„ontologische Null“ Willi van Hengel, Schriftsteller _ Give Peace A Chance _ Berlin 6.8.2024

GIVE PEACE A CHANCE


Du bist ein Engel,

also eine ontologische Null.

Also ohne Lüge.

Obwohl du sprichst.

Jenseits des Verschwindens.

Willi van Hengel, 5.8.2024

Willi van Hengel, Schriftsteller

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace

Willi van Hengel, Schriftsteller

Zur Person: Willi van Hengel, 1963 geboren in Oberbruch, hat seine Magisterarbeit über die „Dekonstruktion im Blick auf Nietzsche“ geschrieben und arbeitet als Lektor im Deutschen Bundestag.

2006 hat er seinen ersten Roman veröffentlicht: „Lucile“. Eine Liebesgeschichte aus Frauensicht geschrieben, in der die Protagonistin vor Sehnsucht verrückt wird.

2008 erschien der Roman „Morbus vitalis“ und 2010 das Gedichtbuch (mit Zeichnungen) „Wunderblöcke“.

Im Jahr 2008 verschlug es ihn schließlich an den Weißensee nach Berlin. 2018 wurde sein 1. Theaterstück „de Janeiro – ein Punk ertrinkt in Weißensee“ in der Brotfabrik in Berlin aufgeführt. Es folgte in 2021 das Theaterstück „flanzendörfer“ – ebenfalls in der Brotfabrik in Berlin-Weißensee. 2022 erschien dann der Roman „Dieudedet oder Sowas wie eine Schneeflocke“.

Anfang 2024 wurde das Hörbuch „Wir werden über die Einfachheit unserer Liebe“ (zusammen mit Magnus Tautz am E-Piano) aus dem Zyklus „Desinteresse und Nicht-Verstehen“ veröffentlicht. Der Roman „Entstellung des Gesichts“ (bisheriger Arbeitstitel) soll im März 2025 erscheinen.

Bibliographie

Theaterstücke:

  • „De Janeiro“ –  Theaterstück (65 Min.) Brotfabrik Bühne Berlin/Weißensee

(Regie: Jens Heuwinkel – gefördert von Bundesstiftung Aufarbeitung)

30.05. – 10.06.2018 (10 Vorstellungen)  = mit Abschlusslesung am 10.06.2018

(ein Jahr später weitere 10 Vorstellungen, inklusive einer Vorstellung in Greiz)

Insgesamt: 20 Vorstellungen.

zusätzlich: 29./30./31. Juli 2021 Brotfabrik Bühne Berlin-Weißensee (zum Tode des Protagonisten des Stückes, Rio Korn).

(https://www.youtube.com/watch?v=iJ6rASPQrEk&t=14s&ab_channel=WillivanHengel)

  • „flanzendörfer“ –  Theaterstück (60 Min.) Brotfabrik Bühne Berlin/Weißensee

(Regie: Jens Heuwinkel – gefördert von Bundesstiftung Aufarbeitung, dem Bezirkskulturfonds der Berliner Senatsverwaltung sowie vom Kulturamt Pankow)

02./03./04./16./17.09.2021

September 2021 (5 Vorstellungen) –

Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=6VEOoT6VPTI&ab_channel=WillivanHengel

und: https://vimeo.com/655366596/a078b67acf

– ganze Vorstellung nachzuschauen:  

– https://www.youtube.com/watch?v=KwL2YZRx7cA&ab_channel=WillivanHengel

und: https://vimeo.com/633065266/9113cab1a1 – Psswort: pfLANZE21))

  • „Hinter den Brennnesseln“, Kaltlesung mit 7 Schauspielern und Schauspielerinnen, in der Reihe: „Was für ein Drama – Neue Theaterstücke im Container“, Haus der Statistik, 12.09.2022
  • „Umverfröhlichung“  – Theaterstück (25 Min.), aufgeführt bei der 24-h-Nacht im Juni 2013,  Brotfabrik Bühne Berlin/Weißensee
  • „Die Unsterblichkeit der …“  – Theaterstück (25 Min.), aufgeführt bei der 24-h-Nacht im Oktober 2013, Brotfabrik Bühne Berlin/Weißensee
  • „Out of Wirklichkeit …“  – Theaterstück (25 Min.), aufgeführt bei der 24-h-Nacht im September 2018, Brotfabrik Bühne Berlin/Weißensee
  • „Titel: vergessen“  – Theaterstück (25 Min.), aufgeführt bei der 24-h-Nacht am 10.2019, Brotfabrik Bühne Berlin/Weißensee
  • „Respice finem: Trotz – Taub – Tod“, (Text zu Beethoven), in: Decadent Review, 02/2020

Bücher:

„Wir werden über die Einfachheit unserer Liebe staunen“

(zusammen mit Magnus Tautz am E-Piano) aus dem Zyklus

„Desinteresse und Nicht-Verstehen“ – Hörbuch (Januar 2024) 

„Dieudedet oder so was wie eine Schneeflocke“  – Roman (Juni 2022)

Kurzfilm zum Buch (von Heiner Schäfer): https://www.youtube.com/watch?v=yoqup1ZWSYI

Lucile“  – Roman (ISBN-10: 3-939305-08-1) edition LIThaus, Berlin 2006

Fernsehporträt: in der Sendung „west.art“ (WDR) am 13. Juli 2006, 22.15 Uh (anzuschauen auf meiner Homepage: https://vanhengel.de/filme/)

Radiointerview: in „100,5 – Das Hitradio“, Sonntag, 17. Dezember 2006, 15.40 Uhr

„Morbus vitalis“  – Roman (ISBN: 978-3-940756-36-7)

„Wunderblöcke“  – Lyrische Miniaturprosa mit Zeichnungen (ISBN: 978-3-940756-96-1)

Foto: Tim Noack.

Walter Pobaschnig _ 6.8.2024

https://literaturoutdoors.com

„Vielleicht schreibe ich, weil ich glaube, dass die Welt besser werden kann“ Erez Majerantz, Schriftsteller _ Berlin 6.8.2024

Lieber Erez Majerantz, wie sieht jetzt dein Tagesablauf aus?

In meiner täglichen Routine versuche ich, Menschen nicht zu verletzen, aber heute ist das sehr schwierig geworden. Aber im Ernst, ich versuche, jeden Tag mindestens zwei Stunden dem Schreiben zu widmen, auch wenn es schwierig ist. Vielleicht schreibe ich, weil ich glaube, dass am Ende etwas passieren wird, dass die Welt besser werden kann. Nein, das ist gegen meine Natur.

Erez Majerantz, Schriftsteller

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Wir sollten alle politischen und sozialen Kämpfe aufgeben und uns auf die Rettung des Planeten konzentrieren. Und wenn wir den Planeten retten, können wir in aller, mit Ruhe, über alle anderen Dinge streiten …

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?

Menschen lesen weniger Bücher, und ich würde mich freuen, wenn sie ein Jahr ohne Internet ankündigen würden.

In letzter Zeit schreibe ich weniger Prosa und mehr Graphic Novels, und auch mein erstes Drehbuch wurde produziert. Aber ich bin auch wieder ein bisschen ins Theater gegangen. „Das Reizvollste am Theater ist die Unmittelbarkeit. Als Zuschauer kann man eine Tomate auf die Bühne werfen oder einem Schauspieler sagen, er solle ‚den Mund halten‘. Zwar tun dies 99,9 % der Theaterbesucher nicht, dennoch ist die Möglichkeit dieser Option auch für die Schauspieler spannend. Außerdem laden die Leute Filme, Fernsehserien, Musik und Bücher aus dem Internet herunter. Ich hoffe, dass es trotz aller technologischen Entwicklungen nicht dazu kommen wird, dass man sich Schauspieler ‚herunterladen‘ kann, um sie dann im Wohnzimmer aufzuführen…

Was liest Du derzeit?

Ich lese gerade Catch-22. Ein Lektor, der in einer Nacht das Manuskript meines Romans: ,,Aufschrei der Erleichterung“ las, beschloss, dass ich Joseph Heller lesen sollte, und schickte mir das Buch in meiner Muttersprache nach Berlin. Ich verstehe, dass seit der Veröffentlichung des Buches im Jahr 1962 viele humoristische Muster aus Catch-22 in der Komödie verwendet wurden.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Wegen der Olympischen Spiele in Paris füge ich einen Auszug aus der Geschichte „Post Olympiade“, die, von mehreren Leser als Prophezeiung wahrgenommen wird…

Das faszinierende Diskurs-Werfen war offen für reichliche Interpretationen, und am Ende stimmten die Richter zu, sich nicht zu einigen. Die Goldmedaille wurde in 32 Teile zersägt und an alle Teilnehmenden aufgeteilt, die sich nicht für die Spiele qualifiziert hatten.

Die Abschlussfeier wurde durch den Eurovision Song Contest ersetzt.

Es wurde beschlossen, dass die nächsten Olympischen Spiele 2032 in Gary, Indiana, neue und aufregende Ereignisse wie Datenoptimierung, wettbewerbsfähiges Hören von Weltmusik, Langdistanzohrabkauen und Meditation beinhalten sollten, wenn noch Budget übrig sein sollte.“

Erez Majerantz, Schriftsteller

Vielen Dank für das Interview, lieber Erez, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literatur-, Musik- Kunstprojekte und persönlich alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen: Erez Majerantz, Schriftsteller

Zur Person: Erez Majerantz ist ein israelischer Autor, geboren 1980. Im Jahr 2004 erlangte er den Bachelor of Arts in Philosophie und Komparatistik an der Bar-Ilan Universität. Von 2008 bis 2009 schrieb er für das Nachrichtenportal “Nana 10” eine satirische Kolumne sowie eine Reihe von Sketchen für das Online- und Radioprogramm. 2013 und 2014 moderierte er die Radiosendung “On the edge of the scale”. In seinen Werken behandelt Majerantz die Kluft zwischen der Wissenschaft, dem Rationalen und der Mystik sowie dem Emotionalen. Ein weiteres Motiv in seiner Arbeit ist der Kampf des Individuums mit der Gesellschaft, insbesondere das Schicksal der Künstler und Intellektuellen gegenüber der Masse sowie das Leben an den Rändern der Gesellschaft. Zu seinen Einflüssen zählen neben den Dramatikern Brecht, Hanoch Levin und Beckett auch die Schriftsteller Borges, Grass, Kundera, Vonnegut, Kleist und Kafka, sowie die jüdische Tradition, das Christentum, Motive aus der Populärkultur und Elemente aus der alternativen Rockmusik. 2016 erhielt er den Kunstpreis der Menschenrechte.

Zusammen mit dem Maler Dan Alon schuf er die Graphic Novels „Therapie Taxi” und „Euro-Bar”. Er ist der Entwickler des Drama-Sophia-Genres, einer Adaption von Philosophiebüchern für die Bühne unter Verwendung einer allegorischen Figur. Die erste Drama-Sophia, „Die Kritik der Vernunft” über die Philosophie von Immanuel Kant, wurde in Berlin vorgestellt. Zudem ist er Musikproduzent und Texter der Underground-Punk Band Dysfunction.

https://www.erezmajerantz.de/

Fotos_ Ronja-Falkenbach

Walter Pobaschnig _ 4.8.2024

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„dass wir immer wieder Ruhe-Räume in und um uns finden“ Willi van Hengel, Schriftsteller _ Berlin 5.8.2024

Lieber Willi van Hengel, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Da ich als Lektor arbeite – vor allem im Deutschen Bundestag abends –, lass ich den Tag auf mich zukommen. Ich lektoriere dann, was anliegt (auch Aufträge für Romanverlage und Werbeagenturen). Oder aber der Bleistift – es liegt überall einer herum – will gespitzt und Worte wollen auf ein Blatt gekritzelt werden und plötzlich ist eine Seite vollgeschrieben … ach, manchmal kann das Leben wirklich schön sein …

Willi van Hengel, Schriftsteller

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

… dass wir immer wieder Ruhe-Räume in und um uns finden. Ein Leben zwischen vollkommener Zurückgezogenheit und ins Geschehen mit (anderen) Menschen tauchen. Wissen, wann die Nervenflügel geschont und wann sie beansprucht werden können. Aus der so geschöpften Kraft kann man dann vielleicht wieder an Grenzen gehen …

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Kunst an sich zu?

Für mich ist der Bezug auf sich selbst am wichtigsten. Der Einzelne stößt dabei immer auch auf das Andere in sich, das, was nicht kontrollierbar und mitunter erst im Nachhinein verstehbar ist. Deshalb ist neben dem Verstehen auch das Nicht-Verstehen elementar. Dadurch lässt man sich auf einen unabschließbaren Prozess ein, der vorübergehend in Antworten und Erklärungen zur Ruhe kommt. In jedem von uns schlummert unentwegt etwas anderes – und das gilt es zu respektieren. Und das sollte Kunst – und da denke ich freilich in erster Linie ans Schreiben – immer wieder klarmachen. Die Sprache selbst ist ja eine defizitäre Angelegenheit, die niemals das ausdrücken kann, was in all seiner Gänze geschieht. 

Was liest Du derzeit?

Stimmungsabhängig für kurze Momente oder aber auch längere Phasen zum einen Julia Kulewatz: „Orkaniden“ – dann Stefan Zweig: „Der Kampf mit dem Dämon“ – und natürlich Friederike Mayröcker: „cahier“. Man kann willkürlich eine Seite aufschlagen und loslesen.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

„Glattes Eis, welch Paradeis, für den, der gut zu tanzen weiß“

Friedrich Nietzsche aus der „Fröhlichen Wissenschaft“

Vielen Dank für das Interview lieber Willi und viel Erfolg für Deine wunderbaren Literatur-, Theaterprojekte und persönlich alles Gute!

5 Fragen an KünstlerInnen: Willi van Hengel, Schriftsteller

Zur Person: Willi van Hengel, 1963 geboren in Oberbruch, hat seine Magisterarbeit über die „Dekonstruktion im Blick auf Nietzsche“ geschrieben und arbeitet als Lektor im Deutschen Bundestag.

2006 hat er seinen ersten Roman veröffentlicht: „Lucile“. Eine Liebesgeschichte aus Frauensicht geschrieben, in der die Protagonistin vor Sehnsucht verrückt wird.

2008 erschien der Roman „Morbus vitalis“ und 2010 das Gedichtbuch (mit Zeichnungen) „Wunderblöcke“.

Im Jahr 2008 verschlug es ihn schließlich an den Weißensee nach Berlin. 2018 wurde sein 1. Theaterstück „de Janeiro – ein Punk ertrinkt in Weißensee“ in der Brotfabrik in Berlin aufgeführt. Es folgte in 2021 das Theaterstück „flanzendörfer“ – ebenfalls in der Brotfabrik in Berlin-Weißensee. 2022 erschien dann der Roman „Dieudedet oder Sowas wie eine Schneeflocke“.

Anfang 2024 wurde das Hörbuch „Wir werden über die Einfachheit unserer Liebe“ (zusammen mit Magnus Tautz am E-Piano) aus dem Zyklus „Desinteresse und Nicht-Verstehen“ veröffentlicht. Der Roman „Entstellung des Gesichts“ (bisheriger Arbeitstitel) soll im März 2025 erscheinen.

Bibliographie

Theaterstücke:

  • „De Janeiro“ –  Theaterstück (65 Min.) Brotfabrik Bühne Berlin/Weißensee

(Regie: Jens Heuwinkel – gefördert von Bundesstiftung Aufarbeitung)

30.05. – 10.06.2018 (10 Vorstellungen)  = mit Abschlusslesung am 10.06.2018

(ein Jahr später weitere 10 Vorstellungen, inklusive einer Vorstellung in Greiz)

Insgesamt: 20 Vorstellungen.

zusätzlich: 29./30./31. Juli 2021 Brotfabrik Bühne Berlin-Weißensee (zum Tode des Protagonisten des Stückes, Rio Korn).

(https://www.youtube.com/watch?v=iJ6rASPQrEk&t=14s&ab_channel=WillivanHengel)

  • „flanzendörfer“ –  Theaterstück (60 Min.) Brotfabrik Bühne Berlin/Weißensee

(Regie: Jens Heuwinkel – gefördert von Bundesstiftung Aufarbeitung, dem Bezirkskulturfonds der Berliner Senatsverwaltung sowie vom Kulturamt Pankow)

02./03./04./16./17.09.2021

September 2021 (5 Vorstellungen) –

Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=6VEOoT6VPTI&ab_channel=WillivanHengel

und: https://vimeo.com/655366596/a078b67acf

– ganze Vorstellung nachzuschauen:  

https://www.youtube.com/watch?v=KwL2YZRx7cA&ab_channel=WillivanHengel

und: https://vimeo.com/633065266/9113cab1a1 – Psswort: pfLANZE21))

  • „Hinter den Brennnesseln“, Kaltlesung mit 7 Schauspielern und Schauspielerinnen, in der Reihe: „Was für ein Drama – Neue Theaterstücke im Container“, Haus der Statistik, 12.09.2022
  • „Umverfröhlichung“  – Theaterstück (25 Min.), aufgeführt bei der 24-h-Nacht im Juni 2013,  Brotfabrik Bühne Berlin/Weißensee
  • „Die Unsterblichkeit der …“  – Theaterstück (25 Min.), aufgeführt bei der 24-h-Nacht im Oktober 2013, Brotfabrik Bühne Berlin/Weißensee
  • „Out of Wirklichkeit …“  – Theaterstück (25 Min.), aufgeführt bei der 24-h-Nacht im September 2018, Brotfabrik Bühne Berlin/Weißensee
  • „Titel: vergessen“  – Theaterstück (25 Min.), aufgeführt bei der 24-h-Nacht am 10.2019, Brotfabrik Bühne Berlin/Weißensee
  • „Respice finem: Trotz – Taub – Tod“, (Text zu Beethoven), in: Decadent Review, 02/2020


Bücher:

„Wir werden über die Einfachheit unserer Liebe staunen“

(zusammen mit Magnus Tautz am E-Piano) aus dem Zyklus

„Desinteresse und Nicht-Verstehen“ – Hörbuch (Januar 2024) 

„Dieudedet oder so was wie eine Schneeflocke“  – Roman (Juni 2022)

Kurzfilm zum Buch (von Heiner Schäfer): https://www.youtube.com/watch?v=yoqup1ZWSYI

Lucile“  – Roman (ISBN-10: 3-939305-08-1) edition LIThaus, Berlin 2006

Fernsehporträt: in der Sendung „west.art“ (WDR) am 13. Juli 2006, 22.15 Uh (anzuschauen auf meiner Homepage: https://vanhengel.de/filme/)

Radiointerview: in „100,5 – Das Hitradio“, Sonntag, 17. Dezember 2006, 15.40 Uhr

„Morbus vitalis“  – Roman (ISBN: 978-3-940756-36-7)

„Wunderblöcke“  – Lyrische Miniaturprosa mit Zeichnungen (ISBN: 978-3-940756-96-1)

Foto: Tim Noack.

Walter Pobaschnig _ 3.8.2024

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„März 22“ Thomas Kamper, Schauspieler _ Give Peace A Chance _ Wien 4.8.2024

GIVE PEACE A CHANCE

März 22

Pause

Ein Kind das bei seiner/in einer

       U-Bahnstation/schutzsuchenden

       Mutter/mit seinem Stofftier spielt

Apathisch

Circle

E

Thomas Kamper, 4.8.2024

Thomas KamperSchauspieler, Regisseur, Autor

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace

Thomas KamperSchauspieler, Regisseur, Autor

Zur Person: Thomas Kamper, geboren in Wien, Konservatorium (Klavier, Theorie), Schauspielschule Krauss, Dramatisches Zentrum. Arbeitet seit 1980 als vorwiegend freischaffender Schauspieler, bisher in rund 200 Produktionen. (Burgtheater, Volkstheater, Theater in der Josefstadt, Salzburger Landestheater, Stadttheater Klagenfurt, Gruppe 80, Schauspielhaus Wien, Theater der Jugend, Theater in der Drachengasse, Werk X, Theater Hamakom, Theater Scala, Berliner Schlossparktheater, Salzburger Festspiele, Festspiele Reichenau, Sommerspiele Melk und in zahlreichen verschiedenen Gruppierungen). Von 2005 bis 2015 Ensemblemitglied des Wiener Volkstheaters. Erster Träger des Dorothea-Neff-Preises als bester Schauspieler der Saison 2010/2011. Mehrere Arbeiten als Regisseur, darunter auch eigener Texte.

Foto_ privat

Walter Pobaschnig _ 4.8.2024

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„ich denke, ich schreibe, das tut mir  gut“ Ali E. Danabas, Schriftsteller _ München 4.8.2024

Lieber Ali E. Danabaş, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

wenn wir meinen vollzeitjob außer acht lassen, das sind fast acht stunden, schlafe ich. das sind nochmal acht stunden. die reichen leider nicht immer aus.

bleiben also acht stunden für mich. ich hänge leider oft am handy rum. den rest der zeit leistet mein körper widerstand gegen die schnelllebigkeit der zeit und gegen die anstrengenden menschen. gegen dummheiten, machtkämpfe, eitelkeiten, neid, missgunst, überheblichkeit, boshaftigkeit, ignoranz und heuchelei bin ich ohnmächtig. ich muss darum faul sein. gehe vielleicht mal in die sauna oder zum schwimmen. irgendwie muss ich meinen körper ja fit halten. habe zeit, für meine liebsten, sofern sie da sind. eine warme mahlzeit, die ich eigenhändig und mit liebe zubereite, muss sein.

die woche hat 168 stunden. in der verbleibenden zeit denke, schreibe, male oder musiziere ich. aber am meisten denke ich. das meiste davon ist schrott. wenn mir davon trotzdem was gefällt, schreibe ich. das tut mir  gut.

Ali E. Danabaş, Lyriker und Schriftsteller

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

es wäre lächerlich, wenn ich eine antwort darauf hätte, was „für uns alle“ wichtig sei. ich könnte es nicht einmal für mich selbst beantworten. stehe dem alltag ja oft hilflos gegenüber. ich bin überhaupt froh, wenn ich den tag überlebe. das ist für mich ein wunder.    

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Kunst an sich zu?

aufbruch und neubeginn? ich weiß nicht, was du damit meinst. sei’s drum: ob gesellschaftlich oder persönlich – es gibt für mich persönlich einen einzigen roten faden. das ist der ästhetische sinn, das kleine im großen und das große im kleinen zu sehen, das wahre im falschen, das falsche im wahren, das gute im bösen, das böse im guten, das schöne im hässlichen, das hässliche im schönen. die kunst, die dichtung schneidet, ohne zu trennen.

nicht nur künstlerisches können, sondern auch gerade eine ausgeprägte gesellschaftliche sensibilität mit einer gewissen widerspenstigkeit und penetranz zeichnet einen künstler als einen großen künstler aus. nicht umsonst sind künstler diktatoren ein dorn im auge.

die kunst, das kreative handeln, ist ein weg, der nie endet.

Was liest Du derzeit?

ich habe ganz viele gedichtbände um mich liegen. ich sehe rose ausländer, erich fried, ahmed arif, günter eich, murathan mungan, else lasker-schüler auf meinem couchtisch. und ich lese von philip manow „Unter Beobachtung – Die Bestimmung der liberalen Demokratie und ihrer Freunde“. 

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

„In jedem Mikrokosmos liegt der ganze Makrokosmos, und dieser enthält nichts mehr als jener.“ arthur schopenhauer, die welt als wille und vorstellung.

Ali E. Danabaş, Lyriker und Schriftsteller

Vielen Dank für das Interview, lieber Ali, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literaturprojekte und persönlich alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen: Ali E. Danabaş, Lyriker und Schriftsteller

Zur Person: Ali E. Danabaş (geb. 1970 in Ankara), Lyriker und Schriftsteller, lebt seit dem 9. Lebensjahr in Deutschland. Nach Aufenthalten in Lippstadt, Münster, Ankara, Köln und Bergisch Gladbach wohnt er seit 2004 in der Nähe von München und ist Vater zweier Kinder.
Nach dem Abitur studierte er in Münster Philosophie, Publizistik, Politik und Germanistik. Anschließend folgte ein Studium in Ankara, das er als Diplom-Bildhauer abschloss. Nach einem Zeitungsvolontariat in Lippstadt in Westfalen arbeitete Danabaş als Redakteur u.a. für den Münchner Merkur.
 
Mitte der 90er war er in Ankara Inhaber und Herausgeber der Literaturzeitschrift „Kavram ve Karmaşa“ (Begriff und Komplexität), veröffentlichte einen eigenen Gedichtband („Sokak“), übersetzte Erich Frieds „Befreiung von der Flucht“ ins Türkische, das im Ankaraner Suteni-Verlag als Buch herauskam. Für eine kurze Zeit war er Stellvertretender Generalsekretär des türkischen Schriftstellerverbandes. In dieser Funktion gab er eine Monographie über den ersten türkischen Bildungs- und Kulturminister Hasan Ali Yücel heraus. Neben seiner hauptamtlichen Tätigkeit ist er weiterhin schriftstellerisch aktiv. Er hat mehrere fertige Gedichtzyklen, aus denen er Gedichte einzeln in sozialen Medien veröffentlicht.

Fotos_ privat

Walter Pobaschnig _ 1.8.2024

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„ich sehe in der Kunst die große Kraft, die Welt neu und anders zu betrachten“ Sophie Reyer, Schriftstellerin _ Wien 3.8.2024

Liebe Sophie Reyer, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Meistens stehe ich um acht Uhr auf, gehe spazieren. Dann starte ich entweder mit dem Unterrichten oder dem Schreiben- und abends brauch ich immer eine Menge Zeit zum Kuscheln.

Sophie Reyer, Schriftstellerin

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Das kann ich nicht sagen, jeder Mensch ist so anders und ein absolutes Geheimnis. Ich weiß es ja nicht einmal bei mir selbst immer, was gerade wichtig ist-

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?

Ich kann nur von mir sprechen- und ich sehe in der Kunst die große Kraft, dass wir durch sie lernen, die Welt neu und anders zu betrachten und auch sensibler und toleranter den Menschen gegenüber werden, die anders sind.

Was liest Du derzeit?

In Moment lese ich das Werk des Mediziners Paracelsus.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

„Out beyond ideas of wrongdoing and rightdoung there is a field. I´ll meet you there.“

Vielen Dank für das Interview liebe Sophie und viel Erfolg für Deine wunderbaren aktuellen Buchneuerscheinungen und persönlich alles Gute!

5 Fragen an KünstlerInnen:

Sophie Reyer, Schriftstellerin

Aktuelle Bucherscheinung:

Hexensommer – Eine Dissoziation in drei Leben

von Sophie ReyerEdition Keiper

  • Hebamme, Schriftstellerin, Schamanin – drei Frauen zu verschiedenen Zeiten und in unterschiedlicher Umgebung.
  • Jede dieser Frauen hebt sich von anderen Frauen ab – „Hexe“ nannte man das früher.
  • Warum erfahren Frauen heute noch immer Gewalt und machen mit einem „Lächeln unter Tränen“ weiter?

Mit sensibler Präzision legt Sophie Reyer ihr Augenmerk auf die so verschiedenen Leben von drei Frauen. Sie arbeitet akribisch ihre Gemeinsamkeiten auf und spürt ihrer innewohnenden Stärke nach. Noch nie war Reyer so strukturiert! Hexensommer zeigt eine neue Reife der österreichischen Schriftstellerin.

Tauchen Sie ein in ‘Hexensommer’ und machen Sie eine faszinierende Reise durch die Jahrhunderte, die das Leben von drei außergewöhnlichen Frauen miteinander verwebt. Walpurga Hausmännin, eine Hebamme im 16. Jahrhundert, wird Opfer eines brutalen Hexenprozesses. Charlotte-Rose de Caumont de La Force, eine adelige Schriftstellerin im 17. Jahrhundert in Frankreich, verfasst ‘Persinette’, den Vorläufer der berühmten Geschichte ‘Rapunzel’. Susanne Wenger, geboren 1915 in Graz, wandelt sich nach dem Zweiten Weltkrieg in Nigeria zur Künstlerin und Yoruba-Priesterin.

Die Ich-Erzählerin in ‘Hexensommer’ vertieft sich in diese beeindruckenden Biografien und beginnt zugleich, die Frauen in ihrem eigenen Leben mit neuen Augen zu sehen. Sie erkennt, wie die Geschichten dieser Frauen mit ihrem eigenen Dasein verwoben sind. Es entsteht eine literarische Verbindung zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.

Dieses Buch ist ein Zeugnis der Stärke und Widerstandsfähigkeit von Frauen über die Zeiten hinweg. Ein beeindruckender literarischer Spaziergang durch Geschichte und Mythos.

Preis: AT € 25,00 / DE € 24,32
Seiten: 292
ISBN13: 978-3-903575-11-0
Erscheinungsdatum: 4. März 2024
Sprache: Deutsch
Format: 12,0 x 20,0 cm; Hardcover

https://www.editionkeiper.at/shop/produkt/hexensommer-eine-dissoziation-in-drei-leben/

https://sophiereyer.com/

Foto Portrait Sophie Reyer_Wolfgang Liemberger

Walter Pobaschnig _ 1.8.2024

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„Eventuell auch du?“ Ingo Paulick, Schauspieler _ Give Peace A Chance _ Wien 3.8.2024

Give Peace A Chance


G  lücklich sein

I  m Hier und Jetzt.

V  erspieltheit,

E  ntspannung, ohne Hetz‘


P  apperlapapp, wird gesagt.

E  ntspannte sind doch faul!

A  rbeit – Tag für Tag!

C  harisma? – Ha, für den Gaul!

E  ntspannte sind nur faul!


A  ber:


C  harismatisch sind die, die sich trau‘n

H  ineinzutauchen. Genau zu schau’n.

A  ufzupassen in voller Ruh‘.

N  achspüren, reflektieren,

C  ouragieren, emanzipieren!

E  ventuell auch du?

Ingo Paulick, 29.7.2024

Ingo Paulick, Schauspieler

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace

Ingo Paulick, Schauspieler

Zur Person: Ingo Paulick wurde 1986 in Forst/Lausitz, einem kleinen deutschen Ort an der polnischen Grenze geboren und lebt seit 2018 in Wien, Österreich.

Nach seinem Schauspielstudium in Hamburg, gastierte er an diversen Theatern in Deutschland und Österreich und war festes Ensemblemitglied bei den Kreuzgangfestspielen Feuchtwangen, am Hessischen Staatstheater Wiesbaden und am Landestheater Coburg.

Seit 2019 gehört er zum festen Ensemble der Komödienspielen Porcia.

Darüber hinaus war er in diversen Film- und Fernsehproduktionen zu sehen: u.a. in „Kafka“ und „Ich und die Anderen“ von Regisseur David Schalko.

Neben verschiedenen Formen des Bühnenkampfs, gilt sein Interesse auch dem Improvisationstheater und dem professionellem Sprechen.

Aktuelle Produktion mit Ingo Paulick:

„Funny Money“ RAY COONEY _ Komödienspiele Porcia_Spittal/Kärnten

„Funny Money“/Komödienspiele Porcia_Spittal/Kärnten _
Ensemble: Felix Krasser, Beate Gramer, Ingo Paulick, Leila Müller
_
folgende

Da hat doch einer voll danebengegriffen! Der nimmt statt seines alten Aktenkoffers mit dem angebissenen, vergammelten Jausenbrot und den verstaubten Akten irrtümlich einen prall gefüllten Geldkoffer aus der U-Bahn mit nach Hause. Und schon beginnt sich das Karussell des Wahnsinns zu drehen: Was macht Geld mit uns? Vor allem viel zu viel Geld, das unerwartet und im wahrsten Sinn des Wortes unverdient sich ins Leben ergießt und scheinbar alles möglich macht, scheinbar alle Regeln aushebelt, alle Hemmungen außer Kraft setzt und das Maß abschafft? Wer kann, wer will den unermesslich Reichen bremsen? Hält uns das viel geschmähte Geld vielleicht sogar den Spiegel vor und fördert zutage, wie wir wirklich sind? Was uns wichtig ist? Welche Wünsche wir haben? Achtung, unermesslicher Reichtum kann die Bananenschale des Lebens werden – man rutscht leicht darauf aus!
Dieses verrückte, wahnsinnige, rasende Stück mit seinen Menschen, die sind wie du und ich, die unerwartet in den Sog von Gier, Unvernunft, Höhenflug und verbrecherischem Irrsinn geraten, ist aktueller denn je. Wenn man dieser Tage die Zeitungen liest, denkt man, das wäre heute geschrieben worden.
..“ https://www.ensemble-porcia.at/programm/spielzeit-2024/funny-money

https://www.ensemble-porcia.at/programm/spielzeit-2024/funny-money

Fotos_ Portrait: Marco Riebler.

„Funny Money“/Komödienspiele Porcia_Spittal/Kärnten _ Fotos: Michaela Stocker © Ensemble Porcia

Walter Pobaschnig _ 29.7.2024

https://literaturoutdoors.com



„ein Miteinander statt ein Gegeneinander“ Ingo Paulick, Schauspieler _ Wien 2.8.2024

Lieber Ingo Paulick, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Meistens stehe ich so zwischen 7:30 – 8:00 Uhr auf und dann gibt es als erstes einen Kaffee. Danach kümmern meine Frau und ich uns um unsere kleine Hündin Bella und dann beginnt das Daily Business. Und das ist in unserem Job sehr variable.

Zurzeit spiele ich Sommertheater bei den Komödienspielen Porcia in Kärnten. Die Proben sind vorbei und wir haben bis Ende August nur noch abends Vorstellungen. https://www.ensemble-porcia.at/programm/spielzeit-2024/funny-money

Da vieles immer kurzfristiger wird, kann es sein, dass ich ein E-Casting für Werbung, Film oder TV bekomme und dies innerhalb von 24h hochgeladen haben muss. Je nach Aufgabenstellung benötige ich dafür 2 – 4 Stunden. Ansonsten versuche ich die Freizeit wirklich auch als eine Form von Sommerurlaub zu nutzen: wir fahren an den Millstätter See, gehen auf dem Goldeck wandern, Eis essen, kochen, mit unserem Hund spazieren und einfach eine gute Zeit haben und die schönen Dinge genießen. Ab 18 Uhr geht es dann meistens in die gedankliche Vorbereitung für die Vorstellung am Abend. Danach in die Maske und dann ab auf die Bühne. Im Anschluss vielleicht noch ein kleiner Absacker mit den Kolleg*innen.

Ingo Paulick, Schauspieler

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Besonders wichtig ist mir ein MITEINANDER statt ein GEGENEINANDER. Ich habe das Gefühl, dass sich unsere Gesellschaft immer mehr vereinzelt und die Leute immer missgünstiger werden. Dabei passieren auch so viele tolle Dinge auf der Welt. Leider wird von diesen Dingen zu wenig berichtet. Aber ein Lächeln im Gesicht und eine gegenseitige Wertschätzung erfüllt mich z.B. mit sehr viel positiver und optimistischer Energie.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei dem Theater/Schauspiel, der Kunst an sich zu?

Wertschätzung und Gleichberechtigung. Das sind für mich sehr wesentliche Punkte. Das Schauspiel, egal ob im Theater oder Film, kann dies vermitteln. Wir haben mit unseren Geschichten die Möglichkeit, in komprimierter Form, Missstände und Lösungen zu zeigen, ohne den großen „Moral-Finger“ zu erheben. Wir können es durch etwas veranschaulichen, dass wir alle empfinden: Emotionen.

Was liest Du derzeit?

Zurzeit lese ich Bücher über Kleopatra, um mich auf unsere Produktion „KLEOPATRA“ im Rabenhof Theater vorzubereiten.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

„Kings are not elected! Gods are not elected!“

Ingo Paulick, Schauspieler

Vielen Dank für das Interview, lieber Ingo, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literaturprojekte und persönlich alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen: Ingo Paulick, Schauspieler

Zur Person: Ingo Paulick wurde 1986 in Forst/Lausitz, einem kleinen deutschen Ort an der polnischen Grenze geboren und lebt seit 2018 in Wien, Österreich.

Nach seinem Schauspielstudium in Hamburg, gastierte er an diversen Theatern in Deutschland und Österreich und war festes Ensemblemitglied bei den Kreuzgangfestspielen Feuchtwangen, am Hessischen Staatstheater Wiesbaden und am Landestheater Coburg.

Seit 2019 gehört er zum festen Ensemble der Komödienspielen Porcia.

Darüber hinaus war er in diversen Film- und Fernsehproduktionen zu sehen: u.a. in „Kafka“ und „Ich und die Anderen“ von Regisseur David Schalko.

Neben verschiedenen Formen des Bühnenkampfs, gilt sein Interesse auch dem Improvisationstheater und dem professionellem Sprechen.

Aktuelle Produktion mit Ingo Paulick:

„Funny Money“ RAY COONEY _ Komödienspiele Porcia_Spittal/Kärnten

„Funny Money“/Komödienspiele Porcia_Spittal/Kärnten _
Ensemble: Felix Krasser, Beate Gramer, Ingo Paulick, Leila Müller
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folgende

Da hat doch einer voll danebengegriffen! Der nimmt statt seines alten Aktenkoffers mit dem angebissenen, vergammelten Jausenbrot und den verstaubten Akten irrtümlich einen prall gefüllten Geldkoffer aus der U-Bahn mit nach Hause. Und schon beginnt sich das Karussell des Wahnsinns zu drehen: Was macht Geld mit uns? Vor allem viel zu viel Geld, das unerwartet und im wahrsten Sinn des Wortes unverdient sich ins Leben ergießt und scheinbar alles möglich macht, scheinbar alle Regeln aushebelt, alle Hemmungen außer Kraft setzt und das Maß abschafft? Wer kann, wer will den unermesslich Reichen bremsen? Hält uns das viel geschmähte Geld vielleicht sogar den Spiegel vor und fördert zutage, wie wir wirklich sind? Was uns wichtig ist? Welche Wünsche wir haben? Achtung, unermesslicher Reichtum kann die Bananenschale des Lebens werden – man rutscht leicht darauf aus!
Dieses verrückte, wahnsinnige, rasende Stück mit seinen Menschen, die sind wie du und ich, die unerwartet in den Sog von Gier, Unvernunft, Höhenflug und verbrecherischem Irrsinn geraten, ist aktueller denn je. Wenn man dieser Tage die Zeitungen liest, denkt man, das wäre heute geschrieben worden.
..“ https://www.ensemble-porcia.at/programm/spielzeit-2024/funny-money

https://www.ensemble-porcia.at/programm/spielzeit-2024/funny-money

Fotos_ Portrait: 1,2 Franz Quitt; 3 Marco Riebler.

„Funny Money“/Komödienspiele Porcia_Spittal/Kärnten _ Fotos: Michaela Stocker © Ensemble Porcia

Walter Pobaschnig _ 29.7.2024

https://literaturoutdoors.com

„irgendwann vielleicht irgendwann“ Ali E. Danabas, Schriftsteller _ Give Peace A Chance _ München 2.8.2024

GIVE PEACE A CHANCE

große fische fressen kleine

irgendwann

vielleicht irgendwann

endet dieses böse spiel


pappel

eiche und

aspe machen es vor

courage sage ich und

etwas gefühl und ruhe


anders wird es nicht gehen


cäsar du hast es gewusst

hast du es als feldherr nicht selbst gesagt

alles böse fängt wie gerechtigkeit an

nein nein wissen und anderes tun

cäsar geh

eile zu deinen mördern


Ali E. Danabaş, 1.8.2024

Ali E. Danabaş, Lyriker und Schriftsteller

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace

Ali E. Danabaş, Lyriker und Schriftsteller

Zur Person: Ali E. Danabaş (geb. 1970 in Ankara), Lyriker und Schriftsteller, lebt seit dem 9. Lebensjahr in Deutschland. Nach Aufenthalten in Lippstadt, Münster, Ankara, Köln und Bergisch Gladbach wohnt er seit 2004 in der Nähe von München und ist Vater zweier Kinder.
Nach dem Abitur studierte er in Münster Philosophie, Publizistik, Politik und Germanistik. Anschließend folgte ein Studium in Ankara, das er als Diplom-Bildhauer abschloss. Nach einem Zeitungsvolontariat in Lippstadt in Westfalen arbeitete Danabaş als Redakteur u.a. für den Münchner Merkur.
 
Mitte der 90er war er in Ankara Inhaber und Herausgeber der Literaturzeitschrift „Kavram ve Karmaşa“ (Begriff und Komplexität), veröffentlichte einen eigenen Gedichtband („Sokak“), übersetzte Erich Frieds „Befreiung von der Flucht“ ins Türkische, das im Ankaraner Suteni-Verlag als Buch herauskam. Für eine kurze Zeit war er Stellvertretender Generalsekretär des türkischen Schriftstellerverbandes. In dieser Funktion gab er eine Monographie über den ersten türkischen Bildungs- und Kulturminister Hasan Ali Yücel heraus. Neben seiner hauptamtlichen Tätigkeit ist er weiterhin schriftstellerisch aktiv. Er hat mehrere fertige Gedichtzyklen, aus denen er Gedichte einzeln in sozialen Medien veröffentlicht.

Fotos_ privat

Walter Pobaschnig _ 1.8.2024

https://literaturoutdoors.com

„Hatte das Herz voll: ging auf Reisen:“ _ Sophie Reyer & Juliane Bugl _ Give Peace A Chance _ Wien 1.8.2024

Wort und Bild:

Sophie Reyer, Schriftstellerin

Juliane Bugl _ Art _
Tänzerin, Choreografin, Künstlerin

GIVE PEACE A CHANCE

Juliane Bugl _ Art _
Tänzerin, Choreografin, Künstlerin


GIVE PEACE A CHANCE

Ging

In

Viele

Ebenen


Pralles

Erde Regen

Atem Atem nichts

Clouds in the sky

Einfach war es nie


Anfang


Caravan meiner Sehnsucht

Hatte das Herz voll: ging auf Reisen:

Alles

Neu: heute wie damals

Chimären

Enden nie



Sophie Reyer, 1.8.24

Sophie Reyer_ Schriftstellerin

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Sophie Reyer_ Schriftstellerin_Wien

Aktuelle Bucherscheinung:

Hexensommer – Eine Dissoziation in drei Leben

von Sophie Reyer, Edition Keiper

  • Hebamme, Schriftstellerin, Schamanin – drei Frauen zu verschiedenen Zeiten und in unterschiedlicher Umgebung.
  • Jede dieser Frauen hebt sich von anderen Frauen ab – „Hexe“ nannte man das früher.
  • Warum erfahren Frauen heute noch immer Gewalt und machen mit einem „Lächeln unter Tränen“ weiter?

Mit sensibler Präzision legt Sophie Reyer ihr Augenmerk auf die so verschiedenen Leben von drei Frauen. Sie arbeitet akribisch ihre Gemeinsamkeiten auf und spürt ihrer innewohnenden Stärke nach. Noch nie war Reyer so strukturiert! Hexensommer zeigt eine neue Reife der österreichischen Schriftstellerin.

Tauchen Sie ein in ‘Hexensommer’ und machen Sie eine faszinierende Reise durch die Jahrhunderte, die das Leben von drei außergewöhnlichen Frauen miteinander verwebt. Walpurga Hausmännin, eine Hebamme im 16. Jahrhundert, wird Opfer eines brutalen Hexenprozesses. Charlotte-Rose de Caumont de La Force, eine adelige Schriftstellerin im 17. Jahrhundert in Frankreich, verfasst ‘Persinette’, den Vorläufer der berühmten Geschichte ‘Rapunzel’. Susanne Wenger, geboren 1915 in Graz, wandelt sich nach dem Zweiten Weltkrieg in Nigeria zur Künstlerin und Yoruba-Priesterin.

Die Ich-Erzählerin in ‘Hexensommer’ vertieft sich in diese beeindruckenden Biografien und beginnt zugleich, die Frauen in ihrem eigenen Leben mit neuen Augen zu sehen. Sie erkennt, wie die Geschichten dieser Frauen mit ihrem eigenen Dasein verwoben sind. Es entsteht eine literarische Verbindung zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.

Dieses Buch ist ein Zeugnis der Stärke und Widerstandsfähigkeit von Frauen über die Zeiten hinweg. Ein beeindruckender literarischer Spaziergang durch Geschichte und Mythos.

Preis: AT € 25,00 / DE € 24,32
Seiten: 292
ISBN13: 978-3-903575-11-0
Erscheinungsdatum: 4. März 2024
Sprache: Deutsch
Format: 12,0 x 20,0 cm; Hardcover

https://www.editionkeiper.at/shop/produkt/hexensommer-eine-dissoziation-in-drei-leben/

https://sophiereyer.com/

Foto Portrait Sophie Reyer_Wolfgang Liemberger

Fotos_Juliane Bugl Art _ Walter Pobaschnig 7/24

Walter Pobaschnig _ 1.8.2024

https://literaturoutdoors.com