existenz- wie gesellschaftskritischen Grundpositionen noch hervorheben?

Ihre Verbindung von Innen mit der Geografie finde ich sehr interessant.

Was hättest Du Ingeborg Bachmann gerne gesagt, gefragt?

Vermutlich etwas enttäuschend Unliterarisches. Aus meiner ewigen Retterfantasie heraus und in dem Wunsch, dass sie uns noch länger erhalten geblieben wäre, hätte ich ihr etwas aus dem Werkzeugkasten der Suchtberatung gesagt…

Was sind Deine aktuellen Projektpläne?

Derzeit lässt die Unruhe um die Vorstellung meines Romans »Goldberg« wenig Zeit für die Konzentration auf ein neues Projekt. Allerdings existiert die erste Rohfassung eines neuen Romans. Darin wird es um eine Reise gehen. Ich möchte mich mit dem gesellschaftlich wie politisch inzwischen scheinbar utopischen Thema Vergebung auseinandersetzen. Und was uns der Mythos dazu für Angebote macht. Bereits der »Goldberg« probiert, im Schauen andere Perspektiven auszuloten. Es gilt, diese Aufmerksamkeitspoetik des Nature Writing auf eine Ding- und Porträtbeschreibung zu übertragen. Dazu ist es mein Wunsch, mehr ins Erzählen zu kommen. Und dabei erneut mein spielerisches Gebot des Happy Ends jenseits der Klischees zu berücksichtigen. Aufgaben genug.

Darf ich abschließend zu einem Bachmann Zitat/Text bitten?

Dann zur Literatur als Utopie aus den Frankfurter Poetikvorlesungen:

„Die Literatur aber, die selber nicht zu sagen weiß, was sie ist, die sich nur zu erkennen gibt als ein tausendfacher und mehrtausendjähriger Verstoß gegen die schlechte Sprache – denn das Leben hat nur eine schlechte Sprache – und die ihm darum ein Utopia der Sprache gegenübersetzt, diese Literatur also ist zu rühmen wegen ihres verzweiflungsvollen Unterwegsseins zu dieser Sprache und nur darum ein Ruhm und eine Hoffnung der Menschen.“

Herzlichen Dank für das Interview!

Bitte sehr.

Wolfgang Scherreiks, Schriftsteller

Foto: Ingeborg Bachmann _ Heinz Bachmann

Foto: Wolfgang Scherreiks _ privat.

Walter Pobaschnig, 24.4.2026

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„Wundervolle Waldküche & die Brennessl“ Ulmer Verlag

Wundervolle Waldküche. Köstliche Rezepte aus Blüten, Blättern, Früchten, Beeren und Zapfen. Aurélie Valtat, Wiebke Krabbe. Ulmer Verlag.

Brennnessel. Das Multitalent – von Salat bis Seife. Natasja van der Meer, Wiebke Krabbe. Ulmer Verlag.

Der Frühling beginnt strahlend. Die Natur erwacht und zeigt bei Spaziergängen ihre so vielfältige Welt, die Sinne erfreut und ausruhen und rundum Körper & Seele auftanken lässt. Wiese, Wald – unersätzliche Lebensräume der Ruhe und Erholung.

Doch auch ein vielseitig spannender Lebensraum, dessen Pflanzen, Blüten, Früchte dazu einladen ihre unmittelbare Wirkkraft an- und aufzunehmen. Doch wie kann ich das am Besten umsetzen? Was gibt es alles und wie ist dies zu pflücken und zu verarbeiten?

Hier bietet der Ulmer Verlag  zwei wunderbare Frühlingswegbegleiter an, die ein äußerst spannendes Vademecum sind, das Entdeckungsfreude mit knowhow großartig verbindet.

Die renommierten und fachkundigen Autorinnen bieten einen fundierten Überblick in Wort&Bild zu einem Wald- und Küchenspaziergang, der vom Pflücken, Verarbeiten, Konservieren alles beinhaltet was für einen Genuss über das ganze Jahr nötig ist. Und die Bandbreite dabei ist einzigartig – und reicht von Tee, Konfitüren bis zu Eis, Pesto und Likör. Wahre Schatzrezepte laden dazu ein, selbst die Waldküche auf den Tisch zu bringen und genussvoll wie nachhaltig zu begeistern.

Unter den vielen besonderen Pflanzen ist hier die Brennessel hervorzuheben, der eine wunderbare bibliophile Buchausgabe gewidmet ist, in der Beschreibung und Verarbeitung wie Faszination beeindruckend dargestellt sind. Dies reicht von der Kulinarik bis zu Kosmetik und Textilverarbeitung. Die Brennessl –  ein faszinierender Allrounder, der im vorliegenden Buch zum ganz neu Entdecken und Genießen einlädt.

„Es sind wunderbare Reiseführer und Wegweiser in Faszination und Genusswelt unserer tagtäglich umgebenden Natur!“

Wundervolle Waldküche. Köstliche Rezepte aus Blüten, Blättern, Früchten, Beeren und Zapfen. Aurélie Valtat, Wiebke Krabbe. Ulmer Verlag.

Brennnessel. Das Multitalent – von Salat bis Seife. Natasja van der Meer, Wiebke Krabbe. Ulmer Verlag.

Walter Pobaschnig  5/26

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