Liebe Sandra, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?
Morgens stehe ich um 6 uhr auf, mach mir Kaffee in der Küche, dreh mir ne Kippe und schau den Sonnenaufgang an.
Dann spaziere ich mit meinem Rennrad zum Tempelhofer Feld, dreh 4-6 Runden, fahr zurück und frühstücke unter der Woche Birchermüsli und am Sonntag 2 Croissants.
Sandra Eilks, Schauspielerin, Sängerin, Poet*
Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?
Die Lage in der Ukraine spitzt sich dramatisch zu. Im Jemen hingegen auch. Ich denke das Schlimmste ist jedoch nicht der Krieg oder Pandemien oder Hungersnöte, sondern der Klimawandel. Wir sollten achtsam sein in Deutschland und Bescheidenheit an den Tag legen.
Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei dem Theater/Schauspiel, der Kunst an sich zu?
Die Metamoderne
Was liest Du derzeit?
Ich lese ‚The Tao of Jung – the way of integrity‘ of David Rosen, m.d.
Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?
Saudade
Vielen Dank für das Interview liebe Sandra, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Schauspiel-, Musik-, Literaturprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!
„Blutiger Expansionswahn und zynische Staatspropaganda feiern Urständ. Es droht uns ein neuer Kalter Krieg – bekämpfen wir ihn! Die liberalen Demokratien werden nun Farbe bekennen. Der Finanzplatz Schweiz muss über seinen Schatten springen“
Dana Grigorcea Monioudis_7.3.2022
Dana Grigorcea Monioudis__Schriftstellerin
Give Peace A Chance_
Dana Grigorcea Monioudis__Schriftstellerin _Zürich
Liebe Jerneja, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?
Ich fühle momentan einen enormen Drang nach Freiheit und Bewegung. So oft es geht, begebe ich mich auf den Spuren der großen Weltreisenden Alma M. Karlin (1889-1950), zu den Orten, die sie in ihrer engsten Heimat, heute Slowenien, vor etwa hundert Jahren zu Fuß bewandert hatte. Dann habe ich das Gefühl, dass ich mich frei bewegen kann, dass ich unterwegs bin, zu den Leuten, zu den neuen Geschichten, aber auch zur Ruhe, die ich brauche, um danach viele Stunden am Computer am Schreiben und Übersetzen arbeiten zu können.
Jerneja Jezernik, Schriftstellerin und Übersetzerin
Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?
Nicht den Blick für den anderen zu verlieren. Nicht nur auf sich selbst fokussiert zu sein. Nicht ideologisch handeln, sich ständig befragen, um zwischen Freiheit und Eigenwille bzw. Egoismus unterscheiden zu können. Erkennen und trotz aller Hindernissen den Mut finden, die Welt für alle gerechter zu gestalten.
Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?
Die Literatur hat nun die Möglichkeit, die vielschichtige und herausfordernde Gegenwart direkt in die literarischen Werke einzubeziehen und dabei die wichtigsten Werte herauskristallisieren, mit denen wir unsere gemeinsame Zukunft gerechter, einfühlsamer und verantwortungsbewusster gestalten können. Ob das gelingen wird, ist eine ganz andere Frage.
Was liest Du derzeit?
Alles Mögliche. Krimis aus Island von Indridason, die von Einsamkeit sprechen. Geschichtsbücher über den Zweiten Weltkrieg in Slowenien, der uns noch heute verfolgt und uns unerbittlich teilt. Unveröffentlichte Manuskripte von Alma M. Karlin, um neugierig und motiviert zu bleiben. Die Trilogie von Tove Ditlevsen, um Grundehrlichkeit und Freiheit in mir zu suchen.
Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?
„Es gehört viel Mut dazu, in der Welt nicht missmutig zu werden.“ – Goethe
Vielen Dank für das Interview liebe Jerneja, viel Freude und Erfolg für Deine großartigen Literaturprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!
5 Fragen an Künstler*innen:
Jerneja Jezernik, Schriftstellerin und Übersetzerin