„Ich sehe in der Literatur, der Kunst eine Chance, Menschen zusammenzubringen“ Wolfgang Weinberger, Schriftsteller _ München 19.4.2024

Lieber Wolfgang Weinberger, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Ab 06:30 Uhr bin ich wach und gehe – meist im Home Office – meinem Brotjob nach. Das ist ein meist einsamer und gerade deshalb schöner Job als Softwareentwickler. Kreativität, und ständiges Erfinden, sich Inspirieren lassen. Fast wie das Schreiben. Mit dem Schreiben beginne ich meist abends / nachts. Bei Kopfhörer-Musik, Whisky und Schokoplätzchen.

Wolfgang Weinberger, Schriftsteller, Komponist

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Die Hoffnung kann die Angst überwiegen. Es ist nicht wichtig, wie viel Geld wir haben oder wie geschickt wir sind. Der Mensch muss sich die Erde nicht Untertan machen, nicht andere Menschen überflügeln. Er muss das auch nicht können wollen.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?

Ich sehe in der Literatur, der Kunst eine Chance, Menschen zusammenzubringen. Es gibt kein wir – die. Gerade heute ist es wichtig, dass man dies immer wieder bewusst macht.

Was liest Du derzeit?

Gleichzeitig: Ingeborg Bachmann – „Malina“, J.R.R. Tolkien – „Der Herr Der Ringe“, Marcel Proust – „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

der Traum

gute Nacht schöner Traum

will dich spüren

möcht dich schaun

durch die große Welle schwimm

machste schlapp

bleibste drin

kommst mit funkelnd Auge an

ziehst mich sanft

in den Bann

bin in Tränen aufgewacht

harre jetzt nächster Nacht

wolfgang weinberger

Vielen Dank für das Interview, lieber Wolfgang, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literatur-, Musikprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen:

Wolfgang Weinberger, Schriftsteller, Komponist

Zur Person_ Wolfgang Weinberger ist 1969 geboren und lebt in München. Der Softwareentwickler und zertifizierte Musikkomponist schrieb als Schüler Musiktheater mit phantastischem Bezug. In seiner Freizeit schreibt er Gedichte, Romane und Soundtracks für unabhängige Projekte.

  • 2023: Veröffentlichung des Romans „Die Zähmung des Dirigenten“ Autor: Wolfgang Weinberger
  • 2023: Veröffentlichung einer Kurzgeschichte in der Anthologie „Flügel, Pfoten, Spinnenbeine“ Herausgeberin: Dagmar Schmidt
  • 2024: Veröffentlichung im Kulturmagazin „Der Umtrieb #4“ Herausgeber: Armin Dreyer

Aktueller Roman von Wolfgang Weinberger _

Die Zähmung des Dirigenten“ Autor: Wolfgang Weinberger

Independently published (8. März 2023)

Deutsch/Taschenbuch: ‎ 340 Seiten

ISBN-13 ‏ : ‎ 979-8386340186

Wolfgang Weinberger: „Am 15. März 2023 wird mein erster Roman „Die Zähmung des Dirigenten“ als eBook und kurz darauf als Taschenbuch erscheinen. Das Genre ist Phantastik. Aber ohne Zombies, Werwölfe, Vampire, Orks, Ritter, Drachen oder Ähnliches. Musik hingegen spielt eine große Rolle.

Ein verliebtes Rotkehlchen. Ein heimtückischer Leuchtturm. Und der schüchterne Klavierspieler Kuwil, der plötzlich die Natur zum Sprechen bringen kann.
Eine magische Geschichte über die Macht der Musik.“

Foto_ privat

Walter Pobaschnig _ 15.4..2024

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„Wir Kulturmenschen sind auf das Fremde angewiesen“ Michael Schottenberg, Autor _ Wien 18.4.2024

Lieber Michael Schottenberg, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Ich stehe früh auf, versorge meine Hühner und arbeite zumeist die erste Stunde des Tages im Garten. Wenn alles bestellt ist, trinke ich Kaffee und überlege mir den Tagesverlauf.

Den Vormittag verbringe ich zumeist mit Schreiben – erst wenn ich müde werde vom vielen Reisen, beginne ich Termine, meist außer Haus, wahrzunehmen. Dann besteige ich meine rote Vespa und brause in Richtung Stadt.

Erst gegen Abend kehre ich in mein Haus zurück. Freunde bekochen ist dann angesagt, begleitet gerne von einem pitschkalten Glas Wein (meist Veltliner). Als Draufgabe gibt es dann und wann ein gepflegtes Fußballmatch. Aber nur dann und wann.

Michael Schottenberg _
Autor, Schauspieler, Regisseur

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Mit der Globalisierung haben sich die Grenzen nicht nur Europas aufgelöst. Kriege und Armut lösten neue Völkerwanderungen aus. Lange haben wir auf Kosten von Menschen der dritten und vierten Welt gut gelebt. Sehr gut. Jetzt kommen sie in ihrer Not zu uns und fordern Tribut. Wir erleben sie als existentielle Bedrohung und bleiben ziemlich ungerührt, wenn Flüchtlinge in den Meeren rund um Europa ertrinken. Fremdenangst und Fremdenhass hat aus psychologischer Sicht immer etwas mit Selbsthass zu tun.

Wir müssen angstfreie Räume schaffen, damit dem Anderen, dem Fremden mit unverstelltem Blick begegnet werden kann und Neugier eine Chance hat, sich zu entwickeln. Diese angstfreien Räume sind vorhanden. Es gibt sie in allen Bereichen und Institutionen der Kunst. Im Theater und Kino lernen wir, mit dem Unvertrauten umzugehen, Musik öffnet Herz und Grenzen, und Literatur bringt uns die Welt ins Haus. Übungen für die Akzeptanz von Verschiedenheiten.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Kunst an sich zu?

Wir Kulturmenschen sind auf das Fremde angewiesen. Wir brauchen fremde Inputs um unsere Arbeit weiter zu entwickeln. Wir treten mit unserer Kreativität, unserer Kraft, unserer Begabung für Achtung, Würde, Respekt, Bildung, Gleichberechtigung aller Menschen ein und wir fordern die von uns gewählten Politiker auf, dafür auch Verantwortung zu übernehmen, ihren Einfluss auf die Menschen positiv zu nützen, der Hetze und dem Fremdenhass einen Riegel vorzuschieben, zur Multikulturalität zu stehen und ihn als Teil unserer Kultur anzuerkennen.

Was liest Du derzeit?

„Fliegen ohne Flügel“ von Tiziano Terzani – ein Roman über das langsame Reisen.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Reisen ist Leben.

Michael Schottenberg _
Autor, Schauspieler, Regisseur

Vielen Dank für das Interview, lieber Michael, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Buch-, Reise-, Kunstprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen:

Michael Schottenberg _ Autor, Schauspieler, Regisseur

Zur Person _ Michael Schottenberg, geboren in Wien, prägte als Schauspieler, Regisseur, Drehbuch- und Bühnenautor das österreichische und internationale Kulturleben. Schauspieler im TV, Kino sowie an zahlreichen internationalen Theatern, Bühneninszenierungen in Wien und Berlin. Zehn Jahre lang Direktor des Volkstheater Wien, zahlreiche Preise. Seit 2015 als Reisender und Autor unterwegs. 2019 Publikumsliebling bei der ORF-Show »Dancing Stars«. Seit 2020 ist er wöchentlich als Reise-Experte im »Studio 2« (ORF 2) zu sehen.

https://amalthea.at/autor/michael-schottenberg/

Aktuelle Buchneuerscheinung von Michael Schottenberg:

Michael Schottenberg, Oberösterreich für Entdecker

Schotti to go

»Ich wollte ein Buch über ein Land schreiben, es wurde eines über Menschen.« Für Reisephilosoph Michael Schottenberg heißt es einmal mehr, Unbekanntes zu »erfahren«. Vom Inn bis zum Böhmerwald, vom Sengsengebirge bis ins Salzkammergut braust er auf seiner roten Vespa durch Oberösterreich und staunt über dessen Vielseitigkeit. Menschen vertrauen ihm ihre Lebensgeschichten an, die zur Biografie eines Landes werden: vom Pinsdorfer Tierpräparator Höller, in dessen Dachboden Thomas Bernhard einen Roman schrieb, über die Holzkünstlerin Annerose R., die mit ihrer Kettensäge Frauenfiguren schnitzt, oder die Titanic-Beauftragte Lisa Maria, die in ihrer Toilette ein Privatmuseum betreibt, bis hin zum Linzer Domeremiten, der sich als der Autor selbst entpuppt.
Ein Buch voller Reiselust und Lebensweisheit: In »Schottis« Wunderwelt zu blicken, heißt ein Land und seine Bewohner:innen verstehen und lieben zu lernen.“

1. Auflage, mit zahlr. Abb., ca. 240 Seiten

€ 25,00 inkl. MwSt.

ISBN-13: 978-3-99050-265-5

Erscheinungsdatum: 30.04.2024

https://amalthea.at/produkt/oberoesterreich-fuer-entdecker

Michael Schottenberg über das Schreiben:

Schreiben ist Liebe

Die Arbeit des Schreibenden verlangt nach jenem Brand, an dem er nicht verbrennt, sondern sich entzündet – seine Ideen, seine Vorstellungskraft, seine Lust. Damit verbunden sind jede Menge Qualen, weil die Unwägbarkeit so wie in jeder leidenschaftlichen Beziehung eine große Rolle spielt: Enttäuschung, Frustration, Hoffnung. Und die Begierde nach mehr. Das Verlangen, sich künstlerisch auszudrücken, entsteht zunächst im Kopf. Ein Rausch, dessen Samen Früchte trägt. Der Schreibende verschmilzt mit seiner Leidenschaft, die vor den Augen seiner Geliebten zu Affekten des Begehrens wird. Und des Staunens. So verwandeln sich Augenblicke zu geheimen Liebesbotschaften, die uns die Gewissheit schenken, zu leben.

Wer ist die Schöne, der all diese Aufmerksamkeit gilt? Lange Zeit eine Fiktion. Denn noch findet die Vereinigung nicht statt. Erst während des Lesens kann sich Liebe erfüllen – oder eben auch nicht. Gefühl kennt weder Vergangenheit noch Zukunft. Es verlangt nach dem Augenblick des sich Vergessens und – es ist keineswegs käuflich. Der Schreibende offenbart sich. Manchmal verführt er seine Geliebte zu unwägbaren Abenteuern, dann wird er aufgefressen, mit Haut und Haaren. Oder aber er wird weggelegt. Dann bleibt er unentdeckt zurück, doch untrennbar mit ihr verbunden. Der Schreiber und seine Geliebte. Autor und Leser*in. Eine widersprüchliche Symbiose. Aber so ist Leidenschaft. Beide sind süchtig nach dem Gefühl zwischen Hingabe und Ohnmacht. Aus allen Aphorismen, Weisheiten und Zitaten trifft für beide wohl (abgewandelt) dieses eine zu: »Leidenschaft ist eine Kraft, die mit Eifer sucht, was Leiden schafft.«

In Liebe, Schotti

https://amalthea.at/autor/michael-schottenberg/

Autoren Website _ Schottis Reisetagebuch

https://www.schottisreisetagebuch.at/

Foto_ Martina Berger

Walter Pobaschnig _ 15.4.2024

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„peace is luxury“ Ines Urach, Künstlerin _ Give Peace A Chance _ Klagenfurt 18.4.2024

GIVE PEACE A CHANCE

Inés Urach (folgende), Freedom is a luxury


G edanken sind frei

I ndividualität

V ictory für Frieden und nicht für Sieg

E xistenz


P eace is luxury

E rsehnen

A bstrakt denken

C hancen nie ablehnen

E hrfurcht


A wonderful world


C ourage

H armonie

A nnäherung

N icht nur ICH – sondern WIR

C odeword: FRIEDEN – Freundschaft

E inheit in der Vielfalt



Inés Urach, 8.4.2024

Ich möchte mich für die Möglichkeit der Wortgebung und den sehr schönen philosophischen Nachmittag recht herzlich bedanken.

Inés Urach, Künstlerin

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Inés Urach, Künstlerin

Zur Person _ Inés Urach, Künstlerin

Ausbildung: 2013 – 2017: Studium an der Freien Akademie der Bildenden Künste in Klagenfurt am Wörthersee, AT

Juli 2017: Diplomausstellung „DA.DA.IST“ in Velden am Wörthersee, AT

2018 – 2020: Meisterklasse bei Dozent Luka Anticevic

Einzel- und Gemeinschaftsausstellungen

Ausstellungen im In- und Ausland siehe Homepage Inés Urach.

„INSIDE ME – HAVE A LOOK“

Die Philosophie der Romantik und die Phantasie sind verloren gegangen, die Menschen verarmen seelisch und wir sollten uns nicht nur auf die Informationen für unsere Entscheidungen beschränken, die durch den Verstand zur Verfügung stehen –  da setze ich meinen Pinsel an.

Der Prozess des Erstellens ist mir ebenso wichtig wie das Ergebnis.

Bei meinen Werken stellt nicht der Gegenstand das Motiv dar, sondern sein gedanklicher Inhalt.

Was ist sichtbar? Was verbirgt sich?

Ein Kunstwerk weckt erst Interesse, wenn es sich nicht unmittelbar erklären lässt.

Dadurch bleibt die Möglichkeit, seine eigene Wahrnehmung neu zu interpretieren und die malerische Umsetzungsform als Erlebnisform zu entdecken.

Ich beschäftige mich in meinen Arbeiten unter anderem mit dem Dialog zwischen Papier und Malerei.

Das Interessante daran für mich ist, dass Papier so gewöhnlich scheint. Wir alle verwenden es jeden Tag, aber wir nehmen es nicht wirklich als Material wahr, es ist für viele nur ein nützlicher Informationsträger.

Doch Papier ist viel mehr als das, ein unterschätzter Rohstoff, jahrhundertealt, mit vielen Charaktereigenschaften. 

So wird dieses Material zur Materialität meiner Bilder und die Information zur abstrakten Struktur.

Inés Urach

https://www.inesurach.at/

Fotos_ Inés Urach

Walter Pobaschnig _ 8.4.2024

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Lückenleben. Mein Mann, der Alzheimer, die Konventionen und ich. Katrin Seyfert. Ein SPIEGEL-Buch. DVA Verlag.

Es ist ein Leben, eine Liebe in aller gemeinsamer Freude und Herausforderung von Persönlichkeit, Familie, Beruf. Zwei Menschen, die sich gut kennen, wie niemand sonst, die hören und sehen auch ohne Worte und so Räume öffnen, die nur die Liebe in aller Kraft, Wärme, Zuversicht und Angenommensein ermöglicht…

Doch dann Brüche im Alltag, Veränderungen in den Verlässlichkeiten, Organisationen des Tages. Vergessen, Erinnern und Annehmen werden nun zu Herausforderungen. Emotionen treten in den Tag und schließlich der Weg zur Diagnose – Alzheimer. Ein Schock und eine Gewissheit, die alles verändert. Alles ist nun neu zu ordnen und es gilt sich dieser Krankheit zu stellen mit allen Notwendigkeiten. Ein langer fordernder Weg steht bevor…

Katrin Seyfert, Journalistin, gibt in dem vorliegendem Buch ganz offen Auskunft über die Krankheit und das Sterben ihres Mannes. Es ist ein Erzählen in aller Direktheit der Auseinandersetzung mit der Diagnose Alzheimer, der medizinischen Hilfestellungen, Therapien wie der persönlichen Betroffenheit und des Umgang-Findens damit im Prozess der Begleitung wie des Abschieds.

Es ist ein ganz wichtiges Zeugnis über eine Krankheit, die ein bisher gekanntes, vertrautes Leben zerreißt, das erschüttert und in seiner schonungslosen Darstellung informiert, Gedanken teilt und auch Mut macht im Weg von Leben, Krankheit und Tod.

„Ein erschütterndes wie wichtiges Lebens- und Krankheitszeugnis, dem in Offenheit und Information nur zu danken ist.“

Lückenleben. Mein Mann, der Alzheimer, die Konventionen und ich. Katrin Seyfert. Ein SPIEGEL-Buch. DVA Verlag.

Hardcover mit Schutzumschlag, 256 Seiten, 13,5 x 21,5 cm, 1 s/w Abbildung

ISBN: 978-3-421-07026-5

€ 22,00 [D] inkl. MwSt.

€ 22,70 [A] | CHF 30,50 * (* empf. VK-Preis)

Walter Pobaschnig  4/24

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„Glückselig die Friedensstifter“ David Friedrich Hecher, Komponist _ Give Peace A Chance _ Wien 17.4.2024

GIVE PEACE A CHANCE

Glückselig die Friedensstifter

Weg und Leben.

Vergebung

Erlösen


Pausen machen und inne halten.

Ehrlich sein.

Aufmerksam zuhören.

Chancen sehen.

Erwarten.


Alpha & Omega.


Charakter formen lassen.

Haus auf festem Grund.

Alles hat seine Zeit.

Nur du selbst kannst für dich entscheiden.

Charisma annehmen.

Endlich Frieden finden und ankommen



David Friedrich Hecher, 5.4.2024

David Friedrich Hecher, Komponist, E-Gitarrist

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

David Friedrich Hecher, Komponist, E-Gitarrist

Zur Person _ David Friedrich Hecher, geb. am 4. Februar 1999, ist Komponist und E-Gitarrist aus Niederösterreich. Im Alter von 16 Jahren begann er am Joseph Haydn Konservatorium, Eisenstadt, zu studieren (E-Gitarre; klassische Gitarre; Komposition/Tonsatz). Ein weiterführendes Studium für Komposition führte ihn im Jahr 2021 auf die Universität für Musik und darstellende Kunst, Wien. Neben Uraufführungen u.a. bei den Sommerkonzerten Stift Melk, 100 Jahre Burgenland, oder einer Ausstrahlung im ORF, wurde er 2021 und 2022 bei internationalen Kompositions-Wettbewerben jeweils mit dem 1.Preis ausgezeichnet (u.a. Uraufführung von Orchesterwerk in St.Petersburg).

Seit 2022 ist David Friedrich Hecher Dozent an der Joseph Haydn Privathochschule, Eisenstadt (Gehörbildung; Ensemble Neue Musik; Praktikum Musik der Gegenwart).

https://www.dfhecher.com/

Foto_ @Landblüte Photography

Walter Pobaschnig _ 5.4.2024

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„wie anstrengungsbereit wir als Individuen und als Gemeinschaft sind“ Katrin Seyfert, Autorin 17.4.2024

Liebe Katrin Seyfert, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Wahrscheinlich so wie der von Millionen anderen Müttern auch: 6.30 Uhr aufstehen, Kinder wecken, Frühstück machen, Hund rauslassen, Kinder lauter wecken, Tee kochen, Hund füttern, Kinder sehr laut wecken, aufräumen, zur Arbeit fahren, um 18 Uhr nach Hause kommen, sich freuen, wenn keine Fünf auf einen wartet, sondern „Hurra“: wir haben schon mal was gekocht, Mama und räumen hinterher aber wieder auf, gemeinsam essen und dann das Aufräumen aus lauter Gerührtsein doch übernehmen und danach tot ins Bett fallen.

Katrin Seyfert _ Autorin, Journalistin

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Vernunft und Mitgefühl.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Wissenschaft, der Kunst an sich zu?

Wesentlich wird sein, wie anstrengungsbereit wir als Individuen und als Gemeinschaft sind. Die Wissenschaft muss die Fakten möglichst selbstlos liefern und bündeln, die Kunst das Gefühl. So dass gesellschaftliche Ausgrenzung heimatlos wird.

 Was liest Du derzeit?

 Steven Pinker: Aufklärung jetzt.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Und das ist Leben: Bis aus einem Gestern die einsamste von allen Stunden steigt, die, anders lächelnd als die andern Schwestern, dem Ewigen entgegenschweigt. (Rainer Maria Rilke)

Vielen Dank für das Interview, liebe Katrin, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Buchprojekte und persönlich alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen:

Katrin Seyfert _ Autorin, Journalistin

Zur Person_  Katrin Seyfert ist das Pseudonym einer freien Journalistin, Jahrgang 1971, die in Tübingen Rhetorik und Kulturwissenschaft studiert hat. Sie schreibt u.a. für die ZEIT, die Süddeutsche Zeitung, Eltern und den SPIEGEL, wo sie seit 2019 auch Texte über die
Alzheimer-Erkrankung ihres Mannes veröffentlicht, die regelmäßig große Resonanz bei den Leser*innen hervorrufen. Sie hat sich für ein Pseudonym entschieden, weil die Perspektive der Witwe nur einen Teil ihres Schreibens bestimmt.

Aktuelle Bucherscheinung_

Katrin Seyfert Lückenleben.
Mein Mann, der Alzheimer, die Konventionen und ich

Was es für eine berufstätige Mutter in unserer Gesellschaft bedeutet, wenn ihr Partner an Alzheimer erkrankt. Fünf Jahre hat Katrin Seyfert ihren Mann durch seine Alzheimer-Erkrankung begleitet. Anfang 50 war er, als er die Diagnose bekam, Arzt und Vater ihrer gemeinsamen drei und insgesamt von fünf Kindern. Sie hat den Familienalltag organisiert, die Finanzen, den Pflegedienst. Schließlich die Beerdigung. Schonungslos offen und brutal ehrlich erzählt sie davon, wie es ist, wenn der Partner allmählich seine Sprache und damit seine Identität verliert. Wie sie mit der Rolle hadert, die ihr erst als pflegende Ehefrau, dann als Witwe zugeschrieben wird. Und wie sie ihren eigenen Weg findet, sich mit der Lücke, die ihr Mann hinterlassen hat, zu arrangieren.

Katrin Seyfert
LÜCKENLEBEN
Mein Mann, der Alzheimer, die Konventionen und ich

256 Seiten | Hardcover
22,00 € [D] 22,70 € [A] 30,50 CHF
Erscheinungstermin: 17. April 2024
Penguin Random House Verlagsgruppe GmbH
Deutsche Verlags-Anstalt

Foto_ Marianne Moosherr

Walter Pobaschnig _ 18.3.2024

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„even peace“ Clara Montocchio, Sängerin _ Give Peace A Chance _ Wien 16.4.2024

GIVE PEACE A CHANCE

Giving something of your own true self reaching deep

Inside and then releasing it into the

Void the neverending dark and unforgiving void

Even at the expense of your own comfort your ego that begs



P
lease please see me please

Even for a moment

And when that moment

Comes if it comes when that spark is met by a kindred flame that lights up your small corner of the world and seems to burn for

Ever



As much as the uncertainty the unlikelihood may kill you and want you to close that gate build that wall, if we are to stand a fighting chance we must find the




Courage to reach down again and again and show the world our

Hearts your spark my truth

And maybe then peace can begin to grow maybe even thrive it will

Not always be easy it will not always seem possible but isn’t that what makes us human what we‘ve proven time and time again despite all odds despite ourselves we

Can create change, maybe

Even peace.


Clara Montocchio, 11.4.2024

Clara Montocchio _
Sängerin, Schauspielerin, Tänzerin, Komponistin

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Clara Montocchio _ Sängerin, Schauspielerin, Tänzerin, Komponistin

Zur Person _  Clara Montocchio, Wienerin mit südafrikanischen Wurzeln, spannt als Sängerin, Schauspielerin und Tänzerin sowie Komponistin gekonnt Brücken zwischen verschiedenen Genres und Kunstrichtungen. In einer musikalischen Familie aufgewachsen, konnte sie sich von ihren Anfängen in der Klassik übers Musiktheater schließlich als aktives Mitglied der österreichischen Jazz- und Klezmer/”World Music”-Szenen etablieren. Aktuell studiert sie Popgesang (IGP) an der Universität für Musik und Darstellende Kunst Wien. Im Herbst 2024 erscheint ihr Debut Folk-Pop Album „My Vreemde Kind“.

https://www.claramontocchio.com/

Foto_ Theresa Pewal

Walter Pobaschnig _ 11.4.2024

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„we are all alive together“ Cielo Urselli, artist _ Lizzano, Apulien/Italy 16.4.2024

Hi Cielo Urselli, what`s your routine at the moment?

The cat wakes me up, I feed her and only after that I can have my breakfast. Then I do a meditation and if there are waves I go surfing… I love surfing and skating. I also like to listen to a record in the morning. I don’t know if this is a routine. As Leonard Cohen says: “I stumble out of bed, I get ready for the struggle.”

Cielo Urselli ist Surfer, Skater und Grafikkünstler aus Apulien, Italien.
Cielo Urselli (folgende)

What`s now particularly important for all of us?

To breathe.

New start, new beginning. What will be essential and which roles will art play on society?

Awareness, kindness and sincerity. And art can be a sincere form of self expression.

If you’re talking about covid, I haven’t seen any new beginning; things haven’t changed much, they just got worse. You can see it everywhere you look. Look at wars. Wars begin with our own behaviors, in our own life. There’s no need to look far away. Being truly aware and taking care of our own behavior and of the wars we may cause in our small way, only then peace might really have a chance. Amen.

What are you reading currently?

I read a lot, but right now nothing, unfortunately.

Which quote, text will you propose to us?

We are all alive together.

Cielo Urselli ist Surfer, Skater und Grafikkünstler aus Apulien, Italien.

Thank you very much!

Vielen Dank für das Interview, lieber Cielo, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Kunstprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen:

Cielo Urselli _ Grafikkünstler aus Apulien, Italien.

Aktuelle Ausstellung von Cielo Urselli in Klagenfurt _

Infos zur aktuellen Ausstellung:

„WHERE HEART ECLIPSES MIND“

CIELO URSELLI – collage art exhibition

Gewölbegalerie im Stadthaus

Theaterplatz 3, 9020 Klagenfurt

VERNISSAGE: 25.04. um 19:00 Uhr

AUSSTELLUNG: 25.04. – 01.05. von 16:00 – 19:00 Uhr

Cielo Urselli ist Surfer, Skater und Grafikkünstler aus Apulien, Italien.

Die Ausstellung wird von einer Auswahl an Musik untermalt, die seine Arbeiten inspiriert hat.

Ausstellungseröffnung durch Dr. Curt E. Cervenka, Kunstschaffender und Kunstvermittler

Alle Fotos_ Cielo Urselli

Walter Pobaschnig _ 15.4..2024

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„Geh“ Dorothee Krämer, Lyrikerin _ Give Peace A Chance _ Bad Essen/D 15.4.2024

GIVE PEACE A CHANCE

Geh

In die

Vergessenheit deines Menschseins

Erzähl von


Paradiesen die in

Eingeschlossenen Träumen warten und Herzblut verschüttest du

Auf den zersprengten Stufen deines Lebens wirst zum

Chamäleon

Erfindest über


Acht Milliarden unzerbrechliche Häuser in denen


Chore dein

Heimweh nach

Arglosem Farbenspiel sachte ausplaudern wenn ferne Donner

Nachts an deinen Träumen verwittern wirst du eine in-

Corruptible

Existence

Dorothee Krämer, 3.4.2024

Dorothee Krämer, Lyrikerin

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Dorothee Krämer, Lyrikerin

Zur Person _  Dorothee Krämer, geb. 1971 in Wuppertal, dort studierte sie Germanistik. Heute lebt, schreibt und gärtnert sie in Bad Essen.

Sie ist Dozentin für Integrationskurse. Gedichte hat  in Anthologien und Literaturzeitschriften veröffentlicht. 2020 erhielt sie den Ulrich-Grasnick-Lyrikpreis.

Ihr Lyrikdebüt “Von der Poesie deiner Worte“ (Verlag Königshausen & Neumann) erschien im November 2023.

Foto_privat

Walter Pobaschnig _ 3.4.2024

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„Musik und Kunst sind ein buntes Stück Glas, in dem wir unsere Zukunft betrachten können“ Clara Montocchio, Sängerin _ Wien 14.4.2024

Liebe Clara Montocchio, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Das ist nicht so leicht zu verallgemeinern, er ändert sich ständig! In letzter Zeit denke ich oft über Rituale und Gewohnheiten nach und möchte versuchen, mir mehr gesunde oder hilfreiche Gewohnheiten anzutrainieren. Aber im Allgemeinen bestehen meine Tage aus Singen und Musizieren, Songs schreiben, auf die Uni gehen, Kochen (wenn Energie und Muße da sind) und Essen, Unterrichten, diverse Proben und Konzerte und Stepptanzen. Dazu kommt natürlich sämtlicher administrativer Kram, den ich nicht so gern mache, und leider meist auch zu langes auf social media versumpern.

Dazwischen versuche ich, mir möglichst bewusst Zeit für Familie, Partner, Freund:innen zu nehmen. Ein großes Projekt dieses Jahr ist die Arbeit an meinem ersten Solo-Album “My Vreemde Kind”, das im Herbst erscheinen soll. Damit einher kommen viele verschiedene spannende und schöne Tätigkeiten vom Aufnehmen bis zur Merchgestaltung (z.B. Linoldrucke selbst designen und drucken).

Clara Montocchio _
Sängerin, Schauspielerin, Tänzerin, Komponistin

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Irgendwann lernt man (oft auf schmerzhaftem Wege), dass man die anderen nicht wirklich beeinflussen kann. Ich kann also nur für mich sprechen. Neben Gesundheit sind mir sicher Beziehungen am Wichtigsten (dazu gehört auch die Beziehung zu mir selbst, ein nie endender Weg). Ich arbeite gern an ihnen, versuche dazuzulernen und zu wachsen. Ich glaube, dass ich auch mit der Musik eine sehr enge Beziehung habe, das “Kunst-Schaffen” scheint sehr eng verstrickt mit meinem Ich zu sein, was auch oft zum Nachdenken anregt.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Musik, der Kunst an sich zu?

Ich hab das Gefühl, die ganze Welt ist schon ganz lange in Aufbruchstimmung, nur gesellschaftliche und politische Muster machen es schwer auszubrechen. Bis wirklich eine Art von Neubeginn möglich ist, muss etwas Riesiges passieren hab ich das Gefühl, wir haben`s in der Pandemie gespürt, und jetzt wirkt die damalige Stimmung, das Gefühl des „Alles Muss Sich Ändern“, nur noch wie eine leise Welle, die schon längst verklungen ist. Jetzt gerade bringen wieder viele kleine und große Wellen unser Boot ins Schwanken. Welche Veränderungen das wirklich bringen wird, weiß man meist erst im Nachhinein. Zu versuchen, in die Zukunft zu sehen, ist nicht so leicht, aber doch wichtig für uns als Menschen.

Musik und Kunst waren schon immer Ventil oder eine Art Spielwiese für die verrückten und verbotenen (Zukunfts-) Träume, die wir alle haben, ein buntes Stück Glas durch das wir unsere Welt, unsere Zukunft betrachten können, im Schutze der irren Farben und getarnt durch das gebrochene Licht. Toll ist es, wenn ein Mensch durch Kunst etwas tief in sich spürt, etwas das sich regt, das zur Veränderung aufruft, und vielleicht ist dieses Gefühl so stark, dass dieser Mensch tatsächlich etwas für sich, für den Umkreis, für die Welt tut.

Was liest Du derzeit?

Ich hab gerade “Endling” von Jasmin Schreiber gelesen, davor “All The Light We Cannot See” von Anthony Doerr. Beide fand ich schön und traurig/ergreifend bzw. auf ihre eigene Art leider sehr aktuell (ersteres spielt im Jahre 2041, zweiteres 1948…). Vielleicht als nächstes etwas realitätsferneres zur Beruhigung?

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben? Vielleicht weil Samara Joy das gestern im Konzerthaus so schön und berührend gesungen hat: “Peace is for everyone.” (Horace Silver).

Vielen Dank für das Interview, liebe Clara, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Musik, Kunstprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen:

Clara Montocchio _ Sängerin, Schauspielerin, Tänzerin, Komponistin

Zur Person _ Clara Montocchio, Wienerin mit südafrikanischen Wurzeln, spannt als Sängerin, Schauspielerin und Tänzerin sowie Komponistin gekonnt Brücken zwischen verschiedenen Genres und Kunstrichtungen. In einer musikalischen Familie aufgewachsen, konnte sie sich von ihren Anfängen in der Klassik übers Musiktheater schließlich als aktives Mitglied der österreichischen Jazz- und Klezmer/”World Music”-Szenen etablieren. Aktuell studiert sie Popgesang (IGP) an der Universität für Musik und Darstellende Kunst Wien. Im Herbst 2024 erscheint ihr Debut Folk-Pop Album „My Vreemde Kind“.

https://www.claramontocchio.com/

Foto_ Theresa Pewal

Walter Pobaschnig _ 11.4.2024

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