Jede Jahreszeit hat ihre besonderen Qualitäten, Genüsse wie Geheimnisse und lädt dazu ein, die Fülle des Lebens zu erfahren und anzunehmen. Die Natur bietet hier sehr vieles für Leib und Seele. Obst, zu allen Tageszeiten, ein Aktivitäts- und Gesundbrunnen, ist dies auch in vielfältiger Form.
Liköre und Schnäpse, hergestellt mit besten Früchten im Erntekreislauf, sind eine Form des Zelebrierens besonderer Lebensmomente in Gemeinschaft oder persönlicher Stille an langen ruhigen Winterabenden wie in den folgenden Monaten des Frühlings, Sommer, Herbstes in ihrem je eigenen Rhythmus der Natur.
Das vorliegende Buch zu Likören/Schnäpsen bietet in wunderbarer Aufbereitung in Wort und Bild einen Überblick über die Fülle der Sorten wie den Möglichkeiten der Herstellung mit einfachen Mittel. Die Rezeptanleitungen sind Bestens aufbereitet und leiten hervorragend an.
Es ist aber auch ein Buch, um sich etwa über die stilvolle Präsentation in Gläsern, Karaffen zu informieren und da so manche Anregung mitzunehmen.
„Ein Buch als vielfältiger Sinnesschmaus zu allen Jahreszeiten!“
Lieber Rolf Blessing, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?
Der Wochentag beginnt mit einem ungestörten Zeitungs- und Radiofrühstück, dem eine Zeit im Büro folgt, wo ich Korrespondenz pflege, über Nacht entstandene Ideen verarbeite, an Korrekturen arbeite, Telefonate erledige, recherchiere.
Zum Abschluss des „Morgenbüro’s“ schaue ich sehr gerne in die digitalen Tageszeitungen dieser Welt (Times, Monde, Pais, Sydney Morning usw), um mir ein internationales Bild zu verschaffen.
Es folgen Spaziergänge, Einkäufe und div. Erledigungen. Nachmittags schließt sich im Sommer Gartenarbeit an, im Winter dem Wetter entsprechende Aktivitäten (Malen, Bildhauern, Schreiben usw.).
Die Abendstunden gehören der Muße.
Rolf Blessing, Schriftsteller
Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?
Die Zeiten nehmen eine gefährliche Struktur an, die verlangt, zu polarisieren. Davor sollten wir uns hüten.
Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?
Literatur und Kunst waren schon immer – da, wo sie frei waren, – sowohl ein Spiegel/Dokument ihrer Zeit als auch Vorläufer von Aufbruch und Neubeginn. Letztlich haben beide nun die Chance, etwas zu verändern, und zwar im Sinne einer humanitäreren Welt.
Was liest Du derzeit?
Chaim Soutine – Gegen den Strom
von Susanne Gaensheimer und Susanne Meyer-Büser (eine Biographie über den heute nahezu unbekannten, aber zu seiner Zeit einer sehr breiten Öffentlichkeit bekannten französisch / polnisch/ jüdischen Maler)
Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?
„den Pfeil in der Ferse
den Speer im Rücken
Ruhm auf ewig
hätten die Helden
dieser Welt
auf andere gehört
was wäre
aus ihnen geworden“
aus „Helden“ (War ich bisher ein Drachentöter – Gedichtband Rolf Blessing)
Vielen Dank für das Interview, lieber Rolf, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literatur-, Kunstprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!
5 Fragen an Künstler*innen:
Rolf Blessing, Schriftsteller
Zur Person _ Rolf Blessing, Jahrgang 1957, studierte Verwaltungswissenschaften in Duisburg und Betriebswirtschaft in Bochum, lebt in Mülheim an der Ruhr, Autor mit dem Schwerpunkt Lyrik, veröffentlicht sind bisher 7 Gedichtbände, 1 Erzählband, 1 Roman, 1 Kinderbuch, vertreten in zahlreichen Anthologien auch im deutschsprachigen Ausland.
Liebe Annett Krendlesberger, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?
Ich habe gerade die Recherche für eine längere Arbeit abgeschlossen und igle mich am Vormittag und späteren Abend meistens zu Hause zum Schreiben ein (zumindest mit Ohropax, manchmal sogar zusätzlich mit Gehörschutz). Auch habe ich wieder begonnen zu laufen, wegen einer Sportverletzung musste ich leider längere Zeit pausieren. Ich laufe gern bergauf (bei uns ist es recht hügelig), aber dafür wirklich langsam. Dieser Trott hat etwas Meditatives für mich. Die Runde bis zum Ende durchzuhalten ist das (einzige) Ziel.
Annett Krendlesberger, Schriftstellerin
Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?
Ich muss mittlerweile richtiggehend aufpassen, nicht von Ohnmachts- oder Resignationsgefühlen wegen fast ununterbrochener Schocknachrichten aus aller Welt weggetragen zu werden. Vor allem manche Bilder sind kaum noch aus dem Kopf zu kriegen, wenn sie einmal hineingelangt sind. Immer öfter sehne ich mich fast nach absoluter Medienabstinenz. Ich kann das globale Leid nicht schultern oder auch nur lindern, aber vor dem Fernseher zu heulen oder zu fluchen bringt niemandem etwas. Stattdessen versuche ich, halbwegs bei mir zu bleiben und im Rahmen meiner eigenen Möglichkeiten, also zunächst einmal in meinem direkten Umfeld, bei Bedarf effizient zu helfen oder sonst wenigstens Solidarität zu zeigen, und Mitgefühl.
Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?
Jede ernsthafte künstlerische Arbeit steht für sich, das muss sie. Sie ist. Und sie bewegt als Ausdruck, als ganz eigene Sicht auf die Welt. Ob dieser Ausdruck jetzt eher leiser ist oder ganz laut, sollte dabei eigentlich überhaupt keine Rolle spielen. Allerdings habe ich den Eindruck, dass in unserer Kulturrealität gerade die besonders laute Darstellung oft viel Aufmerksamkeit bekommt. Zu viel in meinen Augen. Auch Leises, Zartes kann bewegen; vielleicht nicht immer so direkt oder offensichtlich, aber umso nachhaltiger.
Was liest Du derzeit?
Von Ilse Helbich Anderswohin, von Dorina Marlen Heller und Sophie Morin Schwestern im Vers, und auch immer wieder Gedichte von Mascha Kaléko, und auch die Texte aus dem Nachlass und ihre Briefe.
Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?
Einen Ausschnitt aus Ilse Helbichs Buch Anderswohin, Vom Träumen, Suchen und Finden (S. 76):
„(…) Sonst geschah nichts. Die Stille, die immer dichter wurde, wollte nichts von ihr, und sie wollte nichts in dieser Stille. Sie war da in diesem Raum, der der Pferdestall war. Nach einer Weile, sie wusste nicht, wie lange sie so dagesessen war, kletterte sie von ihrem Hochsitz. Sie schloss die Stalltür hinter sich so leise, wie sie sie geöffnet hatte. Sie würde jetzt nachhause gehen. Zeit zum Abendessen. Die große Stille nahm sie mit. (…)“
Vielen Dank für das Interview, liebe Annett, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literaturprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!
5 Fragen an Künstler*innen:
Annett Krendlesberger, Schriftstellerin
Zur Person _Annett Krendlesberger 1967 in Wien geboren, lebt dort als freie Autorin. Studium der Philosophie, Theaterwissenschaft und Betriebswirtschaft an der Universität Wien. Berufstätigkeit in verschiedenen Dienstleistungsunternehmen, zuletzt Projektarbeit in der Erwachsenenbildung. Seit 2005 Veröffentlichung von Prosa- und Lyriktexten in Literaturzeitschriften (Freibord, Lichtungen, Podium, u.a.) und Anthologien (Versnetze, Jahrbuch österreichischer Lyrik, u.a.).
„Kein Du tritt auf. Im Dunkeln tappen Kein Du. Wie lange noch?“
Es geht um Sprache, um die Grenzen der Mitteilbarkeit, ums Verstehen, Verstanden-werden-Wollen. Annett Krendlesberger lotet Beziehungen aus. Das literarische Ich flüchtet in die Bildersprache, die Sprache der Kunst. Das Kunstwerk als Rettungsanker, als wahrhaftigstes Mittel beim Versuch, ein Du, das seiner Sinne beraubt, zu erreichen, an seiner Gefühlswelt teilzunehmen, seine Ängste zu teilen. Es geht um Verbindung, um einen verbindenden Prozess, ums Bewahren und Annehmen, Sich-eines-anderen-Annehmen. Sodass aus Angst Hoffnung werden kann.
Vom Kunstwerk zum Text, vom Text zum Gedankenbild, vor dem Hintergrund der eigenen Geschichte: Eine Gedankenbilderspur, basierend auf Werken von Johanna Kampmann-Freund, Lilly Steiner, Mileva Roller, Friedl Dicker u.v.a.
Liebe Connie Albers, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?
Mein Tagesablauf sieht so aus, dass ich mich jeden Morgen zunächst mit guten Gedanken bzw. Meditationen auf den Tag einstimme, Kaffee trinke und meine E-mails lese und abarbeite. Sodann beschäftige ich mich mit Marketing überwiegend in Social Media, akquiriere Lesungen und Ausstellungen und das tue, was ansonsten getan werden muss, um einen erfüllten Tag zu haben. Ich bin ja auch schon Großmutter und da darf die Familie nicht zu kurz kommen. Aber ich male und schreibe zwischendurch immer, was mir gerade in den Sinn kommt. Morgens schreibe ich als erstes oft Tagebuch. Das hilft mir dabei, meine Gedanken zu sortieren.
Connie Albers, Autorin, Malerin, Kunsttherapeutin, Psychologische Beraterin und Coach
Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?
Nicht aufzugeben und nicht wegschauen. Unsere Talente sinnvoll für das Allgemeinwohl einzusetzen, der Kunst den Stellenwert wieder einzuräumen, den sie ursprünglich hatte. Nämlich Menschen anzusprechen, sie zu inspirieren und zum Nachdenken anzuregen.
Der Mensch ist ein Gewohnheitstier und mit der Zeit verlieren schreckliche Nachrichten ihren Schrecken. Dennoch achtsam bleiben und mitfühlend Anteil nehmen. Den Leidtragenden Achtung zollen und Worte schenken ist das Mindeste. Menschen Mut machen und Inspiration geben ist mir ein wichtiges Anliegen. Mit meinen Engelbildern und -botschaften versuche ich den Wirrungen im Außen entgegenzusteuern. Wir können die Welt nicht retten, aber wir können dort, wo wir zuhause sind und wirken für ein wenig Frieden sorgen und Licht bringen.
Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Kunst an sich zu?
Die Aufgabe der Kunst muss es sein, wenn nötig, den Finger in die Wunde zu legen und aufmerksam zu machen auf Missstände. Dorthin schauen und sichtbar machen, was gerne verborgen wird. Den Menschen eine Stimme geben, die keine mehr haben. Kunst soll aber auch inspirieren, die Sinne anregen, die Seele berühren. Kunst wirkt heilsam. Beim Malen kommt der Mensch mit seiner Seele in Berührung, und auch beim Schreiben entdeckt er sich immer wieder neu. Wer künstlerisch tätig ist, kommt nicht auf die Idee, Kriege zu inszenieren. Gerade in der heutigen, unruhigen Zeit, in der viele Menschen die Orientierung verloren haben, finde ich es wichtig, dass die heilende Wirkung der Kunst noch mehr Beachtung findet.
Was liest Du derzeit?
Ich lese meistens Fachbücher im Bereich Psychologie, aber auch lyrische Texte, z. B. von Ulrich Schaffer. Im Prinzip mag ich Literatur, die stärkend und aufbauend ist. Wichtig ist, dass das, was ich lese, mich in der Seele berührt. Es darf aber gerne auch heiter sein und mich zum Schmunzeln anregen. Ich habe da keine speziellen Vorlieben, ich lese einen Klappentext oder eine Rezension und entscheide spontan, das muss ich haben.
Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?
Aus meinem Buch „Mohnrot-Einundzwanzig Tage im Ukraine-Krieg“:
Träume weben
Die meisten
Träume werden gewoben
aus Fäden der Verzweiflung
oder der Trauer.
Sie werden zu einer Decke,
die schützend ist
und wärmt.
Aus welchen Fäden
sind deine Träume?
Wusstest du,
dass die reißfesteten
Stoffe aus den Fäden
der Hoffnung
entstehen?
(Connie Albers, 2022)
Connie Albers, Autorin, Malerin, Kunsttherapeutin, Psychologische Beraterin und Coach
Vielen Dank für das Interview, liebe Connie, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Kunstprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!
5 Fragen an Künstler*innen:
Connie Albers, Autorin, Malerin, Kunsttherapeutin, Psychologische Beraterin und Coach
Zur Person _ Connie Albers, geb. 15.03.1956 in Frankfurt am Main, lebt mit ihrer Familie in Kelkheim im Taunus. Sie hat zwei erwachsene Kinder und vier Enkelkinder.
Ihr Berufsleben brachte sie mit vielen unterschiedlichen Menschen zusammen. Daraus resultiert ihr Interesse für den Mensch und seine Alltagsnöte, das sich nun in ihren Büchern widerspiegelt. Seit vielen Jahren malt sie Engel und sendet diese mit mutmachenden Botschaften in die Welt. Neben ihrer Autorentätigkeit ist Connie Albers Malerin, Kunsttherapeutin, Psychologische Beraterin und Coach.
Ihre Vision, Spirituelles, Künstlerisches und Heilendes miteinander zu verbinden und in einem Buch zusammenzufassen, verwirklichte sie 2017 mit „Umarmt von Deinem Engel“ und im Jahr 2020 mit „Der Schatz liegt in dir – Krisen bewältigen mit Hilfe der Engel.“ Die Bilder, Botschaften und Texte ihrer Engel sind inspirierend und wohltuend. Die Leser bekommen Impulse, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen und es mit mehr Farbe und Freude zu füllen. „Jöpe mit dem Himmelslicht“ ist ein weiteres Herzensprojekt, das sie für kleine und große Menschen geschrieben hat. In diesem zauberhaften Buch geht es vor allem darum zu zeigen, dass jedem Menschen Talente und Fähigkeiten innewohnen und sie ihr Licht am besten zum Strahlen bringen, wenn sie den für sie richtigen Ort gefunden haben.
Im Frühjahr 2022 ließ sie sich vom Schicksal der aus der Ukraine geflüchteten Frauen mit ihren Kindern berühren. So entstanden die lyrischen Texte „Mohnblumenrot“, in denen es um die unterschiedlichen Emotionen geht, die mit Krieg, Flucht und Vertreibung einhergehen.
Die Inspiration, ihre Empfindungen ins Lyrische zu übersetzen, erhielt die Autorin durch das Symbol Mohnblume. Sie stieß bei Recherchen auf die Geschichte des kanadischen Offiziers John McCrae, der im Jahr 1915 zur Zeit des Ersten Weltkrieges in Flandern seine Empfindungen am Grab seines gefallenen Freundes aufschrieb. Ihm war aufgefallen, dass zwischen den Soldatengräbern bevorzugt Mohnblumen wuchsen. Aufgrund dieses Gedichts wurde die Mohnblume vor allem in Belgien und England zum Symbol des Gedenkens an den Ersten Weltkrieg. Leider erlebte John McCrae selbst die Veröffentlichung seiner Zeilen nicht, er starb 1918 an den Folgen einer Meningitis.
Veröffentlichungen:
2017 „Umarmt von deinem Engel“ Brighton Verlag
2020 „Der Schatz liegt in dir“ Book on Demand
2020 „Jöpe mit dem Himmelslicht“ Florett Verlag
2021 „Weihnachten im Taunus“ (Anthologie) Wellengeflüster-Verlag
2023 „Mohnrot – einundzwanzig Tage im Ukraine-Krieg“ Edition Pauer
Liebe Laura Theis, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?
Der kann je nach Projekt ganz verschieden aussehen, aber jeder Tag enthält Spaziergänge durch die schöne und oft verregnete Landschaft meiner Wahlheimat Oxford mit meinem Hund… An einem idealen Tag außerdem eine lange Schreib-Session in der Bücherei und ein Schreib-Workshop oder eine Lesung/ein OPEN MIC…
Laura Theis,Schriftstellerin
Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?
Gemeinschaft, do-it-together, Toleranz, Offenheit, für einander und den Planeten sorgen…
Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?
Ich glaube, es ist sehr wichtig, dass wir uns nicht zu individualistisch und vereinzelt fühlen. Ich hoffe, dass Literatur uns verbindet und hilft, uns in andere hineinzuversetzen und Empathie zu entwickeln und uns vorzustellen, was alles möglich ist…und auch wahrzunehmen, was jetzt schon da ist.
Laura Theis,Lindi Dedek – book launch „tinted trails“
Was liest Du derzeit?
Zurzeit lese ich den Kurzgeschichtenband Normal Rules Don’t Apply von Kate Atkinson und Bright Fear, den neuesten Gedichtband von Mary-Jean Chan.
Und natürlich die Tinted Trails Anthologie!
Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?
Diese End-Zeilen aus dem Gedicht “We Weren’t Raised By Wolves But” – das letzte Gedicht aus meinem neuen Buch „A Sotter`s Guide To Invisible Things.“
“…the pet birds let us know that
if the people in charge forget about you
you soon run out of water and die
so you must sing to survive”
Vielen Dank für das Interview, liebe Laura viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literaturprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!
5 Fragen an Künstler*innen:
Laura Theis,Schriftstellerin
Zur Person _Laura Theis’ Texte erschienen bisher in Poetry, Mslexia, Magma, Rattle und weiteren. Ihr Debut how to extricate yourself wurde für den Elgin Award nominiert, war ein Oxford Poetry Library Buch des Monats und gewann den Brian Dempsey Memorial Preis. Theis wurde bisher ausgezeichnet mit dem AM Heath Preis, EAL Oxford Brooks Lyrikpreis, Mogford Preis, Hammon House International Literaturpreis, und für den Forward Preis nominiert. Sie war auf der Shortlist für den Women Poets’ Preis und den Bridport Preis sowie Finalistin in der National Poetry Competition, der Alpine Fellowship und für den BBC Short Story Award. Ihr zuletzt erschienenes Buch A Spotter’s Guide To Invisible Things wurde mit dem Live Canon Collection Preis ausgezeichnet und mit dem Arthur Welton Award der Society of Authors prämiert.
Aktuelles internationales Buchprojekt mit Laura Theis_
Tinted Trails Exploring Writings in English as a Second Language
Texte von Laura Theis, die in Tinted Trails erschienen sind: Theis‘ Gedicht „Sito“ (Neuveröffentlichung)
AN ANTHOLOGY BY TINT EDITED BY Lisa Schantl, Filippo Bagnasco, Andrea Färber and Chiara Meitz
GUEST EDITORS Marjorie Agosín and Juhea Kim
CONSULTING EDITORS Matthew Monroy and John Salimbene
ART CURATOR Vanesa Erjavec
FORUM STADTPARK
Tined Trails
Exploring Writings in English as a Second Language
features a best-of Tint Journal texts from issues #01 to #10, as well as new works by renowned ESL authors to show the wide and bright kaleidoscope of worldwide literature in English.
The book holds 35 texts, both poetry and prose, organized in four chapters, carefully assembled by guest editors Marjorie Agosín and Juhea Kim, consulting editors John Salimbene and Matthew Monroy, and the anthology editors Lisa Schantl, Filippo Bagnasco, Andrea Färber and Chiara Meitz. The artworks were curated and the illustrations drawn by Tint Art Editor Vanesa Erjavec.
Release: November 2023 Publisher: Verlag FORUM STADTPARK Price: € 22,- ISBN: 978-3-901109-84-3
Tint Journal is the leading online literary journal for those who write prose and poetry in English as their second or non-native language.
By choosing English as their creative tool, these writers provide an extensive audience with a window into their values, ideas, and beliefs. Coming from a wide variety of backgrounds, they bridge borders and blend cultures, offering the purest and deepest understanding of their fiction and nonfiction worlds.
Over the years, Tint has become a multifaceted platform for emerging and established ESL writers, and it encourages them to embrace their non-native English backgrounds. Their unique linguistic landscapes shape their creative voices and influence their readers’ experiences. This quality has been ignored— even shamed— for too long.
Through the innovative, tinted lenses of ESL writers, Tint shines a light on the ways that authors all over the globe can contribute to what we know as literature in English
„Helnwein“ _ laufende Ausstellung Albertina Wien _ 25.10.2023 – 18.02.2024_ Fotos_Walter PobaschnigHELNWEIN. Hg. Elsy Lahner, Klaus Albrecht Schröder. Hirmer Verlag
Es ist eine der spektakulärsten Ausstellungen des Kunstjahres. Der 75.Geburtstag des Ausnahmekünstlers Gottfried Helnwein ist in der Albertina Wien (seiner Heimatstadt) Anlass für eine große Retrospektive, die sein umfangreiches Werk eindrücklich vorstellt.
Hervorzuheben ist im Werk Helnweins zunächst die außergewöhnliche Intensität, die beim Betrachten sofort umfängt, fasziniert und erschüttert. Die angewandte Technik, die mittels der Materialien Öl/Acryl eine außerordentlich in den Bann ziehende Ausdruckstärke erreicht, die gleichsam Fotografie, Film und Malerei ineinander führt, ist einzigartig. Diese neue, innovative Form der Kunst wird zum unverwechselbaren stilistischen Markenzeichen.
Der außergewöhnlichen Form korrespondiert die Thematik die Werke, die von der Gewalt, dem Krieg, den Tabus in der Gesellschaft ausgehen und diese in der Form des Hyperrealismus darstellen. Beim Besuch der Ausstellung fällt das faszinierte Verweilen der Besucher:innen auf, die sich dieser thematischen Sichtbarmachung stellen. Helnwein trifft hier in das Herz der Gesellschaft in all ihren tragischen Verstrickungen und Auswirkungen von unterdrückter, unaufgelöster Gewalt bis in die Gegenwart.
Der Ausstellungsband, in gewohnt hervorragender Editionsqualität, bietet eine wunderbare Zusammenschau in Werk und Analyse und lässt die sehr gelungene Ausstellung wiedererleben bzw. neu kennenlernen.
HELNWEIN. Hg. Elsy Lahner, Klaus Albrecht Schröder. Hirmer Verlag.
Zum 75. Geburtstag von Gottfried Helnwein: die große Schau in der Albertina
Beiträge von E. Lahner, K. Speidel
152 Seiten, 130 Abbildungen in Farbe
24,5 x 28,5 cm, gebunden
ISBN: 978-3-7774-4207-5
Deutsche Ausgabe
34,90 € [D] | 35,90 € [A]
GOTTFRIED HELNWEIN
Realität und Fiktion
Zum 75. Geburtstag von Gottfried Helnwein zeigt die ALBERTINA eine große Ausstellung der Werke der letzten zwei Jahrzehnte. Das Werk des in Wien geborenen Künstlers Gottfried Helnwein ist von der Auseinandersetzung mit den Themen Schmerz, Verletzung und Gewalt geprägt. Als zentrales Motiv dient ihm die Figur des verletzbaren und wehrlosen Kindes, das stellvertretend alle psychologischen und gesellschaftlichen Ängste verkörpert.
Liebe Lindi Dedek, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?
Ich stehe früh auf und gehe schnell aus dem Haus, um Sport zu machen. Das ist ganz wichtig. Wenn ich zurück bin, frühstücke ich langsam, lese, jage nach Inspiration und nehme mir vor, täglich ein neues Gedicht zu schreiben.
Dann kommt eher der langweiligere, aber auch ein ziemlich angenehmer Teil des Tages, bei dem ich für fünf bis sechs Stunden an meinem Brotjobprojekt arbeite.
Später widme ich mich meinen Kunstprojekten und den Aufgaben, die dabei anfallen. Das können Meetings, Theaterproben, Schreiben, Recherchieren und Förderanträge sein. Dann verbringe ich Zeit mit meiner Freundin, koche oder trinke ein Glas Wein. So ein Tag hat schon viele Stunden!
Am Wochenende bewegt sich die Zeit viel langsamer, da schlafe ich länger, tanze, denke nach und genieße die Vielfalt der Großstadt und versuche mich politisch einzusetzen.
Lindi Dedek, Schriftsteller*in
Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?
Empathie, Erholung, Zeit zum Nachdenken. Das Suchen von neuen Kommunikationswegen und Konfliktlösungen. Die Fragen zu stellen, was kann ich tun und was können wir gemeinsam machen.
Wir werden jetzt gesellschaftlich und persönlich alle vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?
Die Literatur und Kunst haben nicht immer eine sofort spürbare, aber nicht unwichtige Rolle. Wenn ich klettern würde, würde ich sagen, dass es sich um Steine handeln kann – manchmal eine ganze Lawine, manchmal sind es unscheinbare Kiesel, die auf uns in verschiedene Richtungen einprasseln und fallen. Das kann mal ganz angenehm sein, mal wehtun, manchmal lässt uns es sprachlos.
Was liest Du derzeit?
Ich lese viel (und) durcheinander, momentan zum Beispiel „Dancing in The Streets“ von Barbara Ehreinreich, einen geschichtlichen Diskurs über die kollektive Freude, den neuen Lyrikband „Fancy Immigrantin“ von Hatice Açıkgöz oder das Gedichtsbuch „The Riot Grrl Thing“ von Sara Larsen.
Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?
Let your
heart break
so your spirit
doesn’t
Good Grief
(Andrea Gibson)
Vielen Dank für das Interview, liebe Lindi, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literaturprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!
5 Fragen an Künstler*innen:
Lindi Dedek, Schriftstellerin
Zur Person _ Lindi Dedek ist Autor:in, Lyriker:in, Filmemacher:in und Clown in Ausbildung aus Tschechien und beendet derzeit gerade das Masterstudium in Gender Studies. Dedeks Prosa erschien bisher in Magazinen wie Stadtsprachen, Aji Magazine, Tint Journal and Lost Boys Press.
Dedek wohnt in Berlin und begeistert sich für Meerjungfrauen, Schwarztee und Ballett.
Texte von Lindi Dedek, die in Tinted Trails erschienen sind: Kurzgeschichte „The Liars‘ Village“ (zuvor in Tint Journal Fall ’22 erschienen)
Tinted Trails Exploring Writings in English as a Second Language
AN ANTHOLOGY BY TINT EDITED BY Lisa Schantl, Filippo Bagnasco, Andrea Färber and Chiara Meitz
GUEST EDITORS Marjorie Agosín and Juhea Kim
CONSULTING EDITORS Matthew Monroy and John Salimbene
ART CURATOR Vanesa Erjavec
FORUM STADTPARK
Tined Trails
Exploring Writings in English as a Second Language
features a best-of Tint Journal texts from issues #01 to #10, as well as new works by renowned ESL authors to show the wide and bright kaleidoscope of worldwide literature in English.
The book holds 35 texts, both poetry and prose, organized in four chapters, carefully assembled by guest editors Marjorie Agosín and Juhea Kim, consulting editors John Salimbene and Matthew Monroy, and the anthology editors Lisa Schantl, Filippo Bagnasco, Andrea Färber and Chiara Meitz. The artworks were curated and the illustrations drawn by Tint Art Editor Vanesa Erjavec.
Release: November 2023 Publisher: Verlag FORUM STADTPARK Price: € 22,- ISBN: 978-3-901109-84-3
Tint Journal is the leading online literary journal for those who write prose and poetry in English as their second or non-native language.
By choosing English as their creative tool, these writers provide an extensive audience with a window into their values, ideas, and beliefs. Coming from a wide variety of backgrounds, they bridge borders and blend cultures, offering the purest and deepest understanding of their fiction and nonfiction worlds.
Over the years, Tint has become a multifaceted platform for emerging and established ESL writers, and it encourages them to embrace their non-native English backgrounds. Their unique linguistic landscapes shape their creative voices and influence their readers’ experiences. This quality has been ignored— even shamed— for too long.
Through the innovative, tinted lenses of ESL writers, Tint shines a light on the ways that authors all over the globe can contribute to what we know as literature in English
Liebe Naoko Fujimoto, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?
Ich verfolge gerade drei große Routinen: Essays schreiben, Einsendungen lesen und japanische Literatur ins Englische übersetzen.
Essays schreibe ich für mein Projekt „Working on Gallery“, eine Onlinecommunity, die Lyriker:innen, Visual Poets und Übersetzer:innen vorstellt. Dafür befrage ich sie zu ihren kreativen Herangehensweisen, wie auch für andere amerikanische Literaturzeitschriften wie RHINO Poetry und Tupelo Quartely. Ich lese auch deren Lyrik- und Übersetzungseinreichungen für ihre künftigen Publikationen.
2023 war mein Übersetzungserwachen. Ich erhielt zahlreiche Übersetzungsmöglichkeiten, unter anderem ein Vollstipendium für die Bread Loaf Conference. Dafür übersetzte ich japanische Waka-Gedichte aus dem 8. Jahrhundert. Einige meiner Übersetzungen sind im Asian American Writers‘ Workshop zu lesen.
Naoko Fujimoto, Schriftstellerin
Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?
Tief atmen.
Astronauten sagen immer, dass es keine Grenzen gibt, wenn sie vom Weltall auf die Erde blicken. Ich bin aus 3.100 Metern Höhe in den USA Fallschirmgesprungen. Auch ich habe keine amerikanischen Staatengrenzen vom Himmel aus gesehen. Wir leben alle auf einem Planeten, daran möchte ich euch als eine Nachkommin von japanischen Großeltern erinnern, die den Zweiten Weltkrieg erfahren und den Opfern von Atombomben geholfen haben.
Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?
Kunst und Literatur sollten keine Mauer zwischen Geschlecht, Rasse, Alter, Religion und spezifischen Organisationen bauen. Unterschiedliche Arten von Kunst und Literatur können uns dabei helfen, nicht länger in solchen binären Extremen zu denken. In diesem Prozess ist es ungemein wichtig, wie wir unsere Gedanken ausbalancieren.
Was liest Du derzeit?
Tetsuko Kuroyanagis Nachfolger ihres 1981er-Werks: Totto-Chan: The Little Girl at the Window, erschienen im Oktober 2023.
The Art of Recklessness, Poetry as Assertive Force and Contradiction von Dean Young.
Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?
Not a light, but it’s bright
Winks, but not an eye
Come dark, it takes flight
And walks when it’s tired.
Hindi ilaw, may liwanag
Hindi mata, kumikindat
Kung madilim, tumataas
Kung mapagod, naglalakad
Philippines Nursery Rhymes and Verses, englische Übersetzung von Angela Narciso Torres
Ich habe dieses Zitat als Hommage an Gute-Nacht-Rituale mit den Liebsten gewählt. Glühwürmchen sind in vielen Ländern Symbole der Stille.
Vielen Dank für das Interview, liebe Naoko, Schriftstellerin, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literaturprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!
Thank you!
Aus dem Englischen von Lisa Schantl– herzlichen Dank!
5 Fragen an Künstler*innen:
Naoko Fujimoto, Schriftstellerin
Zur Person _ Naoko Fujimoto wuchs in Nagoya, Japan, auf und studierte am Nanzan Junior College. Als Austauschstudentin absolvierte sie ein Bachelor- und Masterprogramm an der Indiana University. Ihr Werk umfasst die Gedichtbände We Face the Tremendous Meat on the Teppan (C&R Press, 2022; ausgezeichnet mit dem C&R Press Summer Tide Pool Chapbook Award), Where I Was Born (Willow Books, 2019; ausgezeichnet als Editor’s Choice), GLYPH: graphic poetry = trans. sensory (Tupelo Press, 2021) sowie vier Chapbooks. Sie liest und lektoriert Lyrik und Übersetzungen für RHINO und Tupelo Quarterly. Fujimoto erhielt ein Bread Loaf Übersetzungsstipendium.
Aktuelles Buchprojekt mit Naoko Fujimoto
Tinted Trails Exploring Writings in English as a Second Language
Texte vonNaoko Fujimoto, die in Tinted Trails erschienen sind: Gedicht „Three Chairs“ (Neuveröffentlichung)
AN ANTHOLOGY BY TINT EDITED BY Lisa Schantl, Filippo Bagnasco, Andrea Färber and Chiara Meitz
GUEST EDITORS Marjorie Agosín and Juhea Kim
CONSULTING EDITORS Matthew Monroy and John Salimbene
ART CURATOR Vanesa Erjavec
FORUM STADTPARK
Tined Trails
Exploring Writings in English as a Second Language
features a best-of Tint Journal texts from issues #01 to #10, as well as new works by renowned ESL authors to show the wide and bright kaleidoscope of worldwide literature in English.
The book holds 35 texts, both poetry and prose, organized in four chapters, carefully assembled by guest editors Marjorie Agosín and Juhea Kim, consulting editors John Salimbene and Matthew Monroy, and the anthology editors Lisa Schantl, Filippo Bagnasco, Andrea Färber and Chiara Meitz. The artworks were curated and the illustrations drawn by Tint Art Editor Vanesa Erjavec.
Release: November 2023 Publisher: Verlag FORUM STADTPARK Price: € 22,- ISBN: 978-3-901109-84-3
Tint Journal is the leading online literary journal for those who write prose and poetry in English as their second or non-native language.
By choosing English as their creative tool, these writers provide an extensive audience with a window into their values, ideas, and beliefs. Coming from a wide variety of backgrounds, they bridge borders and blend cultures, offering the purest and deepest understanding of their fiction and nonfiction worlds.
Over the years, Tint has become a multifaceted platform for emerging and established ESL writers, and it encourages them to embrace their non-native English backgrounds. Their unique linguistic landscapes shape their creative voices and influence their readers’ experiences. This quality has been ignored— even shamed— for too long.
Through the innovative, tinted lenses of ESL writers, Tint shines a light on the ways that authors all over the globe can contribute to what we know as literature in English
1953. Bodensee. Renina ist erfolgreich. Da sind eine akademische Karriere und nun der mutige Sprung in die Selbständigkeit als Herausgeberin der ersten Frauenzeitschrift Deutschlands „Lady“. Ein erfolgreicher Mann, Atomphysiker, an ihrer Seite.
Doch nun ist alles anders. Renina steht auf der Veranda und blickt zum Wasser über dem dichter Nebel liegt. Wie in ihr, an dem sie zu ertrinken droht…
Eine Nacht liegt hinter ihr, die alles in ihrem Leben verändern sollte.
Jetzt musste Renina ihren Mann Fred zur Rede stellen. Über das Geschehen der letzten Nacht, als sie im Schlafzimmer nicht alleine waren und nackt erwachten…
„Sie war vergewaltigt worden, über mehrere Abende, und an den darauffolgenden Morgen hatte er geschickt die Spuren verwischt. Nur heute nicht…“
Paul und Monica, Kollegen:innen ihres Mannes waren letzte Nacht im Schlafzimmer und vergewaltigten sie. Ihr wurde ein Pulver in den Wein gekippt, so dass sie bewusstlos war.
Und jetzt gilt es, sich von Fred zu lösen. Ohne Kompromiss.
Und Renina geht konsequent ihren Weg durch diese Hölle, um ans Licht eines neuen Lebens, einer neuen Liebe zu gelangen…
Jana Revedin, Bestsellerautorin, legt mit „Der Frühling ist in den Bäumen“ , einen Roman vor, der von der ersten Seite an in mitreißender Spannung, Erschütterung und Neugierde in eine weibliche Lebensgeschichte der 1950er Jahre voller Tragik, Mut, Herausforderung und Befreiung gleichsam hineinzieht und von der es bis zur letzten Seite kein „Entkommen“ in Lesehingabe gibt.
„Ein erschütternder, mitreißender Biografie-Thriller eines Frauenlebens der 1950er Jahre – Jana Revedin ist eine Meisterin des Erzählens!“
Zur Autorin_ Jana Revedin, geboren 1965 in Konstanz, ist Architektin und Schriftstellerin. Nach dem Studium von Architektur und Städtebau in Buenos Aires, Princeton und Mailand promovierte und habilitierte sie an der Universität Venedig und ist heute ordentliche Professorin für Architektur und Städtebau an der École Spéciale d´Architecture Paris.
2018 erschien ihr Bestseller über Ise Frank, „Jeder hier nennt mich Frau Bauhaus“, 2020 ihr Roman „Margherita“ über die Renaissance Venedigs in den 1920er Jahren, der ebenfalls zum Bestseller wurde. Zuletzt erschien von ihr der Roman „Flucht nach Patagonien“ über Jean-Michel Frank und Eugenie Errazuriz (2021).
Es ist ohne Zweifel ein weiteres ganz besonderes literarisches wie biographisch-zeitgeschichtliches Highlight im Zusammenhang der Gesamtausgabe der Werke Ingeborg Bachmanns in der Salzburger Bachmann Edition.
Ingeborg Bachmann Rom 1962 _ Heinz Bachmann
Ingeborg Bachmann, Hilde Domin, Marie Luise Kaschnitz, drei der bedeutendsten Persönlichkeiten moderner Literatur werden hier in ihrem schriftstellerischen Austausch, der Thematisierung, dem Benennen von Shoa, Krieg, Gegenwart und Gesellschaft, wie ihrer Freundschaft vorgestellt.
Der Zeitraum der Briefe umfasst die Jahre 1955 – 1973.
Die Herausgeberin Barbara Agnese, Professorin für vergleichende Literaturwissenschaft an der Universität Montreal, eine der ausgewiesensten Ingeborg Bachmann Forscher:innen, präsentiert den Briefwechsel (wie auch Fotografien und Faksimiles) in einer beeindruckenden wissenschaftlichen Kommentierung, die ohne Zweifel Maßstäbe setzt. Literaturhistorische, biographische Zuordnung, werksgeschichtlicher Bezug, Zeittafel, Quellenverweise zu Literatur wie Biographie, Personenregister und mehr bieten ein wunderbares literarisches Panoptikum, in denen der Briefwechsel gleichsam visuell erlebbar wird.
In diesem einmaligen wissenschaftlichen Rahmen der Präsentation bewegt sich nun eine inhaltliche Sensation des Einblickes in den individuellen schriftstellerischen Prozess wie den Aufgaben, Anforderungen zu Publikation, Präsentation von Texten in der jeweiligen Situation von Werk und Biographie. Es ist ein direkt mit am Schreib-, Freundes und Esstisch von Literatur sitzendens Lesen, das nun ganz nah an einem Schriftstellerinleben dran sein und teilhaben darf und damit ganz neue Zugänge zu Text und Leben, Zeit und Gesellschaft, im Miteinander, eröffnet.
„Ein Briefwechsel, der tief berührt und eine der literarischen Sensationen des Jahres ist!“
»über Grenzen sprechend«. Die Briefwechsel _Ingeborg Bachmann, Hilde Domin, Marie Luise Kaschnitz, Nelly Sachs. Salzburger Bachmann Edition
Herausgegeben von Barbara Agnese. Mit einem Vorwort von Hans Höller. Mit Fotografien und Faksimiles
Leinen, 364 Seiten, Sprachen: Deutsch Mit Fotografien und Faksimiles