„Wir blicken in die gleiche unendliche Richtung, leben unseren persönlichen Weg und nehmen die Energiesteigerung im Herzen wahr, wir bringen die Liebe zum Ausdruck, die uns stets zu unserem Ursprung ruft, die uns vereint und uns in den Frieden erhebt.“
geb. 1985 in Gavardo (I), lebt und arbeitet in Wullersdorf (Niederösterreich). Kunst-Studium an der Akademie der Schönen Künste LABA in Brescia (I). Studium an der Facultad de Bellas Artes in Cuenca (E). Ihre Ausstellungstätigkeit auf nationaler und internationaler Ebene (Europa, Nord- und Südamerika) begann im Jahr 2008. Ihre Werke finden sich in Museen und Privatsammlungen. Veröffentlichungen in Katalogen, Zeitschriften und Büchern in Österreich, Frankreich, Italien, Serbien und den USA. Mitglied bei grenzART, Kulturvernetzung NÖ und Kunstraumarcade (A) sowie des Centro Arte LuPier (I). Kuratorin von Fotoausstellungen für die internationale VASA-Website.
Ihre Arbeiten reichen von Fotografie (Selbstporträt), Video, Installationen, Skulpturen bis zu Lyrik. Stefania Zorzis Werke sind Fenster zur inneren Welt der Künstlerin, zu Ereignissen und intimen Geständnissen, ein Vorstoß zu einer kontinuierlichen Metamorphose des Selbst, die die Verbindung zwischen Kunst und Leben immer enger machen.
2024. Die Fußballeuropameisterschaft begeistert Millionen und hebt Spieler in den Starhimmel, die in sich im Team wie in der Einzelkritik mit besonderen Talenten hervorheben. Der Sport ermöglicht Begeisterung und außergewöhnliche Karrieren in allen Höhen und auch Schattenseiten. Und er ermöglicht eine Ablenkung in einer Welt in all ihrer tagtäglichen Herausforderung des Friedens.
Ein Blick zurück. 1924. Wien. Es ist eine bemerkenswerte Sportkarriere, die hier in der fußballbegeisterten Stadt gerade ihren Höhepunkt zustrebt. Otto „Schloime“ Fischer (*1. Jänner 1901 in Wien _ ermordet von einem deutschen Todeskommando 1941 bei Liepāja/Lettland), geboren im Arbeiter Bezirk Favoriten in einer jüdischen Familie, wird in 1920er Jahren zu einem gefeierten Star, der auch in einigen Spielen im Nationalteam reüssieren kann. Der Flügelstürmer ist für seinen Trickreichtum, dem unverwechselbaren Wiener Spielschmäh in Leichtigkeit und Eleganz bekannt. Ein Publikumsliebling über Religions-, Kulturebenen hinweg. Eine Verletzung beendet jedoch früh die aktive Karriere am Spielfeld. Er wechselt auf die Trainerbank und es gelingen auch hier bemerkenswerte Erfolge im Osteuropa.
Doch der Nationalsozialismus und ihre Todesmaschinerie beenden brutal und schonungslos ein jüdisches Sportlerleben, das sich in Talent, Lebensfreude und Mut auszeichnete und doch bald in Vergessenheit geriet.
Alexander Juraske, Wiener Historiker, mit Forschungsschwerpunkten zur österreichischen Sport- und Fußballgeschichte sowie Wiener Stadtgeschichte, lässt nun in einer umfassenden Biographie in Wort&Bild dieses Lebensbild zwischen Anerkennung und Ausgrenzung wie schließlich Mord wieder ans Licht treten und es ist eine äußerst gelungene Spurensuche, die Lebens-, Kultur-, Sport-, Stadt- und Weltgeschichte verbindet.
„Otto „Schloime“ Fischer – eine außergewöhnliche Wiener Fußballkarriere zwischen Glanz und Tragik.
Otto „Schloime“ Fischer. Ein jüdischer Fußballstar aus Wien. Alexander Juraske. Hentrich & Hentrich Verlag
Liebes Team vom Theater-Kollektiv Traktor Reaktor, wie sieht jetzt Euer Tagesablauf aus?
Die Proben für unsere aktuelle Produktion „Mondmilch trinken, immer und jetzt / dein Solarplexus ist mir egal“ (Eine Koproduktion von klagenfurter ensemble, Theater KOSMOS Bregenz und den Bregenzer Festspielen in Kooperation mit der Österreichischen Theater@llianz.), welche am 1. August 2024 bei den Bregenzer Festspielen Premiere feiert, laufen gerade auf Hochtouren.
Neben unserer Arbeit als Darsteller*innen, Regisseur, Videokünstlerin und Choreografin, übernehmen wir als Team auch diverse Aufgaben hinter den Kulissen, um unsere Produktion und unser Dasein als Theaterschaffende sichtbar zu machen und einen außergewöhnlichen Theaterabend auf die Bühne zu bringen.
Theater-Kollektiv Traktor Reaktor: Benjamin Kornfeld (D) Schauspieler & Kulturmanager Claudia Carus (D) Schauspielerin & Kulturmanagerin Simona Sbaffi (CH) Schauspielerin Alexander Mitterer (IT) Schauspieler, Regisseur, Autor Gyan Ros Zimmermann (ECU) Schauspieler Josef Maria Krasanovsky (AUT) Regisseur & Autor Johanna Hainz (AUT) Schauspielerin
Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?
Zentral für die Arbeit für uns vom Team von TraktorReaktor ist die Weiterentwicklung einer diskursiven zeitgenössischen darstellenden Kunst, in der es um die Ergründung von gesellschaftlichen Strukturen und daraus resultierenden Trends, politisch-sozialen Dynamiken und Tabubereiche geht.
Menschen, die unter die Räder, die auf „den Hund“ kommen, sind nicht immer am gesellschaftlichen Rand und ganz weit weg – die sind auch wir, das sind einfach alle. Wir dealen ja nicht so offensichtlich mit dem „Teufel“, wir dealen ja mehr mit uns selber und unserem Gegenüber, beim Liebe machen, beim Wählen, beim Verzweifeln, beim Protestieren, beim Spenden…
Cancel-Culture, Verteilungsfragen, individuelle Überforderung, Generationskonflikte, Terrorismus, Rechtsradikalismus, Klimawandel, Identitätskrisen, Sprachgebrauch … um nur einige zu nennen.
Unsere Gegenwart ist für mich eine enorme Zeit des Wandels. Und dieser Wandel spielt ja in alle Ebenen der Gesellschaft hinein. Auch im ganz privaten Umfeld sind die Themen der Veränderung permanente Dauerbrenner. Und die Standpunkte, wie man sich zu den Themen verhalten soll, liegen oft meilenweit voneinander entfernt. Wir müssen ja nur auf die aktuelle EU-Wahl schauen, um zu sehen – all die Themen brennen und wir werden nicht daran vorbei kommen uns damit auseinander zu setzen.
Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei dem Theater/Schauspiel, der Kunst an sich zu?
In unserem Stück „Mondmilch trinken, immer und jetzt / Dein Solarplexus ist mir egal“, geht es um die unzähligen kleinen und großen Deals, die wir alle Tag für Tag mit uns selbst verhandeln müssen. Der alltägliche Kampf ums Dasein, der manchmal dystopische Ausmaße des Untergangs annehmen kann.
Die auftretenden Themen und Figuren sprechen mit uns, sie lassen uns nicht alleine, sondern sind ganz bei uns – manchmal näher, manchmal entfernter – es ist eben nicht egal, dass Zuschauer*innen da sind, sondern im Miteinander öffnet Theater im Wahrnehmen, Erfahren einen Möglichkeitsraum, in dem spontan und überraschend Berührung im Innersten stattfindet und sich vielleicht Reflexion, Veränderung ereignet.
Unser Stück verfolgt keine stringente Handlung, sondern öffnet Inhalt um Inhalt, Figur nach Figur, Situation um Situation, Zustand um Zustand der existentiellen und gesellschaftlichen Gegenwart. Eine Szenen-, Bilder- und Themenexplosion, welche die Frage ins Theater wirft: Was, Wer, Wie, Wo will man sein?
Wir wünschen uns zwischen Bühne und Publikum eine Begegnung auf Augenhöhe. Eine Begegnung, in der sich das Theater nicht anmaßt, moralisch zu belehren und thematisch modische Trends simpel wiederkäut. Sondern eine Begegnung, in der uns Theatermacher*innen und Bühne in eine Welt entführen, die uns überrascht, aufwühlt, zornig macht und berührt.
Was liest Ihr derzeit?
Ehrlich gesagt bleibt uns neben unserer intensiven Probenzeit, bis auf die aktuelle Tagespresse und schnellem Herumscrollen auf Social Media, momentan keine Zeit uns anderweitig groß in literarische Stoffe zu vertiefen.
Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtet Ihr uns mitgeben?
„Irgendwie bin ich ja auch da, auch wenn das den Weltraum nicht interessiert, dass ich mal zwei Sekunden da war. Aber mich, mich, mich interessiert es.“
Aus „Mondmilch trinken, immer und jetzt / dein Solarplexus ist mir egal“
Vielen Dank für das Interview, liebes Theaterkollektiv TraktorReaktor, viel Freude und Erfolg weiterhin für Eure großartigen Theater-, Kunstprojekte und persönlich alles Gute!
5 Fragen an Künstler*innen:Theaterkollektiv TraktorReaktor,
Zum Kollektiv: Seit Ende des 18. Jahrhunderts wird der „Traktor“ für verschiedenste Aufgabenbereiche mit einem gemeinsamen Ziel eingesetzt: durch Kraftaufbringung soll ein Ist-Zustand verändert werden. Als „Reaktor“ wird ein abgegrenzter Raum bezeichnet, in dem unter definierten Bedingungen bestimmte Reaktionen ablaufen.
Das Kollektiv TraktorReaktor versteht sich als eine Aggregation von Künstler*innen.
Seit 2016 arbeiten die Mitglieder in diversen Konstellationen in unterschiedlichen Ländern – Albanien, Argentinien, Deutschland, Ecuador, Liechtenstein, Rumänien, Slowenien, Österreich – im Bereich darstellender Kunst zusammen.
Die Zusammensetzung des Kollektivs deckt eine große Bandbreite an Kompetenzen ab: Bühnenbild, Choreografie, Dramaturgie, Kulturmanagement, Lehrtätigkeit an Universitäten und Akademien, Produktion, Regie, Schauspiel, Tanz, Workshoptätigkeit.
Zentral für die Arbeit von TraktorReaktor ist die Weiterentwicklung einer diskursiven zeitgenössischen darstellenden Kunst, in der es um die Ergründung von gesellschaftlichen Strukturen und daraus resultierenden Trends, politisch-sozialen Dynamiken und Tabubereiche geht.
Mit der Gründung des Kollektivs geben die Künstler*innen ihrer langjährigen Zusammenarbeit eine sichtbare Identität.
Aktuelle Produktion: „MONDMILCH TRINKEN“ von Josef Maria Krasanovsky Schauspiel (2024) Uraufführung
PREMIERE: 1. August 2024 – 20.00 Uhr BREGENZER FESTSPIELE
Koproduktion mit dem klagenfurter ensemble und dem Theater KOSMOS. In Kooperation mit der österreichischen Theaterallianz Kugeln schwitzen zu Gymnastik, Köchinnen mischen Mondmilch, übergewichtige Papageien kämpfen um Gerechtigkeit und Klimacowboys schießen Ballons in den Himmel.
Das neue Stück des in Salzburg geborenen Autors und Regisseurs Josef Maria Krasanovsky verdichtet die Fragen der Gegenwart zu einem temporeichen, absurden Bilderreigen. Die unter den Rädern, die auf den Hund kommen, sind nicht immer am gesellschaftlichen Rand und ganz weit weg – die sind auch wir, das sind einfach alle. Die Menschen, die Tiere, das Klima, der Weltraum, die eigenen und geliehenen Meinungen. Wir dealen ja nicht so offensichtlich mit dem Teufel, wir dealen vielmehr mit uns selbst und unserem Gegenüber, beim Liebemachen, beim Wählen, beim Verzweifeln, beim Protestieren, beim Spenden …
Aus dem Wettbewerb der Österreichischen Theaterallianz 2023 mit dem vorgegebenen Thema »Deal or no deal«, angelehnt an Carl Maria von Webers Der Freischütz, ging Josef Maria Krasanovskys Mondmilch trinken als Siegerstück hervor. Die Koproduktion mit dem klagenfurter ensemble und dem Theater KOSMOS in Bregenz wird anschließend auch an den weiteren Spielstätten der Theaterallianz zu erleben sein.
Mit Claudia Carus, Johanna Hainz, Sophie Hewig, Benjamin Kornfeld, Sascha Schicht, Valentin Späth
Inszenierung | Bühne | Kostüme Josef Maria Krasanovsky Licht Stefan Pfeistlinger Video Dominika Kalcher Ton Konrad Überbacher Choreografie Silvia Salzmann
Kosmos Theater Bregenz: 12.,14.,15.,19.,20.,21. September 2024 klagenfurter ensemble: 28., 28. September + 02.,03.,04.,05.,09.,10.,11.,12. Oktober 2024 Phönix Theater Linz: 16.,17. Oktober 2024 Schauspielhaus Salzburg: 14.,15. Februar 2025 Schauspielhaus Wien: 21.,22. Februar 2025 Theater am Lend Graz 28.Februar + 01. März 2025
Liebe Stefania Zorzi, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?
Ich meditiere und mache Kunst. Kunst ist in meinem Leben in verschiedenen Aspekten stets gegenwärtig: in meiner Lebensweise, in der Schaffung von Werken, in Projektkooperationen, in der Organisation von Ausstellungen usw. Ich besuche einen Kunsttherapiekurs und biete Kunsttherapie an, wo ich mich auch meditativer Atemtechniken bediene.
Ich bin oft beruflich unterwegs. Im Juli werde ich auf einem Symposium in Ungarn sein. Wer, aber, einige meiner ausgestellten Werke sehen möchte, kann es derzeit im Justizzentrum Wien-Mitte („15 Jahre Kunst zu Recht“, kuratiert von Veronika Junger) tun. Oder wenn man an der kunstraumarcade-Galerie in Mödling vorbeikommt, im Innenhof von Beethovens Haus, kann man das mit meinem Künstler-Ehemann Norbert Mayerhofer gemeinsam geschaffene Kunstwerk sehen („Schönberg“, kuratiert von kunstraumarcade). Weitere Informationen findet man auf meiner Website: https://stefaniazorzi1.wixsite.com/stefaniazorzi
Stefania Zorzi, Künstlerin
Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?
Was für uns alle jetzt besonders wichtig ist, würde ich mir nicht erlauben zu beantworten.Jeder hat seine eigene Geschichte, seinen eigenen Weg, seine persönlichen Bedürfnisse und ich kann es nicht verallgemeinern. Aber ich kann sagen, was mir in dieser Zeit wichtig ist: das Leben mit Neugier, Begeisterung und Freundlichkeit zu leben, mich selbst immer tiefer kennenzulernen und meine inneren Mechanismen und Symbole zu verstehen, neue Dinge zu lernen und zu erleben, immer mehr mit meiner Kunst zu experimentieren, Menschen für bereichernde Austausche und Projekte zu treffen. Das mag vielleicht kitschig klingen, aber das sind für mich auch wichtige Themen und Werte: Liebe, Solidarität, Empathie, Bewusstsein, Freiheit, Hilfsbereitschaft. All dies ist Teil meines Lebens und Material für meine Kunst.
Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Kunst an sich zu?
Ich glaube, dass die Rolle der Kunst im Allgemeinen immer darin bestehen wird, einen Teil der Menschheit und der Gesellschaft widerzuspiegeln. Individuell kann die Kunst unterschiedliche Rollen spielen. Ausdruck und Kommunikation sind für mich sicherlich ein wesentlicher Bestandteil der Kunst.
Stefania Zorzi_Tanz im Mausoleum. Ritual
Was liest Du derzeit?
Eva Gold, Stephen Zahm „Buddhist Psychology and Gestalt Therapy Integrated“.
Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?
„Die Hauptaufgabe des Menschen in seinem Leben besteht darin, sich selbst zugebären.“ – Erich Fromm
„Kunst ist eine Lüge, die uns die Wahrheit begreifen lässt.“ – Picasso.
Vielen Dank für das Interview, liebe Stefania, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Kunstprojekte und persönlich alles Gute!
5 Fragen an Künstler*innen:Stefania Zorzi, Künstlerin
Zur Person: Stefania Zorzi, Künstlerin
geb. 1985 in Gavardo (I), lebt und arbeitet in Wullersdorf (Niederösterreich). Kunst-Studium an der Akademie der Schönen Künste LABA in Brescia (I). Studium an der Facultad de Bellas Artes in Cuenca (E). Ihre Ausstellungstätigkeit auf nationaler und internationaler Ebene (Europa, Nord- und Südamerika) begann im Jahr 2008. Ihre Werke finden sich in Museen und Privatsammlungen. Veröffentlichungen in Katalogen, Zeitschriften und Büchern in Österreich, Frankreich, Italien, Serbien und den USA. Mitglied bei grenzART, Kulturvernetzung NÖ und Kunstraumarcade (A) sowie des Centro Arte LuPier (I). Kuratorin von Fotoausstellungen für die internationale VASA-Website.
Ihre Arbeiten reichen von Fotografie (Selbstporträt), Video, Installationen, Skulpturen bis zu Lyrik. Stefania Zorzis Werke sind Fenster zur inneren Welt der Künstlerin, zu Ereignissen und intimen Geständnissen, ein Vorstoß zu einer kontinuierlichen Metamorphose des Selbst, die die Verbindung zwischen Kunst und Leben immer enger machen.
Liebe Marie-Therese Vollmer, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?
Ein Kuss, ein Kaffee und eine schnelle Dusche — die heilige Dreifaltigkeit meines Aufstehens. Dann ein kurzer Spaziergang (wenn ich nicht mit meinem Rad ‚Gurki‘ unterwegs bin) durch den Lendhafen zu meinem Arbeitsplatz im CoWorking Space mit den wunderbarsten Menschen. Und dann kommt es darauf an, was gerade los ist, welche Projekte anstehen und in welcher Phase sich diese befinden. Manche Tage stecken voller Austausch und Im-Außen-Sein. Andere bestehen wiederum daraus, dass alles in mir zu sortieren und dafür Worte, Klänge, Bilder zu finden.
Marie-Therese Vollmer ist selbständige Filmschaffende, Liedermacherin, Musikerin.
Aktuell stehen Recherchen für ein neues Dokumentarfilm-Projekt an und ich finde es immer wieder spannend, mich in ein neues Feld hineinzugraben, mich mit unterschiedlichen Perspektiven zu befassen und zu konzeptionieren.
Parallel spielt die Musik immer eine wichtige Rolle und Gitarre Luise hat nur selten Tage, an denen ich sie nicht zumindest für ein paar Minuten zur Hand nehme.
Im Sommer in Kärnten/Koroška zu sein, ist natürlich ein Privileg; ein Abstecher zum See für eine kleine Abkühlung oder auch um sich zwischendurch mal das Hirn zu waschen (Hirne waschen und ab ins Bett von meta bene – eine absolute Empfehlung), ist schon immer wieder drin und ein großes Stück Lebensqualität.
Was die Abendgestaltung angeht: Wir haben grandiose Kunst- und Kulturschaffende, die hier ein vielseitiges Angebot stemmen, oft mit sehr ‚ausbaufähigen‘ Mitteln… (Falls jemand Geld loswerden möchte, ich hätte Vorschläge.)
Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?
Genügend Trinkwasser und weltweite Lebensmittelsicherheit – for starters. Die Ressourcen, die unsere ganz existenziellen Bedürfnisse betreffen, sind nicht endlos und nicht selbstverständlich. Es wäre hilfreich, wenn wir uns darauf endlich verständigen.
Ansonsten würde ich sagen: Dass wir uns einander zuwenden und dabei offen bleiben. Dass wir uns auf Augenhöhe begegnen und gemeinsam an Wegen, an Lösungen arbeiten, statt uns gegenseitig das Leben unnötig schwerer zu machen, als es ohnehin oft ist.
Was es dafür meiner Meinung nach braucht: Empathie. Liebe. Mut. Zuversicht.
Eine Voraussetzung dafür ist, glaube ich, eine gesunde Beziehung zu sich selbst. Und was ich uns allen zudem sehr wünsche, weil es vieles leichter macht: Humor.
Mein Vater ist im letzten Jahr an Krebs gestorben. Und auf diesem harten Weg hat er es geschafft, sich seinen großartigen Humor zu bewahren. Das hat mich tief beeindruckt und viele Situationen erträglicher gemacht.
Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Musik, der Kunst an sich zu?
Was mich an der Musik immer und immer wieder aufs Neue fasziniert, ist diese unmittelbare Wirksamkeit. Da entsteht sofort ein Resonanzraum… Es lässt sich ein Gefühl von Verbundenheit herstellen zwischen völlig fremden Menschen. Das ist einer der Aspekte, die ich am live spielen so unendlich liebe.
Musik verbindet uns. Obwohl mir Worte so wichtig sind und der Fokus bei meiner Musik ja meistens auf den Texten liegt, ist die Musik die universelle Sprache, die immer vermitteln kann. Letztens hab ich ein ganz kleines intimes Konzert in Dortmund gespielt und da war ein junger Mann aus der Ukraine, der noch sehr wenig Deutsch verstanden hat. Am Ende des Abends haben wir uns unterhalten und er sagte: i don’t understand much, but i feel. Das bringt es schön auf den Punkt, finde ich. Und das gilt für Musik ebenso wie für die Kunst allgemein. Sie führt uns manchmal tief in uns hinein, aber auch aus uns hinaus.
Ich finde auch, dass Irritation eine große Stärke der Kunst ist, die ungemein wichtig ist und die wir immer (mehr) brauchen. Während Algorithmen uns mit unseren eigenen Meinungen aus unseren Bubbles füttern, kann die Kunst uns diese Blasen immer wieder aufstechen, uns mit anderen Sichtweisen und Zugängen konfrontieren oder uns sogar zu neuen Ansätzen inspirieren.
Was das Medium Film betrifft, sehe ich ganz viel Kraft im Eintauchen-Können in andere Lebensrealitäten, Erfahrungswelten, im Aufmachen von Möglichkeitsräumen, dem neuen In-Beziehung-Setzen verschiedener Perspektiven auf ein Thema.
Wenn gute Dokumentarfilme so viel gesellschaftlichen Einfluss nehmen würden wie Hollywood auf die Vorstellung von „romantischer Liebe“ wäre auch viel gewonnen, glaube ich.
Was liest Du derzeit?
Menata Njie: In der Drehtürfalle +
Maria Cervenka: Der Kirschbaum +
Sontag. Her Life, eine Biographie über Susan Sontag geschrieben von Benjamin Moser.
Welchen Textimpuls / welches Zitat möchtest Du mitgeben?
Aus dem eben genannten Werk über Susan Sontag:
Q: Do you succeed always?
A: Yes, I succeed thirty percent of the time.
Q: Then you don’t succeed always.
A: Yes, I do. To succeed 30 % of the time is always.
From the journals of Susan Sontag, November 1, 1964
Und von George Elliot:
„What do we live for, if not to make life less difficult for each other?“
Vielen Dank für das Interview, liebe Marie-Therese, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Musik-, Film-, Kunstprojekte und persönlich alles Gute!
Zur Person: Marie-Therese Vollmer, Erdenbewohnerin mit Lebensmittelpunkt Klagenfurt/Celovec.
1987 geboren in Northeim (De).
Abschluss Masterstudium Angewandte Kulturwissenschaft an der Alpen-Adria-Universität.
2017 Einstieg in die Filmbranche durch Mitarbeit am Kino-Dokumentarfilm MIND THE GAP (Regie: Robert Schabus). Tätigkeiten von Recherche und Konzeptarbeit über Produktionsassistenz zu Aufnahmeleitung und Regieassistenz (z.B. alpenland-film.at)
Kurzfilmprojekte mit Bertram Knappitsch, u.a. KINDER MACHEN KINO, gelebte Filmvermittlung mit Kindergarten- und Schulkindern.
Unter dem Namen MARIE & LUISE als Liedermacherin aktiv. Auftritte u.a.: FM4 Protestsongcontest 2022; Dolga noč žensk; VISIBLE Festival — 72 Stunden Feminismus.
Lieber Gerald Lagler, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?
Relativ banal: Ich stehe um 5:30 Uhr morgens auf, frühstücke mit meiner Lieblingsfrau ausgiebig, steige in die Bahn Richtung Frohnleiten, betreue ein Kind mit Beeinträchtigung im Unterricht in der 1. Klasse Mittelschule. Danach kommt das Mittagessen auf den Tisch (ab und zu eher nachmittags!) und dann beginnt meine Leidenschaft zu glühen: Mein Arbeitstisch wartet schon und Bleistift und Papier stehen bereit mir creative Unterstützung zu geben. Das geht dann bis in die späten Abendstunden.
Gerald Lagler, Künstler
Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?
Das ist eine sehr individuelle Frage. Naturgemäß ist es am Wichtigsten in einem friedlichen Land zu leben wo soziale Interessen herrschen, gleich danach käme für mich eine ökologische Lebensweise für mich in Frage und natürlich Gesundheit und auch Kultur, die das gesamte Leben lebenswert macht.
Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Kunst an sich zu?
Die Kunst ist ein wichtiger Bestandteil der Gesellschaft und der Menschheit generell. Ohne Kultur gäbe es keine Kreativität, keine Ideen, keine Zivilisation. Seit Anbeginn der Zeit herrscht das Kulturelle und die künstlerische Vielfalt über das Leben auf dem Planeten – im positiven Sinne. Kultur ist Spiel. Kultur ist das Spiegelbild der Gesellschaft. Kultur ist Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft.
Was liest Du derzeit?
Na was wohl? Sämtliche Klassiker der Literatur in Comic-Form: Meine aktuellen Bestseller sind „Il nome della Rosa” von Umberto Eco, gestaltet vom genialen italienischen Illustrator Milo Manara (in italienischer Sprache) und der Graphic Novel „Der Ring des Nibelungen” illustriert von P. Craig Russell, einen Wälzer von 448 Seiten. Kult!
Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?
Gerhard Lagler, Künstler
Vielen Dank für das Interview, lieber Gerald, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Kunstprojekte und persönlich alles Gute!
5 Fragen an Künstler*innen:Gerhard Lagler, Künstler
Zur Person: Gerald Lagler, Künstler 1965 Geburt in Bruck an der Mur 1971-1980 Volks- und Hauptschule, Polytechnicum in Leoben 1980-1985 Grafische Ausbildung an der HTBLA Ortweinplatz in Graz 1985-1986 Meisterklasse für Dekorative Gestaltung an der HTBLA Ortweinplatz in Graz 1986-1987 Tätigkeit als Schaufensterdekorateur bei Kastner & Öhler in Graz 1987 Präsenzdienst in Klagenfurt, Militärgeografische Abteilung im Mil.-Kdo. Kärnten 1987-1991 Grafiker und Illustrator für die Werbeagentur Preiss & Preiss in Wien 1991-1996 Grafiker und Illustrator für die Werbeagentur GGK in Wien 1997-2007 Selbstständigkeit mit Grafik-Studio in Leoben
2007 Pilotprojekt „1. Strassengler ComicContest“ für die steirischen Bezirke Graz und Graz-Umgebung 2008-2009 Diverse Tätigkeiten in Graz Eröffnung der „1. österreichischen Comic.Schule“ in Judendorf-Straßengel 2009 Tätigkeit als Assistent in der Malwerkstatt bei „Jugend am Werk“ in Graz „2. Strassengler ComicContest“ Präsentation der „Strassengler Comic Krippe“ in der Adventzeit im Prälatenhaus in Judendorf-Straßengel Erster „OutdoorComicKurs“ der „1. österreichischen Comic.Schule“ in Zusammenarbeit mit dem Verein für Diabetiker der Universitätskinderklinik Graz im Ferien-Camp in Großwilfersdorf
2009-2013 Ausbildung zum Pflegehelfer und Behindertenbegleiter in Graz 2010 „OutdoorComicKurs“ der „1. österreichischen Comic.Schule“ in Zusammenarbeit mit der Firma „Beck, Koller, Fischer“ in Wiener Neustadt 2012 „OutdoorComicKurs“ der „1. österreichischen Comic.Schule“ in Zusammenarbeit mit dem Institut „Mensch im Mittelpunkt“ in Würflach und dem „Lebensspuren.Museum“ in Wels 2013 Beginn der alljährlichen Kooperation der „1. österreichischen Comic.Schule“ mit dem UniGraz@Museum an der Karl-Franzens-Universität unter der Leitung von Univ.-Prof. Mag. Dr. phil. Nikolaus Reisinger und Mag. Franz Stangl im Rahmen der jeweils aktuellen Sonderausstellung in Graz 2014 Beginn der Tätigkeit als Schulassistent für den Grazer Verein „ISI“ und selbstständiger Comic-Illustrator. Zweiter Platz beim 1. Wiener COMiC_SLAM. Wien. Die COMICS-BOX der GB*5/12 – die Comicbibliothek im Freien – Poetry-SlamerInnen mit ComiczeichnerInnen und Slam-Text mit Live-Zeichnung vor Publikum. 2015 „OutdoorComicKurs“ der „1. österreichischen Comic.Schule“ in Zusammenarbeit mit der „Evangelischen Jugend Steiermark“ in Graz und auf Burg Finstergrün in Ramingstein sowie mit SchülerInnen des Oeversee- Gymnasiums in Graz 2016 Live Drawing beim „Comic-Salon” in Erlangen, „NextComic” in Linz sowie „ViennaComix” und „ComicCon Austria” in Wien und weiterhin zwei ComicWorkShops im UniGraz@Museum in Graz 2017 Eröffnung des „ComiXeum” und der „1. österreichischen Comic.Schule” am Mühlweg 9a in Gratwein-Straßengel. Live Drawing und Zeichentische in Hamburg, Linz und Wien. ComicWorkShop mit der NMS Gratwein und dem UniGraz@Museum im Rahmen einer Sonderausstellung. 2018 Vernissage/Midissage/Finissage im Grazer „Atelier12” in der Münzgrabenstrasse 24 zur Ausstellung „10 Jahre 1. österreichische Comic.Schule” mit allen noch vorhandenen Schlussarbeiten von 2008 bis – Diese werden heuer noch von einer namhaften Jury aus Wirtschaft, Politik, Kunst und Gesellschaft prämiert und die besten drei Werke im Herbst mit einem Preis ausgezeichnet: dem „COMiC Panther” in Gold, Silber und Bronze. 2019 Mehrere ComicWorkShops und -Kurse in Graz und Gratwein-Straßengel. Buch-Illustrationen für die Schwimmschule „Blue Circus” und die heitere Biographie des ehemaligen Superintendenten der Steiermark Mag. Hermann Miklas. Absage von Förderungen seitens des steirischen KulturLandesrates Mag. Christopher Drexler. Das Projekt „1. österreichische Comic.Schule” findet ein jähes Ende. Durch die finanzielle Unterstützung der öffentlichen Hand ist die Möglichkeiten eines Druckwerkes („Steirischer ComicAnnual”) nicht mehr gegeben. Die Pforten der creativ-pädagogischen Einrichtung werden mit Ende 2019 geschlossen. 2020 Daraufhin ein äusserst positives Feedback von vielen Comic-Fans. Motivation zum Weitermachen bzw. „Renaissance der „etwas anderen CreativSchmiede”. Aus der „1. österreichischen Comic.Schule” wird der „COMiC CiRCLE [Comic.Schule.Austria] mit einem neuen Konzept. Einladung von der Stadt Graz/Amt für Jugend und Familie während der Semesterferien einen ComicWorkShop durchzuführen. Cooperation mit der Gemeinde Lieboch und der Unternehmensberatung Sabathy – Umsetzung der Initiative „Comics können Brücken bauen”: Gemeinsam mit Migrantinnen werden in einem Asylantenheim Comics gestaltet. Erneute Zusammenarbeit mit dem UniGraz@Museum ein themenbezogener ComicWorkShop im Rahmen der Sonderausstellung „WO WISSEN WÄCHST – 130 Jahre Botanischer Garten Graz”. Einladung zu diversen Comic-Messen die jedoch wegen der Corona-Krise zunächst auf den Herbst 2020 danach sogar auf das Jahr 2021 verschoben wurden. Nur die „Austria Comic Con” in Wels wird realisiert. ComicWorkShops auch direkt im „COMiC CiRCLE [Comic.Schule.Austria] in Gratwein-Straßengel. Projekt „Blue Circus” – Comic/Animiertes Lernspiel via APP 2021 Trotz Corona-Pandemie funktioniert der „COMiC CiRCLE [Comic.Schule.Austria]” ziemlich unbeschadet. Zwar wurden einige Veranstaltungen im CoViD19-Jahr endgültig abgesagt oder zumindest erneut verschoben, jedoch in etwas „abgespeckter” Form fanden diverse ComicWorkShops in Gratwein-Straßengel und in Graz statt. Auch die Möglichkeit einer Präsentation im benachbarten Deutschland (Comic Con Stuttgart) war kurzfristig gegeben … und erfolgreich! 2022 Coronabedingt mit 2 Monaten Verspätung endlich die Präsentation des „COMiC CiRCLE MAGAZiNs” im UniGraz@Museum an der Karl-Franzens- Universität am Anfang des Jahres. Die „Strassengler KirchenMaus feiert ihren 25. Geburtstag. Aus diesem Anlass wird ein Zeichenwettbewerb ausgeschrieben und am Ende des Jahres die zehn besten Arbeiten der „Creativ Challenge 2022” („Wer zeichnet die schönste und lustigste Strassengler KirchenMaus?”) im „COMiC CiRCLE MAGAZiN 2022” im Rahmen einer Gala inklusive Preisverleihung veröffentlicht … 2023 Erneut creative Zusammenarbeit mit einer pädagogischen Institution: die HAK in Weiz wo im Rahmen einer Projektwoche ein 4-tägiger ComicWork- Shop statt findet. 25 Schülerinnen und Schüler nehmen daran teil und fertigen Bildgeschichten zum Thema „Nachhaltigkeit” an. Die Arbeiten werden im „COMiC CiRCLE MAGAZiN 2023” veröffentlicht. Gleichzeitig live zeichnen in der „Artist Alley” vor Publikum bei der „Vienna Comix” im Frühjahr und „Vienna Comic Con” im Herbst. 2024 Start der neuen Saison beim „COMiC CiRCLE” am 29. Februar und 1. März beim ComicProjekt „Götter, Göttinnen und Heldinnen” in Cooperation mit der Volksschule Stattegg bei Graz und der KinderKunstHochschule Steiermark.
Weitere Informationen: Eltern: Mutter Edith Lagler (01.06.1937 – 23.02.2018) Vater Ewald Lagler (06.05.1942 – 24.10.2020) Lebensgefährt*innen: Elfriede „Frieda” Weingrill (08.05.1937 – 09.11.2023) von 1985 bis 2012. Elisabeth Grundauer (geb. 12.09.1961) seit 2013 Haustiere: Goldhamster „Gipsy” (1968 – 1971) Wellensittiche „Max” und „Moritz” (1972 – 1976) Meerschweinchen „Toby” (1974 – 1977) Katze „Susi” (1974 – 1976) Katze „Cindy” (1976 – 1991) Kater „Rinaldo” (1989 – 2005) Kater „Enzo” (1989 – 2002) Katze „Micky” (1991 – 2004) Kater „Felix” (1993 – 2006) Katze „Nera” (1993 – 1997) Kater „Nepomuk” (1993 – 2005) Kater „Luigi” (2005 – 2013) Katze „Laura” (2005 – 2012) Kater „Aristoteles” (2006 – 2017) Katze „Ceres” (2006 – 2018) Kater „Angelo” (2018 – 2019) Katze „Susi” (2019 – 2022) Katze „Lucy” (2019 – 2021) Kater „Maurizio” seit 2023 ComicFiguren: Rudi, die gezüchtete Kanalratte (1983) SteirerMan (1987) Enzo Duck (1987) Strassengler KirchenMaus (1997) Arnie, die TouristenMaus (2004) Affi & Spatzilein (2012) Hooki/Hucki/Blue Circus (2012) Conchita’s Wurstfabrik (2014) SchöcklHexe (2014) Boris Wolf (2015) Die (Comic-)Alpen Yetis (2018) Sven, der steirische Reise-Elch (2018) Semmi, die TunnelMaus (2018) Eigene Publikationen: Strassengler KirchenMausBote (2001 – 2015) Strassengler Comic Contest – Das Magazin (2007) Strassengler Comic Annual (2008-2014) Strassengler KirchenMaus ComicMalBuch (2014) Steirischer Comic Annual (2015-2019) Panther Comics (2017) Panther Comics (2018) Strassengler KirchenMaus DoppelComicMalBuch (2020) Corona Comic Malblätter (2020) COMiC CiRCLE MAGAZiN (seit 2020) Seit 2018 die Strassengler KirchenMaus präsentiert: „Steirische ComicStars”, diverse 4-seitige ComicFolder (monatlich) Illustrationen in diversen Medien: ATTENSAM KundenMagazin ComicStrip „Sammy” (2001 – 2003) Humanitas/Tierschutzmagazin Cover „BundesTierschutzGesetz” (2004) Humanitas/Tierschutzmagazin Cover „Der Prozess” (2006) Humanitas/Tierschutzmagazin Cover „Der Überfall” (2008) „Überleben als Mama”, Autorin: Ingrid Stelzer (2011) „Das 1×1 des Geldes”, Autor: Markus Leyacker-Schatzl (2011) „Hucki-Malbuch”, Autoren: Harald Pessler/Michael Zacek (2015) „Erlebnisführer St. Radegund” Autorin: Andrea Adler-König (2016) „Erlebnisführer St. Radegund” Autorin: Andrea Adler-König (2017) „Wie gut dass es was im Leben zu Lachen gibt”, Autor Herrmann Miklas (2019) „Comics übers Quatschen”, Autorin: Christina Rajković (2019)
Die Liebe. In ihren so vielen Formen Motor des Lebens und der Welt.
Die Liebe, ein Bogen, der sich durch die Welt und Kunstgeschichte spannt und deren Verbindungen, Freuden und Tragiken bis heute Bühne, Literatur, Musik, Malerei, Tanz und viele weitere Formgebungen inspirieren und antreiben.
Liebe, die ihren Ausdruck sucht und in der Kunst wunderbar findet. Und welche Wege, Umwege und Verluste fand die Liebe nun in dem Leben der Künstler:innen selbst, wie gestaltete sich Leben und Werk im Wunderland der Liebe…
Dietmar Grieser, renommierter Sachbuchautor mit einer ganz außergewöhnlichen Bandbreite in Geschichte, Kunst, Kultur lässt im vorliegendem Buch Lebensgeschichten, Lebenserfahrungen der unerträglichen Leichtigkeit der Liebe mit großer Erzählgabe und erstaunlicher Detailkenntnisse vor den Vorhang der Vergangenheit treten und es sind überraschende Auftritte, die Beethoven, Franz Kafka, Benjamin Britten, Kaiserin Zita, Goethe und mehr in ganz persönlichen Lebenswegen zeigen.
Ein besonders, spannendes wie kurzweiliges Leseerlebnis, das in dieser Form einzigartig ist.
„Was bleibt ist die Liebe“ Von Beethovens Mutter bis Kafkas Braut. Dietmar Grieser, Amalthea Verlag
Kontakte aufrechterhalten, Netzwerke knüpfen, für einander da-sein
Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Kunst an sich zu?
Kunst ist für mich eine besondere Kommunikationsform, ein Mitteilen an die Außenwelt, unter bestimmten Codes und Metaphern , die den künstler:innen helfen, ihre „unaussprechlichen“ Mitteilungen zu verfassen, ich glaube, dass die Sprache der Kunst universell ist, kommt sie doch aus paleoantroplogischer sicht aus entwicklungsgeschichtlich früheren mitteilungsinstrumentarien des körpers.
Was liest Du derzeit?
Ein Bildband : Maria Lassnig
Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?
„Meine Zeichnungen sind interessanter als die malereien…“ „Der Radiergummi ist der Erlöser …“ „Die Sprache des Bleistiftes ist spitz, zielgerichtet, nicht zielsicher, verwegen aber nicht frech…“
Heinz Payer, Künstler
Vielen Dank für das Interview, lieber Heinz, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Kunstprojekte und persönlich alles Gute!
Zur Person: Marie&Luise,Marie-Therese Vollmer, Erdenbewohnerin mit Lebensmittelpunkt Klagenfurt/Celovec.
1987 geboren in Northeim (De).
Abschluss Masterstudium Angewandte Kulturwissenschaft an der Alpen-Adria-Universität.
2017 Einstieg in die Filmbranche durch Mitarbeit am Kino-Dokumentarfilm MIND THE GAP (Regie: Robert Schabus). Tätigkeiten von Recherche und Konzeptarbeit über Produktionsassistenz zu Aufnahmeleitung und Regieassistenz (z.B. alpenland-film.at)
Kurzfilmprojekte mit Bertram Knappitsch, u.a. KINDER MACHEN KINO, gelebte Filmvermittlung mit Kindergarten- und Schulkindern.
Unter dem Namen MARIE & LUISE als Liedermacherin aktiv. Auftritte u.a.: FM4 Protestsongcontest 2022; Dolga noč žensk; VISIBLE Festival — 72 Stunden Feminismus.
Es sind zwei ganz außergewöhnliche Künstler:innenleben – Gerda Taro (1910–1937) und Robert Capa (1913–1954) – die vor allemin verschiedenen Stationen des Krieges in der Mitte des 20.Jahrhunderts (Spanischer Bürgerkrieg wie II.Weltkrieg) in ihren Reportagefotografien neue Wege gingen und Maßstäbe in Perspektive/Kampfnähe setzten.
Die Leidenschaft zur Fotografie wurde auch zu einer kurzen Lebenspartnerschaft. Der außergewöhnliche wie gefährliche Stil der Kriegsfotografie wurde schließlich Gerda Taro zum Verhängnis und sie wurde bei Kampfhandlungen 1937 von einem Panzer überrollt und starb an den Folgen der schweren Verletzungen.
Robert Capa wird zum berühmten Kriegsfotografen (Landung der Alliierten in der Normandie/Letzte Kriegshandlungen in Deutschland), dessen Foto-Dokumentationen bis heute ganz außergewöhnliche Stationen moderner Reportagefotografie darstellen.
Ein topographischer Angelpunkt beider Persönlichkeiten in Lebens- und Zeitgeschichte ist Leipzig. Das „Capa-Haus“ erinnert heute daran.
Irme Schaber, Kunsthistorikerin und Kulturwissenschaftlerin, freie Autorin, Kuratorin und Kunstvermittlerin, legt eine spannende Spurensuche vor, die beeindruckend in Wort&Bild Lebens- und werkstationen öffnet, dokumentiert und zusammenfasst.
„Gerda Taro und Robert Capa – Leben&Werk zweier ganz außergewöhnlicher Persönlichkeiten moderner Kunst und Reportage.“
Freiheit im Fokus. Gerda Taro und Robert Capa in Leipzig. Irme Schaber. Hentrich & Hentrich