Station bei Hedy Lamarr – „die Sehnsucht nach Wien blieb stetig in ihr“ Yasemin Cetinkaya, Schauspielerin _Wien 8.12.2023

Station bei Hedy Lamarr_
Yasemin Cetinkaya, Schauspielerin, Regisseurin _ Wien _
a
cting Hedy Lamarr (Hedwig Eva Maria Kiesler; *9.11.1914 Wien * +19.1.2000 in Casselberry/Florida/USA) Schauspielerin, Erfinderin_
Fotos _ Wohnumfeld/Elternhaus von Hedy Lamarr in Wien/Döbling 
Station bei Hedy Lamarr_
Yasemin Cetinkaya, Schauspielerin, Regisseurin _ Wien _
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cting Hedy Lamarr (Hedwig Eva Maria Kiesler; *9.11.1914 Wien * +19.1.2000 in Casselberry/Florida/USA) Schauspielerin, Erfinderin_
Fotos _ Wohnumfeld/Elternhaus von Hedy Lamarr in Wien/Döbling 
Station bei Hedy Lamarr_
Yasemin Cetinkaya, Schauspielerin, Regisseurin _ Wien _
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cting Hedy Lamarr (Hedwig Eva Maria Kiesler; *9.11.1914 Wien * +19.1.2000 in Casselberry/Florida/USA) Schauspielerin, Erfinderin_
Fotos _ Wohnumfeld/Elternhaus von Hedy Lamarr in Wien/Döbling 

Zum Projekt: Das Bachmann Projekt „Station bei Bachmann“ ist ein interdisziplinäres Kunstprojekt an den Schnittstellen von Literatur, Fotografie und Theater/Performance.

Dabei kommt den topographischen und biographischen Bezügen eine besondere Bedeutung zu, indem Dokumentation, Rezeption und Gegenwartstransfer, Diskussion ineinandergreifen.

Künstler:innen werden eingeladen an diesem Projekt teilzunehmen und in ihren Zugängen Perspektiven zu Werk und Person am biographischen bzw. werksgeschichtlichen Bezugsorten beizutragen.

Den Schwerpunkt bildet dabei Werk und Leben Ingeborg Bachmanns. Ebenso weitere Künstler:Innen.

Liebe Yasemin Cetinkaya, wir sind hier an biographischen Bezugsorten der Schauspielerin und Erfinderin Hedy Lamarr in Wien/Döbling. Sind Dir die Orte hier vertraut?

In Döbling habe ich bislang noch nicht gewohnt, jedoch schon einige schöne Drehs hier gehabt, wie zum Beispiel am Döblinger Steg oder in der Zacherl Fabrik. Ein sehr schöner Bezirk.

Welche Bezüge und Zugänge gibt es von Dir zu Hedy Lamarr?

Ich habe mich für das Fotoshooting mit ihr sehr viel befasst, um herauszufinden, was für eine Frau sie war und was sie ausgezeichnet hat. Was ich dabei herausgefunden habe, ist, dass sie eine sehr starke und intelligente Frau war. Die nicht der Norm entsprechen wollte und ihr eigenes Ding durchgezogen hat, um ihre Träume leben zu können. Was ich sehr bewundere und auch so eingestellt bin.

Möchtest Du einen Film Hedy Lamarrs hervorheben?

Ich habe leider nicht alle ihre Filme gesehen. Jedoch hat sie mir im Film „Die fremde Frau (1946)“ sehr gut gefallen. Es ist ein Liebesdrama und sehr schön gespielt von ihr.

Generell würde es mich auch sehr reizen einmal einen Film über sie zu produzieren.

Wie siehst Du die Schauspielerin wie die Erfinderin Hedy Lamarr?

Als Schauspielerin war sie unglaublich erfolgreich und auch wunderschön anzusehen. Als Erfinderin jedoch leider nicht gewürdigt. Was sehr schade ist und ich bin mir auch sicher, dass es sie sehr geärgert haben muss, dass die Menschen sie „NUR“ als schöne Frau gesehen haben. Was auch die Interviews mit ihr bestätigen. Wir verdanken dieser wundervoll intelligenten Frau unser heutiges GPS, Wifi und Bluetooth-System.

Was hast Du mit Hedy Lamarr gemeinsam?

Gemeinsam…ich würde sagen ihre Rolle als Mutter. Sie war eine sehr vielbeschäftigte Frau, die alles für ihre Träume gab und auch versucht hat ihrer Rolle als Mutter gerecht zu werden. Leider ist es ihr nicht so gut gelungen, da das Filmgeschäft einfach nicht familienfreundlich ist, damals wie auch heute. Also diesen Teil ihres Lebens kann ich sehr gut nachvollziehen und kämpfe auch darum beides unter einen Hut zu bekommen.

Wie erfinderisch bist Du?

Leider gar nicht 😊 Ich bin eher der praktisch veranlagte Mensch, zwar auch kreativ, aber nicht wissenschaftlich.

Hast Du auch Filmerfahrungen und ist dies auch ein künstlerischer Schwerpunkt?

Ja, ich habe in einigen Filmen kleinere Rollen spielen dürfen und auch als Komparsin gearbeitet. Also jedes Mal, wenn sich etwas ergibt, bin ich gerne mal vor der Kamera. Ansonsten stehe ich dahinter und produziere verschiedene Projekte (Imagefilme, Musikvideos, Kurzfilme etc.).

Gab es in Deinen Projekten bisher Berührungspunkte zu Hedy Lamarr?

Nein leider nicht.

Was sind Deine derzeitigen Projektpläne?

Ich arbeite zurzeit an meiner ersten Doku in Spielfilmlänge. Inhalt der Doku ist die 2. Und 3. Generation der türkischen Gastarbeiter. Also was meine Generation aus dem Erbe unserer Eltern gemacht hat und wie sie diese weitergibt.

Was möchtest Du Künstler:innen am Anfang Ihres Weges mitgeben?

Nicht aufgeben und durchhalten. Die Kunstbranche ist sehr hart, aber es lohnt sich dran zu bleiben, wenn man seine Leidenschaft leben möchte.

Hättest Du mit Hedy Lamarr gerne einen Tag in Wien verbracht und wenn ja, wie würde dieser aussehen?

Ja, sehr gerne hätte ich einmal einen Tag mit ihr verbracht. Ich hätte mit ihr alle Orte besucht, die für sie wichtig gewesen sind und ihr auch „mein“ Wien gezeigt. Über unsere Kinder und Leidenschaften philosophiert.

Darf ich Dich abschließend zu einem Hedy Lamarr Akrostichon bitten?

edy Lamarr war eine starke Frau, die für ihre

E ntdeckungen zu ihren Lebzeiten leider nicht angemessen gewürdigt wurde.

D urch ihr Talent und ihren Mut wurde sie weltbekannt,

Y achten und ein Leben in Luxus wurden ihr dadurch gewährt.

L iebe und die Suche nach Anerkennung prägten ihren Weg,

A ber die Sehnsucht nach Wien blieb stetig in ihr.

M utter zu sein viel ihr schwer, denn Film und Ikone zu sein, erforderten viel

A rbeit und Zeit.

R uhm und Ehre klingen immer sehr verführerisch und anziehend,

R eichen diese jedoch für ein glückliches und erfülltes Leben?

Station bei Hedy Lamarr_
Yasemin Cetinkaya, Schauspielerin, Regisseurin _ Wien _
a
cting Hedy Lamarr (Hedwig Eva Maria Kiesler; *9.11.1914 Wien * +19.1.2000 in Casselberry/Florida/USA) Schauspielerin, Erfinderin_
Fotos _ Wohnumfeld/Elternhaus von Hedy Lamarr in Wien/Döbling 

Station bei Hedy Lamarr_

Yasemin Cetinkaya, Schauspielerin, Regisseurin _Sinning.gear.films _ Wien_ acting Hedy Lamarr

Fotos am Wohnhaus/Wohnumfeld von Hedy Lamarr in Wien/Döbling.

Hedy Lamarr (Hedwig Eva Maria Kiesler; *9.11.1914 Wien * +19.1.2000 in Casselberry/Florida/USA) Schauspielerin, Erfinderin_

Herzlichen Dank an Markus Bauer/Cafe Garage/Wien für die so freundliche Kooperation und den ausgezeichneten Kakao mit Manner Schnitte! https://www.cafegarage.at/

Zum Projekt: Das Bachmann Projekt „Station bei Bachmann“ ist ein interdisziplinäres Kunstprojekt an den Schnittstellen von Literatur, Fotografie und Theater/Performance.

Dabei kommt den topographischen und biographischen Bezügen eine besondere Bedeutung zu, indem Dokumentation, Rezeption und Gegenwartstransfer, Diskussion ineinandergreifen.

Künstler:innen werden eingeladen an diesem Projekt teilzunehmen und in ihren Zugängen Perspektiven zu Werk und Person am biographischen bzw. werksgeschichtlichen Bezugsorten beizutragen.

Den Schwerpunkt bildet dabei Werk und Leben Ingeborg Bachmanns. Ebenso weitere Künstler:Innen.

Interview und alle Fotos _ Walter Pobaschnig 2.12.2023

Walter Pobaschnig

https://literaturoutdoors.com 12/23

„Goldene Zeiten“ Connie Albers, Autorin, Malerin _ Give Peace A Chance _ Kelkheim im Taunus/D 5.12.2023

GIVE PEACE A CHANCE

G oldene Zeiten

I rrlichter der

V ergangenheit –

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C haos –

E rbarmen


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H eilung

A ufbruch und

N eubeginn durch

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Connie Albers, 24.11.2023

Connie Albers, Autorin, Malerin,
Kunsttherapeutin, Psychologische Beraterin und Coach

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Connie Albers, Autorin, Malerin,
Kunsttherapeutin, Psychologische Beraterin und Coach

Zur Person  _  Connie Albers, geb. 15.03.1956 in Frankfurt am Main, lebt mit ihrer Familie in Kelkheim im Taunus. Sie hat zwei erwachsene Kinder und vier Enkelkinder.

Ihr Berufsleben brachte sie mit vielen unterschiedlichen Menschen zusammen. Daraus resultiert ihr Interesse für den Mensch und seine Alltagsnöte, das sich nun in ihren Büchern widerspiegelt. Seit vielen Jahren malt sie Engel und sendet diese mit mutmachenden Botschaften in die Welt. Neben ihrer Autorentätigkeit ist Connie Albers Malerin, Kunsttherapeutin, Psychologische Beraterin und Coach. 

Ihre Vision, Spirituelles, Künstlerisches und Heilendes miteinander zu verbinden und in einem Buch zusammenzufassen, verwirklichte sie 2017 mit „Umarmt von Deinem Engel“ und im Jahr 2020 mit „Der Schatz liegt in dir – Krisen bewältigen mit Hilfe der Engel.“  Die Bilder, Botschaften und Texte ihrer Engel sind inspirierend und wohltuend. Die Leser bekommen Impulse, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen und es mit mehr Farbe und Freude zu füllen. „Jöpe mit dem Himmelslicht“ ist ein weiteres Herzensprojekt, das sie für kleine und große Menschen geschrieben hat. In diesem zauberhaften Buch geht es vor allem darum zu zeigen, dass jedem Menschen Talente und Fähigkeiten innewohnen und sie ihr Licht am besten zum Strahlen bringen, wenn sie den für sie richtigen Ort gefunden haben.

Im Frühjahr 2022 ließ sie sich vom Schicksal der aus der Ukraine geflüchteten Frauen mit ihren Kindern berühren. So entstanden die lyrischen Texte „Mohnblumenrot“, in denen es um die unterschiedlichen Emotionen geht, die mit Krieg, Flucht und Vertreibung einhergehen.

Die Inspiration, ihre Empfindungen ins Lyrische zu übersetzen, erhielt die Autorin durch das Symbol Mohnblume. Sie stieß bei Recherchen auf die Geschichte des kanadischen Offiziers John McCrae, der im Jahr 1915 zur Zeit des Ersten Weltkrieges in Flandern seine Empfindungen am Grab seines gefallenen Freundes aufschrieb. Ihm war aufgefallen, dass zwischen den Soldatengräbern bevorzugt Mohnblumen wuchsen. Aufgrund dieses Gedichts wurde die Mohnblume vor allem in Belgien und England zum Symbol des Gedenkens an den Ersten Weltkrieg. Leider erlebte John McCrae selbst die Veröffentlichung seiner Zeilen nicht, er starb 1918 an den Folgen einer Meningitis.

Veröffentlichungen:

2017 „Umarmt von deinem Engel“                                                     Brighton Verlag

2020  „Der Schatz liegt in dir“                                                            Book on Demand

2020 „Jöpe mit dem Himmelslicht“                                                    Florett Verlag

2021 „Weihnachten im Taunus“ (Anthologie)                                  Wellengeflüster-Verlag

2023 „Mohnrot – einundzwanzig Tage im Ukraine-Krieg“           Edition Pauer

Homepage: www.connie-albers.de

https://umarmt-von-deinem-engel.de

Fotos_ privat

Walter Pobaschnig _ 24.11.2023

https://literaturoutdoors.com

„Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft“, Hannah Arendt. Antisemitismus, Imperialismus, Totalitarismus. Piper Verlag.

Hannah Arendt, 1906 in Hannover geborene und Königsberg aufgewachsene Tochter einer jüdischen Familie, studiert Philosophie, Theologie und Klassische Philologie, und setzt verschiedene Forschungsprojekte in diesen Wissenschaftsbereichen nach der Promotion fort. Sie flieht 1933, nach der nationalsozialistischen Machtergreifung, aus Deutschland. Ihr Fluchtweg führt in die USA und hier setzt sie ihre wissenschaftliche wie journalistische Tätigkeit fort.

Schwerpunkte ihrer Arbeit bleiben nach dem Zweiten Weltkrieg die Analyse totalitärer Herrschaftsformen, deren Grundlagen, Mechanismen und Auswirkungen. Antisemitismus und Imperialismus werden in ihren historischen Erscheinungsformen und Bedingungen kontextuell erläutert. Ebenso werden die verantwortlichen Persönlichkeiten der Shoa (Prozess gegen Adolf Eichmann in Jerusalem 1961, Buch: „Die Banalität des Bösen“) hinsichtlich ihres Selbstverständnisses, Gewissens analysiert und offengelegt. Dies sind erschütternde wie notwendige Zeugnisse gesellschaftlicher Verfasstheit in totalitären Herrschaftsformen.

Das vorliegende Werk in der Piper Neu-Edition ist ein wesentliches Grundlagenwerk kritischer moderner Politik- Gesellschaftsgeschichte.

„Ein Grundlagenwerk zu Mechanismen totaler Herrschaft in modernen Gesellschaften!“

€ 28,00 [D], € 28,80 [A]

Erschienen am 02.11.2023

Herausgegeben von: Thomas Meyer

1168 Seiten, Broschur

EAN 978-3-492-31709-2

Walter Pobaschnig 11/23https://literaturoutdoors.com

„uns selbst zu verlernen, um uns anschließend wieder neu zu erfinden“ Birgit Fritz, Autorin _Wien 5.12.2023

Liebe Birgit Fritz, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Jeder Tag ist anders, je nach Notwendigkeit Emotionen und Befindlichkeiten sortierend, ändert sich die Reihenfolge von Broterwerbsarbeit, Buchübersetzung, Schreiben und Bildbetrachtung, autopoietisches Spiel. Kommunikation in alle Himmelsrichtungen und Weltgegenden ist essentiell.

Birgit Fritz, Theatertherapeutin,
Lehrerin, Autorin.

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Achtsamkeit, Liebe und Respekt. Zuhören, sich selbst und anderen.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei dem Theater/Schauspiel, der Kunst an sich zu?

Kunst/Theater ist weltenverbindend. Als Menschen und in/mit der Kunst Tätige sind wir dazu angehalten, uns fortwährend selbst zu verlernen und uns anschließend wieder neu zu erfinden, immer und immer wieder.

Präsenz, Rollen- und Perspektivenwechsel, Verkörperung. Das ist die Abenteuerreise des 21. Jahrhunderts.

Was liest Du derzeit?

Gloria E. Anzaldúa, Light in the Dark – Luz en lo oscuro. Rewriting Identity, Spirituality, Reality.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

May the roaring force of our collective creativity, heal the wounds of hate, ignorance, indifference, dissolve the divisions creating chasms between us, open our throats so we, who fear speaking out, raise our voices, by our witnessing, find connections through our passions, pay homage to those, whose backs served as bridges, we remember our dead…..(Gloria E. Anzaldúa, 2015)

Oder auf Deutsch von deepl:

Möge die brüllende Kraft unserer kollektiven Kreativität die Wunden des Hasses, der Ignoranz und der Gleichgültigkeit heilen, die Spaltungen, die Abgründe zwischen uns schaffen, auflösen, unsere Kehlen öffnen, damit wir, die wir Angst haben, uns zu äußern, unsere Stimmen erheben, durch unser Zeugnis Verbindungen durch unsere Leidenschaften finden, denen huldigen, deren Rücken als Brücken dienten, wir erinnern uns unserer Toten…

Vielen Dank für das Interview, liebe Birgit, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Buch–, Theaterprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen:

Birgit Fritz, Theatertherapeutin, Lehrerin, Autorin

Zur Person _ Birgit Fritz, Theater als Weg.

Geboren 1966 in Klagenfurt, Studium der Anglistik, Romanistik, Theaterwissenschaften, Dramatherapie.

Mit-Gründerin des Theaters der Unterdrückten – Wien und der Österreichischen Gesellschaft für Drama- und Theatertherapie (ÖGDTT).

Übersetzerin von Sanjoy Gangulys „Forumtheater und Demokratie in Indien“, Augusto Boals „Hamlet und der Sohn des Bäckers“ und Tina de Souzas „Orixás auf dem Diwan“.  Autorin von „InExActArt – Das autopoietische Theater Augusto Boals“ und „Von Revolution zu Autopoiese“. …

www.birgitfritz.net

www.oegdtt.at

Foto_privat

Walter Pobaschnig _ 23.11.2023

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„Vom Ich zum Wir und wieder zurück?“ Subjektverständnisse zwischen Politisierung und Entradikalisierung seit den 1960er Jahren. Herausgegeben von Knud Andresen, Sebastian Justke, Stefanie Schüler-Springorum. Wallstein Verlag.

„Vom Ich zum Wir und wieder zurück?“ Subjektverständnisse zwischen Politisierung und Entradikalisierung seit den 1960er Jahren. Herausgegeben von Knud Andresen, Sebastian Justke, Stefanie Schüler-Springorum. Wallstein Verlag.

Es ist eine Zeit, die vor ungeahnte Herausforderungen in Existenz, Gesellschaft, Welt stellt und die Frage nach dem „Ich und Wir, Wir und Ich“ gleichsam jeden Tag neu stellt und Position und Weg fordert.

Doch welche Reflexionen, Konzepte und Veränderungen gab es in dieser Frage seit den gesellschaftsverändernden 1960er Jahren und den Jahrzehnten danach bis in die Gegenwart. Was waren gesellschaftliche Aufbruchbewegungen und wie sieht es in der Gegenwart damit aus?

Das Herausgeberteam, gibt dabei in historischer, gesellschaftspolitischer Perspektive, einen kompetenten, zusammenfassenden wie perspektivenreichen Rück- und Ausblick zum Verständniswandel von Mensch und Gesellschaft.

„Eine spannende Analyse gesellschaftlicher Ereignisse, Entwicklungen der 1960er Jahre wie gegenwärtiger Gesellschaftsverhältnisse in Existenz und Identität.“

„Vom Ich zum Wir und wieder zurück?“ Subjektverständnisse zwischen Politisierung und Entradikalisierung seit den 1960er Jahren. Herausgegeben von Knud Andresen, Sebastian Justke, Stefanie Schüler-Springorum. Wallstein Verlag.

267 S., 1 farb. Abb., geb., Schutzumschlag, 14 x 22,2 cm

ISBN 978-3-8353-5489-0

€ 34,00 (D) / € 35,00 (A)

Alle Preise inkl. MwSt zzgl. Versandkosten

Erscheinungsdatum: 25.10.2023

Walter Pobaschnig  11/23

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„Jeder kann und muss einen Beitrag leisten“ Maria Heinrich, Schriftstellerin _ Wien 4.12.2023

Liebe Maria Heinrich, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Morgens ein ausgiebiges Frühstück mit meinem Mann. Langsam fangen die Lebensgeister an zu erwachen.

Wieder einmal habe ich mehr Pläne, als Zeit zur Verfügung steht. Dabei liebe ich es, einfach die Natur zu genießen. Familie und Freunde, Sport, Kultur, die nächste Reise planen, der Garten, meine Bücher. Es ist nicht einfach, ein Gleichgewicht zwischen den unterschiedlichen Interessen und dem Schreiben zu halten. Das Leben ist zu kurz, um sich nur auf eines zu beschränken. Aber gerade die Vielfalt inspiriert zu neuen Ideen.

Maria Heinrich, Schriftstellerin

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Zu verhindern, dass uns die vielen schlimmen Nachrichten die Lebensfreude zerstören. Jeder kann und muss einen Beitrag leisten. Mir ist wichtig, positiv zu bleiben und damit auch anderen helfen, mit Toleranz und Optimismus in die Zukunft zu gehen.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?

Das Leben jedes Menschen ist eine Aneinanderreihung von Neustarts, wodurch auch die Gesellschaft immer wieder vor großen Umbrüchen steht. Kunst kann die Entwicklungen beschleunigen oder dagegenhalten, sie kann Unsicherheit oder Werte vermitteln. Als Autor möchte ich unterhalten und dabei unangestrengt auch Denkanstöße geben.

Was liest Du derzeit?

Meine Liebe zu Reisen spiegelt sich auch in meiner Lektüre. Es muss nicht ständig Reiselektüre sein. Ich mag Romane, die Kultur und Menschen beschreiben. Momentan habe ich gerade Pierre Martins Krimireihe Madame le Commissaire für mich entdeckt und verschlinge die Folgen. Das ist ansprechende Unterhaltung mit netter Beschreibung von Landschaft, Bewohnern und der Küche Südfrankreichs. Die Geschichten vermitteln Leichtigkeit und versetzen mich in positive Stimmung.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Du machst den Unterschied, wenn dein Wort Licht und Wärme bringt.

Vielen Dank für das Interview, liebe Maria, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literaturprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

Liebe Grüße!

5 Fragen an Künstler*innen:

Maria Heinrich, Schriftstellerin

Zur Person _ Maria Heinrich wächst in Wien auf und bleibt der Region und ihren Menschen immer eng verbunden.

Ihre Berufswahl führt sie in die Informatikbranche. Nach Jahren in der Softwareentwicklung arbeitet sie in einem internationalen Konzern als Project-Managerin und Business Consultant. Mit der ersten Führungsposition entdeckt sie ihre Begeisterung für das Management. Es folgen leitende Positionen im Vertrieb, in der Personalabteilung und im Projektgeschäft.

Besondere Faszination übt die Führung von Teams über Landes- und Kulturgrenzen hinweg. Den persönlichen Schwerpunkt legt Maria Heinrich auf das Coaching und die Weiterentwicklung von jungen Talenten. Sie sind die Zukunft unserer Gesellschaft und unserer Wirtschaft.

»Die fesselndsten Geschichten schreibt das Leben.«

Das Lesen und Schreiben von Romanen sind schon lange ein willkommener Ausgleich zur hektischen Arbeitswelt. Berufliche Erfahrungen inspirieren ihre Thriller und lassen realistische Spannung knistern.

Seit mehr als zwei Jahren konzentriert sich Maria Heinrich auf ihre Schreibtätigkeit. Jetzt veröffentlicht sie auch ihre Thriller. Sie führt in die Welt von Intrigen und Verbrechen und fesselt durch die realitätsnahe Beschreibung und durch starke weibliche Hauptcharaktere.

Aktueller Thriller: „Tödlicher Triumph“

Foto_Martin Jordan

Walter Pobaschnig _ 20.11.2023

https://literaturoutdoors.com

„endlich am gemeinsamen Tisch“ Annett Krendlesberger, Schriftstellerin _ Give Peace A Chance _ Wien 4.12.2023

GIVE PEACE A CHANCE

Gelassen den Andern schon

im Vorfeld begegnen, respektvoll,
besonnen von Beginn an,
es wär doch den

Versuch wert,

einmal so: von Mensch zu Mensch,


Penetranzen zum Trotz, wider die

eisernen

anmaßenden tödlichen

Clownesken,

endlich


auf Augenhöhe einmal, zugewandt,
statt nach Belieben einstimmend
in den allgemeinen



Chor, achtsam

hinhörend,

achtsam zu-,

nicht farbwechselnd ständig,

chamäleongleich,
dagegenhaltend mit Worten,

endlich am gemeinsamen Tisch


Annett Krendlesberger, 2.12.2023

Annett Krendlesberger, Schriftstellerin

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Annett Krendlesberger, Schriftstellerin  

Zur Person_

Annett Krendlesberger 1967 in Wien geboren, lebt dort als freie Autorin. Studium der Philosophie, Theaterwissenschaft und Betriebswirtschaft an der Universität Wien. Berufstätigkeit in verschiedenen Dienstleistungsunternehmen, zuletzt Projektarbeit in der Erwachsenenbildung. Seit 2005 Veröffentlichung von Prosa- und Lyriktexten in Literaturzeitschriften (Freibord, Lichtungen, Podium, u.a.) und Anthologien (Versnetze, Jahrbuch österreichischer Lyrik, u.a.).

www.literaturport.de/Annett.Krendlesberger

Bisher erschienen:

anfangs noch, Prosastücke, Edition fabrik.transit, Wien 2019

Zwei Blatt und zwei, Prosa, Bibliothek der Provinz, Weitra 2018

Doch, Erzählungen, Kitab, Klagenfurt 2016

Flaschendrehn, Erzählungen, Kitab, Klagenfurt 2011

Beweislast, Prosa in Episoden, Kitab, Klagenfurt 2011

Aktuelle Buchneuerscheinung _ Annett Krendlesberger
DALIEGENDE. UNBEWEGT_fabrik.transit Verlag

„Kein Du tritt auf.
Im Dunkeln tappen
Kein Du.
Wie lange noch?“

Es geht um Sprache, um die Grenzen der Mitteilbarkeit, ums Verstehen, Verstanden-werden-Wollen. Annett Krendlesberger lotet Beziehungen aus. Das literarische Ich flüchtet in die Bildersprache, die Sprache der Kunst. Das Kunstwerk als Rettungsanker, als wahrhaftigstes Mittel beim Versuch, ein Du, das seiner Sinne beraubt, zu erreichen, an seiner Gefühlswelt teilzunehmen, seine Ängste zu teilen. Es geht um Verbindung, um einen verbindenden Prozess, ums Bewahren und Annehmen, Sich-eines-anderen-Annehmen. Sodass aus Angst Hoffnung werden kann.

Vom Kunstwerk zum Text, vom Text zum Gedankenbild, vor dem Hintergrund der eigenen Geschichte: Eine Gedankenbilderspur, basierend auf Werken von Johanna Kampmann-Freund, Lilly Steiner, Mileva Roller, Friedl Dicker u.v.a. 

https://www.fabriktransit.net/daliegende-unbewegt.html


Annett Krendlesberger
DALIEGENDE. UNBEWEGT

mit einem Nachwort von
Birgit Schwaner

13,6 x 20,6 cm, Hardcover
ca 160 Seiten, 5 farbige Abbildungen
Erscheint im Dezember 2023

ISBN 978-3-903267-58-9

€ 22,00 inkl. Ust.

Foto Portrait _ Anja Unterrieder

2.12.2023 _Walter Pobaschnig

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„war has its own voice“ Iya Kiva, poet _ Lviv, Ukraine 3.12.2023

Hi dear Iya Kiva, what`s your routine at the moment?

I usually don’t have a daily routine as a horizontal sequence of planned actions. My day is more like a construction set (like a children’s LEGO construction set, for example), filled with certain activities: I read, listen to music, walk, write, think, check email, sometimes play sports. If I have some priority tasks that need to be done (writing or translating texts), I start the day with them, and read before going to bed. But this is a slightly ideal situation, since in today’s Ukrainian reality, war has its own voice and its own right to interfere with your plans and completely change them.

Iya Kiva, poet, translator and journalist,
member of Pen Ukraine

What`s now particularly important for all of us?

Practice love and self-care, learn to respect yourself, the needs of your body and psyche, and also practice all this in relation to other people, understanding that their comfort and needs may be very different from ours; to be as eco-friendly as possible in how we treat the world and all living things that live in it; to appreciate what brings new impressions and emotions to our experience, and to be able to give thanks for it, and I mean very specific words and gestures with which to do this. It seems to me that people do not always understand that what kind of world we live in and how we live depends on us, and that every choice we make is a political and ethical gesture. When faced with evil, injustice, violence and all the hell that people are so good at inflicting on each other, we can always stop it on ourselves, not multiply it and not pass it on.

In a social sense, I personally miss projects that would help me see what is happening in different parts of the world right now and why. I don’t want to see news about what this or that temporary politician said in some country, I want to know about the problems of people like me who live with me at the same time. I would like to see some analytical sections for a month, half a year and a year or another format in which you can think about this. Our world is very divided, and I think horizontal ways of solidarity need to be scaled up.

New start, new beginning. What will be essential and which roles will literature, art play on society?

At the very end, we can become the story(s) that we have told ourselves or that will be told about us. To be able to be a witness to your own life, or to have witnesses to your own life with whom you can share it, like lunch or dinner, is a great value. In general, the right to say that peoples with experience of colonization in the recent past know very well is a great privilege.

Literature and art help us expand our emotional repertoire, make us human in a humanistic, rather than biological sense, develop empathy and imagination, and change us. If we look at a person’s life as a story that can be written, rewritten, or even destroyed, it seems to me that literature and art give us many tools to make this story important and valuable, first of all for ourselves, but also for those who wants to read it after us.

What are you reading currently?

«Glass, Irony, and God» Ann Carson

Which quote, text will you propose to us?

One who loves himself will never сause harm another.

Thank you very much!

Vielen Dank für das Interview, liebe Iya, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literaturprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!

5 Fragen an Künstler*innen:

Iya Kiva, poet, translator and journalist,
member of Pen Ukraine

Zur Person Iya Kiva is poet, translator and journalist, member of Pen Ukraine. She was born in 1984 in Donetsk, because of the Russian-Ukrainian war she has moved to Kyiv in 2014. She is the author of two collections of poetry, „Farther from Heaven (2018) and „The First Page of Winter“ (2019), as well as a book of interviews with Belarus writers „We will awaken as others: conversations with contemporary Belarus authors about the past, the present, and the future of Belarus“ (2021). Her poetry has been translated into more than 30 languages. As books were published translations into Bulgarian (a poetry book „Witness of Namelessness“, 2022, translator Denis Olegov) and into Polish (a poetry book The black roses of time“, 2022, translator Aneta Kaminska). Kiva is the recipient of a Gaude Polonia fellowship (2021), the Dartmouth College writer support program (2022), Documenting Ukraine program (Austria, 2022), the participant of the International Writing Program (USA, 2023), and others. Based in Lviv, Ukraine.

Foto_privat

27.11.2023 _Walter Pobaschnig

https://literaturoutdoors.com

„das Leben nicht für andre – und für uns selber – zur Hölle zu machen“ Alexander Kuchinka, Regisseur _ Wien 2.12.2023

Lieber Alexander Kuchinka, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Mein Tagesablauf sieht traditionell sehr unterschiedlich aus, je nach den Anforderungen der jeweils aktuellen Projekte. Generell versuch ich natürlich, so faul wie möglich zu sein, aber das gelingt mir nicht immer.

Alexander Kuchinka,
Regisseur, Schauspieler, Autor und Musiker

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Für besonders wichtig halt ich das Bewusstsein, dass wir alle nur dieses eine Leben auf dieser einen Erde haben und dass unser Sinnen und Trachten nicht drauf ausgerichtet sein sollte, das Leben für andre – und für uns selber – zur Hölle zu machen; dorthin kommen wir schon noch früh genug. Himmlisch-paradiesische Zustände werden wir wohl nie erreichen, aber wir können sie zumindest anstreben – in Summe ist das weitaus lustvoller als unser Leben der Beschäftigung mit explodierendem Kampfmaterial zu widmen.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei dem Theater/Schauspiel, der Kunst an sich zu?

Ich seh keinen Neubeginn, schon gar keinen Aufbruch. Ich denk, wir werden alle weiterwurschteln, so wie es immer schon der Fall war, und da und dort werden neue Ideen aufblitzen, einige wenige von ihnen vielleicht sogar mittelfristig stilbildend. Aufbruch und Neubeginn finden dabei immer nur im Kleinen statt, aus den unterschiedlichsten individuellen Perspektiven; und genaugenommen auch das nur in der Rückschau. Theater/Schauspiel und die Kunst an sich sollen und werden jedenfalls das bleiben, was sie von Anbeginn waren: kreative, inspirierende und nicht zuletzt spielerische Formen der Kommunikation.

Was liest Du derzeit?

Es ist ziemlich einfach: nachdem ich viel schreib, les ich auch viel. Es ist verblüffend, wie oft man, wohl oder übel, sein eigenes Zeug liest, bevor man es aus der Hand geben kann.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Aber es muss gehen … andere machen es doch auch! (Loriot)

Alexander Kuchinka,
Regisseur, Schauspieler, Autor und Musiker

Vielen Dank für das Interview, lieber Alexander, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Theater-, Literatur-, Kunstprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!

5 Fragen an Künstler:innen:

Alexander Kuchinka,
Regisseur, Schauspieler, Autor und Musiker

Zur Person _Alexander Kuchinka 

geboren 1967 in Klagenfurt, lebt und arbeitet seit 1992 in Wien als Regisseur, Schauspieler, Autor und Musiker.

Darsteller-Engagements u. a.: Stadttheater Klagenfurt, Komödienspiele Porcia, Konzertdirektion Landgraf, Stockerauer Fest­spiele, Wiener Metropol, Theater in der Altstadt Meran, Schlosstheater Celle, Volkstheater Wien, Theater in der Josefstadt, Stadttheater Baden, Volksoper Wien, Die Theater Chemnitz, Heunburg Theater, Salzburger Landestheater, Sommerkomödie Rosenburg, …

Gründer und bis 2003 künstlerischer Leiter von scherzo, einem Sommerfestival für musikalisches Theater in Klagenfurt. Regisseur zahlreicher Ur- und Erstaufführungen im Sprech- und Musiktheater, oft auch nach eigenem Buch bzw. eigener Musik, u. a. am Stadttheater Klagenfurt, am Stadttheater Baden, beim Sommertraum Festival Semmering, dem Theatersommer Haag oder den Festspielen Berndorf. Zuletzt an der Oper Chemnitz Libretto und Regie für die Kinderoper „Bei der Feuerwehr wird der Kaffee kalt“ (UA 2019, Musik: Oliver Ostermann).

Daneben etliche kabarettistische Soloprogramme, Auftragskompositionen, Konzeptbücher und Übersetzungen, z. B. die Musicals „Guys and Dolls“ (2009) und „Sweet Charity“ (2020) oder die Operettenneufassung „Der Teufel auf Erden“ (2019) im Auftrag der Wiener Volksoper. Sein jüngstes Musical „Zzaun!“ (Buch: Tilmann von Blomberg), 2015 beim Hamburger CREATORS-Wettbewerb mit dem ersten Preis ausgezeichnet, wurde 2018 an der Staatsoperette Dresden uraufgeführt.

http://www.kuchinka.cc

Fotos_Ferdinand Kuchinka

Walter Pobaschnig _ 17.11.2023

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Christine Lavant »Ich bin maßlos in allem«, Biographisches. Ausgewählt und kommentiert von Klaus Amann. Unter Mitarbeit von Brigitte Strasser. Wallstein Verlag.

Christine Lavant, (Christine Habernig, geb.Thonhauser; * 4. Juli 1915 Großedling bei St. Stefan im Lavanttal/Kärnten; † 7. Juni 1973 Wolfsberg) ist eine der faszinierendsten Stimmen der deutschsprachigen literarischen Moderne. In einer ganz außergewöhnlichen Bildsprache, die sie gleichsam der Natur entreißt und mit der schreienden Seele gen Himmel und Erde wirft, akzentuiert Christine Lavant das lyrische Sprechen völlig neu. In ihren Gedichtbänden „Die Bettlerschale“ (1956),Spindel im Mond“ (1959) und der „Pfauenschrei“ (1962), alle Otto Müller Verlag, erschüttert ein radikal existentielles Schreiben, das mit den religiösen, metaphysischen Modellen von Mensch, Welt, Gott ringt und diesen mutig und schonungslos Schmerz und Leiden aus der Dunkelheit der Einsamkeit hervorholt und im flackernden Lebenslicht entgegenhält. In ihrer ästhetischen Wucht und Individualität ordnet sich Lavant in ganz große Stimmen der Moderne in Literatur, Kunst ein.

Ebenso ist ihr erzählerisches Werk von einer Aufmerksamkeit, Radikalität und Originalität gekennzeichnet, welche den Menschen in seinen Lebensbezügen, die erschütternd, zerstörerisch sind, vor den Vorhang des Nicht-Gesehen-Werdens, Verdrängten, stellt und schonungslos das zu Erleidende aufzeigt. Auch da ordnet sich Lavant in ganz große Namen der Literatur ein.

Die unmittelbare Lebenswelt ist für Lavant, die unerschöpfliche wie notwenige Quelle des Schreibens. Es ist die vertraute wie schwere, dunkle, leidvolle und ausweglose Welt gesellschaftlicher Rolle und Ordnung, welcher der Mensch ausgeliefert ist. Besonders der Mensch in schwierigsten sozialen, wesentlich von der Geburt bestimmten, Lebensverhältnissen.

In welchem biographischen, gesellschaftlichen und zeitgeschichtlichen Rahmen ist nun das Schreiben der vielfach ausgezeichneten und mit 58 Jahren verstorbenen Kärntner Schriftstellerin zu sehen? Welche Quellen, Lebenszeugnisse wie Zeitzeugenberichte gibt es dazu?

Klaus Amann, bis 2014 Professor für Neuere Deutsche Literatur, Gründer und langjähriger Leiter des Robert-Musil-Instituts für Literaturforschung der Universität Klagenfurt sowie des Kärntner Literaturarchivs, legt nun eine spannende wie erstaunliche Fülle von Lebenszeugnissen in Wort&Bild vor, die als sehr beeindruckend zu bezeichnen ist. Darunter sind etwa die Krankenhausakte, die Portraits von Werner Berg oder der ausgedehnte Briefwechsel mit Schriftsteller:innen.

„Christine Lavant unplugged – eine sehr spannende biographische Reise in Wort&Bild zu einer der faszinierendsten wie bedeutendsten Stimmen moderner Literatur!“

CHRISTINE LAVANT „Ich bin maßlos in allem“. Biographisches

Ausgewählt und kommentiert von Klaus Amann. Unter Mitarbeit von Brigitte Strasser.

Wallstein Verlag

455 S., 102 z.T. farb. Abb., geb., Schutzumschlag, 14 x 22,2 cm

ISBN 978-3-8353-5532-3

€ 34,00 (D) / € 35,00 (A)

Alle Preise inkl. MwSt zzgl. Versandkosten

Erscheinungsdatum: 13.09.2023 

 »Ich bin maßlos in allem« – Christine Lavant | Wallstein Verlag (wallstein-verlag.de)

Walter Pobaschnig  11/23

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