Zur Person/über mich:1972 geboren. Soldat, Student, Unternehmensberater, Projektleiter. Seit 2013 hauptberuflich Schriftsteller, primär Fantasy und Science-Fiction. Tanzt, liest, betet, geht gern ins Kino.
Gegen 22:00 zu Bett gehen, hoffentlich am Tag 25 Seiten geschrieben haben.
Zwischen den Rohfassungen liegen Wochen, in denen ich konzipiere, überarbeite, Lesungen mache, Vorträge plane – oder mich auch tagelang gar nicht mit der Schriftstellerei beschäftige. Das Leben passiert zwischen dem Geplanten.
Robert Corvus, Schriftsteller
Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?
Locker bleiben. Sich nicht festfressen, weder an sich selbst noch an anderen. Nicht an Kleinigkeiten aufreiben – und im Maßstab des Universums sind alles Kleinigkeiten. Unser Leben, sogar die Existenz der Menschheit ist noch nicht einmal ein Fingerschnippen im kosmischen Geschehen. Es wäre Hybris, das allzu dramatisch zu sehen und sich durch jede Lappalie den Tag verderben zu lassen.
Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?
Bestenfalls können Literatur und Kunst Denkräume öffnen. Sie können zu Perspektivwechseln einladen. Fragen stellen, Gedanken provozieren oder auch mal eine mentale Auszeit ermöglichen.
Was liest Du derzeit?
Entgegen meiner Gewohnheit lese ich aktuell mehrere Bücher parallel.
Tom Daut: „Anno Salvatio 423 – Das Licht der Ketzer“ – ein actionreicher Cyberpunk-Thriller, in dem eine futuristische katholische Kirche eine düstere Macht ausübt.
Jochen Bärtle: „Grusel, Grüfte, Groschenhefte“ – ein Sachbuch, das einen Überblick zu Grusel-Heftromanserien bietet.
Kevin S. Decker: „Dune and Philosphy“ – eine Sammlung von Essays, die jeweils einen Aspekt des Dune-Universums aus philosophischer Perspektive diskutieren.
Robert Jordan: „Conan der Unüberwindliche“ – ein geradliniges Sword-and-Sorcery-Abenteuer.
PERRY RHODAN – jeweils den Roman, der aktuell im Autorenteam zirkuliert wird, bevor er in den Satz geht.
Jens Balzer: „No Limit“ – ein Sachbuch über die 1990er Jahre unter besonderer Berücksichtigung der Musikszene dieses Jahrzehnts.
Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?
„Alle Geschichten sind wahr.“ – aus Wim Vandemaan: Perry Rhodan 3168 –Haus der Maghane
Vielen Dank für das Interview, lieber Robert, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Buchprojekte und persönlich alles Gute!
5 Fragen an Künstler*innen:Robert Corvus, Schriftsteller
Zur Person/über mich:1972 geboren. Soldat, Student, Unternehmensberater, Projektleiter. Seit 2013 hauptberuflich Schriftsteller, primär Fantasy und Science-Fiction. Tanzt, liest, betet, geht gern ins Kino.
Die Erinnerungen Elizabeta Sitters, geb. Ogris, 1930–2013 spiegeln die Katastrophe nationalsozialistischer Herrschaft wie des Zweiten Weltkrieges im unmittelbaren Leben und Lebensumfeld einer slowenischsprachigen Familie im Süden Österreichs/Kärnten wider.
In anschaulicher wie erschütternder Erzählung öffnet die auf einem Bauernhof aufgewachsene und auch spätere Bäuerin die Ereignisse und Erfahrungen über Jahrzehnte in dunkelsten wie späteren herausfordernden Momenten eines Lebens in eindringlicher Weise.
„Ein erschütterndes wie wichtiges Buch als Gedächtnis und Auftrag.“
Liebe Sieglinde Größinger, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?
Wenn ich nicht gerade für ein Konzertprojekt unterwegs bin oder Ferien sind, dann ist der Tagesablauf wie bei vielen anderen Familien mit einem Schul- und einem Kindergartenkind: 6:30 mühsam aus dem Bett quälen, Schulkind aufwecken, Frühstück, Jause herrichten, die Tochter animieren, anziehen, Zähne putzen, zur Schule bringen, dazwischen noch einmal das Selbe mit dem Sohn und dem Kindergarten, dann sich selbst für den Tag bereit machen, Organisatorisches erledigen, Körperübungen machen, verschiedenste Querflöten üben, für den Unterricht vorbereiten und immer wieder aufs Neue feststellen, dass der Tag doch nur 24 Stunden hat…
Sieglinde Größinger, Flötistin
Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?
Miteinander reden, unterschiedliche Standpunkte erklären, zuhören, sich wundern, sich austauschen, auch mal heftig diskutieren, den anderen verstehen wollen, anderer Meinung sein, aber die andere Meinung anerkennen, sich dabei stets selbst treu bleiben und authentisch bleiben und den anderen so gut es geht annehmen so wie er ist.
Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Musik, der Kunst an sich zu?
Musik – und Kunst im Allgemeinen – soll – in welcher Form auch immer – berühren und uns helfen zu sich selbst zu finden. In einer schnelllebigen Zeit, wo scheinbar nichts von langer Dauer ist, kann Kunst zu einer Konstante werden, die einem Halt gibt und einen sich selbst spüren lässt.
Was liest Du derzeit?
Berufsbedingt in erster Linie Fachliteratur über historische Aufführungspraxis, über (Instrumental)Pädagogik, über Flötenspezifisches…der Stapel an anderen Büchern wird immer größer, es wird Zeit ihn anzugehen.
Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?
Johann Joachim Quantz aus seiner Flötenschule von 1752(er war derFlötenlehrer Friedrichs des Großen): „Denn was nicht vom Herzen kömmt, geht auch nicht leichtlich wieder zum Herzen.“ Um zu berühren, muss man zuerst selbst „gerührt“ sein, – von der Musik, dem Text, von einem Bild, von was auch immer. Ohne diese Rührung und Begeisterung kann man auch das Gegenüber nicht in dem Maße erreichen, wie man es vielleicht gerne möchte. Das setzt natürlich eine große Authentizität voraus, einen Tiefgang und das Kratzen an der Oberfläche…
Sieglinde Größinger, Flötistin
Vielen Dank für das Interview, liebeSieglinde, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Musikprojekte und persönlich alles Gute!
5 Fragen an Künstler*innen:Sieglinde Größinger, Flötistin
Zur Person/über mich:Sieglinde Größinger, Flötistin, Klagenfurt
Die Salzburgerin studierte Querflöte und Traversflöte an den Universitäten und Konservatorien für Musik in Wien, Graz, Oslo, Amsterdam und Brüssel. Diplome mit Auszeichnung.
Internationale Auftritte als Solistin, Kammer- und Orchestermusikerin in sämtlichen Bereichen, welche die Barockmusik bis Romantik auf Originalinstrumenten genauso beinhaltet wie die zeitgenössische Avantgarde. Rege Konzerttätigkeit mit führenden Orchestern wie Barucco, dem Concentus Musicus Wien, dem L’Orfeo Barockorchester, Ensemble Prisma, Il Giardino Armonico, Armonia Atenea, Wiener Akademie, Bach Consort Wien, Salzburger Hofmusik, Münchner Hofkapelle, Mozarteum Orchester Salzburg, Haydn Philharmonie, Philharmonie Salzburg, Kärntner Symphonieorchester uvm.
Mitwirkung bei zahlreichen CD, Radio- und Fernsehaufnahmen, sowie mehrfacher Gast bei Sendungen auf Ö1 wie „Alte Musik – neu interpretiert“, Klassiktreffpunkt u.a.
Mit dem 2009 gründeten Ensemble Klingekunst brachte sie bereits vier CDs mit Weltersteinspielungen unbekannter Komponisten heraus. Sie ist Mitglied des Kärntner ensemble minui, sowie Gründungsmitglied des 2020 ins Leben gerufenen Kärntner Barockorchesters.
Seit 2004 Unterrichtstätigkeit in Musikschulen in Niederösterreich, Wien, Burgenland und Kärnten und seit 2022 an der Gustav Mahler Privatuniversität für Musik Klagenfurt (Lektorin für Didaktik und Lehrpraxis).
Worte wie Mandelblüte, Erzählungen, Sophia Lunra Schnack. Otto Müller Verlag.
Nach dem sensationellen Debütroman „feuchtes holz“(2023, Otto Müller Verlag) legt die Wiener Schriftstellerin Sophia Lunra Schnack einen Erzählband vor, der schon in den ersten Zeilen in der einzigartigen sprachlichen Oszillation zwischen Raum, Sinn und Wort begeistert und Leserin und Leser gleichsam zu einem Spaziergang in Aufmerksamkeit, Erfahrung und der Notwendigkeit des Ausdrucks mitnimmt und von Station zu Station in Herzgänsehaut überrascht und bis zur letzten Seite nicht loslässt.
„Vielleicht nicht überall Sprache haben
aber ins Schiff steigen können
zu ihr fahren…“
(„Worte wie Mandelblüte“, f.)
Die Sprache wird in den elf Erzählungen mit einer Leichtigkeit zu einem fliegenden Teppich, von dem auf Erinnerung, Ereignisse und Ausblicke auf Familie, Geschichte und den persönlichen Lebens- und Schreibprozess geblickt wird. Bei Sonne, Sturm und Regen in allen Jahreszeiten von Welt und Zeit. Dabei wird das Wort zum Durchdringenden im Dickicht der Vergangenheit wie des persönlichen Tages in allen Glücksmomenten, Eindrücken, Gedanken wie Herausforderungen, welche Sprache benennt, beschreibt und damit zu fassen sucht.
„Jede Person eine Sprachperson
heißt, die Worte nimmt
Worte bringt…“
„der Tag beginnt mit dem Schreiben des Tagebuches“ Sophia Lunra Schnack an ihrem Schreibtisch in Wien _
Der Band öffnet ebenso grundlegende Paradigma des Schreibens von Sophia Lunra Schnack und lässt an der Intensität und des Geheimnisses von Wahrnehmung im Leben einer Schriftstellerin teilhaben und gleichsam mit ihr und vom Schreibtisch in den Worthimmel zu Begegnung, Erfahrung, Schmerz, Abschied und Aufbruch blicken.
„Grottenmorgen/immer wie den ersten Tag finden/Traumschweiß abspülen/Silbenbad “ (Worte wie Mandelblüte
Es ist ein Erzählband, der einmal mehr das Ausnahmetalent der Schriftstellerin im selbstbewussten Weg Sprache an-, und auszupacken und dabei immer neue Wege zu suchen, über gängige Zuordnungen von Prosa, Lyrik, Tagebuch hinweg, hervorstreicht. Jeder Satz berührt tief und trifft mitten in den Horizont des Jetzt unseres Lebens zwischen Woher und Wohin.
„Irgendwann zu viel an Vergangenheit buchstabieren, dagegen wieder Klavierspielen als eine Art, weich zu bleiben
Sprache mitnehmen
ablegen“
Sophia Lunra Schnack zeigt, welch große Kraft im Schreiben liegt, um die Fähigkeit und Möglichkeit des Menscheins in Zärtlichkeit wie Schwere von Erinnerung und Zukunft zu entfalten und zu leben. Von Wort zu Wort. Tag für Tag.
„Wien und die Umgebung hier in meinem Lebensraum in Musik, Literatur in Geschichte und Gegenwart ist eine Inspiration“
„Spiel, spiele weiter
bilde deine Tage
Diese reinen Atemklänge
als Wege…“
Sophia Lunra Schnack begeistert auch in ihrem ersten Erzählband als einzigartige Sprachzauberin und Grenzgängerin über gängige literarische Zuordnungen hinweg – ein fulminantes Leseereignis!
Worte wie Mandelblüte, Erzählungen, Sophia Lunra Schnack. Otto Müller Verlag.
Veröffentlichung: 09/2024
ISBN: 978-3-7013-1322-8
164 Seiten, kartonierter Pappband
Preis: € 24
E-Book: € 19,99
Kommende Lesungstermine Sophia Lunra Schnack:
Donnerstag, 3.Oktober 2024
Paris _ Maison Heinrich Heine _
jeudi 3 octobre
de 19h30 à 21h00
Dienstag, 15. Oktober 2024
Musilhaus Klagenfurt, Bahnhofstraße 50, 9020 Klagenfurt, Österreich
Donnerstag, 24. Oktober 2024 Vorarlberger Landesbibliothek | Kuppelsaal, Fluherstraße 4, 6900 Bregenz, Österreich
Freitag, 24. Januar 2025, 20:00 Uhr Institut für Bagonalistik, Görresstraße 32 (Rückgebäude), 80798 München, Deutschland
Beeindruckende literarische Ausdruckskraft und Vielfalt sind ein Kennzeichen des österreichischen Bundeslandes Kärnten. Namen wie Peter Handke, Maja Haderlap oder Josef Winkler sind hoch ausgezeichnete Vertreter:innen – Nobelpreis, Bachmannpreis, Büchnerpreis – denen viele weitere außergewöhnliche und ausgezeichnete Schriftsteller:innen zur Seite stehen.
Der renommierte Kärntner Fotograf Martin Rauchenwald hat in einer umfangreichen Portraitserie Persönlichkeiten des so lebendigen literarischen Lebens Kärntens festgehalten, die nun im vorliegenden Bildband (mit Textzitaten jeweiliger Werke) präsentiert werden.
„Eine faszinierende Begegnung mit dem so reichen literarischen Leben Kärntens in Bild und Wort.“
Gesichter der Literatur, Martin Rauchenwald. Hermagoras Verlag.
Lieber Achim Engelberg, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?
Momentan und noch eine Weile ist meine Woche dreigeteilt: An einem neuen Buch schreibe ich; ich kümmere mich um das Archiv meiner Eltern, das in die Staatsbibliothek kommt; ich kuratiere Veranstaltungen und auch das forum.eu.
Achim Engelberg, Autor, Publizist
Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?
Die Matroschka der Krisen einzudämmen – von der Klimakatastrophe über das jäh wachsende Arm-Reich-Gefälle bis zum „Weltkrieg auf Raten“ (Papst Franziskus), der in der Ukraine, in Gaza oder im Sudan tobt.
Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?
Genauigkeit mit neuen Formen. Der Stoff von gestern, die Fragen von heute.
Was liest Du derzeit?
Romane, die verschiedene Orte und Zeiten verbinden.
Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?
Obwohl Bertolt Brecht weltliterarisch größere Schatten wirft, ist bei der Durchdringung des blutigsten Jahrhunderts der Menschheitsgeschichte Heiner Müller ohnegleichen. Der Auftrag (1979) ist die gültige dramatische Reflexion der Revolutionserfahrungen des 20. Jahrhunderts. »Wenn die Lebenden nicht mehr kämpfen können, werden die Toten kämpfen. […] Der Aufstand der Toten wird der Krieg der Landschaften sein, unsre Waffen die Wälder, die Berge, die Meere, die Wüsten der Welt.« Diese Metapher weist über Brecht hinaus in unsere Zeit, wo der Krieg der Landschaften eine Antwort auf die Frage verlangt: Weltende oder Neuanfang?
Vielen Dank für das Interview, lieber Achim, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Buchprojekte und persönlich alles Gute!
5 Fragen an Künstler*innen:Achim Engelberg, Autor
Zur Person/über mich:Achim Engelberg, geboren 1965, schreibt u.a. für die Neue Zürcher Zeitung, die Blätter für deutsche und internationale Politik und Sinn und Form. Er ist Gründungskurator bei piqd. Als Historiker publiziert er Sachbücher und wertet den in der Berliner Staatsbibliothek vorliegenden Nachlass seines Vaters aus. Bei Siedler erschienen »Die Bismarcks. Eine preußische Familiensaga vom Mittelalter bis heute« (2010, zusammen mit Ernst Engelberg) und die von ihm herausgegebene Neuedition von Ernst Engelbergs »Bismarck. Sturm über Europa« (2014).
Liebe Eva Damyanovic, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?
Schreiben, Proben, Auftreten und kulinarische Höhenflüge
Unterhaltungskünstlerin & Autorin Eva Damyanovic
Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?
Zusammenhalt, Wertschätzung und gegenseitiger Respekt
Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?
Literatur gibt Halt und schafft Visionen!
Was liest Du derzeit?
J. Paul Henderson – DAISY
Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?
„Ich habe nicht versagt. Ich habe 10.000 Wege gefunden, wie etwas nicht funktioniert.“ (Thomas A. Edison)
Vielen Dank für das Interview, liebe Eva, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Kabarett-, Theater-, Kunstprojekte und persönlich alles Gute!
5 Fragen an Künstler*innen:Eva Damyanovic, Kabarettistin, Schauspielerin, Autorin
Zur Person/über mich:Eva Damyanovic
Geboren 1970 in Oberösterreich. Studium der Theaterwissenschaften und Germanistik in Wien und Berlin. Gewinnerin des Kleinkunstpanther. 6 Solokabarettprogramme: „Hautsache“, „Bekenntnisse einer Fruchtfliege“, „Schuhe lügen nie“, „Rausch“, „Delikatessen“ und „Ahoi Leben!1. Impulskabarett für Erschöpfte“. Autorin von Wunschkabarett für Firmen und Privatpersonen. Stegreif Schauspielerin bei Tschauner Bühne Wien. Regelmäßige Show „Eva D.s Wohnzimmer“ (Talk, Musik, Schmäh) mit wechselnden Gästen.
Aktuelle Buchneuerscheinung: Eva Damyanovic, Mein Zahnarzt sagt Mädchen zu mir. Roman. Edition Roesner.
„Wenn die erfolgreiche Kabarettistin Eva D. einen Roman schreibt, ist Unterhaltung pur bis zur letzten Seite garantiert. Trotz des Todes ihrer liebsten Freundin Anna in den besten Lebensjahren geht die Autorin unbeirrt ihren unkonventionellen Weg und erzählt von Toblerone beim Zahnarzt und Plagereien im Fitness-Studio, von der Liebe zu Zuckerwatte und zu deftigen Hartwürsten, von einer Kindheit in einem Paradies voller Schuhe oder von Leidenschaften, die doch eigentlich dringend gelebt werden sollten … Ein erfrischend frecher Roman voll subtiler Selbstironie und einer Riesenportion Frauenpower, oder: wie Peter, ihr Zahnarzt, sagen würde: „Das Leben ist ein einziges Provisorium!““
Lieber Roman Johannes Kornfeld, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?
Von Tag zu Tag oft völlig anders – meistens steh ich aber morgens sogar auf. Mein Hund möchte dann natürlich auch versorgt werden. Aber ein Ritual wie es einige Kolleg*Innen haben, habe ich nicht – ich nehme den Tag wie er kommt.
Je nachdem, was an dem Tag so ansteht, mache ich mich meistens auf den Weg nach Wien und bin dort mal länger mal kürzer und im Büro, bei Proben, oder Organisation.
Roman Johannes Kornfeld, Schauspieler,Sprecher, Musiker
Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?
Nicht nur jetzt, sondern immer ist natürlich ein Miteinander wichtig. Ein Aufeinander achten und Füreinander da sein. Das schließt aber nicht nur die Menschen ein, mit denen wir im Alltag regelmäßig zu tun haben, sondern auch alle Generationen vor und nach uns. Lernen wir aus der Vergangenheit, um die Zukunft für andere zu verbessern – besonders akut natürlich im Moment im Bezug auf die Umwelt und unser Klima, den wachsenden rechten Populismus und die grausamen Auseinandersetzungen auf der Welt.
Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei dem Theater/Schauspiel, der Kunst an sich zu?
Ich glaube, dass Kunst einfach andere Mittel und Wege hat, um zu vermitteln, zu kommunizieren und zu berühren. Kunst und Theater macht vieles einfach nochmal greifbarer wodurch ich es fast miterleben kann und dadurch einen anderen Zugang zu der Thematik, der Welt und mir selbst habe. Und im Idealfall erreicht sie natürlich auch eine breite und sehr diverse Gruppe von Menschen. Sie kann Menschen besinnen und sensibilisieren, aber auch in schweren Zeiten nicht den Mut verlieren lassen. Wichtig ist, den Fokus auf die richtigen Dinge zu lenken, weil keiner weiß, wie viele Chancen für einen Neubeginn noch bleiben.
Was liest Du derzeit?
Ich bin das lebende Beispiel dafür, dass das Kaufen und Lesen von Büchern zwei unterschiedliche Hobbies sind. Aber regelmäßig lese ich Nachrichten in Zeitungen (meist digital), meine Mails und Textbücher aktueller Projekte.
Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?
Am ehesten fallen mir hier immer Liedtexte ein – meistens eines davon:
„Es ist nicht deine Schuld, dass die Welt ist, wie sie ist. Es wär nur deine Schuld, wenn sie so bleibt.“
„Vergesst nie, dass unsere Kinder vielleicht einmal fragen: Wer ist denn wirklich schuld daran? Vergesst nie, dass unsere Kinder vielleicht einmal sagen: Ihr habt, als es noch möglich war, nichts dagegen getan“
Vielen Dank für das Interview, lieber Roman, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Theaterprojekte und persönlich alles Gute!
5 Fragen an Künstler*innen:Roman Johannes Kornfeld,Schauspieler,Sprecher, Musiker
Zur Person/über mich:Der Niederösterreicher Roman Johannes Kornfeld fand den Weg auf die Bühne über die Musik. Schon früh tritt er mit diversen Formationen in den verschiedensten Genres bis heute auf und produziert dazu als Singer/Songwriter und Texter auch nach wie vor eigene Musik.
Ab 2016 stand er im Theater im Neukloster und weiteren Ensembles unter anderem in Produktionen wie Big Fish, Whistle down the Wind (Andrew Lloyd Webber), Maximilian (UA, Florian Scherz), sowie mehreren Märchenmusicals und Sprechtheaterproduktionen auf den Brettern die die Welt bedeuten. Zur gleichen Zeit sammelte er auch erste Erfahrungen beim Film, zuletzt in der Literaturverfilmung „Narziss und Goldmund“ (Hermann Hesse) von Oscarpreisträger Stefan Ruzowitzky sowie der Eigenproduktion eines Kurzfilms „erden“. 2021 übernahm er die Regieassistenz bei den Passionsspielen St. Margarethen (Regie:
MMag. DDr. Alexander M. Wessely), sowie die musikalische Leitung bei Schillers „Wilhelm Tell“ im Schauspielhaus Wien, bei dem er selbst auch unter der Regie von Andreas Simma „Gessler“ verkörperte.
2022 diplomierte er an der renommierten Schauspielschule Krauss in Wien und zählt auch Serge Falck und Bernhard Murg zu seinen Coaches und Mentoren.
Nach dem Diplom folgten Engagements im ganzen Land zB. mit Herr der Fliegen (Klagenfurt), Figaro lässt sich scheiden (Stadttheater Mödling), eine Weihnachtsgeschichte (Eisenstadt/Güssing), RitterRüdiger (Reinsberg) und mehr.
Im Oktober stehen für ihn auch gleich mehrere Premieren an:
An der Seite von Simon Schwarz als „Willibald Metzger“ wird am 12. Oktober auf Servus TV ermittelt.
Musikalisch wird es am 24. Oktober beim Konzertabend „Schnitzel mit Schlag“ mit seiner Kollegin Rebecca Richter im neu eröffneten Stella Theater im Prückel (www.romankornfeld.com/schnitzel-mit-schlag) sowie beim Sketchabend in Zöbern.
Bis Juni 2025 ist er mit dem Theater mit Horizont als Aladdin auf Tour.
Roman Johannes Kornfeld und Rebecca Richter servieren ein Menü österreichischer Klassiker neben frischen Kreationen von heute:
Mit dem Programm Schnitzel mit Schlag vereinen die beiden Schauspieler und Musiker Wiener Lieder, Chansons, Schlager und Austropop in einem bunten Mix.
Auf der Speisekarte stehen also diverse Schmankerl von salzig bis süß über herzhaft bis herb.
Freuen Sie sich auf Lieder großartiger heimischer Künstler wie Bill, Kreisler, Seiler & Speer, Danzer, STS, Moser und viele weitere.
Ein garantierter Gaumen… äh… Ohrenschmaus für jeden Geschmack.
Vanessa ist als Schauspielerin seit 35 Jahren an renommierten Bühnen in Österreich und Deutschland engagiert und in der freien Wiener Szene tätig, ebenso für Film und Fernsehen.
Gastspiele führten sie nach London, New York und Seattle
Vanessa Payer war jahrelang Mitglied der Impro- Gruppe „u.r.theater“, gibt Impro- und Schauspielkurse und ist Trainerin für Wirtschafts- und Sozialkompetenz.
Neben ihrer schauspielerischen Vielseitigkeit liegt ihre Stärke im konzeptionellen Bereich und in der Organisation, sowie in der künstlerischen Entwicklungsarbeit mit und in einem Team. Seit 2016 leitet sie theater7http://www.theater7.at und ist Autorin und Co-Autorin mehrerer Stücke.
2023 wurde sie für ihr Kulturschaffen und ihr gesellschaftliches Engagement vom BMEIA- dem Außenministerium Österreich und dem Frauenmuseum Hittisau als „Calliope“ ausgezeichnet und auf die gleichnamige „Plattform herausragender Österreicherinnen“ aufgenommen. https://www.calliope.at/vanessa-payer-kumar
Vanessa ist Mutter eines Sohnes (geb. 2002) und einer Tochter (geb. 2009) und lebt in Wien.
Mit Schauspieler:innen durch die Seestadt spazieren und jene Frauen kennenlernen, die den Straßen im neuen Stadtteil ihre Namen geben.
LEBENSBÖGEN – Stationentheater in der Seestadt (Wiederaufnahme)
Ein Stück von Vanessa Payer Kumar und Florian Stanek
Samstag, 21. September, 16:30 Uhr Premiere
Sonntag, 22. September, 11 Uhr und 16:30 Uhr
Schulaufführung am Montag, 23. September (auf Anfrage).
Start bei Forum Am Seebogen, Eileen-Gray-Gasse 2, 1220 Wien
Begrenzte Platzanzahl – Reservierung erbeten unter Theater7.lebensboegen@gmail.com oder +43 677 644293 43
Eintritt: freie Spenden.
Mit: Tania Golden, Viktoria Hillisch, Artur Ortens, Vanessa Payer Kumar, Marion Rottenhofer, Lukas Strasser, Christina Trefny und als Gast Constanze Hojsa
Mit Schauspieler:innen durch die Seestadt spazieren und jene Frauen kennenlernen, die den Straßen im neuen Stadtteil ihre Namen geben.
Zwei Stunden spazieren Theatermacherin Vanessa Payer Kumar und sechs Schauspieler:innen durch das Quartier Am Seebogen in der Seestadt. An verschiedenen Stationen (teils mit Sitzgelegenheiten) lassen sie in einem vielfältigen Szenenreigen am Leben jener Frauen teilhaben, deren Namen den neuen Stadtteil prägen.
Da erzählt beispielsweise die von den Geschichtsbüchern vergessene Karoline von Perin-Gradenstein über ihr Engagement für Demokratie und Frauenemanzipation – sie war 1848 (!) Mitbegründerin und Präsidentin des „Wiener demokratischen Frauenverein“.
Und von Wangari Maathai, die als erste afrikanische Frau den Friedensnobelpreis erhielt, erfahren die Besucher:innen, warum Frauen- und Umweltpolitik Hand in Hand gehen müssen.
Ebenso kommendie Architektin Zaha Hadid, Schriftstellerin Simone de Beauvoir, die weltberühmte (und als einzige fiktive Figur) Pippi Langstrumpf, Radiomoderatorin und frühere Vorturnerin der Nation Ilse Buck uva. an ihren Straßen und Plätzen zu Wort.
Vanessa Payer Kumar, die in dem Stück u.a. Karoline von Perin, Jane Jacobs und Ilse Aichinger darstellt, möchte aber auch auf die Fragilität und Kostbarkeit unserer Demokratie aufmerksam machen: „Die Gesellschaft hat oftmals vergessen, wie viele Frauen ihr Leben, ihre Existenz und ihre ganze Lebenskraft einsetzten und für Menschenrechte und Gleichberechtigung kämpften, von denen wir heute profitieren.“
Die „LEBENSBÖGEN“ des „Theater 7“ von Vanessa Payer und Florian Stanek verbinden auf poetische, dramatische und komische Weise das Leben und Schaffen der „Seestadt“-Frauen.
Gespielt wird bei (fast) jedem Wetter, da es Indoor-Stationen und Notfall-Schirme geben wird. Bei orkanartigen Zuständen wird um Rückfragen ersucht. Der Spaziergang ist barrierefrei.
Mit freundlicher Unterstützung von Aspern – Die Seestadt Wiens, IBA_Wien, Donaustadt Kultur, Stadt Wien Kultur, ZukunftsFonds der Republik Österreich, KulturGarage, Stadt Wien Büchereien, LiDo, familienwohnbau.
Frauen in der (See-)Stadt sichtbar machen
Das zweite Seestädter Stationentheater „LEBENSBÖGEN“ widmet sich wie sein Vorgänger „LEBENSSTRASSEN“ den namensgebenden Frauen der Straßen in der Seestadt. Im Vergleich zur restlichen Stadt sind Frauen in den Straßenbezeichnungen hier überrepräsentiert, um das Ungleichgewicht in Wien ein wenig zu schmälern. So sind bei 4.269 nach Personen benannten Straßen nur lediglich 356 Straßen Frauen gewidmet.
Die wesentlichen städtebaulichen Aspekte des neuen – von der IBA_Wien ausgezeichneten – „Quartier Am Seebogen“ spiegeln sich auch im Stück wider: Kultur; Sport; Wohnen und Arbeiten; Religion; und natürlich das Leben der „Seestadt-Frauen“ mit ihrem Werk und Wirken.
Fotos: Jan Frankl;; Luiza Puiu/Theater 7; Lebensbögen Seestadt